Lade Inhalt...

Die Abstammung Karls IV. und die genealogischen Konstruktionen und Fiktionen in der Böhmenchronik Johann von Marignolas und der luxemburgisch-brabantischen Ahnengalerie auf Burg Karlstein

Hausarbeit (Hauptseminar) 2014 46 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kurzbiographie Karls IV.: Einige wichtige Lebensdaten und Ereignisse

3. Karls IV. Abstammung und seine zeitnahen historischen Vorfahren
3.1 Karls Abstammung väterlicherseits
3.2 Karls Abstammung mütterlicherseits

4. Johann von Marignolas Böhmenchronik und die luxemburgisch-brabantische Ahnengalerie auf Burg Karlstein und die durch diese Werke propagierte fiktive und konstruierte Abstammung Karls IV.
4.1 Die „Cronica Boemorum“ des Johann von Marignola
4.1.1 Zum Autor und Inhalt und Aufbau des Werks
4.1.2 Fiktive und konstruierte Herrscherreihe, Abstammungstheorie und Ursprungslegende in Marignolas Chronik
4.2 Die luxemburgisch-brabantische Ahnengalerie Karls IV. auf Burg Karlstein / Handschrift Cod. 8330 ÖNB

5. Die Intentionen, Absichten und Ziele Karls IV. bezüglich der vorgestellten fiktiven und konstruierten Genealogien und der diesbezügliche historische Kontext

6. Fazit / Zusammenfassung

7. Anhang

8. Quellen- und Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Im Mittelalter leiteten viele große europäische Herrscherdynastien, Häuser und Geschlechter und ihre Vertreter ihre Herkunft und ihren Ursprung von alten, edlen und in der Geschichte hervorstechenden Geschlechtern, Persönlichkeiten und Ahnen ab und propagierten und betonten diese zu meist konstruierte und imaginäre Abkommenschaft auf diverse Weise. Denn „[...] die Berechtigung der Vorzugsstellung und des Anspruchs auf Thron und Herrschaft mußte [zur damaligen Zeit] nicht nur durch besondere persönliche Qualitäten bewiesen werden, sondern auch durch edles Herkommen. Dabei war das Ansippen oder Anerben an hervorragende Ahnen oder edle Geschlechter ein probates Mittel, um das eigene Ansehen zu erhöhen und politische Ziele durchzusetzen“.1

Auch Karl IV., böhmischer König und einer der wirkmächtigsten und herausragendsten römisch-deutschen Könige und Kaiser des Spätmittelalters, stellte diesbezüglich keine Ausnahme dar. Seit seiner Machtübernahme und seinem Regierungsantritt stützte Karl seine Herrscherlegitimität, seinen Herrscheranspruch und seine dynastische Legitimität auf die offiziell propagierte alte und vornehme Abstammung und Dauer seines Geschlechts und die konstruierten familiären Beziehungen zu den ältesten und vornehmsten westeuropäischen Dynastien und vermeintlichen und imaginären edlen Urahnen und Vorfahren. Diese zum großen Teil konstruierte und fiktive Abstammung und Genealogie ließ Karl offiziell von seinem Hof verbreiten und in der offiziellen Hofgeschichtsschreibung sowie künstlerisch und architektonisch darstellen, betonen und hervorheben. Diese Arbeit befasst sich daher folglich mit der Abstammung Karls IV. und zwei exemplarisch ausgewählten in seiner Zeit entstandenen und durch ihn initiierten schriftlichen und bildlichen Werke und den darin enthaltenen konstruierten und fiktiven Abstammungsdarstellungen, Abstammungstheorien und Genealogien bzw. Ahnenreihen sowie mit den Intentionen, Absichten und Zielen Karls IV. bezüglich diesen Darstellungen seiner Herkunft. Die beiden Werke, welche folglich in dieser Arbeit behandelt werden und welche den Schwerpunkt der Arbeit und Darstellung bilden, sind: Die Böhmenchronik Johann von Marignolas2 und die darin dargestellte Abstammung und Herkunft Karls IV. sowie die luxemburgisch-brabantische Ahnengalerie auf Burg Karlstein3.

Zunächst wird jedoch im ersten Punkt des Hauptteils (2. Punkt) eine Kurzbiographie Karls IV. dargestellt, um dem Leser einen knappen Überblick über Karls Vita, Lebensdaten und politischen Werdegang zu geben und somit darzulegen, wer Karl war und was er tat. Der zweite Punkt des Hauptteils (3. Punkt) befasst sich mit Karls tatsächlicher und nichtfiktiver Abstammung und dementsprechend mit seinen zeitnahen historisch-realen Vorfahren väterlicherseits sowie mütterlicherseits, um dem Leser ein Bild von den Familien aus den Karl stammte zu geben und die familiären Beziehungen, Verhältnisse und Zusammenhänge sowie Informationen zur Geschichte der beiden Häuser und Geschlechter und der aus ihnen kommenden Personen und Herrscher aufzuzeigen. Der dritte Punkt es Hauptteils (4. Punkt) behandelt die zwei oben genannten für diese Arbeit exemplarisch ausgewählten Werke, die Böhmenchronik Johann von Marignolas und die luxemburgisch-brabantische Ahnengalerie auf Burg Karlstein und es wird dementsprechend auf Autor, Inhalt, Aufbau, Entstehungsgeschichte und Wirkung etc. dieser Werke eingegangen sowie die in diesen Werken dargestellte und propagierte fiktive und konstruierte Abstammung, Herkunft und Genealogie Karls IV. dargestellt, untersucht und analysiert. Der vierte Punkt des Hauptteils (5. Punkt) befasst sich mit den Intentionen, Absichten und Zielen Karls IV. bezüglich der im vorherigen Punkt dargestellten fiktiven und konstruierten Abstammung und Herkunft, um so dem Leser darzulegen und zu verdeutlichen, warum Karl sich und sein Geschlecht so darstellen ließ und welche Ziele und Absichten er mit dieser propagierten fiktiven und konstruierten Abstammung verfolgte und wozu sie ihm diente.

Es sollen daher folgende Leitfragen bei der Darstellung im Vordergrund stehen: Wer waren Karls IV. reale Vorfahren väterlicher- und mütterlicherseits und wie sahen die familiären Beziehungen, Verhältnisse und Zusammenhänge aus? Wer war Johann von Marignola und was lässt sich über seine Vita, seine Beziehung zu Karl und seine Arbeit an seiner Böhmenchronik berichten? Wie sehen der Inhalt und Aufbau, die Entstehungsgeschichte und Wirkung etc. der Böhmenchronik Marignolas und der Karlsteiner Ahnengalerie aus? Wie sehen die in diesen Werken enthaltenen konstruierten und fiktiven Abstammungsdarstellungen, Abstammungstheorien und Genealogien aus und welche Merkmale, Charakteristiken, Besonderheiten und Eigenschaften besitzen und kennzeichnen sie? Was waren Karls Intentionen, Absichten und Ziele bezüglich diesen Genealogien und Darstellungen seiner Abstammung?

Die Arbeit stützt sich neben den zwei oben genannten, erwartungsgemäß für die Arbeit unerlässlichen Quellen4, zum größten Teil auf Sekundärliteratur bzw. Darstellungen. Zu nennen ist hier vor allem die für die Bearbeitung dieses Themas sehr hilfreiche und aufschlussreiche Darstellung von Evemarie Clemens: „Luxemburg-Böhmen, Wittelsbach-Bayern, Habsburg-Österreich und ihre genealogischen Mythen im Vergleich“5. Einige weitere wichtige, zu nennende Publikationen und Aufsätze sind: „Die Hofgeschichtsschreibung am böhmischen Herrscherhof im Mittelalter“ von Marie Bláhová6, „Herrschergenealogie als Modell der Dauer des 'politischen Körpers' des Herrschers im mittelalterlichen Böhmen“ von Marie Bláhová7 „Nachleben Karls des Großen in der Propaganda Karls IV.“ von Marie Bláhová8, „Offizielle Geschichtsschreibung in den mittelalterlichen böhmischen Ländern“ von Marie Bláhová9, „ Zur Fälschung und Fiktion in der tschechischen Historiographie“ von Marie Bláhová10, „Die universalhistorischen Vorstellungen des Johann von Marignola OFM. Der einzige mittelalterliche Weltchronist mit Fernostkenntnis“ von Anna-Dorothee von den Brincken11, „Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche Dynastie gesamteuropäischer Bedeutung 1308-1437“ von Jörg K. Hoensch12, „Geschichtsschreibung im Europa der „nationes“. Nationalgeschichtliche Gesamtdarstellungen im Mittelalter“ von Norbert Kersken13, „Vorfahren und Vorgänger. Spätmittelalterliche Genealogien als dynastische Legitimation zur Herrschaft“ von Gert Melville14, „Karl IV. Ein Kaiser ein Europa 1346-1378“ von Ferdinand Seibt15, „Kaiser Karl IV. Staatsmann und Mäzen“ hg. von Ferdinand Seibt16, „Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten, NF Bd. 1“ hg. von Detlev Schwennicke17, „Die Přemysliden. Stammtafeln des nationalen böhmischen Herzogshauses ca. 850-1306. Mit einer Einführung“ von Wilhelm Wegener18 sowie „Der Bildercyklus des Luxemburger Stammbaumes aus Karlstein“ von Joseph Neuwirth19. Einige weitere wichtige in der Arbeit genannte Quellen sind: „Genealogiae ducum Brabantiae“ hg. von Johann Heller20 und „Gotifredi Viterbiensis Speculum regnum“ hg. von Georg Waitz21.22

2. Kurzbiographie Karls IV.: Einige wichtige Lebensdaten und Ereignisse

Karl IV. wurde am 14. Mai 1316 in Prag als erster Sohn von Johann von Luxemburg, König von Böhmen aus dem Haus Limburg-Luxemburg bzw. Luxemburg23 und seiner Gemahlin Elisabeth von Böhmen aus dem Geschlecht der Přemysliden24 geboren und auf den Namen Wenzel getauft. Im Jahr 1323 wurde er zur Erziehung nach Paris an den Hof des französischen Königs Karl IV. gebracht, wo dieser ihm als sein Firmpate den frankischen Herrschername Karl gab und ihn siebenjährig mit der gleichaltrigen Prinzessin Blanca von Valois vermählte. 1330 wurde er zunächst von seinem Vater nach Luxemburg, in das Stammland der Luxembuger beordert und fungierte dann von 1331-1333 als Statthalter seines Vaters in Oberitalien.25 Mit dem Titel eines Markgrafen von Mähren agierte er dann von 1334-1346 als Regent seines meist abwesenden Vaters im Königreich Böhmen, seit Ende der 1330er Jahre mit zunehmender Selbständigkeit und wachsendem Einfluss.

Nach der Erblindung seines Vaters 1340 übernahm er dann endgültig die Regierungsgeschäfte und Zügel der luxemburgischen Hausmacht und empfahl sich durch sein konsequentes Handeln dem Papst und der Kurie als geeigneter Kandidat für die Nachfolge des regierenden Kaisers Ludwig den Bayern26. So beteiligte er sich in jener Zeit in Bezug auf die Reichspolitik oft selbstständig am diplomatischen Ringen der Luxemburger mit den Habsburgern und Wittelsbachern um die römisch-deutsche Königswürde.27 Am 11. Juli 1346 wurde Karl dann mit Hilfe des Papstes Clemens VI. und Unterstützung seines Onkels Erzbischof Balduin von Trier in Rhens als Gegenkönig zu Ludwig dem Bayern gewählt und am 26. November 1346 in Bonn gekrönt28, da Aachen sich ihm verschlossen hatte. Trotz dieser Notkrönung verweigerten ihm die meisten Fürsten die Anerkennung und seine Anfänge als König waren sehr mühsam.29 Jedoch konnte Karl dann durch den zeitnahen Tod Ludwigs des Bayern im Jahr 1347, die politische Kraftlosigkeit des danach gewählten und von den Wittelsbachern unterstützten Gegenkönigs Günther von Schwarzburg sowie zudem durch großzügigen Einsatz von Geld, geschickte Diplomatie und Personalpolitik und verschiedenen militärischen Aktionen bis zum Sommer 1349 sein Königtum stabilisieren und allgemeine Anerkennung erreichen. So ließ er sich am 17. Juni 1349 in einer zweiten Wahl in Frankfurt einstimmig wählen sowie am 25. Juli 1349 in einer neuen Krönung in Aachen abermals krönen. Bereits am 2. September 1347 war er in Nachfolge seines in der Schlacht von Crécy gefallenen Vaters zum König von Böhmen gekrönt worden und hatte seine Herrschaft dort gefestigt. In Böhmen baute er Prag zu einer Residenzstadt aus, legte 1348 den Grundstein für die Prager Neustadt und gründete die Prager Universität, womit er Prag zu einem kulturellen und geistigen Zentrum machte. Ferner hatte sich Karl nach dem Tod seiner ersten Ehefrau im März 1349 mit Anna von Wittelsbach vermählt und förderte durch diese Ehe den Ausgleich mit den Wittelsbachern, seinen größten Konkurrenten unter den deutschen Fürsten.30

1355 begab sich Karl auf Italienfahrt und ließ sich am 6. Januar 1355 in Mailand zum König von Italien sowie danach zu Ostern 1355 in Rom vom Papst zum Kaiser krönen. Überdies versuchte er im selben Jahr das böhmische Landrecht durch den Erlass seiner „Majestas Carolina“ zu reformieren, scheiterte damit aber an den böhmischen Landständen. Im folgenden Jahr 1356 erließ er in Bezug auf das Reich die „Goldene Bulle“, welche u.a. die Königswahl regelte und einen politischen Kompromiss mit den Kurfürsten darstellte.31 Ferner hatte er in den Jahren 1353-1358 durch Tausch, gezielte Erwerbspolitik und diplomatischen Druck die böhmische Kronlande erweitert und im nördlichen Bayern ein königliches Machtzentrum aufgebaut. Die Oberpfälzer Mitgift seiner wittelsbachischen Ehefrau bot dabei den Kern für jenes „Neuböhmen“. In den Jahren 1356-1357 kam es in Böhmen zu einer militärischen Opposition durch Teile des böhmischen Adels, die Karl erfolgreich bezwingen konnte. Auch die in den folgenden Jahren im Reich aufkommende Opposition durch die bayrischen Wittelsbacher und Karls Schwiegersohn Herzog Rudolf IV. von Österreich konnte Karl erfolgreich neutralisieren. Im Jahr 1361 kam Karls erster Sohn und Thronfolger Wenzel zur Welt. Mutter Wenzels war Karls dritte Ehefrau Anna von Schweidnitz, welche er 1353 geheiratet hatte. Nach dem Tod Annas im Jahre 1362 vermählte sich Karl 1363 in vierter Ehe mit Elisabeth von Pommern, einer Enkelin des polnischen Königs Kasimirs des Großen. Mit dieser politischen Ehe zerstörte Karl die Koalition des polnischen und ungarischen Königs, die sich mit Herzog Rudolf IV. von Österreich gegen ihn verbunden hatten.32

1365 zog Karl an den Hof des damals im Exil von Avignon residierenden Papstes und ließ sich am 4. Juni 1365 in einem demonstrativen Akt in Arles zum König von Burgund krönen, um die Ansprüche des Reiches auf die Provence und die Grafschaften Vienne und Dauphine zu unterstreichen. In den weiteren Jahren bis 1373 konnte er die Erweiterung der böhmischen Kronlanden um die Niederlausitz (1368) und schließlich auch um die Kurmark Brandenburg (1373) erreichen, womit er eine zusätzliche und von Böhmen unabhängige Machtgrundlage im Reich für sein Haus schuf. Im Jahre 1376 gelang ihm unter Einsatz großer finanzieller Mittel das Erreichen der Wahl seines Sohns Wenzel zum römisch-deutschen König, wodurch er schon zu Lebzeiten seine Nachfolge geregelt hatte. Am 29. November 1378 starb Karl dann nach 32-jähriger Regierungszeit in Prag.33

Das politische Programm Karls IV. lässt sich nach dem Historiker Ferdinand Seibt als „konstruktiven Konservativismus“ bezeichnen, also ein geplanter Neubau aus alten Teilen.34 Karl besaß eine tiefe Frömmigkeit, welche sich nach außen hin in vielen Stiftungen, seiner starken Heiligenverehrung und seinem Reliquienkult zeigte. Ferner legte er viel Wert auf die herrschaftlich-dynastische Repräsentation. Er war Freund und Förderer der Kultur, Kunst, Baukunst, Literatur und Sprache.35 So war er u.a. auch Initiator der ersten offiziellen Geschichtsschreibung im mittelalterlichen Böhmen und setzte diese gezielt für seine politische Propaganda ein. Wichtiger Bestandteil seines Herrscherverständnisses war auch die Betonung und Hervorhebung seiner Abstammung und seiner zum Teil fiktiven und konstruierten Verwandtschaft mit einigen der edelsten westeuropäischen Dynastien und Geschlechtern sowie angeblichen biblischen, mythischen und antiken Vorfahren. „Ansehen und Funktion seiner Herrschaft suchte er im Rückgriff auf ältere Vorstellungen von Geblütsheiligkeit geradeso wie im Vorgriff auf abstrakte Staatsideen zu fördern“.36

3. Karls IV. Abstammung und seine zeitnahen historischen Vorfahren

Die folgenden Ausführungen sollen einen kurzen und knappen, zeitlich eingegrenzten Überblick über die historisch gesicherte und belegte und somit tatsächliche und nichtfiktive Abstammung Karls IV. geben und dementsprechend seine zeitnahen historisch-realen Vorfahren väterlicherseits sowie mütterlicherseits kurz aufzeigen und die Familienzusammenhänge und Verhältnisse darstellen. Punkt 3.1 beschränkt sich dabei zeitlich auf die Zeit ab der Begründung des Hauses Limburg-Luxemburg bzw. Luxemburg37 in der Mitte des 13. Jahrhunderts und stellt dann über Karls Urgroßvater, Großvater und Vater die Stammlinie bis Karl dar. Punkt 3.2 stellt kurz Karls Abstammung mütterlicherseits und einige diesbezügliche Vorfahren dar und gibt ferner knappe und allgemeine Informationen und Hinweise zur Geschichte der Dynastie der Přemysliden38.39

3.1 Karls Abstammung väterlicherseits

Karl IV. entstammte väterlicherseits der Dynastie der Luxemburger und somit dem Hause Luxemburg bzw. Limburg-Luxemburg40, welches ein Zweig des Hauses Limburg-Arlon41 war.

