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Die multikulturelle Gesellschaft. Die Weltreligionen als Tor für Toleranz und Akzeptanz

Hausarbeit (Hauptseminar) 2014 31 Seiten

Didaktik - Theologie, Religionspädagogik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Theorie der fünf Weltreligionen
2.1 Judentum
2.2 Christentum
2.3 Islam
2.4 Buddhismus
2.5 Hinduismus

3. Religionsunterricht für alle – Das Hamburger Modell

4. Praxisbeispiel zur lebensnahen Umsetzung im Unterricht
4.1 Inhaltliche Schwerpunkte der Einheit
4.2 Stundenschwerpunkt – Zur Stellung von Sport und Freizeit in den fünf Weltreligionen
4.2.1 Lerngruppe
4.2.2 Sachanalyse
4.2.3 Didaktik
4.2.4 Methodik
4.2.5 Zielsetzung/ Kompetenzzuwachs

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Das Thema ‚Weltreligion‘ ist ein Thema welches heutzutage schon aus dem Religionsunterricht heraustritt und in unserem Alltag Einzug gefunden hat. Die Weltreligionen haben ihr Vorkommen nicht nur noch an ihren Ursprungsorten, sondern werden dort ausgeübt, wo die Menschen Arbeit, Familie und ein Zuhause vorfinden. Es kommt zu einem Wechsel von der Homogenität zur Pluralität im Bereich der Kulturen, des Milieus und der Religionen (vgl. Schambeck, 2013, S, 21). Die Folge der weltweiten Verteilung der verschiedenen Religionen ist eine Konfrontation der unterschiedlichen Glaubensrichtungen und -auslegungen, die nicht immer friedlich ausgehen, wie die aktuellen Schlagzeilen auf Zeitungen und in den Nachrichten immer wieder zeigen. Die Menschen sind überfordert mit dem Zusammenleben der Religionen und Probleme treten auf, wo Menschen versuchen das Zusammenleben durch den Vergleich von Macht und Glaube zu regeln.

„Muslime machen Jagd auf Kopten, Christen verfolgen "Bärtige": Der Machtkampf in Ägypten hat den ohnehin brandgefährlichen Konflikt der Religionen noch weiter verschärft. Oft reichen schon ein Wort oder ein Gerücht, damit es zu Gewalt kommt“ (Salloum, 2013).

Zeilen wie diese, fordern einen größeren Einblick in die anderen Religionen, deren Geschichte, Lehre und Ethik. Neben diesen Glaubensgrundlagen der einzelnen Religionen muss auch der Umgang mit den Religionen im Alltag erlernt werden. Um alltägliche Konflikte zu verhindern, ist es notwendig auch die Glaubensauffassungen der Religionen in Bezug auf den Alltag kennenzulernen und somit die Lebensweisen in verschiedenen Glaubensgemeinschaften zu erfahren. Da die Konfrontationen zwischen den unterschiedlichen Religionen nicht erst bei den Erwachsenen zustande kommen, sondern bereits in Kindergarten oder in der Grundschule, muss schon in der Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen auf eine Aufklärung von Vorurteilen und Fehlbildern gegenüber den fremden Religionen geachtet werden. Daher muss im Religionsunterricht neben der eigenen Religion ein Platz für die Weltreligonen geschaffen werden. Neben den Themen wie Geschichte, Lehre und Ethik ist es auch wichtig die Lebensweisen und Alltagsgebräuche der anderen Religionen kennen zu lernen. Der Religionsuntericht bietet damit die Möglichkeit „Juden, Muslime, Hindus und Buddhisten aus dem Kontext ihrer eigenen religiösen Zeugnisse und Glaubensgrundlagen sehen zu lernen und aus ihrer eigenen Perspektive zu verstehen“ (Leimgruber, 2005, S. 131).

In der folgenden Ausarbeitung sollen die Religionen mit ihrer Geschichte, Lehre und Ethik kurz dargestellt werden und mögliche Themen für eine Einheit des Religionsunterrichts vorgestellt werden. Das Hamburger Modell ‚Religionsunterricht für alle‘ (RUA) rückt dabei in den Mittelpunkt, denn in diesem Bundesland wird ein religionsübergreifender Unterricht bereits praktiziert.

