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Wirken Mikrokredite armutsreduzierend?

Ein Literaturüberblick

Bachelorarbeit 2014 62 Seiten

VWL - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
2 Die Definition und Messung von Armut
2.1. Allgemeine Armutsdefinition
2.2. Der Capability Approach von Amartya Sen

3 Mikrokredite
3.1. Theoretische Betrachtung von Mikrokrediten
3.1.1. Probleme auf Kreditmärkten
3.1.2. Lösungsmechanismen von Mikrokrediten
3.2. Historische Entwicklung von Mikrokrediten

4 Die heutigen Akteure im Mikrokreditwesen
4.1. Kreditnehmer
4.2. Kreditgeber

5 Empirische Evidenz
5.1. Schwierigkeiten bei der empirischen Analyse
5.2. Vorstellung der Arbeit von Banerjee et al. (2013)
5.3. Vorstellung der Arbeit von Augsburg et al. (2012)
5.4. Vergleich der beiden Studien

6 Fazit und Ausblick

Anhang
Abbildungen
Tabellen

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Die 10 Indikatoren des Multidemensional Poverty Index

Abbildung 2: Entwicklung der Anzahl der Grameen Bank Kunden

Abbildung 3: Zugang zu finanziellen Dienstleistern in Afrika

Abbildung 4: Entwicklung der Anzahl an Kreditnehmern

Abbildung 5: Ärmste Kreditnehmer nach Regionen

Abbildung 6: Zinshöhe von Mikrofinanzinstitute in

Abbildung 7: Zinshöhe von For-Profits und Non-profit MFIs

Abbildung 8: Schätzung über die finanzielle Nachhaltigkeit von MFIs

Abbildung 9: Der Difference-in-Difference-Approach

Abbildung 10: Vergabe der Kredite in t0 (BDGK)

Abbildung 11: Auswirkungen auf die Unternehmensgewinne in t1 (BDGK)

Abbildung 12: Auswirkungen auf die Unternehmensgewinne in t2 (BDGK)

Abbildung 13: Räumliche Verteilung der Studienteilnehmer (AHHM)

Abbildung 14: Hauptsächliche Verwendung der Kredite (AHHM)

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Überblick über die Mikrokreditkunden weltweit

Tabelle 2: Organisationsformen von MFIs

Tabelle 3: Die 20 größten MFIs

Tabelle 4: Charakteristika des Samples in t0 (BDGK)

Tabelle 5: Unterschiede bei Krediten in t1 (BDGK)

Tabelle 6: Unterschiede im Konsum in t1 (BDGK)

Tabelle 7: Geschäftstätigkeit in t1 (BDGK)

Tabelle 8: Arbeitsangebot in t1 (BDGK)

Tabelle 9: Soziale Effekte in t1 (BDGK)

Tabelle 10: Unterschiede bei Krediten in t2 (BDGK)

Tabelle 11: Unterschiede im Konsum in t2 (BDGK)

Tabelle 12: Geschäftstätigkeit in t2 (BDGK)

Tabelle 13: Arbeitsangebot in t2 (BDGK)

Tabelle 14: Soziale Effekte in t2 (BDGK)

Tabelle 15: Gesamtveränderungen (BDGK)

Tabelle 16: Charakteristika der Kreditnehmer t0 (AHHM)

Tabelle 17: Charakteristika des Samples t0 (AHHM)

Tabelle 18: Unterschiede im Sample t0 (AHHM)

Tabelle 19: Konsum und Ersparnis in t1 (AHHM)

Tabelle 20: Geschäftstätigkeit in t1 (AHHM)

Tabelle 21: Arbeitsangebot in t1 (AHHM)

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

„ Eine Bank ist eine Einrichtung, von der Sie sich Geld leihen können -vorausgesetzt, Sie können nachweisen, dass Sie es nicht brauchen. “ 1 Mark Twain (1835-1910)

Einleitung

Mikrokredite galten lange Zeit als „unverzichtbares Instrument erfolgreicher Entwicklungspolitik“ mit der man „die Armut besiegen“ und im Jahr 2050 Ar- mut nur noch im Museum betrachten kann.2 3 Auf dem ersten Mikrokreditgipfel 1997 wurde erklärt, dass der Zugang zu Krediten „ebenso wie Nahrung ein Men- schenrecht ist“.4 Weltweit wurden Mikrokredite berühmt, als die UN-General- versammlung das Jahr 2005 zum Jahr des Kleinstkredites ausrief und ein Jahr später Muhammad Yunus und der Grameen Bank der Friedensnobelpreis „for their efforts to create economic and social development from below“ verliehen wurde.5 Es ist allerdings erstaunlich, dass es trotz dieser internationalen Begeis- terung und Förderung bis dahin kaum unabhängige Studien gab, welche versuch- ten, die Wirkung von Mikrokrediten mithilfe von statistischen Methoden quan- titativ zu untersuchen.

