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Vorstellung des Carbon Disclosure Projects

Seminararbeit 2014 20 Seiten

BWL - Controlling

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einführung

2. Klimawandel und CO2 - Emissionshandel
2.1 Entstehung
2.2 Folgen für die Umwelt
2.3 CO2 Senkung
2.3.1 Emissionshandel
2.3.2 Kyoto Protokoll
2.3.3 Europäisches Emissionshandelssystem

3. Die Vorstellung und Bewertung des Carbon Disclosure Project
3.1 Allgemeines
3.2 Institutionalisierung
3.3 Fragebogen
3.4 Druck der Investoren
3.5 Notwendigkeit des CDP
3.6 Zusammenfassung der Kritikpunkte

4. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb1: CDP Unterzeichner 2013

Abb. 2: CDP Teilnahme 2003 - 2007

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einführung

Enorme Schwierigkeiten stehen für die Bevölkerung aller Länder an. Die Lebensgrundlagen sowohl auf der ökologischen, wie auf der ökonomischen Ebene werden bedroht durch sich ständig veränderndes Klima. Der Verbrauch der Ressourcen, wie Öl und Strom, hat Ausmaße angenommen, die es nie zuvor auf der Welt gab. Auch der rasante Anstieg der Rohstoff- und der Energiepreise macht der Menschheit zu schaffen. Die wirtschaftlichen, sozialen und die ökologischen Aspekte haben sich miteinander verbunden bei den großen, globalen Problemen. Die Art und Weise wie die Güter produziert werden, wie die Menschen in dieser Welt mit natürlichen Vorräten umgehen, sind zu einer lebenswichtigen Aufgabe geworden. Die umweltschädlichen, wirtschaftlich nicht nachhaltigen Handlungen können nicht länger getätigt werden, weil sich die Lage der Umwelt dramatisch verschlechtert hat. Andererseits kann die veränderte Umwelt neue Chancen für mehr Wachstum in der Wirtschaft bedeuten. Immer öfter handeln die Unternehmen sozialverantwortlich. Es wird in weniger umweltschädliche Anlagen investiert, wie die Sonnenenergie und Windenergie. Die Nutzung fossiler Brennelemente und Atomenergie soll der Vergangenheit angehören. Diese Strategien werden in den Unternehmen nach und nach umgesetzt. Für die Gesellschaft und die Finanzmärkte spielt es eine große Rolle zu wissen, wie die Unternehmen ihre Gewinne erzielen, denn der Trend der Investitionen in umweltschonende Unternehmen nimmt zu. Die Erzielung der Gewinne um jeden Preis gehört der Vergangenheit an. (Gabriel, 2008, S. 9)

Bis in die frühen 1990er hat das Problem des Klimawandels keine entscheidende Rolle bei den Unternehmen gespielt. Doch in den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich die Priorität der Ziele von den Betrieben verschoben. Wenn es früher keine wesentliche Rolle gespielt hat, ob ein Konzern die Umwelt vernachlässigt, so wird diese Angelegenheit immer aktueller. Ab der zweiten Hälfte der 1990er wurde das Problem der Treibhausgase allmählich bekannter. ( Kolk et al., 2008, S. 720) Es werden neue Industriegruppen geschaffen. Auf der einen Seite wurde der Weltklimarat gegründet, um die Auswirkungen der Erwärmung des Klimas zu beurteilen. Auf der anderen Seite kam es zur Gründung der Global Climate Coalition, deren Ziel es war, staatliche Maßnahmen zur Senkung der CO2-Emissionen zum Scheitern zu bringen. (Germanwatch, 2000)

Die Unternehmen arbeiten daran, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren. Zum einen sollen die Kosten gesenkt werden, die durch den Kauf der CO2 Zertifikate entstehen und zum anderen soll schonender mit der Umwelt umgegangen werden. Der Klimawandel und der damit einhergehende CO2 Ausstoß sind wichtig für die Welt, um ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltig handeln zu können. Auch für die Investoren gewinnt es an Bedeutung, sich mit den Fragen und Herausforderungen des Klimawandels zu beschäftigen. Die Geldgeber organisieren sich in Netzwerken, die sich mit dem Thema der Veränderung der Natur auseinandersetzen, wie Carbon Disclosure Project. Dieses Project hat zum Ziel gesetzt umfangreiche Transparenz von auf der Börse notierten Unternehmen zu schaffen. Dabei sollen wichtige Daten, Unternehmensinformationen und Risiken den Investoren zur Verfügung gestellt werden, die relevant sind, um die Klimastrategie der Betriebe analysieren zu können. Die nachfolgende Arbeit soll nun die Frage beantworten wie die Berichterstattung über das Carbon Disclosure Project kritisch zu bewerten ist? Die Bearbeitung des Themas erfolgt so, dass im 2. Kapitel zunächst die Relevanz des Klimawandels und die Entwicklung des CO2 Emissionshandels angesprochen wird. In dem 3. Kapitel wird die Bedeutung des Carbon Disclosure Project vorgestellt und anschließend kritisch bewertet. Die wichtigsten Aussagen sind im Fazit zusammengefasst.

