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Aristotelische Syllogistik. Die Entstehung der Logik

Hausarbeit (Hauptseminar) 2014 21 Seiten

Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die philosophische Lage im 4. Jahrhundert v. Chr
2.1 Sophisten und Eristiker
2.2 Die megarische Skepsis
2.3 Antisthenes Negation
2.4 Der protagoreische Relativismus
2.5 Philosophische Gesamtstimmung

3. Die Methodologie Platons
3.1 Kampf gegen die Skepsis
3.2 Die Dialektik
3.3 Logisch-metaphysische Grundlage
3.4 Grundzüge der dialektischen Methode

4. Die Entdeckung des Syllogismus
4.1 Aristoteles zur Rhetorik und Meinungsdialektik
4.2 Veränderter methodologischer Zustand

5. Der Syllogismus
5.1 Erkenntnistheoretische-metaphysische Grundlegung des Denkens
5.2 Was ist die Syllogistik?

6. Fazit

Literaturverzeichnis

Quellen

Literatur

Internetrecherche

1. Einleitung

Aristoteles (382-322 v. Chr.) gilt als der Logiker der Antike. Das Konzept seiner Logik, die Syllogistik, ist eine einfache Grundform dessen, was heute Prädikatenlogik genannt wird. Er formulierte sein Konzept zu einer Zeit, als die griechische Antike bereits über eine entwickelte Kultur der beweisenden Mathematik verfügte. Obwohl die aristotelische Logik sicherlich durch die Kultur des strengen Schließens in der beweisenden Mathematik inspiriert wurde, sieht er selbst die Anwendungsbereiche seiner Logik eher als ein Instrument, das die Qualität des Argumentierens in allen Bereichen verbessern kann. Er strebte danach, die Sichtweisen anderer Gelehrten umfassend zur Kenntnis zu nehmen. Ein Gelehrter musste sich nicht nur von den Bindungen der Tradition befreien, sondern auch diese Freiheit mit intellektueller Disziplin nutzen. Er sah das Streben des Menschen nach Wissen in der Natur und die Grundlage der Weisheit war das Deuten und Verstehen von Erfahrungen. Philosophieren war für ihn die höchstrangige Form des klugen Verstandesgebrauchs, aber keineswegs die einzige, da er in den Einzelwissenschaften die Ergänzung zur Philosophie sah. Die Ideenlehre des Platon wird von Aristoteles kritisiert. Er lehnt die These, dass bei den Objekte der Erfahrungswelt nur dann Ähnlichkeiten erkannt wird, wenn sie an derselben, immateriell existierenden Idee teilhaben. Ein Großteil des heutigen philosophischen Vokabulars geht auf Aristoteles zurück.1

Der Fokus dieser Arbeit gilt der Entstehung des Syllogismus und unter welchen Bedingungen und Einflüssen dies geschah. Heinrich Maier vertritt die Auffassung, dass die Syllogistik das Ergebnis einer eristischen Epoche sei. Seine Entdeckung fiele in eine Zeit, in der die Wissenschaft um ihre Existenz kämpfen musste.2 Von dieser Stimmung spürt man in Aristoteles logisch-dialektischen Schriften wenig. Er zeigt dem Leser über die Sphäre der dialektischen Wahrscheinlichkeit eine streng methodische Wissenschaft. Die Grundannahme ist also, dass die Syllogistik ein rein technisch-methodisches Verfahren ist und ihren Ursprung in der Eristik hat mit einer implizierten doppelten Methode. Zum einen die Dialektik als Verfahren für die wissenschaftliche Untersuchung und zum anderen eine Methode für die Erzielung eines strengen und notwendigen Wissens.3

Die Syllogistik des Aristoteles wird von der Aristotelesforschung als eine doppelte Methode anerkannt, auch wenn dies mit unterschiedlicher Akzentuierung geschieht. Man pflegt das Wesen der Syllogistik entweder im Anschluss an die eristische Sophistik oder aus der Perspektive der platonischen Dialektik oder zuletzt auch unter gleichzeitiger Berücksichtigung beider Optionen zu betrachten.4

Der Forschungsstand und die Quellenlage sind breit gefächert, sodass kein Mangel an Informationen besteht. Das Thema der aristotelischen Syllogistik wurde ab dem 19. Jahrhundert intensiv untersucht, jedoch lässt die Aktualität zu wünschen übrig, da auch nur aus dem genannten Jahrhundert Forschungsliteratur zu finden ist. Besonders hilfreich ist das Werk von Heinrich Maier bei der Bearbeitung der Fragestellung „ Wie ist die aristotelische Syllogistik entstanden?