In den letzten Jahren ist die öffentliche Meinung in die andere Richtung gekippt, und Mikrokredite werden von manchen als neoliberales Ausbeutungswerkzeug angesehen, um Arme in eine Schuldenfalle zu treiben. So bezeichnete die dama- lige Premierministerin von Bangladesch, Hasina Wajeddie, Mikrokredit-Insti- tute als Blutsauger, welche die Armen durch zu hohe Zinsen ausbeuten.6 Manche Kreditnehmer bezeichnen die örtlichen Organisationen vor Ort sogar als „New East India Company“.7 Auch gibt es vermehrt Proteste gegen Mikrokredite. In Nicaragua kam es unter dem Slogan „No Pago“ sogar zu Straßenschlachten mit vielen Verwundeten.8 Aufgrund all dieser Ereignisse schreiben manche Medien schon vom „Selbstmord einer großen Idee“.9

Aufgrund der verschiedenen Ansichten, wird in dieser Arbeit der Frage „Wirken Mikrokredite armutsreduzierend?“ nachgegangen und mit Hilfe von neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen darauf eine differenzierte Antwort gegeben.

2 Die Definition und Messung von Armut

In diesem Kapitel soll näher beschrieben werden, was man unter dem Begriff „Armut“ versteht und wie man diese messen kann. In dem ersten Abschnitt wird der Fokus auf die Armutsdefinition der Weltbank gelegt, da diese gut operatio- nalisierbar und am weitesten verbreitet ist. Im zweiten Abschnitt wird auf den Capability Approach von Amartya Sen näher eingegangen, da dieser immer stär- ker an Einfluss gewinnt und einen innovativen Blick auf Armut bietet.

2.1. Allgemeine Armutsdefinition

Eine allgemeingültige Armutsdefinition gibt es nicht.10 Grundsätzlich lassen sich die verschiedenen Definitionsansätze entweder dem Ressourcenansatz oder dem Lebenslagenansatz zuordnen.11 Während bei dem Ressourcenansatz die Mangelversorgung von materiellen Gütern im Vordergrund steht, stellt der Le- benslagenansatz zusätzlich noch die Versorgung von nichtmateriellen Bedürfnis- sen, wie gesellschaftliche Teilhabe oder Gesundheitsversorgung, in den Mittel- punkt. Innerhalb beider Ansätze kann nochmals zwischen relativer und absoluter Armut unterschieden werden. Relative Armut bezieht sich auf die Verteilungs- ungleichheit innerhalb der Gesellschaft und variiert damit nicht mit dem allge- meinen Wohlstandsniveau der Gesellschaft, sondern mit deren Wohlstandssprei- zung. Absolute Armut liegt vor, „wenn Menschen nicht über die zur Existenz- sicherung notwenigen Güter (Nahrung, Kleidung, Wohnung) verfügen und ein Überleben in Menschenwürde gefährdet ist“.12 In der ökonomischen Theorie wird Armut häufig als ein natürlicher, exogener Zustand gesehen und nur als Abwesenheit von Reichtum definiert. Diesen könne man durch wirtschaftliches Wachstum und damit einhergehender Einkommensvergrößerung überwinden.13 Neben diesen objektiven Armutsmaßen gibt es auch subjektive Armutsdefini- tionen, nach denen arm ist „wer nach individuellem Urteil so wenig zum Leben hat, daß er damit nicht mehr zurecht kommt“.14

Die Weltbankgruppe verwendete lange Zeit einen objektiven, ressourcenbasier- ten Ansatz.15 So schrieb der damalige Präsident der Weltbank Robert S.

McNamara: absolute Armut „ist durch einen Zustand solch entwürdigender Lebensbedingungen, wie Krankheit, Analphabetentum, Unterernährung und Verwahrlosung charakterisiert, daß die Opfer dieser Armut nicht einmal die grundlegendsten menschlichen Existenzbedürfnisse befriedigen können“.16

Bei allen Armutsdefinitionen stellt sich das Problem der Operationalisierung, d.h. ob man die Definition auch anwenden und messen kann. Da man Armut nicht direkt messen kann, greift man auf Armutsindikatoren zurück. So misst der Multidimensional Poverty Index (MPI) der Oxford University Armut anhand drei verschiedener Dimensionen, welche durch insgesamt 10 verschiedene Indi- katoren beschrieben werden (für eine Übersicht über die Dimensionen und Indi- katoren siehe Abbildung 1).17

Die strengste Auslegung des ressourcenbasierten Ansatzes besteht darin, die Ka- lorien zu berechnen, welche ein Mensch zum bloßen Überleben braucht. So schätzt die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN (FAO) den Ka- lorienbedarf zum Überleben in manchen ländlichen Gebieten auf 1800 kcal pro Kopf und Tag.18 Letztendlich ist die Wahl der Indikatoren immer subjektiv und simplifizierend.

Bei der Messung von Armut wird häufig die Ein-Dollar Definition der Weltbank als Indikator verwendet. Bei dieser gilt als extrem arm, wer durchschnittlich mit weniger als 1,25 Dollar pro Tag auskommen muss.19 20 Dies beschränkt den Ar- mutsbegriff auf die finanzielle Dimension der Armut, erleichtert allerdings die transnationale Vergleichbarkeit. Nach dieser Definition leben 1,22 Milliarden Menschen in extremer Armut.21 Obwohl diese Definition mit nur einer Dimen- sion und einem Indikator auskommt, wird kritisiert, dass die Daten der Weltbank nur unvollständig, ungenau und unregelmäßig erhoben werden.22

