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Untersuchung der Unterschiede in den Einstellungen von Eltern und Nicht-Eltern

Experimentalpraktikum

Hausarbeit 2014 32 Seiten

BWL - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abstract

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1. Einführung und Hypothesen
1.1 Einführung
1.2 Hypothesen

2. Methoden
2.1 Methode der Erhebung der Daten
2.2 Formulierung der Items
2.3 Methode der Auswertung der Daten

3. Ergebnisse
3.1 Zusammensetzung der beiden Untersuchungsgruppen Eltern und Nicht-Eltern
3.2 Kennwerte der vier Einstellungen
3.3 Ergebnisse der Berechnung zu den Mittelwertsunterschieden
3.4 Überprüfung des Zusammenhangs zwischen der Elternschaft und des Alters
3.5 Überprüfung des Zusammenhangs zwischen der Elternschaft und des Geschlechts

4. Diskussion
4.1 Diskussion der Methodik
4.2 Diskussion der Ergebnisse

5. Quellen

Anhang

Abstract

Im Rahmen dieser Arbeit wurde untersucht, ob sich die gesellschaftlichen Gruppen Eltern und Nicht-Eltern in ihren Einstellungen zu bestimmten Themen unterscheiden. Die Themen sind „Verantwortungsbewusstsein“, „Zufriedenheit mit der privaten Lebenssituation“, „Zukunftsangst“ und „Hygienebewusstsein“.

Zusätzlich wurde geprüft, ob Zusammenhänge zwischen der Gruppenzugehörigkeit und dem Alter, sowie zwischen der Gruppenzugehörigkeit und dem Geschlecht bestehen.

Die Datengrundlage bildete ein vollstandardisierter Fragebogen, den 20 Eltern und 20 Nicht-Eltern beantworteten. Dieser wurde via Internet zur Verfügung gestellt.

Die Unterschiede in den Einstellungen wurden mittels der Effektgröße d nach Coher berechnet, außerdem wurden die Kennwerte betrachtet und verglichen.

Für die Überprüfung der Zusammenhänge zwischen der Gruppenzugehörigkeit und dem Alter wurde die punktbiseriale Korrelation genutzt. Die Zusammenhangsüberprüfung zwischen der Gruppenzugehörigkeit und dem Geschlecht erfolgte mittels Chi2-Test.

Die Gruppen Eltern- und Nicht-Eltern unterscheiden sich in allen vier Einstellungsthemen. Besonders deutlich ist dieser Unterschied in der Einstellung „Zufriedenheit mit der privaten Lebenssituation“. Des Weiteren besteht ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Gruppenzugehörigkeit und dem Alter. Kein Zusammenhang besteht zwischen der Gruppenzugehörigkeit und dem Geschlecht.

Das Gütekriterium Objektivität ist vollständig gegeben, die Gütekriterien Reliabilität und Validität weisen hingegen Schwächen auf.

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Gesamte Geschlechtsverteilung gruppenübergreifend

Abbildung 2: Geschlechtsverteilung in der Gruppe der Eltern

Abbildung 3: Geschlechtsverteilung in der Gruppe der Nicht-Eltern

Abbildung 4: Darstellung der Mittelwerte und Standardabweichung des Alters der beiden Gruppen

Abbildung 5: Vergleich der Mittelwerte der Gruppen Eltern und Nicht-Eltern

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Konventionen für die Interpretation von Effektgrößen

Tabelle 2: Berechnung zum Chi²-Test

Tabelle 3: Kennwerte zum Alter

Tabelle 4: Kennwerte der Gruppe der Eltern

Tabelle 5: Kennwerte der Gruppe der Nicht-Eltern

Tabelle 6: Effektgröße d zu den Einstellungsgruppen

Tabelle 7: Vier-Felder-Test zur Überprüfung des Zusammenhangs zwischen der Gruppenzugehörigkeit und des Alters

1. Einführung und Hypothesen

1.1 Einführung

Einstellungen werden als Gefühle betrachtet, die durch Überzeugungen entstehen. Aufgrund unserer Einstellungen reagieren wir auf eine bestimmte Art und Weise. Sie beeinflussen, wie wir uns verhalten und unsere Empfindungen gegenüber bestimmten Dingen, Menschen oder Ereignissen. (Myers 2008)

Ebenso können Einstellungen als Tendenzen der Psychologie betrachtet werden, die durch einen Bewertungsprozess ausgedrückt werden, der entweder positiv oder negativ sein kann. Eine Einstellung besteht aus drei wesentlichen Komponenten: der Auffassung als psychologische Tendenz, den Bewertungsprozess und das Einstellungsobjekt (Eagly und Chaiken 1993).

