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Zum Problem der Kurzwörter und Abkürzungen in der SMS-Kommunikation

Bachelorarbeit 2012 72 Seiten

Germanistik - Linguistik

Leseprobe

I. THEORETISCHER TEIL
1. Terminologische Grundlagen und Charakterisierung der Kurzwörter 9
1.1 Die Definition des Kurzwortes
1.2 Kurzwörter in historischer Hinsicht
1.3 Differenzierung zwischen Abkürzung und Kurzwort
1.4 Typologie der Kurzwörter
1.4.1 Unisegmentale Kurzwörter
1.4.2 Partielle Kurzwörter
1.4.3 Multisegmentale Kurzwörter
1.5 Andere Formen lexikalischer Kürzung
1.5.1 Kunstwort
1.5.2 Wortkreuzung
2. Der Short Message Service
2.1 Definition der SMS
2.2 Die Erfolgsgeschichte der SMS-Kommunikation
2.3 Sprachliche Merkmale der SMS

II. PRAKTISCHER TEIL
3. Beschreibung des Untersuchungskorpus
4. Klassifikation der Kurzwörter
4.1 Typologie nach Henrik Bergstrom-Nielsen
4.2 Typologie nach Albrecht Greule
4.3 Typologie nach Dorothea Kobler-Trill
5. Klassifikation der Abkürzungen
5.1 Konventionelle Abkürzungen
5.2 Unkonventionelle Ad-hoc-Abkürzungen
5.3 Partiell konventionelle Abkürzungen
6. Die Besonderheiten der Kurzmitteilungen im Korpus
6.1 Wortinitiale und wortfinale Tilgung
6.2 Reduktion
6.3 Assimilation

III. SCHLUSSFOLGERUNG
7 Zusammenfassung
8.. Literaturverzeichnis
9. Abbildungsverzeichnis
10. Tabellenverzeichnis
11. Streszczenie wjçzyku polskim

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

0.Einleitung

Seit über 20 Jahren gibt es den bekannten Kurznachrichtendienst SMS und noch immer erfreuen sich die kurzen Textnachrichten größter Beliebtheit. Die SMS-Kommunikation erlangt einen zentralen Stellenwert in der Gesellschaft und ist für viele Menschen aus ihrem Leben nicht mehr wegzudenken. Im Jahr 2011 wurden 55 Milliarden Kurzmitteilungen verschickt. Die Kommunikation per SMS ist sehr schnell in alle Bereiche des Lebens eingezogen. Das Versenden und Empfangen von SMS ist bei Jugendlichen besonders beliebt. Junge Nutzer schreiben SMS-Nachrichten auf dem Schulweg und Nachhauseweg, in Bus oder Bahn, in der Schule unter der Bank, während Partys, bei der Arbeit, also fast überall.

Die SMS-Kommunikation der Jugendlichen zeichnet sich in sprachlicher Hinsicht durch eine Reihe von Besonderheiten aus. Die Jugendlichen verwenden beim Schreiben von Kurzmitteilungen eine eigene SMS-Sprache (vgl. Durscheid 2002: 108). Um mehr Inhalt in die auf 160 Zeichen beschränkten Nachrichten zu bringen, hat sich eine weitverbreitete Abkürzungskultur entwickelt. Die Begrenzung auf 160 Zeichen führt in hohem Maße zu der Sprachökonomie und zu der Verwendung von vielen unterschiedlichen Abkürzungen, Kurzwörtern und anderen Kurzformen. Zwar kann die Tendenz zum Verkürzen in SMS- Botschaften nicht nur durch die Tatsache, dass eine begrenzte Anzahl an Zeichen zur Verfügung steht, begründet sein, sondern die Merkmale werden auch durch den Wunsch verursacht, schnell zu schreiben.

Das Hauptziel der vorliegenden Arbeit ist, die auftretenden lexikalischen Kurzformen in der SMS-Kommunikation zu untersuchen. Zu diesem Zweck wurden 321 authentische SMS- Nachrichten gesammelt und untersucht.

Die vorliegende Arbeit wird in zwei Hauptteile gegliedert und setzt sich aus sieben Kapiteln zusammen. Der erste Teil befasst sich mit der theoretischen Beschreibung und der zweite beinhaltet die Analyse des Korpus. Der theoretische Teil ist den Kurzformen und der SMS- Kommunikation gewidmet. In dem ersten Kapitel werden die Definitionen der Kurzformen sowohl aus den terminologischen Wörterbüchern als auch aus der Fachliteratur nahegebracht. Ferner wird eine kurze Übersicht über die geschichtliche Entwicklung der Kurzwörter gegeben. Es wird diskutiert, ob ein Kurzwort ein Wort ist. In dem weiteren Unterkapitel wird die Differenzierung zwischen den Kurzwörtern und Abkürzungen dargestellt. Bereits in diesem Kapitel ist die Typologie von Kurzwörtern aufgefasst. Sie berücksichtigt chronologisch die wichtigsten Kategorisierungen. Das zweite Kapitel beschreibt die wichtigen allgemeinen sprachlichen Merkmale von SMS. In einem nächsten Schritt wird dargelegt, wie sich die SMS-Kommunikation verbreitet und an der Wende vom 20. Jahrhunderts zum 21. Jahrhundert an der Bedeutung gewonnen hat.