2.2. Der Capability Approach von Amartya Sen

Ab 1979 entwickelte der Ökonom und Philosoph Amartya Sen den Capability Approach, für den er 1998 den Wirtschaftsnobelpreis erhielt.23 24 Besonders durch sein Buch „Development as Freedom“ (dt. Ü.: „Ökonomie für den Menschen“) von 1999 wurde dieser neue „Verwirklichungschancen-Ansatz“ zur Bestimmung von Armut einem breiten Publikum bekannt.25

Für Sen ist „Armut als Mangel an fundamentalen Verwirklichungschancen zu betrachten und nicht bloß als zu niedriges Einkommen“.26 Mit Verwirklichungs- chancen, sog. Capabilities 27 , meint Sen die Befähigung von Personen „genau das Leben führen zu können, das sie schätzen und zwar mit guten Gründen“.28 Aus dem Set an potentiell realisierbaren Capabilities werden bestimmte Fähig- keiten, sog. Functionings, ausgewählt und tatsächlich realisiert.29 Functionings beschreiben Tätigkeiten oder Befindlichkeiten, die ein Individuum gerne tut oder empfindet.30 Alle Functionings zusammengenommen beschreiben die Zustände, die das Leben ausmachen.31

Wie man die vorhandenen Güter (z. B. das Einkommen) in Functionings um- wandeln kann, hängt von den Conversion factors ab. Diese sind durch persönli- che und soziale Faktoren, sowie von Umweltbedingungen determiniert.32 Auf- grund der unterschiedlichen Conversion factors der Individuen braucht bei- spielsweise ein Mensch mit Behinderung größere finanzielle Unterstützung als ein gesunder Mensch um die gleich Wahlfreiheit in Hinblick auf Capabilities erreichen zu können. Der Ansatz des Capability Approach soll anhand eines Bei- spiels verdeutlicht werden: der Wert eines Fahrrades besteht nicht durch das Gut an sich, sondern darin, dass man damit schneller an bestimmte Orte gelangen kann (Function). Die Möglichkeit mit dem Fahrrad schneller an ein Ziel zu kom- men, hängt von zwei Conversion factors ab. Einerseits muss die Person fahrrad- fahren können, andererseits muss auch die Umwelt durch ebene Straßen und der Tolerierung von Fahrradfahrern der Person das Fahrradfahren ermöglichen.

Durch das Betonen der Conversion factors wendet sich Sen gegen den in Ab- schnitt 2.1. vorgestellten Ressourcenansatz. Da Güter von Menschen verschie- den genützt werden können, ist ein interpersoneller Vergleich nur aufgrund von Gütern nicht sinnvoll. Im Gegensatz zum Utilitarismus steht hier also nicht der Nutzen des Individuums im Vordergrund, sondern ob das Individuum eine Cap- ability zum Fahrradfahren hat.33 Die Wahlfreiheit zwischen Radfahren oder Lau- fen im Bezug auf das Zurücklegen der Strecke hat somit einen intrinsischen Wert.

Insgesamt zieht Sen zur Bewertung der Entwicklung eines Menschen mehr Informationen hinzu als utilitaristische oder rawls‘sche Ansätze. Sen betont außerdem das Problem, dass sich Menschen an ihre Lebensumstände anpassen und somit das utilitaristische Maß von Glück und Nutzen nicht als Bewertungsmaßstab gebraucht werden kann.34

Für Sen ist „die Beseitigung gewichtiger Unfreiheiten eine grundlegende Vo- raussetzung für Entwicklung“.35 Freiheit wird allerdings nicht negativ als Abwe- senheit von Zwang verstanden, sondern positiv als Freiheit des Wohlergehens sog. Wellbeing Freedom und als Freiheit etwas auch real erreichen zu können sog. Freedom to achieve.36 37 38 Freiheit hat demnach eine konstituierende Funk- tion bei der Entwicklung, wird aber auch als das wichtigste Mittel dazu angese- hen (instrumentelle Funktion).39 Sen schätzt folgende instrumentellen Freiheiten als besonders wichtig zur Erweiterung von Capabilities ein: politische Freiheiten (Bsp. Recht auf Partizipation), wirtschaftliche Freiheiten durch ökonomische Einrichtungen (Bsp. Zugang zur Marktwirtschaft zum Erwerb von Gütern), Frei- heit durch soziale Chancen (Bsp. Lesen lernen in der Schule), Freiheit durch Transparenzgarantien (Bsp. Schutz vor Korruption) und Freiheit durch soziale Sicherheit (Bsp. Arbeitslosenunterstützung).40 Wie man die verschiedenen sich häufig gegenseitig beeinflussenden instrumentellen Freiheiten gewichtet und be- wertet legt Sen nicht fest. Da durch eine abschließende Gewichtung es keinen Platz mehr für soziale Weiterentwicklung geben könne.41 In der Praxis müssen allerdings häufig verschiedene Freiheiten gegeneinander abgewogen werden, dafür empfiehlt Sen einen demokratischen Diskurs.42 Diese Uneindeutigkeit bei der Bewertung von verschiedenen Freiheiten ist umstritten. So schlägt Martha Nussbaum in ihrer Erweiterung des Capability Approachs eine feste Liste bei der Priorisierung von Capabilities und Freiheiten vor.43