Die didaktischen und methodischen Ansätze stehen eher im Hintergrund und werden in dieser Arbeit nur durch einzelne Vorschläge aufgegriffen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Auseinandersetzung mit der Stellung von Sport und Freizeit in den fünf Weltreligionen. Dieses Thema soll aufgrund des Alltagsbezugs für Jugendliche einen besonderen, lebensnahen Zugang zu den Themen Weltreligion, Toleranz und Akzeptanz bieten.

2. Zur Theorie der fünf Weltreligionen

Der Begriff ‚Weltreligion‘ besteht aus den Wörtern ‚Welt‘ und ‚Religion‘. Die Welt kann sowohl als Universum wie auch als Blauer Planet verstanden werden. Die Erde, auf der die Pflanzen, Tiere und Menschen leben ist die einfachste Definition bei diesem Begriff, da das Verständnis so am leichtesten für den Zusammenhang mit dem Wort ‚Religion‘ ist. ‚Religion‘ ist ein Begriff, der einen Oberbegriff für Glaubensgemeinschaft ist und sich dadurch definiert, dass mehrere Menschen im Konsenz an ein und dasselbe glauben. Weltreligion bezieht sich somit auf den Planeten Erde und auf Vorstellungen, die mehrere Glaubensrichtungen miteinander teilen. Weltreligion wird immer plural verstanden, auch wenn dies ein singulares Wort ist.

Nach Hutter (2014) gibt es für die Weltreligionen bestimmte Kriterien. Der universelle Geltungsanspruch beinhaltet eine Ambition, die ab ovo intendiert, dass die religiöse Botschaft über alle Grenzen hinweg weitergetragen wird. Diese Bedingung trifft lediglich bei drei von den fünf thematisierten Religionen (Islam, Buddhimus und Christentum) zu. Eine zweite Bedingung ist die geographische Verbreitung bzw. die Zahl der Anhänger. Je nach Region sind bestimmte Glaubensgemeinschaften weiter verbreitet als andere und besitzen ihr festes Einzugsgebiet. Weltweit, neben den bereits genannten Religionen, ist das Judentum sowie der Hinduismus zu nennen. Auf den Daoismus, der nach Einheit und Harmonie strebt, trifft dieser Aspekt außerdem zu, da praktizierende Buddhisten und Konfuzianer zu dieser Glaubensrichtung zählen. Ein hohes Alter ist ein weiteres Argument, was aber lediglich verwendet wird, um den jüngeren Religionsrichtungen Einhalt zu gebieten. Auf die fünf Religionen, die im Folgenden thematisiert werden, trifft ein hohes Alter zu. Für Hutter ist das Alter nicht entscheidend. Er bezieht sich hierbei auf den Religionswissenschaftler Friedrich Max Müller, der die Schrift als wesentliches Merkmal einer Weltreligion sieht. Müller geht hierbei vom christlichen Standpunkt aus, da die Bibel das zentrale Merkmal des Christentums ist und damit auch den Grundstein für das christliche Leben legt (vgl. Hutter, 2014, S. 2 – 9).

Gustav Mensching (1972) schreibt in seinem Buch „Die Weltreligionen“ über fünf Glaubensrichtungen, die für ihn eine Weltreligion darstellen. Er begründet dies, indem er als wesentliches Argument für eine Weltreligion das Individuum sieht. In keiner anderen Religion gäbe es diese intensive Auseinandersetzung und Sonderstellung des Individuums.

Die monotheistischen (Judentum, Christentum und Islam) sowie die polytheistischen (Buddhismus und Hinduismus) Weltreligionen sollen im Folgenden nun kurz dargestellt werden. Jede dieser fünf ist so vielseitig, dass es zu umfangreich wäre, diese detailiert vorzustellen. Aus diesem Grund wird kurz auf den Namen, den Ursprung, die Verbreitung, die Schrift, die Lehre und das Leben eingegangen.

2.1 Judentum

Das Judentum ist „die älteste der drei monotheistischen Religionen [und weist eine] umfangreiche Zahl an religiösen Strömungen und theologischen Positionen [auf]“ (Homolka, 2010, S. 15). Das Judentum umfasst ca. 15 Millionen Gläubige (vgl. Kirche & Theologie im Web, 2005).

