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Betriebliches Gesundheitsmanagement. Gesundheitsförderung für Mitarbeiter

Hausarbeit 2012 14 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Darstellung des betrieblichen Gesundheitsmanagements
2.1 Definition
2.2 Gründe und Voraussetzungen für ein betriebliches Gesundheitsmanagement

3. Maßnahmen zur Gesundheitsförderung
3.1 Gesetzlich vorgeschriebene Maßnahmen
3.2 Freiwillige Maßnahmen
3.2.1 Physische Gesundheit
3.2.2 Psychische Gesundheit
3.2.3 Schulung der Führungskräfte

4. Abschließende Auswertung

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Die häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit

1. Einleitung

In der Gesellschaft wird eine leistungsfähige und bürgerfreundliche öffentliche Verwaltung gewünscht. Eine Verwaltung kann jedoch nur so leistungsfähig sein, wie ihre Mitarbeiter es auch sind.

Ebenso wünschen wir alle uns Kollegen, die freundlich, motiviert und leistungsfähig sind.

Voraussetzung hierfür ist, dass die Gesundheit der Mitarbeiter durch ihre berufliche Tätigkeit nicht beeinträchtigt wird.

Die Mitarbeiter sind also ein wichtiger – nein, der wichtigste – Grundstein der öffentlichen Verwaltung. Diesen „Grundstein“ gilt es durch ein umfassendes betriebliches Gesundheitsmanagement zu pflegen, um große Leistungen auf ihn bauen zu können.

Zunächst werden in dieser Arbeit die Gründe und Voraussetzungen für die Durchführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements dargestellt. Anschließend wird näher auf verschiedene Maßnahmen zur Gesundheitsförderung – vor allem in der Verwaltung des Kreises- eingegangen. Abschließend erfolgt eine Gesamtbetrachtung der Thematik.

2. Darstellung des betrieblichen Gesundheitsmanagements

2.1 Definition

Unter dem betrieblichen Gesundheitsmanagement werden betriebliche Prozesse verstanden, die die Gesundheit und das Wohlbefinden der Beschäftigten fördern.

Ziele und Angebote des Gesundheitsmanagements, die einer genauen Strukturierung bedürfen, müssen in alle einzelnen Abteilungen der Organisation transportiert werden.

Mit Hilfe verschiedener Maßnahmen sollen gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen vorherrschen, die Gesundheit der Mitarbeiter soll erhalten bzw. verbessert werden und verhindert werden, dass die tägliche Arbeit eine Ursache von Krankheiten ist. In Folge dessen können eine steigende Leistungsbereitschaft sowie geringere Fehlzeiten der Mitarbeiter erwartet werden.[1]

2.2 Gründe und Voraussetzungen für ein betriebliches Gesundheitsmanagement

Wichtige Voraussetzung für eine leistungsfähige und bürgerfreundliche Verwaltung sind gesunde und leistungsbereite Mitarbeiter, die keinen Gefahren für ihre physische und psychische Gesundheit am Arbeitsplatz begegnen dürfen.

Eine hohe Leistungsfähigkeit löst eine größere Motivation der Mitarbeiter aus. Dadurch werden die Arbeitsbedingungen verbessert und das Betriebsklima ist optimal. Ein gutes Betriebsklima steigert dann erneut die Leistungsbereitschaft und Motivation der Mitarbeiter.[2]

Problematisch bei der Arbeit im Büro ist, dass die Mitarbeiter die meiste Zeit am Schreibtisch sitzen, sich daher zu wenig bewegen und häufig ungesund essen. Beschwerden, wie Rückenschmerzen, Übergewicht, Gelenkverschleiß etc. sind hiervon die Folge.

Selbstverständlich ist der Arbeitgeber nicht alleine für die Gesundheit der Arbeitnehmer verantwortlich, denn diese müssen auch selber für die Erhaltung ihrer Gesundheit Sorge tragen.

