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Ein ausgewählter Überblick über die möglichen Teilaspekte einer Unternehmensumstrukturierung

Hausarbeit 2015 20 Seiten

BWL - Allgemeines

Leseprobe

Inhalt

Gliederung

Einleitung

1 Arten von Unternehmenszusammenschlüssen
1.1 Horizontaler, vertikaler und lateraler Zusammenschluss
1.1.1 Horizontaler Zusammenschluss
1.1.2 Vertikaler Zusammenschluss
1.1.3 Lateraler Zusammenschluss
1.2 Bindungsintensität von Zusammenschlüssen
1.2.1 Vorübergehende Zusammenschlüsse
1.2.2 Dauernde Zusammenschlüsse

2 Arten von Unternehmensspaltungen
2.1 Aufspaltung
2.1.1 Aufspaltung zur Aufnahme in Schwestergesellschaften
2.1.2 Aufspaltung zur Aufnahmen nach unten
2.1.3 Aufspaltung zur Aufnahmen in Dritte
2.1.4 Aufspaltung zur Aufnahme nach oben
2.1.5 Aufspaltung zur Neugründung
2.2. Abspaltung
2.2.1 Abspaltung zur Aufnahme in Schwestergesellschaften
2.2.2 Abspaltung zur Aufnahme nach unten
2.2.3 Abspaltung zur Aufnahme in Dritte
2.2.4 Abspaltung zur Aufnahme nach oben
2.2.5 Abspaltung zur Neugründung
2.3 Ausgliederung
2.3.1 Ausgliederung zur Aufnahme in Schwestergesellschaften
2.3.2 Ausgliederung zur Aufnahme nach unten
2.3.3 Ausgliederung zur Aufnahme in Dritte
2.3.4 Ausgliederung zur Aufnahme nach oben
2.3.5 Ausgliederung zur Neugründung
2.4 Kombinationsmöglichkeiten zwischen Aufspaltung, Abspaltung und Ausgliederung

3 Motive bei Strukturveränderungen
3.1 Motive bei Zusammenschlüssen
3.1.1 Shareholder Value Motive
3.1.2 Operative Motive
3.1.3 Finanzielle Motive
3.2 Motive bei der Spaltung
3.2.1 Strategische betriebswirtschaftliche Motive
3.2.2 Operative betriebswirtschaftliche Motive
3.2.3 Persönliche Motive
3.2.4 Gesetzliche Motive

4 Zusammenschluss oder Teilung?
4.1 Möglicher Ablauf einer Restrukturierung
4.1.1 Prüfung der Sanierungsfähigkeit
4.1.2 Durchführung einer Bestandsaufnahme
4.1.3 Erstellung des Grobkonzeptes

5 Chancen und Risiken von Umstrukturierungen

6 Die Frage nach der optimalen Betriebsgröße

7 Unterstützung des Führungspersonals bei einer Umstrukturierung
7.1 Der Sprecherausschuss

Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Gliederung

Zu Beginn dieser Arbeit werden einige unterschiedliche Arten von Unternehmenszusammenschlüssen und Unternehmensspaltungen vorgestellt. Daraufhin werde ich auf einige Motive der unterschiedlichen Strukturveränderungen eingehen. Weiterhin wird auf den beispielhaften Ablauf einer Restrukturierung eingegangen. Darauffolgend führe ich einige Chancen und Risiken von Unternehmensumstrukturierungen an. Im Anschluss daran möchte ich die Frage nach der optimalen Unternehmensgröße so weit wie möglich beantworten. Ergänzend soll dann noch eine Betrachtung des Führungspersonals hinsichtlich seiner Unterstützung durch den Sprecherausschuss stattfinden.

Einleitung

In der Regel entsteht bei Unternehmen unabhängig von ihrer Größe im Laufe der Zeit ein Bedarf nach strukturellen Veränderungen. Dies kann die unterschiedlichsten Ursachen und Hintergründe haben. Entscheidend ist jedoch, den Bedarf nach einer strukturellen Veränderung rechtzeitig zu erkennen und die richtige Strategie zur Umsetzung zu entwickeln. Diese Hausarbeit soll einen Einblick in die Vielgestaltigkeit des Strukturwandels von Unternehmen geben. Die entsprechenden Recherche-arbeiten umfassten die Springer Datenbank sowie das Internet, um einerseits mit aktueller Fachliteratur und andererseits auch mit Hilfe von Beispielen das Thema bearbeiten zu können. Dabei habe ich Wert auf zeitgemäße Quellen gelegt und mich somit auf einen Zeitraum von 1999 bis 2014 beschränkt.

