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Metalyrik in deutschsprachigem Rap

Hausarbeit 2013 30 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung - Rap, Lyrik, Metalyrik
1.1 Warum Rap und nicht Schlager?

2. Metalyrik
2.1 Arten von Metalyrik
2.1.1 Explizite Metalyrik
2.1.2 Implizite Metalyrik
2.2. Unterschiedliche Wirkungsebenen von Metalyrik

3. Analyse von Beispielen
3.1 Beispiele zur Analyse
3.1.1 „Rap ist mehr als nur Salat in einer Teigrolle!“ - Das Definieren
3.1.2 Lehren und lernen
3.1.3 Cuts - Collagieren als eigene metalyrische Technik im Rap
3.1.4 Implizites Zitieren
3.1.5 Umstände literarischer Kommunikation
3.1.6 Selbstreflexion
3.2 Wirkungsebenen

4. Fazit und Ausblick

1. Einführung - Rap, Lyrik, Metalyrik

Die Arbeitsfrage der vorliegenden Arbeit stellt sich folgendermaßen:

Worin begründet sich und welche Funktion erfüllt das hohe Maß an Selbstreflexivität, Heteroreferenzialität und die damit einhergehende starke Metaisierung in Rap-texten? Hierzu werden zunächst im ersten Teil der Arbeit noch erklärt, warum gerade Rap-Texte zur Analyse stehen. Im zweiten Teil werden die nötigen Arbeitsbegriffe für die Arbeit an metalyrischen Texten geklärt und diskutiert. Hierbei stehen vor allem die von Eva Müller-Zettelmann in ihrer Dissertation etablierten Termini im Fokus. Ihre Arbeit wird ihrer Forschungsaktualität und der präzisen Terminologie und deren Zusammenhangsdarstellungen halber gewählt. Anschließend wird das Erarbeitete im dritten Teil der Arbeit auf einige exemplarische Rap-Texte angewendet. Hierbei werden die Frage nach der Anwendbarkeit der herausgearbeiteten literaturwissenschaftlichen Termini und der ausgewiesenen Funktionen versucht zu untermauern, bzw. wenn nötig auch ergänzt. Bei der Beschäftigung mit dem Terminologiekatalog von Müller-Zettelmann steht am Ende die Frage, ob ebendieser auch auf diese neuen, unkonventionellen Texte anwendbar ist, und ob er überhaupt praktikabel ist.

Da der Umfang der Arbeit es nicht zulässt, wird auf eine ausführlich Einführung in die Geschichte des HipHop und Rap und den dazugehörigen Kulturtechniken (DJing, Breakdance, Graffiti, Beatboxing) verzichtet und nur das für das Verständnis der Arbeit Nötigste erklärt. Für eine umfassende und hervorragend recherchierte Darstellung der Geschichte des HipHops von den Anfängen in Amerika und vor allem der Entwicklung in Deutschland empfiehlt sich der Band „20 Jahre HipHop in Deutschland“ von Sascha Verlan und Hannes Loh.1

1.1 Warum Rap und nicht Schlager?

Man könnte umfassende Arbeiten dazu schreiben, warum Rap in der literaturwissenschaftlichen Forschung gleichgestellt zu traditioneller, medial vorrangig schriftlicher Lyrik wahrgenommen werden sollte. Eine Argumentation dazu entfaltet sich am Rande dieser Arbeit, soll aber nicht das zentrale Thema sein. Vielmehr soll in diesem Absatz kurz geklärt werden, warum in dieser Arbeit Rap-Musik und deren Texte behandelt werden und nicht generell Songtext. Songtexte jeglicher Musikgenres fallen aus dem Komplex nicht heraus, jedoch scheint Rap-Musik besonders produktiv bei unserer Problematik zu sein, weil:

a) Rap eine Musik ist, die vorrangig eben durch den Texte bestimmt ist. Die musikalische Untermalung ist sehr minimalistisch und einfach gestrickt und sorgt eigentlich nur für eine Grundstimmung des Liedes, eine atmosphärische Untermalung, und gibt dem Rapper das rhythmische Gerüst für den Vortrag.
b) die Texte eben in einem großen Umfang metaisierend und auch z.T. poetologisch sind. Es gibt unzählige Lieder, in denen Rapper eingehend zum Vortrag bringen, dass sie selbst die besten Rapper sind und warum das so ist. Es werden die eigenen Zeilen in den Himmel gelobt. Es wird zitiert (positiv und negativ wertend). Es wird collagiert. Einer der Beispielsongs entwickelt gar einen zehngliedrigen Regelkatalog, darüber, wie man Rap machen sollte und sich als Rapper verhalten sollte. Dazu aber später noch eingehender.

