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Die Rolle der Frau innerhalb der Abolitionsbewegungen in England und den USA zwischen 1780-1840

Am I not a woman and a sister

Hausarbeit (Hauptseminar) 2012 20 Seiten

Geschichte - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Fragestellung

2 Die Rolle der Frau in der Abolitionsbewegung
2.1 England
2.1.1 Abolitionismus in England
2.1.2 Beispiel: Birmingham Ladies’ Society for the Relief of Negro Slaves
2.1.3 Akteur: Anne Knight
2.2 USA
2.2.1 Abolitionismus in den USA
2.2.2 Beispiel: Philadelphia Female Anti-Slavery Society
2.2.3 Akteur: Lucretia Mott

3 Vergleich der britischen und amerikanischen Abolitionsbewegung

4 Fazit

5 Quellen- und Literaturverzeichnis

1 Einleitung und Fragestellung

Sklaverei ist kein Phänomen der Neuzeit oder der Gegenwart. Orientalische Sklaverei, von Persien bis Ägypten, war bereits seit dem dritten Jahrtausend v. Chr. bekannt, ebenso sind wir mit dem System der Sklavenhaltung im antiken Hellas und im römischen Reich vertraut.[1] Die Sklavereisysteme der Frühen Neuzeit, welche sich im westlichen Atlantik etablierten, stellten jedoch keine Fortsetzung der antiken Sklaverei dar, sondern bildeten vielmehr den Auftakt zu einer neuzeitlichen Form von Unfreiheit. Charakteristisch für diese neuzeitliche Sklaverei war deren Externalisierung aus dem Mutterland.[2] Voraussetzung dafür waren, im Fall von England, Kolonien in Mittel- und Nordamerika und der Wille durch möglichst ökonomische Produktion die Nachfrage an Kaffee, Tabak und vor allem Zucker zu decken. Wie war es nun aber möglich dieses Ziel zu erreichen? Während der ersten Besiedlungsphase der Kolonien und der folgenden Herausbildung von Plantagensystemen, versuchten die Engländer zunächst durch Sträflinge aus Irland den Bedarf an Arbeitskräften zu sättigen.[3] Doch die Sträflinge wehrten sich gegen ihr Schicksal. Außerdem waren sie nicht resistent gegen Tropenkrankheiten und ihre Arbeitszeiten waren durch einen Vertrag geregelt. Dieses Problem trat nicht beim Import von Sklaven aus Afrika auf. Zum einen waren sie unempfindlicher gegen Tropenkrankheiten, man konnte sowohl über die Sklaven, als auch über deren Nachkommen verfügen und der Arbeitsdienst der Sklaven war nicht an Verträge gebunden. Zum anderen funktionierte der Sklavenhandel auf afrikanischer Seite „jahrhundertelang mit großer Verlässlichkeit“.[4] Man geht mittlerweile davon aus, dass zwischen 1519 und 1867 schätzungsweise 11 Millionen Sklaven von Afrika über die Middle Passage nach Amerika gebracht wurden, circa 1,5 Millionen von ihnen starben auf der Schiffspassage.[5]

Mit dem rapiden Aufstieg der Sklaverei ging jedoch auch eine Transformation der sklavenhaltenden Gesellschaften, vor allem der englischen einher. Von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die englische Bevölkerung zu einem der größten Antagonisten der Sklaverei. Angeführt von sogenannten Societies, wie zum Beispiel der Society for the Abolition of the Slave Trade oder der Anti-Slavery Society, wurde nun mithilfe der Bevölkerung versucht, zuerst den Sklavenhandel und später die Sklaverei als Ganzes abzuschaffen.[6] Anfang des 19. Jahrhunderts bildete sich eine ähnlich starke Abolitionsbewegung in den USA, welche ebenfalls mittels Societies, wie der New-England Anti-Slavery Society agierte. In beiden Ländern bildeten sich zwei unterschiedliche Strömungen, die Gradualists und die Immediatists, heraus.[7] Während der Abolitionsbewegung wurde, wie von David Brion Davis in „Slavery and Human Progress“ herausgearbeitet, die Sklaverei als untragbare Hürde für den menschlichen Fortschritt angesehen, die zugleich gegen die christliche Moral sowie gegen die Menschenrechte verstieß.[8] Ein Standardwerk über die Sklaverei in Amerika, ebenfalls von David Brion Davis verfasst, ist „Inhuman Bondage. The Rise and Fall of Slavery in the New World“.[9]