Mit Hilfe des Gesundheitsmanagements kann ihre Gesundheitskompetenz erhöht werden, sodass sie dies auch tatsächlich umsetzen.

Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels ist zu verdeutlichen, dass auch das Personal in der öffentlichen Verwaltung zunehmend älter wird.[3] Dies trifft auch auf die Verwaltung des Kreises zu. Der Altersdurchschnitt der Mitarbeiter beträgt dort 46 Jahre.[4]

Daher werden in naher Zukunft einige Mitarbeiter aus Altersgründen aus dem Dienst ausscheiden.

Dies hat zur Folge, dass die öffentlichen Verwaltungen um Nachwuchskräfte konkurrieren werden. Das betriebliche Gesundheitsmanagement verbessert das Image eines Arbeitgebers und ist bei der Werbung um junge, qualifizierte Mitarbeiter ein wichtiger Marketingfaktor.

Bei einem hohen Altersdurchschnitt fürchten junge Mitarbeiter, dass sie durch die Arbeit überlastet werden, da ältere Kollegen oft krank werden und sie deren Aufgaben dann zusätzlich erledigen müssen. Wird jedoch die Gesundheit der Mitarbeiter frühzeitig gefördert, können Fehlzeiten sowohl bei den jüngeren, als auch bei den älteren Mitarbeitern minimiert werden.

Auf Grund des steigenden Arbeitsangebots in der öffentlichen Verwaltung können Nachwuchskräfte bei der Auswahl ihres zukünftigen Arbeitgebers verstärkt auf Annehmlichkeiten achten. Dabei ist für viele Menschen entscheidend, dass ihre Gesundheit durch Belastungen am Arbeitsplatz nicht beeinträchtigt wird.

Weiter ist zu beachten, dass die Maßnahmen zur Gesundheitsförderung der Mitarbeiter nur Erfolg haben können, wenn die Angebote angenommen werden. Dazu ist es wichtig, dass die Führungskräfte das Gesundheitsmanagement unterstützen.

Außerdem ist darauf hinzuweisen, dass das Gesundheitsmanagement nicht ohne finanzielle Mittel durchgeführt werden kann. Der eingesetzte Aufwand muss dabei den Ersparnissen gegenübergestellt werden, die nicht genau beziffert werden können. Gespart werden können auf Grund der zu erwartenden Leistungssteigerung und den minimierten Krankheitskosten, u. a. auch die Beihilfeleistungen.[5]

Diese Problematik hat der Kreis für sich erkannt und leitet ständig Gegenmaßnahmen ein, die über die gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen hinausgehen. Hierauf wird im weiteren Verlauf der Arbeit konkret eingegangen.

3. Maßnahmen zur Gesundheitsförderung

Das betriebliche Gesundheitsmanagement besteht zu einem großen Teil aus freiwilligen Maßnahmen. Einige sind jedoch durch den Gesetzgeber vorgeschrieben.

3.1 Gesetzlich vorgeschriebene Maßnahmen

Gemäß dem Arbeitsschutzgesetz ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, für jeden Arbeitsplatz eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen. Anhand dieser wird der Arbeitsplatz dann so eingerichtet, dass Unfälle und Gesundheitsgefahren verhütet werden. Dazu gehört u. a. die Bürobeleuchtung, die Bildschirmgröße des Computers etc.

Das Sozialrecht (§ 84 Abs. 2 SGB IX) sieht für Mitarbeiter, die innerhalb eines Jahres ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig sind ein betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) vor. Die Zustimmung des betroffenen Mitarbeiters vorausgesetzt, wird geklärt, wie die Arbeitsunfähigkeit überwunden bzw. eine erneute verhindert werden kann.

3.2 Freiwillige Maßnahmen

3.2.1 Physische Gesundheit

Wie bereits beschrieben wurde, unterliegt der Körper bei der Arbeit im Büro einigen Belastungen: Rückenschmerzen, schlechte Ernährung etc.

Daher führt der Kreis einige freiwillige Maßnahmen durch, die die Gesundheit der Mitarbeiter fördern.

