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Körpersprache im Rahmen von Feedback & Kritik. Ein explorativer Wahrnehmungsvergleich zur Selbstreflexion

Seminararbeit 2014 30 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1.) Einleitung
1.1) Problemstellung
1.2) Zielsetzung
1.3) Vorgehensweise

2.) Grundlegende Begrifflichkeiten
2.1) Körpersprache
2.2) Feedback
2.3) Kritik

3.) Beschreibung des Bewertungsobjektes

4.) Eigenwahrnehmung von Körpersprache bei Feedback & Kritik

5.) Fragebogen zur empirischen Erhebung

6.) Fremdwahrnehmung von Körpersprache bei Feedback & Kritik

7.) Fazit & Ausblick

Anhang

Leistungsbeurteilung

Auswertung der Fremdwahrnehmung

Fragebogen

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 - Kommunikationsmodell nach Shannon & Weaver, 1949

Abbildung 2 - Attribute der Nonverbalen Kommunikation

Abbildung 3 - Johari-Fenster: Feedback & Selbstkundgebung

Abbildung 4 – Bewertungsobjekt (1/4)

Abbildung 5 – Bewertungsobjekt (2/4)

Abbildung 6 – Bewertungsobjekt (3/4)

Abbildung 7 – Bewertungsobjekt (4/4)

Abbildung 8 - Der Prozess der empirischen Forschung

Abbildung 9 - Auswertung Fremdwahrnehmung zu Bewertungsobjekt 1/4

Abbildung 10 - Auswertung Fremdwahrnehmung zu Bewertungsobjekt 2/4

Abbildung 11 - Auswertung Fremdwahrnehmung zu Bewertungsobjekt 3/4

Abbildung 12 - Auswertung Fremdwahrnehmung zu Bewertungsobjekt 4/4

Abbildung 13 - Zusammenfassung der Auswertung

Abbildung 14 - Fragebogen Seite 1/6

Abbildung 15 - Fragebogen 2/6

Abbildung 16 - Fragebogen 3/6

Abbildung 17 - Fragebogen 4/6

Abbildung 18 - Fragebogen 5/6

Abbildung 19 - Fragebogen 6/6

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1 - Formen von Kritik

Tabelle 2 – Abbildungen des Bewertungsobjektes

Tabelle 3 - Aussagen zur Eigenwahrnehmung des Bewertungsobjektes

Tabelle 4 - Aussagen zu Bewertungsobjekt 1

Tabelle 5 - Aussagen zu Bewertungsobjekt 2

Tabelle 6 - Aussagen zu Bewertungsobjekt 3

Tabelle 7 - Aussagen zu Bewertungsobjekt 4

Tabelle 8 - Kommentare zu den Bewertungsobjekten

1.) Einleitung

1.1) Problemstellung

Im Rahmen der Vorlesung „Sozialkompetenz“ des Studiengangs MBA IT-Management der Technischen Hochschule Ingolstadt, wurde die „Kommunikation“ thematisiert [Vgl. zu diesem und dem folgenden Satz (Vorlesungsskript Sozialkompetenz, 2014, S. 20 - 22)]. Dabei wurden unter anderem im Zuge eines explorativen Selbstversuchs einige Situationen konstruiert und durch die Studenten dargestellt. Mit Hilfe von Filmaufnahmen konnten die Teilnehmer auf die vorgeführten Rollen hin beurteilt [Vgl. zur Methodik des Videofeedbacks (Körpersprache & Rhetorik, 2011, S. 235 ff.)]. Eine abschließende Betrachtung der Aufnahmen diente zur Reflexion des erhaltenen Feedbacks [Vgl. Begrifflichkeit Feedback] bzw. der Kritik [Vgl. Begrifflichkeit Kritik] zu erhalten. Durch diesen Selbstversuch entstand ein Bewusstsein dafür, wie sehr sich die Eigen- und Fremdwahrnehmung differenzieren.

1.2) Zielsetzung

Im Zuge dieser Arbeit soll auf Basis einer Mitarbeiterbeurteilung [Vgl. den rot markierten Teil der Leistungsbeurteilung] ein explorativer Selbstversuch zwischen der Eigen- und Fremdwahrnehmung der Körpersprache zu Situationen aus dem beruflichen Kontext durchgeführt werden. Dazu werden vier Körperhaltungen eines vorgegeben Szenarios abgelichtet und mittels eines Bewertungsbogens hin sowohl durch den Autor dieser Arbeit als auch durch Mitarbeiter aus dem Umfeld beurteilt. Ziel ist es die Abweichungen zwischen der zuvor beschriebenen Selbstwahrnehmung der Körperhaltung [Vgl. Begrifflichkeit Körpersprache] und der Fremdwahrnehmung bzw. Beurteilung zu ermitteln. Darauf basierend sollen konstruktive Maßnahmen abgeleitet werden, die zu einer verbesserten Körpersprache führen sollen [Vgl. dazu Fazi].

