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Durch Achtsamkeit zum Erfolg. Eine buddhistische Lebenseinstellung als Karrierefaktor

Fachbuch 2015 101 Seiten

BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik

Leseprobe

Inhalt

Das Potenzial meditativer Ausbildung von Achtsamkeit für die Herausforderungen von transkulturellem Management
1. Einleitung
2. Herausforderung Transkulturalität, Management und transkulturelle Kompetenz
3. Stress und Gesunderhaltung in der Leistungsgesellschaft
4. Zur Ausbildung von Achtsamkeit mit meditativen Praktiken
5. Zum Potential von Achtsamkeit für die Bewältigung der Herausforderungen im transkulturellen Management
6. Fazit
7. Literatur und Quellenverzeichnis

Personal- und Managemententwicklung durch Achtsamkeitsmeditation als Element eines Innovationsmanagements
1. Einleitung
2. Mögliche Innovationsbarrieren in Unternehmen auf personeller und kultureller Ebene
3. Intervention im Bereich Personalentwicklung
4. Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Implementierung
5. Zusammenfassung
Literaturverzeichnis

Achtsamkeit im Coaching

Zusammenfassung

Einleitung
1. Achtsamkeit
2. Coaching
3. Transfer für die Coaching-Praxis
Einzelbände

Katharina Fülle

Das Potenzial meditativer Ausbildung von Achtsamkeit für die Herausforderungen von transkulturellem Management 2013

1. Einleitung

Unternehmen erwarten von Managern, dass sie über die Kompetenzen verfügen, in anderen Kulturen und neuen Umgebungen erfolgreich zu arbeiten und dabei gesund zu bleiben.[1] Diese Arbeit möchte daher im Folgenden das Potenzial der meditativen (Ein-)Übung von Achtsamkeit[2] für die Gesundheit und die Ausbildung bzw. die Entfaltung von Managementaufgaben und im Besonderen von transkulturellen Kompetenzen darstellen. Zunächst wird dafür der Begriff der Transkulturalität erläutert und Anforderungen an Manager in einem transkulturellen Umfeld, sowie transkulturelle Kompetenzen gemäß Mayer (Kapitel 2) und das Konzept der Salutogenese zur Gesunderhaltung in einer Leistungsgesellschaft (Kapitel 3) dargestellt. Anschließend folgt die Erläuterung des Begriffs der Achtsamkeit und Meditation (Kapitel 4) sowie die Darlegung der meditativen Ausbildung oder (Ein-)Übung von Achtsamkeit, welche durch 2 exemplarisch ausgewählte Praktiken, nämlich durch die buddhistische Vipassana-Meditation (Kapitel 4.1) und die therapeutische Methode der Sitzmeditation (Kapitel 4.2) verdeutlicht werden soll. Zuletzt werden die Erkenntnisse der drei vorhergehenden Kapitel zusammen geführt, um das Potenzial der meditativen Ausbildung von Achtsamkeit darzustellen (Kapitel 5). Zu Gunsten der Übersichtlichkeit ist dieses Kapitel in zwei Teile gegliedert, wobei sich das Kapitel 5.1 mit dem Potenzial der (Ein-)Übung von Achtsamkeit für die Gesundheit und das Kapitel 5.2 mit dem Potenzial für Managementaufgaben und im Besonderen für die Ausbildung bzw. Entfaltung transkultureller Kompetenz beschäftigt.

Die Relevanz des Themas ergibt sich aus den immer höheren Anforderungen am Arbeitsplatz, welche auf Manager als Führungs- und Leitungspersonal besonders stark wirken.[3] Im Bereich des Managements rückt die Technik der Meditation und Achtsamkeit dabei immer mehr in den Fokus. So gibt es zahlreiche Berichte zu Managern, welche mittels der meditativen Ausbildung von Achtsamkeit Stress und Hektik begegnen,[4] es werden verschiedene Achtsamkeits- und Meditationsseminare für Manager angeboten[5] und zuletzt soll Meditation sogar als Kurs an Fakultäten der Wirtschaftswissenschaften angeboten werden.[6] Jedoch gibt es kaum Studien zum Einfluss oder der Wirksamkeit meditativer Ausbildung von Achtsamkeit am Arbeitsplatz. Zu nennen sind derzeit lediglich der theoretische Überblickartikel von Sauer sowie die Studie von Walach, welche hier mehrfach als Quellen herangezogen werden. Ähnlich verhält es sich mit Veröffentlichungen zum transkulturellen Management und genauer zu Gesundheitsfragen oder spezifischen Herausforderungen in diesem Bereich, wobei die ausführliche Arbeit von Mayer als Ausnahme gelten kann und dieser Arbeit als Hautquelle dient.

2. Herausforderung Transkulturalität, Management und transkulturelle Kompetenz

Transkulturalität ist ein Konzept, das auf den Philosophen Wolfgang Welsch (*1946) zurück geht und einen Gegenentwurf zur Auffassung der Einzelkultur, der Interkulturalität sowie der Multikulturalität darstellt.[7] Welsch argumentiert, dass vorgenannte Kulturkonzepte im traditionellen Kulturverständnis Herders verankert sind und der Vorstellung von Kultur als Nationalkultur, die geschlossen und einheitlich ist, anhaften. Gemäß Welsch können heutige Kulturen jedoch nicht mehr über dieses traditionelle Kulturkonzept erfasst werden, welches besagt, dass sich Kulturen durch eine bestimmte Zugehörigkeit zu einem Volk oder einer Nation („ethnische Fundierung“) auszeichnen und eine Vereinheitlichungsfunktion erfüllen, die „das Leben der jeweiligen Gesellschaft im ganzen wie im einzelnen [prägt] und jede Handlung und jedes Objekt zu einem unverwechselbaren Bestandteil gerade dieser Kultur [macht]“ („soziale Homogenisierung“), sodass sich die jeweilige Kultur von anderen nach außen hin unterscheidet („interkulturelle Abgrenzung“).[8] Im Weiteren erläutert Welsch:

„Das Konzept der Transkulturalität entwirft ein anderes Bild vom Verhältnis der Kulturen. Nicht eines der Isolierung und des Konflikts, sondern eines der Verflechtung, Durchmischung und Gemeinsamkeit. Es befördert nicht Separierung, sondern Verstehen und Interaktion. Gewiß [!] enthält dieses Konzept Zumutungen gegenüber liebgewonnenen Gewohnheiten - wie die heutige Wirklichkeit überhaupt. Im Vergleich zu anderen Konzepten skizziert es aber den am ehesten gangbaren Weg.“[9]

Gemeint ist hier der am ehesten gangbare Weg mit der steigenden Komplexität und Dynamik von Kultur umzugehen, die sich mit der Globalisierung[10] nicht mehr über nationale Grenzen, Ethnie, Religion oder Tradition definiert.[11] Vielmehr stellt Kultur nach Schwartz folgendes dar:

„Culture consists of the derivatives of experience, more or less organized, learned or created by the individuals of a population, including those images or encodements and their interpretations (meanings) transmitted from past generations, from contemporaries, or formed by individuals themselves.”[12]

Gemäß Mayer ist diese Definition von Kultur im Hinblick auf eine transkulturelle Herangehensweise und genauer bezüglich des transkulturellen Managements besonders geeignet, da sie analog zum transkulturellen Ansatz von Welsch die Grenzen von Kultur nicht mehr an den oben stehenden drei Merkmalen festmacht, sondern Kultur als von Individuen, Gruppen, Nationen usw. konstruiert, geformt und organisiert darstellt,[13] was prozesshaft der oben genannten „Verflechtung, Durchmischung und Gemeinsamkeit“ gleichkommt. Die Konstruktion von Stetigkeit und Ordnung sowie das Realisieren von potentiellen Synergien aus gegebener kultureller Vielfalt und eine Verflechtung über Unterschiede hinweg stellen demnach im transkulturellen Management laut Mayer besondere Herausforderungen dar.[14] Management als „Komplex von Steuerungsaufgaben, die bei der Leistungserstellung und -sicherung in arbeitsteiligen Organisationen erbracht werden müssen“[15] benötige demnach zur wirkungsvollen Umsetzung der klassischen Managementaufgaben aus funktionaler Sicht, nämlich der Planung, Organisation, dem Personaleinsatz, der Führung sowie der Kontrolle,[16] auch transkulturelle Kompetenzen. Zu diesen gehören nach Mayer folgende:[17]

