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Not- und Katastrophenpsychologie. Ist es möglich eine eindeutige Richtlinie für traumatische Ereignisse und psychosoziale Interventionen zu erstellen?

Wissenschaftlicher Aufsatz 2014 35 Seiten

Psychologie - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problembetrachtung

2. Belastende Erlebnisse und ihre Verarbeitungsformen
2.1 Risikogruppen

3. Der Kölner Risikoindex-Desaster

4. Adaption des KRI an Großschadenslagen - der Kölner Risikoindex-Disaster

5. Screening

6. Maßnahmen der Zielgruppenorientierten Intervention im Rahmen der Psychosozialen Notfallversorgung von Großschadenslagen und Katastrophen

7. Risikounabhängige Maßnahmen der ZGI
7.1. Psychosoziale Akuthilfe (Phase A und Übergang zu Phase B)
7.2. Psychosoziale Unterstützungsmaßnahmen in der Einwirkzeit (Phase B und C)

8. Psychoinformation

9. Psychoedukation
9.1. Psychoedukation und Trauma: Die wissenschaftliche Perspektive
9.2. Psychoedukation und Trauma: Die europäische Perspektive

10. Das Konzept der traumabasierten Psychoedukation
10.1. Kernelemente einer traumabasierten Psychoedukation in der Psychosozialen Nachsorge für Betroffene von Katastrophen

11. Durchführung und Instruktionen zur Psychoedukation für Betroffene von Katastrophen
11.1. Durchführung und Instruktionen zur Psychoedukation für Betroffene von Katastrophe
11.2. Durchführung

12. EUTOPA-IP Rehabilitation von psychischen Beeinträchtigungen nach Großschadenslagen
12.1. ICF und Q-FIS-SR

13. Offizielle Diskussion der EUTOPA / EUTOPA IP und deren Zusammenfassungen

14. Schlussfolgerungen

15. Fazit

16. Anhang

17. Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1) Einleitung

Die Nachfrage nach frühzeitiger psychosozialer Betreuung und Nachsorge steigt durch Großschadensereignisse wie Rammstein, Eschede oder aber der Loveparade in Duisburg. Katastrophen in Deutschland und in den Niederlanden, wie zum Beispiel der Flugzeugabsturz im Amsterdamer Stadtteil Bijlmermeer oder aber die Katastrophe in Rammstein haben gezeigt, dass die psychosozialen Auswirkungen und die gesundheitlichen Folgen einer Katastrophe längerfristig sind als anfänglich gedacht. Einsatzkräfte, Betroffene und Angehörige haben meist jahrelang an den Folgen zu arbeiten. Psychosoziale Hilfe ist deshalb von essenzieller Bedeutung, muss aber gemäß den aktuellsten, nachweisbar wirksamen Methoden angeboten werden. Die Angebote reichen hier von Einsatznachsorge Teams für die Einsatzkräfte über psychosoziale Betreuung durch Psychologen für Individuen. Inzwischen haben sich in allen Ländern diverse Formen von Krieseninterventionsteams, Notfallseelsorgedienste und ähnliche Angebotsstruckturen herausgebildet und bewährt. Es besteht trotz dieser positiven Entwicklung weiterhin Handlungsbedarf wie z.B. in der Qualitätssicherung und Schulungen des Zivil- und Katastrophenschutzes. Ziel ist es, im Interesse der Betroffenen von Unglücksfällen und Katastrophen die psychosoziale Notfallversorgung zu einem Leistungsfähigen Bestandteil der polizeilichen und nicht polizeilichen Gefahrenabwehr zu entwickeln.Aus professionellen Kreisen wurde der Ruf nach deutlichen und eindeutigen Richtlinien laut. Als Antwort hierauf wurde die vorliegende evidenzbasierte, multidisziplinäre Richtlinie für frühzeitige psychosoziale Intervention entwickelt. Diese Richtlinie dient als Hilfsmittel, um gemäß den aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen und (systematischen) Erfahrungen in der Praxis eine Antwort auf die Frage bieten zu können, was in den ersten sechs Wochen nach einer Katastrophe, einem terroristischen Anschlag oder einem anderen erschütternden Ereignis unternommen und was unterlassen werden muss.

Die Fragestellung, womit sich diese Arbeit befasst lautet:

Ist es möglich eine eindeutige Richtlinie für traumatische Ereignisse und deren psychosozialen Interventionen zu erstellen?