Der Name Judentum wird erstmals schriftlich in der Bibel in 2 Makk 2,21 erwähnt, wo es um eine himmlische Erscheinung geht, die den jüdisch Gläubigen half sich gegen die Religionspolitik und Oberherrschaft der Seleukiden (Griechen) zu verteidigen. Das Judentum hängt eng mit dem Begriff ‚Juda‘ zusammen und steht für die geographische Bezeichnung. Alle, die hier leben, werden als Juden bezeichnet. Eine genauere Bezeichnung wäre Israel, was auf Gen 32,29 zurückzuführen ist, wo Jakob von Gott den Ehrennamen „Israel“ erhält. Das Judentum stützt sich bei der Namensgebung auf die eigene heilige Schrift (vgl. Homolka, 2010, S. 15 f.).

Eng mit dem Namen ist der Ursprung verbunden. In Gen 17,4 – 8 kommt es zum Bund zwischen Abraham und Gott. Dieser verheißt Abraham eine goldene Zukunft für sich und seine Nachkommen. Der Monotheismus findet im Judentum seinen Urspung. Dies liegt daran, dass die nomadischen Stämme, dies sind, historisch nachgewiesen, die Israeliten, unter dem Einfluss der Babylonier standen. Während dieser Exilszeit merkten die Israeliten, dass sie nur in ihr geliebtes Land zurückkehren konnten, wenn sich bestimmte Sachen änderten. Gott gab es nicht nur in ihrem Land, sondern sie spürten seinen Einfluss auch in Babylonien. Dies veranlasste sie daran zu glauben, dass ihr Gott überall sei und somit konnte es für sie keine anderen Götter mehr geben (vgl. Homolka, 2010, S. 16 – 18).

Die Basis dieser Religion ist die Hebräische Bibel, die im jüdischen Glauben als Tenach betitelt wird. Jene „Abkürzung, die aus den Anfangsbuchstaben T-N-K ihrer Hauptteile Tora (Weisung), Nevi’im (Proheten) und Ketuvim (Schriften) gebildet wird[,] spiegel[t] in ihrer Reihenfolge […] die Unterschiede in ihrer Entstehung wider“ (Homolka, 2010, S. 22). Die Tora entstand zwischen dem 6. und 5. Jahrhundert v. u. Z., die Nevi’im im 3. Jahrhundert v. u. Z. und der Ketuvim um 70 u. Z.. Die Tora, die fünf Bücher Mose, ist das Zentrum des jüdischen Glaubens und handelt von der Entstehung der Welt bis zum Tode des Mose (vgl. Homolka, 2010, S. 22 – 24).

Das Judentum besitzt verschiedene Richtungen, deswegen wird jetzt die Basis einer gemeinsamen Grundvorstellung geschildert:

- Es gibt einen einzigen allmächtigen Gott, der das Universum erschaffen hat und gerecht und barmherzig handelt.
- Gott hat die Menschen mit freiem Willen erschaffen und diese sind dessen Abbild und seelenverwandt mit ihm.
- Im Gebet hat jeder Mensch die Chance mit Gott direkt ins Gespräch zu kommen.
- Am Ende wird das Gute über das Böse triumphieren (messianisches Zeitalter).
- Gott hat einen Bund mit Israel geschlossen und somit eine hohe Verantwortung an Israel übertragen. Das Handeln ist wichtiger als der Glaube und richtet sich nach den ethischen Grundsätzen.

Das Leben als gläubiger Jude sieht eine Existenz vor, die sich mit bestimmten Ritualen beschäftigt. Symbole, Feste und Zeremonien erinnern dabei an die wechselhafte israelitische Geschichte. Ein Morgen-, Mittags- und Abendgebet gehört fest zum Alltag dazu wie z: B. das Rezitieren von Segenssprüchen bei verschiedenen Situationen. Der wichtigste Tag der Woche ist der Schabbat, der gleichgestellt ist mit der Erschaffung der Welt durch Gott, wo dieser am siebten Tag der Woche ruht (vgl. Homolka, 2010, S. 24 – 26).