In dem zweiten Teil der Diplomarbeit, der als praktischer Teil zu bezeichnen ist, wird die durchgeführte Untersuchung ausführlich beschrieben. Im dritten Kapitel werden statistische Angaben über den Korpus präsentiert sowie alle anderen relevanten Daten, die das Vorkommen der Kurzwörter im Text betreffen. Die im Korpus nachgewiesenen Kurzformen werden in den nächsten Kapiteln anhand der theoretischen Einleitung weiter analysiert und kategorisiert.

Zum Schluss werden die Ergebnisse der Untersuchung zusammengefasst und ausgewertet.

THEORETISCHER TEIL

1. Terminologische Grundlagen und Charakterisierung der Kurzwörter

1.1. Definition des Kurzwortes

Bevor eine Definition des Kurzwortes festgelegt werden kann, sollte zunächst definiert wer­den, was unter Wort zu verstehen ist. Die meisten Definitionsversuchen für die Einheit Wort laufen in irgendeiner Form auf die Merkmale hinaus, die man allen Wörtern zuordnen kann und mit deren Hilfe man sie dann von anderen sprachlichen Einheiten unterscheidet (vgl. Engel 1988: 15). Die häufig spontan gegebene Begriffsbestimmung, dass das Wort eine kleinste relativ selbstständige bedeutungstragende Einheit sei, ist nicht akzeptabel, weil eine Vielzahl von Wörtern, wie z.B. sprech-en, Haus-frau, sprich-t aus mehreren bedeutungstra­genden Einheiten (Monemen) besteht (vgl. Spillmann 2000: 91-92).

Im „Lexikon der Sprachwissenschaft“ von Hadumod Bußmann (1990: 849) lässt sich unter dem Suchbegriff Wort folgende Definition finden:

Intuitiv vorgegebener und umgangssprachlich verwendeter Begriff für sprachliche Grundeinheiten, dessen zahlreiche sprachwissenschaftliche Definitionsversuche uneinheitlich und kontrovers sind. Das Wort (...) wird im einzelnen nicht widerspruchfreie Eigenschaften charakterisiert vgl. die fol­genden Definitionsvorschläge, aufgelistet nach Beschreibungsebenen: Phonetisch-phonologische Ebene: W. sind kleinste, durch Wortakzent und Grenzsignale wie Pause isolierbare Lautsegmente, die auf orthographisch-graphemischer Ebene durch Leerstellen im Schriftbild isoliert werden; auf morphologischer Ebene sind W. als Grundeinheiten von grammatischen Paradigmen wie Flexion gekennzeichnet. (...) Auf lexikalisch-semantischer Ebene sind W. kleinste, relativ selbständige Träger von Bedeutung und unter syntaktischem Aspekt lassen sie sich als kleinste verschiebbare und ersetzbare Einheiten des Satzes beschrieben.

Unter dem Begriff Wort kann phonetisch-phonologische, graphematische, morphologische, syntaktische oder lexikalisch-semantische Ebene verstanden werden. Die oben angeführte Wortdefinition weist darauf hin, dass der Ausdruck Wort ist mehrdeutig und hängt vom Untersuchungsgesichtspunkt, von der jeweils interessierenden sprachlichen Ebene. Eine all­gemein akzeptierte Definition existiert aber nicht. Wer sich mit Wortdefinitionsversuchen abgemüht hat, der mag resignierend vorschlagen, dass als Wort eben alles zu verstehen sei, was im Schriftbild von seiner Umgebung getrennt erscheint, was zwischen Spatien steht (vgl. Engel 1998: 16). Nach Leonard Bloomfield wird ein Wort als „minimal free form“ (zi­tiert nach Eckert 1986: 113) aufgefasst, d. h. als Phonemfolge, die zwischen zwei Pausen ge­sprochen, bzw. als Graphemfolge, die zwischen zwei Zwischenräumen geschrieben werden kann, und zwar als selbständige Äußerung. Das ist die am meistens in der Literatur zitierte Wortdefinition.

Bei den Kurzwörtern gibt es Probleme mit der Definition. Viele Autoren sehen unter dem Begriff Kurzwort etwas anderes. Sehr häufig werden im Zusammenhang mit den Kurzwörtern andere Begriffe benutzt. Elke Ronneberger-Sibold (1992: 5) bestätigt dass, es viele Bezeich­nungen in der Fachliteratur gibt. Man liest von Abkürzungen, Kürzungen, Kürzeln, Kurzwör­tern, Stützwörtern, Abbreviaturen, Siglen, Akronymen, Initialwörtern usw.. Anja Steinhauer (2000: 31) stellt fest, dass in jeder der genannten Untersuchungen eine andere Terminologie aufgestellt wird. Das Problem besteht also nicht in der Tatsache, dass unterschiedliche Be­zeichnungen verwendet werden, sondern darin, dass in verschiedenen Aufsätzen gleiche Be­nennungen für jeweils andere Kurzformen benutzt werden.