- „Transcultural communication competence” (Wissen um kulturspezifische Sprache, verbale und nonverbale Kommunikation)
- „Cultural Understanding“ (unterstütz den Aufbau von Vertrauen und steigert die Effektivität von Kommunikation)
- „Tolerance for ambiguity“ (bezeichnet „das Aushalten von Widersprüchlichkeiten, welche durch kulturell bedingte Unterschiede und mehrdeutige Informationen auftreten können, sowie das Aushalten von gegensätzlichen Erwartungshaltungen.“[18] Je höher die Ambiguitätstoleranz, desto mehr (oder eher) fühlen sich Individuen in ungewohnten Situationen wohl.)
- „Dissimilarity openness“ (wird erfordert, sodass kulturelle Differenzen geschätzt und nicht abgelehnt werden)
- „Emotion management skills“ (befähigt sich oder andere in Konfliktsituationen wieder auf das Problem zu fokussieren, eher mit Stress umzugehen und umfasst auch emotionale Intelligenz oder Empathie)
- „Information processing skills“ (geht davon aus, dass Personen mit einer höheren kognitiven Komplexität eher in der Lage sind ein Verständnis unterschiedlicher kultureller Systeme zu entwickeln, da sie soziales Verhalten in multidimensionaler Weise auslegen können)
- „Conflict management skills“ (hierzu gehören Qualitäten wie Sensibilität, Kommunikations- und Sprachfähigkeiten, sowie das Wissen um Methoden persönliche Beziehungen zu etablieren, wieder aufzubauen und auch zu beenden (siehe hierzu Mayer: S. 350))
- „Self management skills“ (unterstützt eine höhere Flexibilität des Verhaltens und der Reaktionen in schwierigen Situationen. Hierzu gehört auch die Eigenschaft der Selbstreflexion, die Fähigkeit Informationen zu teilen und die eigene Leistung zu verbessern)

Die Globalisierung macht im Management jedoch nicht nur die Ausbildung transkultureller Kompetenzen nötig, sondern hat auch Faktoren wie „increasing unemployment, changes in employment practices, ageing, downsizing“, als auch “demand for higher degree of participation and responsibility […], decentralization of production and services, outsourcing processes and employing virtual organisations” zur Folge, welche zu einem “mental overload” führen können.[19] Kommen dann noch transkulturelle Interaktionen, Konflikte, internationale Geschäftslagen, „pressures of speeded-up work, consumption and choice“,[20] oder der karrierebedingte Umzug in ein neues kulturelles Umfeld hinzu, sind gemäß Grey Stress und Überforderung kaum zu vermeiden.[21]

Auf den Einfluss der Leistungsgesellschaft bei der Entstehung von Stress und neuronaler Krankheiten, sowie auf Stress aus biologisch-psychologischer Sicht, auf den salutogenetischen Ansatz und genauer auf das Kohärenzgefühl als Faktor für die erfolgreiche Bewältigung von Stress wird nun im Folgenden eingegangen.

3. Stress und Gesunderhaltung in der Leistungsgesellschaft

Der deutsche Philosoph Han (*1959) stellt fest, dass es sich bei der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts nicht mehr um eine Disziplinargesellschaft wie noch von Foucault dargestellt handelt, welche vom Sollen und Nicht-Dürfen beherrscht und so auch produktiv war. Die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts ist vielmehr eine Leistungsgesellschaft, in welcher Arbeit nicht mehr als Leid empfunden werden soll[22] und welche sich immer mehr der Negativität des Zwangs entledige, wodurch schneller und effektiver gearbeitet werde. Vom negativen Sollen wird also zum positiven Können umgeschaltet, so bringt bspw. der „Kollektivplural der Affirmation Yes, we can […] den Positivitätscharakter der Leistungsgesellschaft zum Ausdruck“.[23] Wie Han jedoch auch erläutert, macht das Können das Sollen nicht rückgängig. Vielmehr stehen beide in einer Kontinuität, bei der das Können die Produktivität steigert, die durch das Sollen erreicht wurde. Beide Faktoren geraten aber in Konflikt, wenn der Mensch nicht mehr können kann. Daher wären die Leitkrankheiten der Leistungsgesellschaft nicht mehr viral oder bakteriell (da diese durch die Medizin sehr viel besser behandelt werden können), sondern vor allem neuronal bestimmt.[24] Stress kann bspw. durch akute Belastungen oder Kulturschock ausgelöst, ebensolche neuronalen Krankheitszustände wie Angststörungen, Depression,[25] Burn-out, Bluthochdruck und Herzinfarkt oder auch Kopfschmerzen[26] bewirken oder verschärfen.

Biologisch wird Stress nach Selye als Reaktion des ganzen Organismus (Körper und Geist) auf Belastung und Anstrengung, also auf bestimmte Reize, die Stress hervorrufen und die er Stressoren oder Stressauslöser nennt, definiert.[27] Lazarus beschreibt darüber hinaus psychologischen Stress als eine bestimmte Art von Beziehung zwischen dem Individuum und der Umwelt, die von der jeweiligen Person als Belastung oder Überschreitung der eigenen Ressourcen bewertet wird und so die Gesundheit[28] gefährdet. Dabei stellt er die kognitive Bewertung und das Coping als Einflussfaktoren auf die Entstehung und Bewältigung von Stress dar, indem er beschreibt, dass Stress entsteht, wenn man ein bestimmtes Ereignis als belastend bewertet und dass der Prozess, mit welchem man auf belastende Ereignisse und damit einhergehende Emotionen reagiert, ebenfalls Einfluss auf die Entstehung von Stress und auch auf die erfolgreiche Bewältigung von diesem hat.[29]

Antonovsky, der Begründer des Konzeptes der Salutogenese,[30] geht in Anlehnung an Lazarus davon aus, dass die individuelle Gesundheit primär durch die Grundhaltung des Menschen gegenüber der Welt und des eigenen Lebens bestimmt wird.[31] So ist es möglich, dass Menschen mit ähnlichen externen Konditionen und physiologischen sowie psychischen Voraussetzungen unterschiedliche individuelle Gesundheitszustände haben können.[32] Diese Grundhaltung wird im salutogenetischen Ansatz mit dem Kohärenzgefühl oder sense of coherence (SOC) operationalisiert. Die „Hauptthese des salutogenetischen Modells ist, daß [!] ein starkes SOC entscheidend für erfolgreiches Coping mit den allgegenwärtigen Stressoren des Lebens und damit für den Erhalt der Gesundheit ist“.[33] Das Kohärenzgefühl beschreibt demnach die Lebenseinstellung, welche in der individuellen Geschichte, den Erfahrungen und dem gegenwärtigen Erleben verwurzelt ist, wobei es nach Antonovsky vor allem ein Konzept der mentalen Gesundheit darstellt.[34] SOC umfasst drei Komponenten:

„1. Das Gefühl der Verstehbarkeit (Sense of comprehensibility) drückt ein kognitives Verarbeitungsmuster aus, welches die Fähigkeit beschreibt, die Welt als strukturiert und geordnet wahrzunehmen.
2. Das Gefühl der Bewältigbarkeit (Sense of manageability) beschreibt die Überzeugung, dass schwierige Situationen lösbar sind. Es geht hierbei um den Glauben, die Mittel zu besitzen, Anforderungen bewältigen zu können. Dies wirkt einem Gefühl der Hilflosigkeit entgegen.
3. Das Gefühl der Sinnhaftigkeit bzw. der Bedeutsamkeit (Sense of meaningfulness) wurde von Antonovsky als wichtigste Komponente angesehen. Dem Leben wird mit positiven Erwartungen entgegengetreten und es wird als emotional sinnvoll angesehen. Die Anforderungen werden wahrgenommen, dass sie es wert sind, sich mit ihnen zu beschäftigen.“[35]

Erfahrungen, die unvorhersehbar, unsicher und unkontrollierbar sind, führen demnach zu einem schwachen SOC und werden mit abnehmender Gesundheit in Verbindung gebracht.[36] Das Kohärenzgefühl wird dabei maßgeblich im Kindesalter, laut Antonovsky in der ersten Dekade des Lebens, aufgebaut und bleibt danach weitestgehend stabil.[37] Da die Veränderungen der Lebenssituation, welche die Erfahrung von Menschen jedes Alters gestalten, oftmals nicht möglich ist, kann eine langfristige Modifikation des SOC im Jugend- oder Erwachsenenalter gemäß Antonovsky daher nur durch die Neuinterpretation von Erfahrungen und durch Maßnahmen oder Methoden erreicht werden, die „eine langanhaltende, konsistente Veränderung in den realen Lebenserfahrungen, die Menschen machen, erleichtert“.[38]

Die Ausbildung von Achtsamkeit mit meditativen Praktiken kann als eine solche Veränderung der Grundhaltung und eine Methode zur Neuinterpretation von Erfahrungen gelten, wie im sich anschließenden Kapitel offenbar (Kapitel 4), sowie anhand zweier exemplarisch ausgesuchter Praktiken (Kapitel 4.1 und 4.2) vertiefend dargestellt wird.

4. Zur Ausbildung von Achtsamkeit mit meditativen Praktiken

Achtsamkeit ist nach Kuhn und Weiser „eine besondere Form der Aufmerksamkeit“, und gleichzeitig universeller Natur, denn ihre Kultivierung ist Grundgedanke vieler Traditionen,[39] welche sich der Meditation oder kontemplativer Praktiken bedienen.[40] Meditationspraktiken zur Ausbildung von Achtsamkeit finden sich z.B. in den Weltreligionen,[41] können aber auch unabhängig von religiösen Überzeugungen oder Bekenntnissen angewendet werden (s. Kapitel 4.2).

