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Methodenbeschreibung in wissenschaftlichen Arbeiten

Forschungsarbeit 2015 13 Seiten

Germanistik - Didaktik

Leseprobe

Inhalt

Zur Methodenbeschreibung

Methodenbeschreibung in der Einleitung

Methoden bei theoretischen Arbeiten

Methoden bei empirischen Arbeiten

Literatur

Zur Methodenbeschreibung

Methodenbeschreibung ist laut Trimmel, Michael (2009, 141 ff.)1 für jede wissenschaftliche Arbeit unverzichtbar.

Die Methode in den empirischen Arbeiten richtet sich laut Karmasin, Matthias/ Ribing, Rainer (2006, 110)2 auf das Ziel und die Fragestellung der Untersuchung.

Die Darstellung der Methode erfolgt normalerweise in der Einleitung. So Esselborn-Krumbiegel, Helga (2008, 151).

In diesem Zusammenhang führt Esselborn-Krumbiegel, Helga (2008, 151) folgende Funktion zur Methodenbeschreibung:

„Die Methode einer wissenschaftlichen Arbeit sorgt dafür, dass die angeführten Belege die aufgestellten Hypothesen tatsächlich verifizieren.“3

Kruse, O. (2007, 131)4 macht darauf aufmerksam, dass die Methode die verfolgte Vorgehensweise sei, um Erkenntnisse zu gewinnen. Die Methoden variieren sich von einer Disziplin zu anderer. So Kruse, O. (2007, 131).

Hauptfunktion des Methodenkapitels ist es, dem Leser mit genaueren Informationen über die Untersuchung zu versorgen. So Esselborn-Krumbiegel, Helga (2010, 112)5.

Bei der Vorgehensweise einer wissenschaftlichen Arbeit geht man laut Esselborn-Krumbiegel, Helga (2008, 151)6 zuerst auf den Gegenstand der Untersuchung. Anschließend werden Leitfragen gestellt. Diese Fragen sollten sich Antworten auf die zentrale Frage verschaffen. Darauf folgen die einzelnen Argumentationsschritte, d.h. welche Schritte werden bei der Beweisführung unternommen. Abschließend werden mögliche Voraussetzungen, die nötig sind, damit die Argumentation für den Leser sichtbar wird, genannt.

Methodenbeschreibung in der Einleitung

Bei Bünting, K.D. u.a.7 (2008, 136) finden sich die Ausführungen, dass die Einleitung einer wissenschaftlichen Arbeit die Funktion hat, unter anderem die Vorgehensweise der Arbeit zu beschreiben.

Die Einleitung hat laut Norbert Franck8 (2009, 142) unter anderem folgende Funktionen:

„…Die Voraussetzungen zu erläutern, unter denen das Thema behandelt wird: Welcher methodische Zugang wurde gewählt? Welche Literatur, welche Daten usw. wurden herangezogen?

Den Aufbau der Arbeit zu begründen: In welcher Reihenfolge wird vorgegangen?“9

Sommer, Roy 10 (2006, 49) verweist darauf, dass die Einleitung die Beschreibung von den Methoden zur Erreichung des Forschungsziels beinhaltet.

In der Einleitung einer wissenschaftlichen Arbeit geht es unter anderem laut Kornmeier, M. (2012, 106)11 um den Gang der Untersuchung. Um die Forschungsfrage zu beantworten, sollte eine Methodik vorliegen, die beschrieben werden sollte.

Methoden bei theoretischen Arbeiten

Die Methodenbeschreibung in den Literaturarbeiten und in den empirischen Untersuchungen ist laut Esselborn-Krumbiegel, Helga (2010, 105)12 nicht gleich. (vgl. auch Kruse 2010, 90)13

Im Gegensatz zu empirischen Arbeiten erfolgt die Methodenbeschreibung in Literaturarbeiten nicht so detailliert. Hier findet sich diese Beschreibung in der Einleitung. Bei der Methodenbeschreibung können Fragen an das Material gestellt werden. Man kann auch den Ansatz einer Theorie durch ein Beispiel erklären, wenn diese wenige bekannt ist. So Esselborn-Krumbiegel, Helga (2010, 114)14.

Demgegenüber finden sich laut Kruse, Otto (2010, 90 ff.)15 in Theoriearbeiten folgende Herangehensweisen:

Tabelle 1: Herangehensweisen bei theoretischen Arbeiten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Kruse, Otto (2010, 93): Lesen und Schreiben, Konstanz , UVK/UTB

Laut Kruse, O. (2007, 131)16 gibt es folgende Methoden:

Auswertung von wissenschaftlichen Quellen

Jede wissenschaftliche Arbeit benötigt Literatur. Hier sollte man zeigen, was man damit tun wird und wie man diese Literatur auswertet. Die Wiedergabe der Literatur sollte im Hinblick auf den Inhalt richtig sein. für diesen Zweck kann man den Literaturbericht verwenden. Er gibt an, welche Quellen berücksichtigt wurden. Er bezieht sich auf Synopsen, d.h. die wichtigen Inhalte werden stichwortartig zusammengestellt (Tabelle oder Spiegelstrichen).

Dazu werden Begriffe gezeigt und zwar wie sie in der jeweiligen Disziplin und anderen Disziplinen verwendet werden.

Die Literatur wird objektiv ausgewertet und zwar nach bestimmten Kriterien. Eine Systematik sollte dabei verfolgt werden.

