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Potenzialanalyse zur Nutzung eines Businessplans für die Existenzgründung im Web 2.0

Dargestellt am Beispiel eines Bewertungsportals für Praktikumsstellen

Diplomarbeit 2010 139 Seiten

BWL - Unternehmensgründung, Start-ups, Businesspläne

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort und Danksagung

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit

2 Praktika
2.1 Definition und Arten von Praktika
2.2 Ziele
2.3 Generation Praktikum
2.4 Bewertungskriterien
2.5 Angebote im Internet

3 Basiswissen Web
3.1 Charakteristik des Web
3.2 Social Software im Internet
3.3 Bewertungsportale – Bestandsanalyse
3.4 Webhosting
3.5 Bestandteile einer Web 2.0-Homepage
3.5.1 Tag Clouds
3.5.2 Mashups
3.5.3 Blogs, Weblogs und Blogosphäre
3.6 IT
3.6.1 Programmiersprachen
3.6.2 Datenbank
3.7 Webdesign
3.8 Rechtsgrundlagen
3.8.1 Medien-/Online-/Internetrecht
3.8.2 Domain- und Markenrecht
3.8.3 Urheber- und Patentrecht
3.8.4 Allgemeine Geschäfts- und Nutzungsbedingungen
3.8.5 Datenschutz

4 Analyse von Businessplänen und Existenzgründungen
4.1 Arten von Businessplänen
4.2 Gründe und Funktionen eines Businessplans
4.3 Qualitätsmerkmale eines Businessplans
4.4 Erfolgsfaktoren einer Existenzgründung
4.5 Aufbau und Inhalte
4.5.1 Executive Summary
4.5.2 Status quo des Gründer(team)s und des Unternehmens
4.5.3 Beschreibung der Produkte bzw. Dienstleistungen
4.5.4 Marktanalyse
4.5.5 Marketing- und Wettbewerbsstrategien
4.5.6 Produktion und Beschaffung
4.5.7 Risikoabgrenzung
4.5.8 Finanzplanung
4.5.9 Unternehmenskontrolle und -kennzahlen
4.5.10 Anhang
4.6 Online-Umfrage zu Businessplänen
4.6.1 Grundlagen zu (Online-)Fragebögen
4.6.2 Aufbau eines Fragebogens
4.6.3 Durchführung
4.6.4 Ergebnisse

5 Businessplan zur Gründung eines Bewertungsportals für Praktikumsstellen
5.1 Executive Summary
5.2 Unternehmen und Gründer
5.3 Dienstleistungen
5.4 Marktanalyse
5.5 Marketing- und Wettbewerbsstrategien
5.6 Beschaffung (und Produktion)
5.7 Risikoabgrenzung
5.8 Finanzplanung
5.9 Unternehmenskontrollen und -kennzahlen

6 Kritische Betrachtung zur Nutzung eines Businessplans für die Existenzgründung

Anhang A
A.1 Beispiel eines tabellarischen Businessplan bei der schweizerischen UBS -Bank
A.2 Businessplangliederung der B. GbR
A.3 Mögliche Gliederung eines Businessplans
A.4 Die elektronischen Geschäftskonzepte in der Net Economy
A.5 Entwurf und Ablaufdiagramm der Umfrage

Anhang B
B.1 Lebenslauf des Managements
B.2 Organigramm von Sicher-ins-praktikum.de
B.3 Wettbewerbsanalyse
B.4 Freies Mitarbeiterverhältnis / Honorarvertrag
B.5 Pflichtenheft
B.6 Personalplan
B.7 Umsatzplan
B.8 Investitionsplan
B.9 Abschreibungsplan
B.10 Gewinn- und Verlustrechnung
B.11 Liquiditätsplan
B.12 Cashflow-Planung
B.13 Planbilanz

Quellenverzeichnis

Literaturverzeichnis

Internetquellen

Expertengespräche

Elektronischer Anhang

Rechtsprechungsverzeichnis

Vorwort und Danksagung

Gut anderthalb Jahre sind nun seit dem Ausbruch der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise vergangen und die derzeitigen Prognosen klingen nicht viel versprechend. Die allgemeine Stimmung im Land lässt weiterhin ein raues Klima und eine Skepsis spüren, auch wenn sich der ifo -Geschäftsklimaindex seit April wieder auf dem steigenden Ast befindet und der DAX in diesem Monat die 6.000er-Marke durchbrochen hat. Die Zahl der Unternehmensgründungen ist laut des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) seit dem Jahr 2004 gesunken und hat den niedrigsten Stand seit 1990 erreicht. Umso mehr bedarf es jetzt handlungswilliger, innovativer Köpfe, die diese Situation nicht einfach hinnehmen, sondern denen viel daran gelegen ist, in Deutschland anzupacken und positive Veränderung herbeizuführen. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, um in der Krise die Kraft zu suchen und optimistisch nach vorne zu schauen.

Diese Arbeit soll zum einen allgemeines Wissen über die Themen Web 2.0, einem Teilbereich der Internetbranche bzw. „Net Economy“, sowie Businesspläne eruieren. Zum anderen soll sie am Beispiel einer möglichen Existenzgründung im Web 2.0 zeigen, dass die Thematik rund um das Web 2.0 und die Erstellung eines Businessplans durchaus komplex sind, eine Gründung in diesem Bereich jedoch mit relativ geringen Mitteln und Aufwand realisierbar und erstrebenswert ist.

Der Autor bedankt sich zunächst bei Herrn Prof. Dr. Martin Göbl, der dieses Thema unterstützend begleitet hat. Besonderer Dank gilt an dieser Stelle auch den Lektoren Anneli S., Verena B. und Lars D. für das Feedback und die Zeit, die sie sich dafür genommen haben. Ebenso wird der Familie, den Freunden und den Kommilitonen des Autors, den Existenzgründern Thomas K., Christian W., Michael R., André L. und Christian B., der Unternehmensgründungsberaterin der Hochschule Kempten Sabine K., dem Rechtsanwalt Horst K. sowie den Webdesignern Maria S. und Daniel K. für ihre Unterstützung, Tipps, Ratschläge und ihr Fachwissen gedankt.

Abbildungsverzeichnis

Abb. 3.2.1: Bestandteile der Social Software

Abb. 3.5.1: Dreidimensionale, rotierende Tag Cloud

Abb. 3.5.2: Google Maps -Einbindung bei Holidaycheck.de

Abb. 3.7.1: Fotokarussell als visuelles Element auf Ciao.de

Abb. 4.2.1: Funktionen eines Businessplans

Abb. 4.3.1: Klassifizierung der Inhaltskriterien eines Businessplans

Abb. 4.4.1: Erfolgsfaktoren einer Unternehmensgründung in der Net Economy

Abb. 4.5.1: Rechtsformen

Abb. 4.5.2: Elektronische Geschäftsbereiche in der Net Economy

Abb. 4.5.3: Porters Five Forces

Abb. 4.5.4: Komponenten der quantitativen Unternehmensplanung

Abb. 5.2.1: Unternehmensstandort

Abb. 5.4.1: Entwicklung des UGC von Prakti-test.de

Abb. 5.4.2: Verteilung der Marktanteile nach angebotenen Praktikumsstellen

Abb. 5.7.1: SWOT-Analyse

Abb. 5.8.1: 5-Jahres-Personalkostenentwicklung

Abb. 5.8.2: 5-Jahres-Umsatzentwicklung

Abb. 5.8.3: Entwicklung der Ergebnisse vor Steuern

Abb. 5.8.4: Entwicklung der Planbilanzen

Abb. A.1-0.1: Tabellarischer Businessplan der UBS -Bank

Abb. A.5-0.1: Ablaufdiagramm zur Umfrage

Abb. B.2-0.1: Organigramm des geplanten Unternehmens

Abb. B.6-0.1: Personalplan (5 Jahre)

Abb. B.7-0.1: Umsatzplan (5 Jahre)

Abb. B.8-0.1: Investitionsplan (5 Jahre)

Abb. B.9-0.1: Abschreibungsplan (5 Jahre)

Abb. B.10.0.1: Gewinn- und Verlustrechnung (5 Jahre)

Abb. B.11.0.1: Liquiditätsplan (1. Jahr)

Abb. B.12.0.1: Cashflow-Planung (5 Jahre)

Abb. B.13.0.1: Planbilanz (5 Jahre)

Tabellenverzeichnis

Tab. 2.1.1: Praktikumsarten in Deutschland

Tab. 3.3.1: führende Reiseportale im Vergleich

Tab. 3.8.1: Gesetzesgrundlagen für die Wahl von Domainnamen

Tab. 3.8.2: Rechtsgrundlagen für AGBs im Internet

Tab. 3.8.3: datenschutzrechtliche Rahmenbedingungen für das Internet

Tab. 4.5.1: Rankingfaktoren von Suchmaschinen

Tab. 5.4.1: Ergebnisse der Kundenanalyse

Tab. 5.9.1: Kennzahlen für die Unternehmenskontrolle

Tab. A.4-0.1: Die elektronischen Geschäftskonzepte in der Net Economy

Tab. B.3-0.1: Ergebnisse der Wettbewerbsanalyse

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

Auf die Idee, ein Portal zur Bewertung von Praktika ins Leben zu rufen, ist der Autor gekommen, nachdem er persönlich schlechte Erfahrungen mit einem Praktikum im Jahre 2006 machen musste. Anschließend hat er nach einer Möglichkeit im Internet gesucht, seine Nachfolger vor seinem damaligen Arbeitgeber in Form einer Web 2.0-basierten Bewertung zu warnen – doch ohne Erfolg.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff Web 2.0? Es ist ein moderner Begriff, der der heute weit verbreitet ist, über dessen eigentliche Bedeutung man jedoch nicht recht Bescheid weiß. Webseiten, welche unter diesem Begriff laufen, sind längst ein Teil unseres Alltags geworden und werden uns auch immer häufiger im Netz begegnen, wie die Beispiele Wikipedia, XING oder StudiVZ verdeutlichen, um hier nur die bekanntesten zu nennen. Ein Trend ist, dass sich Verbraucher immer häufiger vor dem Erwerb eines Produktes oder einer Dienstleistung informieren, um die aus ihrer Sicht bestmögliche Entscheidung zu treffen. Diese Entwicklung ist nicht zuletzt auf die Verbreitung des Internets zurückzuführen, da hiermit nun ein reger Erfahrungsaustausch unter den Nutzern ermöglicht wird.[1] Als Beispiele sind Holidaycheck.de oder Tripadvisor.com für den Bereich Tourismus, Ciao.de für Preisvergleiche und Testberichte oder Docinsider.de für die Wahl des richtigen Arztes zu nennen.