Meditation wird im Duden mit den Bedeutungen „[sinnende] Betrachtung“ und „mystische, kontemplative Versenkung“ angegeben.[42] In der buddhistischen Tradition bedeutet Meditation darüber hinaus Geistesentfaltung (Pali: bhāvanā: Meditation, Geistesentfaltung, entfalten, herbeiführen, bewirken),[43] deren Zweck das Erlangen von Erkenntnis und die Befreiung von den Ursachen des Leidens, sowie vom Leid selbst ist.[44] Mit den Worten des Physikers und Philosophen Carl Friedrich von Weizsäcker wird darüber hinaus deutlich wie Meditation wirkt:

„Es ist ein Stillwerden des bewußten [!] Getriebes und es meldet sich, es zeigt sich etwas, was auch vorher immer da war. Überhaupt, man wird durch die Meditation kein anderer, sondern man wird der, der man immer gewesen ist. Aber dies zeigt sich so, daß [!] das, was wir normalerweise das Bewußtsein [!] nennen, anfängt, etwas davon zu spüren und dadurch dann auch verändert wird.“[45]

Hier zeigt sich, dass die Meditation sowohl einen Zustand („Stillwerden des bewußten [!] Getriebes“), als auch einen Prozess („dadurch dann auch verändert wird“) darstellt. Um den Prozess jedoch anzuregen und in diesem voran zu kommen, wird in allen meditativen Traditionen und Methoden die regelmäßige Praxis betont, denn eine mentale Entwicklung oder Veränderung der Persönlichkeit, wie sie oben von Weizsäcker beschrieben wird und zur Veränderung der Grundhaltung führt, kann sich nur durch regelmäßige Anwendung bzw. Übung entfalten.[46]

Im Bereich der Psychologie wird die Entwicklung von Achtsamkeit als Therapieprinzip verwendet, wobei verschiedene Meditationstechniken genutzt werden, deren Ursprünge in östlichen Meditationswegen[47] und vor allem in den Methoden des Buddhismus liegen. Demnach kann die Ausbildung von Achtsamkeit als therapeutisches Prinzip auch als transkulturelles Phänomen betrachtet werden, da hier eine Verflechtung oder Durchmischung zweier kultureller Konzepte (s. Kapitel 2), nämlich dem der westlichen Psychotherapie und dem der Meditation als religiöse Praxis des östlichen Buddhismus, stattfindet. Es hat sich aber im medizinisch-psychotherapeutischem oder -psychologischem Bereich (noch) keine allgemein gültige Definition für den Begriff der Achtsamkeit herausgebildet. Durch Bishop (u.a.) wurde jedoch eine operationale Begriffsbestimmung in einem Konsensverfahren unterschiedlicher Forscher entwickelt. Diese beinhaltet zwei Komponenten. Zum einen ist das „self-regulation of attention so that it is maintained on immediate experience, thereby allowing for increased recognition of mental events in the present moment“, und zum anderen „adopting a particular orientation toward one’s experiences in the present moment, an orientation that is characterized by curiosity, openness, and acceptance“.[48]

Wie die Erläuterungen zu dem Begriff der Achtsamkeit, so sind auch die nun folgenden Praktiken zur Ausbildung von Achtsamkeit sehr ähnlich und unterscheiden sich vor allem in ihrer Schwerpunktlegung. Denn Achtsamkeit wird bei der Vipassana-Meditation innerhalb des Buddhismus zur Erreichung religiöser Ziele ausgebildet (Kapitel 4.1) und die Sitzmeditation innerhalb des MBSR-Programms als Therapiemaßnahme zur Linderung verschiedener Krankheitsbilder angewendet (Kapitel 4.2).

4.1 Die Vipassana-Meditation

Die Vipassana-Meditation oder Einsichtsmeditation gehört zu den grundsätzlichen Meditationsarten der ältesten buddhistischen Tradition, der Theravada-Schule, welche die klassischen Lehren des Buddhas zur Grundlage hat. Sie beinhaltet zwei Meditationsstufen und wird üblicherweise mit geschlossenen Augen und im sogenannten Lotos-Sitz durchgeführt.[49] Die erste der beiden Stufen, die „Kultivierung oder Entfaltung der Geistesruhe/Sammlung“ (Samatha), dient dabei keinem Zweck an sich, sondern stellt vielmehr die notwendige Vorbereitung der Konzentration für die zweite Stufe, die „Entfaltung von Einsicht“[50] (Vipassana, auch Klarblick, Klarsicht oder Hellblick)[51] dar. Die Konzentration auf bestimmte Objekte,[52] möglichst ohne Abschweifen von diesen, entspricht dabei einer Geisteshaltung, welche durch beständige Übung fließend in die Meditation übergeht und eine geistige Ruhe entfaltet, um innerhalb der Versenkung „Unio, […] Einheit, die Überwindung der Subjekt-Objekt-Spaltung, die Wiederverbindung von innerer Mitte und außen erlebter Welt“[53] anzustreben. Dabei unterscheiden sich Konzentration oder Kontemplation klar von der Meditation. Denn Konzentration verfolgt lediglich das Ziel der geistigen Sammlung und Ruhe und Kontemplation hat zwar Einsicht zum Ziel, verfolgt dieses jedoch durch absichtsvolles Denken, nicht durch den Versuch den Geist vom Denken abzubringen.[54] Um den Geist vom (unkontrollierten) Denken abzubringen, müssen gemäß der buddhistischen Lehre zuerst „fünf Hemmnisse oder Hemmungen des Geistes […]: Sinnliches Begehren, Abneigung, Energielosigkeit, Zerstreutheit und Zweifel“[55] überwunden werden, um eine Gemütsruhe (Samatha) herzustellen, die noch vor der Konzentration den Ausgangspunkt einer jeden buddhistischen Meditation darstellt. Die Überwindung der Hemmnisse kann z.B. durch die vier rechten Kämpfe erreicht werden. Diese beinhalten Folgendes:

„1. Noch nicht zur Entfaltung gekommene unheilsame Geisteszustände nicht aufkommen lassen; 2. Bestehende unheilsame Geisteszustände ausmerzen; 3. Noch nicht entstandene heilsame Geisteszustände zu Entfaltung bringen; 4. Bereits zur Entfaltung gekommene heilsame Geisteszustände erhalten und zur Vollendung bringen“[56]

Als Meditationsobjekt wird das Beobachten des Atems empfohlen, da dieser bereits Indikator für den gegenwärtigen mentalen Zustand sein kann (kurzer, beschleunigter Atem könnte bspw. Anzeichen für Aufregung, Stress oder Anstrengung sein) und so auch über das Potenzial zur Entfaltung von Einsicht verfügt.[57] Einsicht wird innerhalb der zweiten Meditationsmethode „durch Kultivierung des Geistes in der Praxis der Meditation“[58] erschlossen, wobei die Vipassana-Meditation hier eine besondere Art der Wahrnehmung oder Achtsamkeit darstellt, welche sich auf vier Bereiche, die sogenannten vier Grundlagen der Achtsamkeit oder auch Gegenstände der Besonnenheit,[59] bezieht: „1. den Körper 2. die Gefühle und Empfindungen 3. die Geisteszustände und 4. die Inhalte des Geistes“.[60] Methodisch wird also, nachdem durch die Beobachtung des Atems genügend Konzentration aufgebaut wurde, die Aufmerksamkeit systematisch zuerst durch den Körper geführt und dann auf die Gefühls- und Gedankenwelt gelenkt, sodass nach und nach alle vier Bereiche der Achtsamkeit sachlich und urteilsfrei betrachtet werden. Ziel dieser Praxis ist es, seinen Geist von Konditionierungen zu befreien, welche die Entfaltung von mentalen Qualitäten, von Einsicht („seeing what is“) und Erkenntnis („total insight“) behindern. Dabei wird davon ausgegangen, dass die gleichmütige Betrachtung von Empfindungen die „direkteste Art zur Aufhebung des geistigen Reaktionsverhaltens [also zur Dekonditionierung] und zur Entwicklung von Erkenntnis“ darstellt.[61] Durch Selbstbeobachtung und Selbsterfahrung, findet hier eine Auseinandersetzung mit den eigenen (Körper-) Empfindungen, Gedanken und Gefühlen statt (mit den vier Merkmalen der Achtsamkeit), indem man diese selbst und auch ihr Kommen und Gehen wertungsfrei betrachtet, ohne auf eventuell auftretende Anhaftungen oder Abneigungen zu reagieren, sondern diese nur als gegeben beobachtet. So sollen (an-)gelernte Denkprozesse, übernommene Bewertungen oder auch emotionale Ausdrücke durch Sozialisationsprozesse bewusst gemacht werden, sodass diese (konditionierten) Abläufe verändert und mit Hilfe dieser Praxis auch immer wieder überprüft werden können. Die erste Methode führt dabei zu einer Art „Ich-losigkeit“, Gelassenheit und gleichmütigen Haltung.[62] Innerhalb der nächsten Stufe weitet sich anschließend diese (Selbst-)Erkenntnis schrittweise auf alle Phänomene aus, sodass die Wahrnehmung des eigenen Körpers und der eigenen Gedanken einer Art Raumunendlichkeit weicht, welche wiederum in die Erkenntnis der Bewusstseinsunendlichkeit[63] und schließlich ins Erlöschen mündet, welches den Punkt beschreibt, bei dem das „Bewusstsein über die Abwesenheit mentaler Phänomene, wie auch der Meditation selbst“ eintritt. Piron erklärt, dass durch Samatha zwar „die Wurzeln von Gier, Abneigung und Ignoranz ‚in weite Ferne‘ gerückt sind“, aber nur in der Kombination mit der zweiten Stufe (Vipassana) „alle Gifte [die durch Konditionierung entstanden sind und zu Leid führen] mit Ursache und Wurzeln für immer ausgelöscht“ werden können.[64] Denn in einer durch individuelle Konditionierungen geschaffenen Welt, wie auch in der Arbeitswelt und im Management, liege der Fokus zukunftsgerichtet auf dem, was sein soll, also gewissermaßen auf einer Idee oder Schablone dessen, was wirklich ist, sodass ein tatsächlicher Kontakt mit derselben und den in ihr lebenden Mitmenschen verhindert wird und die Erfahrung der Welt auf das eigene Selbst beschränkt bleibt. Die Dekonditionierung, die Konzentration und wertungsfreie Beobachtung der Gegenwart soll dementsprechend zur Einsicht führen, zur Erkenntnis dessen was ist, um das Jetzt gestalten zu können und die Zukunft wieder zum Produkt der Gegenwart werden zu lassen.[65]