Im „Lexikon der Sprachwissenschaft“ von Hadumod Bußmann lässt sich unter dem Suchbe­griff Kurzwort folgende Definition finden:

Aus einem komplexen Wort durch Verkürzung gebildete Variante des Ausgangswortes.

Im „großen Wörterbuch der deutschen Sprache“ von Duden (1999: 2324) gibt es andere Be­zeichnung:

Kurzwort: das Wort, das aus Bestandteilen eines oder mehrerer Wörter gebildet ist (z.B. Kripo aus Kriminalpolizei).

Dorothea Kobler-Trill (1994: 14-15) bezeichnet ein Kurzwort als „die Dublette zu einer gleichbedeutenden längeren Wortschatzeinheit“. Zu jedem Kurzwort gibt es eine längere Vollform, aus der im Prozess der Kurzwortbildung ein Kurzwort entsteht. Als Vollform kö n- nen alle nominalen Einheiten des Wortschatzes fungieren, sowohl einzelne Wörter als auch lexikalisierte Wortgruppen. Das Besondere an Kurzwörtern ist, dass sie immer Varianten zu weiterhin existenten Langformen sind (vgl. Hentschel/ Vogel 2009: 472).

Wir können verschiedene Typen von Kurzformen unterscheiden, und zwar zunächst zwei Grundtypen, die wir als Kurzwörter und als Abkürzungen bezeichnen wollen (vgl. Agricola et al. 1983: 273). Es ist wichtig dabei, dass Kurzwort und Abkürzung keine Synonyme sind, sondern sprachsystematisch zwei unterschiedliche Phänomene bezeichnen.

Viele Wissenschaftler stellen sich die Frage, ob ein Kurzwort ein Wort ist, und die Antworten darauf sind sehr unterschiedlich. Die Gegner bewerten die Kurzwortbildung nicht als Typ der Wortbildung. Jedoch Kurzwörter wurden auch in der „Duden Grammatik“ als Wörter aner­kannt - ihre Bildung wird hier also als Wortbildung klassifiziert.

Die präzise Antwort auf die Frage dieses Abschnitts ist die Feststellung in einem „internatio­nalen Handbuch zur Natur und Struktur von Wörtern und Wortschätzen“ (2002: 462):

Als Wörter können auch wortähnliche Gruppen gelten, die durch Beibehaltung von Wortresten an Worte erinnern sollen wie z.B. Kurzwörter. Dabei wird auch Artikulationsart geachtet, diese richtet sich entweder silbisch nach den Morphemresten oder bei Initialwörter, nach den Buchstabier­Regeln: es - pe - de.

Die Kurzwörter haben demnach alle Eigenschaften normaler Substantive der deutschen Spra­che. Sie werden schriftlich und phonisch realisiert, sind genus- und artikelfähig, werden flek­tiert bzw. in den Plural gesetzt usw. (vgl. Greule 1996: 197). Auch Wolfgang Fleischer und Irmhild Barz (1995: 218) betonen, dass die Kurzwörter der Wortcharakter haben. Die Kurzformen nach Heinrich Weber (2002: 459) sind - mindestens sobald sie auch gesprochen werden - neue Wörter und damit Manifestationen des Sprachwandels. Ein gutes Beispiel, das die oben genannte Theorien bestätigen kann, ist ein Kurzwort SMS. Steinhauer (2001: 13) merkt an, dass es vom Kurzwort SMS inzwischen eine verbale Ableitung gibt: simsen, d.h. eine SMS verschicken. Der Genuswechsel zwischen der maskulinen Langform Short Message Service und der Kurzform die SMS unterstreicht dabei die Eigenständigkeit einiger Kurzwör­ter.

1.2. Kurzwörter in historischer Hinsicht

Das Streben nach Sprachökonomie hat dazu geführt, längere sprachliche Konstruktionen zu verkürzen, sei es je nach Situation notwendig oder rein aus kreativoriginellen Erwägungen (vgl. Steinhauer 2007: 131). Die Abkürzungen und besonders Kurzwörter sind ein Phänomen der modernen Zeit, aber die Idee, Wörter abzukürzen, um auf ökonomische Art zu kommuni­zieren, ist nicht neu. Ein Kurzwortlexikon aus dem Jahre 1934 beginnt mit dem Satz: „Wort und Satzkürzungen sind ebenso alt wie die Schrift selbst“. Schon die antiken Inschriften wa­ren reich an Abkürzungen z.B. die Grabinschrift R.I.P (= Requiescat in pace) oder bekannte Kreuzinschrift INRI. Die mittelalterliche Handschriften und Urkunden enthalten auch eine Vielzahl von Kurzformen, weil die Verwendung der Abkürzungen Zeit und Platz sparte. Mönche im Mittelalter, um das kostspielige Pergament raumsparend zu füllen, bedienten sich gern mit der Abkürzungen (vgl. Duden 2005: 9). Die Verkürzung der sprachlichen Aus­drucksformen ist nicht eine Erscheinung der Gegenwartssprache. Sie hat aber erst im 20 Jahrhundert größere Bedeutung gewonnen (vgl. Duden 1995: 410).