Die Grundlage und Prämisse für die Begründung des Hauses Limburg-Luxemburg (bzw. des „jüngeren“ luxemburgischen Grafenhauses) stellt die 1214 geschlossene Ehe zwischen Walram IV. (III.), Herzog von Limburg und Markgraf von Arlon aus dem Hause Limburg-Arlon und dessen zweiter Ehefrau Gräfin Ermesinde II. von Luxemburg aus dem Hause Namur dar.42 Ältester Sohn aus dieser Ehe war der um 1216/17 oder um 1221 geborene und 1281 verstorbene Heinrich V. (II.). Nach dem Tode seiner Mutter Ermesinde im Jahre 1247 erbte er von ihr die Grafschaft Luxemburg, regierte folglich von da an als Graf von Luxemburg und begründete somit die neue Linie des Hauses Limburg-Arlon, die Linie bzw. das Haus Limburg-Luxemburg.43 Heinrichs V. (II.) Halbbruder, der aus der ersten Ehe Walrams IV. (III.) stammende Heinrich IV. von Limburg, erbte nach dem Tode des gemeinsamen Vaters im Jahre 1226 von diesem das Herzogtum Limburg.44 Begründer Heinrich V. (II.) von Luxemburg ehelichte im Jahre 1240 Margarete von Bar, eine Tochter des Grafen Heinrichs II. von Bar, mit der er zwei Söhne und mehrere Töchter hatte.45

Der älteste Sohn aus dieser Ehe, welcher aufgrund der agnatischen Erbfolge und Stammlinie (Patrilinearität) hier von Interesse ist, war der 1240 oder kurz nach 1252 geborene und 1288 in der Schlacht von Worringen im Limburger Erbfolgestreit46 gefallene Graf Heinrich VI. (III.) von Luxemburg47. Dieser war mit Beatrix, der Tochter des Grafen Balduin von Avesnes48 verheiratet und hatte mit ihr drei Söhne und zwei Töchter.49 Heinrichs VI. (III.) jüngerer Bruder, der ebenfalls in der Schlacht von Worringen gefallene Walram I., erbte von seiner Mutter Margarete von Bar die Herrschaft Ligny und begründete somit die Nebenlinie Luxemburg-Ligny, den französischen Zweig des Hauses Luxemburg.50

Aus der Verbindung zwischen Heinrich VI. (III.) und Beatrix gingen zwei der wichtigsten und für den Aufstieg und die weitere Geschichte der Luxemburger entscheidenden männlichen Vertreter jenes Hauses hervor: Zum einen der 1278/79 geborene und älteste Sohn Heinrich, Graf von Luxemburg, welcher ab 1308 als Heinrich VII.51 römisch-deutscher König sowie ab 1312 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches war. Heinrich VII. war der Großvater Karls IV. väterlicherseits.52 Mit ihm konnte auch erstmals ein Abkömmling des Hauses Luxemburg die römisch-deutsche Königs- und Kaiserwürde erlangen. Zum anderen der im Jahre 1285/86 geborene Balduin vom Luxemburg.53 Er war folglich der Großonkel Karls väterlicherseits. Baldiun wurde als jüngstes Kind aus der Ehe von Heinrich VI. und Beatrix von Avesnes frühzeitig für die geistliche Laufbahn bestimmt und bekleidete von 1308 bis zu seinem Tod im Jahre 1354 das Amt und die Würde des Erzbischofs und Kurfürsten von Trier. Er war einer der bedeutendsten und wirkmächtigsten Reichsfürsten des 14. Jahrhunderts und bestimmte bis zu seinem Tode die Reichspolitik maßgeblich mit. So war er auch gemeinsam mit dem Mainzer Erzbischof maßgeblich an der Durchsetzung der Wahl seines Bruders Heinrich zum König beteiligt.54

Der besagte Großvater Karls, Kaiser Heinrich VII., welcher als ältester Sohn die Stammlinie der Luxemburger fortsetze, war mit Margarete, der Tochter des Herzogs Johann I. von Brabant, verheiratet.55 Aus dieser Ehe ging der 1296 geborene Sohn Johann von Luxemburg (später „der Blinde“)56, der Vater Karls IV., hervor.57 Die Verwandtschaft Karls IV. mit den Brabantern58 durch Margarete von Brabant, seiner Großmutter väterlicherseits, ist hier zu betonen und kurz hervorzuheben, da diese Verwandtschaft, wie später in dieser Arbeit noch dargestellt wird, Karl dazu diente sich und seine Familie an Karl den Großen und die Karolinger und somit an die Trojaner anzuknüpfen.

Johann von Luxemburg wurde am 31. August 1310 von seinem Vater Kaiser Heinrich mit dem Königreich Böhmen belehnt, was ein sehr wichtiges Ereignis für die weitere Geschichte der Luxemburger darstellte, da Böhmen zur Grundlage der luxemburgischen Hausmacht werden sollte und wurde.59 Am darauf folgenden Tag wurde Johann ferner mit der böhmischen Prinzessin Elisabeth vermählt, um so die Ansprüche der Luxemburger auf den böhmischen Thron zu untermauern.60 Elisabeth stammte aus dem alten böhmischen Herrscherhaus der Přemysliden61 und war die Tochter des böhmischen Königs Wenzel II. und die Schwester des letzten böhmischen Königs aus dem Hause der Přemysliden, Wenzel III.62 Dieser war im Jahre 1306 ermordet worden, womit die Dynastie der Přemysliden in männlicher Linie ausgestorben und das Königreich Böhmen an das Reich zurückgefallen war.63 Durch die Heirat zwischen Johann und Elisabeth wurde somit von luxemburgischer Seite bewusst an die alte und traditionsreiche böhmische Herrscherdynastie der Přemysliden angeknüpft, um folglich eine gewisse Kontinuität zu symbolisieren und den Dynastiewechsel und die neue luxemburgische Herrschaft über Böhmen zu legitimieren. Aus dieser Ehe zwischen Johann und Elisabeth ging dann, wie schon erwähnt, Karl IV. hervor.64

3.2 Karls Abstammung mütterlicherseits

Wie oben bereits angeführt, stammte Karls 1292 geborene und 1330 verstorbene Mutter Elisabeth aus der alten böhmischen Herrscherdynastie der Přemysliden und war neben einer ihrer Schwestern die letzte Vertreterin aus jenem Geschlecht, da dieses mit dem Tod ihres Bruders, König Wenzels III., in männlicher Linie ausgestorben war.65 Elisabeths Eltern und somit Karls Großeltern mütterlicherseits waren der 1271 geborene und 1305 gestorbene böhmische König Wenzel II. (Regentschaft von 1283-1305) und dessen erste Ehefrau Guta von Habsburg, eine Tochter von Rudolf von Habsburg und Gertrud von Hohenberg.66 Die Eltern Wenzels II., folglich die Großeltern Elisabeths väterlicherseits, waren der um 1233 geborene und 1278 verstorbene böhmische König Otakar II. Přemysl und dessen zweite Ehefrau Kunigunde, eine Enkelin König Bélas IV. von Ungarn.67 Ferner lässt sich die agnatische Stammlinie der Přemysliden wie folgt weiter in Richtung Spitzenahn bzw. Stammvater zurückverfolgen: Von Elisabeths Großvater Otakar II. Přemysl über dessen Vater König Wenzel I. von Böhmen (* 1205, † 1253), weiter über dessen Vater König Otakar I. Přemysl (* ca. 1165, † 1230) und Großvater König Vladislav II. († 1174); und von jenem Vladislav II. weiter über dessen Großvater und ersten böhmischen König aus dem Hause Přemysl, Vratislav II. (* 1031, † 1092) bis hin zum ersten historisch belegten und christlichen Přemysliden, dem böhmischen Fürsten Bořivoj I. († 888/889).68

Allgemein zu den Přemysliden und ihrer Geschichte lässt sich anmerken, dass sie ein sehr altes böhmisches Herrschergeschlecht waren und seit dem Ende des 9. Jahrhunderts bis 1306 als Fürsten, Herzöge und Könige in Böhmen und Mähren herrschten. Sie standen für mehr als vier Jahrhunderte an der Spitze Böhmens und wurden so zum Sinnbild des böhmischen Staates und der böhmischen Nation des Mittelalters.69

In der ersten böhmischen Chronik überhaupt, der aus dem ersten Drittel des 12. Jahrhunderts stammenden „Chronica Boemorum“ (Chronik der Böhmen) des Cosmas von Prag70, welche u.a. auch die auf Mythen und Sagen basierende Vorgeschichte Böhmens darstellt, werden die Přemysliden als Nachkommen ihres sagenhaften Urahns und Stammvaters Přemysl des Pflügers und dessen Ehefrau Libussa beschrieben. Des Weiteren überliefert die Chronik auch die Namen von weiteren vorchristlichen Přemysliden.71

Der erste historisch belegte Přemyslide war der böhmische Lokalfürst Bořivoj I. († 888/889), welcher im Großmährischen Reich durch die byzantinische Mission getauft wurde.72 Der Enkel von Bořivoj, der um 907/908 geborene und 929/935 ermordete Wenzel I. (der Heilige) war über seinen Tod hinaus einer der bedeutsamsten und wirkmächtigsten Abkömmlinge des Geschlechts der Přemysliden. Bereits kurz nach seinem Tod begann seine Verehrung als Märtyrer und Heiliger. Später spielte die Verehrung, Überlieferung und Darstellung seiner Person zunehmend eine wichtige Rolle bei der Ausbildung der böhmischen Staatsideologie und dem Herrscherverständnis der Přemysliden. So wurde er als böhmischer Landespatron, als großer Fürst und Beschützer Böhmens, als „ewiger Herrscher“ über Böhmen sowie als Hauspatron der Přemysliden gesehen, verehrt und dargestellt.73 Die Verehrung des heiligen Wenzels entwickelte sich dann im Laufe des 13. Jahrhundert zum Staatskult in Böhmen und fand seinen Höhepunkt in der Regentschaft Karls IV. So war Karl sehr stolz auf seine Abstammung von Wenzel, benutzte diese auch für seine politische Propaganda und Legitimation seiner böhmischen Herrschaft und schrieb Wenzel „[...] als seinem Vorgänger auf dem böhmischen Thron und als Träger der staatlichen und religiösen Tradition eine wichtige [und tragende] Rolle für die böhmischen Staatsidee zu“.74 Karl verfasste als Autor neben einer Autobiographie auch eine eigene Wenzelslegende, was verdeutlicht, dass der Wenzelskult in Karls Leben eine zentrale Stelle einnahm.75

Erster Abkömmling aus dem Geschlecht der Přemysliden, der die böhmische Königswürde erlangen konnte, war Vratislav II. Dieser wurde durch Kaiser Heinrich IV. als Gegenleistung für seine politische und militärische Hilfe gegen die Sachsen und die Opposition der Fürsten im Jahr 1085/86 zum König erhoben. Der Königstitel war jedoch noch an seine Person gebunden und ging nicht an seine Nachfolger über.76 Erst Otakar I. Přemysl, der Ururgroßvater Elisabeths väterlicherseits, konnte als erster böhmischer Herrscher den erblichen Königstitel erlangen. Durch seine geschickte Politik gegenüber den römisch-deutschen Königen Philipp von Schwaben, Otto IV. und Friedrich II., konnte er schließlich erreichen, dass in der Goldenen Bulle Friedrichs II. von 1212 ihm und seinen Nachfolgern die erbliche böhmische Königswürde von Seiten des Reiches zuerkannt wurde.77 Otakars I. Přemysl Sohn, Wenzel I., leitete eine stark auf Expansion ausgerichtete Politik und Heiratspolitik ein, welche unter seinem Sohn Otakar II. Přemysl ihren Höhepunkt erreichte. So beherrschte die böhmische Krone unter anderem die Steiermark, das Egerland, Kärnten und Krain. Es kam jedoch zunehmend zu gefährlichen Adelsoppositionen in Böhmen und den Alpenländern und Otakar II. Přemysl wurde in der Auseinandersetzung mit Rudolf von Habsburg in der Schlacht bei Dürnkrut im Jahre 1278 getötet. Seinem Sohn und Nachfolger Wenzel II., dem Vater Elisabeths, gelang anfänglich die Konsolidierung der Königsmacht und er konnte für sich, zusätzlich zum böhmischen, den polnischen Königstitel erlangen sowie für seinen Sohn Wenzel III. die ungarische Krone erwerben. Die přemyslidische Macht in Polen und Ungarn war jedoch durch die Unzufriedenheit des einheimischen Adels schnell im Schwinden begriffen und Wenzel III. wurde auf einem Kriegszug gegen den polnischen Adel am 4. August 1306 in Olmütz ermordet, womit, wie schon erwähnt, die Přemysliden im Mannesstamm ausstarben.78 79

4. Johann von Marignolas Böhmenchronik und die luxemburgisch-brabantische Ahnengalerie auf Burg Karlstein und die durch diese Werke propagierte fiktive und konstruierte Abstammung Karls IV.