1.1 Problembetrachtung

Die European Guideline for Targetgroup Oriented Psychosocial Aftercare in Case of Disaster (EUTOPA) ist ein von der Europäischen Union entwickeltes Projekt. Das Projekt EUTOPA verfolgt die Entwicklung von Verfahrens-vorschlägen für eine Standardisierung der europäischen Konzepte zur psychosozialen Nachsorge, auf der Grundlage des European Policy Papers zur psychosozialen Nachsorge bei Großschadenslagen. Mit diesem Projekt sollen zentrale Fragestellungen genannt werden und es wurden durch das Target Group Intervention Programm (TGIP) Folgenden Manuals erstellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Im Heft 1 der EUTOPA TGIP wird darauf hingewiesen das es sich bei den Heften eins bis vier um Handlungsempfehlungen handelt und auf dem Verlaufsmodell der Psychotraumatisierung basiert. Im Unterschied zu den Multidisciplinary Guiedlines (IMPACT, NATO & OTAN, NICE, TENTS) handelt es sich bei dem TGIP um ein Krieseninterventionskonzept, das auf praktische Handlungsanweisungen beruht. (EUTOPA, TGIP Heft 1, Seite 10).

Die Folgenden Kapitel sollen die Inhalte der EUTOPA Hefte eins bis vier näher bringen und genannte Fragestellungen bearbeiten.

2. Belastende Erlebnisse und ihre Verarbeitungsformen

Das vom Target Group Interventions Programm erstellte Manual Heft 1 zur Anwendung des Kölner Risikoindex Disaster im Rahmen von Groß- schadenslagen, wird die psychosoziale Nachsorge für Betroffene von Großschadenslagen auf Grundlage des Verlaufsmodells darstellen. (siehe Abbildung 1)

Belastende Situationen können von objektiven und subjektiven Situationen ausgehen. Objektive Situationen können zum Beispiel Großbrände und Flut- katastrophen sein. Subjektive können sehr unterschiedlich sein. Subjektive traumatische Aspekte sind zum Beispiel Hilflosigkeit und Bedrohungen für Leib und Leben.

Im Verlaufsmodell wird eine traumatische Situation für eine Person dargestellt. Es folgt eine traumatische Reaktion, die am Ende zu einer Auswirkung führen kann. Wenn eine Person eine Traumatische Situation erleidet, setzen dissoziative Abwehrprozesse ein.

Unter Dissoziation versteht man die Auflösung der Integration von Wahrnehmung, Erinnerung, Gefühlen und Handlungen.

(EUTOPA TGIP Heft 1 Seite 12)

Der beschriebene Ablauf kann bei betroffenen Personen zu einer Belastungsstörung führen. Die Posttraumatische Belastungsstörung ist eine mögliche Folgereaktion einer oder mehrerer traumatischer Ereignisse die an der eigenen Person, aber auch an fremden Personen erlebt werden können. In vielen Fällen kommt es zum Gefühl von Hilflosigkeit und durch das traumatische Erleben zu einer Erschütterung des Selbst- und Welt-verständnisses.

(Quelle: S3-Leitlinie Postraumatische Belastungsstörung ICD 10: F 43.1)

Um die Gefahr für Personen feststellen zu können, die an einer Posttraumatischen Belastungsstörung erkranken könnten, werden die Personen in verschieden Risikogruppen unterschieden.

2.1 Risikogruppen

Es wird in verschiedene Risikogruppen unterschieden. Die Untergliederung beachtet die Sozialen und Persönlichen Faktoren der Lebensumstände der traumatisierten Personen.

Es wird in Selbsterholer, in die Gruppe der Wechsler und die Risikogruppe unterschieden. (Fischer et al., 1999, Bering, 2005; Bering et al., 2007; Schiedlich et al. 2008)

Die Selbsterholer können mit dem natürlichen Verlauf der Selbstheilungs-prozesse und mit eigenen Ressourcen und Potential ohne Beeinträchtigungen das erlebte verarbeiten.

Die Gruppe der Wechsler (Wechslergruppe) verarbeiten wie die Selbsterholer das erlebte Traumatische. Diese Gruppe kann durch weitere Störfaktoren, die zum traumatischen Ereignis hinzu kommen, zur Risikogruppe werden. Stör-faktoren sind zum Beispiel negative Ereignisse wie negative Konsequenzen durch den Arbeitgeber, familiäre Belastungen usw.

Die Risikogruppe ist die Gruppe, die ein hohes Risiko darstellt eine chronifizierte posttraumatische Belastungsstörung zu entwickeln wie z.B. Alkoholabhängigkeit, Depressionen oder Angststörungen.