Bei der Gründung eines Unternehmens stellen sich dem Initiator unzählige Fragen, angefangen beim Konzept, über die Finanzierung, bis hin zu den rechtlichen Grundlagen. Besonders Letztere erweisen sich in der Internetbranche als ein sehr kritischer Bereich. Werden durch den Domainnamen Markenrechte verletzt? Wem gehören die von den Nutzern der Seite publizierten Beiträge? Kann der Eigentümer einer Webseite für negative Bewertungen der Nutzer von den betroffenen Unternehmen belangt werden? All diese Fragen müssen im Vorfeld der Gründung geklärt werden, um negative Überraschungen und damit erhebliche Mehrkosten oder gar das Scheitern des Projekts in der Zukunft zu vermeiden. Doch die wichtigste Frage bei einer Existenzgründung ist die Frage nach der Finanzierung, wenn man als Unternehmer selbst nicht über ausreichende Mittel verfügt. Hier kommt nun die Bedeutung eines tragfähigen Businessplans ins Spiel, auf die der Fokus dieser Arbeit fällt. Können Geldgeber durch einen guten Businessplan überzeugt werden? Was kennzeichnet eigentlich einen guten Businessplan für Web 2.0-Projekte? Ist ein Businessplan ein zwingendes Instrumentarium zum Erfolg oder gelingt das Vorhaben auch ohne?

Ziel dieser Arbeit ist es daher, dem Leser einen detaillierten Einblick in die Problematik einer Existenzgründung im Web 2.0-Bereich zu vermitteln und das Potenzial eines Businessplans in diesem Zusammenhang darzulegen.

1.2 Aufbau der Arbeit

Für das Textverständnis setzt der Autor eine Affinität bzw. Grundkenntnisse im Umgang mit PCs und dem Internet voraus, sodass hauptsächlich tiefgründigere Begriffe näher erläutert werden. Aufgrund der Web-Thematik ist die häufige Verwendung von Anglizismen nahezu unvermeidbar. Auf die jeweils männliche und weibliche bzw. geschlechtsneutrale Schreibweise wird aus Vereinfachungsgründen verzichtet. Sofern Textpassagen aus elektronischen Medien, wie bspw. PDF-Dateien, zitiert werden, sind diese im elektronischen Anhang (EA) hinterlegt. Die Arbeit ist neben der Einleitung und dem Schlussteil (Kap. 6) in vier Hauptteile untergliedert. Zunächst erhält der Leser Informationen rund um das Thema Praktikum (Kap. 2). Anschließend werden Web 2.0-Begriffe und -Themen erläutert und rechtliche Aspekte durchleuchtet, um spätere Inhalte besser nachvollziehen zu können. Im vierten Kapitel wird analysiert, welche Arten von Businessplänen es gibt, weshalb sie verwendet werden und wie sie aufgebaut sind. Auch Erfolgsfaktoren einer Existenzgründung werden betrachtet. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen u.a. in den Businessplan aus Kap. 5 ein, welcher als realitätsnahes Exempel fungiert. Abschließend erfolgt ein kritisches Résumé zur Nutzung von Businessplänen. Anhang A bezieht sich auf den theoretischen Teil, wohingegen Anhang B dem Businessplan vorbehalten ist.

2 Praktika

2.1 Definition und Arten von Praktika

Nach § 26 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) ist ein Praktikum eine Einstellung, „um berufliche Fertigkeiten, Kenntnisse, Fähigkeiten oder berufliche Erfahrungen zu erwerben, ohne dass es sich um eine Berufsausbildung […] handelt.“[2] Der Brockhaus beschränkt sich bei seiner Definition u.a. auf eine praktische Tätigkeit „im Rahmen einer (Fach-) Hochschulausbildung oder einer berufl[ichen] Ausbildung […], die einführenden oder übenden Charakter hat bzw. der Vermittlung einschlägiger Kenntnisse und Erfahrungen dient.“[3] Eine allgemein gültige Definition, welche alle Arten von Praktika umfasst, gibt es jedoch nicht.[4] Daher lässt sich ein Praktikum nach der Ansicht des Autors als eine oft geringfügig entlohnte, vorübergehende und im Vorfeld zeitlich festgelegte Tätigkeit von Personen meist im Alter von 14 bis 25 Jahren beschreiben, welche sich in einem Unternehmen vor, während oder im Anschluss an ihre Schul- oder (Fach-)Hochschulausbildung weiterqualifizieren und beruflich orientieren möchten. Hierbei soll theoretisches Wissen angewendet, Berufserfahrung gesammelt und Schlüsselqualifikationen erworben werden.[5]

Praktika werden grob in Pflicht- und freiwillige Praktika unterteilt. Unter die Rubrik Pflichtpraktikum fällt das meist von (Fach-)Hochschulen vorgegebene Praxissemester und das Vorpraktikum, aber auch das Schülerpraktikum. Zu den freiwilligen Praktika zählen das Volontariat und Traineeprogramme. Allgemein können beide Formen als gelenktes, Projekt- oder Auslandspraktikum auftreten. Nachfolgend werden die verschiedenen Praktikumsarten in einer Vergleichstabelle dargestellt und beschrieben.[6]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 2.1.1: Praktikumsarten in Deutschland[7]

2.2 Ziele

Die Ziele der Praktikanten sind vielfältig. Studenten möchten das Wissen, welches sie an ihrer Hochschule vermittelt bekommen, in der Praxis anwenden. Die während des Praktikums erworbenen, wichtigen Erfahrungen sollen der Wahl von Vertiefungsfächern im Studium, der Vorbereitung auf das Berufsleben und der Orientierung für die spätere Berufswahl dienen.[8] Gleichzeitig können auch wichtige Kontakte für die zukünftige Karriere geknüpft werden.[9]

Besonders Auslandspraktika haben für den Praktikanten den Vorteil, seine Schlüsselqualifikationen wie sprachliche, interkulturelle und Anpassungsfähigkeiten auszubauen und seinen Horizont für fremde Kulturen zu erweitern.[10] Viele Studenten nutzen Praktika zudem, um z.B. Semesterferien sinnvoll zu überbrücken bzw. Lücken im Lebenslauf zu füllen. Sicherlich haben Bewerber um einen Arbeitsplatz höhere Chancen, sich gegenüber der Konkurrenz durchzusetzen, wenn sie mehr Praktika im Lebenslauf vorweisen können.

Ziele des Unternehmers sind in betriebswirtschaftlicher Hinsicht, auf günstige Arbeitskräfte zurückzugreifen und diese flexibel im Betrieb einzusetzen. Somit lassen sich u.a. die hohen Lohnnebenkosten einer Festeinstellung vermeiden und kurzfristiger Mitarbeitermangel ausgleichen. Zum anderen, stellen Praktika eine gute Möglichkeit dar, Nachwuchs zu generieren und die Arbeitsweise und das Verhalten des Praktikanten genau zu beobachten. Dies beugt einer Fehlentscheidung bei der Wahl eines Arbeitnehmers über den üblichen Bewerbungsprozess vor. Außerdem versprechen sich Unternehmen neue, objektive Impulse durch die Praktikanten, welche i.d.R. mit viel Elan und ohne die mögliche Betriebsblindheit der Belegschaft in die Firma kommen. Mit Traineestellen wollen meist größere Unternehmen ebenso motivierte Kräfte heranziehen. Indem sie viel Zeit und Engagement in die Trainees investieren, soll die Fluktuation gesenkt bzw. die Loyalität zum Arbeitgeber gestärkt werden.[11]

2.3 Generation Praktikum

Unter dem Begriff „Generation Praktikum“ oder „Generation prekär“ wird eine Personengruppe von Praktikanten bezeichnet, welche sich in den vergangenen Jahren zunehmend herauskristallisiert hat. Es handelt sich hierbei um Absolventen von (Fach-) Hochschulen, die zunehmend ein Praktikum als Übergangslösung zum Berufseinstieg oder zur Vermeidung von so genannter Sucharbeitslosigkeit nutzen.[12] Auffällig dabei ist, dass diese Situation offenbar von vielen Unternehmen ausgenutzt wird, indem im Vergleich zur Qualifikation der Akademiker eine zu geringe oder gar keine Vergütung erfolgt, wie eine Studie der DGB-Jugend und der Hans-Böckler-Stiftung aus dem Jahre 2007 belegt. In dieser wird den Arbeitgebern zudem unterstellt, dass die Praktikanten unter dem Deckmantel eines Praktikums wie vollwertige Arbeitnehmer behandelt und eingesetzt werden. In beiden Fällen hat sich erwiesen, dass Frauen dabei insofern schlechter gestellt sind, als dass sie sowohl häufiger Praktika absolvieren (44% der Absolventinnen ggü. 23% der Absolventen) als auch schlechter bezahlt werden (durchschnittlich rund 200€/Monat weniger).[13] Eine Studie der HIS GmbH hat sehr ähnliche empirische Daten geliefert, relativiert jedoch die Auswertung der Ergebnisse der o.g. Studie. Es handele sich nur um einen kleinen Teil der Hochschulabsolventen, welche ein Praktikum im Anschluss an ihr Studium in Kauf nehmen (12% der FH- und 15% der Universitätsabsolventen).[14] Eine Umfrage der TU Dresden, welche an Praktikumsanbieter für Studenten der Studiengänge Soziologie und Sozialpädagogik gerichtet war, bestätigt, dass der betriebswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Gedanke bei der Beschäftigung von Praktikanten deutlich überwiegt. So gaben ca. zwei Drittel der Befragten aus diversen Branchen an, unentgeltliche Praktika anzubieten, während sie sehr hohe Anforderungen an die Praktikanten stellen.[15] Die o.g. Problematik wird dadurch untermauert.

2.4 Bewertungskriterien

Es stellt sich die Frage, was einen „guten“ Arbeitsplatz charakterisiert. Allgemein wird laut einer Studie in 19 OECD-Ländern Jobqualität anhand von „terms pay, hours of work, future prospects, the difficulty of the job, the job’s content, and interpersonal relationships“ festgemacht.[16]

Um die Qualität von Praktika messen und vergleichen zu können, müssen diverse Kriterien für die Bewertung aus Sicht des Praktikanten gefunden werden. Betrachtet man den Verlauf eines Praktikums chronologisch, so wird zunächst der Bewerbungsprozess bewertet werden: War das Vorstellungsgespräch angenehm? Wurden die An- und Abreisekosten gesetzlichen Arbeits- und Urlaubszeiten eingehalten wurden. Auch die Fragen, ob es sich um einen Familienbetrieb handelt und wie groß das jeweilige Unternehmen oder die Einrichtung ist (gemessen an der Anzahl der Mitarbeiter), können bei der Unterscheidung von Praktika von Interesse sein. Mit zu den wichtigsten Informationen für den Praktikanten beim Vergleich der Angebote wird die Höhe der Praktikumsvergütung sein.

Die „innere“ Qualität eines Praktikums lässt sich beispielsweise durch die Kriterien Arbeits- bzw. Betriebsklima bewerten, ob jederzeit ein Betreuer oder Ansprechpartner konsultiert werden konnte und vor allem, ob das Lernen im Vordergrund stand.

Im Anschluss an ein absolviertes Praktikum wird der Fokus auf der Gesamtzufriedenheit des Praktikanten liegen und ob er ein qualifiziertes und wahrheitsgemäßes Arbeitszeugnis erhalten hat.