4.1 Die „Cronica Boemorum“ des Johann von Marignola

4.1.1 Zum Autor und Inhalt und Aufbau des Werks

Der Minorit Johann(es) von Marignola (Giovanni de' Marignolli) entstammte der vornehmen florentinischen Familie „de' Marignolli“ und wurde um 1290 in Florenz geboren. Wie er selbst in seiner Chronik mitteilt, war er dem Minoritenkonvent bzw. Franziskanerkloster Santa Croe in seiner Heimatstadt Florenz beigetreten und später als Lektor in Bologna tätig gewesen.80 Im Jahre 1338 wurde er von Papst Benedikt XII. von Avignon aus damit beauftragt, als Legat eine Missionsreise und Gesandtschaft nach Khan Baliq (heute Peking) zum Großkhan der Tataren und den chinesischen Christen zu leiten. Marignola trat die Reise 1339 an, reiste durch die Wüste Gobi nach China, wo der 1342 mit seinen Begleitern ankam, verweilte dort einige Jahre als Gast des Großkhans und reiste bei seiner Rückkehr auf dem Seeweg über Vorderindien zurück nach Avignon, wo er 1353 eintraf.81 Nach seiner Rückkehr erhielt Marignola am 12. Mai 1354, vermutlich als Anerkennung und Würdigung seiner Tätigkeit als Legat, von Papst Innozenz VI. das Bistum Bisignano in Kalibrien.82 Wenig später muss er ferner die Bekanntschaft Kaiser Karls IV. gemacht haben, vermutlich während seines Aufenthalts zur Kaiserkrönung in Rom. Karl nahm ihn dann 1355 nach der erfolgten Kaiserkrönung als Hofkaplan83 und Tischgenossen84 mit nach Prag.85 In der nachfolgenden Zeit wurde er des öfteren mit kaiserlichen Aufträgen betraut, begleitete den Kaiser häufig bei seinen Reisen, hielt sich jedoch auch nachweislich in Bisignano, Florenz und Bologna auf.86 Am 25. Juli 1358 weihte Marignola im Beisein Karls in seiner Funktion als Bischof von Bisignano zwei Altäre in der Nürnberger Liebfrauenkirche zu Ehren der Apostel und weiterer Heiliger, u.a. zu Ehren des Heiligen Wenzels. Er hob dabei in den Weiheurkunden seine Legatentätigkeit in Asien und seine gesammelten Erfahrungen bei den Tataren und Indern etc. ausdrücklich und besonders hervor.87 Am 22. März 1359 wurde ein neuer Bischof von Bisignano ernannt88, so dass Marignola zwischen diesen beiden Daten entweder in Prag oder, falls er Kaiser Karl auf einer Reise begleitet hatte, in Breslau verstorben sein muss.89

Nachdem Karl Marignola 1355 mit nach Prag genommen hatte, beauftragte er ihn mit der Abfassung einer Böhmenchronik.90 Marignolas „Cronica Boemorum“ muss daher, den oben dargestellten Lebensdaten Marignolas entsprechend, im Zeitraum zwischen den Jahren 1355 und 1358 entstanden sein.91 Da Marignola sich während dieses Zeitraums nicht nur am Hofe in Prag, sondern, wie oben erwähnt, auch in Bisignano, Florenz und Bologna aufhielt, ist es fraglich, an welchem Ort er seine Chronik verfasst hat.92

Allgemein lässt sich zu Marignolas Böhmischer Chronik sagen, dass sie durch den persönlichen Auftrag Karls IV. klar und deutlich als offizielles Auftragswerk zu charakterisieren ist und somit neben der von Karl bei dem böhmischen Magister Přibik Pulkava von Radenin in Auftrag gegeben Böhmischen Chronik93 eins der ersten beiden und bis jetzt einzig überlieferten Werke der offiziellen mittelalterlichen (Hof-)Geschichtsschreibung in Böhmen bzw. Karls IV. darstellt.94 Entsprechend dem Anliegen Karls war Marignola damit beauftragt, eine Universalgeschichte zu kompilieren und zu erstellen und die Geschichte Böhmens darin aufzunehmen, einzuordnen und einzugliedern.95 Nach den konkreten schriftlichen Anweisungen und Vorstellungen, die Karl Marignola bezüglich des generellen Aufbaus, Inhalts und der Ordnung der zu schreibenden Chronik brieflich mitteilte und welche Marignola der eigentlichen Chronik in der Einleitung96 voranstellte, sollte der Autor „[...] die Geschichte 'von Adam an' anfangen und bis zu 'unseren glücklichen Zeiten' bringen – incipiendo a primo Adam usque ad felicia tempora nostra. Der Verfasser sollte die alten Chroniken und die moderne Geschichte durchgehen, alles, was überflüßig wäre, auslassen[,] [Notwendiges einfügen, Unverständliches kürzen] und die Doppelsinnigkeiten beseitigen. Das ganze Werk sollte in drei Büchern ad illustradam trine nostre create ymaginis trinitatem, geteilt werden“, also in Analogie zur göttlichen Trinität.97 Ferner äußerte sich Karl in dem Schreiben an Marignola auch über seine Motive bezüglich des Auftrages dieser Chronik: So sollte die Chronik „[...] zur Belehrung des Volkes beitragen, Weisheit und gute Sitten verbreiten sowie das Laster ausrotten, da der Staat nur dann glücklich sei, wenn er darauf bestehe, daß seine Verwalter weise sind oder auf die Weisheit achten“.98

Getreu den Anweisungen Karls teilte Marignola seine Chronik in drei Bücher, die er thearcos (1. Buch), monarchos (2. Buch) und irearcos (3. Buch) nannte und welche inhaltlich gegliedert sind in: 1. regnum und sacerdotium vor der Flut, 2. regnum nach der Flut und 3. sacerdotium nach der Flut.99 Das erste Buch thearcos (von theos = Gott) ist das göttliche oder theologische Buch und umfasst die Zeit von der Schöpfung der Welt bis zur Sinnflut bzw. Noah. Das zweite Buch monarchos beginnt mit der Verteilung der Erde unter Noahs Söhnen und reicht zeitlich bis zur „eigenen glücklichen Zeit“. Es beschreibt zunächst die Gründung, Entstehung und Geschichte der wichtigsten weltlichen Imperien und Herrschaften bis zum antiken Rom und der Zeit des Augustus. Mit Erreichen der augusteischen Zeit brach Marignola dann die weitere Darstellung ab und schrieb, er könne hier nun eine Reihe der zeitlich folgenden Kaiser bis zu Karl IV. einfügen, verzichte jedoch causa brevitatis darauf, und wolle ad materiam nostram cronicarum boemicalium übergehen.100 Dementsprechend folgt dann die böhmische Geschichte bzw. Geschichte der böhmischen Herrscher, welche zeitlich bis zu Wenzel II. (1283-1305) reicht. Für die darauffolgende Zeit fügte Marignola dann eine fehlerhafte Liste der Nachfolger Wenzels II. bis zu Karl IV. ein. Für die Geschichte unter Karl IV. verwies Marignola auf dessen Autobiographie.101 Das dritte Buch thearcos stellt in zeitlicher Parallele zum zweiten Buch die Geschichte des Priestertums dar. Es reicht zeitlich vom ersten Priester Melchisedech über Christus, die römischen Päpste bis zu den Bischöfen Böhmens und endet in den 30er Jahren des 12. Jahrhunderts.102 Anschließend folgen u.a. noch Nachrichten über die Minoriten und mit einem Bericht über die Stiftung des Wissegrader Kapitels und die erworbenen Reliquien dieser Kirche unter Karl IV. endet die Chronik. Zwischen die Darstellungen streute Marignola an verschiedenen Stellen innerhalb der Chronik immer wieder Reiseberichte und Erlebnisse aus seiner Asienreise ein, besonders im ersten Buch und in der Einleitung zum zweiten.103

Marignola nahm sich sehr wahrscheinlich die im Mittelalter sehr beliebten Papst-Kaiser-Chroniken, welche ursprünglich die weltliche und kirchliche Geschichte synchronistisch, später der Einfachheit halber jedoch in zwei aufeinanderfolgenden Teilen darstellten, für die Einteilung seiner Chronik zum Vorbild.104 Beim Abfassen des universalgeschichtlichen bzw. welt- und kirchengeschichtlichen Teils der Chronik nutzte Marignola seinen großen Kenntnisschatz der biblischen und antiken Geschichte. Das Alte Testament und die libri de civitate Dei des Augustinus bildeten dabei die Grundlage für jenen Teil. Überdies stützte er sich auf weitere Werke und Schriften der bekannten antiken und mittelalterlichen Philosophen und Historiker. So zitiert er Eusebius Hieronymus, Aristoteles, Platon, Ovid, Josephus Flavius, Martin von Troppau, Gottfried von Viterbo und andere.105 Für die Geschichte Böhmens nutzte er ausschließlich die Cosmas-Chronik, die Werke ihrer Fortsetzer und einige Legenden. Diese Quellen wurden ihm wohl von Karl IV. oder dessen Beamten zur Verfügung gestellt.106

Dem Thema der Geschichte Böhmens konnte Marignola nicht viel abgewinnen und jene Geschichte war und blieb ihm ungewohnt und fremd. So bearbeitete er den für seine Chronik benutzen Auszug aus der Cosmas-Chronik nur oberflächlich, kürzte etwas und schrieb ihn meist nur technisch um. Da er der tschechischen Sprache nicht mächtig war und somit nicht in der Lage war die tschechischen Namen auszusprechen107, konnte er sie nicht wirklich unterscheiden, verwechselte des öfteren einzelne Herrscher, Umstände und Geschehnisse. Auch bei der Kompilierung der Welt- und Universalgeschichte und den diesbezüglichen Darstellungen, Abschreibungen und Erläuterungen gab er sich nicht besonders viel Mühe, womit dieser Teil seiner Chronik ihm daher kaum besser geriet.108 „Marignola brachte also der böhmischen Geschichte nichts wirklich 'Neues'. […] Sein Beitrag zur Geschichte Böhmens besteht in dem Versuch, die böhmische mit der römischen Geschichte zu verbinden, und in seinem Bemühen, die politischen Ansprüche Karls IV. auf den böhmischen und den römischen Thron zu stützen“.109

So enthält Marignolas Chronik vergleichsweise selbstständig formulierte, aus Fiktionen und Konstruktionen bestehende Schilderungen und Theorien von der Abstammung und dem Ursprung Karls IV. sowie „Lobreden“ auf ihn und seine Familie bzw. Geschlecht, mit welchen die Herrschaftsansprüche Karls gestützt, legitimiert und gerechtfertigt werden sollten. „Mittels der spekulativen Etymologien und der geläufigen westeuropäischen fiktiven Genealogien belegte Marignola den Ruhm Karls IV. und seiner Vorfahren“.110

4.1.2 Fiktive und konstruierte Herrscherreihe, Abstammungstheorie und Ursprungslegende in Marignolas Chronik

Im zweiten Buch (monarchos) seiner Chronik, welches die Welt- und Universalgeschichte sowie die Böhmische Geschichte behandelt, schilderte Marignola durch die Darstellung jener Geschichte auch den Ursprung Karls IV. und bediente sich dabei einer Kombination aus den zu der Zeit geläufigen westeuropäischen fiktiven und konstruierten Genealogien und spekulativer Etymologien.111 So benutzte er, Karls väterlichen Ursprung betreffend, „[...] die 'Herrschergenealogien', die den Ursprung vielleicht aller westeuropäischen Herrscher von den Karolingern ableitete, der einzigen stirps regia, deren Mitglieder das Recht zu herrschen hatten, und die über die Merowinger und antiken Herrscher bis zu den Trojanern und weiter zu den heidnischen Göttern Jupiter und Saturn reichten“.112 Marignola leitete in seiner Chronik folglich die Herkunft Karls väterlicherseits über dessen Vater König Johann von Luxemburg / Böhmen von Karl dem Großen ab und stellte Karl als direktlinigen (recta linea) Nachkomme und Nachfolger der Julier bzw. Julius Caesars113, der Trojanern114 und durch diese als Nachfahre der heidnischen Götter Saturn und Jupiter dar. Die fiktive und konstruierte Aufeinanderfolge bzw. Reihung von Herrschaftsbildungen und Herrschern115, die Marignola im universalgeschichtlichen Teil des zweiten Buches narrativ darstellt und an deren Ende Karl IV. steht, sieht en détail wie folgt aus: Die Reihung beginnt mit der Schilderung der Geschichte von den drei Noah-Söhnen Sem, Cham und Japhet, welche die verschiedenen Erdteile nach der Sintflut unter sich aufteilen und bevölkern und somit folglich mit der Entstehung der verschiedenen Völker.116 Sie konzentriert sich dann aber auf Cham und dessen Sohn Cus. Dieser zeugte Nemprot, welcher als erster Mensch begann, Herrschaft über die Menschen auszuüben. Ferner beginnt mit ihm die eigentliche Herrschergenealogie bzw. Herrscherreihe, die zunächst über seinen zweiten Sohn Belus zu dessen Enkel Saturn und dessen Sohn Jupiter führt.117 Jupiter, welcher die Herrschaft in Griechenland innehat und laut Chronik Urheber der athenischen Gesetzgebung ist, hat mit seiner ersten Frau Maya / Mobes die beiden Söhne Troyus, vom dem die Stadt Troja ihren Namen bekommen hat und somit die Trojaner abstammen und Dardanus, den Stammvater der Griechen.118 Von Troja bzw. Troyus werden dann weiter die Fürsten Europas, die Italien, Almanien und Germanien bevölkert haben, abgeleitet, so auch Aeneas, ein Fürst der Römer aus dem edlen Geschlecht der Julier, aus welchem Julius Caesar hervorgegangen ist.119 Von Aeneas führt die Herrscherreihe und Darstellung der römischen Geschichte dann weiter über verschiedene römische Herrscher und Zeiten bis zu Caesar und Augustus.120 Wie weiter oben schon erwähnt, brach Marignola dann bei Augustus ab, da er die weitere Darstellung und Auflistung der Kaiser bis zu Karl IV. um der Kürze willen unterlassen müsse und ging zur böhmischen Geschichte über, womit der Bogen zu Karls Vater Johann von Böhmen geschlagen wird. Der Darstellung der böhmische Geschichte vorangestellt ist ein prologus seu prefacio, eine kurze Darstellung und Chronologie der jüngsten böhmischen Geschichte, in welcher die Herrscherreihe über Karls Eltern Elisabeth und Johann zum Ende, an welchem Karl IV. steht, geführt wird.121 Dabei wird die Abkommenschaft Johanns von Karl dem Großen und dessen Abkommenschaft von den Trojanern postuliert und hervorgehoben, womit die Verbindung zu der vorher im universalgeschichtlichen Teil dargestellten fiktiven Herrscherreihe hergestellt wird.122 Es wird dann anschließend der antike bzw. trojanische und römische Teil der vorher ausführlich dargestellten Abstammungs- und Nachfolgerkonstruktion noch einmal in einem Satz zusammengefasst und folglich von Marignola postuliert: „Karolus autem ex deorum gentilium Saturni et Jouis recta linea per Troyanos noscitur descendisse et de qua per Enee filium, postimum filium per Lauiniam, filiam regis Jani, principis Tuscorum, patremque populi Romanorum atraxit originem nec non a Julio Cesare de domo inclita Juliorum“.123 Im darauffolgenden Satz führt Marignola dann noch aus, dass Karl aus der glücklichen Verbindung Elisabeths mit Johann, dem Erstgeborenen des römischen Kaisers Heinrich VII. hervorgegangen ist und sich in ihm diese beiden Linien, also die böhmische bzw. slawische und die trojanische bzw. römische Linie wie in einem Gefäß vereinigt hätten.124 Zusammengefasst lässt sich also feststellen: Karl wird nicht nur als unmittelbarer Nachkomme und Nachfolger Karls des Großen dargestellt, sondern durch diesen auch als Nachkomme der Julier bzw. Julius Caesars, der Trojaner und somit der Götter Jupiter und Saturn und über diese als Nachfahre von Noahs Sohn Cham und dessen Sohn Cus. Marignola orientierte sich dabei vermutlich an älterer Reichshistoriographie und knüpfte mit seiner Abstammungstheorie vor allem an dem Werk Speculum regnum von Gottfried von Viterbo125 an, welches er auch als Quelle für seine Arbeit vorliegen hatte. In diesem leitet Viterbo die Staufer von Adam her und führt den stauferischen Stammbaum über Adam, Saturn, dessen Sohn Jupiter weiter über die Trojaner bis hin zu den Merowingern und Karolingern und schließlich bis zu Friedrich Barbarossa und Heinrich IV.126