Der Großteil der Anti-Slavery Societies wurde von Männern geleitet. Die erfolgreiche Durchführung von Publikationen, Vorträgen oder Petitionen, zum Großteil aber auch die Finanzierung der Societies lag in den Händen von weiblichen Akteuren, weshalb sich diese Arbeit mit der Rolle der Frau innerhalb der Abolitionsbewegungen in England und den USA zwischen 1780 und 1840 beschäftigt.[10] Es wird versucht zu zeigen, dass die englische Anti-Sklaverei Bewegung Initiator der amerikanischen war und sich beide Bewegungen dann eigenständig entwickelten. Mit Hilfe von Ideentransfers und persönlichen Kontakten erfolgte ein wechselseitiger Austausch. Erörtert wird dies mittels einer Gliederung, in welcher auf den Abolitionismus mit besonderem Augenmerk auf die Bedeutung der Frau, sowohl in England als auch in den USA eingegangen wird. Am Beispiel der Birmingham Ladies’ Society for the Relief of Negro Slaves in England und der Philadelphia Female Anti-Slavery Society in den USA soll die Rolle der Frau innerhalb einer Organisation erläutert werden. Anschließend wird aus beiden Bewegungen jeweils ein Akteur, im Fall England ist dies Anne Knight und für die USA Lucretia Mott, vorgestellt. Abschließend werden beide Bewegungen miteinander verglichen.

In der größtenteils englischsprachigen Forschungsliteratur finden die weiblichen Akteure der Anti-Sklaverei Bewegung bisweilen wenig Beachtung. Hilfreich in Bezug auf die Frauen innerhalb der britischen Emanzipationsbewegung war „Woman Against Slavery. The British Campaigns 1780-1870“ von Clare Midgley, worin zusätzlich Parallelen zur amerikanischen Bewegung gezogen werden.[11] Als ebenso tiefgreifend, wenngleich in kürzerer Form, erwies sich der Aufsatz „‘A Burning Zeal for Righteousness‘: Women in the British Anti-Slavery Movement, 1820-1860“ von Louis und Rosamund Billington.[12] Die amerikanische Perspektive betrachtet Alma Lutz in „Crusade for Freedom. Women of the Antislavery Movement.”[13] Um die englische mit der amerikanischen Abolitionsbewegung zu vergleichen erwies sich „‘Woman Who Speak for an Entire Nation‘: American and British Woman Compared at the World Anti-Slavery Convention, London 1840.“ von Kathryn Kish Sklar als hilfreich.[14]

2 Die Rolle der Frau in der Abolitionsbewegung

2.1 England

2.1.1 Abolitionismus in England

Zu Beginn der Abolitionsbewegung in England spielten die Quäker eine entscheidende Rolle. Das lag zum einen daran, dass sie zum Teil in den Sklavenhandel involviert waren, sich aber 1761 eigenständig von diesen Mitgliedern trennten. Zum anderen hatten die Quäker kein rein männlich besetztes Pfarramt, sodass es Frauen ebenso möglich war Laienminister zu werden.[15] Als Gesandte der Quäker waren diese Frauen sowohl in England als auch den USA unterwegs, um den Widerstand gegen die Sklaverei voran zu treiben. Dieses Engagement führte dazu, dass sich in den USA eine ebenfalls starke Basis der Society of Friends, wie zum Beispiel den Women Friends in Philadelphia bildete.[16] Doch trotz der guten Arbeit die sie leisteten, mussten sich die Frauen mit einer untergeordneten Rolle innerhalb der Quäker abfinden. 1759 erhielten sie das Recht, ein jährliches Treffen in London, das Women´s Yearly Meeting abzuhalten. Zudem gab es ab 1784 die Möglichkeit sich mit anderen lokalen Frauentagungen auszutauschen. Jedoch fehlte es ihnen an Macht um Verhaltensregeln aufzustellen. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass sowohl das Quaker Abolition Committee welches 1783 gegründet wurde, als auch die Society for the Abolition of the Slave Trade von 1787 ausschließlich männliche Mitglieder aufnahm und Frauen von gewissermaßen allen Entscheidungsgremien exkludiert waren. Trotzdem leisteten die Frauen ihren Beitrag zur Abolitionsbewegung in vielfältiger Art und Weise.[17]