Obwohl Sen die Capabilities des Einzelnen betrachtet, schließt er sich der relativistischen Armutsdefinition von Adam Smith an, dem „die Freiheit, sich ohne Scham in der Öffentlichkeit zu zeigen“ auch als Maß für Armut dient.44 Gerade im Hinblick auf die Armutsmessung nennt Sen Basic Capabilities, wie ausreichende Ernährung, Bildung, sowie Schutz vor vorzeitigem Tod, als elementare Freiheiten.45 Ohne diese elementaren Freiheiten und Capabilities kann der Mensch keine Verantwortung über sein Leben übernehmen.46

Die Messung von Capabilities ist schwierig und es wird daher häufig nur auf die realisierten Functionings geachtet.47 Dass das nicht unproblematisch ist, zeigt Sen anhand eines Beispiels von einem fastenden und einem hungernden Menschen, wobei ersterer größere Capabilities hat, als der andere, obwohl die Functionings beider gleich sind.48

Der hier kurz vorgestellte Ansatz mit seinem Fokus auf die Capabilities von Menschen hat international starke Beachtung gefunden. So geht der Human De- velopment Index (HDI) auf den Ansatz von Sen zurück.49 Der HDI versucht über gleichgewichtete, indexierte Makrodaten der Lebenserwartung, der Bil- dung (gemessen in Schuljahren und erwarteten Schuljahren) und des Pro-Kopf- Einkommens die Capabilities der Menschen zu erfassen.50 Auch in Deutschland wird der Capability Approach neuerdings zur Messung von Armut verwendet.51 Für Sen ist fehlendes Einkommen eine Hauptursache von Armut, da es Auswir- kungen auf viele Freiheiten haben kann.52 Daher ist es nicht verwunderlich, dass Sen der Idee von Mikrokrediten positiv gegenübersteht und ihnen zutraut, eine Verbesserung der wirtschaftlichen Freiheit durch einen besseren Zugang zu Geldmitteln erreichen zu können.53 An anderer Stelle schreibt er über Mikrokredite: „The microfinance movement is bringing hope, prosperity, and progress to many of the poorest people in the world“.54

3 Mikrokredite

Nachdem in Kapitel 2. verschiedene Ansätze zur Erfassung von Armut erläutert wurden, wird in diesem Kapitel nun die theoretische Funktionsweise und Historie von Mikrokrediten näher betrachtet.

3.1. Theoretische Betrachtung von Mikrokrediten

Die „Permanent Income Hypothesis“ erklärt, dass Menschen Kredite nachfragen um temporäre Einkommensschwankungen auszugleichen.55 Die „Life Cycle Hypothesis“ ergänzt, dass Menschen größere Geldbeträge in bestimmten Le- bensphasen, wie bei einer Hochzeit oder bei dem Bau eines Hauses, brauchen. Diese größeren Anschaffungen werden durch Kredite erst ermöglicht.56 Auch Geldgeber sollten ein Interesse daran haben armen Menschen Kapital bereitzu- stellen, da diese nach ökonomischer Standardlehre höhere Kapitalgrenzerträge aufweisen und somit bereit sein sollten höhere Zinsen zu zahlen.57

Nach Daten der Weltbank gibt es nichtsdestotrotz 2,5 Milliarden Menschen auf der Welt, die kein formales Bankkonto besitzen.58 In Abschnitt 3.1.1. wird erläu- tert, warum so viele Menschen vom formalen Finanzdienstleister ausgeschlossen und in ihren Capabilities eingeschränkt sind. In Abschnitt 3.1.2. wird dann auf- gezeigt, welche Lösungsmechanismen Mikrokredite dafür bereithalten.

3.1.1. Probleme auf Kreditmärkten

Aufgrund der hohen Zahl von armen Menschen ist es verwunderlich, dass diese keinen uneingeschränkten Zugriff zu Kreditmärkten haben. Werden in den High- Income Ländern 197,8% des BIP als Kredit bereitgestellt, sind es in den Low- Income Ländern nur 39,4%.59 Anhand der Neuen Institutionenökonomik kann man diese Rationierung der Kredite durch unvollständige Informationen erklä- ren.60

Kreditnehmer (KN) haben einen Informationsvorsprung über das Ausfallrisiko des Kredites. Diese ungleiche Verteilung von Informationen über das Ausfallri- siko führt zu einem „Lemon-Gleichgewicht“ und die Kreditvergabe wird einge- schränkt.61 Neben dieser Adversen Selektion kann es nach der Kreditvergabe au- ßerdem zu Moral Hazard kommen. Bei dem Ex-ante Moral Hazard benützt der KN den Kredit anders als vereinbart, indem er z. B. alles verspielt. Somit kann er den Kredit nicht mehr zurückzahlen. Bei dem Ex-Post Moral Hazard nutzt der KN den Kredit zwar produktiv, behauptet gegenüber dem Kreditgeber (KG) aber, dass er den Kredit nicht tilgen kann.62

Der KG kann durch Überprüfung, Überwachung und Sanktionierung versuchen diese Informationsasymmetrie abzubauen. Dies verursacht jedoch Kosten, wel- che bei jedem Kredit unabhängig der Kreditgröße anfallen.63 Somit wird der Fixkostenanteil für kleinere Kredite besonders stark erhöht und die Verwaltungs- kosten von Mikrokrediten werden relativ zum Kreditvolumen sehr teuer.64 Die potentiell hohen Überprüfungskosten von regulären Banken sind auch ein Grund, warum sich arme Menschen lieber Geld von Verwandten und Nachbarn leihen, da diese den KN besser kennen und günstiger überwachen können.65