Bezüglich der Herkunft bzw. dem Ursprung und den Vorfahren Karls mütterlicherseits, arbeitete Marignola, ausgenommen die Aufzählung von Karls Vorfahren auf dem böhmischen Thron127, lieber nur mit spekulativen Etymologien. So schrieb Marignola, dass er durch diese Vorfahren Karls die Berühmtheit und das hohe Alter der Slawen „bewiesen“ hat und leitete den Ursprung der Slawen bzw. der Přemysliden vom biblischen Elisa ab, einem Sohn Javans und somit Enkel des Noah Sohns Japhet.128 Da die Přemysliden somit folglich ihren Ursprung bei Japhet genommen hatten, das Geschlecht der Luxemburger aber von Cham abstammte, war Karl IV. damit gleichzeitig Nachfahre zweier Söhne Noahs.129 Ferner interpretierte Marignola das Wort „Slawen“ als „Ruhm“, da das lateinische Wort Slavus bzw. Sclavus (= tschechisch Slovan) dem tschechischen Wort für Ruhm, sláva, nahekommt.130 Den Namen von Karls Mutter Elisabeth leitete er aus dem Hebräischen131 ab als „Elias Haus“ sowie Hieronymus folgend als princeps mea. Weiter führte Marignola aus, dass daher schon an ihrem Namen zu ersehen ist, dass sie von Gott die Herrschaft bekommen hat, welche Johann mit seinem Einzug in jenes Haus erhalten hat. Und aus „[...] der Verbindung von Gnade und Ruhm sollen Nachkommen stammen, die mit Recht vinces laudem oder maior gloria des slawischen Hauses genannt werden. Und wer ist schon maior gloria, wenn nicht der berühmte Sohn von Elisabeth – Karl, der römische Kaiser und Erbe des tschechischen Königtums“?132

Die von Marignola in seiner Chronik dargestellte Abstammungstheorie stellte bezüglich Karls Bewusstsein der dynastischen Beziehungen und des Ursprungs seines Geschlechts kein absolutes Novum dar, sondern vielmehr eine auf Fiktion, Konstruktion und Mythisierung basierende und zeitlich weiter zurück in Richtung vermeintlicher großer und herausragender Urahnen gehende Weiterentwicklung und Ausschmückung der schon bereits seit Regierungsantritt Karls offiziell propagierten und verbreiteten Theorie des Hofes Karls IV. „Marignola notierte und entwickelte offenkundig die offizielle 'Theorie' über die Herkunft Karls IV. weiter, die schon anläßlich der deutschen Königswahl und böhmischen Königskrönung skizziert worden ist“.133 134

4.2 Die luxemburgisch-brabantische Ahnengalerie Karls IV. auf Burg Karlstein / Handschrift Cod. 8330 ÖNB

„Die Hofgeschichtsschreibung sowie die genealogischen Theorien des Hofes Karls IV. fanden ihr Echo auch in der Ausschmückung der offiziellen Räume der Prager Burg, wo die Galerie der Weltherrscher gemalt wurde, und der Burg Karlstein, wo die Genealogie Karls IV. [väterlicherseits] abgebildet wurde“.135 Die konstruierte und zum Teil fiktive Genealogie bzw. Ahnenreihe Karls auf Burg Karlstein steht in engem zeitlichen und inhaltlichen Zusammenhang mit Marignolas dargestellter Abstammungstheorie und ging wie diese natürlich auch von der offiziellen Theorie des Hofes Karls IV. aus, so dass es nicht verwundert, dass man – wie an den folgenden Ausführungen zu erkennen ist - zwischen beiden Darstellungsformen der Abstammungstheorie im Fundament und im ideologischen Unterbau eine Übereinstimmung feststellen kann.136

Die Grundsteinlegung der Burg Karlstein, welche in einem Tal südöstlich von Prag liegt und welche den Namen des Erbauers trägt, fand im Jahre 1348 durch den Erzbischof von Prag statt.137 Geplant war diese Burg als Aufbewahrungs- und Huldigungsort für die zahlreichen Reliquien, welche Karl erworben hatte. In späteren Jahren ließ Karl auch die Reichsinsignien in Karlstein aufbewahren und machte es damit zu einem Ort großer politischer Bedeutung.138 „Ihre architektonische Planung, die Ausgestaltung ihrer Räume wurde zu einem Vermächtnis Karls IV. Hier wurde die glanzvolle Ahnenreihe des Kaisers präsentiert, die den hohen Adel seiner Geburt bestätigte, und die Wandgemälde der Kapellen stellten ihn in seiner Nachfolge Christi dar [...]“.139

Nachdem im Jahr 1356, nach nur acht Jahren, die Arbeit an den Gebäuden abgeschlossen war, wurde damit begonnen die Innenräume auszugestalten. Karl beauftragte nach der Kaiserkrönung und seiner Rückkehr nach Prag einen seiner Hofmaler140 mit der bildlichen Darstellung eines Stammbaums seines Geschlechts. Die zu malende Ahnenreihe hatte Jan de Klerk im Auftrag des Kaisers vermutlich einige Jahre zuvor zusammengestellt.141 Der gemalte Bilderzyklus der Ahnenreihe wurde dann als Wanddekoration in der zweiten Etage der Palasträume der Burg angebracht.142 Der Bilderzyklus hat sich leider im Original nicht bis in die gegenwärtige Zeit erhalten, er ist vermutlich im 16. Jahrhundert unter der Herrschaft der Habsburger zerstört worden143, jedoch existiert eine Handschrift, welche sich im Kodex der Österreichischen Nationalbibliothek befindet und alle Abbildungen des Stammbaums als Kopien enthält. Ferner existieren noch zwei weitere Abschriften.144

Die Handschrift Cod. 8330 der Österreichischen Nationalbibliothek, die die Kopien der Darstellungen der Karlsteiner Ahnenreihe als Abbildungen bzw. Bilderreihe enthält, beginnt vom Titelblatt145 ausgehend nach fünf leeren Seiten auf Blatt 6 mit der Aufreihung der Darstellungen der Ahnen Karls. Sie werden von 1-56 durchgezählt und tragen jeweils eine Beschriftung.146 Die Namen der Ahnen sind bis auf ganz wenige Ausnahmen durch das Wörtchen genuit (hat geboren / hervorgebracht) verbunden, womit die Personen in eine feste genealogische Beziehung zueinander gebracht werden und diese genealogischen Verbindungen damit unterstrichen und hervorgehoben werden.147

Die Ahnenreihe endet mit Blanca, der ersten Ehefrau Karls IV., welche im August des Jahres 1348 verstorben war. Da Karl bereits im März 1349 Anna von Wittelsbach heiratete, welche in der Ahnenreihe nicht mehr abgebildet ist, kann man davon ausgehen, dass Jan de Klerk die Zusammenstellung des Stammbaumes noch zu Lebzeiten Blancas abgeschlossen hatte. Gemalt und umgesetzt in Bilder wurde die Ahnenreihe, wie oben schon erwähnt, hingegen erst nach der Kaiserkrönung Karls IV., folglich nach 1355.148 Die Reihe beginnt bei Noah (Nr. 1) als Spitzenahn, geht dann über seinen Sohn Cham (Nr. 2), dessen Sohn Cus (Nr. 3) und dessen biblische Nachfahren zu Saturn (Nr. 7) und Jupiter (Nr. 8) über. Weiter führt sie dann über die Trojaner Dardanus (Nr. 9), Herictonius (Nr. 10) und Ylus (Nr. 11) zum ersten König der Trojaner Priamos (Nr. 12) und leitet dann über dessen Nachfahren Marcomer (Nr. 13) und den mythischen Frankenkönig Faramund (Nr. 14) zu den fränkischen Herrschern und Königen über. Hier orientiert sich die Ahnenreihe an den jeweiligen mittelalterlichen Genealogien, Vorstellungen, Mythen und Historiographien, nach denen die Franken von den Trojanern abstammen sollen.149 Nr. 15 der Reihe, der fränkische König Chlodio, ist die erste Person der Ahnenreihe, die in den historischen Quellen fassbar und nachweisbar ist.150 Die Ahnenreihe führt dann weiter über die Merowinger, u.a. Merowech (Nr. 16), Chlodwig I. (Nr. 18) und Chilperich I. (Nr. 20), bis zu den Nummern 22 und 23, wo eine gewisse Bliothilde bzw. Blichilde (Nr. 22) durch ihre Ehe mit dem aus kaiserlichem, ergo karolingischem Stamm (stirpe imperali) kommenden Ansbert (Nr. 23) von den Merowingern zu den Karolingern überleitet. Die karolingische Linie geht dann weiter über den Ahnherr der Karolinger Arnulf von Metz (Nr. 25), Karl Martell (Nr. 30), Karl den Großen (Nr. 32) und andere bis zum letzten Karolinger in der Reihe, Herzog Karl von Niederlothringen (Nr. 37). Durch die Ehe von Gerberga (Nr. 38), der Tochter Karls von Niederlothringen mit Lambert I., Graf von Löwen (Nr. 39) wird dann folgend die Verbindung von den Karolingern zu den Brabantern geknüpft. Die brabantische Linie der Ahnenreihe führt dann nach Gerberga und Lambert I. weiter über die zeitlich folgenden Grafen von Löwen, Landgrafen von Brabant, Herzöge von Niederlothringen und Brabant (u.a. Nr. 42: Heinrich II., Graf von Löwen; Nr. 43: Gottfried I. mit dem Barte, Graf von Löwen, seit 1106 Herzog von Niederlothringen; Nr. 45: Heinrich I., Graf von Löwen, Herzog von Lothringen und Brabant und Nr. 48: Heinrich III., Herzog von Brabant und Lothringen) zu Herzog Johann I. von Brabant (Nr. 49) und über diesen zu seiner Tochter Margarete von Brabant (Nr. 52) und ihrem Gemahl Kaiser Heinrich VII. (Nr. 51) aus dem Hause Luxemburg. An dieser Stelle kommen dann die Luxemburger das erste Mal ins Spiel. Die Verbindung von den Brabantern zu den Luxemburgern knüpft also folglich Margarete mit ihrer Ehe mit Kaiser Heinrich VII., dem Großvater Karls IV. Dann geht die Reihe mit Karls Vater Johann von Böhmen (Nr. 53) und Karls Mutter Elisabeth (Nr. 54) weiter und führt über Karl IV. selbst (Nr. 55) bis hin zu Blanca von Valois (Nr. 56), der ersten Gemahlin Karls. Mit Blanca hat die Ahnenreihe schließlich ihr Ende erreicht.151

[...]


1 Clemens, Evemarie, Luxemburg-Böhmen, Wittelsbach-Bayern, Habsburg-Österreich und ihre genealogischen Mythen im Vergleich, Trier 2001, S. 2.

2 Kronika Marignolova, hg. von Josef Emler, FRB III, Prag 1882, S. 492-604. Vgl. auch Fußnote 79 dieser Arbeit.

3 Enthalten in: Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB), Cod. 8330. Vgl. auch Fußnote 134 dieser Arbeit.

4 Vgl. Fußnote 2 und 3 dieser Arbeit.

5 Vgl. Fußnote 1 dieser Arbeit.

6 Bláhová, Marie, Die Hofgeschichtsschreibung am böhmischen Herrscherhof im Mittelalter, in: Rudolf Schieffer und Jaroslaw Wenta (Hg.), Die Hofgeschichtsschreibung im mittelalterlichen Europa. Projekte und Forschungsprobleme, Toruń 2006, S. 51-72.

7 Bláhová, Marie, Herrschergenealogie als Modell der Dauer des 'politischen Körpers' des Herrschers im mittelalterlichen Böhmen, in: Andreas Speer und David Wirmer (Hg.), Das Sein der Dauer, Berlin 2008, S. 380-397.

8 Bláhová, Marie, Nachleben Karls des Großen in der Propaganda Karls IV., in: Das Mittelalter 4, Heft 2 (1999), S. 11-25.

9 Bláhová, Marie, Offizielle Geschichtsschreibung in den mittelalterlichen böhmischen Ländern, in: Jaroslaw Wenta (Hg.), Die Geschichtsschreibung in Mitteleuropa. Projekte und Forschungsprobleme, Toruń 1999, S. 21-40.

10 Bláhová, Marie, Zur Fälschung und Fiktion in der tschechischen Historiographie, in: Fälschungen im Mittelalter. Internationaler Kongreß der Monumenta Germaniae Historica München, 16.-19. September 1986, Teil 1, Kongreßdaten und Festvorträge, Literatur und Fälschungen, Hannover 1988 (Monumenta Germaniae Historica Schriften 33,I), S. 377-394.

11 Brincken, Anna-Dorothee von den, Die universalhistorischen Vorstellungen des Johann von Marignola OFM. Der einzige mittelalterliche Weltchronist mit Fernostkenntnis, in: Archiv für Kulturgeschichte 49 (1967), S. 297-339.

12 Hoensch, Jörg K., Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche Dynastie gesamteuropäischer Bedeutung 1308-1437, Stuttgart 2000.

13 Kersken, Norbert, Geschichtsschreibung im Europa der „nationes“. Nationalgeschichtliche Gesamtdarstellungen im Mittelalter, Köln 1995.

14 Melville, Gert, Vorfahren und Vorgänger. Spätmittelalterliche Genealogien als dynastische Legitimation zur Herrschaft, in: Peter-Johannes Schuler (Hg.), Die Familie als sozialer und historischer Verband. Untersuchungen zum Spätmittelalter und der frühen Neuzeit, Sigmaringen 1987, S. 203-309.

15 Seibt, Ferdinand, Karl IV. Ein Kaiser ein Europa 1346-1378, München 1978.

16 Seibt, Ferdinand (Hg.), Kaiser Karl IV. Staatsmann und Mäzen, München 1978.

17 Schwennicke, Detlev (Hg.), Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten, NF Bd. 1, Frankfurt am Main 1980.

18 Wegener, Wilhelm (Bearb.), Die Přemysliden. Stammtafeln des nationalen böhmischen Herzogshauses ca. 850-1306. Mit einer Einführung, in: Wegener, Wilhelm (Hg.), Genealogische Tafeln zur mitteleuropäischen Geschichte, Göttingen 1964, S. 3-12.

19 Neuwirth, Joseph, Der Bildercyklus des Luxemburger Stammbaumes aus Karlstein, Prag 1897.

20 Genealogiae ducum Brabantiae, hg. von Johann Heller, MGH SS 25, Hannover 1880, S. 385-413.

21 Gotifredi Viterbiensis Speculum regnum, hg. von Georg Waitz, MGH SS 22, Hannover 1872, S. 21-93.

22 Zu Kaiser Karl IV. vgl. Moraw, Peter, Karl IV. (röm.-dt. Ks.), in: Lexikon des Mittelalters 5, Stuttgart 1999, Sp. 971-974; Moraw, Peter, Kaiser Karl IV. im deutschen Spätmittelalter, in: Historische Zeitschrift 229 (1979), S. 1-24; Hoensch, Luxemburger, S. 105-233; Kintzinger, Martin, Karl IV. (1346-1378). Mit Günther von Schwarzburg (1349), in: Bernd Schneidmüller und Stefan Weinfurter (Hg.), Die deutschen Herrscher des Mittelalters. Historische Portraits von Heinrich I. bis Maximilian I. (919-1519), München 2003, S. 408-432; Patze, Hans (Hg.), Kaiser Karl IV. 1316-1378. Forschungen über Kaiser und Reich, Neustadt an der Aisch 1978; Rogge, Jörg, Die deutschen Könige im Mittelalter. Wahl und Krönung, Darmstadt 2006; S. 67-72; Schneider, Reinhard, Karls IV. Auffassung vom Herrscheramt, in: Historische Zeitschrift Beiheft 2 (NF) 1973, S. 122-150; Seibt, Ferdinand, Der Kaiser, in: Ferdinand Seibt (Hg.), Karl IV. und sein Kreis, München 1978 (Lebensbilder zur Geschichte der böhmischen Länder 3), S. 9-24; Seibt (Hg.), Kaiser Karl IV. Staatsmann und Mäzen; Seibt, Ferdinand, Karl IV. 1346-1378, in: Karl Bosl (Hg.), Handbuch der Geschichte der Böhmischen Länder. Die böhmischen Länder von der archaischen Zeit bis zum Ausgang der hussitischen Revolution, Bd. 1, Stuttgart 1967, S. 384-412; Seibt, Karl IV. Ein Kaiser ein Europa; Seibt, Ferdinand, Karl IV., in: Neue Deutsche Biographie 11, Berlin 1977, S. 188-191; Spevácek, Jiri, Karl IV. Sein Leben und seine staatsmännische Leistung, Wien / Köln / Graz 1978 und Stoob, Heinz, Kaiser Karl IV. und seine Zeit, Graz 1990. Zum Hof und Residenzen Karls vgl. Bláhová, Marie, Karl IV., in: Werner Paravicini (Hg.), Jan Hirschbiegel und Jörg Wettlaufer (Bearb.), Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Ein dynastisch-topographisches Handbuch, 1. Teilband: Dynastien und Höfe, Ostfildern 2003 (Residenzenforschung 15,1,1), S. 304-311; Kavka, František, Am Hofe Karls IV., Leipzig 1989 und Macek, Josef, Die Hofkultur Karls IV., in: Ferdinand Seibt (Hg.), Kaiser Karl IV. Staatsmann und Mäzen, München 1978, S. 237-241.