4.2 Die Sitzmeditation des MBSR-Programms

Derzeit gibt es eine Fülle achtsamkeitsbasierter Therapieverfahren, wobei sich diese gemäß Michalak (u.a.) in achtsamkeitsbasierte und achtsamkeitsinformierte Ansätze unterteilen.[66] Zugunsten des Umfangs dieser Arbeit und um den Fokus auf die meditative Entwicklung von Achtsamkeit und dessen Potenziale zu wahren, wird im Folgenden die achtsamkeitsbasierte Methode des Mindfulness-based Stress Reduction-Programm (MBSR), welches von Kabat-Zinn Mitte der 1970er entwickelt wurde, kurz umrissen[67] und exemplarisch eine meditative Übung dieser Methode, nämlich die Sitzmeditation als eine der sogenannten „formelle[n] Achtsamkeitsübungen“[68] näher erläutert.

Bei dem MBSR-Programm handelt es sich um ein einmal wöchentlich durchgeführtes Gruppenprogramm, das ca. zwei Monate dauert und bei welchem verschiedene Achtsamkeitsübungen durchgeführt werden. Die Gruppe findet sich meist für etwa 2,5 Stunden zusammen und bespricht nach der jeweiligen Achtsamkeitsübung individuelle Erfahrungen mit dieser oder eventuell aufgetretene Schwierigkeiten bei der Anwendung. Die Teilnehmer werden zudem angehalten, die erlernten oder wiederholten Übungen privat, außerhalb der Treffen, am besten täglich auszuführen.[69]

Ursprünglich wurde das Programm als ergänzende Maßnahme bei der Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen entwickelt. Inzwischen wird es ergänzend darüber hinaus bspw. auch bei psychologischen Krankheitsbildern, bei emotionalen oder Verhaltensstörungen,[70] wie z.B. bei Angst- oder Essstörungen, Depression, Stress, Hauterkrankungen, zur Rückfallprophylaxe bei Substanzabhängigkeit[71] oder zur Raucherentwöhnung[72] eingesetzt. Trotz der Popularität des MBSR-Programms steckt die wissenschaftliche Evaluierung seiner Wirksamkeit noch in den Anfängen. In den vorhandenen Studien ist bisher eine deutliche Reduzierung von psychologischen Leiden, die mit medizinischer Krankheit einhergehen dokumentiert (z.B. die Reduzierung von Depression, Stress und Angst bei Brustkrebspatientinnen),[73] sowie die Minderung von Stress und die Verbesserung des emotionalen Wohlbefindens in nicht-klinischen Studien nachgewiesen[74] (z.B. bei Studenten).[75]

Die Sitzmeditation beginnt mit dem achtsamen Verfolgen des Atems. Wie der Name andeutet, wird in einer bequem aufrecht sitzenden Position, auf einem Stuhl oder Kissen am Boden meditiert. Die ideale Dauer dieser Übung beträgt 30 bis 40 Minuten, jedoch wird angesichts der anfänglichen Anstrengung bei lange unbewegt aufrechtem Sitzen, sowie aufgrund der Notwendigkeit starker Konzentration vorerst eine verkürzte Dauer von 10 bis 15 Minuten empfohlen. Kuhn und Weiser weisen hierzu darauf hin, dass die Meditationspraxis und die Ausbildung der Achtsamkeit vor allem am Anfang ein bestimmtes Maß an Disziplin abverlangt und Achtsamkeit, wenn diese zu einem Zustand der inneren Haltung werden soll, regelmäßig geübt werden muss (vgl. Kapitel 4).[76] Bei der Sitzmeditation wird also anfangs der Atem und hierbei vor allem die Empfindung beim Ein- und Ausatmen im Unterbauch achtsam wahrgenommen und bei Ablenkung kurz festgestellt, wohin die Gedanken schweifen, um anschließend willentlich die Konzentration wieder auf den Atem zu lenken. Vergleichbar zur Vipassana-Meditation erfolgt eine Verlagerung der Aufmerksamkeit, sobald die Konzentration auf den Atem stabil ist und das Abschweifen kaum mehr auftaucht. Die Aufmerksamkeit wird dann auf den ganzen Körper gerichtet und auch Empfindungen einzelner Körperregionen wie Verspannung, Unruhe oder Nichtempfindung bewusst, achtsam und in einer nicht wertenden Haltung, welche von „Akzeptanz, Offenheit und Neugierde“ geprägt ist, wahrgenommen. Jedem Bereich soll dabei das gleiche Niveau an Aufmerksamkeit entgegengebracht werden. Ziel ist es jedoch, den Körper vielmehr als Ganzes zu fokussieren und sich zu vergegenwärtigen („Ganzkörperbewusstheit“), während man sich weiterhin der Atmung bewusst ist. Ist das erreicht, weitet sich die Aufmerksamkeit auf die Umgebung oder auftauchende Gedanken aus. Dabei lautet die Anweisung einfach „achtsam mit dem zu sein, was immer von Augenblick zu Augenblick auftaucht“.[77]

Was sich idealerweise bei dieser Praxis einstellt und mit der Fokussierung geübt wird, ist die „Entwicklung einer offenen und im Hier-und-Jetzt verankerten Aufmerksamkeit“, welche beim Abschweifen der Fokussierung immer wieder geduldig auf das Konzentrationsobjekt zurückkommt.[78] Weitere Ziele sind die direkte Erfahrung des eigenen Körpers, das willentliche Ausrichten und Lösen der eigenen Aufmerksamkeit, sowie die nicht-wertende Akzeptanz der Gegenwart auch in alltäglichen Situationen. Zudem kann eine tiefe Entspannung durch das hineinatmen in bestimmte Körperregionen erreicht werden, die sich z.B. strapaziert oder verkrampft anfühlen. Dabei wird durch die Einatmung die Aufmerksamkeitslenkung auf diesen Bereich eingeleitet und beim Ausatmen das Gefühl des Loslassens oder Lösens dieser Empfindung entwickelt.[79]

Am stärksten zeigt sich die Vergleichbarkeit von Vipassana- und Sitzmeditation-Meditation im weiteren Übungsverlauf, bei welchem dazu aufgefordert wird, die Achtsamkeit gezielt auf problematische Empfindungen (Schmerz, Stress, Angst o.ä.) oder Erfahrungen (Streit, Trauma usw.) zu lenken, also vergleichbar zur Vipassana-Meditation alle vier Gegenstände der Besonnenheit (s. Kapitel 4.1) zu betrachten. Michalak (u.a.) bezeichnen dies als achtsames Wahrnehmen der „körperlichen Manifestationen des Problems“,[80] also dessen, was die jeweilige Empfindung mit dem Körper des Meditierenden macht (Engegefühl in der Brust, allgemeine Anspannung, hochgezogene Schultern usw.). Hierbei wird vor allem der Aspekt der Akzeptanz geübt und nicht das Problem an sich angegangen, sondern vielmehr ein anderer Umgang mit diesem erlernt. Michalak (u.a.) beschreiben mögliche Auswirkungen dieses Wechsels der Einstellung wie folgt:

„Die Erfahrung, dass die Unruhe nicht ‚Ich‘ ist, dass es also im gegenwärtigen Moment noch viele weitere Aspekte gibt und ich nicht auf die Unruhe beschränkt bin; die Erfahrung, dass mir auch die Vergänglichkeit der Unruhe bewusst wird und ich trotz oder mit der Unruhe mein Vertrauen in das grundsätzliche Gut-sein jeder Erfahrung nicht verlieren muss […]; die Erfahrung, dass ich die Unruhe aushalten kann und sie nicht, die von mir befürchteten Konsequenzen hat, die der tiefere Grund dafür sein können, dass ich die Unruhe los werden will“[81]

Nachdem im Vorangegangenen dargestellt wurde, wie eine Veränderung der Grundhaltung des Menschen gegenüber sich selbst und seiner Umwelt bewirkt werden kann (s. auch Kapitel 4 und 4.1), soll nun genauer auf die positiven Auswirkungen dieser Änderung für die Bewältigung der Herausforderungen im transkulturellen Management eingegangen werden.