Alle Maßnahmen der Zielgruppenorientierten Unterstützung zielen darauf ab, den Selbstheilungsprozess zu unterstützen. (EUTOPA TGIP Heft 1 Seite 13)

3. Der Kölner Risikoindex-Desaster

Der Kölner Risikoindex-Desaster erlaubt die Zuordnung von Überlebenden einer Großschadenslage nach belastenden Ereignissen zu einer der drei oben genannten Gruppen: Selbsterholer, Wechsler und Risikopersonen und bildet damit die Grundlage für die Zielgruppenzuordnung. (EUTOPA TGIP, Heft 1, Seite 9) Mit dem Kölner Risikoindex soll man eine Risikoeinschätzung über den traumatischen Prozessverlauf erhalten. Er wurde in erster Linie Entwickelt um eine Einschätzung bei Gewaltopfern zu erhalten.

Es wurden mittlerweile eine Vielzahl von Köllner Risiko Index (KRI) entwickelt. Die Bundeswehr hat einen Köllner Risiko Index Bundeswehr KRI-BW für humanitäre und militärische Einsätze. Es wurde ein RKI adaptiert für die Zugkatastrophe von Eschede, um nur ein paar zu nennen.

Bei den verschiedenen Varianten gibt es Schnittmengen, die sich in der Gewichtung der dispositionellen Faktoren, der Vertraumatisierung, der Situationsfaktoren in der Einwirkphase wiederspiegeln. (EUTOPA TGIP Heft 1 Seite 16)

Die Faktoren wurden mit Punkten (Sternen) belegt und sollen die schwere der Gewichtung darstellen. Diese Vergabe der Sterne soll als Orientierung gelten ob es sich um eine geringe Gewichtung (ein Stern), eine mittlere (zwei Sterne) oder um eine schwere Gewichtung (drei Sterne) handelt. (Siehe Abbildung 2)

4. Adaption des KRI an Großschadenslagen - der Kölner Risikoindex- Disaster

Im KRI-D werden die in Tabelle 2 genannten Faktoren verwendet, die sich durch die anderen KRI bestätigt haben. Es werden aber noch andere Faktoren berücksichtigt, die betroffene oder Überlebende von Großschadenslagen spezifisch aufweisen. Die Forschung der psychischen Folgen von Naturkatastrophen, geht zurück bis in die 70er Jahre. Der größte Anteil an Studien psychotraumatischer Folgen bei Terroranschlägen beruht auf den Ereignissen des 11. September. Die unterschiedlichen Ergebnisse wurden in den KRI für Großschadenslagen mit aufgenommen. Nach den Ergebnissen der Studien ist davon auszugehen, dass bei den Opfern von Katastrophen an objektiven Situationsfaktoren das Ausmaß erlittener und bezeugter Verletzungen ein prognostisch relevanter Faktor für die Entwicklung einer psychischen Störung ist. [...] Betraten wir die Risiko- und Schutzfaktoren in der Übergangsphase, so müssen wir rekapitulieren, dass im Fall einer Katastrophe sowohl von einer individuellen als auch von einer kollektiven Traumatisierung ausgegangen werden muss. In Zukunft ist zu untersuchen, ob sich die kollektive Traumatisierung als Risikofaktor oder als Schutzfaktor auswirkt. (EUTOPA TGIP Heft 1 Seite 21)

5. Screening

Der Vorschlag der EUTOPA TGIP ist, das man zwischen einem Belastungsscreening und einem prognostischen Screening unterschieden werden soll.

Ein erstes Screening sollte erst nach 72 Stunden nach einem Traumatischen Ereignis erfolgen. Durch die unterschiedlichen Situationstypologien ist ein flexibler Umgang mit dem Screening jedoch erforderlich. Die Empfehlung geht dennoch dahin in der Diagnostik eine orientierende Symptomerhebung mit der Posttraumatischen Stress Skala 10 (PTSS-10) zu ergänzen, denn in der Validierungsstudie hat der PTSS-10 (Behring et al., 2003) die beste Korrelation mit dem Summenwert des KRI gezeigt. Im Anschluss an den PTSS-10, (Siehe Anhang 3) wird der Posttraumatische Dissoziations-Erfahrung, (PDEQ, Siehe Anhang 4) durchgeführt. Er dient zur Erfassung der peritraumatischen Dissoziation.

Die PTTS-10 ist ein aus lediglich zehn Fragen bestehender Fragebogen, der 1989 von Raphael et. al. Veröffentlicht wurde und nach allgemeineren Traumasymptomen wie Schlafstörungen, Albträumen, Stimmungs-schwankungen, traumabezogenen Ängsten und Schreckhaftigkeit fragt. Diese nicht rein PTSD- Spezifischen Symptome lassen sich recht gut mit der Diagnose einer PTSD in Zusammenhang bringen. Die Validität und Spezifität sind für einen unspezifischen Test erstaunlich gut. Die PTSS-10 ist in ihrer Anwendung bei einer Durchführungszeit von ca. drei Minuten sehr ökonomisch und hinsichtlich interner Konsistenten und konvergenter und divergenter Validität auch in der deutschen Übersetzung (Maercker 1998; unveröffentlicht) positiv evaluiert. (Schade et al. 1998; Maercker 2003b)

6. Maßnahmen der Zielgruppenorientierten Intervention im Rahmen der Psychosozialen Notfallversorgung von Großschadenslagen und Katastrophen

Eine Katastrophe kennzeichnet sich durch drei Hauptmerkmale.

