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Sozialverhalten von Kindern

Praktikumsbericht / -arbeit 2003 15 Seiten

Pädagogik - Pädagogische Psychologie

Leseprobe

1. Gliederung:

2. Das Praktikum
2.1. Tätigkeiten und deren Veränderungen während des Praktikums
2.2. Zusammensetzung und Veränderung der Gruppe im Laufe der Zeit

3. Definitionen
3.1. Verhalten
3.2. Sozialverhalten
3.3. Konflikt
3.4. Problem

4. Entwicklung des Sozialverhaltens
4.1. Unterteilung des Sozialverhaltens in zwei Aspekte

5. Beobachtungen/ Beschreibungen/ Auswertung
5.1. Beobachtungen/ Beschreibungen der Kinder
5.2. Auswertung/ Interpretation
5.3. Zusammenfassende Meinung zu Konflikten in dieser Gruppe

6. Literatur
6.1. Bücher
6.2. Lexika
6.3. Sonstige Literatur

2. Das Praktikum

2.1. Tätigkeiten und deren Veränderungen während des Praktikums

Meine Aufgabe in diesem Praktikum als Handball-Übungsleiterin einer Gruppe von Kindern zwischen ca. 3-6 (Veränderungen ergaben sich individuell) bestand darin, diese Kinder spielerisch an den Sport heranzuführen. Zu Beginn des Praktikums leitete ich die Gruppe mit einer erfahrenen Erzieherin gemeinsam, die auch maßgeblich das Geschehen bestimmte. Sie gab mir damit die Möglichkeit, in diese Gruppe hinein zu finden.

Das Problem bestand zu diesem Zeitpunkt darin, dass ihr Sohn dieser Gruppe im weitesten Sinne noch angehörte, aber eigentlich schon zu alt für diese Gruppe war und dadurch relativ viel störte. Es zeichnete sich also gleich zu Beginn des Praktikums ab, dass ich diese Gruppe in absehbarer Zeit alleine weiterführen müsste oder mit jemand anderen zusammenarbeiten müsste. Sie war zeitlich nicht in der Lage, eine Gruppe zu betreuen, die zu anderen Zeiten Training hatte als ihr Sohn.

Für mich stand von Beginn an aber fest, dass ich diese Gruppe nicht alleine weiterführen wollte, denn als ich in diese Gruppe mit eingestiegen bin, haben wir uns vorher genau überlegt, dass dringend eine zweite Kraft benötigt wird.

Es hatte sich nämlich im Laufe des Bestehens dieser Gruppe herausgestellt, dass die Kinder mehr von dieser Stunde hätten, wenn die Eltern nicht daneben sitzen würden (auch hier gab bzw. gibt es individuelle Unterschiede), so dass wir die Eltern darum baten, die Halle zu verlassen. Um dies aber durchführen zu können, musste man auf Dauer zwei Übungsleiter haben, da es vorkam, dass mal ein Kind getröstet werden musste, ein Kind sich gestoßen hatte oder dergleichen. Außerdem gab es auch Zeiten, wo die Gruppengröße meiner Meinung nach das Machbare für eine Person überschritt, da die Gruppengröße zwischen 3 und 20 schwankte.

Also suchte ich mir eine neue und wenn möglich auch qualifizierte Hilfe, die aber in den Entscheidungen usw. durchaus gleichberechtigt ist, denn ich denke, dass man bei solchen Dingen auch viel von einander lernen kann, wenn jeder seine Ideen einbringen kann.

Mit einer inzwischen 18jährigen Schülerin der Erzieherinnen-Fachschule, denke ich, diese Hilfe auch durchaus gefunden zu haben, da sie auch jede Menge Ideen, Vorschläge und für Ostern, Weihnachten usw. auch jede Menge Material aus ihrer theoretischen, aber auch praktischen Ausbildung mitbringt.

Unsere Aufgabe, die Kinder spielerisch an den Sport heranzuführen, bedeutet für uns aber nicht, dass sie nur an den Handballsport herangeführt werden, obwohl es uns natürlich am liebsten wäre, wenn es darauf hinausläuft, da die Handball-Abteilung ab und zu doch Nachwuchssorgen hat, vor allem was den weiblichen Bereich betrifft.

Im Großen und Ganzen kann man sagen wir nutzen alle uns vorhandenen oder teilweise auch nicht vorhandenen Materialien, die wir in der Halle finden. Die Kinder bekommen jede Woche Bälle zu Beginn des „Trainings“ herausgegeben, mit denen sie erst einmal spielen können, wie sie wollen. Ansonsten nutzen wir während dieser Zeit auch die Ringe, die Stangen, die Sprossenwände, die großen und kleinen Kästen, Matten, Bänke und natürlich die Tore. Wir nutzen sie zum Teil einzeln oder in Verbindung als eine Art Parcours.

Diese Parcours haben den Sinn, die Koordination, Bewegungsfähigkeit und z.T. auch die Kondition zu trainieren.

Außerdem spielen wir mit der Gruppe unheimlich viel, so wie „Hase und Jäger“(mit und ohne befreien), „Herr Fischer wie tief ist das Wasser“, Herr Fischer welche Fahne weht heute“, „wer hat Angst vorm schwarzen Mann“, „Feuer, Wasser, Erde“ und natürlich „Mohrrüben ziehen“. Ich denke, genauer muss ich auf diese Spiele nicht eingehen, da die meisten Spiele ja geläufige Spiele sind.

Einige Spiele haben den Sinn, den Gemeinschaftssinn zu fördern, während andere die Schnelligkeit und den Umgang mit dem Ball schulen sollen.