1 Arten von Unternehmenszusammenschlüssen

Bei Unternehmenszusammenschlüssen gibt es drei verschiedene Arten, welche im folgenden erläutert werden. Die Differenzierung zwischen den unterschiedlichen Arten von Unternehmenszusammenschlüssen wird u.a. nach den Aspekten der Handelsart und der Produktionsstufe vorgenommen. (Vgl. Korndörfer, 1999, S. 121)

1.1 Horizontaler, vertikaler und lateraler Zusammenschluss

Im Folgenden werden die Unterschiede zischen einem horizontalen, vertikalen und lateralen Zusammenschluss dargestellt.

1.1.1 Horizontaler Zusammenschluss

Hierbei handelt es sich um einen Zusammenschluss zwischen Unternehmen der gleichen Handelsart oder Produktionsstufe. Das bedeutet, dass beide Unternehmen beispielsweise mit der Rohstoffgewinnung, dem Einzelhandel oder aber auch mit Dienstleistungen ihr Kerngeschäft betreiben. Ein Beispiel könnte an dieser Stelle der Zusammenschluss von zwei Textilfabriken sein. (Vgl. Korndörfer, 1999, S. 121)

1.1.2 Vertikaler Zusammenschluss

Bei einem vertikalen Zusammenschluss von Unternehmen handelt es sich um eine Zusammenschließung von aufeinander folgenden Fertigungs- bzw. Handelsstufen . Ein Beispiel hierfür wäre das Zusammenlegen eines Unternehmens, welches Rohstoffe gewinnt und eines, welches diese dann weiter veredelt. (Vgl. Korndörfer, 1999, S. 121)

1.1.3 Lateraler Zusammenschluss

Dieser, auch als Konglomerat bezeichneter Zusammenschluss entsteht, wenn sich Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen zusammentun. Beispielsweise kann hier die Zusammenlegung eines Lebensmittelproduzenten mit einem Bauunternehmen angeführt werden. (Vgl. Korndörfer, 1999, S. 121)

1.2 Bindungsintensität von Zusammenschlüssen

Neben der Betrachtung von Branchenzugehörigkeit oder der Einordnung in unterschiedliche Produktionsstufen kann auch durch die Miteinbeziehung der Bindungsintensität weiter zwischen den unterschiedlichen Unternehmenszusammenschlüssen differenziert werden. Dies soll im Folgenden geschehen, wobei zwischen vorübergehendem und dauerndem Zusammenschluss unterschieden wird. (Vgl. Korndörfer, 1999, S. 122)

1.2.1 Vorübergehende Zusammenschlüsse

Bei dieser Form von Zusammenschlüssen bleibt die jeweilige Unter-nehmensstruktur autark. Eine dauerhafte Verbindung ist nicht erwünscht, da lediglich einzelne Ziele gemeinsam erreicht werden sollen, um danach wieder getrennte Wege zu gehen. (Vgl. Korndörfer, 1999, S. 123). Kon-kret könnte dies bedeuten, dass zwei Betriebe über einen gewissen Zeitraum für ausgewählte Handelswaren einen gemeinsamen Einkauf tätigen. Somit könnte durch die größeren Einkaufzahlen ein Mengenrabatt bewirkt werden. (Vgl. Kooperationen)

1.2.2 Dauernde Zusammenschlüsse

Der dauernde Zusammenschluss zeichnet sich durch die Eigenschaft aus, dass von den Gesellschaftern der Rechtsträger i.d.R. eine dauerhafte Zusammenarbeit oder sogar eine Verschmelzung der Unternehmen be-absichtigt wird. Dieses Vorhaben kann u.a. der Sicherung einer bestimmten Marktposition, der dauerhaften Sicherung von Synergieeffekten o.Ä. dienen. Als ein Beispiel kann hier der Zusammenschluss in Form eines sog. Kartells genannt werden. (Vgl. Korndörfer, 1999, S. 125)

2 Arten von Unternehmensspaltungen

Die folgende Differenzierung der unterschiedlichen Arten von Unternehmensspaltungen entspricht der des Umwandlungsgesetzes (UmwG).