Ein wichtiger Aspekt war die finanzielle Unterstützung. Das System der Abolitionsbewegung bestand aus sogenannten Societies, wie zum Beispiel der Society for the Abolition of the Slave Trade. Die Societies gliederten sich wiederum in unterschiedliche lokale Organisationen. Aufgabe dieser Vereine war es, die Öffentlichkeit für die Abschaffung des Sklavenhandels und, nach 1807, für die Beendigung der Sklaverei zu mobilisieren. Dies taten sie mithilfe von Publikationen über den Sklavenhandel und die Sklaverei, aber vor allem durch Petitionen welche dann dem House of Commons vorgelegt wurden.[18] Um diese Aktionen finanzieren zu können, waren die Vereine auf Spenden und Mitgliedsbeiträge angewiesen. Im ersten Jahr nach der Gründung betrug das Einkommen der Society for the Abolition of the Slave Trade £2,760.2s.7d.[19] Davon allein wurden £363.3s.6d von den weiblichen Subskribenten gestiftet wurde. Ein relativ großer Betrag wenn man beachtet, dass es nur rund 206 Frauen, rund zehn Prozent der Gesamtteilnehmer, in der Society gab.[20]

Von 1790 bis 1810 war es üblich, dass die Ehemänner als Familienoberhäupter ihre Frauen und Kinder in den Anti-Sklaverei Vereinen vertraten. Das lag vor allem an der quasi nicht vorhandenen Rechtsstellung der Frau, sowie ihrer finanziellen Abhängigkeit vom Ehemann. Dennoch entschieden sich einige Frauen die Vereine individuell zu unterstützen. Man fand heraus, dass nur circa ein Viertel der Subskribentinnen von ihren Ehemännern vertreten wurden. Die restlichen 75% entschieden sich möglicherweise die Vereine individuell zu unterstützen um als Einzelperson anerkannt zu werden.[21]

Nach der Abschaffung des Sklavenhandels 1807, wandte man sich ab circa 1820 der Beendigung der Institution Sklaverei zu. In dieser Zeit richteten Frauen eigenständige Frauen-Gesellschaften ein, welche im Gegensatz zu ihren männlichen Pendants eine sofortige Abschaffung der Sklaverei forderten. In den meisten dieser Frauen-Vereine blieben die Frauen unter sich. Um Geld zu sammeln, zahlten auch sie Spenden und organisierten zusätzlich jährlich einen Basar, auf dem Handarbeiten verkauft wurden. Einen Teil dieser Einnahmen spendeten sie wiederum an die nationale Anti-Slavery Society, welche 1823 gegründet worden war.[22] Diese Geldmittel machten 1826 lediglich vier Prozent aus. 1829 steuerten sie jedoch stolze 21 Prozent des jährlichen Einkommens der Anti-Slavery Society bei.[23]

Der Großteil der Spenden wurde genutzt um Pamphlete, Flugblätter, Zeitungen und jährliche Berichte über die Lage auf den West Indischen Inseln zu veröffentlichen und Propaganda Literatur gegen Sklaverei zu verteilen. Ein besonderer Fokus der weiblichen Organisationen lag darauf, die Leiden der weiblichen Sklaven hervor zu heben, was sie bereits in ihren Gründungsbeschlüssen wie folgt verankerten: „[…] every Negro Mother, living under British law, shall press a free born infant to her bosom.“[24] Doch es wurden nicht nur Frauen, sondern auch Männer durch die Veröffentlichungen angesprochen. So zum Beispiel die Publikationen der Sheffield Female Anti-Slavery Society „A Word for the Slave“ und „Appeal of the Friends of the Negro to the British People” von denen 1500 Kopien an Männer der Arbeiterklasse verteilt wurden.[25]