Bei der Bewertung von Traineestellen ist zusätzlich noch darauf zu achten, dass ein klarer inhaltlicher Aufbau existiert, dass die Betreuung durch einen Mentor gewährleistet ist und gruppenbezogene Projekte sowie Schulungen stattfinden.[17]

2.5 Angebote im Internet

Bewertungsportale gibt es bereits für die unterschiedlichsten Branchen, sowohl für Produkte als auch für Dienstleistungen. Doch im Bereich Beruf und Karriere gibt es bislang nur ein nennenswertes Portal, nämlich Kununu.com. Hierüber kann der Nutzer seinen Arbeitgeber oder eine Bewerbung bewerten, die Urteile anderer Nutzer lesen oder einen adäquaten Arbeitsplatz suchen bzw. finden. Einen gesonderten Bereich für Praktika gibt es nicht, jedoch können diese ebenso wie reguläre Arbeitsplätze bewertet werden. Die anonyme Bewertung kann entweder als Kurzversion mit 13 Kriterien oder als ausführliche Variante mit zusätzlich 38 Detailfragen durchgeführt werden. Arbeitgeber hingegen haben somit die Möglichkeit, das Feedback ihrer Mitarbeiter für die Firma zu nutzen oder Personalmarketing auf der Seite zu betreiben.[18]

Zu den wichtigsten Anbietern von Praktikumsstellen zählen Prabo.de und Praktika.de, hinter denen sich dasselbe Leipziger Unternehmen verbirgt. Daneben gibt es mehrere kleine Sekundäranbieter, wie z.B. Unicum.de oder Wiwo.de, welche eine Praktikumsbörse ergänzend anbieten.[19]

Eine Webseite, die sich auf die Bewertung und Vermittlung von Praktika spezialisiert hat, gibt es bis dato nur einmal. Prakti-test.de wurde vor rund einem Jahr gegründet und konnte bisher rund 240 Bewertungen generieren, während Kununu.com seit Mitte des Jahres 2007 über ca. 38.000 Bewertungen im deutschsprachigen Raum vorweisen kann (Stand November 2009).[20] Vorteil von Prakti-test.de ist, dass der angehende Praktikant im Suchbereich sofort alle Branchen auf einen Blick hat. Kununu.com bietet bei der Suchfunktion jedoch die Auswahl der Branche in Verbindung mit dem Zielort an, was das Ergebnis letztendlich effizienter darstellt, sofern eine besondere Region bevorzugt wird.

3 Basiswissen Web 2.0

3.1 Charakteristik des Web 2.0

Der Begriff Web 2.0 ist maßgeblich von einem Artikel des irischen Verlegers Tim O’Reilly aus dem Jahr 2005 geprägt worden, welcher nach einer von ihm organisierten Brainstorming-Sitzung veröffentlicht wurde. Er kritisierte die damals bereits weite Verbreitung bzw. Benutzung des Begriffs, ohne dass es eine konkrete Unterscheidung zum alten „Web 1.0“ oder eine klare Definition gab.[21] Danach lassen sich sieben verschiedene Merkmale festhalten, welche Web 2.0-basierte Seiten teils oder komplett in sich vereinen:[22]

1. Das Internet wird als Plattform genutzt. Und zwar in dem Sinne, dass dem Nutzer eine Seite nicht nur zur Abrufung, sondern auch zur Interaktion mit anderen Nutzern bereitgestellt wird. Der Anbieter hat also nur eine Mittlerrolle inne. Dabei gilt, je mehr Nutzer sich an der Plattform beteiligen, desto besser ist der Service, den sie liefert. Beispiele hierfür sind eBay oder auch Musiktauschbörsen wie die Pionierseite Napster.[23]
2. Die kollektive Intelligenz wird sich zu Nutze gemacht. Die Online-Enzyklopädie Wikipedia gilt dabei als bestes Beispiel, auch wenn mit ihr keine kommerzielle Nutzung vorgesehen ist. Die Seite zählt bereits zu den 100 Beliebtesten weltweit. Die Richtigkeit der Inhalte wird zu einem hohen Grad dadurch gewährleistet, indem diese durch unzählige andere Nutzer kontrolliert und ggf. korrigiert werden.[24] In mehreren Vergleichen zu herkömmlichen Enzyklopädien, wie bspw. der Brockhaus, schnitt Wikipedia gleich gut oder sogar besser ab.[25] Das Phänomen der „wisdom of crowds“ ist in diesem Zusammenhang zu nennen. Nicht der Einzelne sondern die Masse entscheidet, was richtig, wichtig oder wie etwas ist.[26]
3. Datenbank-Management ist eine Kernkompetenz eines Web 2.0-Unternehmens.[27] Das heißt, in der Regel stehen hinter jedem Portal bildtechnische, geographische oder zumindest Nutzerdaten. HolidayCheck, das größte deutsche Bewertungsportal für Reise und Urlaub, vereint diese drei Arten. Die dort eingestellten Bilder können z.B. mit so genannten Geotags versehen, also mit und auf virtuellen Landkarten wie Google Maps verlinkt werden. Bezüglich des Kartenmaterials wird somit auf eine externe Datenbank zugegriffen. Bei Amazon hingegen handelt es sich vielmehr um bibliographische Daten. Doch die zentralste Bedeutung ist, die Kontrolle über den wichtigen, so genannten User Generated Content (UGC) zu besitzen. Je häufiger die Seite genutzt wird, desto wertvoller wird sie.[28] So wurde StudiVZ im Jahr 2007, weniger als zwei Jahre nach seiner Gründung, für rund 50 Mio. Euro vom Holtzbrinck -Verlag erworben.[29]
4. Die Web 2.0-Software bzw. die Seite befindet sich in einem Zustand des permanenten Wandels. O’Reilly beschreibt es als die „perpetual beta“-Version, bei deren Entwicklung der Nutzer mit eingebunden wird und dies in meist sehr zeitnahen Zyklen, wenn nicht sogar täglich.[30]
5. Viele der verwendeten Programmiermodelle und Schnittstellen können problemlos kopiert oder kombiniert werden. Grund ist, dass es sich dabei meist um frei zugängliche Software handelt. So können etwa neue Geschäftsmodelle allein durch das Zusammensetzen zweier existenter Web 2.0-Services entstehen. Durch die Anbindung anderer Webdienste kann man sich auf diese Weise unter Umständen auch Wettbewerbsvorteile gegenüber der Konkurrenz verschaffen.[31]
6. Web 2.0-Anwendungen sind nicht mehr nur auf den PC beschränkt, d.h. die Grenzen zwischen Hardwarekomponenten werden überschritten. Als Beispiel ist hier iTunes zu nennen, das sowohl auf dem iPod und dem heimischen PC bzw. Laptop genutzt werden kann, als auch auf seine Plattform im Netz zugreift.[32]
7. Als letztes Merkmal nennt O’Reilly, dass Web 2.0-Technik „bis in den letzten Winkel“ des Internets reicht, also auch sämtliche Nischen abdeckt und die Teilnahme jedes einzelnen Nutzers ermöglicht.[33]

Des Weiteren wird das Web 2.0 durch Trends wie das „Bloggen“, soziale Netzwerke und eine damit einhergehende Humanisierung des Internets charakterisiert. Auch Minimalismus, d.h. eine nutzerfreundliche Gestaltung der Webseiten und -anwendungen, ist eine Eigenschaft, welche viele Web 2.0-Services aufweisen.[34]

3.2 Social Software im Internet

Die meisten von uns sind bereits mehr oder weniger bewusst Social Software im Internet begegnet oder sind aktiver Nutzer einer solchen. Oder anders gesagt, es ist heutzutage schwierig, beim „Surfen“ nicht auf eine zu stoßen. Die Liste von Applikationen, die uns im Alltag begleiten, ist lang: Wikipedia, Skype (Telefonie), delicious (Links), FlickR (Fotos), last.FM (Radio), Twitter (Nachrichten), YouTube (Video) und vor allem die sozialen Netzwerke XING, MySpace, Facebook oder StudiVZ genießen längst einen hohen Bekanntheitsgrad, teils national, aber auch international.[35] Aber was vereint all diese Plattformen? Eine einheitliche Definition gibt es laut Alby auch hier nicht, jedoch wird der Begriff „Social Software“ als Überkategorie betrachtet. Er umfasst alle Websysteme, „mit denen Menschen kommunizieren [..] oder […] interagieren können“, und die einer Community ermöglichen, sich selbst zu organisieren und aufzubauen.[36]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3.2.1: Bestandteile der Social Software[37]

Dabei wird zwischen solchen unterschieden, welche lediglich der Kommunikation dienen („Social Communication“), wie z.B. die Instant Messenger ICQ oder AIM, und solchen, bei denen die Inhalte und Beiträge im Fokus stehen oder systematisch angelegt werden.[38]

Steht der Aufbau und die Pflege von Kontakten im Vordergrund, spricht man laut Gronau und Müller von „Social Networks“. Unter den Bereich Social Software fallen zudem die Begriffe „Social Collaboration“, „Social Navigation“ sowie „Social Tagging“. Ersteres sind Wikis, also Online-Enzyklopädien wie z.B. Wikipedia. Mit Social Navigation ist gemeint, dass die digitalen Spuren, welche Besucher einer Webseite durch das Surfen hinterlassen, Auswirkungen auf das Bewegungsverhalten anderer Nutzer haben. „Tag Clouds“ (s. Kap. 3.5.1) sind ein gutes Beispiel dafür, aber auch Amazon ’s Empfehlungsfunktion „Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch…“ ist eine Social Navigation. Social Tagging heißt, dass die Daten, welche die Nutzer auf einer Seite publizieren, mit Stichworten kategorisiert werden. Je öfter ein gleichnamiger „Tag“ gesetzt wird, desto beliebter ist dieser insgesamt. Nach demselben Prinzip wird beim „Social Bookmarking“ verfahren. Dabei wird online eine Art digitales Lesezeichen (engl.: bookmark) für die persönlich favorisierten Webseiten gesetzt, sodass man unabhängig vom heimischen PC immer Zugriff auf diese hat. Je öfter jeweils ein Link von Nutzern gesetzt wird, umso relevanter ist die entsprechende Seite.[39] Delicious gilt als bestes Beispiel dieser zwei zuletzt erläuterten Techniken.[40]

Als Resultat des Social Taggings entsteht eine so genannte „Folksonomy“. Dieser Begriff bildet sich aus den englischen Worten „folks“ (dt.: Leute) und „taxonomy“ (dt.: Klassifizierung/Systematik) und bezeichnet die Struktur, welche durch die individuell angelegten Stichworte immer weiter aufgebaut wird. Der große Unterschied zu einer Taxonomie ist, dass dabei keine hierarchische Anordnung in Form eines Kategorienbaums erfolgt.[41]

3.3 Bewertungsportale – Bestandsanalyse

Um einen Überblick über Bewertungsportale mit ähnlichen Geschäftsmodellen zu erhalten, ist es sinnvoll, zunächst den Bestand zu ermitteln.[42] Dabei kann man einerseits zwischen solchen unterscheiden, deren Bewertungen weitestgehend Dienstleistungen wie dem Urlaub oder dem Arztbesuch zugrunde liegen, und andererseits solchen Webseiten, auf denen Produkte und Waren aller Art bewertet werden.