Nach langer privater und akademischer Beschäftigung mit Hip-Hop und Rapmusik und ihren verschiedenen Erscheinungsformen, was Thematik und Stil betrifft, und auch mit dem medialen Umfeld, fiel auf, dass Rapmusik ein hohes Maß an Metaisierung und Intertextualität aufweist. Da kommt schnell die Vermutung auf, dass dies zum einen in der Entstehungsgeschichte begründet zu sein scheint, da Rapmusik - entstanden in den ärmeren Schwarzenvierteln New Yorks - sich immer mit den Lebensumständen der Musiker und den sozialpolitischen Hintergründen eben dieser auseinandergesetzt hat und zum anderen in der „Kampfkultur“ des Hip-Hops.

Bei Soundsystembattles 2 fingen die MCs (Master of Ceremonie3 ), die eigentlich anfangs nur das Publikum anheizen sollten, an, sich Sprüche zu überlegen, zu reimen und spielten kurze Zeit später die größere Rolle. Die DJs rückten in den Hintergrund und begleiteten auf einmal den MC. Die MCs bekämpften sich, wie anfangs die DJs mit Plattenauflegen, mit Worten. Wer ist der bessere MC? Wer bringt die besseren Reime, die lustigeren Vergleiche, die besseren Punchlines 4 usw.? So entstanden Rap-Battles, bei denen am Ende das Publikum ebenfalls wieder durch Applaus bewertete, wer der bessere MC ist. Bei den (Freestyle5 -)Battles wird auf den anderen, auf dessen Gesagtes versucht einzugehen. Es ging darum, sich in einer Umwelt, die wenige Möglichkeiten für einen bot, Respekt zu verschaffen, Anerkennung.

Die „Bewegung“ schwappte durch Filme wie Beatstreet und Wild Style nach Europa über, wo dann anfangs noch auf Englisch gerappt wurde. Ende der 80er/Anfang der 90er wurde vermehrt versucht in Landessprache zu rappen. Vorreiter6 in Deutschland waren Advanced Chemistry. Die Fantastischen Vier konnten mit „Die da!“ als erste HipHop-Formation kommerziellen Erfolg verbuchen. Letztere waren Jungs aus der Mittelschicht. Rap schien aber vor allem auch für soziale und ethnische Randgruppen schon immer eine große Anziehungskraft auszuüben. So eben die Gruppe Advanced Chemestry und heute diverse türkisch- und arabischstämmige Rapper. Außer diesen gibt es trotzdem auch eine breite Gruppe junger Männer aus der „Mittelschicht“, die sich der Sache verschrieben haben. Hier spielen die sozialen Hintergründe keine Rolle mehr und es wird eher Politik als das weitere soziale Umfeld thematisiert, oder es wird über Fiktives gerappt, oder selbst erlebte Geschichten erzählt (Storytelling) . Der Kampf mit den Worten spielt aber für alle eine große Rolle. Und sei es nur in Auseinandersetzung mit einem fiktiven Gegner - das Genre des Battlerap wird von allen bekannteren Rappern aber immer wieder bedient. Es gehört scheinbar einfach dazu. Wenn man diese Musik macht, muss man sich an anderen messen, posen7 , sich über die anderen stellen.

