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Christlich-Eschatologische Tendenzen in der Vulgata-Übersetzung des Buches Kohelet (1 - 3.15)

Quellenexegese 2012 22 Seiten

Theologie - Biblische Theologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitende Fragestellung

2. Entstehungszeit
2.1. Standpunkt 1: 3.–2. Jh. v.Chr.
2.2. Standpunkt 2: 250–190 v.Chr.
2.3. Standpunkt 3: 450–350 v.Chr.
2.4. Eigene Stellungnahme

3. Abgrenzung der Textstelle
3.1. Standpunkt 1: Zäsur nach 3,15
3.2. Standpunkt 2: Zäsur nach 3,22
3.3. Eigene Stellungnahme

4. Übersetzungsvergleich Koh 1,1 – 3, 15
4.1. Hieronymus als Übersetzer von Kohelet
4.2. Textgrundlage
4.2.1. Kontrastierung auffälliger Abweichungen zwischen LXX und Vulgata
4.2.2. Jenseitsvorstellungen in Koh
4.2.3. Jenseitsvorstellung im 4. Jh. n. Chr. oder ein Erklärungsversuch der unterschiedlich gewählten Begriffe
4.2.4. Traduzianismus (tradux = Nachkomme, Sprößling)
4.2.5. Kreatianismus (creatio = Schöpfung)
4.2.6. Eine Reminiszenz des Kreatianismus in der Übersetzung des Buches Kohelet
4.2.7. Identität von spiritus und mens; der Begriff der ψυχὴ
4.2.8. In novissimo – die Implementierung einer christlich-eschatologischen Jenseitsvorstellung

5. Schlussworte und Folgerungen

Literaturverzeichnis

1. Einleitende Fragestellung

Die Frage nach den christologischen Aussagen des Buches Koh ist nicht zufriedenstellend beantwortet. Nach Auffassung vieler Kommentatoren passe Kohelet nicht in den Kanon des AT, was umso mehr die Frage aufdrängt, wie mit dieser Schrift von Seiten der christlichen Übersetzer umgegangen wurde und was die eigentliche Intention des Urhebers von Koh im Gegensatz (?) dazu ist.

Nahezu einstimmig werden in den Meinungen zu Koh Einflüsse von außen (bspw. des Hellenismus) entweder auf dessen Lehre oder zumindest den Urheber dieser Schrift angenommen. Diese Einflüsse von außen sind es, die vielen Lesern des Buches dieses als befremdlich erscheinen ließen – ja sogar teilweise zur unmittelbaren Anzweiflung der Kanonzität1 von Koh führten, indem Koh als häretische Schrift abgetan wurde. Im Spannungsfeld zwischen authentischer Widergabe des Urtextes und den Lesererwartungen der frühen christlichen Gemeinde (1. – 4. Jh. n. Chr.) bewegten sich Schreiber und Übersetzer des Textes.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es zu veranschaulichen, wie theologische Tendenzen bei der Übertragung aus dem Hebräischen und Griechischen ins Lateinische in das Textkorpus von Koh impliziert wurden. Insbesondere die große Bedeutung, welche der Vulgata im historischen Verlauf zukommt, gilt deshalb die Aufmerksamkeit: in welcher Weise hat Hieronymus als Übersetzer die aus christlogischer Sicht „bedenklichen“ Textstellen in Bezug auf die Orthodoxie und Orthopraxie des 4 Jh. n.Chr. abgerundet? Als griechische Vorlage dient der Text der LXX, die Hieronymus mit intensivem Gebrauch zur Übersetzung des MT als Hilfestellung herangezogen hatte, für das Lateinische die Vulgata.

2. Entstehungszeit

Die Frage nach dem Entstehungszeitpunkt von Koh ist nicht eindeutig zu beantworten. Eine zwar heute nicht mehr vertretene Position datierte die Entstehung des Buches in die salomonische Zeit in das 10. Jh. v. Chr. zurück2. Allgemein gefasst halten sich jedoch drei Standpunkte zur Entstehungszeit von Koh, deren gemeinsamer Standpunkt in der negativen Feststellung liegt, dass Koh nach 500 v. Chr. in der Zeit nach dem babylonischen Exil verfasst wurde3.