Normalerweise verlangen Banken zur Verminderung von Moral Hazard ein Pfand als Absicherung. In Entwicklungsländern besitzen die Armen häufig jedoch keinen offiziellen Besitztitel von ihrem (geringen) Eigentum und können daher diesen Besitztitel auch nicht als Pfand einsetzen.66

Aus all diesen Gründen haben reguläre Banken kaum Kredite an arme Menschen vergeben und lokale Geldverleiher konnten zu hohen Zinssätzen ihren Informationsvorsprung ausnutzen.67

3.1.2. Lösungsmechanismen von Mikrokrediten

Der bekannteste Mechanismus um die beschriebenen Probleme auf dem Mikro- kreditmarkt zu vermindern sind Gruppenkredite („joint liability“). Bei Gruppen- krediten wird entweder der Gruppe ein gemeinsamer Kredit gegeben oder den einzelnen Gruppenmitgliedern. Wenn ein Gruppenmitglied seine Tilgungsrate nicht zurückzahlen kann, muss die Gruppe für ihn haften, damit die übrigen Gruppenmitglieder weiterhin Kredite erhalten können.68 Durch Gruppenkredite haben die Mitglieder einen Anreiz, sich vorab mit vertrauenswürdigen Mitglie- dern zusammenzuschließen.69 Der Aufwand für Überprüfung, Überwachung und Sanktionierung wird also von dem KG auf die einzelnen KN übertragen. Somit sinken die Transaktionskosten für den KG.70 Dem Gruppenkredit wird ne- ben dem reinen Sicherungspfand noch ein positiver Einfluss auf die Bildung von Sozialkapital der KN zugesprochen, die diese sich in der Gruppe über ihre Ge- schäftstätigkeiten beraten und so neue Beziehungen knüpfen können.71

Die Nachteile bei Gruppenkrediten sind die höheren Transaktionskosten für die KN (z. B. durch die Anreise zum wöchentlichen Gruppentreffen) und die Befürchtung, dass der Gruppendruck zu hoch sein kann.72 73 Aufgrund der Nachteile von Gruppenkrediten ist ein Trend hin zur Vergabe von Einzelkrediten erkennbar. Die Rückzahlung bei Einzelkrediten wird häufig trotzdem öffentlich vorgenommen. Dies dient neben der Erschwerung von Korruption besonders der Androhung einer sozialen Ächtung bei Zahlungsverzug.74

Im Gegensatz zu normalen Banken fokussieren sich Mikrokreditgeber direkt auf die Armen und versuchen eine persönliche Beziehung aufzubauen. Dies stärkt die Rückzahlungsmoral und hilft eventuelle Schwierigkeiten bei der Rückzahlung frühzeitig zu erkannen.75

Manche KG verlangen auch eine kleine Spareinlage zu Beginn des Kredites. Da die KN ihre Einlage erst nach erfolgreicher Rückzahlung zurückbekommen, bie- tet dies einen zusätzlichen Anreiz den Kredit zu tilgen.76 Eine weitere Besonder- heit von Mikrokrediten besteht darin, dass die Rückzahlung direkt nach der Kre- ditausgabe beginnt.77 Dies ist für Geschäftskredite ungewöhnlich, da Unterneh- men eine gewisse Zeit brauchen um profitabel wirtschaften zu können. Der so- fortige Beginn der Rückzahlung führt dazu, dass viele KN vor der Kreditauf- nahme für ein Unternehmen einen Kapitalstock bilden müssen. Diese ex-ante Ersparnisbildung ist für zu arme oder unmotivierte KN zu schwierig und verhindert somit, dass diese einen Geschäftskredit beantragen. Neben dem sofortigen Rückzahlungsbeginn müssen die Kreditraten meist in sehr kurzen Intervallen zurückgezahlt werden. Durch die kleinen Einzelbeträge soll der Anreiz zum Moral Hazard verkleinert werden.78

Viele KG lassen außerdem das Volumen der Kredite progressiv ansteigen.79 Dadurch erkennen sie problematische KN schon bei relativ kleinen Kreditbeträgen. Erfolgsversprechende KN und KG haben dagegen ein Interesse an einer langfristigeren Kreditvergabe.

Aufgrund dieser verschiedenen Methoden gelingt den KG im Allgemeinen die Ausfallquote von Krediten für die Armen sehr gering bei unter 10% zu halten.80

3.2. Historische Entwicklung von Mikrokrediten

Die Idee von Mikrokrediten kann unter anderem bis zu der Gründung von Spar- kassen und Genossenschaftsbanken im 19. Jahrhundert in Deutschland zurück- verfolgt werden.81 In asiatischen Ländern wurde die Wichtigkeit von Krediten für die ländliche Bevölkerung ebenfalls erkannt. Mittels staatlicher Banken wurde ab 1950 versucht den Armen Kredite bereitzustellen. Die staatlichen Ban- ken erreichten allerdings in den 1960er Jahren nur noch eine Rückzahlungsquote von ca. 20% und die Kredite wurden besonders vor Wahlen eher als Geschenke angesehen.82 Die staatlichen Banken mussten daher vom Staat stark bezuschusst werden und arbeiteten ineffizient.83 Aufgrund dieses Staatsversagens war die Verbreitung von Krediten für die Armen gering.