23 Vgl. Fußnote 39 und Punkt 3.1 dieser Arbeit.

24 Vgl. Punkt 3.2 dieser Arbeit.

25 Vgl. Seibt, Ferdinand, Politischer Lebensweg Karl IV., in: Ferdinand Seibt (Hg.), Kaiser Karl IV. Staatsmann und Mäzen, München 1978, S. 15; Seibt, Karl IV., in: NDB 11, S. 188 und Moraw, Karl IV., in: LMA 5, Sp. 971.

26 Ludwig der Bayer befand sich seit Jahrzehnten in einem ausweglosen Konflikt mit Papst und Kurie um das römisch-deutsche Königswahlrecht und Karl nutzte diese politische Situation aus um sich als Nachfolger in Stellung zu bringen. Vgl. Seibt, Politischer Lebensweg, in: Seibt, Kaiser, S. 15.

27 Vgl. Seibt, Karl IV., in: NDB 11, S. 188 und Seibt, Politischer Lebensweg, in: Seibt, Kaiser, S. 15.

28 Zu dieser und den zeitlich folgenden Krönungen Karls vgl. Hilsch, Peter, Die Krönung Karls IV., in: Ferdinand Seibt (Hg.), Kaiser Karl IV. Staatsmann und Mäzen, München 1978, S. 108-114.

29 Zur Problemen in der Reichspolitik vgl. Schneider, Reinhard, Probleme der Reichspolitik Karls IV., in: Hans Patze (Hg.), Kaiser Karl IV. 1316-1378. Forschungen über Kaiser und Reich, Neustadt an der Aisch 1978, S. 73-101.

30 Vgl. Seibt, Karl IV., in: NDB 11, S. 189ff.; Moraw, Karl IV., in: LMA 5, Sp. 971ff.; Seibt, Politischer Lebensweg, in: Seibt, Kaiser, S. 15 und Hoensch, Luxemburger, S. 110ff.

31 Vgl. Seibt, Politischer Lebensweg, in: Seibt, Kaiser, S. 16; Moraw, Karl IV., in: LMA 5, Sp. 972 und Seibt, Karl IV., in: NDB 11, S. 188ff. Zu einer Einschätzung und Bewertung der „Goldenen Bulle“ vgl. ebd., S. 189: „Die Goldene Bulle […] wurde zur wichtigsten Grundlage der alten Reichsverfassung bis 1806. In ihrer Bedeutung mitunter verkannt, sanktionierte sie zwar einerseits endgültig das Territorialprinzip in Deutschland gegenüber dem zentralistischen Modell der westeuropäischen Nationalmonarchien; andererseits traf sie dabei als offensichtlicher Kompromiß die zeitgemäßen Möglichkeiten deutscher Königspolitik. Gegenüber abwertenden Urteilen namentlich der deutschen Nationalhistoriographie […], muß […] das Urteil über dieses Gesetzeswerk an der politischen Entwicklung jener Zeit gemessen werden. Die Wahlordnung der Goldenen Bulle beendete nämlich die Wirrungen durch Doppelwahlen und Kandidatenwechsel, die seit dem Ende der staufischen Dynastie, länger als hundert Jahre, damals das deutsche Königtum behindert hatten. Sie beendete auch in den Kurfürstentümern die Spaltung und Erbstreitigkeiten durch Einführung der Primogenitur und befriedete damit wenigstens einige der größten Territorien in der Nachfolgeregelung. Sie schloß schließlich die päpstliche Mitwirkung bei der Königswahl aus, die noch den Vorgänger Karls IV. in lange Kämpfe verwickelt hatte“. Zur Goldenen Bulle vgl. auch Wolf, A., Das „Kaiserliche Rechtsbuch“ Karls IV. (sogenannte Goldene Bulle), in: Ius Commune 2 (1969), S. 1-32.

32 Vgl. Seibt, Politischer Lebensweg, in: Seibt, Kaiser, S. 16; Moraw, Karl IV., in: LMA 5, Sp. 972; Seibt, Karl IV., in: NDB 11, S. 189 und Seibt, Karl IV. Ein Kaiser ein Europa, S. 302-307.

33 Vgl. Seibt, Politischer Lebensweg, in: Seibt, Kaiser, S. 16; Moraw, Karl IV., in: LMA 5, Sp. 972 und Seibt, Karl IV., in: NDB 11, S. 189ff.

34 Ebd., S. 188f.

35 Vgl. Moraw, Karl IV., in: LMA 5, Sp. 974.

36 Seibt, Karl IV., in: NDB 11, S. 190.

37 Das hier behandelte („jüngere“) Haus Luxemburg bzw. Limburg-Luxemburg, aus welchem Karl IV. stammte, darf nicht mit dem („älteren“) Haus Luxemburg des 10. und 11. Jahrhunderts (luxemburgische Zweig des Ardennerhauses / Mittelmoselgeschlecht), den sog. Wigerichen, welche von 963-1136 die Grafen von Luxemburg stellten sowie den zeitlich folgenden Grafen von Luxemburg aus dem Hause Luxemburg-Namur (1136-1226), verwechselt werden. Zu den Anfängen und der Herkunft des Luxemburger Grafenhauses sowie allgemein zu den „älteren“ Luxemburger Grafenhäusern vgl. Hoensch, Luxemburger, S. 11-20; Seibt, Ferdinand, Luxemburg, in: Neue Deutsche Biographie 15, Berlin 1987, S. 575f.; Margue, Michel / Pauly, Michel, Luxemburg, in: Werner Paravicini (Hg.), Jan Hirschbiegel und Jörg Wettlaufer (Bearb.), Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Ein dynastisch-topographisches Handbuch, 1. Teilband: Dynastien und Höfe, Ostfildern 2003 (Residenzenforschung 15,1,1), S. 154f.; Margue, Michel / Moraw, Peter, Luxemburg (Gf.en v., Gft., Hzm.) / Luxemburger, in: Lexikon des Mittelalters 6, Stuttgart 1999, Sp. 28f. Für einen Stammbaum von den Grafen von Luxemburg vor 1196 vgl. Tafel 106 (Die Grafen von Luxemburg vor 1196), in: Freytag von Loringhoven, Frank Baron (Hg.), Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten, Bd. 3, 2. Aufl., Marburg 1958. Für eine weitere Stammtafeln des ersten Luxemburger Grafenhauses siehe Tafel I (Das erste Luxemburger Grafenhaus), in: Hoensch, Luxemburger, S. 346f.

38 Zu den Přemysliden vgl. Žemlička, J., Přemysliden, in: Lexikon des Mittelalters 7, Stuttgart 1999, Sp. 186-188; Graus, František, Die Nationenbildung der Westslawen im Mittelalter, Sigmaringen 1980; Hoensch, Jörg K., Geschichte Böhmens von der slavischen Landnahme bis ins 20. Jahrhundert, München 1987; Richter, Karl, Anfänge und Ausbreitung der Przemyslidenherrschaft, in: Karl Bosl (Hg.), Handbuch der Geschichte der Böhmischen Länder. Die böhmischen Länder von der archaischen Zeit bis zum Ausgang der hussitischen Revolution, Bd. 1, Stuttgart 1967, S. 207-256 sowie Richter, Karl, Der Aufstieg der Przemyslidischen Länder, in: Karl Bosl (Hg.), Handbuch der Geschichte der Böhmischen Länder. Die böhmischen Länder von der archaischen Zeit bis zum Ausgang der hussitischen Revolution, Bd. 1, Stuttgart 1967, S. 257-305. Für Stammtafeln der Přemysliden von ca. 850-1306 mit einer Einführung vgl. Wegener (Bearb.), Die Přemysliden. Stammtafeln, in: Wegener (Hg.), Genealogische Tafeln, S. S. 3-12.

39 Vgl. allgemein für einen Überblick zu Punkt 3.1 die Stammbäume / Stammtafeln: Tafel II (Das Haus Luxemburg-Limburg) und Tafel III (Die Luxemburger als Könige im Reich und in Böhmen), in: Hoensch, Luxemburger, S. 348-351; Tafel 107 (Die Grafen und Herzöge von Limburg und die Grafen von Luxemburg und Berg aus diesem Hause) und Tafel 108 (Die Grafen von Luxemburg, Römische Kaiser, Könige von Böhmen), in: Freytag von Loringhoven (Hg.), Europäische Stammtafeln, Bd. 3; Stammtafel der Luxemburger, in: Stammtafeln, Herrscher- und Papstlisten in alphabetischer Reihenfolge, in: Lexikon des Mittelalters 9, Stuttgart 1999, Sp. 749-1004; Tafel 6, in: Schwennicke (Hg.), Europäische Stammtafeln, NF Bd. 1.; Tafel 82, in: Schwennicke, Detlev (Hg.), Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten, NF Bd. 1.1, 2. Aufl., Frankfurt am Main 2005; Der Luxemburger Stammbaum, in: Ferdinand Seibt (Hg.), Kaiser Karl IV. Staatsmann und Mäzen, München 1978, S. 433 sowie Luxemburgische Stammtafel, in: Ausstellungskatalog Kaiser Karl IV. 1316-1378. Führer durch die Ausstellung des Bayrischen Nationalmuseums München auf der Kaiserburg Nürnberg, hg. vom Bayerischen Nationalmuseum, red. von Johanna von Herzogenberg, München 1978, S. 34f.

40 Zum Haus Limburg-Luxemburg bzw. dem „jüngeren“ luxemburgischen Grafenhaus und der Königs- und Kaiserdynastie der Luxemburger vgl. Hoensch, Luxemburger, ab S. 21-315; Margue / Moraw, Luxemburg / Luxemburger, in: LMA 6, Sp. 30-33; Seibt, Luxemburg, in: NDB 15, S. 576-578; Margue / Pauly, Luxemburg, in: Paravicini, Höfe, S. 155-160 und Koller, Heinrich, Die Familie der Luxemburger, in: Ferdinand Seibt (Hg.), Kaiser Karl IV. Staatsmann und Mäzen, München 1978, S. 317-323.

41 Vgl. Kupper, Jean-Louis, Limburg (Gft., Hzm.), in: Lexikon des Mittelalters 5, Stuttgart 1999, Sp. 1986-1988 und Hermann, H.-W. / Petit, R., Arlon, in: Lexikon des Mittelalters 1, Stuttgart 1999, Sp. 958-959. Für eine Stammtafel vgl. Tafel 107 (Die Grafen und Herzöge von Limburg und die Grafen von Luxemburg und Berg aus diesem Hause), in: Freytag von Loringhoven (Hg.), Europäische Stammtafeln, Bd. 3 sowie Tafeln 229-230, in: Schwennicke, Detlev (Hg.), Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten, NF Bd. 1.2, Frankfurt am Main 1999.

42 Vgl. Hoensch, Luxemburger, S. 20. Bzgl. Walram IV. (III.) vgl. Redlich, Otto R., Walram III. (Herzog von Limburg), in: Allgemeine Deutsche Biographie 40 (1896), S. 774-775. Ermesinde II., Gräfin von Luxemburg, war die Tochter und Erbin des Grafen Heinrich IV. aus dem Hause Namur, Graf von Namur und Luxemburg und erbte von ihrem Vater die Grafschaft Luxemburg. Vgl. dazu Wampach, Camillus, Erminsindis, in: Neue Deutsche Biographie 4, Berlin 1959, S. 602-603. Sowie zu Namur und Heinrich IV.: Genicot, L., Namur, in: Lexikon des Mittelalters 6, Stuttgart 1999, Sp. 1012-1013 und Werveke, N. van, Heinrich IV. (Graf von Namur und Luxemburg), in: Allgemeine Deutsche Biographie 11 (1880), S. 535–537.

43 Vgl. Hoensch, Luxemburger, S. 20-22 sowie Tafel II (Das Haus Luxemburg-Limburg), ebd., S. 348; Margue / Moraw, Luxemburg / Luxemburger, in: LMA 6, Sp. 28f.; Margue / Pauly, Luxemburg, in: Paravicini, Höfe, S. 155f.; Schwennicke (Hg.), Europäische Stammtafeln, NF Bd. 1., Taf. 6 sowie Werveke, N. van, Heinrich V. (Graf von Luxemburg-Ligny), in: Allgemeine Deutsche Biographie 11 (1880), S. 537–538.

44 Vgl. Neu, Heinrich, Heinrich IV. (Herzog von Limburg, Graf von Berg), in: Neue Deutsche Biographie 8, Berlin 1969, S. 367f. und Kupper, Limburg, in: LMA 5, Sp. 1986-1988.

45 Vgl. Hoensch, Luxemburger, S. 22 sowie Tafel II (Das Haus Luxemburg-Limburg), ebd., S. 348 und Schwennicke (Hg.), Europäische Stammtafeln, NF Bd. 1., Taf. 6.

46 Vgl. Herborn, W., Worringen (Schlacht von), in: Lexikon des Mittelalters 9, Stuttgart 1999, Sp. 337.

47 Vgl. Werveke, N. van, Heinrich VI. (Graf von Luxemburg), in: Allgemeine Deutsche Biographie 11 (1880), S. 538.

48 Vgl. Alberdingk Thijm, J. A., Avesnes, Balduin von, in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 704 und Prevenier, W., Avesnes (Haus), in: Lexikon des Mittelalters 1, Stuttgart 1999, Sp. 1297.

49 Vgl. Hoensch, Luxemburger, S. 22-25 sowie Tafel II (Das Haus Luxemburg-Limburg), ebd., S. 348; Schwennicke (Hg.), Europäische Stammtafeln, NF Bd. 1., Taf. 6. sowie Koller, Luxemburger, in: Seibt, Kaiser, S. 317.

50 Vgl. Margue / Pauly, Luxemburg, in: Paravicini, Höfe, S. 158; Tafel IV (Der französische Zweig der Luxemburger), in: Hoensch, Luxemburger, S. 352 und Schwennicke (Hg.), Europäische Stammtafeln, NF Bd. 1.2., Taf. 231-233.

51 Vgl. Thomas, H., Heinrich VII. (Ks., röm-dt. Kg.), in: Lexikon des Mittelalters 4, Stuttgart 1999, Sp. 2047-2049; Margue / Moraw, Luxemburg / Luxemburger, in: LMA 6, Sp. 30f. sowie Hoensch, Luxemburger, S. 25-50.

52 Vgl. Tafel II (Das Haus Luxemburg-Limburg), in: Hoensch, Luxemburger, S. 348; Schwennicke (Hg.), Europäische Stammtafeln, NF Bd. 1., Taf. 6 sowie Koller, Luxemburger, in: Seibt, Kaiser, S. 319.

53 Vgl. Heyen, F.-J., Balduin v. Luxemburg (Ebf. v. Trier), in: Lexikon des Mittelalters 1, Stuttgart 1999, Sp. 1372-1374; Krüger, Sabine, Balduin von Luxemburg, in: Neue Deutsche Biographie 1, Berlin 1953, S. 553f.; Margue / Moraw, Luxemburg / Luxemburger, in: LMA 6, Sp. 30f. sowie Koller, Luxemburger, in: Seibt, Kaiser, S. 317-319.