1.3) Vorgehensweise

Innerhalb der Einleitung erfolgte die Schilderung der Problemstellung sowie die Definition der Zielsetzung. Weiterhin wird die Vorgehensweise durch den Aufbau dieser Arbeit dargestellt.

Das zweite Kapitel Grundlegende Begrifflichkeiten bildet dabei Grundlage für ein einheitliches Verständnis dieser Arbeit. Kapitel 3.) beschreibt das Bewertungsobjekt, welches die Basis für die in Kapitel 4.) beschriebene Eigenwahrnehmung des Versuchsobjektes darstellt.

In Kapitel Eigenwahrnehmung von Körpersprache bei Feedback & Kritik wird die Eigenwahrnehmung der Körpersprache aus Kapitel 3.) unter Berücksichtigung des gewählten Ausgangsszenarios beschrieben. Die Aussagen aus diesem Kapitel bilden die Basis für die Konstruktion eines Fragebogen zur empirischen Erhebung.

Die Auswertung und Beurteilung der ermittelten Daten des Fragebogens erfolgt anschließend in Kapitel 6.) und wird mit den Aussagen der Eigenwahrnehmung von Körpersprache bei Feedback & Kritik verglichen.

Diese Arbeit schließt mit dem Kapitel 7.) in dem die Erkenntnisse der Kapitel 4.) und 6.) dazu genutzt werden um konstruktive Maßnahmen abzuleiten, welche dem Autor nutzen sollen.

2.) Grundlegende Begrifflichkeiten

2.1) Körpersprache

In der Kommunikationstheorie wird unterschieden zwischen der verbalen, paraverbalen und nonverbale Kommunikation [Vgl. zu diesem und den folgenden drei Sätzen (Körpersprache & Rhetorik, 2011, S. 6)]. Die verbale Kommunikation befasst sich dabei vor allem mit dem Kontext des Kommunikationsmodells zwischen Sender und Empfänger [siehe Abbildung 1]. Während die klassische Rhetorik (Kombination von verbaler und paraverbaler Kommunikation) den Fokus primär auf den Inhalt und den Aufbau der verbalen Sprache legt so ergeben neueste Erkenntnisse, dass die Körpersprache eigentlich die wichtigere Komponente darstellt. Eine dieser wichtigen Untersuchungen wurde dabei unter dem Begriff „Fox-Effekt“ bekannt – dabei konnte der Schauspieler Michael Fox mittels seiner Schauspielerischen Darbietung eine Gruppe von Professoren der University of Southern California über seine mangelhafte inhaltliche Aspekte hinweg täuschen und einen Kompetenten Eindruck vermitteln.

Abbildung 1 - Kommunikationsmodell nach Shannon & Weaver, 1949

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: (Universität Bremen)

Viele weitere wissenschaftliche Untersuchungen wie beispielsweise die des Psychologen Albert Mehrabian bestätigen, dass die Körpersprache der größte Einflussfaktor bei der Kommunikation ist [Vgl. (Körpersprache, 2009, S. 9)].Die Körpersprache zeichnet sich dabei durch eine Vielzahl an Attributen sowie zugehörigen Attributs Ausprägungen aus – siehe Abbildung 2.

Abbildung 2 - Attribute der Nonverbalen Kommunikation

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Erstellung in Anlehnung an (Körpersprache, 2009, S. 20 - 64)

Da besonders nonverbale Kommunikation eine stark subjektive Ebene der Bewertung darstellt, sollen die Attribute der Abbildung 2 als Kriterienkatalog für den Bewertungsbogen, innerhalb des Kapitels Fragebogen zur empirischen Erhebung, genutzt werden.

2.2) Feedback

Feedback (aus dem Engl. für Rückmeldung, Bewertung) stellt die Form der Überbringung von Kritik dar und ist die optimale Methode einen Abgleich zwischen der Eigen- und Fremdwahrnehmung zu schaffen [Vgl. (Projektmanagement - Soft Skills für Projektleiter, 2006, S. 159 ff.)]. Dabei soll das Feedback primär den Anspruch haben Transparenz im Handeln zu schaffen sowie zu Motivieren auf Grundlage von Kritik [Vgl. (Projektmanagement - Soft Skills für Projektleiter, 2006, S. 159 - 163) und (Körpersprache & Rhetorik, 2011, S. 341 ff.)].

Abbildung 3 - Johari-Fenster: Feedback & Selbstkundgebung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: (Projektmanagement - Soft Skills für Projektleiter, 2006, S. 160)

Dazu bedarf es allerdings einer etablierten Feedback-Kultur welche wiederum einheitliche Regeln benötigt [Vgl. (Projektmanagement - Soft Skills für Projektleiter, 2006, S. 129 & 161)].