2.2. Zusammensetzung und Veränderung der Gruppe im Laufe der Zeit

Im Laufe der Praktikumszeit hat sich die Zusammensetzung der Gruppe merklich verändert. Zu Beginn waren unheimlich viele ältere Kinder da (hauptsächlich 6jährige), so dass der Einstieg für neue Kinder, zumindest wenn sie noch jünger waren, sehr schwer war da die Größeren kaum Rücksicht auf sie genommen haben.

Dann gab es einen deutlichen Umbruch, d.h. die meisten Kinder gingen in die nächste Mannschaft oder wechselten in eine andere Sportart, so dass wir mit dieser Gruppe eigentlich ganz von vorne angefangen haben. Da aber die schon vorhandenen Kinder bzw. noch gebliebenen Kinder kleinere Geschwister hatten, die auch noch ungefähr gleich alt waren, brachten sie diese mit und der „Neuaufbau“ verlief ohne größere Probleme.

Nun bestand die Gruppe im Kern allerdings aus drei bzw. vier Geschwisterpaaren und einigen einzelnen Kindern, was neue Probleme mit sich brachte (aber dazu später).

Vor kurzem hörten nun auch drei dieser vier Geschwisterpaare auf, da die größeren Kinder für die Gruppe zu alt geworden waren und deutlich störten und es ihnen wohl auch nicht mehr soviel Spaß machte zwischen den ganzen „Kleinen“. Da den Eltern der Aufwand für nur ein Kind zu groß war, damit zu viele Termine oder ähnliches waren, mussten auch die jüngeren Kinder aufhören.

Ich persönlich finde es sehr schade, dass den Kindern diese Möglichkeit der Entwicklung, nämlich etwas ohne ihre Geschwister zu machen genommen wird, kann es aber nicht beeinflussen, wenn die Eltern so entscheiden.

Durch diesen Weggang hat sich die Zusammensetzung der Gruppe noch einmal deutlich verändert, da jetzt nur noch zwei Geschwisterpaare ( eines dieser Geschwisterpaare bringt ab und zu auch noch die große Schwester mit)vorhanden sind und ansonsten eine bunt gemischte Gruppe von Kindern vorhanden ist, die auch eine Altersspanne von 3 bis 7 Jahren beinhaltet.

3. Definitionen:

3.1. Verhalten:

3 .1.1. Nach dem Seminar:

Verhalten ist alles das, was der andere sagt und tut, was mit den Sinnen wahrnehmbar ist.

3.1.2. Nach „DUDEN- Deutsches Universalwörterbuch“:

-verhalten bezeichnet in Bildungen mit Substantiven oder Verben (Verbstämmen) das Verhalten bei oder während etwas. –verhalten bezeichnet in Bildungen mit Substantiven das Verhalten von jemandem.

Das Verhalten ist die Art und Weise, wie sich ein Lebewesen verhält.

3.1.3. Zusammenfassende Definition für die Belegarbeit:

Für mich ergibt sich zusammenfassend aus den oben genannten Definitionen, dass Verhalten alles ist, was jemand tut und vor allem, wie er es tut.

Außerdem ist Verhalten der Umgang mit Gegenständen oder Personen.

3.2. Sozialverhalten:

3.2.1. Nach Peggy Schirdewahn:

Sozialverhalten sind die Verhaltensweisen zwischen Artgenossen (allgemein: Fortpflanzungs-, Sexual-, Brutpflege-, Nachwuchspflege-, Territorial-, Gruppenverhalten, Rangordnung). Es setzt sich zusammen aus Signalen, Handlungsbereitschaften, Verhaltensweisen des sozialen Kontaktes, soziale Distanz (Aggression).

3.2.2. Nach „DUDEN- Deutsches Universalwörterbuch“:

Sozialverhalten wird abgeleitet von dem lateinischen Wort socialis = gesellschaftlich; gesellig. Bei Sozialverhalten handelt es sich um das (geregelte) Zusammenleben der Menschen in Staat und Gesellschaft.

3.2.3. Nach „Knaurs Jugend-Lexikon“:

Sozialverhalten ist das Verhalten der Gesellschaft oder der Gruppe.

3.2.4. Zusammenfassende Definition für die Belegarbeit:

Das Wort Sozial ist ein Synonym für, die menschliche Gesellschaft, Gemeinschaft betreffend. Sozialverhalten meint somit jegliches Verhalten eines Menschen, das die Gemeinschaft betrifft, das heisst, jeglichen Umgang mit der Gemeinschaft, mit anderen Menschen.

3.3. Konflikt:

3.3.1. Nach „Linus Geisler: Arzt und Patient - Begegnung im Gespräch“:

Alle Definitionen von "Konflikt" beinhalten als gemeinsames essentielles Merkmal die Unvereinbarkeit von Handlungstendenzen, Motiven oder Verhaltensweisen. MACK und SNYDER nennen als Merkmal interpersonaler Konflikte einander ausschließende, unvereinbare oder entgegengesetzte Werte. Die Definition von RÜTTINGER umfasst die Bestimmung "scheinbar oder tatsächlich unvereinbarer Behandlungspläne". BIRKENBIHL bezeichnet als Konflikt "jede Spannung, die sich durch verborgene oder offene Gegensätzlichkeit kennzeichnen lässt". Das Definitionsmerkmal des Konflikts ist daher die Unvereinbarkeit zweier Verhaltenstendenzen (SEIBT). Damit ist der Konflikt aber seinem Wesen nach nicht lösbar. Die einzige Lösungsmöglichkeit besteht darin, den Konflikt in die Modellstruktur des Problems zu überführen, weil Probleme im Gegensatz zu Konflikten potentiell lösbar sind (SEIBT).

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Details

Seiten
15
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638307314
Dateigröße
442 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v29140
Institution / Hochschule
Universität Potsdam
Note
bestanden
Schlagworte
Sozialverhalten Kindern

Autor

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Titel: Sozialverhalten von Kindern