Schließlich hat die Arbeit in gewisser Weise also zweierlei Anspruch. Zum einen soll die Darstellung der Metalyrik bei Eva Müller-Zettelmanns diskutiert werden, wozu die Anwendung ihrer Terminologie auf die Beispiele dient. Den zweite und eigentlichen Schwerpunkt der Arbeit bildet die Frage, welche Funktion Metalyrik im Rap übernimmt und ob das häufige Auftauchen metalyrischer Texte in der Entstehungsgeschichte dieses Musikgenres begründet liegt und Rap dadurch vielleicht auch ein besonderes Zwitterdasein zwischen Literatur und Musik führt, weil die Texte sich in der Geschichte dieser Musikrichtung immer wieder selbstbezüglich in Schranken und Richtungen gewiesen haben und das sowohl hinsichtlich musikalischer als auch textlicher Eigenschaften. Doch bevor wir dieses Phänomen genauer unter die Lupe nehmen, wollen wir unser Analyseinstrumentarium bereitstellen.

2. Metalyrik

Im Folgenden wird vor allem auf die Dissertation von Eva Müller-Zettelmann eingegangen, die sich für die Arbeit am Thema als äußerst produktiv herausgestellt hat, da sie ausführlich und strukturiert das Thema detailliert und mit vielen Beispielen erarbeitet hat. Wie sie selbst auch feststellt, wurde das Phänomen der Metalyrik bislang kaum strukturell literaturwissenschaftlich aufgearbeitet [vgl. Müller-Zettelmann, 2000,S. 160-169], was sie auch als eins ihrer Motive für die Arbeit angibt.

Zunächst werden also die benötigten Termini und Kategorisierungen, die Müller-Zettelmann herausgearbeitet hat, so kurz wie nötig aber präzise wie möglich zusammengestellt, damit sie zielgerichtet auf die Texte der Analyse im zweiten Teil der Arbeit angewendet werden können. Nebenbei wird anhand der Analyse dieser Arbeit auch stellenweise geprüft werden, ob das terminologische Instrumentarium, das Müller-Zettelmann aufstellt, in der Form auch allgemein- literarische anwendbar ist.

2.1 Arten von Metalyrik

Um die einzelnen Unterarten der Metalyrik genauer klassifizieren zu können, werden diese für ein grobes Strukturieren unter der Opposition expliziter und impliziter Metalyrik gestellt. Explizite Metalyrik meint hier „im Modus des 'telling ' gehaltene, zitier- und extrahierbare Kommentare metalyrischen Inhalts.“ [Müller-Zettelmann, 2000, S. 185]

Unter impliziter Metalyrik werden Text(teile) verstanden, die „im Modus des 's howing ' […] Inszenierungen poetologischer Belange als metalyrische Verfahrensweise [vornehmen].“ [ebd.: S. 215]. Maßgeblich für diese Überkategorisierung sind eine „fehlende Zitierbarkeit“ und „Isolierbarkeit metalyrischer Elemente“ und die sich daraus ergebende „weniger leichte Erkennbarkeit.“ [ebd.]. Müller-Zettelmann insistiert jedoch auch aufgrund dieser Tatsachen darauf, dass „die Markiertheit und Eindeutigkeit impliziter metalyrischer Elemente [als] Skala aufzufassen“ sei, was also eine sehr eindeutige metalyrische Referenzialität genauso zulässt, wie auch ein „sich nur dem aufmerksamen Leser erschließender schwacher Anflug von literarischer Selbstthematisierung“ [ebd.]. Was das im Einzelnen heißt, wird im Folgenden deutlich werden.

2.1.1 Explizite Metalyrik

*Textuelle Präsentatationsformen

- enounced- vs. enunciation-Metalyrik

Diese Unterscheidung betrifft das Phänomen, dass die „in der lyrischen Gattung mögliche Differenzierung zwischen versprachlichendem und erlebendem Ich, zwischen Vermittlungs- und eigentlicher Inhaltsebene“ [ebd.: S.186] eine klare Abgrenzung vorgenommen werden kann. Die Frage ist also jene, ob das lyrische Ich Teil der fiktionalen Inhaltsebene des Textes ist, oder als den Text produzierendes, und damit gewissermaßen außerhalb der fiktionalen Welt des Textes stehendes Ich zur Sprache kommt. Explizite enounciation Metalyrik definiert Müller-Zettelmann also „als einen von der versprachlichenden persona getätigten, auf die Fiktionalität ihres Diskurses deutenden Kommentar“ [ebd.]. Das heißt also, wenn sich auf der Ebene des enounced eine Stimme erhebt, die aber offensichtlich nicht der des Dichter-Ichs zuzuordnen ist, und sich somit autoreflexiv dem Text zuwendet, handelt es sich um explizite enounciation Metalyrik. Ist hingegen das Sprecher-Ich, dass sich über den Text (in welcher Form auch immer) metalyrisch äußert, tendenziell dem Autor zuzurechnen, handelt sich demnach also um explizite enounced Metalyrik.8