2.2 Christentum

Das Christentum ist aus dem Judentum entstanden und der zentrale Unterschied zu dieser Religion ist, dass die Christen Jesus von Nazareth als den Messias ansehen, der gekommen ist, um die Welt zu erlösen. Dies ist im Judentum noch nicht geschehen (vgl. Schuster, 2010, S. 44). Das Christentum umfasst ca. 2,1 Milliarden Gläubige und bildet damit die größte Glaubensgemeinschaft der Welt (vgl. Kirche & Theologie im Web, 2005).

Der Name hängt unmittelbar mit der Person Jesus Christus zusammen, der historisch als Jesus von Nazareth bekannt ist. Jesus bedeutet in der Sprache der Hebräer ‚Gott ist Heil‘ und das griechische Wort ‚Christos‘ ist hebräisch übersetzt ‚Messias‘ und bedeutet ‚der Gesalbte‘. In Antiochien wurde den Anhängern Jesu diese Bezeichnung zuteil und unterschied sie damit von den Juden und Griechen (vgl. Schuster, 2010, S. 44 f.).

Den historischen Jesus gibt es nicht, so das Urteil der Forschung. Es gibt ihn nur im Bereich des Glaubens und im Bekenntnis der ersten Gemeinden und somit im Bereich der Kirche. Die vier Evangelisten, die die heilige Schrift der Christen verfasst haben, schrieben das Leben Jesu nieder. Sein Leben endet mit dem Tod am Kreuz. Die Entstehung des Christentums findet seinen Ursprung in den Tagen danach. Seine Anhänger, die Jünger, „verkünden, Jesus sei nicht im Tod geblieben, Gott habe ihn vom Tode zu neuem Leben auferweckt. Sie berufen sich dabei auf Erscheinungen [von ihm selbst.] Der Auferstandene wird zum Fundament des christlichen Glaubens und zugleich einer neuen Gemeinschaft, der Kirche“ (Schuster, 2010, S. 48).

Die heilige Schrift für die Christen ist die Bibel, die in zwei Teile unterteilt ist, das Alte Testament und das Neue Testament. Das Alte Testament ist mit der Hebräischen Bibel identisch. Das Neue Testament umfasst die Geschichte Jesu und das, was nach seinem Tod geschehen ist. Den Kanon, so werden die Schriften der Bibel genannt, hat die Kirche in einem langandauernden Prozess festgelegt und schuf somit ein eigenes Buch. Das Alte Testament ist die Voraussetzung für das Neuen Testament, da viele Passagen nur so gedeutet werden können und das Neue Testament auf diesem Wissen aufbaut (vgl. Schuster, 2010, S. 48 – 50).

Die Christen glauben, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Er „ist wahrer Gott vom wahren Gott, er ist zugleich wahrer Gott und wahrer Mensch. [Es gibt den] dreifaltigen Gott – Vater, Sohn und Heiliger Geist – [in einem Gott.] Gott […] ist in sich Gemeinschaft[,] Jesus ist die fleischgewordene Selbstmitteilung Gottes an die Menschen [und der Heilige Geist ist das Sprachohr und die Offenbarung. Christen glauben] nicht an drei Götter, sondern an den einen Gott“ (Schuster, 2010, S. 51 f.).

Die christliche Kirche hat sich im Laufe der Zeit immer wieder geteilt, zuerst gab es eine Teilung zwischen Ost- und West-Kirche, wo sich die Orthodoxe Kirche absplittete. Die nächste große Teilung fand zur Zeit der Reformation durch Martin Luther statt. Seit diesem Zeitpunkt gibt es sowohl die protestantischen Christen als auch die römich-katholischen Christen. Diese Bezeichnung (römisch-katholisch) ist die ursprünglichste Form der Christen, da römisch für den Amtssitz in Rom steht und katholisch für allumfassend (vgl. Schuster, 2010, S. 52 f.; Moxter, 2010, S. 79 f.).