Die modernen Mikrokredite sind auch aufgrund ihres Gründungsmythos welt- weit bekannt geworden: der Wirtschaftsprofessor Muhammad Yunus begann 1976 mit Krediten für arme Frauen zu experimentieren, um sie unabhängig von den hohen Zinsen der lokalen Geldverleiher zu machen.84 Obwohl er den Frauen nur durchschnittlich 0,64 $ lieh, konnten sich diese, laut Yunus, von den örtli- chen „Kredithaien“ befreien und durch das Darlehen der Armut entkommen.85

Aufgrund dieser Erfolge, verbunden mit einer hohen Rückzahlungsquote gründete Yunus 1983 die Grameen Bank.86 Wie man in Abbildung 2 sieht, nahm die Anzahl der KN seit der Gründung der Bank zu. Der starke Anstieg ab 2002 kam daher, dass die Grameen Bank ihre Idee des Einheitskredits für Alle aufgab. Unter dem Namen Grameen II wurde versucht, besser auf die individuellen Bedürfnisse der KN einzugehen. So wurden die Laufzeiten und die Rückzahlungsmodalitäten flexibilisiert. Neben den Mikrokrediten wurden nun auch vermehrt Sparprogramme und Pensionspläne angeboten.87

Andere Mikrokredit-Institute begannen schon früher mit anderen Arten von Dienstleistungen wie Spareinlagen, Versicherungen und Schulungen für die Ar- men zu experimentieren. Daher werden diese Institute als Mikrofinanzinstitute (MFIs) bezeichnet.88

Waren in den Anfängen fast ausschließlich Non-Profit Organisations (NPOs) als MFIs tätig, drängten im Laufe des letzten Jahrzehnts zunehmend mehr kommer- zielle Anbieter auf den Mikrokreditmarkt. 2007 ging beispielsweise die ehema- lige NPO „Banco Compartamos of Mexico“ an die Börse.89 Der Börsengang ver- lief mit einem Börsenwert von 1,6 Milliarden Dollar sehr erfolgreich. Da sie gleichzeitig Kredite mit teilweise über 90% Zinsen veräußerte, wurde dieser Börsengang scharf kritisiert.90

2010 kam es durch einen „debitor run“ zu einem Zusammenbruch des Mikro- kreditmarktes in Andhra Pradesh.91 Kritische Stimmen sehen die Überschuldung als Ursache dieses Zusammenbruches, während Befürworter von Mikrokrediten der Regierung vorwerfen, Unsicherheit und Panik unter den Kreditnehmern ge- schürt zu haben.92 93 Obwohl die finanzielle Inklusion von armen Menschen wei- ter fortschreitet, sind weiterhin 59% der armen Menschen vom formalen Ban- kensektor ausgeschlossen.94 Besonders in Afrika ist der Finanzsektor noch sehr unterentwickelt und manche Menschen haben nicht mal Zugang zu informellen Finanzdienstleistern (vgl. Abbildung 3).

Mikrokredite beschränken sich nicht mehr nur auf die Unterstützung von armen Menschen. So fördert der deutsche Staat die Vergabe von Mikrokrediten mit bis zu 20.000 €. Insgesamt sollen bis 2015 15.000 Mikrokredite an kleinere/kleinst Unternehmen vergeben werden.95 Da solche Mikrokredite aber nicht die absolut Armen im Blick haben und anders als die klassischen Mikrokredite funktionieren, werden sie in dieser Arbeit nicht weiter behandelt.

Die einflussreiche Microcredit Summit Campaign hat sich zum Ziel gesetzt bis 2015 über 175 Millionen extrem arme Menschen zu erreichen und 100 Millionen Menschen aus der extremen Armut zu befreien.96

4 Die heutigen Akteure im Mikrokreditwesen

Innerhalb dieses Kapitels sollen Kreditnehmer und Kreditgeber näher vorgestellt werden. Mikrokredite unterscheiden sich ebenfalls in vielen Eigenschaften wie Zinssatz, Zielgruppe und sonstigen Dienstleistungen. Daher sind auch aggre- gierte Aussagen immer mit Vorsicht zu betrachten. In dieser Arbeit wird sich vornehmlich auf Daten der Microcredit Summit Campaign gestützt, da diese schon seit 1997 jährlich erhoben werden und bis 2011 insgesamt 3703 MFIs be- fragt wurden. Davon sind 637 MFIs durchgehend seit 1997 in dem Datensatz enthalten.97 Die Daten werden freiwillig erhoben und lassen sich nicht vollstän- dig überprüfen. Aufgrund der Größe kann man aber Trends und grobe repräsen- tative Eigenschaften herausfiltern.