5. Zum Potential von Achtsamkeit für die Bewältigung der Herausforderungen im transkulturellen Management

Piron legt empirisch dar, dass die regelmäßige Praxis von Meditation bereits ein allgemeines Wohlbefinden auslöst. Entscheidend für den positiven Wirkungsgrad sei jedoch nicht die Form oder Tradition der Meditation, sondern vielmehr die erreichte Meditationstiefe.[82] Diese bezeichnet gemäß Piron die erfahrbare „Tiefendimension des Bewusstseins“ und drückt sich beispielsweise im Umgang mit Meditationshindernissen aus. Das heißt, je mehr Energieaufwand man benötigt in der Meditation zu bleiben oder die Konzentration aufrecht zu erhalten, desto flacher ist die Meditationstiefe.[83] Im Folgenden wird daher davon ausgegangen, dass die Ausbildung von Achtsamkeit unabhängig von der Methode, die aufzulistenden positiven Wirkungen hat, auch wenn die entsprechenden Erkenntnisse aus Studien hervorgehen, welche unter anderen zudem Meditationsmethoden untersuchten, die hier nicht näher erläutert wurden.[84] Die Effekte der Achtsamkeitsübung, welche sich besonders günstig auf die Bewältigung der steigenden Anforderungen, sowie im Speziellen zudem auf transkulturelle Kompetenzen auswirken, werden zugunsten der Übersicht in zwei Teile gegliedert. Dabei beschäftigt sich Kapitel 4.1 im Schwerpunkt mit den gesundheitsfördernden und –erhaltenden Wirkungen, woran sich die Einflüsse der Achtsamkeit auf Managementaufgaben und transkulturelle Kompetenz im Kapitel 4.2 anschließen.

5.1 Die Ausbildung der Achtsamkeit zur Gesundheitsförderung und -erhaltung

Die Meditation und Ausbildung von Achtsamkeit kann unter anderem als eine Art Entspannungstechnik angesehen werden. Das ruhige Sitzen oder Liegen und atmen, das bewusste zur Ruhe kommen von Körper und Geist und das sich Zeit dafür nehmen, wirkt sich beruhigend auf den Geist aus, sodass empirisch beispielsweise die Wirksamkeit achtsamkeitsbasierter Methoden bei Schlaflosigkeit und körperlichen Verspannungen nachgewiesen ist.[85] Darüber hinaus macht Walach deutlich, dass Achtsamkeit, die in Kapitel 4.2 dargestellte Konzentration auf das Hier-und-Jetzt, sowie auf die Gedanken- und Gefühlswelt (Kapitel 4.1), „leads to a partial decoupling between mental events and voluntary or involuntary actions, including physical reactions“.[86] Dies löst gemäß Walach als Konsequenz einen gelasseneren und ausgeglicheneren emotionalen, sowie affektiven Zustand aus, der wiederum eine gute Voraussetzung für Stressresistenz und -belastbarkeit darstellt.[87]

Mit der meditativen Praxis und Ausbildung von Achtsamkeit kann auf die genannten Faktoren der Stressausbildung eingewirkt und eine Bewältigung vorangetrieben werden. Denn mit dieser wird statt der (automatisierten) Stressreaktion ein bewusster Umgang mit Stress und Stressoren geübt, sodass vormals als stressauslösend bewertete Ereignisse nun neu betrachtet werden können und ein nicht belastender, angemessener, offener und kreativer Umgang mit anspannenden, schwierigen Situationen oder Emotionen gepflegt wird.[88] Indem Achtsamkeit die Beziehung zur Erfahrung verändert, setzt sie am salutogenetischen Modell an und kann zur signifikanten Steigerung des Kohärenzgefühls und damit auch zur Gesunderhaltung beitragen.[89]

Es soll hier jedoch auch kurz erwähnt werden, dass es bei der Meditation auch zu negativen Effekten wie zur Konfusion, erhöhter Sensitivität oder zur Derealisation kommen kann.[90] Diese werden bisher vor allem auf veränderliche Faktoren wie Vorbedingungen (laute Umgebung, persönliche Angespanntheit, Störungen usw.), auf die Begleitung (bspw. Verhältnis zum Lehrer, Mentor, Psychotherapeuten) oder auf die Meditationsmethode selbst, die vielleicht für das Individuum zur Erreichung der persönlichen Ziele nicht geeignet ist oder von der jeweiligen Person nicht angenommen wird, zurückgeführt. Wenn diese Faktoren jedoch entsprechend angepasst werden, geht man derzeit davon aus, dass negative Effekte der Meditation vermieden werden können.[91]

In Kapitel 4.1 wurde die Wirkung der Dekonditionierung besprochen, die hier beispielhaft als Verdeutlichung der erwähnten Umdeutung herangezogen werden kann. So ist die Möglichkeit gegeben, dass Stress schon in seiner Entstehung verhindert wird. Sollte eine Situation jedoch nicht anders als belastend bewertet werden können, sodass Stress ausgelöst wird, bietet auch hier die meditative Übung der Achtsamkeit einen veränderten Umgang mit Stress an und führt oftmals zu einer schnelleren Bewältigung von diesem. Ein Beispiel dafür ist der Umgang mit Zeitmangel, der sich laut Kabat-Zinn zu „einem der wichtigsten Stressfaktoren entwickelt hat“.[92] Durch die Übung der Abwendung vom zukunftsgerichteten Fokus dessen was sein soll auf die Gegenwart (siehe Kapitel 4.1), ist ein heraustreten aus dem „Fluss der Zeit“, ein „bewusstes Loslassen der Zeit“ möglich, was Gelassenheit, Entspannung und Zentriertheit fördere.[93] Auch körperliche Beschwerden oder Krankheitsbilder wie (chronische) Rücken-, Nacken-, oder Kopfschmerzen, sowie Bluthochdruck können durch die Ausbildung dieser Qualitäten innerhalb des Achtsamkeitstrainings gelindert werden.[94] Neben der Reduzierung von Schmerzen, sowie der Senkung des Blutdrucks, gehört darüber hinaus die Verminderung von Angst und Depression oder Niedergeschlagenheit zu den bedeutendsten Vorteilen der Ausbildung von Achtsamkeit mittels meditativer Praktiken, welche durch Stress ausgelöst werden können oder Stress verursachen. Bei Kohls (u.a.) wird der Rückgang von Angst und Depression dabei auf den „Acceptance factor of mindfulness“ zurückgeführt.[95] Dementgegen erklärt Full, dass die Aufgabe bei der Meditation bei der Ausbildung von Achtsamkeit auch darin bestehe „den Geist sukzessive [!] von Konditionierungen zu befreien, um so zu total insight oder seeing what is zu gelangen und damit gleichzeitig den Weg für positive geistige Qualitäten wie Liebe, Mitgefühl, Freude und Besonnenheit zu ebnen“.[96] Die reine Übung von Akzeptanz bei der Entwicklung von Achtsamkeit mit meditativen Praktiken ist demnach nicht ausreichend um Angst, Niedergeschlagenheit oder ähnlich negative, hindernde und leistungssenkende Gemütszustände zu reduzieren, diesen vorzubeugen oder sie aufzuheben. Vielmehr entwickeln sich durch die Meditationsübungen auch die oben beschriebenen „geistige[n] Qualitäten“ weiter, welche den Gemüts- und Bewusstseinszustand immer mehr durch Übung positiv beeinflussen[97] und die Anfälligkeit für negative Gefühle insgesamt reduzieren, sowie ein emotionales Gleichgewicht herstellen.[98]

Die erfolgreiche Bewältigung von Managementaufgaben auch mittels transkultureller Kompetenz stellt ebenfalls einen wichtigen Faktor für die Gesundheit und das Wohlbefinden von Managern dar. Mit dem Potenzial von Achtsamkeitsübungen für die Arbeit im transkulturellen Management befasst sich daher das nun folgende Kapitel.

5.2 Zum Potenzial von Achtsamkeit im transkulturellen Management

Die (Ein-)Übung und Ausbildung der Achtsamkeit verfügt über das Potential Manager zum einen in der Verrichtung ihrer klassischen Aufgaben, als auch bei der Entfaltung ihrer transkulturellen Kompetenzen wesentlich zu unterstützen. Beispielsweise wird mit der Konzentration auf ein bestimmtes Objekt und der achtsamen Wahrnehmung bei der Meditation das Vermeiden von (unfreiwilliger) Geistesabwesenheit geübt, sodass man in die Lage versetzt wird, auch in alltäglichen Situationen, z.B. am Arbeitsplatz, ganz im Hier-und Jetzt zu sein. Dadurch wird nicht nur die Informationsaufnahme und -verarbeitung begünstigt, die beispielsweise gerade für die klassischen Managementaufgaben wie Planung, Organisation und Kontrolle essentiell ist, sondern laut Sauer (u.a.) auch Erfahrungsvermeidung abgeschwächt.