2.1. Standpunkt 1: 3.–2. Jh. v.Chr.

Das in Koh gebrauchte Hebräisch muss spät, d.h. im 3.–2. Jh. v.Chr. angesetzt werden. Die hebräische Terminologie und Syntax nähert sich bereits der Mischna an4. Zusätzlich setzt das Buch Jesus Sirach die Existenz von Koh voraus, was eine spätere Datierung als 190 v.Chr. unwahrscheinlich macht5. Hinweise auf die Erhebung der Makkabäer und die damit einhergehende Rückbesinnung auf das National-Israelitische finden sich nicht6.

2.2. Standpunkt 2: 250–190 v.Chr.

Schwienhorst-Schönberger nimmt einen vermittelnden Standpunkt zur Entstehungszeit ein und datiert sie in den Zeitraum der zweiten Hälfte des 3. Jh. v.Chr., spätestens bis zu Beginn des 2. Jh. v.Chr. Inhalt, Sprache und Form weisen nach dessen Meinung auf die gesellschaftlichen, politischen und theologischen Gegebenheiten der Zeit zwischen 250 – 190 v. Chr. hin7, nämlich der Ptolemäerzeit.

2.3. Standpunkt 3: 450–350 v.Chr.

Nach Meinung von Seow reicht Koh in die persische Zeit zurück, d.h. in den Zeitraum von 450 – 350 v. Chr. Am Beispiel von ökonomischen und juristischen Termini, die (beinahe) ausschließlich in die Zeit der persischen Epoche zurückreichen, argumentiert Seow anhand von ca. 20 Lexemen, dass eine spätere Datierung dem soziologischen und ökonomischen Sprachgebrauch nicht mehr gerecht werde8. Kombiniert mit Piottis Argumenten, dass sich gegen Ende der persischen Herrschaft in der Gegend von Ashdod ein umgangssprachliches, d.h. kaufmännisch-völkisches Hebräisch entwickelte, das stark von phönizischen Eigenheiten geprägt worden sei9, würde dieser These weiteren Rückhalt geben. Diesem Standpunkt wird entgegengehalten, dass all diese Lexeme in metaphorischer Verwendung im allgemeinen Sprachgebrauch des AT vorkommen.

2.4. Eigene Stellungnahme

Die Entstehungszeit des Buches Koh ist mangels eindeutiger Anhaltspunkte nur für einen längeren Zeitraum zu bestimmen. Auf der einen Seite sprechen gewichtige Argumente zunächst für eine Entstehung in der Perserzeit (450–350 v.Chr.). Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass die auf einer Literarkritik beruhende Auswertung der Lexeme einen ersten Anhaltspunkt für die Entstehungszeit bietet, allerdings nichts gegen eine Einordung in spätere Phasen spricht. Fraglich bleibt damit aber, warum der Urheber von Koh veraltete Maßangaben aus der Perserzeit verwendet haben soll. Die Verwendung von Maßeinheiten, die nur in einer bestimmten Epoche Anwendung gefunden hat, unterstützt die Argumente für eine zumindest teilweise Entstehung in der Perserzeit.

Auf der anderen Seite ergibt sich nicht zwingend der Schluss, dass das ganze Werk in der Perserzeit entstanden ist. Sollte es sich – wie die Zitatentheorie annimmt – um eine Aneinanderreihung von verschiedenen Zitaten handeln, so spricht die Verwendung persischer Maßangaben zunächst nur für eine erste Textschicht, die bis in die Perserzeit zurückreicht. Auf der anderen Seite ist dieser Theorie entgegen zu halten, dass in Koh auch wirtschaftliche Begriffe wie der des „Gewinns“ verwendet werden, deren Gebrauch in dieser Semantik erst in der Ptolemäerzeit entstanden sind.