Um nachvollziehen zu können unter welchen Umständen die Syllogistik entstanden ist, wird zuerst die philosophische Grundlage und Gesamtstimmung zu der Zeit geschildert, aus der die Logik hervorwuchs und anschließend die Syllogistik. Im zweiten Teil folgt eine Schilderung der logisch-metaphysischen Grundlagen der Methode Platons, da diese die Entstehung durch die Auseinandersetzung Aristoteles mit Platons Lehren beeinflusst hat. Und im Schlussteil wird die Syllogistik kurz definiert und ein Einblick wird gewährt. Näher in den Kern geht die Arbeit nicht ein, da dies den Rahmen sprengen würde. Schlussendlich bildet das Fazit mit einer Zusammentragung der erarbeiteten Informationen und Beantwortung der Fragestellung das Ende.

2. Die philosophische Lage im 4. Jahrhundert v. Chr.

2.1 Sophisten und Eristiker

In der griechische Bildung des vierten Jahrhunderts war nicht der platonische und aristotelische Geist zu erkennen, sondern die eristische Sophistik, eine von den Sophisten entwickelte Dialogtechnik, mit der alles bewiesen oder auch widerlegt werden kann, zum Beispiel in Gerichtsverfahren. In der Zeit, aus der die uns erhaltenen aristotelischen Schriften stammen, gilt das alte Sophistengeschlecht als verschollen, jedoch eine neue Generation trat an seine Stelle. Die Sophisten sind keine Schule mehr, sondern ein Stand, die keinen geschlossenen Gedankenkreis repräsentieren.5 Ihre Absicht war es, die Jugend in das allgemeine Wissen der Welt einzuführen und ihr eigenes oberflächliches Wissen wussten sie mit Rhetorik geschickt zu überdecken. Dieser Stand kam dem praktischen Bedürfnis der Zeitgenossen nach rednerischer Ausbildung entgegen und versucht insbesondere die künftigen Staatsleiter für das politische Leben vorzubereiten. So drohte der Wissenschaft eine Verflachung und ein utilitaristischer Charakter.6

Im vierten Jahrhundert erhält die Sophistik eine revolutionäre Tendenz zur logischmetaphysischen Skepsis. Die Häupter der eristischen Schulen schlossen Bekanntschaft mit Sokrates und so entstand eine sophistische Reminiszenz mit sokratischer Anschauung. Das Ergebnis war eine eristische Skepsis, die sich an die sokratische Forderung eines begrifflichen Wissens anlehnte und die praktische Richtung des sokratischen Philosophierens mit theoretischer Erkenntnis überdeckte.7

2.2 Die megarische Skepsis

Die Skepsis der Megariker ruht auf einem positiv metaphysischen Hintergrund. Euklid, der erste Megariker, knüpft an das sokratische Denken an, dass das Gute das höchste Objekt sei, aber er geht zurück auf die eleatische Metaphysik, indem er sagt, dass das Gute das einzige Objekt wahren Wissens und darum auch das einzige wahrhaft Seiende sei.8 Er spricht dem wahren Sein von Anfang an Werden, Veränderung, Wirken und Leiden ab, damit nur das ewig ruhende Gute bleibt.9 Die konkrete Welt der Sinneswahrnehmungen mit ihrer ganzen Fülle und ihrem Wechsel ist die Welt des Nichtseienden, der Täuschungen und der Widersprüche. Diese gelten als Prämissen der megarischen Skepsis. Die der Wahrnehmung entspringende Erkenntnis wird der dialektischen Widerlegung preisgegeben. Die Sophismen der Megariker dienen dem Zweck für die Wahrheit der Metaphysik die Gegenprobe zu erstellen.10 Sie behaupten, dass, was sich begrifflich und definitorisch unterscheiden lässt, auch als real verstanden werden kann und eine selbstständige Existenz hat. Daraus ziehen sie die Konsequenz, dass die Substanzen nach ihren Qualitäten in gesonderte Teile zerfallen. Die Megariker stellen das zufällige Prädikat mit den definitorischen auf die gleiche Ebene und versuchen so zu beweisen, dass jeder Begriff zugleich nicht er selber sei (a = non a).11