2.1 Aufspaltung

Unter der Aufspaltung wird die restlose Aufteilung des gesamten Vermögens des Ursprungsunternehmens verstanden. Dabei wird das Vermögen auf mindestens zwei Rechtsträger aufgeteilt. Darüber hinaus stehen bei dieser Form der Spaltung, den Anteilseignern des alten Unter-nehmens Anteile oder Mitgliedschaften an dem neuen Rechtsträger zu. Die Aufspaltung lässt sich in zwei Arten unterteilen. Zum einen in die Aufspaltung zur Aufnahme und zum anderen in die Aufspaltung zur Neugründung. Bei Ersterem wird das alte Unternehmen auf bereits bestehende Unternehmen aufgeteilt und bei Letzterem werden eigens zur Aufnahme Unternehmen gegründet. (Vgl. Bysikiewicz, 2008, S. 18)

2.1.1 Aufspaltung zur Aufnahme in Schwestergesellschaften

Hierbei handelt es sich um eine Aufteilung des Unternehmens auf die auf gleicher Hierarchieebene liegenden Schwestergesellschaften. Die Muttergesellschaft des aufzuteilenden Unternehmens erhält nach dem Aufteilungsprozess Anteile an den beiden Schwestergesellschaften, in welche das aufgeteilte Unternehmen übergegangen ist. (Vgl. Bysikiewicz, 2008, S. 19)

2.1.2 Aufspaltung zur Aufnahmen nach unten

Bei der Aufspaltung zur Aufnahme nach unten wird das Unternehmen der Muttergesellschaft auf mindestens zwei einen Rang tiefer liegende Unternehmen aufgeteilt. Das Eigentum an den aufnehmenden Unter-nehmen erhält nach diesem Prozess allein die Muttergesellschaft. Bei dieser Aufspaltung verschwindet also eine Hierarchieebene. (Vgl. Bysikiewicz, 2008, S. 19)

2.1.3 Aufspaltung zur Aufnahmen in Dritte

Das aufzuspaltende Unternehmen wird dabei auf Rechtsträger übertragen, welche zuvor nicht i.S. der o.g. Gesellschaften mit dem Unter-nehmen, welches gespalten wird, verbunden waren. Es findet also eine sogenannte Aufspaltung auf Dritte statt. Die Muttergesellschaft des aufgespaltenen Unternehmens erhält daraufhin Anteile an den Unternehmen, auf welche aufgeteilt wurde. Somit wird diese zur Muttergesellschaft der beiden aufnehmenden Rechtsträger. (Vgl. Bysikiewicz, 2008, S. 19)

2.1.4 Aufspaltung zur Aufnahme nach oben

In dem Falle, dass das Vermögen eines Tochterunternehmens auf seine zwei Mutterunternehmen aufgeteilt wird, wird von einer Aufspaltung zur Aufnahme nach oben gesprochen. In solch einer Situation teilen sich die beiden Mutterunternehmen die Anteile des ursprünglichen Tochterunternehmens. (Vgl. Bysikiewicz, 2008, S. 20;21)

2.1.5 Aufspaltung zur Neugründung

Des Weiteren kommt auch eine Aufspaltung zum Zwecke einer Neugründung vor. Hierbei wird ein Unternehmen in zwei neue aufgeteilt. Die Anteilsinhaber der neuen Unternehmen sind die des alten. (Vgl. Bysikiewicz, 2008, S. 21)

2.2. Abspaltung

Diese Form der Unternehmensspaltung unterscheidet sich von der Aufspaltung im Wesentlichen darin, dass das Ursprungsunternehmen nur zu einem gewissen Teil in einen anderen Rechtsträger übergeht und der andere Teil weiter Bestand hat.

Die verschiedenen Arten der Abspaltung sind, bis auf den soeben genannten Unterschied, nahezu äquivalent zu denen der Aufspaltung. (Vgl. Bysikiewicz, 2008, S. 21;22)

[...]

Details

Seiten
20
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783656924135
ISBN (Buch)
9783656924142
Dateigröße
444 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v294602
Note
2.2
Schlagworte
Unternehmensumstrukturierung Unternehmensabspaltung Unternehmenszusammenschluss Tochtergesellschaft Unternehmensspaltung Unternehmensausgliederung Motive bei Strukturveränderungen Chancen und Risiken von Umstrukturierungen Der Sprecherausschuss

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Titel: Ein ausgewählter Überblick über die möglichen Teilaspekte einer Unternehmensumstrukturierung