Kurzformen, die in ihrer gekürzten Form hingegen auch so gesprochen wurden und somit eigene Lexikoneinheiten bildeten, entwickelten sich erst später. Steinhauer (2007: 131) sieht die Tendenz zu der vermehrten Wortkürzung gegen Ende des 19. Jahrhunderts und im Verlauf des 20. Jahrhunderts, die sich durch Kürzung im Bereich der Fachsprachen ausgezeichnet hat. Frühe Belege für Kurzwörter, die Steinhauersthese bestätigen, sind Hapag (= Hamburg­Amerikanische Packetfahrt-Aktien-Gesellschaft), BGB (= Bürgerliches Gesetzbuch, seit 1 990 gebräuchlich) oder AEG (= Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft) (vgl. Schildt 1976: 190). Im 1934 erscheint auch das „Kurzwort-Lexikon KWL - ein Wörterbuch der Abkürzungen und Kurzwortbezeichnungen aller Art“ (vgl. Steinhauer 2000: 20). Der erste Weltkrieg ver­breitet mit seinen Bezeichnungen der Militärtechnik und der Kriegsverwaltung auch eine gr o- ße Menge von Kurzwörter, aber viele verschwanden nach dem Krieg gemeinsam mit ihren Denotaten (vgl. Phillip 2000: 165). Die Tendenz zur Verkürzung war vor allem mit der Univerbierung verbunden, d.h. mit der Zusammenfassung von Wortgruppen zu Worteinhei­ten. Sie betraf fast ausschließlich häufig gebrauchte Substantive (vgl. Wolff 1999: 238-240). Seit 1945 lässt sich im unserem Wortschatz eine starke Zunahme dieser, hauptsächlich su b- stantivischen Kürzungen beobachten (vgl. Lohde 2006: 54). Seit dieser Zeit stellte man den Beginn für eine neue Entwicklung in der Geschichte der Kurzformen dar.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts begann sich eine Kurzwortforschung innerhalb der Sprachwissenschaft zu entwickeln, die bis heute dem Phänomen von Abkürzungen und Kurzwörtern auf der Spur ist, denn die Kurzwortbildung stellt heute unumstritten einen wich­tigen Teil der Wortbildung dar (vgl. Duden 2005: 9).

Die Abkürzung sind Zeichen unserer schnelllebigen Zeit, die Neuaufkommendes präzis und dabei kurz ausdrucken will. Die Werbung mit ihren Reklamen, die zwei Weltkriege mit ihren sprachlichen Verschlüsslungen und schließlich Politik und Technik gaben Anstoß zur Aus­breitung von Abkürzungen und zur Herausbildung von sog. Aküsprache, d.h. Abkürzungs­sprache (vgl. Agricola et al. 1983: 272-273). Immer mehr die Kurzwörter tauchten auch in der gesprochenen Sprache auf. Heutzutage sind Kurzwörter aus unserem alltäglichen Sprachg e- brauch nicht mehr wegzudenken. Schließlich haben sie sich für mündliche und schriftliche Kommunikation als nützlich und ökonomisch erwiesen, werden sie sich doch überwiegend aus dem Bedürfnis heraus entwickelt und gebraucht.

1.3. Differenzierung zwischen Abkürzung und Kurzwort

Am Anfang muss es festgestellt werden, dass die terminologische Situation bezüglich der Begriffe Abkürzung und Kurzwort sehr verwirrend ist (vgl. Kobler-Trill 2002: 452). Im Du­den (2005: 9) ist angegeben, dass gekürzte Wortformen werden hauptsächlich zwischen zwei unterschiedliche Phänomenen: Kurzwörtern und Abkürzungen differenziert. Bei der Unter­scheidung der Kurzwörter von den Abkürzungen entscheidende Rolle spielt das Kriterium der Aussprache. Das hat zum ersten Mal schon im Jahre 1952 Henrik Bergstrom-Nielsen erwähnt. Er hat die Unterschied zwischen Abkürzung und Kurzwort beschrieben. Nach Bergstrom­Nielsen wird eine Abkürzung wie der voll ausgeschriebene Ausdruck ausgesprochen, aus dem sie entstanden ist. Ein Kurzwort dagegen wird gelesen, wie man es schreibt (vgl. Steinhauer 2000: 16).