Im Kapitel 2.5 sind bereits die Portale Kununu.com und Prakti-test.de für den Bereich Arbeit vorgestellt worden. Das größte und bekannteste deutschsprachige Meinungsportal im Tourismus ist mit rund 1.130.000 geprüften Hotelbewertungen Holidaycheck.de.[43] Tab. 3.3.1 auf S. 15 zeigt mit Tripadvisor.de, Zoover.de, Trivago.de und Expedia.de vier weitere wichtige Webseiten dieser Art im Vergleich. Ebenfalls zu erwähnen sind die touristischen Portale Unserschiff.de (Hochsee- und Flusskreuzfahrten), Stars4food.de (Restaurants) sowie Leisurefoxx, Vagabung.biz und Townster.de (Freizeit). Auch zahlreiche Plattformen zum Thema Gesundheit stoßen bei den Verbrauchern auf großes Interesse.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 3.3.1: führende Reiseportale im Vergleich[44]

Diese sind z.B. Docinsider.de, Topmedic.de, Helpster.de, Medmonitor.de, Klinikbewertungen.de oder Jameda.de, auf denen sich Patienten vor einer Behandlung über den entsprechenden Arzt, das Krankenhaus oder die Klinik informieren können.[45] Im Gegensatz dazu ist das Angebot für den Bereich Bildung mit den Portalen Meinprof.de sowie Spickmich.de, auf welchen Dozenten bzw. Lehrer beurteilt werden, noch sehr überschaubar. Eine auf die Bewertung von Bildungseinrichtungen spezialisierte Webseite gibt es noch nicht. Des Weiteren findet man für diverse Dienstleistungsbranchen Portale wie Autoaid.de (KfZ), Anwaltvergleich24.de (Recht), Wohin-im-Alter.de (Altenpflege), Whofinance.de (Finanzen) oder Hausbauwatcher.de (Bau & Architektur). Auf Kennstdueinen.de findet man Bewertungen von unzähligen Dienstleistern aller Richtungen in ganz Deutschland.

Ciao.de ist in Deutschland mit über 5 Mio. Bewertungen das führende Bewertungsportal für Produkte jeglicher Art.[46] Dies bezüglich existieren ebenso namhafte Seiten wie bspw. Amazon.de, Billiger.de, Dooyoo.de, Idealo.de und Guenstiger.de, welche ihren Mitgliedern eine breite Produktpalette zur Rezension anbieten. Doch wie bei den o.g. Dienstleistungsseiten gibt es auch hier Portale, welche sich speziell auf die Bewertung einzelner Produktarten fokussieren, wie z.B. Fototalk.de und Digitalkamera.de für Fotographie, Carmondo.de und Langzeittest.de für Autos, Fahrrad.de, sowie Telefon-treff.de für Telekommunikation.

Mit Dialo.de und Tittos.de hat der Verbraucher die Möglichkeit, sowohl Dienstleistungen als auch Produkte auf einer Webseite zu bewerten.

Auffällig ist, dass Portale, welche sich auf ein Gebiet spezialisiert haben, aufgrund von einheitlichen, ausgewählten Bewertungskriterien, wie es bspw. bei Kununu.com der Fall ist, meist übersichtlicher erscheinen als universale Portale. Letztere basieren oftmals auf Forenbeiträgen oder wie bei Amazon.de auf teilweise sehr ausführlichen Testberichten, sodass der angehende Käufer sehr viel lesen muss, um eine objektive Kaufentscheidung treffen zu können. Wenn „85 Prozent der Konsumenten [..] laut Angaben von Google -Manager Philip Schindler auf das Urteil anderer Kunden [vertrauen]“,[47] überrascht dieses breite Angebot und die steigende Anzahl von Bewertungsportalen nicht. Sie verdeutlichen den Trend hin zu immer transparenter werdenden Unternehmen. Nicht nur die Qualität von Produkten sondern vor allem von Dienstleistungen, welche aufgrund ihrer Immaterialität nur schwer messbar bzw. vergleichbar sind, steht zunehmend auf dem Prüfstand der Konsumenten.

3.4 Webhosting

Die Inhalte einer Homepage wie Texte, Grafiken oder Musikdateien, aber z.B. auch die Nutzerdatenbank, müssen auf einem Server gespeichert werden. Hat man selbst keine Hardware, kann auf einen externen Dienstleister, den so genannten Webhost, zurückgegriffen werden. Dieser verwaltet den Programmcode der Webseite, führt ihn auf Rechnern aus und macht ihn für Zugriffe aus dem Internet verfügbar.[48] Er fungiert im Prinzip als ein Vermittler zwischen dem Internetnutzer und dem Anbieter einer Webseite. Dieser Markt wird von unzähligen kleinen Anbietern/Servern geteilt, wohingegen der Massenmarkt nur durch wenige große Rechenzentren beherrscht wird.[49] Dies sind bspw. die Strato AG, der nach eigenen Angaben mit rund 35.000 Servern zweitgrößte Webhost Europas, und die 1&1 -Unternehmensgruppe, welche mit rund 65.000 Servern folglich der größte, europäische Anbieter ist.[50] Die angebotenen Dienstleistungen reichen von einer kostenlosen Bereitstellung eines geringen Plattenspeichers für einfache Webseiten, über Tools zur eigenen Erstellung einer Homepage, bis hin zu umfangreichen und leistungsstarken Paketen mit mehreren Gigabyte Plattenspeicher und ausreichender Übertragungsgeschwindigkeit. Auch die Registrierung einer Domain (s. Kap. 3.8.2) und die Bereitstellung von z.B. monatlichen Zugriffsstatistiken gehören mittlerweile zum üblichen Leistungsumfang eines Webhosts.[51] Für datenintensive und beliebte Webseiten werden auch ganze Webserversysteme für den Kunden maßgeschneidert bereitgestellt, wobei man von einem „dedicated webserver“ spricht. Wird hingegen ein Webserversystem von verschiedenen Kunden geteilt, handelt es sich um einen virtuellen Webserver.[52] Diese Art des Webhostings wird auch als „Server-Sharing“ bezeichnet.[53]

3.5 Bestandteile einer Web 2.0-Homepage

3.5.1 Tag Clouds

Tag Clouds sind eine Ansammlung von Schlagworten meist in Form einer zweidimensionalen Wolke. Sie dienen der besseren Navigation, indem die relevantesten Themen bzw. Begriffe, die von den Besuchern einer Webseite aufgerufen oder abgefragt werden, durch eine größere oder fettere Schriftart übersichtlicher dargestellt sind. Die Gewichtung eines Begriffs hängt davon ab, wie häufig er auf der Webseite vorkommt, angeklickt oder in der Suchzeile eingegeben wird. Im Zusammenhang mit einer Folksonomy (s. Kap. 3.2) richtet sich die Schriftgröße nach der jeweiligen Häufigkeit der durch die Nutzer vergebenen Tags.[54] Allgemein kann also festgehalten werden, dass je beliebter ein bestimmtes Schlagwort ist, es umso deutlicher hervorgehoben wird.

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Abb. 3.5.1: Dreidimensionale, rotierende Tag Cloud[55]

Abb. 3.5.1 ist ein Beispiel für eine dreidimensionale Tag Cloud. Hierbei rotiert die Wolke in die Richtung, in die der Mauszeiger lenkt, um das gewünschte Schlagwort heranzuholen. Je näher man in die Mitte der Tag Cloud steuert, desto langsamer dreht sich diese.

Problematisch ist jedoch, wenn doppelte Tags vorhanden sind. Dies geschieht u.a. aufgrund von Übersetzungen oder der Pluralform eines Begriffs, wie z.B. „Munich“ statt „München“ oder „blogs“ anstelle von „blog“.[56]

3.5.2 Mashups

Seinen Ursprung hat das Wort „Mashup“ in der Musik, wobei es die Kombination aus Gesang des einen mit der Musik eines anderen Lieds beschreibt. In der Informatik hingegen handelt es sich um die Verknüpfung einer Webseite mit den Inhalten oder Anwendungen einer anderen Seite. Dies geschieht überwiegend durch so genannte offene Application Programming Interfaces (API), also Schnittstellen, über welche die externen Daten bezogen werden.[57] Aber auch mit Hilfe von RSS-Feeds, Widgets und Web Scraping, d.h. durch das Extrahieren von Daten anderer Webseiten, können Mashups kreiert werden.[58]

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Abb. 3.5.2: Google Maps -Einbindung bei Holidaycheck.de [59]

Als wohl bekanntestes Beispiel gelten die Landkarten von Google Maps, welche in zahlreichen Seiten eingebunden und mit zusätzlichen Informationen angereichert werden. So können die Nutzer von Holidaycheck.de bspw. ihre bewerteten Hotels samt Urlaubsfotos von Sehenswürdigkeiten mit der Landkarte verknüpfen, wie aus Abb. 3.5.2 auf S. 19 zu entnehmen ist.

Beliebige andere Daten wie Wetterberichte, Verkehrsstaus oder Kleinanzeigen, aber auch Audio- und Videodaten lassen sich mit Google Maps kombinieren.[60]

3.5.3 Blogs, Weblogs und Blogosphäre

„Blog“ ist die Kurzform für „Weblog“, sodass die Begriffe in der Web 2.0-Sprache synonym verwendet werden. Laut Alby bezeichnen sie „eine regelmäßig aktualisierte Webseite mit chronologisch sortierten Beiträgen“, welche Tage- oder Logbuchcharakter aufweisen. Dabei steht der neueste Beitrag in der Regel an oberster Stelle, dem Ältere absteigend folgen.[61] Mittlerweile wird zwischen vielen verschiedenen Arten von Blogs unterschieden, je nach dem, welchen Zweck sie erfüllen. So dienen sie bspw. der kritischen Auseinandersetzung mit Medien und Firmen (Watchblogs), mit Literatur (Litblogs) oder mit juristischen Themen (Blawgs). Des Weiteren „bloggen“ auch Firmen, um ihre Mitarbeiter auf dem Laufenden zu halten (Corporate Blogs), Privatpersonen, um ihre Freunde und Verwandten zu informieren (Foto- oder Reiseblog) und viele mehr.[62]

Interessant ist, dass durch das Zulassen von Kommentaren, aber auch durch „Trackbacks“ und „Permalinks“ eine ganze Blogkultur, die so genannte „Blogosphäre“, entsteht. Mit Permalinks erhält ein Blog eine eindeutige Zuordnung und durch Trackbacks kann auf einen Blog Bezug genommen werden, sodass Blogs untereinander vernetzt werden können und sich die behandelten Themen sehr zeitnah im Internet verbreiten. Dies ähnelt in gewisser Weise einem Forum. Doch im Unterschied dazu geht ein Blog in der Regel von nur einer Person aus, während im Forum jeder die Initiative ergreifen kann.[63] Ein gutes Beispiel für eine große Bloggemeinschaft ist die myspace -Plattform, auf der bereits über 200 Mio. Blogbeiträge gezählt werden.[64] Welches Ausmaß die Blogosphäre inzwischen angenommen hat, verdeutlichen die Statistiken von Technorati aus dem Jahre 2008. Die Blog-Suchmaschine hat seit 2002 weltweit mehr als 133 Mio. Blogs indexiert.[65]

Die enorme Reichweite von Blogs an ihre Leserschaft in Kombination mit der rasanten Verbreitung von Informationen kann unter Umständen manipulativ von und gegen Verbraucher bzw. Unternehmen eingesetzt werden. So können Nutzer einerseits ihre (wahren) schlechten Erfahrungen mit einer Person, einem Produkt oder einer Firma der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen, andererseits auch falsche Tatsachen in Umlauf bringen, die sich meist nur teilweise oder erst sehr spät als Ente herausstellen. Nicht selten kommt es vor, dass eigene Mitarbeiter eines Unternehmens, als „normale“ Blogger getarnt, positive Kritik in Umlauf bringen. Während die einen in Blogs eine Gefahr sehen, profitieren andere, wie z.B. unscheinbare Bands, welche binnen kürzester Zeit ihren Bekanntheitsgrad erhöhen können und erfolgreich werden.[66]