Einstellungen können unsere Handlungen beeinflussen. Die Frage ist, wie sie dies tun. Dies versucht die Theorie der kognitiven Dissonanz zu klären. Demnach empfinden es Menschen als unangenehm, wenn zwischen ihrer Einstellung und ihren Handlungen Differenzen bzw. Dissonanzen, also Wiedersprüche, entstehen (Hussy et al. 2013). Diese Theorie besagt, dass die Person nun versucht, diesen Zustand zu überwinden, also etwas zu unternehmen, um die Dissonanzen zwischen Einstellung und Handlung zu verringern (Hussy et al. 2013). Menschen handeln also bevorzugt nach ihren Einstellungen, wenn sie dies nicht können, so entstehen Spannungen. Um diese zu lösen kann man entweder die Handlungen ändern oder die Einstellungen, die konträr zu den Handlungen stehen.

Durch Einstellungen kann Verhalten aber nicht vollständig vorhergesagt werden, da auch andere Parameter (z.B. sozialer Druck) beeinflussen, ob eine Handlung letztendlich ausgeführt wird (Myers 2008). Eine Einstellung lässt sich demnach gut vorhersagen, wenn andere Einflüsse gering sind. Beispielsweise kann eine Person, die einer Sucht unterliegt, nicht damit aufhören, obwohl sie es unbedingt möchte. Eine bekannte Studie zu diesem Thema hat LaPiere durchgeführt. Dabei konnte er nachweisen, dass viele Personen entgegen ihrer Einstellung gehandelt haben (LaPiere 1934). Am besten wird Verhalten durch eine konkrete Absicht zum Verhalten vorhergesagt (Ajzen 1985).

Andersherum können Handlungen aber auch die Einstellungen beeinflussen (Myers 2008). Eine Möglichkeit, wie Handlungen die Einstellungen beeinflussen, wird mit der Foot-in-the-Door-Technik repräsentiert. Diese Technik verdeutlicht, dass eine nachfolgende Handlung leichter wird, wenn man bereits eine ähnliche Handlung durchgeführt hat (Myers 2008). Diese Technik kann man nutzen, um Personen in eine Handlungsrichtung zu lenken. Möchte man etwas erreichen, so fragt man zunächst nach einer Handlung, die für die Person leichter ist, um nachfolgend eine schwierigere Handlung erbitten zu können (Fischer et al. 2013).

Verhalten folgt also den Einstellungen, aber auch Einstellungen dem Verhalten (Myers 2008). Einstellungen können durch Verhalten geändert werden. Es findet letztlich eine gegenseitige Beeinflussung statt.

Ein weiteres Beispiel, wie Handlungen unsere Einstellungen beeinflussen, ist das Rollenverhalten. Dabei ist man bestrebt, sich an Vorgaben zu halten, die einem durch die Gesellschaft vermittelt werden (Myers 2008). Beim berühmten Stanford Prison Experiment konnte nachgewiesen werden, dass das Rollenverständnis und die Handlung nach einer Rolle die Einstellungen stark beeinflussen (Zimbardo 1972). Somit kann die Annahme einer neuen Rolle auf die Einstellungen wirken und diese verändern.

So können die Rolle der Elternschaft und das Verhalten nach dieser Rolle theoretisch die Einstellungen beeinflussen, sodass sich diese von Nicht-Eltern unterscheiden müssten. Angeknüpft an diese These, soll in der vorliegenden Arbeit untersucht werden, ob sich Eltern und Nicht-Eltern in ihren Einstellungen zu bestimmten Themen unterscheiden oder ob sie dies nicht tun.

Praktische Relevanz hat dieses Thema zum Beispiel im Marketing. Es ist hier besonders wichtig, passend zur Zielgruppe zur agieren und die Produkte und Dienstleitungen sehr zielgruppenspezifisch an den Markt zu bringen. Hierbei ist es besonders interessant zu wissen, ob sich Eltern und Nicht-Eltern in ihren Einstellungen unterscheiden, um dies bei der Planung und Durchführung des Marketings exakt zu berücksichtigen.

Auch in der Produktentwicklung müssen Unterschiede der Einstellungen von Eltern und Nicht-Eltern berücksichtigt werden, wenn diese Zielgruppen beispielsweise durch verschiedene Sicherheitsbedürfnisse unterschiedliche Anforderungen an ein Produkt stellen.

Ein spezieller Bereich des Marketings ist die Politik. Auch hier ist es bedeutsam, ob ein Unterschied zwischen den Einstellungen der Eltern und Nicht-Eltern existiert, um die Wahlprogramme entsprechend auszurichten.