In sogenannten Bewegungspausen haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, kostenlos an einem 30 minütigem Sportprogramm, z. B. zur Stärkung des Rückens teilzunehmen.

Mit einem minimalen Zeitaufwand kann auf diese Weise viel für die Gesundheit erreicht werden. Vorteilhaft ist, dass die Mitarbeiter den Sportkurs während der Arbeitszeit durchführen können und sich hierfür in keinem Sportverein o. ä. anmelden müssen. Dieses Angebot motiviert daher auch Mitarbeiter zur Teilnahme, die sich in keinem Verein binden möchten oder kein großes Interesse am Sport haben. Außerdem werden für die Übungen keine besonderen Sportgeräte oder Sportbekleidung benötigt, sodass sie später wiederholt werden können.

Zusätzlich fördert die Kreisverwaltung die Mitgliedschaft, durch Preisvergünstigung, in einem Fitnessstudio in unmittelbarer Nähe zur Kreisverwaltung.

Die Mitgliedschaft in einem renommierten Fitnessstudio ist mit durchschnittlichen 650 € / Jahr relativ kostspielig. Wenn der Arbeitgeber jedoch einen Teil dieser Kosten übernimmt, kann dies viele Mitarbeiter zu einer Anmeldung motivieren. Der Sport dort verbessert die Gesundheit zielstrebig. Die Schwachstellen des Körpers werden analysiert und ein entsprechender Trainingsplan wird anschließend erstellt.

Vorteilhaft ist, dass das Fitnessstudio in der Nähe der Verwaltung ist, sodass auch Mitarbeiter, die weiter entfernt wohnen, unmittelbar nach der Arbeit dort trainieren können.

Nachteilig ist jedoch, dass nur Mitarbeiter dieses Angebot annehmen, die bereits am Sport und der Gesunderhaltung ihres Körpers interessiert sind. Andere Mitarbeiter, bei denen eine sportliche Betätigung sehr angebracht ist, können durch dieses Angebot eher nicht motiviert werden. Dies liegt daran, dass sie sich, bevor sie mit dem Sport beginnen können, anmelden müssen, vertraglich für eine bestimmte Zeit an das Fitnessstudio gebunden sind, eine Kostenübernahme beim Kreis beantragen müssen, Sportbekleidung anschaffen müssen etc.

Vor allem auf Grund der zielstrebigen Vorgehensweise in einem Fitnessstudio überwiegen bei der näheren Betrachtung der Vor- und Nachteile eindeutig die Vorteile.

Man könnte jedoch auch die Gründung von verwaltungsinternen Sportgruppen überdenken. Kollegen könnten zusammen Fußball, Handball, Badminton etc. spielen. Nach einer Trainingsphase könnten dann Wettkämpfe, wie die Fußballmannschaft Ordnungsamt gegen die Fußballmannschaft Sozialamt durchgeführt werden. In der Nähe der Verwaltung befinden sich zwei Gymnasien mit Sporthallen, die nachmittags mit großer Wahrscheinlichkeit genutzt werden könnten.

[...]


[1] vgl. http://www.wa.uni-hannover.de/wa/arbeitsschwerpunkte/Gesundheitsmanagement.pdf (15.11.2012)

[2] vgl. Deutscher Landkreistag, 2011, S. 6

[3] vgl. http://www.dbb.de/cache/themen/themenartikel/a/altersstruktur.html?type=98 (15.11.2012)

[4] vgl. Einbringung des Haushaltes 2012

[5] Deutscher Landkreistag, 2011, S.7

Details

Seiten
14
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656847830
ISBN (Buch)
9783656847847
Dateigröße
567 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v284499
Institution / Hochschule
Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen; Köln
Note
2,0
Schlagworte
betriebliches gesundheitsmanagement gesundheitsförderung mitarbeiter
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Titel: Betriebliches Gesundheitsmanagement. Gesundheitsförderung für Mitarbeiter