Damit soll auch der eristische Satz begründet werde, dass Bejahung und Verneinung zur gleichen Zeit wahr sein können. Wenn ein Subjekt zugleich etwas anderes ist, so ergibt sich die Folgerung, das alles Alles sein kann, also alles zugleich wahr sein könne. Eine beweiskräftige Widerlegung dieser Annahme ist nicht möglich, denn ein Wissen um ein etwaiges Gesetz, das besagen würde, gegensätzliche Behauptungen können nicht zugleich wahr sein, gibt es nicht. So ist das Urteil und zugleich das diskursive Denken ins ad absurdum geführt worden.12

Die Wahrnehmungswelt drängt dem Denkenden die Beobachtung auf, dass aus Ein und demselben Entgegengesetztes hervorgeht. Gibt es nun kein wirkliches Werden und keine reale Veränderung, so bleibt nichts übrig als die Gegensätze in das Seiende selbst zu legen.13

2.3 Antisthenes Negation

Die Antisthenische Negation ist von einer wissens- und kulturfeindlichen Tendenz beherrscht. Aristoteles selbst bezeichnet Philosophen aus diesem Kreise als Ungebildete.14

Auch Antisthenes geht von dem Wissensideal des Sokrates aus und fordert Definitionen, welche das begriffliche Wesen der Dinge zum Ausdruck bringen sollen. Die Definition kann sich nur auf individuelle Vorstellungen richten, somit ist Wissen die „wahre Vorstellung mit Definition“.15 Aber eine individuelle Vorstellung lässt sich nicht definieren, also ist das Ergebnis, dass das Wissensideal nicht erreicht werden kann. Das absolute Kriterium, die

„Again, is the man wrong who supposes that a thing is so or not so, and he who supposes both right? If he is right, what is the meaning of saying that "such is the nature of reality"? And if he is not right, but is more right than the holder of the first view, reality will at once have a definite nature, and this will be true, and not at the same time not-true.And if all men are equally right and wrong, an exponent of this view can neither speak nor mean anything, since at the same time he says both "yes" and "no." And if he forms no judgement, but "thinks" and "thinks not" indifferently, what difference will there be between him and the vegetables?“

Und section 1009 a:

„From the same view proceeds the theory of Protagoras, and both alike must be either true or false. For if all opinions and appearances are true, everything must be at once true and false; for many people form judgements which are opposite to those of others, and imagine that those who do not think the same as themselves are wrong: hence the same thing must both be and not be.And if this is so, all opinions must be true; for those who are wrong and those who are right think contrarily to each other. So if reality is of this nature, everyone will be right.“ höchste Instanz für die Entscheidung der Wahrheit ist der subjektive Eindruck des individuellen Subjekts. Die notwendige Folge daraus ist, dass in allen Fällen Bejahung und Verneinung gleich wahr sind. Antisthenes behauptet, dass es überhaupt keine Täuschung und keine falschen Aussagen gäbe in einer subjektiv wahrgenommenen Welt.16 Er hebt hervor, das der Satz ein Seiendes sei und wäre ein Satz falsch, so müsste ein Seiendes ein Nichtseinedes sein, da dies unmöglich ist, ist folglich jeder Satz wahr. Nach seiner Urteilstheorie kann dem Seienden nur das Prädikat „seiend“ und dem Nichtseienden das Prädikat „nicht seiend“ zukommen. Das ist skeptischer Subjektivismus und nicht weit entfernt vom Protagoreischen Relativismus.17 Doch Platon bezeichnet Antisthenes als zu unphilosophisch um den Gedanken des Pythagoras ausgedacht zu haben. Er hält lediglich am Standpunkt des naiven Bewusstseins fest.18