Von den siebziger bis zum neunziger Jahren wird dieses Thema intensiver untersucht. Thea Schippan unterscheidet zwischen Kurzwort und Abkürzung nach der Definition von Bergstrom-Nielsen. Schippan weist darauf hin, dass sich die Abkürzungen auch zu den Kurz­wörtern entwickeln können. Fleischer hält sich auch an die Abgrenzung von Kurzwort und Abkürzung. Er bezeichnet Abkürzung als Besonderheit der Schreibweise, denen keine beso n- dere Form der gesprochenen Sprache entspreche (vgl. Steinhauer 2000: 16-17).

Günter Bellmann in seiner Abhandlung (1977) über Kürzungsverfahren, übernimmt die Ein­teilung in Abkürzung als nur geschriebene und Kurzwort als eine sowohl graphisch als auch phonisch zu realisierende lexikalische Einheit, wobei er auf Bergstrom-Nielsen verweist und diese Abgrenzung als festgelegt bezeichnet. Im Jahre 1983 erscheint eine ausführliche Unter­suchung zu den Kurzformen von Werner Hofrichter. Aber hier gibt es keine terminologische Abgrenzung von Abkürzung und Kurzwort, weil Abkürzung als Oberbegriff für alle Kur z- formen verstanden wird. Ähnlich ist bei der 1985 erschienen Abhandlung von Marianne Schröder, alle Formen werden als Kurzformen allgemein bezeichnet. Erst im Jahre 1987 ver­sucht Günter Starke den Unterschied zwischen Kurzwort und Abkürzung zu erklären. Er ver­weist am Anfang seiner Arbeit auf die Abgrenzung der nur auf die geschriebene und gedruck­te Sprache beschrankten Abkürzungen von den Kurzwörter (vgl. Steinhauer 2000: 18-21).

Albrecht Greule (1992: 59) orientiert sich auch an der ersten Einteilung Bergstrom-Nielsens in Kurzwort und Abkürzung. Hartmann Günter stellt auch zwei Untergruppen der Kürzung dar. Die Abkürzungen sind wie die Wörter benutzt und flektiert z.B. LKW oder Ufo. Zu den Abkürzungen rechnet er außerdem auf die Schrift beschränkte Kürzel, wie a.a.O. (= am ange­führten Ort). Seine Klassifikation beschreibt die folgende Tabelle: (vgl. Kobler-Trill 2002: 452-453)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Abkürzung vs. Kurzwort

Kobler-Trill hat im Jahre 1994 ihre Dissertationsarbeit unter dem Titel: „Das Kurzwort im Deutschen“ veröffentlicht und hat sie dieses Thema wirklich breit aufgefasst. Für die Defini­tion des Forschungsgegenstands beginnt die Autorin mit der bekannten Abgrenzung der Kurzwörter von den Abkürzungen: es handelt sich um Wörter, die entstanden sind, indem längere Wortschatzeinheiten gekürzt wurden, und die als solche in ihrer kurzen Form auch phonisch realisiert wurden und nicht nur in der Schriftsprache existieren - im Gegensatz zu den Abkürzungen (vgl. Steinhauer 2000: 25). Kobler-Trill (1994: 7) behauptet, dass die schriftlichen Abkürzungen nicht zu den echten Kürzungen gehören: (...) „alle Kurzformen werden als Abkürzungen bezeichnet, so muss in einem weiteren Schritt wieder ein Terminus für die Gruppe der reichen Schriftkürzel gefunden werden.“

Andere wichtige Unterschiede zwischen Abkürzung und Kurzwort fügt auch Steinhauer im „Wörterbuch der Abkürzungen“ (Duden 2005: 9) zu: die Abkürzungen können je nach Platz­bedarf beliebig lang geschrieben werden und trotzdem bleiben sie immer dasselbe Wort und werden immer gleich gelesen. Man kann z.B. das Wort Jahrgang in Jahrg., Jhrg. oder auch Jg. abkürzen. Es wird nur der erste Buchstabe z.B. S. (= Seite), die ersten Buchstaben z.B. Aufl. (= Auflage) oder der erste und der letzte Buchstaben Dr. (= Doktor) zur Bildung einer Abkürzung genutzt.

Zusammenfassend von Abkürzungen spricht man, wenn sich die gekürzte Form auf die Schriftsprache beschränkt, die Kurzform also nicht als solche gesprochen wird, wie bei Hbf. oder z.B.. Gesprochen werden hier die Langformen Hauptbahnhof und zum Bespiel. Den Ab­kürzungen fehlt der Wortcharakter, sie können nicht mit Artikel verstehen werden und werden auch nicht flektierbar (vgl. Steinhauer 2007: 134). Die Abkürzungen entwickeln sich in der Regel nicht zu selbständigen Wörtern und bereichern den Wortschatz der Sprache nicht (vgl. Marousková et al. 1978: 58). Die Kurzformen, die auch in ihrer gekürzten Form gespro­chen werden, nennt man dagegen Kurzwörter, weil sie Wortcharakter haben. z.B. der LKW, das Abo oder SMS (vgl. Duden 2005: 9).