Analyse von nicht-wissenschaftlichen Quellen

Hier geht es um literarische, historische, künstlerische…Quellen. Jede Quelle benötigt eine spezielle Methode, um sie auszuwerten. In diesem Sinne sollten die Besonderheiten jeder Quelle beachtet werden.

Methoden bei empirischen Arbeiten

Bei empirische Untersuchungen wird laut Esselborn-Krumbiegel, Helga (2010, 105)17 an dem Schema IMRAD orientiert. Der zweite Schritt gilt als eigenes Kapitel. Hier werden Methoden wie Experimente, Befragungen oder Beobachtungen beschrieben. Für dieses Kapitel finden sich andere Bezeichnungen wie „Untersuchungsdesign“, „Forschungsplan“ oder „Material und Methode“.

Das Methodenkapitel besteht aus folgenden Elementen: Rahmenbedingungen, Datengewinnung und Datenauswertung.

Rahmenbedingungen

Zuerst wird die Auswahl der Probanden, Interviewpartner oder Befragten beschrieben. Dazu wird die Auswahl des Unternehmens begründet, der bei der Untersuchung herangezogen wurde. Anschließend werden Kriterien zur Auswahl von einer Stichprobe oder Probanden angeführt.

Datengewinnung

Beim Fragebogen oder Interview sollte man laut Esselborn-Krumbiegel, Helga18 (2010, 109) Folgendes beachten:

„Datenquellen: Fragebögen/Interviews

Zeitpunkt und Dauer der Erhebungen

Ort der Erhebung

Gesamtzahl der untersuchten Objekte bzw. Anzahl der Objekte pro Gruppe

Kontaktaufnahme

Information der Befragten über das Forschungsprojekt

Funktion/ Qualifizierung der Befragten

Themenfelder der Befragung/ Erhebung

Einzelinterview/ Gruppeninterview

Telefoninterview oder persönliches Interview

Art der Aufzeichnung (Mitschnitt oder schriftliche Notizen)

[...]


1 TRIMMEL, MICHAEL (2009): Wissenschaftliches Arbeiten in Psychologie und Medizin, Wien, Facultas wuv./UTB

2 KARMASIN, MATTHIAS/ RIBING, RAINER (2006): Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten. Ein Leitfaden für Seminararbeiten, Bachelor, - Master und Magisterarbeiten sowie Dissertationen 6. aktualisierte Auflage 2011. Erste Auflage 2006. Wien. Facultas WUV. UTB

3 ESSELBORN-KRUMBIEGEL, HELGA (2008): Von der Idee zum Text. Eine Anleitung zum wissenschaftlichen Schreiben. 3. überarbeite Auflage 2008. Padernborn. Schöningh UTB. (Erste Auflage 2002)

4 KRUSE, OTTO (2007): Keine Angst vor dem leeren Blatt. Ohne Schreibblockaden durchs Studium. 12., neu völlig bearbeitete Auflage. Frankfurt am Main, New York. Campus Concept

5 ESSELBORN-KRUMBIEGEL, HELGA (2010): Richtig wissenschaftlich schreiben. Paderborn. Schönigh/UTB

6 ESSELBORN-KRUMBIEGEL, HELGA (2008): Von der Idee zum Text. Eine Anleitung zum wissenschaftlichen Schreiben. 3. überarbeite Auflage 2008. Padernborn. Schöningh UTB. (Erste Auflage 2002)

7 BÜNTING, K-D, U.A. (2008): Schreiben im Studium: mit Erfolg Ein Leitfaden. Cornelsen Scriptor. Berlin.. Siebte Auflage

8 FRANCK, NORBERT UND STARY, JOACHIM (2009): Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens. Padernborb. Ferdinand Schöningh. 15. überarbeitete Auflage. Erste Auflage 2003

9 Ebd.

10 SOMMER, ROY (2006): Schreibkompetenzen. Erfolgreich wissenschaftlich schreiben. Stuttgart. Klett

11 KORNMEIER, MARTIN (2012): Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht. Bern, Stuttgart, Wien. Haupt Verlag. Erste Auflage (2008)

12 ESSELBORN-KRUMBIEGEL, HELGA (2010): Richtig wissenschaftlich schreiben. Paderborn. Schönigh/UTB

13 KRUSE, OTTO (2010): Lesen und Schreiben, Konstanz , UVK/UTB

14 ESSELBORN-KRUMBIEGEL, HELGA (2010): Richtig wissenschaftlich schreiben. Paderborn. Schönigh/UTB

15 KRUSE, OTTO (2010): Lesen und Schreiben, Konstanz , UVK/UTB

16 KRUSE, OTTO (2007): Keine Angst vor dem leeren Blatt. Ohne Schreibblockaden durchs Studium. 12., neu völlig bearbeitete Auflage. Frankfurt am Main, New York. Campus Concept

17 ESSELBORN-KRUMBIEGEL, HELGA (2010): Richtig wissenschaftlich schreiben. Paderborn. Schönigh/UTB

18 ESSELBORN-KRUMBIEGEL, HELGA (2010): Richtig wissenschaftlich schreiben. Paderborn. Schönigh/UTB

Details

Seiten
13
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783656873426
ISBN (Buch)
9783656873433
Dateigröße
482 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v287051
Institution / Hochschule
University of Oran
Schlagworte
methodenbeschreibung arbeiten

Autor

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