2. Klimawandel und CO2 - Emissionshandel

2.1 Entstehung

Eines der größten Probleme des 21. Jahrhunderts ist die Erwärmung des Weltklimas. Die Klimaforscher gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2099 im Vergleich zur Periode 1980 - 1999 die Temperaturen auf der Welt zwischen 1,1 - 6,4° C steigen werden. (Günther, Nowack, 2008, S. 49) Die internationalen Wissenschaftler und Politiker haben sich darauf geeinigt die Erderwärmung zu stabilisieren, damit der Anstieg bei 2° Celsius bleibt. Das heißt die Durchschnittstemperatur soll nicht um mehr als 2° steigen. Die Treibhausgasemissionen müssen hierfür bis zum Jahr 2050 halbiert werden. Die Konzentration der Treibhausgase müsste dazu auf 450 ppm CO2 reduziert werden. Die Aufgabe der Industrieländer beim Bewältigen dieses Vorhabens ist, die Entwicklungsländer und Schwellenländer auf dem Weg des Industrialisierungsprozesses zu unterstützen, mit der Umwelt schonender umzugehen. (Dirschauer, 2008, S. 59)

Ein wichtiges Treibhausgas ist das Kohlenstoffdioxid. Sein Ausstoß in riesigen Mengen ist auf die menschliche Tätigkeit zurückzuführen. Kohleindustrie, Ölindustrie, Automobilindustrie, Stromerzeugung und Fluggesellschaften sind Branchen, die eine besondere Gefahr für die Umwelt darstellen; denn in diesen Sektoren werden die meiste fossile Energie verbraucht, wie Braunkohle, Steinkohle, Torf, Erdgas und Erdöl. Ebenfalls CO2 lastig sind die Branchen Landwirtschaft, Zement-, Aluminium- und Papierproduktion.

Für die Unternehmen ist es äußerst schwer, ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren, vor allem bei hohem Konkurrenzdruck. Würden Unternehmen anfangen in neue weniger CO2 ausstoßende Produkte investieren, so würde es zu höheren Kosten führen. Zwischen den Anbietern herrscht Preisdumping. Die Veränderung der Preise und Technologien bringt die Unternehmen in ein Wettbewerbsrisiko. Es erweist sich als kompliziert für die Firmen, in Forschung und Entwicklung zu investieren, um neue emissionsarme Technologien zu entwickeln, weil es oft enorm viel monetäre Ressourcen und Know-how erfordert, was nicht immer ausreichend vorhanden ist. Dennoch werden neue schonendere Technologien entwickelt, um an Energie zu kommen. In der Autoindustrie werden vermehrt Dieselfahrzeuge hergestellt. Es werden Solaranlagen, Windkraftanlagen häufiger eingesetzt. Diese modernen Methoden sind klimaschonender als der Einsatz der fossilen Brennstoffe. (Kolk et al., 2008, S. 721 - 722)

Auch bekannte Konzerne erkennen die Gefahr des Klimawandels und des CO2 Ausstoßes und arbeiten an neuen Ideen. So investiert BP in emissionsarme Technologien und Produkte, wie Solarenergie. Dies stellt ein Kernelement der neuen Beyond Petroleum Strategie für das ökologische Bewusstsein dar. Der Geschäftsführer von Wal-Mart setzt sich für die Reduzierung der Treibhausgase von seinem Unternehmen ein, weil es Geld einspart und die eigene Marktposition effizient stärkt. Das ökologische Engagement für eine bessere Kohlendioxid ärmere Welt steigert zusätzlich das Image der Firma. (Lash, Wellington, 2007, S. 96)

2.2 Folgen für die Umwelt

Dadurch, dass das Klima weltweit immer wärmer wird, schmelzen die Eisberge, was dazu führt, dass der Meeresspiegel steigt. Die extremen Wetterereignisse werden immer häufiger beobachtet. Die steigenden Temperaturen haben deutliche Folgen für die Gesellschaft und Wirtschaft, vor allem in Küsten- und Bergregionen. Die durch Überschwemmung unbrauchbar werdenden Gebiete könnten wirtschaftlich nicht mehr wie bisher genutzt werden. Davon wären z. B. der Mittelmeerraum und allgemein die Feuchtgebiete davon betroffen.

Solche Effekte sind ebenfalls in Deutschland zu sehen. Es wird vorhergesagt, dass die Temperaturen im Norden stark steigen werden. Mit Niederschlagsrückgängen ist im Nordosten zu rechnen, an den Nordseiten der Mittelgebirge kommt es zur Zunahme von Niederschlägen. (UBA, 2007, S. 11 ff.) So fallen für die Versicherungsbranche inzwischen jährliche Belastungen wegen der Zunahmen von Extremwetterereignissen von 2 - 4% an.

Als Konsequenz daraus müssen Anpassungsstrategien für die veränderte Umwelt von den Unternehmen entwickelt werden. Insbesondere Branchen, die von den klimatischen Bedingungen abhängig sind, müssen mit der Zeit Schritt halten, um dem Veränderungsprozess gewachsen zu sein. So könnten Orte, die wegen Überschwemmungen für Landwirtschaft nicht mehr brauchbar wären, nun möglicherweise für Fischerei/Fischzucht genutzt werden. Hierzu gehören Wasser-, Land- und Forstwirtschaft. Aber auch die Hightech Branche wäre betroffen. Die Produktion von Geräten gegen Überhitzung, z.B. hochmoderne Klimaanlagen für Büros könnten eine Rolle spielen. (Dlugoecki, Lafeld, 2007, S.7)

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Details

Seiten
20
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656884552
ISBN (Buch)
9783656884569
Dateigröße
827 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v288097
Institution / Hochschule
Universität Hamburg
Note
1,7
Schlagworte
Controlling CDP Carbon Disclosure Project Nachhaltigkeitsberichterstattung CO2 Emissionen

Autor

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