Es bleibt der Schluss, dass es sich wohl um ein aus verschiedenen Zitaten zusammengetragenes Werk handelt. Damit ließen sich einerseits die persischen Maßangaben erklären, die 100 Jahre nach der persischen Besatzung immer noch bekannt gewesen sein können. Eine Zitation alter Maßangaben erscheint nicht ungewöhnlich auf Grundlage der Sentenzentheorie. Auf der anderen Seite spricht nichts gegen eine Einordnung in den Zeitraum von 250–190 v.Chr., weil so der soziokulturelle Kontext anderer Begrifflichkeiten und Thematiken nicht entwurzelt wird, sondern lediglich eine überlagernde, jüngere Textschicht anzunehmen ist.

3. Abgrenzung der Textstelle

Die Anordnung der einzelnen Teile von Koh werden in der Literatur durch mehrere Modelle gegliedert. Ein einheitliches Modell zum Aufbau des Buches lässt sich in der Literatur jedoch nicht ausmachen. Die Meinungen reichen von einer losen, ohne erkennbaren Gedankenfortschritt angeordneten Sammlung von Sentenzen10 (sog. Sentenzentheorie) bis hin zu einer linear-dynamischen Komposition11 mit inhaltlichen Bezügen zwischen den einzelnen Teilen.

Konsens zwischen diesen diametral entgegen gesetzten Positionen ist heute, dass zumindest 1,3–3,1512 eine kompositionelle Einheit zugrunde liegt13. Teilweise wird diese Einteilung bis 3,22 erweitert14.

3.1. Standpunkt 1: Zäsur nach 3,15

Nach Lohfink findet sich nach 3,15 eine Zäsur, die er aus seiner palindromischen Gesamteinteilung heraus setzt: bis 3,15 wird vom Menschen und dessen Möglichkeiten in der Gesellschaft gesprochen15. Daran schließt sich in 3,16 ein gesellschaftskritischer Teil an, der im Gegensatz dazu von den Übel der Gesellschaft – vor allem die Differenz zwischen Armen und Reichen – beschreibt sowie kritisch bedenkt.

3.2. Standpunkt 2: Zäsur nach 3,22

Nach Schwienhorst-Schönberger ist die Zäsur nach 3,22 zu setzten. 3,16–3,22 ist in einem größeren vierstufigen Aufbau des Buches zu verstehen, nämlich dass im ersten Teil in Grundzügen eine Philosophie des Glücks dargelegt wird. Nach der Königstravestie (1,12–2,26) und der Erkenntnis, dass Glück nur da ist, wo auch Gott ist, bestimmt diese Einsicht den weiteren Verlauf des ersten Teils, indem die großen Themen der biblischen Tradition angegangen werden: Zeit (3,1–9), Gott und Ewigkeit (3,10–15), Leben angesichts des Todes (3,16–22).

3.3. Eigene Stellungnahme

Diese Arbeit folgt der Sentenzentheorie mit der Einschränkung, dass Koh ein planvoller, palindromischer Aufbau zugrunde liegt. Die Einteilung Schwienhorst-Schönbergers geht argumentativ von einer petitio principii (Vorwegnahme der Konklusion) aus. Durch Aufstellen der Voraussetzung, dass Koh argumentativ die drei großen Themen der biblischen Tradition, nämlich Zeit (3,1–9), Gott und Ewigkeit (3,10–15), Leben angesichts des Todes (3,16–22) erkenne, nimmt er die Konklusion als Voraussetzung vorweg. Anders formuliert: aus jeder beliebigen Aussage folgt fraglos diese selbst. Ein solcher Schluss ist als analytisches Urteil ohne neuen Erkenntnisgewinn und bleibt rein spekulativ von der nicht zu beweisenden Annahme abhängig, dass diese Einteilung durch den Urheber Koh gewollt sei.