*Kontextuell bestimmte Formen

- punktuell vs. extensiv:

Die Unterscheidung richtet sich nach Textlänge, Frequenz der metalyrischen Marker und deren Positionierung. Wird also gehäuft an exponierten Stellen in einem kurzen Text ein metalyrischer Marker gesetzt, handelt es sich um extensive explizite Metalyrik. Findet dasselbe in einer Ballade statt, ebenfalls. Findet sich in einer 13-strophigen Ballade nur ein metalyrischer Marker beispielsweise im ersten Vers der ersten Strophe handelt es sich also um punktuelle Metalyrik. Ebenfalls, wenn in einem 10-versigen Gedicht zwei Wörter eine metalyrische Markierung aufzeigen. [Ebd.: S. 194ff]

- offen vs. verdeckt:

Bei dieser Unterklassifizierung handelt es sich nicht um „ein bipolares Modell“, sondern vielmehr um eine „Skale“. Verdeckt kann z.B. ein polysemes Wort innerhalb eines Gedichts sein, dass „in der fiktive Welt des Textes zugehörig und zusätzlich zu dieser nicht-metalyrischen Funktion auch als selbstbezügliche Phrase entschlüsselt werden kann.“ Der offene Modus zeichnet sich hingegen durch „zwangsläufig illusionsstörende“ hohe Markiertheit aus. [Ebd.: S. 197ff]

- reine vs. kombinierte:

Reine explizite Metalyrik zeichnet sich dadurch aus, dass auch die „textuelle Umgebung metalyrisch orientiert“ ist. Wenn nun aber eine metalyrischer Marker sich in einer „Nachbarschaft nicht- metalyrischer Passagen“ wiederfindet, handelt es sich um kombinierte Metalyrik. [Ebd.: S. 200ff]

* Inhaltlich bestimmte Formen expliziter Metalyrik

- Fictio- vs. Fictum-Metalrik:

Ein explizites fictio -Metagedicht wendet sich speziell der „Gemachtheit und Artifizialität des literarischen Textes bzw. der Kunstfertigkeit des literarischen Produzenten“ zu. Das fictum- Metagedicht wendet sich quasi erweiternd nicht nur der Gemachtheit, sondern auch der „Erfundenheit bzw. Wahrheit des Geschilderten.“ Müller-Zettelmann stellt heraus, dass dieser Typus „vergleichsweise rar“ sei. [Ebd.: S. 204f]

- Primäre vs. Sekundäre Metalyrik

Diese Opposition zeichnet sich, ist von prim ä rer Metalyrik die Rede, durch Bezugnahme „der metalyrischen Elemente auf Eigenschaften der engsten innerfiktionalen Umgebung (d.h. dasselbe Gedicht)“ aus; im Gegensatz dazu bezieht sich das sekund ä r- metalyrische Gedicht durch Referenzen auf andere Texte aus. Eine Kombination ist möglich.

