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Die tägliche Praxis in der Totalprothetik. Die Handhabung für den Zahnarzt

Wissenschaftlicher Aufsatz 2015 5 Seiten

Medizin - Zahnmedizin

Leseprobe

Die tägliche Praxis in der Totalprothetik - Teil 2

T. Hahn1

Patienten, Material und Methode

Abstract

Die Versorgung von Patienten mit totalen Prothesen ist kein neuartiges Konzept. Im Ersten Teil dieser Dokumentation wurde ausführlich die Herstellung einer Totalen Prothese im Doublierverfahren beschrieben. Der Schwerpunkt lag auf der Dokumentation von Indikation und Kontraindikationen sowie der Vor- und Nachteile dieser Behandlungsmodalität. Darüber hinaus soll nun die einfache Handhabung für den Zahnarzt anhand einer Studie dargestellt werden. Hierbei wird die Herstellung der Totalen Prothese im Doublierverfahren der Totalen Prothese im konventionellen Herstellungsverfahren vergleichend gegenübergestellt.

Keywords

Totale Prothese, Doublierverfahren, zahnlose Kiefer,

Introduction

Die Befragungen der Zahnärzte erfolgten im Zeitraum von 2009 bis 2014. In 21 Patientenfällen wurde von den behandelnden Zahnärzten ein Fragebogen mit jeweils sechs Fragen beantwortet. Die sechs Fragen sollen zum einen Aufschluss über die Handhabung für den Zahnarzt während des Herstellungsprozesses geben, sowie über die Patientenzufriedenheit am Ende der Behandlung. In allen 21 Fällen wurde eine Totale Versorgung mittels Doublierverfahren hergestellt. Die Fragen sollten im Vergleich zur konventionellen Verfahrensweise bei Totalen Prothesen beantwortet werden.

Duplikatprothesen vs. konventionelle Totalprothesen Fragenkatalog an den behandelnden Zahnarzt

Zahnarzt: Patient:

Art der Versorgung: ( ) konventionell ( ) Duplikatprothese

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten.

Diagramm 1: Verteilung der Altersgruppen.

Verteilung der Altersgruppen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten.

Im vorliegenden Diagramm 1 wird die Verteilung der Altersgruppen der aktuellen Umfrage dargestellt. Die Befragung befasste sich mit dem Vergleich von konventionellem totalen Zahnersatz und Zahnersatz, der im Doublierverfahren hergestellt wurde. An dieser Studie nahmen insgesamt 21 Probanden teil.

Das Kreisdiagramm besteht aus drei unterschiedlichen großen Teilen. Die drei Altersgruppen unterteilten sich wie folgt: 1. unter 55 Jahren 2. zwischen 55 und 65 Jahren und 3. über 65 Jahren. Die größte Gruppe bildet der grüne Teil des Kreises. Es handelt sich hierbei um die Gruppe der über 65 Jährigen. Zu dieser Gruppe gehörten 12 Teilnehmer. Die nächst größere < 55 Jahre 55 - 65 Jahre > 65 Jahre Geschlechterverteilung männlich weiblich Ergebnis der Befragungen Gruppe besteht aus 7 Probanden. Dieser rote Teil des Kreisdiagramms gibt die Anzahl der 55-65 Jährigen an. Der kleinste und blaue Teil der oben abgebildeten Grafik stellt die Gruppe der unter 55 Jährigen dar. Ihr gehören lediglich 2 Probanden an.

Diagramm 2: Geschlechterverteilung der Probanden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten.

Das Diagramm 2 ist ebenfalls ein Kreisdiagramm. Das Kreisdiagramm besteht aus zwei Teilen. Der rote Teil gibt die Anzahl der weiblichen Teilnehmer wieder. An der hier beschrieben Umfrage haben von insgesamt 21 Probanden 12 Frauen teilgenommen. Der blaue Teil des Kreisdiagramms stellt die Anzahl der männlichen Teilnehmer dar. Dieser Teil des Kreises ist etwas kleiner. Insgesamt haben 9 männliche Probanden an dieser Studie teilgenommen.