Das christliche Leben gestaltet sich somit sehr unterschiedlich. Das Gebet steht im Vordergrund, sowie das Gebot der Nächstenliebe, welches besagt, dass man seinem Nächsten helfen soll, so weit dies möglich ist. Die Taufe ist das zentrale Zeichen bei allen Christen und macht den Christen erst zum Christen. Der Kreuzzeichen ist ein weiteres Kennzeichen dieser Glaubensrichtung, sowie das gemeinsame Gebet, das Vaterunser (vgl. Schuster, 2010, S. 53 f.).

2.3 Islam

Der Name ‚Islam‘ bedeutet Versöhnung und Hingabe und ist mit dem Wort salam verwandt, was Frieden und Ganzheit meint. Jemand, der sich Gott hingibt ist ein Muslim. Der Islam umfasst weltweit ca. 1,5 Milliarden gläubige Anhänger und stellt damit die zweitgrößte Glaubensgemeinschaft der Welt dar (vgl. Krausen, 2003, S. 8 f.).

Der Ursprung des Islam ist auf den Propheten Muhammad begründet. Er ist ein Kind, dessen Eltern früh starben und der vom Stamm der Quraishi großgezogen worden ist. Er wuchs in Mekka auf, was eine führende Stellung als Handelsort hatte. In Mekka gab und gibt es die Ka’aba, ein rechteckiges Gebäude, was den höchsten Gott mehrerer Götter beherbergte. Muhammad sorgte im Verlauf der Geschichte dafür, dass Mekka nur noch an den einen Gott glaubte. Er wurde zum Propheten und verkündete seine Botschaften (vgl. Conermann, 2010, S. 101 f.).

Die Basis des Islam bildet der Koran und Muhammad. Die Schrift ist das, worauf sich alles bezieht und an die sich jeder Gläubige zu halten hat. Muhammad ist der letzte der Propheten und mit ihm schließt sich nach islamischen Glauben der Kreis dieser. Der Koran darf nur in der arabischen Sprache gebetet und rezitiert werden, da die Worte Gottes sonst verfälscht werden würden. Alle Übersetzungen seien aus diesem Grund lediglich Kommentare, Erläuterungen oder Verständnishilfen. Der Koran wird einem Wunder gleichgesetzt und die Sprache von ihm besitzt einen übernatürlichen Charakter (vgl. Conermann, 2010, S. 103 f.).

Zwei Kernthesen beschreiben das Verhältnis zwischen Gott und Mensch:

- Es gibt nur einen Gott, der das Universum geschaffen hat. Der Mensch genießt in seiner Schöpfung eine Sonderrolle, da sein Verstand und seine Seele direkt von Gottes Geist sind. Er ist der Stellvertreter Gottes auf Erden.
- Jeder Mensch besitzt zwei Engel, die ihn ein Leben lang begleiten und alles notieren, was dieser macht. Gott ist ein strenger, gerechter Richter, der am Tag des Jüngsten Gerichts die Taten des Menschen beurteilt und ihm so den Weg ins Paradies ermöglicht oder er den Weg in die Hölle zu gehen hat.

Gott lässt dem Menschen den freien Willen zur Entscheidung. Der Rahmen für die Entscheidung ist allerdings von Gott vorgegeben. Der Mensch hat vor jeder Entscheidung die Wahl und kann sich für das Gute oder das Schlechte entscheiden. Der Muslim ist aber nicht böse an sich, er trifft wenn dann nur falsche Entscheidungen. Er hat aber die Möglichkeit durch Buße und Reue auf Gott zu hoffen, dass dieser ihm vergibt. Die Seele des Muslimen gehört zum Körper dazu und wenn der Mensch stirbt, so stirbt der Geist und der Körper. Vor jedem Gebet kommt es zum rituellen Waschen und das Leben mit Eigentum ist ein natürliches Gut, was der Koran als selbstverständlich voraussetzt (vgl. Conermann, 2010, S. 104 – 106).

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Details

Seiten
31
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656845263
ISBN (Buch)
9783656845270
Dateigröße
450 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v284474
Institution / Hochschule
Universität Kassel
Note
2,3
Schlagworte
gesellschaft weltreligionen toleranz akzeptanz

Autor

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Titel: Die multikulturelle Gesellschaft. Die Weltreligionen als Tor für Toleranz und Akzeptanz