1.4. Typologie der Kurzwörter

In der Fachliteratur gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Systematisierung von Kurz­wörtern. Das ist abhängig davon, welche Prinzipien der Kategorisierung zugrunde gelegt wer­den. Ein wichtigstes Problem der meisten Typologien liegt in der Tatsache, dass nicht scharf getrennt wird zwischen den verschiedenen Kriterien, nach denen man die Segmente, die der Vollform zur Kurzwortbildung entnommen worden sind, differenzieren kann (vgl. Steinhauer 2000: 30). Schon am Anfang musst festgestellt werden, dass es eine genaue und allgemein akzeptable Typologie der Kurzwörter nicht gibt.

Im zwanzigsten Jahrhundert sind viel unterschiedlichen Typologien entstanden. Meist wird unterschieden zwischen Kurzformen, die aus einzelnen Anfangsbuchstaben der Vollform zu­sammengesetzt sind und die buchstabiert oder phonetisch gebunden gesprochen werden kön­nen, und Formen, für die zusammenhängende Buchstabenfolgen der Vollform entnommen wurden. Nach diesem Muster gehen vor: Henrik Bergstrom-Nielsen, Thea Schippan, Günter Bellmann, Wolfgang Fleischer, Irmhild Barz, Albrecht Greule, Christine Römer, Brigitte

Matzke, Dorothea Kobler-Trill (vgl. Steinhauer 2000: 29). Alle wichtigste Typologien werden in der vorliegenden Arbeit chronologisch dargestellt.

Die Typisierung Bergstrom-Nielsens richtet sich nach zwei bestimmten Kriterien: die Bil­dungsweise und die Aussprache der Kurzformen. Seine Typologie unterscheidet die Kurzwör­ter in folgende vier Gruppen:

1. Die Kurzwörter, die aus Initialen der Vollform bestehen und buchstabiert ausgesprochen werden, wie z.B. AEG (= Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft).
2. Dieser Typ wird prinzipiell wie der erste gebildet, aber hier die Kurzwörter phonetisch gebunden ausgesprochen werden, wie z.B. UFA (= Universum Film AG). Hier zählt man auch die Bildungen, für die weitere Buchstaben der Vollform herangezogen wurden, wie z.B. Kripo (= Kriminalpolizei).
3. Der dritte Typ besteht aus einem zusammenhängendem Anfangsteil der Vollform, wie z.B. Auto (= Automobil).
4. Der vierte Typ verbindet den ersten gekürzten Teil der Vollform mit ungekürzten Ende der Vollform, wie z.B. U-Bahn (= Untergrundbahn) (vgl. Steinhauer 2000: 14-15).

Diese erste Typologie kann der heutigen großen Anzahl der Kurzwörter nicht mehr genügen. Vor allem hat sich Bergstrom-Nielsen zur Entstehung der Kurzwortdefinition beigetragen.

In fünfziger Jahre, die als eine Blütezeit der Kurzwortforschung bezeichnet werden, hat das Thema der Kurzwörter an Bedeutung gewonnen. Diese Kurzformen waren im Gegensatz zur Vergangenheit eher positiv betrachtet.

Schippan (2002: 117) unterscheidet vier Typen der Kurzformen:

1. Buchstabiert gesprochen Initialwörter (durch Kürzung von Komposita oder Wortgruppen gebildet): z.B. LKW (= Lastkraftwagen).
2. Phonetisch gebundene Initialwörter (auf gleiche Weise wie der erste Typ gebildet): z.B. Iga (= Internationale Gartenbau Ausstellung).
3. Klammerwörter (von Komposita oder Wortgruppen wird der mittlere Teil ausgelassen) z.B. Krad (= Kraftfahrrad).
4. Kopf- und Schwanzwörter (aus ersten oder letzten Teilen von Wörter oder Wortgruppen gebildet) z.B. Ober (= Oberkellner) oder Platte (= Schalplatte).

Bellmann veröffentlicht 1977 eine Abhandlung über Kürzungsverfahren, wo hat er seine T y- pologie der Kurzformen dargestellt. Für die Einteilung der Kurzwörter legt Bellmann die Op­position der Kurzformen zu den entsprechenden Vollformen zugrunde und kommt so zu­nächst zu einer Biklassifikation. Er unterscheidet zwischen unisegmentalen Kurzwörter, die aus einen zusammenhängenden Teil der Vollform bestehen und multisegmentalen, die aus mehreren nicht zusammenhängenden Teilen der Vollform zusammengesetzt sein. Die multi- segmentalen Kurzwörter werden nach ihren phonischen Realisierung unterteilt. Sie können wie ein Wort ausgesprochen werden oder buchstabiert werden. Einen Sonderfall der multi- segmentalen sieht Bellmann in den partiellen Kurzwörter, bei denen nur ein Teil des Originals gekürzt ist, während der zweite Teil ungekürzt im Kurzwort erscheint, wie in U-Haft (vgl. Steinhauer 2000: 18-19).