Im Bereich Meinungsbildung, wenn der Staat zum Beispiel Raser oder Raucher durch gezielte Maßnahmen und spezielle Ansprache der Einstellungen beeinflussen will, ist es wichtig zu wissen, ob man dies für Eltern und Nicht-Eltern differenzieren muss oder ob Eltern und Nicht-Eltern unterschiedlich auf solche Maßnahmen reagieren.

1.2 Hypothesen

Bezüglich der vier Einstellungsgruppen wurden zu den beiden Untersuchungsgruppen die nachfolgenden vier Alternativhypothesen mit zugehöriger Nullhypothese erstellt.

Alternativhypothese 1:

Die gesellschaftliche Gruppe der Eltern unterscheidet sich in ihrer Einstellung „Verantwortungsbewusstsein“ von der Gruppe der Nicht-Eltern. Dies zeigt sich, indem die Effektgröße d des Mittelwertsunterschied der beiden Gruppen ≥ │0,2│ ist.

Nullhypothese 1:

Die gesellschaftliche Gruppe der Eltern unterscheidet sich nicht in ihrer Einstellung „Verantwortungsbewusstsein“ von der Gruppe der Nicht-Eltern. Dies zeigt sich, indem die Effektgröße d des Mittelwertsunterschied der beiden Gruppen < │0,2│ ist.

Alternativhypothese 2:

Die gesellschaftliche Gruppe der Eltern unterscheidet sich in ihrer Einstellung „Zufriedenheit mit der privaten Lebenssituation“ von der Gruppe der Nicht-Eltern. Dies zeigt sich, indem die Effektgröße d des Mittelwertsunterschied der beiden Gruppen ≥ │0,2│ ist.

Nullhypothese 2:

Die gesellschaftliche Gruppe der Eltern unterscheidet sich nicht in ihrer Einstellung „Zufriedenheit mit der privaten Lebenssituation“ von der Gruppe der Nicht-Eltern. Dies zeigt sich, indem die Effektgröße d des Mittelwertsunterschied der beiden Gruppen < │0,2│ ist.

Alternativhypothese 3:

Die gesellschaftliche Gruppe der Eltern unterscheidet sich in ihrer Einstellung „Zukunftsangst“ von der Gruppe der Nicht-Eltern. Dies zeigt sich, indem die Effektgröße d des Mittelwertsunterschied der beiden Gruppen ≥ │0,2│ ist.

Nullhypothese 3:

Die gesellschaftliche Gruppe der Eltern unterscheidet sich nicht in ihrer Einstellung „Zukunftsangst“ von der Gruppe der Nicht-Eltern. Dies zeigt sich, indem die Effektgröße d des Mittelwertsunterschied der beiden Gruppen <│0,2│ ist.

Alternativhypothese 4:

Die gesellschaftliche Gruppe der Eltern unterscheidet sich in ihrer Einstellung „Hygienebewusstsein“ von der Gruppe der Nicht-Eltern. Dies zeigt sich, indem die Effektgröße d des Mittelwertsunterschied der beiden Gruppen ≥ │0,2│ ist.

Nullhypothese 4:

Die gesellschaftliche Gruppe der Eltern unterscheidet sich nicht in ihrer Einstellung „Hygienebewusstsein“ von der Gruppe der Nicht-Eltern. Dies zeigt sich, indem die Effektgröße d des Mittelwertsunterschied der beiden Gruppen < │0,2│ ist.

Zur statistischen Festlegung der Hypothesen wurde die Effektgröße d verwendet. Die Einschätzung der Effektgröße beruht auf den Konventionen für die Interpretation von Effektgrößen, welche in der folgenden Tabelle zusammengefasst werden:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Konventionen für die Interpretation von Effektgrößen

Des Weiteren werden nachfolgend die Zusammenhangshypothesen zwischen Gruppenzugehörigkeit und Geschlecht sowie zwischen Gruppenzugehörigkeit und Alter formuliert.

Alternativhypothese 5:

Die beiden Merkmale Gruppenzugehörigkeit und Alter sind statistisch voneinander abhängig. Dies ist der Fall, wenn der empirische t-Wert größer als der kritische t-Wert ist.

[...]

Details

Seiten
32
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656878988
ISBN (Buch)
9783656878995
Dateigröße
888 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v286838
Institution / Hochschule
Europäische Fernhochschule Hamburg
Note
1,4
Schlagworte
untersuchung unterschiede einstellungen eltern nicht-eltern experimentalpraktikum

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Titel: Untersuchung der Unterschiede in den Einstellungen von Eltern und Nicht-Eltern