Daraus lassen sich die folgenden wesentlichen Zielsetzungen von Feedback ableiten [Vgl. (Personalwirtschaft, 2010, S. 306)]:

Man lernt mehr darüber, wie Andere mich und mein Verhalten erleben, Man lernt und übt, sich und sein Verhalten (kritisch) zu reflektieren und Man lernt und übt, anderen positives und kritisches Feedback zu Ihrem Verhalten zu kommunizieren.

Feedback ist folglich die Methode zur Gegenseitgen Überbringung von Kritik unter Berücksichtigung von inneren und äußeren Einflussfaktoren, wie beispielsweise dem Fachwissen des Empfängers. Zudem profitieren im besten Falle alle betroffenen Parteien von einem Feedback. Dabei beeinflusst wird das Feedback besonders durch die Körpersprache.

2.3) Kritik

Das Wort Kritik hat seinen Ursprung im Griechischen (griechisch kritikḗ (téchnē) = Kunst der Beurteilung) und steht für die Beurteilung von Leistungen und Behauptungen basierend auf Fakten und nachvollziehbaren Maßstäben [Vgl. (© Bibliographisches Institut GmbH, 2013)].

Die meisten Personen assoziieren heutzutage Kritik mit etwas negativen und übersehen die Chance zur eigenen Weiterentwicklung.

„Die Leute bitten um Kritik, aber sie wollen nur gelobt werden.“[1]

Quelle: W.S. Maugham, englischer Schriftsteller und Dramatiker [Vgl. (Zitat Maugham, 2013)]

Kritik kann dabei viele Aspekte haben und lässt sich deswegen nicht pauschal einer einzelnen Wertung bzw. einer Absicht zuordnen [Vgl. Tabelle 1].

Tabelle 1 - Formen von Kritik

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: (soziale Kompetenz, 2011, S. 105)

Zusätzlich spielen besonders die Faktoren der Kommunikationstheorie eine Rolle darin, wie der Absender seine Botschaft bzw. Kritik übermittelt und wie diese letztlich beim Empfänger (Feedback erhaltende Person) ankommen und interpretiert werden [siehe auch Abbildung 1].

So kann beispielsweise trotz eines einheitlichen Verständnisses der beiden Kommunikationspartner eine eigentlich positive und konstruktive Kritik aufgrund der Körpersprache unweigerlich zu einer Fehlinterpretation durch den Empfänger als auch den Absender führen. So könnte folglich eine unterspannte Körperhaltung in Kombination mit einem Lächeln und einem Augenrollen sowie einem Schulterzucken dem Absender das Gefühl vermitteln, dass der Empfänger seine Botschaft bzw. Kritik oder gar ihn als Person nicht ernst nimmt. Dies ruft ein Gefühl der Geringschätzung hervor obwohl dies vielleicht gar nicht die Intention des Kommunikationspartners war.

3.) Beschreibung des Bewertungsobjektes

Wie die Ergebnisse aus Kapitel 2.) veranschaulichen ist Vermittlung von Kritik abhängig von der Körpersprache. Somit ist die Körpersprache einer subjektiven Bewertung unterlegen, wenn man die verbalen und paraverbalen Aspekte der Kommunikation nicht miteinbezieht. Um eine gemeinsame Basis für den Vergleich der Eigen- und Fremdwahrnehmung zu bilden, wird nachfolgend das gemeinsam verwendete Bewertungsobjekt definiert.

Aufgrund der Tatsache, dass die Datenerhebung durch direkte Kollegen des Autors aus dessen (direkten) Berufsumfeld erfolgt würde eine Ablichtung der eigenen Person das Ergebnis verfälschen aufgrund des Grades der Vertrautheit. Die Gewohnheiten und das Verhalten des Autors würden in Kombination mit der emotionalen Ebene zwischen den Kollegen zu deutlicheren Tendenzen in der Beurteilung führen. Deswegen wird auf in der Literatur exemplarisch abgebildete Szenarien zurückgegriffen [Vgl. dazu (Körpersprache & Rhetorik, 2011, S. 30)]. Als Ausgangsszenario wird ein jährliches Mitarbeiterbeurteilungsgespräch ausgewählt. Dabei erfolgt ein kritisches Feedback zu der Leistung und dem Verhalten des Mitarbeiters.

Da sich Körpersprache schwer ohne eine direkte Tendenz bezüglich der Bewertung beschreiben lässt, wird das Testobjekt durch vier Abbildungen dargestellt – siehe dazu Abbildung 4, Abbildung 5, Abbildung 6 und Abbildung 7.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2 – Abbildungen des Bewertungsobjektes

[...]


[1] Original Engl.: „People ask you for criticism, but they only want praise.”

Details

Seiten
30
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656889304
ISBN (Buch)
9783656889311
Dateigröße
1.8 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v288636
Institution / Hochschule
Technische Hochschule Ingolstadt – IAW
Note
1,7
Schlagworte
körpersprache rahmen feedback kritik wahrnehmungsvergleich selbstreflexion

Autor

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