Einen bedeutsamen Beitrag für die Kurzwortforschung hat mit seinen Abhandlungen (1992, 1996) auch Greule geleistet. Seine Typologie von Kurzwörtern richtet sich nach den Segme n- ten, die aus der Langform ausgewählt werden. Segmente können nach Greule die Buchstaben, Silben oder Morpheme sein.

Die Kurzformen werden hier eingeteilt in: (vgl. Greule 1992: 58-65)

1. Buchstaben-Kurzwörter, die aus einzelnen Buchstaben oder Lauten der Vollform bestehen wie ZDF (= Zweites Deutsches Fernsehen) oder TÜV (= Technischer Überwachungs­Verein).
2. Silben-Kurzwörter, deren Segmente Silben bzw. Silbenreste der Vollform sind wie Akku (= Akkumulator) oder Helaba (= Hessische Landesbank).
3. Mischtypen aus beiden wie Bafög (= Bundesausbildungsforderungsgesetz).
4. Morphem-Kurzwörter/ Wort-Kurzwörter wie Tief oder Emmentaler.

Die letztere bestehen aus einem vollständigen Morphem der Vollform und sind häufig nicht sofort als Kürzungsprodukte erkennbar. Bei seiner Typologie hat er die Qualität der Segmente berücksichtigt, die in die Kurzform übergehen, weiter die Quantität, Position und Kontinuität und Diskontinuität der Segmente der Kurzform bezogen auf die Vollform. So ergaben sich Untergruppen wie trisegmentale Buchstabenkurzwörter (wie ARD = Arbeitsgemeinschaft der öffentlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland - sie stellen die größte Gruppe an Kurzwörtern) oder unisegmentale Silbenkurzwörter (wie Lok = Lokomotive). Neu dabei ist die Zuordnung von Wörtern wie H-Milch oder Dispo-Kredit zu den Mischkurzwör- tem, die als partielle Kurzwörter bezeichnet werden (vgl. Steinhauer 2000: 23-24). Römer und Matzke (2005: 106) klassifizieren auch die Kurzwörter nach der Quantität der Segmente und unterscheiden dabei zwischen unisegmentalen, multisegmentalen und partiellen Kurzwörter.

Die Wortbildungslehre von Fleischer/Barz, die 1992 erstmals und 1995 in einer 2. Auflage erscheint, beschreibt in Anlehnung an Bellmann und Greule den Wortcharakter der Kurzwör­ter. Fleischer/Barz (1995: 218-219) unterscheiden zwischen unisegmentalen und multiseg­mentalen Typen der Kurzwörter. Die multisegmentalen teilen sie noch in Initialwörter (PLZ = Postleitzahl), Silbenwörter z.B. Trafo (= Transformator) und Klammerformen (Sani = Sanitär­raum) ein.

Die neueste Typologie stellt Kobler-Trill in seiner Dissertation unter dem Titel „Das Kurzwort im Deutschen“ dar. Sie orientiert sich in den Grundzügen an Bellmann, aber ist detaillierter als alle frühere Kategorisierungen. Kobler-Trill unterteilt zuerst nach der Anzahl der Segmente der Vollform, dann differenziert sie einmal nach der Position (Kopf-, End­Rumpfwörter), einmal danach, dass ein Teil ungekürzt bleibt und einmal nach der Qualität der Segmente (Initial-, Silben- und Mischkurzwörter) (vgl. Steinhauer 2000: 25-29). Es werden dabei drei Hauptgruppen: unisegmentale, multisegmentale und partielle Kurzwörter unterschieden. Fasst man dies zusammen, ergibt sich die nachstehende Typologie von Kurzwörtern:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Typologie der Kurzwörter nach Kobler-Trill

1.4.1. Unisegmentale Kurzwörter

Unisegmentale Kurzwörter bestehen aus einem zusammenhängenden Teil ihrer Langform und werden je nach Position dieses Teils eingeteilt in: (vgl. Kobler-Trill 1994: 21)

- Kopfwörter
- Endwörter
- Rumpfwörter

Die Kopfwörter werden aus dem Anfangselement der Vollform gebildet - Auto (= Automo­bil). Endwörter dagegen sind aus dem Endelement des Wortes entstanden z.B. Cello (= Vio­loncello). Bei den Rumpfwörtern hingegen wird eine Langform auf einen mittleren Teil ver­kürzt - Lisa (= Elisabeth).