2.4 Der protagoreische Relativismus

Der sensualistische Relativismus der protagoreischen Schule war im vierten Jahrhundert weitverbreitet. Obwohl dieser aus Heraklits Metaphysik herausgewachsen war, berief man sich oft auf Demokrits Äußerungen. So erhält die Theorie, trotz ihrer kritischen Feinheit im Vergleich zu Antisthenes Sensualismus, eine materialistische Eigenschaft. Sensualismus und Materialismus liegen an sich weit auseinander. Der eine ist unkritische Metaphysik und der andere führt zur Zersetzung der Erkenntnis. Jedoch trifft man in der Geschichte selten den einen ohne den anderen an.19 Im vierten Jahrhundert scheint der materialistische Sensualismus die herrschende Philosophie gewesen zu sein. Sein Vertreter war ,ein Schüler von Protagoras, der Aristippos von Kyrene. Er trieb den protagoreischen Relativismus an die Spitze. Gegeben sind nur die Dinge in ihrer Wirkung auf unsere Sinne und Empfindungen, welche durch die Bewegung der äußeren Objekte verursacht werden. Aber ein und derselbe Gegenstand ruft bei verschiedenen Subjekten, auch beim selben Subjekt zu unterschiedlichen Zeiten, unterschiedliche Empfindungen hervor. Erkennbar sind nur die psychischen Umstände eines Individuums, aber kein Maßstab für die Wahrheit, da kein überindividuelles Kriterium der Wahrheit vorhanden ist. Alles ist wahr, was dem Einzelnen so scheint. Und wieder tritt die These hier in Kraft, dass auch entgegengesetzte Behauptungen zugleich wahr sein können.20

Es scheint schwer zu sein, der überzeugenden Kraft dieser Gedankenreihe zu entgehen. Ist einmal die Einsicht der Subjektivität der Sinnesempfindungen da, so gilt der protagoreischearistippische Relativismus als unausweichliche Konsequenz. Aristippos selbst setzt seine Skepsis nicht in eristische Praxis um. An ihr bedient er sich nur zur theoretischen Rechtfertigung des absprechenden Urteils.21

2.5 Philosophische Gesamtstimmung

Der Geist des vierten Jahrhunderts ist von skeptischer Reflexion in unterschiedlichen Arten geprägt. Die Gemeinsamkeit aller Arten ist, dass sie sich im Bewusstsein ankündigen, den Anspruch des Erkennens auf objektive, allgemeine Geltung als Illusion betrachten, ohne den Gedanken der objektiven Geltung selbst der erkenntnistheoretischen Beurteilung zu unterziehen. In der dialektischen Eristik findet die Kritik ihren spezifischen Ausdruck. Zweifellos beherrschen die Sophisten die philosophische Bildung.22

Die damalige Zeitphilosophie wird heute aus der kritischen Sicht von Platon und Aristoteles beäugt. Das Problem um das „Sein“ kehrt in logischer Gestalt wieder, an der die Sophisten der sokratischen Schule erliegen. Sie stellen das unlösbare Problem in den Dienst einer bewussten und absichtsvollen Skepsis.23

Das griechische Denken ist von Natur aus zur dialektischen und rhetorischen Oberflächlichkeit geneigt und wertet das geistreiche Gedankengut höher als festes Wissen.

[...]


1 Vgl. Froese, N., Aristoteles: Logik und Methodik in der Antike. Logische Grundprinzipien, der Syllogismus und antike Wissenschaftsphilosophie, 2012. http://www.antike-griechische.de/Aristoteles.odt, eingesehen am: 20.07.2014.

2 Vgl. Maier, H., Die Syllogistik des Aristoteles (Band 2, Die logische Theorie des Syllogismus und die Entstehung der aristotelischen Logik, Teil 2), Tübingen 1900, S. 1.

3 Vgl. ebd., S. 70.

4 Vgl. Silnizki, M., Die Entstehung und Entwicklung der Syllogistik bei Aristoteles, Köln 1988, S. 3.

5 Vgl. Maier, Die Syllogistik des Aristoteles, S. 2.

6 Vgl. Gomperz, T., Griechische Denker. Eine Geschichte der antiken Philosophie (Band 1, Griechische Naturphilosophen und Sophisten), Leipzig 1911, S. 331 ff.