Lohfinks Einteilung als palindromische Gesamtkomposition setzt voraus, dass dem Urheber des Textes eine hellenistisch-literarische Bildung zugekommen sein muss16. Wie über den Urheber in nahezu allen Stellungen angenommen wird, genoss dieser entweder eine griechische Ausbildung oder war als weit gereister Lehrer mit der griechischen Gedankenwelt sehr vertraut. Der Schluss Lohfinks einer palindromischen Anordnung basiert damit auf Voraussetzungen, die gemeinhin als Konsens betrachtet werden.

Die Zäsur der im Folgenden zu vergleichenden Textstellen wird in dieser Arbeit hinter 3,15 gesetzt.

4. Übersetzungsvergleich Koh 1,1 – 3, 15

4.1. Hieronymus als Übersetzer von Kohelet

Hieronymus studierte als junger Mann bei Aelius Donatus in Rom die Werke Ciceros, Vergils und Quintilians, so dass davon ausgegangen werden kann, dass er zunächst auf lateinischer Basis mit dem griechischen Gedankengut vertraut wurde17.

In den Jahren 382 – 385 n. Chr. dürften die Übersetzungsarbeiten an der LXX begonnen haben18, die Übersetzung des hebräischen Textes wird auf ca. 386 n.Chr. datiert19.

Zur Übersetzung von Koh (und den anderen Salomonischen Schriften, d.h. Sprüche und Hohelied) benötigte Hieronymus nach eigener Aussage drei Tage20. In der Widmung an Paula im Proömium seiner Übersetzung, erklärt Hieronymus sein Verständnis von Kohelet, was für die Intention seiner Übersetzung ein wichtiger Anhaltspunkt ist: Koh diente ihm als Lehrschrift für Blesilla, ut eam ad contemptum istius saeculi provocarem, et omne quod in mundo cerneret, putaret esse pro nihilo21. Hieronymus betrachtete Koh demnach als orthodoxe Schrift im frühchristlichen Sinne, wozu er sich zur Untermauerung seiner Haltung in den Grundzügen bereits – wenn auch nicht systematisch ausgearbeitet – exegetischer Prinzipien bediente. So unterscheidet Hieronymus zwischen einem Literalsinn (interpretatio litteralis) und einem spirituellen Sinn (interpretatio spiritualis), die den christologischen Standpunkt in den Worten der Heiligen Schrift entbergen22.

In besonderer Weise zeigt Hieronymus auch auf, dass es ihm bei der Übersetzung von Koh nicht nur um eine Wiedergabe des MT/LXX in lateinischer Sprache ging, sondern um eine Übersetzung, welche als verbindliche Grundlage für die Beantwortung der eschatologischen Fragen seiner Zeit herangezogen werden konnte.

4.2. Textgrundlage

Hieronymus benutze zur Übersetzung zunächst den Text der LXX, später dann den MT (oder einem diesem sehr nahe kommenden Text)23. mit Kenntnis des Materials von Origenes aus dem Hexapla.

Der Vergleich der Übersetzungen zwischen dem griechischen und dem lateinischen Text zeigt eine starke Tendenz in der lateinischen Begriffswahl hin zu metaphysischen Begriffen24, die es näher einzuordnen gilt.

Exemplarisch werden im Folgenden Textstellen und Begriffe analysiert, die in besonderem Maße Auffälligkeiten in der lateinischen Übersetzung der LXX oder Suggestionen im Vergleich zum hebräischen und griechischen Ausgangstext darstellen. Zum näheren Verständnis der Begriffe ist es zunächst notwendig, diese auf ihren unterschiedlichen Bedeutungsgehalt in der theologischen Diskussion des 4. Jh. n.Chr. und im 3./2. Jh. v.Chr. hin zu untersuchen und voneinander abzugrenzen.

[...]