4.1. Kreditnehmer

Wie man in Abbildung 4 sieht, hat sich die Anzahl der Mikrokreditnehmer von 1997 bis 2011 auf 195 Millionen verfünfzehnfacht. Wenn man schätzt, dass jeder Haushalt aus 5 Personen besteht, wird deutlich, dass Ende 2011 975 Millionen Menschen direkt von einem Mikrokredit beeinflusst wurden. Der Einbruch ab 2010 kann hauptsächlich durch die Krise in Andhra Pradesh erklärt werden.98 Dass die Krise in einem einzelnen indischen Bundesstaat einen so großen Ein- fluss auf die Gesamtzahl der KN haben kann liegt daran, dass über 54% aller extrem armen KN in Indien beheimatet sind. Insgesamt kann man in Abbildung 5 gut erkennen, dass Mikrokredite in Indien und Bangladesch am weitesten verbreitet sind. In Tabelle 1 wird sichtbar, dass in Asien und im Pazifik mit 60,5% aller dort vergebenen Krediten der Fokus dort stärker auf Frauen in extremer Armut liegt als in anderen Regionen. Da Frauen deutlich häufiger von Armut betroffen sind, ist es kein Wunder, dass an sie häufiger Mikrokredite ver- geben werden.99 Der hohe Anteil von Frauen wird von den KG mit dem Ziel des Empowerment begründet, da Frauen in ärmeren Ländern seltener Zugang zu Fi- nanzdienstleistungen haben, häufig unproduktivere Arbeit verrichten müssen, weniger gebildet sind und weniger Rechte haben bzw. diese seltener einfordern (können).100 Neben dieser normativen Begründung für die Kreditvergabe an Frauen wird häufig angenommen, dass Frauen den Kredit mehr in Bildung sowie in Gesundheitsvorsorge für sich und ihre Kinder investieren und daher die Wir- kung der Kredite größer ist.101 Nach einer einflussreichen Studie von Pitt und Khandker (1998) sollen Frauen die Kredite wahrscheinlicher zurückzahlen und der Effekte der Kredite auf die Geschäftstüchtigkeit soll bei ihnen größer sein. Neben der Konzentration auf Frauen wird vermutet, dass die meisten KN nur knapp unterhalb einer Armutsgrenze von 2 $ pro Tag leben. Extrem armen Men- schen, welche den Kredit nur zum Überleben brauchen würden, wird häufig die Fähigkeit abgesprochen den Kredit profitabel einzusetzen.102

MIX, CGAP und KfW haben Daten von 456 MFIs analysiert, welche ihre Daten freiwillig zur Analyse bereitgestellt haben. Obwohl der Datensatz nicht als re- präsentativ angesehen werden kann, bietet er jedoch einen guten Überblick über MFIs, da die Daten jährlich von 2004-2011 erhoben wurden.103 Laut dieser Da- ten beträgt das durchschnittliche Kreditvolumen 149 $.104 Dies ist erstaunlich hoch, kann aber teilweise dadurch erklärt werden, dass in diesem Datensatz auch kleinere formelle Unternehmen zu den KN gezählt werden. Im Anhang sieht man bei Abbildung 6 eine Übersicht über die Zinshöhen von 2011, wobei die Autoren schätzen, dass die tatsächlichen Zinsen durchschnittlich nochmals 6% höher lie- gen.105 In der Abbildung kann man erkennen, dass die Zinshöhe zwischen und innerhalb von Regionen stark variiert und der mittlere Zinssatz bei 27% liegt. Unklar ist allerdings, ob diese Zinsen als effektive Zinsen oder wie in der Mikro- kredit-Branche üblich, als sog. Flat Rate angegeben werden. Diese Flat Rate hat den Vorteil, dass sie sich einfach berechnen lässt. Ein Flat Rate-Zins von 27% bei wöchentlicher Zahlung entspricht allerdings eigentlich einem effektiven Jahreszins von 30,91%.106 Durch das Hinzurechnen von Gebühren usw. würde sich dieser Wert noch weiter erhöhen.

Obwohl die Zinsen im Extremfall über 90% betragen, wird häufig angenommen, dass für die Armen der potentielle Zugang zu Mikrokrediten wichtiger ist als die teilweise extrem hohen Zinskosten.107

4.2. Kreditgeber

NPOs sind nicht die einzigen Akteure auf dem Mikrokreditmarkt, sondern es gibt neben staatlichen Banken auch gewinnorientierte MFIs und dörfliche Selbsthilfegruppen (SGH). Besonders das Aufkommen von gewinnorientierten MFIs wird teilweise kritisch gesehen, da ein Mission-drift von gemeinwohlori- entierten MFIs zu gewinnorientierten Banken, welche die Armen rücksichtslos ausbeuten, befürchtet wird.108 Dem widersprechend zeigt die in Kapitel 4.1. vor- gestellte Studie von MIX, CGAP und KfW, dass For-Profit Organisationen zwar durchschnittlich einen höheren Zinssatz verlangen, dieser Unterschied sich al- lerdings mehr und mehr angleicht (siehe Abbildung 7). Unterstützer der Kom- merzialisierung weisen auf die noch immer unbefriedigte Nachfrage nach Mikrokrediten hin, welche nur durch kapitalstarke Unternehmen befriedigt wer- den könne. Die Deutsche Bank schätzt, dass die Nachfrage nach Mikrokrediten zu nur 9% gesättigt ist und ein weiterer Finanzbedarf von 250 Milliarden Dollar besteht.109 Der Gründer von Finca, einer größeren kommerziellen MFI, rechtfer- tigt dieses Streben nach Gewinn damit, dass „No one ever ended poverty by going bankrupt”.110

Kritiker dieser Entwicklung betonen jedoch, dass nicht nur die Reichweite (scale oder auch outreach genannt), sondern auch die Versorgung von extrem Armen (depth) wichtig ist. Wie man anhand Tabelle 2 sieht, vergeben Banken durchschnittlich größere Kredite an mehr Menschen, wohingegen klassische NPOs jeweils eher weniger und kleinere Kredite vergeben.