7 Vgl. Maier, Die Syllogistik des Aristoteles, S. 4 f.

8 Vgl. Zeller, E., Socrates and the socratic schools, London 1877, S. 256 f.

9 Vgl. Platon, Sophist, S. 248 a: „Ξένος: καὶ σώματι μὲν ἡμᾶς γενέσει δι᾽ αἰσθήσεως κοινωνεῖν, διὰ λογισμοῦ δὲ ψυχῇπρὸς τὴν ὄντως οὐσίαν, ἣν ἀεὶ κατὰ ταὐτὰ ὡσαύτως ἔχειν φατέ, γένεσιν δὲἄλλοτε ἄλλως.“

10 Vgl. Gomperz, Griechische Denker, S. 154 ff.

11 Vgl. Maier, Die Syllogistik des Aristoteles, S. 6 f.

12 Vgl. Aristoteles, Metaphysics, 4, section 1008 b:

13 Vgl. Maier, Die Syllogistik des Aristoteles, S. 10.

14 Vgl. Aristot., Met., 8, section 1048 b: „Hence the difficulty which perplexed the followers of Antisthenes and others similarly unlearned has a certain application.“

15 Maier, Die Syllogistik des Aristoteles, S. 12.

16 Vgl. Aristoteles, Metaphysics, Book 5, section 1024 b: „But the false definition is not strictly a definition of anything. Hence it was foolish of Antisthenes to insist that nothing can be described except by its proper definition: one predicate for one subject; from which it followed that contradiction is impossible, and falsehood nearly so.“

17 Vgl. Aristot., Met., 4, section 1007 b: „ἔτι εἰ ἀληθεῖς αἱ ἀντιφάσεις ἅμα κατὰ τοῦ αὐτοῦ πᾶσαι, δῆλον ὡς ἅπανταἔσται ἕν. ἔσται γὰρ τὸ αὐτὸ καὶ τ ριήρης καὶ τοῖχος καὶ ἄνθρωπος, εἰ κατὰ παντόςτι ἢ καταφῆσαι ἢ ἀποφῆσαι ἐνδέχεται, καθάπερ ἀνάγκη τοῖ ς τὸν Πρωταγόρουλέγουσι λόγον. εἰ γάρ τῳ δοκεῖ μὴ εἶναι τριήρης ὁ ἄνθρωπος, δῆλον ὡς οὐκ ἔστιτριήρης: ὥστε καὶ ἔστιν, εἴπερ ἡ ἀντίφασις ἀληθής. καὶ γίγνεται δὴ τὸ τοῦἈναξαγόρου, ὁμοῦ πάντα χρήματα:ὥστε μ ηθὲν ἀληθῶς ὑπάρχειν. τὸ ἀόριστονοὖν ἐοίκασι λέγειν, καὶ οἰόμενοι τὸ ὂν λέγειν περὶ τοῦ μὴ ὄντος λέγουσι ν: τὸ γὰρδυνάμει ὂν καὶ μὴ ἐντελεχείᾳ τὸ ἀόριστόν ἐστιν. ἀλλὰ μὴν λεκτέον γ᾽ αὐτοῖςκατὰ παντὸς παντὸς τ ὴν κατάφασιν ἢ τὴν ἀπόφασιν: ἄτοπον γὰρ εἰ ἑκάστῳἡ μὲν αὐτοῦ ἀπόφασις ὑπάρξει, ἡ δ᾽ ἑτέρου ὃ μὴ ὑπάρ χει αὐτῷ οὐχ ὑπάρξει: λέγωδ᾽ οἷον εἰ ὀληθὲς εἰπεῖν τὸν ἄνθρωπον ὅτι οὐκ ἄνθρωπος, δῆλον ὅτι καὶ ἢ τριήρ ηςἢ οὐ τριήρης. εἰ μὲν οὖν ἡ κατάφασις, ἀνάγκη καὶ τὴν ἀπόφασιν: εἰ δὲ μὴὑπάρχει ἡ κατάφασις, ἥ γε ἀπό φασις ὑπάρξει μᾶλλον ἢ ἡ αὐτοῦ.“

18 Vgl. Maier, Die Syllogistik des Aristoteles, S. 18.

19 Vgl. ebd., S. 19.

20 Vgl. Maier, Die Syllogistik des Aristoteles, S. 20.

21 Vgl. Dümmler, F., Akademika. Beiträge zur Literaturgeschichte der sokratischen Schule, Giessen 1889, S. 166 ff.

22 Vgl. Zeller, Socrates and the socratic schools, S. 275 ff.

23 Vgl. Maier, Die Syllogistik des Aristoteles, S. 22.

Details

Seiten
21
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656907206
ISBN (Buch)
9783656907213
Dateigröße
594 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v293266
Institution / Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen – Historisches Institut
Note
2,3
Schlagworte
Aristoteles Syllogistik Logik Griechisches Wissen Antikes Wissen Wissenskultur

Autor

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