Prim ä re Metalyrik bedeutet also die Bezugnahme eines Textes auf sich selbst oder Strukturelemente dessen und sekund ä re Metalyrik behandelt „produzenten-, fremdtext- oder rezipientenzentrierte Fragen, bzw. ob kontextzentrierte Bereiche, wie etwa historische, ökonomische oder politische Bedingungen literarischer Kommunikation thematisiert werden.“9 Des Weiteren, und dies wird wohl ein Hauptaspekt der späteren Analyse der Primärtexte sein, kann hier auch „die Bezugnahme des Metagedichts auf spezifische Werke […] und der Abhandlung allgemein-literarischer Themen“ gegeben sein, wie etwa „die Feier der Dichtkunst“. [Ebd.: S. 209f]

- kritische vs. nicht-kritische

Diese Opposition ist durch „die Art ihres evaluativen Bezugs auf den thematisierten Fiktionalitätsaspekt bestimmt“. Soll heißen, das nicht-kritische Gedicht bezieht positiv metalyrisch Stellung zum Referenzgedicht oder einem literarhistorischen Ereignis oder Sonstigem, das kritische Metagedicht bezieht demnach dann eher eine negative Stellung. Dies kann sich auf alle Ebenen der Lyrik ausdehnen und auch persönlich auf eine Person beziehen. [Ebd.: S. 211]

[...]


1 Die Entwicklung des amerikanischen HipHop nach der Jahrtausendwende bleibt hier ausgespart, weil es für die Entwicklung in den einzelnen Nationen keine direkte Relevanz mehr hat. Ab der Jahrtausendwende wird in diesem Band nur noch die Entwicklung in Deutschland betrachtet.

2 Da man in die angesagten Clubs nicht rein kam, bzw. das nötige Geld dafür nicht aufbringen konnte, veranstaltete man eigene Partys. Der Strom wurde vom örtlichen Strommkasten abgezapft und ein Kellerraum oder ein Platz im Viertel mit Soundsystemen bestückt. Hier standen sich die DJs im Wettkampf gegenüber. Man zeigte, was man kann und wer die Leute besser bei Laune halten kann. Die "Kämpfe" wurden über den Applaus des Publikums entschieden. [Vgl.: Verlan, Sascha. 20 Jahre HipHop in Deutschland. 2002, S.57.]

3 Der Begriff ist heute in den Hintergrund gerückt. Gängiger ist heute „Rapper“. Letzter Begriff wird auch im weiteren Verlauf der Arbeit verwendet.

4 Szenebegriff für einen derben Reim, der den Gegner treffen soll oder einen kraftvollen Abschluss einer Sinneinheit. Englischer Begriff für Pointe, aber quasi wörtlich zu verstehen; oft auch mit einem Wortspiel/Pun oder anderen rhetorischen Stilmitteln kombiniert realisiert.

5 Beim Freestyle wird improvisiert gerappt. Es gibt jedoch auch geplante Battles, wo der Gegener bekannt ist und man sich einen Text vorbereiten kann.

6 Hier spielen eigentlich noch wesentlich mehr Akteure eine Rolle, die aber keine langfristige Bekanntheit gewinnen konnten und nur für die wirklich absolute Anfangszeit relevant waren, weil sie Jams (Veranstaltungen, wo Breakdance, DJing, MCing, Graffiti, Beatboxing aktiv ausgeübt wurden) veranstalteten, wo sich Akteure der Szene treffen und aneinander messen konnten. Uns interessieren hier aber nur die Wortakrobaten.

7 Posen: meint, dass man nicht nur körperlich präsent ist auf Bildern in bestimmten Posen, sondern auch großspuriges verbales auftreten und das Hervorstellen und Überhöhen der eigenen Fähigkeiten (sowohl lyrisch und mental als auch z.T. physisch)

8 Die enounciation beschreibt die „Ebene der Vertextung“; das enounced die „Ebene des beschriebenen Inhalts“. Diese Opposition stellt Müller-Zettelmann - in Anlehnung an die GENETTEschen Termini discours und histoire - als grundlegende lyriktheoretische Opposition heraus. [ebd.: S.66 - 72]

9 Müller-Zettelmann, 2000, S. 174f [Hervorhebung von mir]

Details

Seiten
30
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656886310
ISBN (Buch)
9783656886327
Dateigröße
659 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v288274
Institution / Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
2,3
Schlagworte
Rap Metalyrik HipHop Lyrik Moderne Lyrik Torch Absolute Beginner Blumentopf Audio88 und Yassin Neuere deutsche Literatur Literaturwissenschaft Germanistik

Autor

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Titel: Metalyrik in deutschsprachigem Rap