3.6 IT

3.6.1 Programmiersprachen

Ob eine Webseite im Web 2.0 erfolgreich wird oder nicht, entscheidet sich nicht nur durch ihre äußere Erscheinungsform, sondern auch durch eine reibungslose Funktionalität und eine saubere Programmierung.[67] Nicht selten werden Web 2.0-basierte Seiten mit AJAX (Asynchronous JavaScript and XML) programmiert. Interessant ist, dass es sich hierbei nicht um eine eigenständige Sprache handelt, sondern auf die bereits etablierten Programmiertechniken (X)HTML, CSS, DOM, XML und v.a. JavaScript zurückgegriffen wird. AJAX eignet sich gut für die Einbindung von Mashups, Wikis oder Blogs, wodurch dynamische Plattformen geschaffen werden. Auch können die Inhalte durch den User individuell festgelegt werden, sodass Benutzerschnittstellen organisch wachsen, wie das Beispiel Netvibes.com zeigt. Über diesen Dienst kann eine personalisierte Startseite mit einem Kalender, Bookmarks, Wunschnachrichten, To-Do-Listen, unterschiedlichen Suchoptionen und vielem mehr ausgestattet werden. Google Mail (GMail) ist ein weiteres, gutes Beispiel für AJAX-Programmierung. Der wesentliche Vorteil von AJAX-Modellen ist die schnelle, nutzerfreundliche Reaktionszeit, was u.a. an den XML-Daten liegt. Diese werden hintergründig permanent auf einem so genannten Client-Server aktualisiert und sorgen somit dafür, dass nicht erst bei jeder Interaktion die komplette Webseite neu geladen werden muss. Als nachteilig erweisen sich jedoch die geringere Sicherheit und Usability, dass der Zurück-Button im Browser i.d.R. nicht nutzbar ist, und dass die Seite aufgrund ihrer dynamischen Elemente von Suchmaschinen nicht erkannt werden kann.[68]

Eine im Web 2.0 weit verbreitete, in diesem Fall jedoch reine Programmiersprache, ist PHP, welche oftmals in Kombination mit MySQL erscheint (s. nächstes Kapitel). Sie werden als das „Dream-Team“ zur Verwaltung dynamischer Webseiten bezeichnet, da PHP als leicht erlernbar gilt und MySQL zu den effizientesten Datenbanklösungen zählt. Am meisten spricht sicherlich der geringe Preis für PHP-programmierte Webseiten, zumal häufig Open-Source-Lösungen kostenlos zur Verfügung stehen.[69] Die Abkürzung steht für „PHP Hypertext Processor“, wobei die ursprüngliche Bedeutung „Personal Homepage Tools/Form Interpreter“ (PHP/TI) auf den PHP-Erfinder Rasmus Lerdorf bis ins Jahr 1994 zurückgeht. Es wird behauptet, dass es ohne PHP keine Social Communities wie XING oder LinkedIn gäbe, bzw. im Umkehrschluss die weltweite Beliebtheit der Programmiersprache nicht dermaßen fortgeschritten wäre. In weniger als 15 Jahren hat sich PHP zur am meisten eingesetzten Skriptsprache der Welt entwickelt und wird auf mehr als 25 Mio. Webseiten eingesetzt, überwiegend im Web 2.0-Bereich.[70] Fest steht, dass PHP ein effizientes, flexibles und schnelles Allzweckwerkzeug ist, mit dem nahezu alle Web 2.0-typischen Anwendungen programmiert und in die Seite eingebettet werden können.

3.6.2 Datenbank

E-Business ist ohne eine Datenbank als Schlüsseltechnologie, mit welcher die nötigen Informationen im Hintergrund gespeichert und abrufbereit gehalten werden, undenkbar. Dabei ist bereits in der Entwurfphase entscheidend, die Datenbank gründlich unter Berücksichtigung aller Details anzulegen, um die kostspielige, nachträgliche Beseitigung von Fehlern zu vermeiden. Spätere Abänderungen sind ohnehin nur schwer umzusetzen.[71]

SQL steht für Structured Query Language und ist die meistverwendete Datenbanksprache der Welt. Das relationale Datenbanksystem MySQL basiert, wie aus dem Namen zu entnehmen ist, auf SQL-Anweisungen, ist im Gegensatz zu SQL meist lizenzfrei erhältlich und wird hauptsächlich in Verbindung mit PHP-programmierten Webseiten verwendet.[72] Relational bedeutet, dass sich die Datenbank durch Tabellen in Form von Datensätzen (Zeilen) und Feldern (Spalten) zusammensetzt, welche untereinander verknüpft werden. Auf diese Weise erlangt das System Schnelligkeit und Flexibilität. Dabei ist die Anzahl der Tabellen praktisch unbegrenzt.[73] So können selbst komplexe Webseiten wie das Finanz- und Börsenportal von Yahoo gemeistert werden. Es sind Anwendungen bekannt, welche mit 60.000 Tabellen und 5 Mrd. Datensätzen arbeiten.[74]

Die Vorteile von MySQL sind vielfältig. Zum einen ist es eine sehr preiswerte Lösung, da die Lizenzgebühren für die kommerzielle Nutzung sehr gering sind, zum anderen überzeugen MySQL-Datenbanken durch ihre hohe Performance, Zuverlässigkeit und einfache Handhabung und gelten als prädestiniert für die Verwendung im E-Business. Des Weiteren ist der Einsatz auf allen wichtigen Betriebssystemen i.d.R. gewährleistet. In punkto Datensicherheit, -integrität und flexibler Skalierbarkeit genügt MySQL allerdings nicht den höchsten Ansprüchen.[75]

3.7 Webdesign

Die Designkultur im Internet ist in den letzten Jahren durch neue Strukturen im Seitenaufbau sowie kreative Seitenelemente, Farb- und Textgestaltungen gekennzeichnet.[76]

In Bezug auf die Seitenstrukturen haben sich zwei Trends herauskristallisiert. Zum einen wird auf Minimalismus im Zwei- bis Dreispaltenstil gesetzt, wie es bspw. bei Emotionslive.co.uk der Fall ist, zum anderen werden immer häufiger mehrspaltige Layouts verwendet, wie es z.B. Versionsapp.com tut. Unter Minimalismus ist hierbei nicht zwingend die Regel „weniger ist manchmal mehr“ gemeint, sondern die gemäß des Endanwenders und der Informationsdichte optimal dargestellte Menge. Ziel bei beiden o.g. Varianten ist es, die Inhalte prägnant und übersichtlich darzustellen. Besonders die Untergliederung in mehrere Spalten ermöglicht es, komplexe Themen einfach und schlicht aufzubereiten, sodass sich der Nutzer intuitiver auf der Webseite bewegen kann.[77] Reicht Mehrspaltigkeit allein nicht aus, so kann die Komplexität auch durch einen „rasterbasierten Ansatz (Grid-based Approach)“ oder mit Hilfe von „Out-of-the-box-Layouts“ gelöst werden. Beispiele hierfür sind Last.fm, Wikipedia.org oder auch Youtube.com.[78]

Da Nutzerfreundlichkeit im Web 2.0 im Vordergrund steht, bedarf es auch solcher Seitenelemente, welche die Navigation vereinfachen. Dies gelingt vor allem durch Registerkarten, welche sich weitgehend etabliert haben und dem Gros der Nutzer vertraut vorkommen. Reichen „normale“ Registerkarten nicht aus, können diese zu einer so genannten sprechenden Navigation umfunktioniert werden, indem neben dem Schlüsselwort einige Zusatzinformationen über den Inhalt des Registers Aufschluss geben. Des Weiteren findet man auf Webseiten sehr häufig Social Icons, die der Verlinkung mit sozialen Netzwerken dienen. Such- und Eingabefelder sind im Web 2.0 üblicherweise größer und auffälliger dargestellt. Ein ebenso designtypisches Mittel sind audio- und visuelle Seitenelemente, wie bspw. die in Kap. 3.5.1 erläuterten Tag Clouds, aber auch Videos, Fotogalerien oder -karussells verdeutlichen (s. Abb. 3.7.1). Bei all diesen Seitenelementen trifft man auf sehr facettenreiche und individuelle Gestaltungsformen.[79]

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Abb. 3.7.1: Fotokarussell als visuelles Element auf Ciao.de [80]

Wie in anderen Lebensbereichen zählt auch im Internet der erste Eindruck, um Besucher besser an eine Seite zu binden. Dabei spielen gerade einmal die ersten 50 Millisekunden die entscheidende Rolle. Demzufolge wird im Web 2.0 häufig mit ansprechenden Farben sowie einfachen und einprägsamen Bildern bzw. Symbolen gearbeitet.[81] Man unterscheidet zwischen drei Farbschemata. Einerseits werden weichere, neutrale Farben verwendet, welche auf den Nutzer eher ruhig, behaglich und gelassen einwirken und meist für schlichte Webseiten zutreffen. Andererseits gibt es Seiten, welche durch bunte, lebendige und intensive Farben, teilweise auch mittels interaktiven Seitenelementen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Und drittens existieren Webseiten, die durch die Verwendung von camouflageartigen Farben, wie z.B. braun oder dunkelgrün, einen eher unreinen Charakter erhalten.[82] Um eine Webseite für den Nutzer übersichtlicher zu gestalten, werden in der Regel wenige Farben, diese dann jedoch wirkungsvoll eingesetzt. So soll seine Aufmerksamkeit auf die relevanten Informationen und Bereiche gelenkt werden. Klare und übersichtliche Seiten sind meistens in schlichtem Weiß, in diesem Fall Whitespace genannt, gehalten. Dies geschieht entweder als gesamter Hintergrund, oder um textlastige Passagen durch Freiräume lesbarer zu gestalten.[83] Interessant ist, dass sich die sozialen Netzwerke StudiVZ, Facebook, Hi5, MySpace und XING diesen Effekt allesamt zunutze machen.[84]

Es ist ein Trend hin zu persönlicher werdenden, reeller wirkenden Webseiten festzustellen. So wird dem Besucher mit Hilfe von Heft- und Büroklammern, Nähten, Pinnadeln, Klebezetteln, Flecken, Schattierungen und sonstigen 3-D-Effekten sowie durch den Einsatz von Materialien wie Holz ein authentischer Eindruck vermittelt. Eine besonders persönliche Note kann ebenso durch handschriftliche Elemente erzeugt werden.[85]

In der Webtypographie findet man zum einen klassische, seriöse Schriftzüge, zum anderen „laute“, also große und bunte Tendenzen. Als Schriftart haben sich die serifenlosen Schriften durchgesetzt, wie bspw. Arial, Verdana oder Trebuchet. Die Hervorhebung wichtiger Textpassagen durch größere Schriften wird im Web 2.0 häufig angewendet.[86]

Die Schwierigkeit in der Designphase besteht darin, sowohl den Wünschen des Auftraggebers, seiner Corporate Identity und seinem Corporate Design einerseits, als auch den Bedürfnissen der Zielgruppen bzw. Nutzer der Webseite andererseits gerecht zu werden.[87] Besonderes Augenmerk richtet sich dabei auf die so genannte Usability der Webseite, d.h. ob sie leicht und benutzerfreundlich zu handhaben ist.[88]

3.8 Rechtsgrundlagen

3.8.1 Medien-/Online-/Internetrecht

Der Internetbereich fungiert im Medienrecht als Teildisziplin neben den im Vergleich weitaus älteren Print-, Funk- und TV-Medien. Die Bereiche Verfassungs-, Grund-, Persönlichkeitsrecht und Jugendschutz sind das Fundament des Medienrechts, auf das bspw. mit dem Telekommunikationsrecht aufgebaut wird.[89]

Die Begriffe Online- und Internetrecht werden in der Literatur weitestgehend synonym verwendet. An dieser Stelle ist anzumerken, dass es nicht das Internet- oder „Cyberrecht“ gibt, sondern – wie auch im Medienrecht – auf viele bereits existierende Gesetzestexte, wie z.B. das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB), zurückgegriffen wird.[90] Oftmals überschneiden sich die Rechtsgebiete, sodass bspw. im Domainrecht oft auf das Markenrecht zurückgegriffen wird (vgl. Kap. 3.8.2). Weitere Themen, welche das Internetrecht umfasst und auf die in den folgenden Kapiteln eingegangen wird, sind:

- das Urheberrecht,
- die allgemeinen Geschäfts- und Nutzungsbedingungen,
- und der Datenschutz.