54 Vgl. Krüger, Balduin, in: NDB 1, S. 553f. und Koller, Luxemburger, in: Seibt, Kaiser, S. 317-319.

55 Bzgl. Brabant vgl. Thomas, Heinz / Avonds, Piet / van Houtte, Jürgen, Brabant, in: Lexikon des Mittelalters 2, Stuttgart 1999, Sp. 528-534. Bzgl. Margarete vgl. Thomas, H., Margarte von Brabant (dt. Kgn.), in: Lexikon des Mittelalters 6, Stuttgart 1999, Sp. 235-236.

56 Vgl. Thomas, H., Johann v. Luxemburg (Kg. v. Böhmen), in: Lexikon des Mittelalters 5, Stuttgart 1999, Sp. 496-497; Seibt, Ferdinand, Johann von Böhmen, in: Neue Deutsche Biographie 10, Berlin 1974, S. 469-470 sowie Hoensch, Luxemburger, S. 51-104. Vgl. auch den Sammelband: Pauly, Michel (Hg.), Johann der Blinde, Graf von Luxemburg, König von Böhmen 1296-1346. Tagungsband der 9es Journées Lotharingiennes 22.-26. Oktober 1996, Centre Universitaire de Luxembourg, Luxembourg 1997. Zur Beziehung zwischen Vater und Sohn vgl. aus diesem Sammelband den Aufsatz: Thomas, Heinz, Vater und Sohn – König Johann und Karl IV., in: Michel Pauly (Hg.), Johann der Blinde, Graf von Luxemburg, König von Böhmen 1296-1346. Tagungsband der 9es Journées Lotharingiennes 22.-26. Oktober 1996, Centre Universitaire de Luxembourg, Luxembourg 1997, S. 445-482.

57 Vgl. Hoensch, Luxemburger, S. 25 sowie Tafel II (Das Haus Luxemburg-Limburg), ebd., S. 348; Schwennicke (Hg.), Europäische Stammtafeln, NF Bd. 1., Taf. 6; Seibt, Luxemburg, in: NDB 15, S. 576f. sowie Koller, Luxemburger, in: Seibt, Kaiser, S. 319.

58 Vgl. Fußnote 55 dieser Arbeit.

59 Vgl. Peter von Zittau, Chronicon Aulae Regiae, hg. von Josef Emler, FRB IV, Prag 1884, S. 148f.; Seibt, Luxemburg, in: NDB 15, S. 576f.; Thomas, Johann v. Luxemburg, in: LMA 5, Sp. 496-497; Hoensch, Geschichte Böhmens, S. 112; Hoensch, Luxemburger, S. 38 und Seibt, Ferdinand, Karl IV. Ein Kaiser ein Europa 1346-1378, München 1978, S. 83f.

60 Vgl. Thomas, Johann v. Luxemburg, in: LMA 5, Sp. 496; Koller, Luxemburger, in: Seibt, Kaiser, S. 319f. sowie Richter, Der Aufstieg, in: Bosl, Handbuch, S. 283. Bzgl. Elisabeth vgl. Hilsch, P., Elisabeth (Kgn. v. Böhmen), in: Lexikon des Mittelalters 3, Stuttgart 1999, Sp. 1832-1833.

61 Vgl. Punkt 3.2 dieser Arbeit.

62 Vgl. Žemlička, Přemysliden, in: LMA 7, Sp. 188 und Wegener (Bearb.), Die Přemysliden. Stammtafeln, in: Wegener (Hg.), Genealogische Tafeln, S. 7-8 (Tafel 2). Bzgl. Wenzel II. und Wenzel III. vgl. Žemlička, J. / Schulze, U., Wenzel II. (Kg. v. Böhmen, Kg. v. Polen), in: Lexikon des Mittelalters 8, Stuttgart 1999, Sp. 2188-2190 und Žemlička, J., Wenzel III. (Kg. v. Böhmen und Polen), in: Lexikon des Mittelalters 8, Stuttgart 1999, Sp. 2190.

63 Vgl. Žemlička, Wenzel III., in: LMA 8, Sp. 2190; Žemlička, Přemysliden, in: LMA 7, Sp. 188 sowie Richter, Der Aufstieg, in: Bosl, Handbuch, S. 283.

64 Vgl. allgemein die Stammbäume / Stammtafeln in: Wegener (Bearb.), Die Přemysliden. Stammtafeln, in: Wegener (Hg.), Genealogische Tafeln, S. 3-12 sowie Stammtafel: Přemysliden I (Prager Linie der Fürsten von Böhmen), in: Stammtafeln, Herrscher- und Papstlisten in alphabetischer Reihenfolge, in: Lexikon des Mittelalters 9, Stuttgart 1999, Sp. 749-1004.

65 Vgl. Hilsch, Elisabeth, in: LMA 3, Sp. 1832-1833.

66 Vgl. ebd., Sp. 1832-1833; Žemlička, / Schulze, Wenzel II., in: LMA 8, Sp. 2188f.; Wegener (Bearb.), Die Přemysliden. Stammtafeln, in: Wegener (Hg.), Genealogische Tafeln, S. 7-8 (Tafel 2). Rudolf von Habsburg war ab 1273 als erster aus dem Geschlecht der Habsburger als Rudolf I. römisch-deutscher König. Vgl. hierzu Erkens, F.-R., Rudolf I. (v. Habsburg, dt. Kg.), in: Lexikon des Mittelalters 7, Stuttgart 1999, Sp. 1072-1075.

67 Vgl. Wegener (Bearb.), Die Přemysliden. Stammtafeln, in: Wegener (Hg.), Genealogische Tafeln, S. 7-8 (Tafel 2); Žemlička, / Schulze, Wenzel II., in: LMA 8, Sp. 2188f. und Žemlička, Přemysliden, in: LMA 7, Sp. 188. Bzgl. Otakar II. Přemysl vgl. Žemlička, J., Otakar II. Přemysl (Kg. v. Böhmen), in: Lexikon des Mittelalters 6, Stuttgart 1999, Sp. 1553-1554.

68 Vgl. Wegener (Bearb.), Die Přemysliden. Stammtafeln, in: Wegener (Hg.), Genealogische Tafeln, S. 7-8 (Tafel 2); Stammtafel: Přemysliden I (Prager Linie der Fürsten von Böhmen), in: Stammtafeln, Herrscher- und Papstlisten in alphabetischer Reihenfolge, in: Lexikon des Mittelalters 9, Stuttgart 1999, Sp. 749-1004 sowie Žemlička, Přemysliden, in: LMA 7, Sp. 186-188. Bzgl. Wenzel I., Otakar I. Přemysl, Vladislav II., Vratislav II. und Bořivoj I. vgl. Žemlička, J., Wenzel I. (Kg. v. Böhmen), in: Lexikon des Mittelalters 8, Stuttgart 1999, Sp. 2187-2188; Žemlička, J., Otakar I. Přemysl, in: Lexikon des Mittelalters 6, Stuttgart 1999, Sp. 1553; Žemlička, J., Vladislav II. (Hzg. und Kg. v. Böhmen), in: Lexikon des Mittelalters 8, Stuttgart 1999, Sp. 1804-1805; Žemlička, J., Vratislav II. (Fs. und Kg. v. Böhmen), in: Lexikon des Mittelalters 8, Stuttgart 1999, Sp. 1873-1874 und Turek, R., Bořivoj I., in: Lexikon des Mittelalters 2, Stuttgart 1999, Sp. 461.

69 Vgl. Žemlička, Přemysliden, in: LMA 7, Sp. 186-188.

70 Cosmas von Prag, Die Chronik der Böhmen (Cosmae Pragensis Chronica Boemorum), hg. von Bertold Bretholz, MG SS rer. Germ., N.S. 2, 2. Aufl., Berlin 1955. Vgl. Graus, F., Cosmas v. Prag, in: Lexikon des Mittelalters 3, Stuttgart 1999, Sp. 300-301; Bláhová, Marie, Offizielle Geschichtsschreibung in den mittelalterlichen böhmischen Ländern, in: Jaroslaw Wenta (Hg.), Die Geschichtsschreibung in Mitteleuropa. Projekte und Forschungsprobleme, Toruń 1999, S. 21; Bláhová, Marie, Die Hofgeschichtsschreibung am böhmischen Herrscherhof im Mittelalter, in: Rudolf Schieffer und Jaroslaw Wenta (Hg.), Die Hofgeschichtsschreibung im mittelalterlichen Europa. Projekte und Forschungsprobleme, Toruń 2006, S. 53-55 und Kersken, Geschichtsschreibung, S. 573-582.

71 Vgl. Žemlička, Přemysliden, in: LMA 7, Sp. 186.

72 Vgl. ebd., Sp. 186; Turek, Bořivoj I., in: LMA 2, Sp. 461 sowie Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 19.

73 Vgl. Bláhová, Marie, Wenzel I. d. Hl. (Fs. v. Böhmen), in: Lexikon des Mittelalters 8, Stuttgart 1999, Sp. 2186f. Vgl. zu St. Wenzel auch Graus, František, Lebendige Vergangenheit. Überlieferungen im Mittelalter und in den Vorstellungen vom Mittelalter, Köln 1975, S. 159-181.

74 Bláhová, Wenzel I., in: LMA 8, Sp. 2187. Vgl. auch Bláhová, Offizielle Geschichtsschreibung, in: Wenta, Geschichtsschreibung, S. 26f. und Bláhová, Hofgeschichtsschreibung, in: Schieffer / Wenta, Hofgeschichtsschreibung, S. 61.

75 Vgl. Blaschka, Anton, Die St. Wenzelslegende Kaiser Karls IV. Einleitung, Texte, Kommentar, Prag 1934, Neuauflage 1956 (Quellen und Forschungen aus dem Gebiete der Geschichte Bd. 14); Friedjung, Heinrich, Kaiser Karl IV. Und sein Antheil am geistigen Leben seiner Zeit, Wien 1876, S. 155-158; Baumann, Winfried, Die Literatur des Mittelalters in Böhmen. Deutsch – Lateinisch – Tschechische Literatur vom 10. bis zum 15. Jahrhundert, München 1978, S. 45f.; Pekar, Josef, Die Wenzels- und Ludmila-Legenden und die Echtheit Christians, Prag 1906, S. 65ff.; Jilek, Heinrich, Die Wenzels- und Ludmila-Legenden des 10. und 11. Jahrhunderts, in: Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung 24 (1975), S. 86; Kalista, Zdeněk, Der Hof Karls IV. und das tschechische Geistesleben, in: Ferdinand Seibt (Hg.), Kaiser Karl IV. Staatsmann und Mäzen, München 1978, S. 281-284; Machilek, Franz, Privatfrömmigkeit und Staatsfrömmigkeit, in: Ferdinand Seibt (Hg.), Kaiser Karl IV. Staatsmann und Mäzen, München 1978, S. 89ff. sowie Bláhová, Offizielle Geschichtsschreibung, in: Wenta, Geschichtsschreibung, S. 27. Zur Autobiographie Karls vgl. Vita Caroli Quarti. Die Autobiographie Karls IV. Einführung, Übersetzung und Kommentar, hg. von Eugen Hillebrand, Stuttgart 1979; Bláhová, Offizielle Geschichtsschreibung, in: Wenta, Geschichtsschreibung, S. 27f.; Bláhová, Hofgeschichtsschreibung, in: Schieffer / Wenta, Hofgeschichtsschreibung, S. 61 und Kalista, Der Hof, in: Seibt, Kaiser, S. 282f.

76 Vgl. Žemlička, Přemysliden, in: LMA 7, Sp. 186f.

77 Vgl. ebd., Sp. 187f.

78 Vgl. ebd., Sp. 187f.

79 Kronika Marignolova, hg. von Josef Emler, FRB III, Prag 1882, S. 492-604. Zur Person Johanns von Marignola, zu seinen Reisen und zu seinem Werk vgl. u.a. Brincken, Johann von Marignola, in: AKG 49, S. 297-339; Ertzdorff, Xenja von, Et transivi per principaliores mundi provincias: Johannes Marignoli als weitgereister Erzähler der 'Böhmenchronik', in: Joachim Heinzle (Hg.), Literatur im Umkreis des Prager Hofes der Luxemburger. Schweinfurter Kolloquium 1992, Berlin 1994 (Wolfram-Studien 13), S. 142-173; Rachewiltz, Igor de, Papal envoys to the Great Khans, Stanford 1971; Golubovich, Girolamo, Giovanni de Marignolli, in: The Catholic Encyclopedia 16, New York 1914, S. 60; Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 53-62; Baumgärtner, Ingrid, Marignolli, Giovanni de', in: Lexikon des Mittelalters 6, Stuttgart 1999, Sp. 292; Bláhová, Fälschung und Fiktion, in: Fälschungen im Mittelalter (MGH 33,1), S. 377-394; Bláhová, Hofgeschichtsschreibung, in: Schieffer / Wenta, Hofgeschichtsschreibung, S. 51-72; Bláhová, Offizielle Geschichtsschreibung, in: Wenta, Geschichtsschreibung, S. 21-40; Baumann, Winfried, Die Literatur des Mittelalters in Böhmen. Deutsch – Lateinisch – Tschechische Literatur vom 10. bis zum 15. Jahrhundert, München 1978, S. 44; Hilgers, Heribert A., Zum Text der 'Cronica Boemorum' des Johannes de Marignolis, in: Mittellateinisches Jahrbuch 15 (1980), S. 143-154; Friedjung, Kaiser Karl IV., S. 218-225; Lorenz, Ottokar, Deutschlands Geschichtsquellen im Mittelalter, Bd. 1 und 2, Berlin 1886/87, Neudruck Graz 1966, S. 311; Seibt, Karl IV. Ein Kaiser ein Europa, S. 385f.; Franke, Herbert, „Das himmlische Pferd“ des Johann von Marignola, in: Archiv für Kulturgeschichte 50 (1968), S. 33-40; Kersken, Geschichtsschreibung, S. 587ff.; Franke, Herbert, Die Gesandtschaft des Johann von Marignola im Spiegel der chinesischen Literatur, in: L. Brüll und U. Kemper (Hg.), Asien, Tradition und Fortschritt. Festschrift für Horst Mammitzsch zu seinem 60. Geburtstag, Wiesbaden 1971, S. 117-134 und Giese, Wolfgang, Tradition und Empirie in den Reiseberichten der Kronika Marignolova, in: Archiv für Kulturgeschichte 56 (1974), S. 447-456.

80 Vgl. Kronika Marignolova, FRB III, S. 509: „Vidi etiam Bononie, quando ibi legebam, ovem […].“; Brincken, Johann von Marignola, in: AKG 49, S. 300; Ertzdorff, Johannes Marignoli, in: Heinzle, Literatur, S. 143; Rachewiltz, Papal, S. 191; Golubovich, Marignolli, in: Catholic Encyclopedia 16, S. 60; Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 53 und Kersken, Geschichtsschreibung, S. 590.

81 Vgl. Brincken, Johann von Marignola, in: AKG 49, S. 300; Ertzdorff, Johannes Marignoli, in: Heinzle, Literatur, S. 143; Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 53; Baumgärtner, Marignolli, in: LMA 6, Sp. 292 und Kersken, Geschichtsschreibung, S. 590. Für die einzelnen Stationen seiner Reise / seine Reiseerlebnisse bzw. seinen Reisebericht vgl. Kronika Marignolova, FRB III, S. 494ff. und über die ganze Chronik verstreut; sowie vor allem Rachewiltz, Papal, S. 191-201; Brincken, Johann von Marignola, in: AKG 49, S. 301f.; Ertzdorff, Johannes Marignoli, in: Heinzle, Literatur, S. 144 und Friedjung, Kaiser Karl IV., S. 218-221. Die Kontakte zwischen den Päpsten und den mongolischen Großkhanen und Kaisern von China waren bis zum Sturz der mongolischen Herrschaft und der darauffolgenden Gründung der Ming-Dynastie in der Mitte des 14. Jahrhunderts nichts ungewöhnliches. Der Großkhan forderte von Papst Benedikt XII., dass er er sich den christlichen Alanen in seinem Reich annehmen möge und bat außerdem um Pferde und andere Dinge aus dem Okzident. Die christlichen Alanen baten den Papst um die Entsendung eines neuen Bischofs, da der erste katholische Bischof von Khan Baliq (Peking), der Franziskaner Johannes von Monte Corvio, schon vor längerer Zeit verstorben war. Vgl. dazu Ertzdorff, Johannes Marignoli, in: Heinzle, Literatur, S. 143f.; Baumgärtner, Marignolli, in: LMA 6, Sp. 292 sowie Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 53.