- einen plötzlichen Beginn
- kollektives Erleben und Betroffenheit sowie
- ein kollektiv hohes Ausmaß an Bedrohung und Zerstörung, was

Katastrophen per Definition von andauernden Extrembelastungen, z.B. kriegerischen Auseinandersetzungen, abgrenzt. (vgl. Pieper, 2005)

Das Konzept der abgestuften psychosozialen Versorgungsmaßnahme nennen wir Zielgruppenorientierte Intervention (ZGI)(Bering et al., 2000a; Bering et al. 2001b; Bering et al., 2003; Scheidlich et al., 2003; bering, 2011).

Unterschieden werden dabei Maßnahmen, die unabhängig vom jeweiligen Risikoprofil der Betroffenen angeboten werden und solche, die an dem jeweiligen Risikoprofil ausgerichtet sind.

Der KRI soll dazu dienen frühzeitig eine Unterscheidung und Erkennung der Risikopersonen zu gewährleisten. Es handelt sich bei den Menschen, die extrem belastende Erfahrungen haben nicht um pathologische Prozesse sondern viele Menschen leiden an vorübergehenden normalen Stressreaktionen. Sie benötigen vorrangig Unterstützung in der Widerherstellung der Ressourcen und der Rückkehr zur Normalität.

Die Grundlage der Interventionsplanung zur individuellen psychosozialen Nachsorge ist

1. die Orientierung am Zeitkriterium, am Verlaufsmodell psychischer Traumatisierung und
2. die Orientierung am Risikoprofil der Betroffenen, die Risikobestimmung mit dem KRI. (vgl. Bering et al., 2012, Band I; Bering 2011)

Der Verlauf einer psychischen Krankheit und eine Belastungsstörung kann immer erst im Verlauf festgestellt werden. Es stellt sich die Frage zu welchem Zeitpunkt es einen Erfolg verspricht Maßnahmen zu ergreifen. In Abbildung 5 werden durch einen Zeitstrahl die Unterschiedlichen Phasen dargestellt und Untergliedern sich in die Akutphase (A), die Übergangsphase (B) und die Einwirkphase (C) zudem findet eine Unterteilung in die Zielgruppenorientierte Intervention statt. (Siehe Abbildung 5)

Maßnahmen in der akuten Notfallsituation, in der Einwirkphase und im traumatischen Prozess folgen dem Motto: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. (EUTOPA TGRIP Heft II Seite 15)

7. Risikounabhängige Maßnahmen der ZGI

In der Phase A, des Ablaufplanes der Zielgruppenorientierten Intervention findet nur eine psychosoziale Akuthilfe der Betroffenen statt. Eine Stabilisierung der Bedürfnisse und eine psychische Erste Hilfe. In der Phase B, wenn die Schockphase abgeklungen ist findet eine weiterführende psychoformativ wissensvermittelnde Maßnahme statt. Zu dieser Phase B gehört auch der KRI. Hier finden Kurzberatungen und Ergebnisspeicherungen statt um die Phase abzuschließen.

Die Phase C beinhaltet das Monitoring, die weiterführende Diagnostik, die traumazentrierte Fachberatung, die Angehörigenberatung und die Trauma- Akuttherapie.

7.1 Psychosoziale Akuthilfe (Phase A und Übergang zu Phase B)

In der Phase A werden die Grundbedürfnisse wie Durst, Hunger, Wärme und Hygiene der betroffenen Gewährleistet. Sie sollen eine Distanzierung zum Ort des Geschehens und Informationen über das Geschehen erhalten. Sie sollen Kontaktmöglichkeiten zu Angehörigen und nahe stehenden Menschen bekommen sowie die Möglichkeit erhalten sich von verstorbenen zu Verabschieden.

[...]

Details

Seiten
35
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656904045
ISBN (Buch)
9783656904052
Dateigröße
1.9 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v293151
Note
2
Schlagworte
psychologische Belastungen Posttraumatische Belastungsstörung PTBS psychische Belastungen für Einsatzkräfte Psychologische Einflussfaktoren ICD10 EUTOPA Risikoindex Belastende Ereignisse Risikogruppen Psychosoziale Notfallbetreuung
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Titel: Not- und Katastrophenpsychologie. Ist es möglich eine eindeutige Richtlinie für traumatische Ereignisse und psychosoziale Interventionen zu erstellen?