3.8.2 Domain- und Markenrecht

Eine Domain ist technisch betrachtet die eindeutige Zuordnung zu einer IP-Adresse bzw. dem damit verbundenen, über das Internet erreichbaren Rechnersystem. Daraus folgt, dass jeder Domainname weltweit nur einmal vergeben werden kann, wodurch eine Domain nicht nur wertvoll wird, sondern auch Potenzial für Rechtsstreite bietet.[91] Die Vergabe wird von einer länderspezifischen Registrierungsstelle bzw. Registry geregelt, was in Deutschland die DENIC e.G. ist. Hier werden Domainnamen unter der Top Level Domain (TLD) „.de“ nach den von ihr vorgegebenen Bedingungen und Richtlinien vergeben.[92] Die nationalen Network Information Centers (NICs) sind wiederum der Internet Corporation for Assigned Namens and Numbers (ICANN) untergeordnet, welche sowohl für die Vergabe der TLDs von Ländern, als auch von so genannten „generic TLDs“, wie z.B. „.com“ für kommerzielle Zwecke, „.org“ für Organisationen oder „.edu“ für Bildungseinrichtungen, zuständig ist. Die Second Level Domain (SLD) ist eigentlich das, was eine Domain einzigartig macht, wie bspw. „fh-kempten“ in der Domain www.fh-kempten.de. Sie ist also der TLD „.de“ untergeordnet. Alle weiteren Namen, welche wiederum von der SLD mit einem Punkt getrennt sind, werden Subdomains genannt.[93]

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Tab. 3.8.1: Gesetzesgrundlagen für die Wahl von Domainnamen[94]

Ob eine Domain verfügbar ist, kann man mit der Whois -Abfrage überprüfen, da prinzipiell die Regel „first come, first served“ gilt.[95] Ist sie bereits vergeben, könnte die Domain eventuell bei der globalen Domainhandelsplattform Sedo.de zum Verkauf bereit stehen.[96] Oftmals ist es der Fall, dass Domains mit dem einzigen Zweck registriert werden, sie zu blockieren und anderen zuvorzukommen, um sie anschließend zu horrenden Preisen an die Interessenten zu verkaufen. Diese umstrittene Vorgehensweise wird als „Domain-Grabbing“ bezeichnet und kann u.U. mit Hilfe der §§ 1, 3 UWG und § 826 BGB angefochten werden.[97]

Hat man einen freien und einprägsamen Domainnamen gefunden, muss schließlich überprüft werden, ob dieser namens- und kennzeichenrechtlich durchzusetzen ist.

Tab.3.8-1 auf S. 28 zeigt die relevanten Gesetzesgrundlagen, welche bei der Wahl des Domainnamens zu beachten sind. Ist letztendlich eine legale Wunschdomain gefunden worden, sollte diese umgehend gemäß § 4 Nr. 1 MarkenG durch Eintragung kennzeichenrechtlich geschützt werden.[98]

3.8.3 Urheber- und Patentrecht

Urheberrechtlich sind gewiss die Fragen zu klären, inwieweit die Webseite als Ganzes, ihre Gestaltung und Inhalte oder auch die Beiträge jedes einzelnen Nutzers eines Web 2.0-Portals geschützt sind. Schutz bedeutet hierbei, dass der Urheber das alleinige Recht auf die wirtschaftliche Verwertung des Werkes hat und Persönlichkeitsrechte geltend machen kann.[99]

Programme für Datenverarbeitungsanlagen gelten nach § 1 III Nr. 3 PatG und Art. 52 II lit. c EPÜ nicht als Erfindung. Software fällt jedoch dann unter Patentschutz, sofern sie an eine technische Errungenschaft gekoppelt ist, wie es bspw. bei der vom Fraunhofer Institut entwickelten Mp3-Technik der Fall. Fest steht, dass Webseiten diese Voraussetzung nicht erfüllen.[100] Auch nach § 2 I Nr. 1 i.V.m. § 69a UrhG werden sie trotz der Notwendigkeit einer vorherigen Programmierung nicht als Computerprogramm angesehen. Dennoch können viele Elemente einer Webseite als Werk mit schöpferischem Charakter im Sinne der §§ 1, 2 UrhG geschützt werden, wie z.B. abgrenzbare literarische Texte als Sprachwerke, Fotografien als Lichtbildwerke sowie eingebaute Musik und Videos. Diese genießen jedoch i.d.R. bereits unabhängig von der Webseite Urheberschutz.[101] Bezüglich des Layouts, also der grafischen Gestaltung einer Webseite, gilt in der Rechtssprechung, dass diejenigen Seiten dem Urheberschutz unterliegen, welche „aus der Masse des Alltäglichen“ hervorstechen. Gleiches trifft für einzelne Beiträge zu, da sie nur geschützt sind, sofern sie „Werksqualität“ besitzen.[102] Demnach wäre z.B. ein Erfahrungsbericht über ein Praktikum nicht geschützt, eine (wissenschaftliche) Forumsdiskussion über das Thema „Generation Praktikum“ (vgl. Kap. 2.3) hingegen schon.

Von großem Interesse für die Schaffung eines Bewertungsportals dürfte § 4 I, II i.V.m. §§ 87a-e UrhG sein, nach dem die Datenbank einer Webseite als Werk geschützt werden kann, wenn sie den Vorgaben der europäischen Datenbankrichtlinie entspricht.[103] Ergänzend ist § 69b UrhG zu nennen, wonach der Arbeitgeber zum Urheber wird, wenn seine Angestellten in seinem Auftrag schöpferisch tätig sind, was auf den Projektteil dieser Arbeit zutrifft.[104]

3.8.4 Allgemeine Geschäfts- und Nutzungsbedingungen

Für den Electronic Commerce (kurz: E-Commerce) gibt es drei Bereiche, nach denen sich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) unterscheiden lassen, nämlich nach der Access-, Host- und der Content-Industrie.[105] Da mit einem Bewertungsportal das Vertragsverhältnis zwischen dem User und dem Betreiber der Webseite im Fokus steht, sind demnach die AGB der Content-Industrie von großem Interesse. Die User sind in diesem Fall sowohl die Privatkunden, also Business-to-consumer (B2C), als auch die Unternehmen, sprich Business-to-business (B2B), mit denen Erträge erwirtschaftet werden sollen.[106] Die Verbraucher bekämen die Dienstleistungen des Bewertungsportals für Praktikumsstellen kostenlos zur Verfügung gestellt, sodass kein Kaufvertrag im Sinne des BGB zustande käme und daher nur Nutzungsvereinbarungen getroffen werden müssten. Als Beispiel stehen dem Leser die AGB und Nutzungsvereinbarungen von StudiVZ bzw. dessen Werbepartner iq media marketing im EA-7a und EA-7b zur Verfügung.

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Tab. 3.8.2: Rechtsgrundlagen für AGBs im Internet[107]

Im Internet werden, wie auch im normalen Geschäftsleben, Verträge geschlossen. Im Gegensatz dazu kommen diese jedoch nur durch „invitatio ad offerendum“ zustande, d.h. nachdem der Nutzer seine Willenserklärung zum Angebot abgibt und der Content-Provider diese anschließend akzeptiert.[108]

Wie bereits erwähnt, wird oftmals von diversen Rechtsgrundlagen Gebrauch gemacht. Tab. 3.8.2 auf S. 31 zeigt eine Übersicht der Rechte und Pflichten mit den jeweils dazugehörigen, geltenden Paragraphen, welche für die AGB in Frage kommen. Gemäß § 1 BGB-InfoV i.V.m. den §§ 312c, e BGB und Artikel 241 EGBGB ist der Anbieter der Webdienste zudem verpflichtet, folgende Angaben zu tätigen:

1. seine Identität und die seines Vertreters, wenn es einen solchen gibt,
2. seine Anschrift,
3. wesentliche Merkmale der (Ware oder) Dienstleistung sowie darüber, wie der Vertrag zustande kommt,
4. die Mindestlaufzeit des Vertrages, wenn dieser eine dauernde oder wiederkehrende Leistung beinhaltet,
5. einen Vorbehalt, eine in Qualität und Preis gleichwertige Leistung (Ware oder Dienstleistung) zu erbringen, und einen Vorbehalt, die versprochene Leistung im Falle der Nichtverfügbarkeit nicht zu erbringen,
6. den Gesamtpreis der Ware oder Dienstleistung inklusive aller Preisbestandteile und Steuern,
7. gegebenenfalls zusätzlich anfallende Liefer- und Versandkosten,
8. Einzelheiten hinsichtlich der Zahlung und der Lieferung oder Erfüllung,
9. das Bestehen eines Widerrufs- oder Rückgaberechts sowie alle damit einhergehenden Bedingungen und Rechtsfolgen, auch im Falle eines Widerrufs gemäß § 357 I BGB für die erbrachte Dienstleistung,
10. alle spezifischen, zusätzlichen Kosten, die der Verbraucher für die Benutzung des Fernkommunikationsmittels zu tragen hat, sofern solche durch den Unternehmer in Rechnung gestellt werden,
11. eine Befristung der Gültigkeitsdauer der zur Verfügung gestellten Informationen oder Angebote, insbesondere des Preises.[109]

Auf freiwilliger Basis sollten zudem Angaben über „die Art des Bezahlverfahrens, eventuell einen Widerrufsvorbehalt, [die] Beschränkung von Gewährleistung und Haftung, sofern nach § 309 Nr. 8 [BGB] zulässig, [und die] Kostenlast des Kunden bis zu einem Bestellwert von 40 Euro [nach § 357 II S. 2 BGB].“[110]

übernommen? Weiterhin kommen allgemeine Rahmeninformationen als Kriterien in Frage, wie z.B. die Art des Praktikums, die Dauer gemessen in Wochen/Monaten, ob die Stelle regelmäßig zur Verfügung steht und ob die

