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Wie funktioniert eine Befragung? Die Operationalisierung in der empirischen Forschung

Hausarbeit 2005 11 Seiten

Medien / Kommunikation - Forschung und Studien

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 4

2. Gegenstände der Operationalisierung 4

2.1. Gegenstandsbenennung 5

2.2. Begriffsdefinition 5

2.3. Formulierung von Hypothesen 6

2.4. Variablen 6

2.5. Indikatoren 7

2.5.1. Definitorische Indikatoren 7

2.5.2. Korrelative Indikatoren 8

2.5.3. Schlussfolgernde Indikatoren 8

2.5.4. Validität der Indikatoren 9

2.6. Der Index 9

2.7. Operationale Validität 10

2.7.1. Semantische Validität 10

2.7.2. Empirische Validität 11

2.8. Messfehler 11

3. Schlussbetrachtung 12

4. Literaturverzeichnis 13

1. Einleitung

Jeder kann Fragen stellen. Aber wie schwierig ist es, verwertbare Antworten zu erhalten? Will ein Lehrer den Wissensstand seiner Schüler überprüfen, sollte er ihnen nicht die Frage stellen, wie informiert sie über den Schulstoff sind. Natürlich würde er Antworten erhalten. Aber sollte er einem Schüler die Note 1 geben, nur weil dieser ihm berichtet, sein Wissenstand sei sehr gut? Natürlich nicht. Bei diesem einfachen Beispiel ist ersichtlich, dass der Lehrer keine Erkenntnisse über den Wissensstand des Schülers gesammelt hätte – sondern wertlose Daten.

Wer Menschen befragt, erhält zwangsläufig Antworten. Wer aber empirisch verwertbare Antworten erhalten möchte, braucht eine Operationalisierung. Sie gewährleistet zumindest weitgehend, dass Fragen relevante Informationen ergeben – und Unklarheiten bei der Auswertung vermieden werden.

Wie funktioniert die Operationalisierung in der empirischen Kommunikationsforschung? Dieser Frage widme ich mich in dieser Arbeit. Dabei konzentriere ich mich vor allem auf die Gegenstandsbenennung, Validität, Hypothesen, Variablen und Indikatoren.

2. Gegenstände der Operationalisierung

Bei einer empirischen Untersuchung stellen Forscher Fragen, die zu verwertbaren Antworten führen sollen. Diese Fragen werden gemeinhin als Forschungs- oder auch Programmfragen bezeichnet. Um jedoch von den Probanden (Befragten) Antworten mit relevanten Informationen zu erhalten, müssen Forscher ihre Fragen in jene Testfragen übersetzen, die sie letztlich ihren Befragten stellen. Dieser Umwandlungsprozess nennt sich Operationalisierung (vgl. Scholl 2003, S. 140). Ich komme noch einmal auf das Eingangsbeispiel zurück: Der Lehrer stellt sich also die Forschungsfrage:

Wie informiert sind meine Schüler über den aktuellen Schulstoff? Sehr gut, gut, befriedigend, ausreichend, mangelhaft oder ungenügend?

Verzichtet er auf den Prozess der Operationalisierung, so erhält er jenes Ergebnis, das ich bereits in der Einleitung beschrieben habe. Will er den Wissensstand tatsächlich überprüfen, so könnte der Lehrer die Schüler eine Klassenarbeit schreiben lassen, in der er relevante Wissensfragen formuliert. Wissensfragen, die eine Übersetzung der besagten Forschungsfrage darstellen. In diesem Fall würde er operationalisieren – und mit großer Wahrscheinlichkeit verwertbare Informationen zum Untersuchungsgegenstand erhalten.

2.1. Gegenstandsbenennung

Mit einer Befragung lassen sich die Phänomene unserer Welt nie vollständig, sondern nur partiell untersuchen. Deshalb ist eine ausführliche Gegenstandsbenennung sehr wichtig. Zu diesem Zweck sollte sich der Forscher folgende Fragen stellen:

Welchen Zeitraum soll die Erfassung umspannen (Momentaufnahme, Langzeitbeobachtung etc.)? Welche Personengruppen werden angesprochen?

Letzteren Aspekt bezeichnet man als Gegenstandsbereich. Wichtig ist auch der Feldzugang, der die Frage beinhaltet, wie man Zugang zu den relevanten Personengruppen erhält. Die Gegenstandsbenennung ordnet sowohl manifeste Erscheinungen als auch abstrakte Gedanken. Diese Ordnung wird aus unterschiedlichen Formen der Klassifikation erzielt, aber auch aus sogenannten Typologien. Bei der Klassifikation handelt es sich um die Zusammenfassung einer bestimmten Anzahl von Eigenschaften bzw. Dimensionen; Typologien sortieren dagegen eine große Menge an Erscheinungen, indem sie diese verschiedenen Gruppen zuordnen, die sich voneinander unterscheiden lassen (vgl. Atteslander 1993, S. 57-61).

Details

Seiten
11
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783656909361
ISBN (Buch)
9783656909378
Dateigröße
365 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v293416
Institution / Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald – Institut für deutsche Philologie Greifswald
Note
1,3
Schlagworte
Operationalisierung Befragung Empirische Forschung Empirische Kommunikationsforschung Operationale Validität

Autor

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Titel: Wie funktioniert eine Befragung? Die Operationalisierung in der empirischen Forschung