Im Rahmen der Studie wurden die teilnehmenden Zahnärzte gebeten sechs Fragen zu beantworten. Es wurden 21 Zahnärzte befragt. Somit entsprechen 21 Zahnärzte 100% im Diagramm. Bei der Befragung wurden die konventionelle Herstellung einer Totalprothese und die Herstellung im Doublierverfahren vergleichend gegenüber gestellt. Die Auswertung ergab, dass sich in 91% der Fälle die Vertikale im Doublierverfahren leichter finden ließ als beim konventionellen Vorgehen. Die Anzahl der Einproben fiel bei den Prothesen im Doublierverfahren geringer aus, als im konventionellen Verfahren. In etwa 81% der Anfertigungen wurden nur eine und in 14% 2 Einproben benötigt. Die durchschnittliche Behandlungsdauer der Sitzungen im Doublierverfahren gestaltet sich in etwa genauso oft kürzer wie auch genauso lang als im herkömmlichen Verfahren. In jedem Fall ist die Patientenzufriedenheit gleichbleibend, in 67% der Fälle sogar höher, wenn die Prothese im Doublierverfahren hergestellt wird. Die Abdrucknahme gestaltet sich für den Behandler wesentlich einfacher im Doublierverhahren als im konventionellen Verfahren. Ein Grund für die erhöhte Patientenzufriedenheit dürfte der bessere Prothesensitz sein. In 62% der Fälle gaben die Behandler an, dass der Pothesensitz besser sei, als bei konventionell hergestellten Prothesen.

1. Finden der Vertikalen

Finden der Vertikalen einfacher kein Unterschied

1x Einprobe 2x Einprobe

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten.

( ) einfacher ( ) kein Unterschied ( ) schwieriger

Viele Patienten sind nicht in der Lage bewusst ihre Zähne in eine normale Interkuspidationsstellung zu bringen, weil normalerweise alle physiologischen Vorgänge beim Kauen und Sprechen unbewusst ablaufen. Durch die doublierte Prothese, die der Patient durch lange Jahre inkoorperiert hat, nähert er sich zwangslos in eine frühere habituell adaptierte Interkuspidation an, die mittels eines einfachen Quetschbisses verschlüsselt wird. Die einzelnen vertikalen Abstandbestimmungen wie die metrische, phonetische, physiognomische und muskelphysiologische erspart man sich. Hieraus resultiert ein wesentlich geringerer Zeitaufwand. Zweifelslos werden mittels extraoraler und intraoraler Registriermethoden sehr gute klinische Ergebnisse erzielt.

schwieriger Trotzdem hat für die tägliche Praxis die doublierte Prothese ihre volle Berechtigung, wenn sie denn sorgfältig durchgeführt wird.

2. Anzahl der Einproben

Anzahl der Einproben

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten.

( ) eine ( ) zwei ( ) drei

Durch die exakte vertikale Bestimmung mit der doublierten Prothese ist bei der Einprobe selten ein falsches Bissregistrat vorhanden. Durch die doublierte Prothese haben wir alle wichtigen Hinweise für die Länge und Stellung der Front- und Seitenzähne. Die einzelnen Funktionen wie mastikatorische, phonetische und physiognomische Funktionen, die die vorhandene Prothese hat, werden durch die doublierte Prothese auf die Aufstellung übertragen. Die einzelnen abradierten Seitenzähne der alten Prothesen werden in der Aufstellung durch neue morphologisch gut gestalte Zähne ausgeglichen. Durch die vorhandene doublierte Prothese ist es dem

3x Einprobe Zahntechniker möglich eine annähernd 98%ige Kopie der alten

Prothese herzustellen. Die bei der Einprobe möglichen

Kontrollen wie Bisshöhe, habituelle Interkuspidation, Physiognomie, Zahnstellung , Farbe, Form und Größe der Zähne sowie Statik der Seitenzähne und Anordnung der Zähne zu den Weichteilen erreichen wir leichter durch die Arbeitsweise.

3. Behandlungsdauer der Sitzungen

Behandlungsdauer der Sitzungen kürzer weder noch länger

( ) kürzer ( ) weder noch ( ) länger

Durch die exakte Herstellung einer Kopie der alten Prothese werden die Fehler in Relationen wie der Aufstellung minimiert. Es kommt selten zu vermehrten Einproben oder langwierigen Korrekturen in der Behandlung. Die phonetischen und physiognomischen Funktionen werden schneller erreicht.

Die durchschnittliche Behandlungsdauer der Sitzungen im Doublierverfahren gestaltet sich in etwa genauso oft kürzer wie auch genauso lang als im herkömmlichen Verfahren.

[...]


1 Ztm, Ph. D.

Details

Seiten
5
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783656913429
Dateigröße
491 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v293186
Note
Schlagworte
praxis totalprothetik handhabung zahnarzt

Autor

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