Erfahrungsvermeidung bedeute, dass „man unangenehme Gedanken – ebenso wie unliebsame Tätigkeiten oder Begegnungen – gerne vermeidet bzw. sogar unterdrückt und aktiv ausblendet“.[99] Denn durch transkulturelle Interaktionen, Kommunikation, Situationen internationaler Geschäftsbeziehungen und Konflikte, sowie eventuell durch den Umzug in ein neues kulturelles Umfeld wird beispielsweise oft Stress ausgelöst.[100] Achtsamkeit erleichtert den Umgang mit Fehlern oder Widrigkeiten, sodass „empirischen Ergebnissen zufolge problematische Situationen unvoreingenommener und damit differenzierter angegangen werden können“,[101] und es nicht zur Erfahrungsvermeidung kommt, oder dieser Impuls zumindest deutlich abgeschwächt wird. Darüber hinaus weicht auch Angst vor beruflichen Begegnungen oder Meetings positiven Gefühlen und mit konstanter Übung, werden sich zudem weitere positive Effekte einstellen, wie beispielsweise „unshakeable sense of trust in life, a deepening (but light-hearted) compassion, and a sense of profound love“.[102] Das unerschütterliche Vertrauen in das Leben begünstigt dabei das Kohärenzgefühl und hat so einen positiven Einfluss auf die Gesunderhaltung (s. Kapitel 3). Zudem sind die erwähnten Gefühle umspannender Natur und bspw. profound love richtet sich nicht nur auf das Selbst des Praktizierenden. Es wird also nicht „managerialism“, als „fatasies of being in the elite, being grandios and omnipotent“,[103] wie Magala erklärt, oder das Gefühl von Managern „masters of the universe“[104] zu sein gefördert. Vielmehr wird eine neue Sensibilität zu anderen und dem eigenen Umfeld insgesamt ausgebildet, sowie die „capacity of self-regulation“ erhöht[105] und narzisstische Tendenzen abgebaut (vgl. Kapitel 4.1).[106]

All die oben erwähnten Fertigkeiten, Einstellungen und Veränderung der inneren Haltung würden (auch) bei transkulturellen Begegnungen helfen und Kompetenzen wie conflict management, self management skills, tolerance for ambiguity, oder emotion management skills fördern. Zudem hat die Übung der Konzentration und das konsequente Zurückkommen zu dieser, positiven Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit. Angesichts der hohen Belastungen und häufigen Unterbrechung des Arbeitsflusses von Managern, kann die Achtsamkeitsübung demnach dabei helfen, Managementaufgaben effizienter zu gestalten, Fehler zu vermeiden[107] und eignet sich darüber hinaus die Lernfähigkeit zu steigern, was die Ausbildung von transcultural communication competence oder auch von information processing skills begünstigt.[108]

Das wertungsfreie Wahrnehmen des Körpers, der eigenen Gefühle, Empfindungen und Gedanken diene weiterhin nicht nur der Übung von Selbstreflexion und der regelmäßigen Ausübung derselben, sondern verbessere zudem Empathie- und Konfliktfähigkeit. Dabei folgt Engel beispielsweise der Argumentation, dass durch Achtsamkeit als besondere Form der Aufmerksamkeit, zum einen Offenheit und zum anderen durch die Konzentrationsübung auch die Konzentration auf, oder Aufmerksamkeit gegenüber anderen Personen gefördert werde. Dies führe zu der erwähnten Verbesserung von Empathie- und Konfliktfähigkeit, also des sich in andere Hineinversetzens oder Einfühlens und des ruhigen, unvoreingenommenen fokussieren eines Problems, sodass dieses gelöst werden kann und unterstützt somit die Kompetenz dissimilarity openness (vgl. Kapitel 2).[109]

Zusammenfassend sind folgende positive Faktoren gelungener Meditation und Ausbildung von Achtsamkeit insgesamt, aber auch mit bedeutender Relevanz für Manager in transkulturellen Kontexten aufgelistet:

„1. Entspannung, Ruhe, Gelassenheit [non-attachment]
2. Erhöhte Stresstoleranz
3. Aktivität und Wachheit
4. Selbsterfahrung (Identität, Integrität, Akzeptanz)
5. Unabhängigkeit, Autonomie
6. Geringerer Druck zur Defensive [erhöhte Toleranz]
7. Größere Stimmungsstabilität und Affektkontrolle
8. Harmonische, heitere Gelassenheit und Zufriedenheit
9. Verbesserte Wahrnehmung und Konzentration
10. Erhöhter Einfallsreichtum, verbesserte Leistungsfähigkeit und Kreativität
11. Verbesserte Beziehungsfähigkeit
12. [Verbesserung der Gefühlsbereiche:] Liebe, Mitleid, Mitfreude, innerer Gleichmut und Frieden“[110]

Auswirkungen dieser positiven Eigenschaften am Arbeitsplatz sind „geringere Spannung unter den Mitarbeitern, weniger Ärger, Arroganz und Neid – wie auch Verbesserung[en] für den Betrieb: Steigerung der Arbeitsqualität und -quantität sowie Wachstum des Betriebsvermögens“.[111]

6. Fazit

Wie im Vorangegangenen gezeigt werden konnte, verfügt die Ausbildung und Entfaltung von Achtsamkeit über gewichtiges Potenzial Manager und Führungskräfte sowohl bei gesundheitlichen und transkulturellen Herausforderungen, als auch in der Ausführung ihrer klassischen Managementaufgaben zu unterstützen. Zum einen, weil Achtsamkeit und ihre meditative Ausbildung eine Methode im Sinne des salutogenetischen Konzepts darstellt, welches durch eine grundsätzliche Änderung der Rezeption von Erfahrung die Gesundheit, trotz des Umfelds und der einwirkenden Stressoren oder Stressauslöser, erhält und fördert (s. Kapitel 3, 5.1). Zum anderen löst diese Änderung der Rezeption von Erfahrung eine offene, im Hier und Jetzt verankerte Haltung, eine gesteigerte Akzeptanz, Offenheit und Neugierde aus und wirkt Erfahrungsvermeidung entgegen, was auch für die Ausübung klassischer Managementaufgaben von Bedeutung ist und positive Auswirkungen für die Mitarbeiter und das Unternehmen hat. Vor allem aber werden dadurch die besonderen Herausforderungen im transkulturellen Management, nämlich die Konstruktion von Stetigkeit und Ordnung, das Realisieren von potentiellen Synergien aus gegebener kultureller Vielfalt und die Verflechtung über Unterschiede hinweg (s. Kapitel 2), sowie die Ausbildung, Entwicklung und Entfaltung aller in Kapitel 2 aufgelisteten transkulturellen Kompetenzen gefördert (s. Kapitel 5.2). Durch die stetige Übung von Konzentration wird darüber hinaus die Informationsaufnahme und -verarbeitung verbessert, was zu einer Senkung von Fehlern führen kann und somit die Arbeitsqualität erhöht.

Der Vorteil bei der Methode der (Ein-)Übung von Achtsamkeit besteht dabei darin, dass diese ihre Wurzeln zwar im Buddhismus hat (s. Kapitel 4, 4.1), jedoch auch ohne religiöse Zielsetzung oder religiöse Inhalte praktiziert werden kann (s. Kapitel 4.2), bzw. nicht auf diese angewiesen ist (s. vergleichende Kommentare zwischen der Vipassana- und der Sitzmeditation), da die Wirksamkeit durch die Meditationstiefe, sowie die regelmäßige Praxis bestimmt ist. So kann der Einzelne, die für ihn oder sie geeignetste aus einer Vielzahl unterschiedlicher Methoden der (Ein)Übung von Achtsamkeit auswählen, um den beschriebenen negativen Effekten der meditativen Praxis (s. Kapitel 5.1) entgegenzuwirken bzw. diese zu verhindern und auch, um einen erleichterten Zugang zu dieser Praxis zu erhalten.

Auch wenn die (Ein-)Übung der Achtsamkeit vielleicht in Zukunft zu den Lehrinhalten an Universitäten gehört (vgl. La Roche), so bleibt zum einen offen, inwieweit Unternehmen voraussetzten können, dass ausgebildete Manager bereits in breitem Maß über Kompetenzen verfügen gesund zu bleiben und sich in anderen Umgebungen zurechtzufinden und welche Verantwortung dem Unternehmen selbst dafür zukommt. Zum anderen ist auch zu fragen, inwieweit Unternehmen die Ausbildung, Entwicklung und Entfaltung dieser Kompetenzen mit der Methode der (Ein-)Übung von Achtsamkeit fördern und in den Arbeitsalltag oder in die Unternehmenskultur implementieren können. Zuletzt kann derzeit auch nicht beantwortet werden, inwieweit narzisstische Tendenzen durch meditative Praxis der Achtsamkeit tatsächlich abgebaut werden (s. Kapitel 5.2) und welchen Einfluss dies auf Bereiche wie bspw. die Wirtschaftsethik haben könnte.

Abschließend möchte ich mich daher Majumdar und Walach anschließen, die als Fazit zu ihrer Evaluationsstudie „Achtsamkeitsmeditation und Gesundheit: Eine Outcome-Evaluation“ feststellen, dass eine weitere Erforschung der meditativen (Ein-)Übung von Achtsamkeit wissenschaftlich, sowie gesundheitsökonomisch erfolgsversprechend und ich möchte hinzufügen, auch für den Bereich des transkulturellen Managements vielversprechend ist.[112]

7. Literatur und Quellenverzeichnis

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[1] Mayer, Claude-Hélène: The Meaning of Sense of Coherence in Transcultural Management. A salutogenetic Perspective on Interactions in a selected South African Business Organisation, (= Internationale Hochschulschriften, Bd. 563), Münster u.a. 2011, S. 107.

[2] Achtsamkeit als bestimmte mentale Einstellung wird in dieser Arbeit kursiv gekennzeichnet, sodass diese bestimmte Art der Aufmerksamkeit nicht mit dem umgangssprachlichen Gebrauch des Wortes verwechselt werden kann.