Da der elektronische Geschäftsverkehr nicht selten grenzüberschreitend, also international stattfindet, tritt für solche Fälle das Internationale Privatrecht in Kraft. Es umfasst das Europäische Schuldvertragsübereinkommen (EVÜ), welches in den Artikeln 27-37 EGBGB umgesetzt wird, die Convention on the International Sale of Goods (CISG, auch UN-Kaufrecht genannt), das Haager Übereinkommen (HGÜ) und die Verordnung (EG) Nr. 864/2007 (kurz: Rom II-VO).[111] Die Verordnung (EG) Nr. 593/2008 (kurz: Rom I-VO), welche zur Neuregelung des europäischen Schuldvertragsrechts erlassen wurde, wird ab dem 17. Dezember 2009 das EVÜ ablösen.[112]

2.4.1 Datenschutz

Das Thema Datenschutz bekommt durch das Internet eine neue Dimension, denn in der jüngsten Vergangenheit ist es immer wieder zu massiven Datenskandalen gekommen. Als wohl prekärstes Beispiel aus Deutschland ist der Telekom -Skandal aus dem Jahre 2008 zu nennen, bei dem der Diebstahl von rund 17 Mio. T-Online -Kundendatensätzen aufgedeckt wurde.[113] Um diesem und ähnlichen Datenmissbräuchen vorzubeugen, gibt es zahlreiche Gesetze:

- Für Telekommunikationsdienste wie ISDN, DSL, E-Mail und Telefon, welche die technische Basis darstellen, gelten das Telekommunikationsgesetz (TKG) und die Telekommunikations-Datenschutzverordnung (TDSV).
- Für Tele- und Mediendienste galten bis zum Jahr 2007 das Teledienstedatenschutzgesetz (TDDSG) und der Mediendienste-Staatsvertrag (MDStV), welche mit der Novellierung aus Vereinfachungsgründen in das Telemediengesetz (TMG) zusammengeführt worden sind.[114]
- Aufbauend auf die zuvor genannten Gesetze wird auf deutscher Ebene ergänzend das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) angewendet.[115]

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Tab. 3.8.3: datenschutzrechtliche Rahmenbedingungen für das Internet[116]

Die jeweiligen Gesetzgebungen sind in den europäischen Staaten maßgeblich von der EG-Datenschutzrichtlinie (95/46/EG) beeinflusst worden.[117] Die für das Internet notwendigen datenschutzrechtlichen Vorgaben i.V.m. einem Bewertungsportal sind in der oben aufgeführten Tab. 3.8-3 dargestellt.

Dass trotz dieser scharfen Datenschutzbestimmungen Missbräuche nicht verhindert werden können, verdeutlicht der jüngste Datenskandal des sozialen Netzwerks SchülerVZ. Hierbei sind die Daten von rund 1 Mio. Profilen kopiert und weiterverkauft worden.[118] Hieraus lässt sich auch ableiten, dass sich der Nutzer solcher Portale prinzipiell nur durch ausreichenden Selbstschutz im Internet absichern kann, indem er so wenige Informationen wie möglich von sich veröffentlicht.

[...]


[1] Laut Angaben des Statistischen Bundesamts verfügten im Jahre 2008 etwa 79% der Unternehmen und 69% der privaten Haushalte über einen Internetzugang. Vgl. o.V., Statistik 2009, S. 112, 116, EA-01.

[2] O.V., Arbeitsgesetz 2007, S. 207.

[3] O.V., Brockhaus 2006, S. 42.

[4] Kühne kritisiert das mangelnde wissenschaftliche Interesse am Praktikum. Vgl. Kühne, Mike, Praktikumsanbieter 2005, S. 270.

[5] Vgl . Sydow, Momme von/ Staschen, Heiner/ Többe, Sandra, Auslandspraktikum 1999, S. 17 sowie Adam, Birgit, Praktikumsführer 2003, S. 11.

[6] Vgl. Adam, B., a.a.O., S. 11 ff.

[7] Quelle: Eigene Darstellung nach: Vgl. Adam, B., a.a.O., S. 11 ff.

[8] Vgl. Adam, B., ebenda, S. 14 f. sowie Böhning, Björn/ Helbig, Silvia/ Heyser, Jessica, Hochschulabsolventen 2006, S. 6.

[9] Vgl. Scarletti, Andreas, Nutzen von Kontakten 2007, S. 52 ff.

[10] Vgl . Sydow, M. v./ Staschen, H./ Többe, S., a.a.O., S. 17.

[11] Vgl. Adam, B., a.a.O., S. 18, 24.

[12] Vgl. DGB-Bundesvorstand (Hrsg.)/ Grühn, Dieter/ Hecht, Heidemarie, Prekäre Beschäftigungsformen 2007, S. 4.

[13] Vgl. DGB-Bundesvorstand (Hrsg.)/ Grühn, D./ Hecht, H., ebenda, S. 4 ff. Wenn nicht das Lernen sondern der Arbeiteinsatz des Praktikanten im Vordergrund steht, ist eine geringe Praktikantenvergütung sittenwidrig, wie aus einem Urteil des LAG Baden-Württemberg hervorgeht. Vgl. LAG -Urteil v. 08.02.2008 (Az: 5 Sa 45/07).

[14] Vgl. Briedis, Kolja/ Minks, Karl-Heinz, Generation Praktikum 2007, S. 1, 3 und 6.

[15] Vgl. Kühne, M., a.a.O., S. 274, 278 ff.

[16] Dabei wurden 1997 weltweit 14.000 Erwerbstätige befragt. Clark, Andrew, in: Bazen, Steven/ Lucifora, Claudio/ Salverda, Wiemer, Job Quality 2005, S. 2, 11 ff.

[17] Vgl. Steffen, Angelika, Youngster 2008, S. 1, EA-02.

[18] Vgl. o.V., Idee & Sinn, http://www.kununu.com/arbeitgeber-bewerten-zweck/4_1/ [17.08.2009], EA-03.

[19] Vgl. o.V., http://www.praktika.de/, http://www.prabo.de/, http://www.unicum.de/beruf/praktikum/index.php, http://www .wiwo.de/praktikumsboerse/ [jeweils 17.08.2009].

[20] Nach Recherchen des Autors zu Prakti-test.de, vgl. o.V., http://www.prakti-test.de/praktikum-suchen.html, EA-04 sowie Statistiken auf o.V., http://www.kununu.com/arbeitgeber-bewertung-suche/3_1/ [jeweils 17.08.2009], EA-05.

[21] Vgl. Alby, Tom, Web 2.0 2008, S. 15 i.V.m. O’Reilly, Tim, What is Web 2.0, Design Patterns and Business Models for the Next Generation of Software, 2005, S. 1, EA-06.

[22] Die folgenden Quellen beziehen sich auf O’Reilly, sodass im Folgenden nur dieser zitiert wird: Vgl. Alby, T., ebenda, S. 15, 33 f., 135 f., 155, 170. O’Reillys Gedanken werden auch von Friedman übernommen, teilweise ohne ihn namentlich zu nennen! Vgl. Friedman, Vitaly, Praxisbuch Web 2.0 2009, S. 43 f., 48.

[23] Vgl. O’Reilly, T., a.a.O., S. 2 ff., EA-06.

[24] Dem kritisch gegenüber: Vgl. Friedman, V., a.a.O., S. 64.

[25] Vgl. Komus, Ayelt/ Wauch, Franziska, Wikimanagement 2008, S. 71.

[26] Vgl. O’Reilly, T., a.a.O., S. 4 ff., EA-06 sowie Alby, T., a.a.O., S. 92.

[27] Vgl. O’Reilly, T., ebenda, S. 6, EA-06.

[28] Vgl. O’Reilly, T., ebenda, S. 6 f., EA-06. Laut einer Studie von Ernst & Young ist der UGC einer der Megatrends im Web 2.0. Hierbei werden die Inhalte eines Portals maßgeblich durch die Nutzer bestimmt: Vgl. Pusler, Michael, Erlösmodelle 2008, S. 9.

[29] Vgl. o.V., Holtzbrinck übernimmt StudiVZ, in: Handelsblatt Nr. 3 v. 04.01.2007, S. 15, EA.-07.

[30] Vgl. O’Reilly, T., a.a.O., S. 7, EA-06.

[31] Vgl. O’Reilly, T., ebenda, S. 8, EA-06.

[32] Vgl. O’Reilly, T., ebenda, S. 8 f., EA-06.

[33] Vgl. O’Reilly, T., ebenda, S. 9 f., EA-06 in Anlehnung an das „Long Tail“ Konzept von Chris Andersen, wonach die unzähligen Nischen mehr Absatzvolumen bergen als es bei den meist verkauften Produkten der Fall ist. Vgl. Friedman, V., a.a.O., S. 61.

[34] Vgl. Friedman, V., ebenda, S. 49, 51 f., 55.

[35] Vgl. Bspe. aus Alby, T., a.a.O., S. 91 ff.

[36] Alby, T., ebenda, S. 89.

[37] Quelle: Eigene Darstellung.

[38] Vgl. Alby, T., a.a.O., S. 90 f. sowie Gronau, Norbert/ Müller, Claudia, Social Software 2007, S. 13 f.

[39] Vgl. Gronau, N./ Müller, C., ebenda, S. 14 ff.

[40] Vgl. Alby, T., a.a.O., S. 94 f. sowie Friedman, V., a.a.O., S. 54.

[41] Vgl. Alby, T., ebenda, S. 127. Eben diese individuelle Zuordnung in eine Kategorie wird als problematisch angesehen, weil sie vom Wissensstand bzw. von der jeweiligen Sichtweise des Nutzers abhängt. So können „Ungenauigkeiten und Mehrdeutigkeiten entstehen“: Vgl. Back, Andrea/ Gronau, Norbert/ Tochtermann, Klaus (Hrsg.), Web 2.0 Unternehmenspraxis 2008, S. 30 sowie Alby, T., ebenda, S. 122 f.

[42] Zur Vereinfachung wird schwerpunktmäßig der deutsche Onlinemarkt beleuchtet, zumal die Unternehmensgründung auf diesem stattfindet.

[43] Vgl. o.V., http://www.holidaycheck.de/ueberuns [02.09.2009].

[44] Quelle: Eigene Darstellung nach: Vgl. Spielberger, Monika/ Schöpe, Sebastian/ Chehimi, Nadine, Hotelbewertung 2009, S. 60 ff. Alle Zahlen gelten weltweit und wurden aktualisiert nach: Vgl. o.V., http://www.holidaycheck.de/, http://www.tripadvisor.com/, http://www.zoover.de/, http://www.trivago.de/ [jeweils 02.09.2009].

[45] Vgl. Grätzel von Grätz, Philip, Arztbewertung 2009, S. 44 ff.

[46] O.V., http://www.ciao-group.com/ [02.09.2009].

[47] Vgl. Münster, Marco, Kaufentscheidung 2008, S. 36 f.

[48] Vgl. Stoyan, Robert, Webprojektmanagement 2007, S. 323.

[49] Vgl. Köhler, Thomas R., Internet-Projektmanagement 2002, S. 47.

[50] Vgl. Köhler, T. R., ebenda, S. 47, sowie o.V., http://www.strato.de/holding/ueber_uns/index.html [30.08.2009] und o.V., http://www1.1und1.de/xml/UnternehmenRechenzentren?linkId=ct.lnk.rechenzentren&linkType=txt [30.08.2009].

[51] Vgl. Strömer, Tobias H., Online-Recht 2002, S. 27 ff.