1 Barton, George Aaron, The Book of Ecclesiastes (TICC), Edinburgh 1971 (1908), S. 2: (…) Ecclesiastes was also known to a later extra-canonical writer, the author of the Wisdom of Salomon, who probably wrote in the first century B.C. The author (…) in his second chapter , sets himself to correct the sinful utterances of certain ungodly men, an there can be no question but that in verses 1–9 he includes among the sayings of the ungodly a number of the utterances of Qoheleth; ausführlich: ders., a.a.O. S. 57 f.

2 Zweifel an der Autorenschaft Salomons sind bereits in der früheren Forschung laut geworden, vgl.: v. Gaab, Johann Friedrich, Beiträge zur Erklärung des sogenannten Hohenlieds, Kohelets und der Klagelieder, Tübingen 1795, S. 48f; v. Gaab datiert die Entstehung von Koh in die Zeit nach dem babylonischen Exil.

3 Michel, Diethelm, Qohelet, Darmstadt 1988, S. 112.

4 Michel, Diethelm, Qohelet, Darmstadt 1988, S. 46

5 Hertzberg, Hans Wilhelm, Der Prediger, Gütersloh 1963, S. 49.

6 Lohfink, Norbert, Kohelet, Stuttgart 1980, S. 7; Hertzberg, Hans Wilhelm, Der Prediger, Gütersloh 1963, S. 28 f.

7 Schwienhorst-Schönberger, Ludger, Kohelet, Freiburg u.a. 2004, 103; Barton, George Aaron, The Book of Ecclesiastes (TICC), Edinburgh 1971 (1908), S. 60.

8 Seow, Choon-Leong, Linguistic Evidence and the Dating of Qohelet, in: JBL 115/4 (1996), S. 650 ff.:`(…) the book should be dated no earlier than the second half of the fifth century´; Ders., Ecclesiates, S. 13: `Aramaisms are attested sporadically in preexilic works, as well, particulary those texts coming from the north´; a.a.O., S. 15: `In sum, the high frequency of Aramaisms suggests a postexilic date, a fact confirmed by the cluster of common Hebrew and Aramaic terms all from the fifth and fourth centuries´; Galling, Kurt, Der Prediger, in: Die fünf Megilloth, Tübingen 1940, S. 48.

9 Piotti, Franco, La Lingua dell’Ecclesiaste e lo sviluppo storico dell’Ebraico, in: BeO 15 1973, S. 195: `Alla fine dell’epoca persiana, Qoh. servì di questa lingua popolare prevalentemente parlata, per scrivere il suo libro (…)´.

10 Galling, Kurt, Die Fünf Megilloth Prediger Salomo, Tübingen 1940, S. 49; ders. erstmals vorgelegt in: Kohelet-Studien, ZAW 50 (1932) S. 276 – 299; Delitzsch, Franz, Hoheslied und Kohelet (BC IV, 4), Leipzig 1875, S. 195; jeden Gedanken einer Komposition ablehnend: Fischer, Alexander Achilles, Skepsis oder Furcht Gottes? Studien zur Komposition und Theologie des Buches Kohelet (BZAW 247) Berlin u.a. 1997, S. 20: „[es ist] unmöglich das Buch Kohelet als ein literarisches Gesamtwerk zu betrachten. Vielmehr setzt es sich aus verschiedenen Stücken zusammen, die ursprünglich einmal selbständige Darlegungen bildeten und auf ihre Verwendung in der Schule hindeuten“; Zimmerli, Walther, Das Buch Kohelet – Traktat oder Sentenzensammlung?, VT 24 (1974) S. 221 – 230; Tyciak, Julius, Die Weisheitsbücher des AT, Paderborn 1948, S. 53; v. Gaab, Johann Friedrich, a.a.O., S. 48: spricht von einer `nicht in einem streng zusammenhängenden Ganzen, sondern (von) einer Sammlung einzelner Betrachtungen und Sentenzen´, bezweifelt jedoch nicht, dass es sich um eine `Collektion grösserer oder kleinerer moralischer Aufsäze (sic!) und Ermahnungen´ handelt.