Eine der bekanntesten und einflussreichsten Publikationen einer Frau in England war zweifellos „Immediate, not Gradual Abolition“ von Elizabeth Heyrick. Die Denkschrift wurde 1824 publiziert und attackierte den ein Jahr zuvor festgelegten Grundsatz der Anti-Slavery Society, eher nach einer allmählichen Abolition als nach einer sofortigen zu streben. Damit war es ihr als Frau möglich, wenngleich ohne Wahlrecht, ohne Recht Parlamentsmitglieder zu bestimmen und ohne das Recht im national Anti-Slavery Committee zu sitzen, öffentlich Stellung zu nehmen und Kritik gegen die Führung der nationalen Abolitionsbewegung zu äußern.[26]

Das Erstellen von Petitionen war ab 1830 eine ebenso wichtige Aufgabe der Frauen, wie die finanzielle Unterstützung und das veröffentlichen von Publikationen. Vor 1830 waren Petitionen von weiblichen Abolitionisten so gut wie nicht existent.[27] Ein Grund weshalb Frauen ab 1830 anfingen Petitionen zu organisieren und zu unterzeichnen, war der Wandel der Anti-Slavery Society, beziehungsweise ihrer Splitterorganisation dem Agency Committee, von allmählicher Abolition hin zu sofortiger Abschaffung der Sklaverei. Da Frauen rechtlich von der Unterzeichnung von Petitionen ausgeschlossen waren, wurde überlegt ob es nicht besser sei wenn die Frauen ihre Petition eher an die Königin als an das Parlament senden sollten, denn das wäre eine weniger politisch motivierte Handlung. Dieser Gedanke wurde jedoch verworfen und alle Frauen in der Zeitung „Christian Advocate“ vom 6. Mai 1833 zur Unterzeichnung von Petitionen aufgerufen. Nachdem Frauen bereits zu gemischten Petitionen beigetragen hatten, organisierten sie diese nun auch selbständig. So wurden 1833 in nur zehn Tagen 187.157 Unterschriften von Abolitionistinnen gesammelt. Initiiert wurde diese Aktion von Anne Knight und Marie Tothill während die London Female Anti-Slavery Society sie schließlich durchführte. Diese Petitionen wurden am 14. Mai 1833 von Thomas Fowell Buxton dem House of Commons vorgelegt, es war der Tag als das Parlament den Emancipation Bill einführte.[28] Nahezu ein Drittel der Unterschriften in Petitionen von 1833 stammen von Frauen.[29] Noch eindrucksvoller waren nur die Petitionen von 1837 bis 1838, als mehr als 700.000 Frauen Petitionen gegen das Apprenticeship-System auf den West Indischen Inseln unterschrieben. Diese Zahl entspricht zwei Dritteln der Gesamtunterschriften.[30] Die Gesamtzahl der Petitionen und der damit verbundene Druck führten schließlich dazu, dass das Apprenticeship-System 1838 abgeschafft wurde.[31]

Hier zeigte sich aber nicht nur wie verhältnismäßig hoch das Interesse der Frauen an der Abolitionsbewegung war, sondern auch, dass die weibliche Abolitionsbewegung immer öffentlicher und politischer wurde und so zu einer öffentlichen weiblichen Meinungsbildung beitrug. Frauen waren in der Lage durch ihren Enthusiasmus in manchen Städten teilweise mehr Unterschriften zu sammeln als ihre männlichen Kollegen.[32] Indem Frauen also Petitionen in das Parlament einbrachten, bewegten sie sich in der Sphäre der Männer und unterstrichen so, dass auch sie in nationale Entscheidungen mit einbezogen werden wollten.[33]

Ein letzter Punkt der Erwähnung verdient, ist die Funktion der Frauen während des Zucker-Boykotts. Um das moralische und ökonomische Bewusstsein der Frauen dieser Zeit zu stärken, wurden zwischen 1825 und 1833 von verschiedensten Frauen-Organisationen die Hausfrauen aufgerufen auf Zucker, welcher in Sklavenarbeit produziert wurde, zu verzichten und stattdessen auf Zucker aus freiem Anbau zurück zu greifen.[34] Medium für diesen Protest waren abermals Publikationen, unter anderem auch von Elizabeth Heyrick, von denen mehrere Tausende an Hausfrauen aber auch an Kinder verteilt wurden. Ebenso übten einige Frauen-Vereine Druck auf lokale Ladenbesitzer aus, solange diese Zucker aus Sklavenarbeit vertrieben. Doch ungeachtet der Bemühungen war der Effekt des Zucker-Boykotts auf die Abolition eher gering.[35]