82 Vgl. Eubel, Konrad (Hg.), Hierarchia catholica Medii aevi de summis Pontificibus et Cardinalibis, Bd. 1, 2. Aufl., Passau 1960, S. 136.

83 Vgl. Kronika Marignolova, FRB III, S. 493: „imperialis aule capellanus“.

84 Vgl. ebd., S. 492: „imperialis aule commensalis“.

85 Vgl. Brincken, Johann von Marignola, in: AKG 49, S. 300; Rachewiltz, Papal, S. 201; Ertzdorff, Johannes Marignoli, in: Heinzle, Literatur, S. 144; Baumgärtner, Marignolli, in: LMA 6, Sp. 292; Golubovich, Marignolli, in: Catholic Encyclopedia 16, S. 60; Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 53 und Kersken, Geschichtsschreibung, S. 590.

86 Vgl. Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 53f. und Brincken, Johann von Marignola, in: AKG 49, S. 301 und S. 304. Im Jahre 1357 unterschrieb Marignola möglicherweise die Stiftungsurkunde für die große Marienkapelle in Karlstein mit. Vgl. Machilek, Privatfrömmigkeit, in: Seibt, Kaiser, S. 92 und Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 54, Anm. 219.

87 Vgl. Brincken, Johann von Marignola, in: AKG 49, S. 301; Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 54, Anm. 219; Machilek, Privatfrömmigkeit, in: Seibt, Kaiser, S. 100 und Anm. 182 und Ertzdorff, Johannes Marignoli, in: Heinzle, Literatur, S. 145.

88 Vgl. Eubel (Hg.), Hierarchia catholica Medii aevi, S. 136.

89 Vgl. Brincken, Johann von Marignola, in: AKG 49, S. 301; Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 54 und Kersken, Geschichtsschreibung, S. 590.

90 Zu den mutmaßlichen Gründen, wieso Karl ausgerechnet den italienischen Franziskaner Marignola mit der Abfassung einer Böhmischen Chronik betraute vgl. Brincken, Johann von Marignola, in: AKG 49, S. 305.

91 Vgl. Ertzdorff, Johannes Marignoli, in: Heinzle, Literatur, S. 144; Brincken, Johann von Marignola, in: AKG 49, S. 303; Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 54; Bláhová, Nachleben, in: Das Mittelalter 4, S. 22f. und Bláhová, Fälschung und Fiktion, in: Fälschungen im Mittelalter (MGH 33,1), S. 383. Bzgl. „Terminus post quem“ und „Datum ad quem“ vgl. ebd., S. 383, Anm. 29: „Terminus post quem ist der Kaisertitel Karls IV. in seinem Auftrag an Marignola (Fontes 3 […] S. 492), Datum ad quem Marignolas Tod“.

92 Anna-Dorothee von den Brincken geht davon aus, dass Marignola die Chronik in Prag geschrieben hat, da sie glaubt, dass ihm nur dort das Quellenmaterial über Böhmen zur Verfügung stand. Vgl. Brincken, Johann von Marignola, in: AKG 49, S. 303f. Ebenso Ertzdorff, Johannes Marignoli, in: Heinzle, Literatur, S. 144 und Rachewiltz, Papal, S. 201. Lorenz war durch den Aufenthalt Marignolas in Bisignano der Ansicht, er hätte seine Chronik in Italien geschrieben und sich das notwendige Quellenmaterial mitgenommen. Vgl. Lorenz, Deutschlands Geschichtsquellen im MA, Bd. 1, S. 311. Ebenso Friedjung, Kaiser Karl IV., S. 221 und Emler, Kronika Marignolova, FRB III, S. 489.

93 Vgl. Kronika Pulkavova, hg. von Josef Emler / Jan Gebauer, FRB V, Prag 1893, S. 1-326; Baumann, Die Literatur des Mittelalters, S. 45; Friedjung, Kaiser Karl IV., S. 225-232; Lorenz, Deutschlands Geschichtsquellen im MA, Bd. 1, S. 312f.; Seibt, Karl IV. Ein Kaiser ein Europa, S. 384f.; Graus, František, Lebendige Vergangenheit. Überlieferungen im Mittelalter und in den Vorstellungen vom Mittelalter, Köln 1975; Ausstellungskatalog Kaiser Karl IV. 1316-1378, S. 123, Nr. 140; Palacky, Franz, Würdigung der alten böhmischen Geschichtsschreiber, 1869, Neudruck Osnabrück 1969. S. 174-192; Bláhová, Hofgeschichtsschreibung, in: Schieffer / Wenta, Hofgeschichtsschreibung, S. 65-68; Bláhová, Offizielle Geschichtsschreibung, in: Wenta, Geschichtsschreibung, S. 32-38; Bláhová, Fälschung und Fiktion, in: Fälschungen im Mittelalter (MGH 33,1), S. 387-394; Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 64-70 und Kersken, Geschichtsschreibung, S. 599-603.

94 Vgl. Bláhová, Hofgeschichtsschreibung, in: Schieffer / Wenta, Hofgeschichtsschreibung, S. 65f.; Bláhová, Offizielle Geschichtsschreibung, in: Wenta, Geschichtsschreibung, S. 39; Bláhová, Fälschung und Fiktion, in: Fälschungen im Mittelalter (MGH 33,1), S. 381f. und Kersken, Geschichtsschreibung, S. 593. Zur genauen Definition von offizieller Geschichtsschreibung in Bezug auf die mittelalterlichen böhmischen Länder und welche Werke in Böhmen im Mittelalter darunter fallen und welche streng genommen nicht vgl. den ganzen Aufsatz: Bláhová, Offizielle Geschichtsschreibung, in: Wenta, Geschichtsschreibung, S. 21-40.

95 Vgl. Kronika Marignolova, FRB III, S. 492f.; Bláhová, Hofgeschichtsschreibung, in: Schieffer / Wenta, Hofgeschichtsschreibung, S. 66 und S. 66, Anm. 81; Bláhová, Offizielle Geschichtsschreibung, in: Wenta, Geschichtsschreibung, S. 28 und Bláhová, Nachleben, in: Das Mittelalter 4, S. 22. Vgl. auch Ertzdorff, Johannes Marignoli, in: Heinzle, Literatur, S. 149: „[...] Marignoli hat den Auftrag, eine Böhmenchronik zu schreiben, der die allgemeine Weltgeschichte vorgeschaltet ist, und diese ist herkömmlicherweise maßgeblich biblische Geschichte“.

96 Vgl. ausführlich zur Einleitung der Chronik: Ertzdorff, Johannes Marignoli, in: Heinzle, Literatur, S. 147f. und Brincken, Johann von Marignola, in: AKG 49, S. 304f.

97 Bláhová, Offizielle Geschichtsschreibung, in: Wenta, Geschichtsschreibung, S. 28. Vgl. Kronika Marignolova, FRB III, S. 492f.; Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 54; Ertzdorff, Johannes Marignoli, in: Heinzle, Literatur, S. 148 und Friedjung, Kaiser Karl IV., S. 221.

98 Bláhová, Hofgeschichtsschreibung, in: Schieffer / Wenta, Hofgeschichtsschreibung, S. 66. Vgl. Kronika Marignolova, FRB III, S. 492; Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 54f.; Bláhová, Marie, Intellektuelles Leben am Hofe Karls IV., in: Questiones medii aevi novae 8 (2003), S. 38; Brincken, Johann von Marignola, in: AKG 49, S. 304f.; Ertzdorff, Johannes Marignoli, in: Heinzle, Literatur, S. 147 und Friedjung, Kaiser Karl IV., S. 221.

99 Vgl. Kronika Marignolova, FRB III, S. 493; Brincken, Johann von Marignola, in: AKG 49, S. 306f.; Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 55; Bláhová, Offizielle Geschichtsschreibung, in: Wenta, Geschichtsschreibung, S. 29; Friedjung, Kaiser Karl IV., S. 221f. und Kersken, Geschichtsschreibung, S. 591. Für die prozentuale Gewichtung, die die jeweiligen Bücher innerhalb der Gesamtchronik einnehmen vgl. Brincken, Johann von Marignola, in: AKG 49, S. 309.

100 Vgl. Kronika Marignolova, FRB III, S. 519; Bláhová, Offizielle Geschichtsschreibung, in: Wenta, Geschichtsschreibung, S. 29; Kersken, Geschichtsschreibung, S. 591f.; Brincken, Johann von Marignola, in: AKG 49, S. 306 und Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 55.

101 Vgl. Bláhová, Offizielle Geschichtsschreibung, in: Wenta, Geschichtsschreibung, S. 29; Kersken, Geschichtsschreibung, S. 592; Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 60f. und Kronika Marignolova, FRB III, S. 575.

102 Vgl. Bláhová, Offizielle Geschichtsschreibung, in: Wenta, Geschichtsschreibung, S. 29; Brincken, Johann von Marignola, in: AKG 49, S. 306; Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 55 und Kersken, Geschichtsschreibung, S. 592.

103 Vgl. Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 55.

104 Vgl. Brincken, Johann von Marignola, in: AKG 49, S. 308 und Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 56.

105 Vgl. Bláhová, Offizielle Geschichtsschreibung, in: Wenta, Geschichtsschreibung, S. 29; Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 56 und Friedjung, Kaiser Karl IV., S. 222f. Ausführlich zu den Quellen Marignolas vgl. Brincken, Johann von Marignola, in: AKG 49, S. 312ff.

106 Vgl. Bláhová, Offizielle Geschichtsschreibung, in: Wenta, Geschichtsschreibung, S. 29; Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 56; Friedjung, Kaiser Karl IV., S. 222 und Kersken, Geschichtsschreibung, S. 590.

107 Vgl. Kronika Marignolova, FRB III, S. 519.

108 Vgl. Bláhová, Offizielle Geschichtsschreibung, in: Wenta, Geschichtsschreibung, S. 30 und Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 61.

109 Ebd., S. 32. Vgl. auch Bláhová, Fälschung und Fiktion, in: Fälschungen im Mittelalter (MGH 33,1), S. 383f. und Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 61. So lässt sich zusammenfassend sagen, dass das Ergebnis von Marignolas Arbeit ein relativ klägliches war. Seine Böhmenchronik wurde dementsprechend auch kein großer Erfolg, sie erlangte keine große Bedeutung, wurde nicht rezipiert und von keinem der späteren böhmischen Chronisten benutzt. Dementsprechend ist der Text der Chronik auch lediglich in nur einer einzigen Handschrift, welche in der Prager Nationalbibliothek liegt, überliefert (Nationalbibliothek der Tschechischen Republik in Prag, I D 10). Wie Karl IV. auf die Chronik reagierte und inwieweit und ob sie ihn zufrieden stellte, ist unbekannt. Vgl. dazu Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 55; Kersken, Geschichtsschreibung, S. 594; Baumann, Die Literatur des Mittelalters, S. 44; Brincken, Johann von Marignola, in: AKG 49, S. 303; Bláhová, Hofgeschichtsschreibung, in: Schieffer / Wenta, Hofgeschichtsschreibung, S. 66 und Bláhová, Offizielle Geschichtsschreibung, in: Wenta, Geschichtsschreibung, S. 32: „Der Versuch Karls IV. die Geschichte Böhmens im Rahmen der Universalgeschichte zu behandeln, scheiterte also in diesem Fall. Die Schrift Marignolas fesselte den Leser nur durch die Schilderung der Reiseerlebnisse ihrers Verfassers. Wie Frantisek Palacky trefflich konstatierte, 'Marignola hat sich durch seine Chronik ein viel geringeres Verdienst um die Geschichte Böhmens als um die Länderkunde Asiens im Mittelalter erworben'. Inwieweit Marignolas Schrift den Kaiser zufrieden stellte, ist nicht bekannt. In Böhmen gewann sie keine Popularität. Der ganze Text ist lediglich in einer einziger Handschrift überliefert. Keiner von den späteren böhmischen Chronisten hat die benutzt“.

110 Bláhová, Offizielle Geschichtsschreibung, in: Wenta, Geschichtsschreibung, S. 30. Vgl. Bláhová, Fälschung und Fiktion, in: Fälschungen im Mittelalter (MGH 33,1), S. 384f.; Bláhová, Hofgeschichtsschreibung, in: Schieffer / Wenta, Hofgeschichtsschreibung, S. 66 und Kalista, Der Hof, in: Seibt, Kaiser, S. 283.

111 Vgl. Bláhová, Fälschung und Fiktion, in: Fälschungen im Mittelalter (MGH 33,1), S. 384 und Bláhová, Offizielle Geschichtsschreibung, in: Wenta, Geschichtsschreibung, S. 30.

112 Bláhová, Fälschung und Fiktion, in: Fälschungen im Mittelalter (MGH 33,1), S. 384. Vgl. Kronika Marignolova, FRB III, S. 519ff.; Bláhová, Herrschergenealogie, in: Speer / Wirmer, Das Sein, S. 391f.; Bláhová, Nachleben, in: Das Mittelalter 4, S. 23; Bláhová, Hofgeschichtsschreibung, in: Schieffer / Wenta, Hofgeschichtsschreibung, S. 66 und Bláhová, Offizielle Geschichtsschreibung, in: Wenta, Geschichtsschreibung, S. 31.

113 Vgl. auch Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 7: „Neben den Trojanern wurde Caesar häufig als Ahne in fiktive Genealogien aufgenommen, da er als Nachkomme des Aeneas galt, des Gründers von Rom und daher mit den Franken die Abstammung von Troja teilte“.

114 Zur trojanischen Herkunftssage der Franken und der angeblichen trojanischen Abkommenschaft der Fürsten und des Hochadels im Mittelalter vgl. Melville, Gert, Troja: Die integrative Wiege europäischer Mächte im ausgehenden Mittelalter, in: Ferdinand Seibt und Winfried Eberhard (Hg.), Europa 1500. Integrationsprozesse im Widerstreit: Staaten, Regionen, Personenverbände, Christenheit, Stuttgart 1987, S. 415-432; Graus, František, Troja und trojanische Herkunftssage im Mittelalter, in: Willi Erzgräber (Hg.), Kontinuität und Transformation. Veröffentlichung der Kongreßakten zum Freiburger Symposion des Mediävistenverbandes, Sigmaringen 1989, S. 25-43; Graus, Lebendige Vergangenheit, S. 81-88 und Anton, Hans-Hubert, Troja-Herkunft, origo gentis und frühe Verfaßtheit der Franken in der gallisch-fränkischen Tradition des 5. bis 8. Jahrhunderts, in: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 108 (2000), S. 1-30. Allgemein knapp zur Ansippung an die Trojaner im Mittelalter vgl. auch Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 4-7.

115 Vgl. Kronika Marignolova, FRB III, S. 510-520.

116 Vgl. Kronika Marignolova, FRB III, S. 506-508; Kersken, Geschichtsschreibung, S. 610 und Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 56. Vgl. auch Brincken, Johann von Marignola, in: AKG 49, S. 329f.

117 Vgl. Kronika Marignolova, FRB III, S. 510ff.; Kersken, Geschichtsschreibung, S. 610 und Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 56.

118 Vgl. Kronika Marignolova, FRB III, S. 516; Kersken, Geschichtsschreibung, S. 610; Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 56 und Hauck, Karl, Geblütsheiligkeit, in: Bernhard Bischoff und Suso Brechter (Hg.), Liber Floridus. Mittellateinische Studien. Paul Lehmann zum 65. Geburtstag am 13. Juli 1949. Gewidmet von Freunden, Kollegen und Schülern, St. Ottilien 1950, S. 207.

119 Vgl. Kronika Marignolova, FRB III, S. 516: „Troya est in Asia minori, cuius ystoria nota est, ideo non est hic inserenda. Ab ipsa tamen venerunt principes Europe, qui Ytaliam, Almaniam, Germaniam populaverunt: sicut Eneas cum filio Ascanio fuit principium Romanorum, nobilium scilicet Juliorum, unde descendit Julius Cesar“. Vgl. auch Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 56f. und Kersken, Geschichtsschreibung, S. 610f.

120 Kersken, Geschichtsschreibung, S. 611. Vgl. Kronika Marignolova, FRB III, S. 516-519 und Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 57.