Zu den Kopfwörtern mit gekürztem Endsegment zählt man die Wörter wie:

die Uni (= Universität), der Akku (= Akkumulator), die Demo (= Demonstration), das Kilo (= Kilogramm), das Foto (= die Fotografie mit Genusveränderung)

oder auch die Vornamen wie: (vgl. Czochralski :14)

- Leo (= Leopold)
- Alex (= Alexander)
- Inge (= Ingeborg)
- Rosi (= Rosemarie).

Das Kopfwort fällt häufig, aber keineswegs immer mit der Silbengrenze zusammen: vgl. die Limo (= Limonade) aber die Lok (= Lokomotive) (vgl. Duden 1995: 411-412).

Es gibt außerdem Kopfwörter, die zusätzlich zur Kürzung mit -i, -o oder -u suffigiert werden: Pulli (= Pullover). Es gibt kein Kopfwort Pull. Weitere Beispiele sind Ami (= Amerikaner), Studi (= Student) sowie zahlreiche Vornamenkürzungen Susi (= Susanne), Rudi (= Rudolf) (vgl. Kobler-Trill 2002: 454). Solche Kürzungen werden als Sonderfall zu den Kopfwörtern gerechnet, auch wenn das Suffix nicht aus dem Vollform stammt (vgl. Kobler-Trill 1994: 68).

Im Gegensatz zu den Kopfformen spricht man von den Endformen, wenn von einer Zusam­mensetzung nur der zweite Teil (das Grundwort) gebraucht wird:

Bahn (= Eisenbahn), Rad (= Fahrrad), Bus (= Omnibus), Platte (= Schallplate), Pille (= Antibabypille), Schirm (= Regenschirm) usw. (vgl. Duden 1995: 411-412).

Analog zu den Kopfwörtern sind Verkürzungen auf das Endsegment bei den Vornamen mög­lich und sind vor allem für die Umgangssprache üblich:

- Hannes (= Johannes)
- Gitte (= Brigitte)
- Fred (= Manfred)

Die Endwörter kommen in der deutschen Gegenwartssprache seltener vor als die Kopfwörter, weil ihr Gebrauch meist kontext- oder situationsbezogen ist. In diesem Zusammenhang ver­weist Lohde (2006: 55) auf die Tatsache, dass die reduzierte Formen wie Platte oder Schirm (aus Schallplatte und Regenschirm) nicht problemlos als Kurzwörter zu bestimmen sind, weil sie noch weitere Bedeutungsvarianten besitzen, die sich von der jeweiligen Langform unter­scheiden: z.B. Kochplatte und Tischtennisplatte oder Rettungsschirm und Fallschirm.

Bei den Rumpfwörtern steht das Mittelstück bleiben, hier Wortanfang und Wortende werden ausgespart:

Sanizelle (= Sanitäreraumzelle), Betrienslehre (= Betriebswirtschaftslehre).

Die Rumpfformen treten vor allem bei den Vornamen auf:

- Lisa (= Elisabeth)
- Basti (= Sebastian)
- Resi (= Theresia)

Diese unisegmentale Kurzwörter kann man auch nach der morphologischen Struktur der Teile unterscheiden. Das ist abhängig davon, „ob die Teile, die im KW enthalten bleiben, freien Morphemen entsprechen oder nicht“ (vgl. Kobler-Trill 1994: 65). Beispiele für Kopfwörter mit freiem Morphem: Hoch (= Hochdruckgebiet), Ober (= Oberkellner) und gebunden Abi (= Abitur), Uni (= Universität). Beispiel für ein Endwörter mit gebundenem Morphem: Cello (= Violoncello) und mit freiem Morphemteil: Rad (= Fahrrad). Die Rumpfwörter bestehen dagegen grundsätzlich nur aus gebundenen Morphemteilen (vgl. Kobler-Trill 1994: 65-68).

1.4.2. Partielle Kurzwörter

Partielle Kurzwörter stellen einen Sonderfall dar. Sie bestehen aus zwei Teilen. Der erste Teil der Langform tritt nur gekürzt auf, während der zweite ungekürzt bleibt. Partielle Kurzwörter sind auf einen anderen Art definiert, dadurch dass, sie einen nicht gekürzten Teil bei sich ha­ben. Kobler-Trill unterscheidet vier Unterarten dieser Kurzwörter: solche mit einer (U-Bahn) oder mehreren Initialen (NE-Metalle), solche mit silbenfähigen Elementen aus der Vollform (Schukostecker) und solche mit einer größeren Element (Pauschbetrag) (vgl. Kobler-Trill 1994 : 72). Typische partielle Kurzwörter sind:

[...]

Details

Seiten
72
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656929222
ISBN (Buch)
9783656929239
Dateigröße
880 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v295031
Institution / Hochschule
Uniwersytet Humanistyczno-Przyrodniczy Jana Kochanowskiego w Kielcach – Institut für Germanische Philologie
Note
1,7
Schlagworte
problem kurzwörter abkürzungen sms-kommunikation

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Titel: Zum Problem der Kurzwörter und Abkürzungen in der SMS-Kommunikation