[...]


1 Zitiert nach Wüst(2010, S.19)

2 Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung(2009)

3 Yunus(2008, Titel und S.283)

4 Yunus(2006, S.326)

5 Nobelpreiskomitee(2006)

6 Financial Express(2009)

7 Fernando(2006, S. 23)

8 Padilla(2008)

9 Blume(2010)

10 Laderchi et al (2003, S.244)

11 Vgl. Ferdowsi(2007, S.201)

12 Stockmann et al.(2010 S.236)

13 Brodbeck(2005, S.59ff)

14 Gillich(o. J.)

15 Im Folgenden wird die Weltbank und die Weltbankgruppe synonym verwendet

16 MacNamera(1972, S. 7)

17 Oxford Poverty & Human Development Initiative(2013)

18 FAO(2008, S.48ff)

19 Zu den Preisen von 2005 in Kaufkraftparitäten ausgedrückt

20 Ravallion et al.(2008)

21 United Nations(2013, S.7)

22 Ferdowsi(2007, S.204f)

23 Gehört nicht zu den ursprünglichen Nobelpreisen, sondern wird von der schwedischen Reichsbank in Gedenken an Alfred Nobel vergeben

24 Clark(2005)

25 Wird auch als „Befähigungs-Ansatz“ oder „Möglichkeiten-Ansatz“ übersetzt

26 Sen(2002, S.32)

27 Kursiv gedruckte Wörter sind Fachtermini von Sen und werden meistens nicht übersetzt

28 Sen(2002, S.29)

29 Schneider(2010, S.18)

30 Sen(2002, S.95)

31 Gunter(2011, S. 94)

32 Sen(2002, S.89)

33 Vgl. Robeyns(2000, S.5)

34 Sen(2002, S.81ff)

35 Sen(2002, S.10)

36 Kesselring(2003, S.89)

37 Lohmann(2009, S.48)

38 Sen(1992, S.31)

39 Sen(2002, S.50ff)

40 Sen(2002, S.52)

41 Sen(2004, S.77ff)

42 Sen(2002, S.137)

43 Vgl. Nussbaum/Sen(1993)

44 Zitiert nach Sen(2002, S.93)

45 Sen(2002, S.50)

46 Sen(2002, S.337)

47 Vgl. Graf(2013)

48 Sen(2002, S.23)

49 United Nations Development Programme(1990, S.26)

50 Malik(2013)

51 Bundesministerium für Arbeit und Soziales(2013, S.23)

52 Sen(2002, S.92f)

53 Sen(2002, S. 53)

54 Armendariz/Morduch(2005, Buchrückseite)

55 Friedman(2008)

56 Modigliani(1966)

57 Armendariz/Morduch(2005, S.5)

58 World Bank(2013a)

59 World Bank(2012)

60 Stiglitz/Weis(1981)

61 Akerlof(1970)

62 Armendariz/Morduch(2005, S.42)

63 In Deutschland gibt es dafür z. B: die Schufa Holding AG

64 Braverman/Guasch(1986, S.1255)

65 Banerjee/Duflo(2011, S.164)

66 Soto(2002)

67 Stiglitz(1990, S.352)

68 Kritikos(1999, S.6)

69 Ghatak/Guinnane(1999)

70 Ledgerwood et al.(2013, S.215)

71 Reed(2013, S.24)

72 Womens world banking(2003)

73 Montgomery(1996)

74 Rahman(1999)

75 Ledgerwood(1999, S.137)

76 Ledgerwood (1999, S.138)

77 Armendariz/Morduch(2005, S.129)

78 Morduch(1999, S.1580)

79 Egli(2004)

80 Langerbein(2007)

81 Wagner(o. J., S.9)

82 Cole(2009)

83 Langerbein(2007, S.23)

84 Yunus/Jolis(2006, S.16ff)

85 Singer(2010, S.123)

86 Yunus/Jolis(2006, S.172ff)

87 Yunus(2008, S.78)

88 Robinson(2001)

89 Morduch(2000)

90 Cull et al.(2009, S.1)

91 Armendariz/Morduch(2005, S.124)

92 Mader(2013)

93 Reed(2013, S.7)

94 Demirgüç-Kunt /Klapper(2012)

95 Bundesministerium für Wirtschaft und Energie(2012)

96 Reed(2013, S.13)

97 Reed(2013)

98 Reed(2013, S.10)

99 Nuscheler(2012, S.99)

100 Ledgerwood et al.(2013, S.25)

101 Armendariz/Morduch(2005, S.191ff)

102 Lohman(2009, S.272f)

103 Rosenberg et al.(2013, S.1f)

104 Lohman(2009, S.117)

105 Rosenberg et al.(2013, S.4)

106 Eigene Berechnung vgl. Ledgerwood et al.(2013, S.223)

107 Vgl. Harper (1998 S.12)

108 Ledgerwood et al.(2013, S.17)

109 Dieckmann(2008, S.12)

110 Daley-Harris(2009, S.14).

Details

Seiten
62
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656858645
Dateigröße
1.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v285778
Institution / Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg – Institute for Economic Research Department of International Economic Policy
Note
1.3
Schlagworte
Mikrokredite Capability Approach Mikrofinanz Armut

Autor

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Titel: Wirken Mikrokredite armutsreduzierend?