[3] Siehe hierzu bspw. das Kapitel „8.6 Neue Herausforderungen für Führungskräfte“ in Schreyögg, Georg und Koch, Jochen: Grundlagen des Managements. Basiswissen für Studium und Praxis, 2. Auflage, Wiesbaden 2012, S. 283-291.

[4] Bspw. Wenderoth, Andreas: Meditation. Manager üben sich im Meditieren, in: Die Zeit Online, 27.01.2011, http://www.zeit.de/karriere/beruf/2011-01/zen-rotarier (02.05.13).

[5] Vgl. o.V.: Yoga und Meditation für Manager, http://www.manager-im-kloster.de/seminare/yoga-meditation-manager.html (02.05.13).

[6] La Roche, Julia: Georgetown's Business School Will Now Offer A Meditation Class Inspired By Hedge Fund God Ray Dalio, in: Business Insider, http://www.businessinsider.com/georgetown-university-meditation-class-2013-4 (25.04.13).

[7] Welsch, Wolfgang: Transkulturalität. Zur veränderten Verfaßtheit heutiger Kulturen, S.1, http://www.forum-interkultur.net/uploads/tx_textdb/28.pdf (11.04.12).

[8] Welsch, Wolfgang: Transkulturalität – Die veränderte Verfassung heutiger Kulturen, S. 3, http://via-regia-kulturstrasse.org/bibliothek/pdf/heft20/welsch_transkulti.pdf (11.04.13).

[9] Welsch: Transkulturalität, S. 4.

[10] Nadig bezeichnet Transkulturalität daher auch als Produkt der Globalisierung. Siehe: Nadig, Maya: Transculturality in Progress. Theoretical and Methodological Aspects drawn from Cultural Studies and Psychoanalysis, in: Sandkühler, Hans Jörg und Stekeler-Weithofer, Pirmin (Hrsg.): “Transculturality – Epistemology, Ethics, and Politics” (="Philosophie" und Geschichte der Wissenschaften. Studien und Quellen, Bd. 57), Frankfurt a.M. 2004, S. 9.

[11] Sandkühler, Hans Jörg: Pluralism, Cultures of Knowledge, Transculturality, and Fundamental Rights, in: Sandkühler, Hans Jörg und Stekeler-Weithofer, Pirmin (Hrsg.): “Transculturality – Epistemology, Ethics, and Politics” (="Philosophie" und Geschichte der Wissenschaften. Studien und Quellen, Bd. 57), Frankfurt a.M. 2004, S. 81.

[12] Schwartz, Theodore: Anthropology and Psychology: an unrequited relationship, in: Schwartz, Theodore u.a. (Hrsg.): “New Directions in Psychological Anthropology”, Cambridge 1992, S. 324.

[13] Mayer: S. 91.

[14] Ebd.: S. 90-92.

[15] Schreyögg und Koch: S. 8.

[16] Ebd: S. 7-9.

[17] Die folgende Liste ist in abgewandelter Reihenfolge Mayer: S. 92-93 entnommen.

[18] o.V.: Transkulturelle Schlüsselkompetenzen, http://www.transkulturelles-portal.com/index.php/9 (12.04.13).

[19] Mayer: S. 78.

[20] Grey, Chris: A very short, fairly interesting and reasonably cheap book about Studying Organizations, 2. Aufl., London 2009, S. 121.

[21] Ebd.: S. 83.

[22] Schreyögg und Koch: S. 188.

[23] Han, Byung-Chul: Müdigkeitsgesellschaft, Berlin 2010, S. 18.

[24] Han: S. 5, 17-21.

[25] o.V.: Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen, http://www.icd-code.de/su-che/icd/code/F43.-.html?sp="SDepression" (17.04.13).

[26] Shinn, Marybeth u.a.: Coping with job stress and burnout in the human services, in: Journal of Personality and Social Psychology, 46 (1984), H. 4, S. 865.

[27] Selye, Hans: Stress and the General Adaptation Syndrome, in: British Medical Journal, 1 (1950), S. 1383-1384.

[28] Gesundheit wird im Folgenden gemäß der Verfassung der World Health Organization (WHO) als „state of complete physical, mental and social well-being and not merely the absence of disease or infirmity” verstanden (o.V.: Constitution of the World Health Organization, 5. Aufl., 2006, http://www.who.int/governance/eb/who_constitution_en.pdf (09.04.13)).

[29] Lazarus, Richard S. und Folkman, Susan: Stress, Appraisal, and Coping, New York 1984, S. 19. Lazarus mach jedoch auch klar, dass bestimmte Umstände, wie Folter, Todesangst, Tod eines Angehörigen o.ä. von fast jedem Menschen als stressvoll bewertet werden (s. ebd.).

[30] Salutogenese meint im wörtlichen Sinn, die „Entstehung von Gesundheit“ und wurde als Konzept durch den Soziologen Aaron Antonovsky (1923–1994) ca. 1970 begründet (Bruland, Dirk und Schulz, Michael: Das Konzept der Salutogenese, in: Psych. Pflege Heute, Bd. 16 (2010), Heft 6, S. 289). Dabei wird die „Klassifizierung von Menschen als gesund oder krank“ in der salutogenetischen Orientierung in einem „multidimensionalen Gesundheits-Krankheits-Kontinuum“ gedacht. Das heißt, dass der tatsächliche Gesundheitszustand eines Menschen zwischen den diametralen Punkten der absoluten Gesundheit und der absoluten Krankheit zu lokalisieren ist, was nach Antonovsky verhindert, dass sich ausschließlich mit der Ursache von Krankheit (der Ätiologie) beschäftigt wird und dazu beträgt, auch andere Faktoren, bspw. das soziale Umfeld, Geschichte und Prägung des Einzelnen usw., zu berücksichtigen. In der Salutogenese wird also nach den Faktoren gefragt, welche dazu beitragen, dass die Position auf dem Kontinuum mindestens beibehalten und sich besser noch, in Richtung der absoluten Gesundheit verschiebt, was also gesund, bzw. gesünder macht und gesund hält. Siehe Antonovsky, Aaron: Salutogenese. Zur Entmystifizierung der Gesundheit (="Forum" für Verhaltenstherapie und psychosoziale Praxis, Bd. 36), Tübingen 1997, S. 29-30.

[31] Mayer: S. 57.

[32] Antonovsky hatte das Konzept der Salutogenese entwickelt nachdem ihm bei der Datenanalyse einer Untersuchung über die Adaption von Frauen unterschiedlicher ethnischer Gruppen in Israel an die Menopause, an der auch Überlebende von Konzentrationslagern teilnahmen, auffiel, dass 29% der Konzentrationslagerüberlebenden eine gute psychische Gesundheit zuerkannt wurde. Bei der physischen Gesundheit verhielt es sich ähnlich. So fragte sich Antonovsky, warum ein Drittel der Teilnehmer der Studie, die die traumatische Erfahrung des Konzentrationslagers teilten (trotz dieser Erfahrung) als gesund eingestuft wurden und schlussfolgerte, dass das Kohärenzgefühl eine Hauptdeterminante für die individuelle Position auf dem Gesundheits-Krankheits-Kontinuum darstellen muss. Siehe Antonovsky: S. 15 und zur Studie ausführlicher Antonovsky: S. 71-89.

[33] Ebd.: S. 150.

[34] Mayer, Claude-Hélène und Boness, Christian: Concepts of health and well-being in managers: An organizational study, in: International Journal of Qualitative Studies on Health and Well-being, 6 (2011), Heft 4, http://www.ijqhw.net/index.php/qhw/article/view/7143/12896 (02.05.13).

[35] Bruland und Schulz: S. 289.

[36] Mayer und Boness: S. 3.

[37] Antonovsky räumt (wie auch Lazarus) ein, dass große Veränderungen im Leben oder der Umwelt, sowie traumatische Erlebnisse das SOC schwächen oder stärken können. Jedoch geht Antonovsky auch davon aus, dass es sich lediglich um eine Verschiebung des SOC um den Mittelwert handelt. Für eine dauerhafte Veränderung (Verbesserung) des Kohärenzgefühls seien dagegen bestimmte Voraussetzungen nötig, welche im Folgenden erklärt werden. Antonovsky: S. 118.

[38] Ebd.: S. 118-120.

[39] Als zentrales Prinzip östlicher Meditationswege wird Achtsamkeit religionswissenschaftlich auch als „Herz der buddhistischen Meditation“ beschrieben und ist ein bedeutendes Element aller unterschiedlichen buddhistischen Richtungen wie dem Theravada-, Zen- oder tibetischen Formen des Buddhismus. Siehe Michalak, Johannes; Heidenreich, Thomas und Williams, J. Mark G.: Achtsamkeit (= Fortschritte der Psychotherapie, Bd. 48), Göttingen u.a. 2012, S. 8.

[40] Kuhn, Eugenia und Weiser, Regina: Achtsamkeit und spirituelle Körperübungen, in: Belschner, Wilfried u.a. (Hrsg.): „Achtsamkeit als Lebensform“ (= Psychologie des Bewusstseins. - Texte - , Bd. 6), Hamburg 2007, S. 106.