121 Vgl. Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 57 und Kronika Marignolova, FRB III, S. 519f.

122 Vgl. Kronika Marignolova, FRB III, S. 520: „[...] Johannes, rex illustris, descendens a Magno Karolo de Troyanis [...]“.

123 Kronika Marignolova, FRB III, S. 520. Vgl. Kersken, Geschichtsschreibung, S. 611 und Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 57.

124 Vgl. Kronika Marignolova, FRB III, S. 520 und Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 57.

125 Vgl. Gotifredi Viterbiensis Speculum regnum, hg. von Georg Waitz, MGH SS 22, Hannover 1872, S. 21-93.

126 Vgl. Bláhová, Nachleben, in: Das Mittelalter 4, S. 23; Bláhová, Offizielle Geschichtsschreibung, in: Wenta, Geschichtsschreibung, S. 31; Bláhová, Herrschergenealogie, in: Speer / Wirmer, Das Sein, S. 391 und Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 6f. und S. 62. Vgl. auch Hauck, Geblütsheiligkeit, in: Bischoff / Brechter, Liber Floridus, S. 198.

127 Marignola führte einen Katalog der böhmischen Herrscher, einschließlich der mythischen Přemysliden, an. Die genealogischen Zusammenhänge kennzeichnete er jedoch dabei nicht. Vgl. Bláhová, Herrschergenealogie, in: Speer / Wirmer, Das Sein, S. 392 und Kronika Marignolova, FRB III, S. 526. Vgl. auch Kersken, Geschichtsschreibung, S. 632: „[...] Johannes von Marignola und Neplach teilen nur die reine Namenfolge mit, ohne ein etwaiges verwandtschaftliches Verhältnis dieser Fürsten untereinander anzusprechen“.

128 Vgl. Bláhová, Offizielle Geschichtsschreibung, in: Wenta, Geschichtsschreibung, S. 31; Bláhová, Fälschung und Fiktion, in: Fälschungen im Mittelalter (MGH 33,1), S. 385; Kersken, Geschichtsschreibung, S. 611f. und Kronika Marignolova, FRB III, S. 521ff. Vgl. auch Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 58: „Die Slavi und Boemi stammen von Japhet ab, dem dritten Sohn Noahs, der Europa bekommen hat. Der Name Slavi ist durch Umstellung von einzelnen Buchstaben aus Elysa entstanden, daher werden sie auch die Leuchtenden oder Glänzenden genannt“. Die Ableitung der Böhmen von Elisa entnahm Marignola der Compilatio librorum historialium totius Bibliae seines Ordensbruders und Zeitgenossen Johann von Udine. Vgl. dazu Brincken, Johann von Marignola, in: AKG 49, S. 313 und Anm. 121.

129 Vgl. Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 62.

130 Vgl. Bláhová, Offizielle Geschichtsschreibung, in: Wenta, Geschichtsschreibung, S. 31; Bláhová, Fälschung und Fiktion, in: Fälschungen im Mittelalter (MGH 33,1), S. 385 und Kronika Marignolova, FRB III, S. 520 und S. 522: „[...] unde Sclavi quasi Helisani vel gloriosi dicuntur […]. Ab Elysa Slavi, qui corrupto vocabulo Sclavi dicitur, quasi solares vel luminosi vel magis gloriosi dicuntur“.

131 Zu Marignolas Sprachkenntnissen vgl. Brincken, Johann von Marignola, in: AKG 49, S. 358ff.

132 Bláhová, Fälschung und Fiktion, in: Fälschungen im Mittelalter (MGH 33,1), S. 385. Vgl. Kronika Marignolova, FRB III, S. 520 und Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 57.

133 Bláhová, Nachleben, in: Das Mittelalter 4, S. 23. Vgl. Bláhová, Offizielle Geschichtsschreibung, in: Wenta, Geschichtsschreibung, S. 30-32. Vgl. dazu auch vor allem die Sätze ebd., S. 30f.: „Zuerst wurde mit seiner vornehmen Herkunft die europäische Öffentlichkeit bekannt gemacht. Wenn Ernst von Pardubice die päpstliche Zustimmung zur römischen Wahl Karls verlangte, betonte er unter anderem, daß der zum römischen König gewählte Markgraf von Mähren legitim ex alta regali et imperiali prosapia geboren wurde und sich durch alle zur Regierung nötigen Eigenschaften auszeichnete. Sein Vater war der König von Böhmen, sein Großvater der römische Kaiser Heinrich, der aus dem Hause der Grafen von Luxemburg, der Herzöge von Brabant und Limburg, der Grafen von Flandern, Hennegau, Geldern und anderer vornehmer Geschlechter stammte. Seine Mutter war die böhmische Königin Elisabeth, deren Vater der hervorragendste böhmische König, Wenzel […] war. Alle seine Vorfahren stammten aus dem Geschlecht des hl. Wenzel. Dem böhmischen Milieu wurde die 'Genealogie' Karls IV. bei der Gelegenheit seiner Krönung zum König von Böhmen vorgestellt. In der Predigt für die böhmische Geistlichkeit zeichnete der Prager Dominikaner […] Nikolaus von Louny, auch die Genealogie des neuen Königs in der väterlichen Linie. - Die Herkunft seiner Mutter war den Böhmen allgemeine vertraut. - Die vornehme Herkunft des Königs soll, den französischen Chroniken und Historien nach, von Karl dem Großen herkommen und über seinen Sohn Lothar und die Herzöge von Limburg auf die Luxemburger übergegangen sein. Zugleich ist er einer von den Nachfolgern des hl. Wenzel und dessen natürlicher Erbe in der Herrscherwürde“. Vgl. dazu Bláhová, Nachleben, in: Das Mittelalter 4, S. 17f.; Bláhová, Herrschergenealogie, in: Speer / Wirmer, Das Sein, S. 390f.; Collatio archiepiscopi Pragensis cum petitione approbationis, hg. von Karl Zeumer / Richard Salomon, MGH Const. 8,1, Hannover 1910, S. 140, Nr. 99 und Kadlec, Jaroslav, Die homiletischen Werke des Prager Magisters Nikolaus von Louny, in: Augustiniana 23 (1973), 1-2, S. 249f., Edition S. 262-270, Genealogie S. 268f.

134 Zur Ahnengalerie / zum Stammbaum bzw. zum handschriftlich überlieferten Bilderzyklus des Stammbaums sowie zur Burg Karlstein allgemein vgl. Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB), Cod. 8330; Neuwirth, Bildercyklus; Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 81-99 und S. 320ff.; Melville, Vorfahren, in: Schuler, Familie, S. 260-264; Pirchan, Gustav, Karlstein, in: Rudolf Schreiber (Hg.), Prager Festgabe für Theodor Mayer, Freilassing / Salzburg 1953 (Forschungen zur Geschichte und Landeskunde der Sudetenländer 1), S. 56-90; Dvoráková, Vlasta / Menclová, Dobroslava, Karlstejn, Prag 1965; Dvoráková, Vlasta, Karlstejn Castle-Phases I and II of the Pictorial Decoration-Stylistic Analysis, in: Vlasta Dvoráková, Josef Krása, Anezka Merhautová und Karel Stejskal (Hg.), Gothic Mural Painting in Bohemia and Moravia 1300-1378, London / New York / Bombay / Melbourne 1964, S. 80-100; Dvoráková, Vlasta, Karlstejn Castle-Phase III of the Pictorial Decoration-Stylistic Analysis, in: Vlasta Dvoráková, Josef Krása, Anezka Merhautová und Karel Stejskal (Hg.), Gothic Mural Painting in Bohemia and Moravia 1300-1378, London / New York / Bombay / Melbourne 1964, S. 114-121; Dvoráková, Vlasta, The Ideological Design of Karlstejn Castle and its Pictorial Decoration, in: Vlasta Dvoráková, Josef Krása, Anezka Merhautová und Karel Stejskal (Hg.), Gothic Mural Painting in Bohemia and Moravia 1300-1378, London / New York / Bombay / Melbourne 1964, S. 51-65; Eschborn, Michael, Karlstein. Das Rätsel um die Burg Karls IV., Stuttgart 1971; Hauck, Geblütsheiligkeit, in: Bischoff / Brechter, Liber Floridus, S. 206-211; Stejskal, Karel, Die Rekonstruktion des Luxemburger Stammbaums auf Karlstein, in: Umeni 26 (1978), S. 535-563; Stejskal, Karel, Karlstein, in: Anton Legner (Hg.), Die Parler und der schöne Stil 1350-1400. Ein Handbuch zur Ausstellung des Schnütgen-Museums in der Kunsthalle Köln, Bd. 2, Köln 1978, S. 721-726; Neuwirth, Joseph, Mittelalterliche Wandgemälde und Tafelbilder der Burg Karlstein in Böhmen, in: Forschungen zur Kunstgeschichte Böhmens 1, Prag 1896; Ausstellungskatalog Kaiser Karl IV. 1316-1378, S. 36-38 und S. 87f.; Legner, Anton, Karolinische Edelsteinwände, in: Ferdinand Seibt (Hg.), Kaiser Karl IV. Staatsmann und Mäzen, München 1978, S. 356-362; Bachmann, Erich, Karolinische Reichsarchitektur, in: Ferdinand Seibt (Hg.), Kaiser Karl IV. Staatsmann und Mäzen, München 1978, S. 334-338; Edelsteinwände in Karlstein und in der Wenzelskapelle. Farbtafeln I-V, in: Ferdinand Seibt (Hg.), Kaiser Karl IV. Staatsmann und Mäzen, München 1978, S. 95-100; Fajt, Jirí, Brandenburg wird böhmisch. Kunst als Herrschaftsinstrument, in: Ernst Badstübner, Peter Knüvener, Adam S. Labuda und Dirk Schumann (Hg.), Die Kunst des Mittelalters in der Mark Brandenburg. Tradition – Transformation – Innovation, Berlin 2008, S. 202-251, hier S. 205-210; Neubert, Karel / Stejskal, Karel, Karl IV. und die Kultur und Kunst seiner Zeit, 2. Aufl., Hanau 1978, S. 101-134 und Bláhová, Herrschergenealogie, in: Speer / Wirmer, Das Sein, S. 392f.

135 Bláhová, Hofgeschichtsschreibung, in: Schieffer / Wenta, Hofgeschichtsschreibung, S. 68. Vgl. Bláhová, Nachleben, in: Das Mittelalter 4, S. 21.

136 Vgl. dazu auch Hauck, Geblütsheiligkeit, in: Bischoff / Brechter, Liber Floridus, S. 207.

137 Es existiert keine Urkunde über den Baubeginn, jedoch schreibt Benesch von Weitmühl in seiner Chronik zum Jahr 1348: „Fecit (Karl IV.) etiam advehi de Austria vites nobilissimas, quas ibi et sub castro Carlsteyn, qoud eodem tempore edificare inceperat, plantavit“. Vgl. Benesch von Weitmühl, Cronica ecclesiae Pragensis, hg. von Josef Emler, FRB IV, Prag 1884, S. 516. Vgl. auch Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 81 und Anm. 379.

138 Vgl. dazu Pirchan, Karlstein, in: Schreiber, Prager Festgabe, S. 56-90; Seibt, Karl IV. Ein Kaiser ein Europa, S. 190; Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 81 und Fajt, Brandenburg wird böhmisch, in: Badstübner / Knüvener / Labuda / Schumann, Die Kunst des Mittelalters, S. 205.

139 Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 81f.

140 Der Name und die Herkunft des Malers, der die Ahnenreihe gemalt und geschaffen hat, ist unbekannt. Vgl. ebd., S. 84. Zu Versuchen der Identifizierung und den diesbezüglichen Schwierigkeiten vgl. Dvoráková, Karlstejn Castle-Phases I and II, in: Dvoráková / Krása / Merhautová / Stejskal, Gothic Mural Painting, S. 83; Neuwirth, Bildercyklus, S. 12-30 und Fajt, Brandenburg wird böhmisch, in: Badstübner / Knüvener / Labuda / Schumann, Die Kunst des Mittelalters, S. 207.

141 Vgl. S. 26, zweiter Absatz dieser Arbeit.

142 Vgl. Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 83; Ausstellungskatalog Kaiser Karl IV. 1316-1378, S. 38 und Dvoráková, The Ideological Design, in: Dvoráková / Krása / Merhautová / Stejskal, Gothic Mural Painting, S. 53. Vgl. auch Kovács, Elisabeth, Die Heiligen und heiligen Könige der frühen Habsburger (1273-1519), in: Klaus Schreiner (Hg.), Laienfrömmigkeit im späten Mittelalter, München 1992, S. 96.

143 Vgl. Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 86 und S. 92f. Es bestehen gegensätzliche Ansichten darüber, wie lange sich der originale Bilderzyklus in der Burg erhalten hat und wann die Kopienreihe entstanden ist. Vgl. für die verschiedenen Ansichten Neuwirth, Bildercyklus, S. 3-9; Neuwirth, Wandgemälde, in: Forschungen zur Kunstgeschichte Böhmens 1, S. 9 und Stejskal, Die Rekonstruktion, in: Umeni 26, S. 538.

144 Die Handschrift Cod. 8330 der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB) umfasst 98 Blätter, ist eingebunden in Hellgrüne Lederdeckel und enthält neben einer bildlichen Sammlung der Wappen der böhmischen Ländergebiete und des böhmischen Adels (Bl. 65-98) die Darstellungen der Bilder der Karlsteiner Ahnengalerie. Mit dem Titelblatt beginnt nach drei leeren Blättern die Blattzählung. Es folgen dann fünf weitere leere Blätter, bis mit Blatt 6 die Darstellungen der einzelnen Figuren des Stammbaums beginnen. Vgl. Neuwirth, Bildercyklus, S. 6-8 und Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 83 und Anm. 392. Ein Duplikat dieser Handschrift befindet sich im sog. Heidelberger Codex in der Akademie der Wissenschaft in Prag, AA 2015. Eine weitere Abschrift befindet sich im Codex der Herzog-Augustus-Bibliothek in Wolfenbüttel, Cod. 60.5 Aug. 2. Vgl. Stejskal, Die Rekonstruktion, in: Umeni 26, S. 536; Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 83 und Anm. 392 und Bláhová, Herrschergenealogie, in: Speer / Wirmer, Das Sein, S. 392, Anm. 58.

145 Beschreibung des Titelblattes der Wiener Handschrift bei Neuwirth, Bildercyklus, S. 6 und Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 86.

146 Vgl. Neuwirth, Bildercyklus, S. 6 und Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 86ff. Für die vollständige durchnummerierte Liste der Ahnen mit der jeweiligen Beschriftung vgl. den Anhang dieser Arbeit (Punkt 7, S. 35).

147 Vgl. Bláhová, Herrschergenealogie, in: Speer / Wirmer, Das Sein, S. 393; Neuwirth, Bildercyklus, S. 6 und Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 88.

148 Vgl. Clemens, Luxemburg-Böhmen, S. 88.

149 Vgl. Fußnote 114 dieser Arbeit.

150 So bei Gregor von Tours: Gregorii episcopi Turonensis libri Historiarum X, hg. von Bruno Krusch und Wilhelm Levison, MGH SS rer. Merow. I,1, ND 1951, S. 52-58. Vgl. auch Wenskus, Reinhard, Chlodio, in: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde 4, Berlin 1981, S. 477-478.

151 Vgl. dazu den Anhang dieser Arbeit (Punkt 7, S. 35)

Details

Seiten
46
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656852827
ISBN (Buch)
9783656852834
Dateigröße
795 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v285332
Institution / Hochschule
Philipps-Universität Marburg – Institut für Mittelalterliche Geschichte
Note
1,0
Schlagworte
Heiliges Römisches Reich Genealogie fiktive Genealogie Karl IV. Kaiser böhmischer König Burg Karlstein Johannes von Marignola Giovanni de Marignolli luxemburgisch-brabantische Ahnengalerie Böhmenchronik Abstammung Karls IV.

Autor

Zurück

Titel: Die Abstammung Karls IV. und die genealogischen Konstruktionen und Fiktionen in der Böhmenchronik Johann von Marignolas und der luxemburgisch-brabantischen Ahnengalerie auf Burg Karlstein