2.1.2 Beispiel: Birmingham Ladies’ Society for the Relief of Negro Slaves

Um einen tieferen Einblick in die Arbeitsweise eines Frauen-Vereins zu erhalten, soll an dieser Stelle die Birmingham Ladies’ Society for the Relief of Negro Slaves vorgestellt werden. Der Verein gehörte zu den wichtigsten und ältesten Frauen-Organisationen in England. Gegründet wurde er am 8. April 1825 von den einflussreichen Quäkerfamilien Lloyd und Sturge. Dennoch wurden die Führungspersonen von evangelischen Frauen wie Lucy Townsend besetzt. Wie andere Frauen-Vereine in England, verschrieb sich auch die Birmingham Ladies’ Society dem Ziel „die Zustände der unglücklichen Kinder Afrikas, besonders aber der schwarzen Sklavinnen welche unter britischem Recht leben, zu verbessern“ und forderte die sofortige Emanzipation der Sklaven in den britischen Kolonien.[36] Die Birmingham Ladies’ Society agierte national und unterstützte eine Vielzahl kleiner lokaler Organisationen mittels finanzieller Hilfe und durch Publikationen. Der Mitgliedsbeitrag betrug anfangs zwölf Schillinge, wurde aber rasch in einer Spanne von fünf bis zwölf Schillinge gestaffelt, um eine breitere Gesellschaftsschicht anzusprechen. Mithilfe von Beiträgen und Spenden schaffte es die Birmingham Ladies’ Society im zweiten Jahr nach der Gründung einen Umsatz von £823 zu verbuchen. Mittels dieses Geldes wurde es möglich im Jahr 1827 fast 35.000 Propagandaartikel, wie Zeitungen und Flugblätter, zu verteilen.[37]

Im Jahr 1830 setzte die Birmingham Ladies’ Society sogar die nationale Anti-Slavery Society unter Druck, in dem sie auf sofortige Abolition drängte und damit drohte die jährliche Spende von £50 zurück zu halten. Obwohl das Wort „gradual“ im Namen der Anti-Slavery Society fallengelassen wurde, begannen die Birmingham Ladies’ Society im darauffolgenden Jahr das Agency Committee zu unterstützen. Der Grund hierfür war die radikalere Auslegung des Agency Committee´s in Bezug auf die sofortige Abolition.[38] Zwölf andere Frauen-Vereine taten es der Birmingham Ladies’ Society gleich und unterstützten fortan das Agency Committee.[39]

[...]


[1] Vgl. Flaig, Egon: Weltgeschichte der Sklaverei. München 2011, S. 33-34.

[2] Vgl. Osterhammel, Jürgen: Sklaverei und die Zivilisation des Westens. München 2000, S. 49.

[3] Vgl. Osterhammer, 2000, S. 49.

[4] Vgl. Osterhammel, 2000, S. 44.

[5] Vgl. Flaig, Egon: Weltgeschichte der Sklaverei. München 2011, S. 165-166.

[6] Vgl. Drescher, Seymour; Engerman, Stanley L. (Hrsg.): A Historical Guide to World Slavery. Oxford 1998, S. 10-12.

[7] Gradualists: für schrittweise Abolition; Immediatists: für sofortige Abolition

[8] Vgl. Davis, David Brion: Slavery and Human Progress. Oxford 1984, p. 109.; Zwei wichtige Dokumente dazu sind: die Unabhängigkeitserklärung der USA von 1776 und die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte in Frankreich 1789, die besonders von den Gedanken der Aufklärung geprägt war.

[9] Davis, David Brion: Inhuman Bondage. The Rise and Fall of Slavery in the New World. Oxford 2006.

[10] Anfangspunkt 1780: allg. Beginn des Abolitionismus; Endpunkt: 1840: denn mit dem Ausschluss der Frauen bei der World Anti-Slavery Convention in London waren die Abolitionsbemühungen zwar nicht vorbei, doch begann dort eine neue Phase, nämlich die Frauenrechtsbewegung

[11] Midgley, Clare: Woman Against Slavery. The British Campaigns 1780-1870. London 1992.