[41] Siehe hierzu ausführlich Engel, Klaus: Meditation: Geschichte, Systematik, Forschung, Theorie, 2. Aufl., Frankfurt am Main u.a. 1999, S. 17-96.

[42] o.V.: Meditation, http://www.duden.de/rechtschreibung/Meditation (04.04.13).

[43] Schoenwerth, Christine: Einführung in die Vipassanā-Samatha-Meditation in der Frühbuddhistischen Lehre, in: Yāna. Zeitschrift für Frühbuddhismus und religiöse Kultur auf buddhistischer Grundlage, 53 (2000), Heft 1, S. 8-9.

[44] Piron: S. 42-43.

[45] Weizsäcker, Carl Friedrich von: Der Garten des Menschlichen. Beiträge zur geschichtlichen Anthropologie, 2. Aufl., Wien 1992, S. 534.

[46] Piron: S. 18.

[47] Michalak; Heidenreich und Williams: S. 1.

[48] Bishop, Scott R. u.a.: Mindfulness: A Proposed Operational Definition, in: Clinical Psychology: Science and Practice, 11 (2004), Heft 3, S. 231-233.

[49] Der Lotus-Sitz wird eingenommen, da diese Haltung das „Sich-nach-Innen-Wenden“ fördere und weil die aufrechte Haltung auch die „aufrechte Haltung des Geistes“ symbolisieren soll. Wenn der/die Meditierende jedoch nicht in der Lage ist diese Art der Sitzposition einzunehmen, so ist das Meditieren auch sitzend oder liegend möglich. Siehe zur angestrebten Haltung Schoenwerth: S. 13-16.

[50] Full, Gisela Emma: Die Emanzipation des Geistes. Eine Betrachtung antiker Erkenntniswege für eine emanzipierende Bildung (= Psychologie und Kultur des Bewusstseins, Bd. 1), Kröning 2010, S. 84-89.

[51] Ebd.: S. 11.

[52] Das Konzentrationsobjekt sollte dabei neutral, real und bekannt, also dem Erkennbaren oder der Wirklichkeit entnommen sein, sodass durch die Konzentration auf dasselbe keine Imaginationen, Assoziationen, Suggestionen, Zuneigung oder Ablehnung die absichtsvolle Wahrnehmung der unmittelbaren Realität stören. Siehe Schoenwerth: S. 26-27.

[53] Engel: S. 15-16.

[54] Piron, Harald: Meditation und ihre Bedeutung für die seelische Gesundheit (= Transpersonale Studien, Bd. 7), Oldenburg 2003, S. 18-19.

[55] Schoenwerth: S. 8.

[56] Ebd.: S. 32.

[57] Full: S. 85.

[58] Ebd.: S. 86.

[59] Schoenwerth: S. 26.

[60] Full: S. 86.

[61] Ebd.: S. 89.

[62] Piron: S. 52-54.

[63] Full: S. 82.

[64] Piron: S. 54-55.

[65] Full: S. 90-91.

[66] Michalak; Heidenreich und Williams: S. 9.

[67] Informelle Achtsamkeitsübungen der MBSR-Methode zur Integration von Achtsamkeit in den Alltag, sowie achtsamkeitsinformierte Methoden, welche Achtsamkeit zwar als zentrales Prinzip zum Gegenstand haben, aber auch andere Therapieprinzipien gleichrangig mit einbeziehen, oder die achtsamkeitsinformierte Mindfulness-based Congnitive Therapy (MBCT), welche die MBSR zur Grundlage hat, werden demnach vernachlässigt. Siehe zu diesen überblicksweise: Mace, Chris: Mindfulness and Mental Health. Therapy, theory and science, London und New York 2008, S. 51-71.

[68] Michalak; Heidenreich und Williams: S. 9.

[69] Michalak; Heidenreich und Williams: S. 40.

[70] Bishop u.a.: S. 231.

[71] Michalak; Heidenreich und Williams: S. 10.

[72] Siehe hierzu Altner, Nils: Zwischen Sucht und Sehnsucht. Achtsamkeitsmeditation als Weg zur Raucherentwöhnung, in: Belschner, Wilfried u.a. (Hrsg.): „Transpersonale Forschung im Kontext (= Transpersonale Studien, Bd. 2), Oldenburg 2002, S. 337-350.

[73] Siehe hierzu bspw. ausführlich: Tacón, Anna M., Caldera, Yvonne M. und Ronaghan, Catherine: Mindfulness-Based Stress Reduction in Women with Breast Cancer, in: Families, Systems, Health, 22 (2004), Heft 2, S. 193-203.

[74] Bishop u.a.: S. 231.

[75] Siehe hierzu Lynch, Siobhan u.a.: Mindfulness-based Coping with University Life: A Non-randomized Wait-list-controlled Pilot Evaluation, in: Stress and Health, 27 (2011), Heft 5, S. 365-375.

[76] Kuhn und Weiser: S. 106-107.

[77] Michalak; Heidenreich und Williams: S. 47.

[78] Ebd.: S . 35-36.

[79] Kabat-Zinn, Jon: Gesund durch Meditation. Full Catastrophe Living, München 2011, S. 116-118.

[80] Michalak; Heidenreich und Williams: S. 48.

[81] Ebd.: S. 48-49.

[82] Piron: S. 281.

[83] Ebd.: S. 200-201.

[84] Siehe zu den entsprechenden Studien bspw. Engel: S. 221-261 oder Piron: S. 178-195.

[85] Engel: S. 225-226.

[86] Walach, Harald u.a.: Mindfulness-Based Stress Reduction as a method for Personnel Development: A Pilot Evaluation, in: International Journal of Stress Management, 14 (2007), H. 2, S. 189.

[87] Ebd.

[88] Kabat-Zinn: S. 356-357.

[89] Buchheld, Nina und Walach, Harald: Achtsamkeitsmeditation in Vipassana-Meditation und Psychotherapie. Forschungsstand und aktuelle Perspektiven, in: Belschner, Wilfried u.a. (Hrsg.): „Perspektiven transpersonaler Forschung“ (= Transpersonale Studien, Bd. 1), Oldenburg 2001, S. 72.

[90] siehe hierzu Engel: S. 350-353.

[91] Ebd.: S. 353-366.

[92] Kabat-Zinn: S. 461.

[93] Ebd.: S. 461-462.

[94] Engel: S. 222-223, 226-228.

[95] Kohls, Niko u.a.: Facets of mindfulness – Results of an online study investigating the Freiburg mindfulness inventory, in: Personality and Individual Differences, 46 (2009), S. 224.

[96] Full: S. 82.

[97] Siehe hierzu ebd.: S. 83.

[98] Lynch: S. 165. Siehe zur Methode und Wirkung auch Kapitel 4.1, die vier rechten Kämpfe und Kapitel 4.2, über die Auswirkungen dieses Wechsels der Einstellung.

[99] Sauer, Sebastian u.a.: Mindful Leadership: Sind achtsame Führungskräfte leistungsfähigere Führungskräfte?, in: Gruppendynamik und Organisationsberatung, 42 (2011), H. 4, S. 342.

[100] Mayer: S. 83.

[101] Sauer u.a.: S. 342.

[102] Mace: S. 41.

[103] Magala, Sławomir: Cross-Cultural Competence, New York 2005, S. 3.

[104] Grey: S. 126.

[105] Mace: S. 41, 101.

[106] Es gibt derzeit keine Studie die darüber Aufschluss gibt, ob beispielsweise das Erreichen der ersten Stufe bei der Vipassana-Meditation, Samatha allein (welche zwar „die Wurzeln von Gier, Abneigung und Ignoranz ‚in weite Ferne’ [rückt]“ (s. Kapitel 4.1)) zum Abbau narzisstischer Tendenzen führt, oder nur die zweite Stufe Vipassana dies bewirken kann. Dies muss hier offen bleiben. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die Übung der Achtsamkeit generell zu einer Fokusverschiebung, zu Entspannung, Selbstaktualisierung (Einssein mit sich) und Selbsttranzendenz (Einssein mit allem) führt, sodass egozentrische Selbstbezogenheit, also Narzissmus, überwunden wird. Siehe Piron: S. 17, 203.

[107] Sauer u.a.: S. 342.

[108] Dass Achtsamkeit einen positiven Einfluss auf die Lernfähigkeit haben kann zeigt die Einbeziehung der Verbesserung des Lernens in der Studie von Lynch (u.a.) zur achtsamen Bewältigung von universitärem Leben, die sich vor allem an Studenten richtete (s. Lynch).

[109] Engel: S. 232-233.

[110] Piron: S. 186.

[111] Engel: S. 246.

[112] Majumdar, Marcus und Walach, Harald: Achtsamkeitsmeditation und Gesundheit. Eine Outcome-Evaluation, in: Belschner, Wilfried u.a. (Hrsg.): „Perspektiven transpersonaler Forschung“ (= Transpersonale Studien, Bd. 1), Oldenburg 2001, S. 88.

Details

Seiten
101
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783656892069
ISBN (Buch)
9783956871610
Dateigröße
1.8 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v289021
Note
Schlagworte
durch achtsamkeit erfolg eine lebenseinstellung karrierefaktor

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Titel: Durch Achtsamkeit zum Erfolg. 
Eine buddhistische Lebenseinstellung als Karrierefaktor