11 Lohfink, Norbert., a.a.O., S. 10.

12 Sofern nicht anders gekennzeichnet beziehen sich die angegebenen Textstellen auf das Buch Koh.

13 Barton, George Aaron, The Book of Ecclesiastes (TICC), Edinburgh 1971 (1908), S. 46 f.

14 Schwienhorst-Schönberger, Ludger, Kohelet, S. 53.

15 Lohfink, Norbert, a.a.O., S. 33; zustimmend: Michel, Diethelm, Qohelet, Darmstadt 1988, S. 42 f.

16 Braun, Rainer, Kohelet und die frühhellenistische Popularphilosophie, Berlin u.a. 1973, S. 42f.; Jastrow, Morris, A Gentle Cynic, Philadelphia u.a. 1919, S. 152.

17 Luebeck, Aemilius, Hieronymus, Leipzig 1872, S. 224, verweist auf a) lib. adu. Rufin. I 16 t. II A p. 472: `Puto quod puer legeris Aspri in Vergilium et Sallustium commentarios, Volcati in orationes Ciceronis (…)et Terenti comoedias praeceptoris mei Donati aeque in Vergilium e.q.s.´, b) comm. In lib. Eccles. C. t. III A p. 390: `Huic quid simile sententiae et comicus ait: nihil est dictum quod non sit dictum prius, unde praeceptor meus Donatus cum istum uersiculum exponeret, pereant, inquit, qui ante nos nostra dixerunt´, der Meinung Luebecks, dass man nicht entscheiden könne, welche Autoren Hieronymus in seiner Schulzeit gelesen habe (Scriptores autem quos Hieronymus satis multos nouit praecipueque Romanos utrum iam in grammaticorum schola an maturiore demum aetate legerit, non utique possumus diiudicare, a.a.O., S. 5), ist nicht zu folgen. Die Textstelle zeigt eindeutig, dass Hieronymus an die gemeinsame Schulzeit erinnert.,vgl. ebenso: Winter, Paul, Nekrologe des Hieronymus, Zittau 1907, S. 3.

18 Grützmacher, Georg, Hieronymus Bd. I, Leipzig 1901 (1969), S. 113 f.

19 Holm-Nielsen, Svend, The Book of Ecclesiastes, S. 65.

20 Vgl. Migne, PL t. 28, c. 1339 ff.

21 Vgl. Migne, PL t 23, c. 1009.

22 Holm-Nielsen, Svend, The Book of Ecclesiastes, S. 66.

23 Barton, George Aaron, The Book of Ecclesiastes (TICC), Edinburgh 1971 (1908), S. 15 (10): It was St. Jerome’s plan to translate from Hebrew, but his version was made with a full knowledge of the material which Origen had collected in the Hexapla. His Ecclesiastes was made from a text which generally agreed with MT., though it sometimes departs from it in most suggestive ways.

24 Vgl. Holm-Nielsen, Svend, On the Interpretation of Qoheleth, S. 170 ff.: der bereits in Hieronymus‘ Übersetzung des griechischen ματαιότης (1,3)mit vanitas eine ethische Suggestion (`ethical direction´) erkennt, die mit dem materiellen Sinn von häbäl nicht übereinstimmt.

Details

Seiten
22
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656887225
ISBN (Buch)
9783656887232
Dateigröße
575 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v288466
Institution / Hochschule
Ruhr-Universität Bochum – Fakultät für katholische Theologie - Lehrstuhl für Altes Testament Prof.Dr. Christian Frevel
Note
1,7
Schlagworte
Kohelet Vulgataübersetzung Hieronymus Septuaginta LXX Eschatologie Tendenz Übersetzungsvergleich 1 - 3 Exegese Textvergleich

Autor

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Titel: Christlich-Eschatologische Tendenzen in der Vulgata-Übersetzung des Buches Kohelet (1 - 3.15)