[12] Billington, Louis; Billington, Rosamund: ‘A Burning Zeal for Righteousness‘: Women in the British Anti-Slavery Movement, 1820-1860. In: Rendall, Jane (Hrsg.): Equal or Different. Women’s Politics 1800-1914. Oxford 1987, S. 82-111.

[13] Lutz, Alma: Crusade for Freedom. Women of the Antislavery Movement. Boston 1968.

[14] Sklar, Kathryn Kish: „Women Who Speak for an Entire Nation“: American and British Women Compared at the World Anti-Slavery Convention, London 1840. In: Pacific Historical Review. Vol. 59, No. 4 (Nov. 1990), S. 453-499.

[15] Vgl. Midgley, 1992, S. 14-15.

[16] Vgl. Midgles, 1992, S. 14-15.

[17] Vgl. Midgley, 1992, S. 15-16.

[18] Vgl. Oldfield, John R.: Popular Politics and British Anti-Slavery. The Mobilisation of Public Opinion against the Slave Trade, 1787-1807. London 1998, S. 96-98.

[19] pounds, shilling, pence; zum Vergleich: Wochenverdienst einer Arbeiterfamilie im Jahr 1777 betrug 8s.3d. Vgl. Olsen, Kirstin: Daily Life in 18th Century England. Westport 1999, S.198.

[20] Vgl. Midgley, 1992, S. 17.

[21] Vgl. Midgley, 1992, S. 17.

[22] Vgl. Billington, 1987, S. 82-84.

[23] Vgl. Midgley, 1992, S. 52.

[24] Vgl. Midgley, 1992, S. 96. Übersetzung: Jede schwarze Mutter, die unter britischem Gesetz lebt, sollte das Recht besitzen ein freies Kind zu gebären.

[25] Vgl. Midgley, 1992, S. 58.

[26] Vgl. Midgley, 1992, S. 103-105.

[27] Mit Ausnahme einer Petition vom 5. Juli 1825, welche dem House of Commons vorgelegt und von 2000 Frauen aus Birmingham unterschrieben wurde. Vgl. Midgley, 1992, S. 63.

[28] Es wurde beschlossen, dass ab 1. August 1834 alle Sklaven in den britischen Kolonien frei sein werden, wenngleich sie bis 1840 im Apprenticeship-System arbeiten sollten; dieses System hatte letztendlich nur bis 1838 bestand. Zusätzlich wurden Plantagenbesitzer mit £20 Mio. entschädigt. Vgl. Drescher; Engerman, 1998, S. 13.; Vgl. Midgley, 1992, S. 66.

[29] Von den 1.309.913 Unterschriften sind über 400.000 von Frauen, wenn man die gemischten Petitionen mit berücksichtigt.

[30] Vgl. Midgley, 1992, S. 67.

[31] Vgl. Billington, 1987, S. 92.

[32] Zum Beispiel: 1833 in Nottingham unterschrieben 15.001 Frauen, aber lediglich 5.310 Männer eine Petition

[33] Vgl. Midgley, 1992, S.69.

[34] Vgl. Billington, 1987, S. 87-88.

[35] Vgl. Midgley, 1992, S. 60-62.

[36] Vgl. Billington, 1987, S. 85.: “the amelioration of the condition of the unhappy children of Africa, especially Female Negro Slaves […] living under British laws.”

[37] Vgl. Billington, 1987, S. 86.

[38] Angeführt wurde das Agency Committee von Joseph Sturge, dem Vater von Sophia Sturge, die die Birmingham Ladies’ Society mitgründete.

[39] Vgl. Billington, 1987, S. 90.

Details

Seiten
20
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656884897
ISBN (Buch)
9783656884903
Dateigröße
573 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v288318
Institution / Hochschule
Universität Rostock
Note
1,3
Schlagworte
Sklaverei Frauen Abolition England USA 1780-1840 slavery anti-slavery Abolitionismus

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Titel: Die Rolle der Frau innerhalb der Abolitionsbewegungen in England und den USA zwischen 1780-1840