[52] Vgl. Köhler, T. R., a.a.O., S. 48.

[53] Vgl. Throll, Marcus, MySQL 2002, S. 77.

[54] Vgl. Stocker, Alexander/ Tochtermann, Klaus, Web 2.0-Anwendungen 2009, S. 70 f. sowie Friedman, V., a.a.O., S. 128, 369 f.

[55] Quelle: Screenshot aus: Vgl. Tanck, Roy, http://www.adesblog.com/2008/08/27/wp-cumulus-plugin/ [29.08.2009].

[56] Vgl. Alby, T., a.a.O., S. 128 f.

[57] Vgl. Stocker, A./ Tochtermann, K., a.a.O., S. 78 f. sowie Alby, T., ebenda, S. 142 f.

[58] Vgl. Friedman, V., a.a.O., S. 741.

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[59] Quelle: Vgl. Screenshot aus: o.V., http://www.holidaycheck.de/hotel-Reiseinformationen_Hotel+Adlon+Kempinski+B erlin-hid_43455.html [30.08.2009] unter der Rubrik „Mehr zum Hotel“ > „Hotel und Umgebungsinfos auf Karte anzeigen“.

[60] Vgl. Alby, T., a.a.O., S. 143.

[61] Alby, T., ebenda, S. 21. Eine sehr ähnliche Definition liefert auch Friedman in: Friedman, V., a.a.O., S. 786.

[62] Vgl. Alby, T., ebenda, S. 21.

[63] Vgl. Stocker, A./ Tochtermann, K., a.a.O., S. 65f. sowie Alby, T., ebenda, S. 22 f.

[64] Vgl. o.V., http://blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.home [01.09.2009].

[65] Vgl. o.V., http://technorati.com/blogging/state-of-the-blogosphere/ [01.09.2009].

[66] Vgl. Alby, T., a.a.O., S. 32 ff.

[67] Vgl. Friedman, V., a.a.O., S. 667.

[68] Vgl. Friedman, V., ebenda, S. 667 f., 670 f., 674 f. und 723 f.

[69] Vgl. Kofler, Michael/ Öggl, Bernd, PHP & MySQL 2008, S. 19.

[70] Vgl. Hartmann, Johann-Peter/ Schotte, Björn, Enterprise PHP 2008, S. IX, 2.

[71] Vgl. Throll, M., a.a.O., S. 38 und 113.

[72] Vgl. Theis, Thomas, PHP und SQL 2009, S. 162 sowie Throll, M., ebenda, S. 18.

[73] Vgl. Throll, M., ebenda, S. 17 sowie Kofler, M./ Öggl, B., a.a.O., S. 304.

[74] Vgl. Kofler, M./ Öggl, B., ebenda, S. 19 sowie Throll, M., ebenda, S. 30.

[75] Vgl. Throll, M., ebenda, S. 18 f., 29, 31 ff. und 41 f.

[76] Vgl. Friedman, V., a.a.O., S. 83.

[77] Vgl. Friedman, V., ebenda, S. 84, 90 f. und 141 f. Kritischer Hinweis: Obwohl Friedman die Designentwicklungen im Web 2.0 beschreibt, führt er oftmals Beispielseiten auf, welche nicht die Web 2.0-typischen Eigenschaften aus Kapitel 3.1 aufweisen.

[78] Vgl. Friedman, V., ebenda, S. 92 ff. sowie o.V., http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite, http://www.lastfm .de/, http://www.youtube.com/ [jeweils 15.09.2009].

[79] Vgl. Friedman, V., ebenda, S. 121 ff.

[80] Quelle: Vgl. o.V., http://www.ciao.de/ [19.09.2009].

[81] Vgl. Friedman, V., ebenda, S. 99.

[82] Vgl. Friedman, V., ebenda, S. 100 ff.

[83] Vgl. Friedman, V., ebenda, S. 138 ff.

[84] Vgl. www.studivz.net, www.facebook.com, www.hi5.com, www.myspace.com, www.xing.de [jeweils 20.09.2009].

[85] Vgl. Friedman, V., ebenda, S. 103 ff.

[86] Vgl. Friedman, V., ebenda, S. 116 ff.

[87] Vgl. Köhler, T. R., a.a.O., S. 136. Vor allem die Zielgruppe steht laut Stoyan im Zentrum der Betrachtung: Vgl. Stoyan, R., a.a.O., S. 254.

[88] Vgl. Köhler, T. R., ebenda, S. 137 sowie Stoyan, R., ebenda, S. 287.

[89] Vgl. Fechner, Frank, Medienrecht 2009, S. 14 ff., 19 ff., 66 ff., 120 ff., 151 ff.

[90] Vgl. Seifert, Bernd, Domainnamen 2003, S. 27 sowie Strömer, T. H., a.a.O., S. 2.

[91] Vgl. Seifert, B., ebenda, S. 35 f. sowie Strömer, T. H., a.a.O., S. 74, 77.

[92] Abrufbar unter http://www.denic.de/domains/allgemeine-informationen/domainrichtlinien.html bzw. http://www.denic. de/domains/allgemeine-informationen/domainbedingungen.html [jeweils 07.10.2009].

[93] Vgl. Seifert, B., a.a.O., S. 37 ff. sowie Strömer, T. H., a.a.O., S. 54 ff.

[94] Quelle: Eigene Darstellung. Vgl. Seifert, B., a.a.O., S. 59 ff., 70, 73, 75, 78 f., 84 f., 94 f., 102, 104, 130, 169 ff., 213 ff. sowie Strömer, T. H., a.a.O., S. 75, 78 ff., 84 ff., 88 ff., 98 ff. Auch nachzulesen in: o.V., BGB 2004, S. 8, 43, 47, 203 f., 234. O.V., HGB 2002, S. 12 f., 17. Das Markengesetz ist abrufbar unter http://bundesrecht.juris.de/bundes recht/markeng/gesamt.pdf, die PVÜ unter http://transpatent.com/archiv/152pvue/pvue.html und die GMV unter http://transpatent.com/archiv/463gmvo/gmvoneu.html [jeweils 09.10.2009].

[95] Vgl. o.V., http://www.whois.de/ [07.10.2009] sowie Strömer, T. H., ebenda, S. 61, 64.

[96] Vgl. o.V., http://www.sedo.de/services/s_buydomain.php3?tracked=&partnerid=&language=d [07.10.2009].

[97] Vgl. Seifert, B., a.a.O., S. 83, 120 f., 124 f., 171 f.

[98] Vgl. Seifert, B., ebenda, S. 108 sowie Strömer, T. H., ebenda, S. 95.

[99] Vgl. Köhler, Markus/Arndt, Hans-Wolfgang/Fetzer, Thomas, Internetrecht 2008, S. 182f. sowie Fechner, F., a.a.O., S. 120 f.

[100] Vgl. Köhler, M./Arndt, H.-W./Fetzer, T., ebenda, S. 170 f. Das Patentgesetz ist abrufbar unter http://bundesrecht .juris.de/patg/BJNR201170936.html [11.10.2009].

[101] Vgl. Köhler, M./Arndt, H.-W./Fetzer, T., ebenda, S. 171 ff., 181 f. sowie Strömer, T. H., a.a.O., S. 251 f., 254 f. Das Urheberrechtsgesetz ist abrufbar unter http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/urhg/gesamt.pdf [11.10.2009].

[102] Strömer, T. H., ebenda, S. 234 f. Mit „Werksqualität“ ist gemeint, dass der Text als ganzes, allein stehendes Werk gewertet werden kann.

[103] Vgl. Köhler, M./Arndt, H.-W./Fetzer, T., ebenda, S. 174 f. sowie Strömer, T. H., ebenda, S. 236, 259 ff.

[104] Vgl. Fechner, F., a.a.O., S. 137 sowie Köhler, M./Arndt, H.-W./Fetzer, T., ebenda, S. 209.

[105] Vgl. Hoeren, Thomas, AGB 2008, S. 2 f.

[106] Vgl. Hoeren, T., ebenda, S. 17.

[107] Quelle: Eigene Darstellung. Vgl. Hoeren, T., ebenda, S. 18 ff., 27, Fechner, F., ebenda, S. 403, 407 ff. sowie Köhler, M./Arndt, H.-W./Fetzer, T., ebenda, S. 58, 65 f., 68, 81 f., 87, 93. Die Originalgesetzestexte sind nachzulesen in: o.V., WPR 2008, S. 46, 48, 51, 54, 74, 81 f., 83 f., 92 sowie o.V., Richtlinie 2000/31/EG 2000, S. L 178/1 ff., EA-08.

[108] Vgl. Fechner, F., a.a.O., S. 402, Hoeren, T., ebenda, S. 17 f. und Köhler, M./Arndt, H.-W./Fetzer, T., a.a.O., S. 60.

[109] Vgl. o.V., WPR 2008, S. 82, 84, 490, 510 f. sowie Fechner, F., ebenda, S. 410.

[110] Hoeren, T., a.a.O., S. 28 f. Siehe hierzu auch den Gesetzestext: o.V., WPR 2008, ebenda, S. 77, 93.

[111] Vgl. Fechner, F., a.a.O., S. 412 ff. sowie Hoeren, T., ebenda, S. 29 ff..

[112] Vgl. Artikel 29 Rom I-VO der Verordnung (EG) Nr.593/2008 in: o.V., Rom 2008, S. L177/6 ff., EA-09.

[113] Vgl. Otte, Petra, Datenskandale 2009, S. 13, EA-10.

[114] Vgl. Köhler, M./Arndt, H.-W./Fetzer, T., a.a.O., S. 292. Das TMG steht im EA-11 zur Verfügung.

[115] Vgl. Schaar, Peter, Datenschutz 2002, S. 84 ff. Das BDSG steht dem Leser im EA-12 zur Verfügung.

[116] Quelle: Eigene Darstellung. Vgl. Köhler, M./Arndt, H.-W./Fetzer, T., a.a.O., S. 296 f., 299, 301 ff., 310, Schaar, P., ebenda, S. 110 f., 115 f., 118 f., 121 f., 125, 146 ff., 155 f., 192 f. sowie Strömer, T. H., ebenda, S. 346, 350, 353, 355 f. Die Originalgesetzestexte sind nachzulesen in: o.V., TMG 2007, EA-11; o.V., BDSG 2009, S. 1 ff., EA-12; o.V., TDDSG 1997, S. 1 ff., EA-13 sowie o.V., MDStV 2002, S. 1 ff., EA-14.

[117] Vgl. Schaar, P., ebenda, S. 31, 34 ff. sowie Strömer, T. H., a.a.O., S. 344. Die Richtlinie 95/46/EG ist abrufbar unter http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CELEX:31995L0046:de:html [18.09.2009].

[118] Vgl. o.V., http://www.welt.de/webwelt/article4886699/Datenklau-beim-SchuelerVZ-schlimmer-als-befuerchtet.html [18.10.2009], EA-15.

Details

Seiten
139
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783656932307
ISBN (Buch)
9783656932314
Dateigröße
1.8 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v295013
Institution / Hochschule
Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten
Note
1,3
Schlagworte
Web 2.0 Businessplan Existenzgründung Praktikum Bewertungsportal Unternehmensgründung

Autor

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Titel: Potenzialanalyse zur Nutzung eines Businessplans für die Existenzgründung im Web 2.0