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Augmented Reality bis Mobile Commerce. Anwendungsbereiche neuer Technologien am POS

Hausarbeit (Hauptseminar) 2014 21 Seiten

BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung, Social Media

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Eingrenzung der neuen Technologien
1.3 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2. Neue Technologien am POS
2.1 Augmented Reality - Begrifferklärung und Definition
2.1.1 Funktionsweise und Einsatz von Augmented Reality
2.2 RFID-Technologie - Definition und Bestandteile
2.2.1 Aktive und Passive RFID-Systeme
2.2.2 RFID-Systeme am POS
2.3 Mobile Commerce - Begriffserklärung und Definition
2.3.1 NFC- Near Field Communication
2.3.2 Beacon-Technologie

3. Grenzen der Technologien

4. Zusammenfassung und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildungen

1. Um Augmented Reality erweiterte Verpackungen

2. RFID in der gesamten Wertschöpfungskette

1. Einleitung

Die technologischen Entwicklungen der Elektronikbranche haben das Leben der Menschen in den letzten Jahren erheblich verändert. Smartphones und Tablets sind nicht länger teure Prestigeprodukte und werden auch nicht mehr als solche betrachtet. Heutzutage sind sie fester Bestandteil im Alltag.Statistiken über das Nutzungsverhalten von Tablets in Deutschland sagen aus, dass die Anzahl der Tablet-Nutzer bis 2015 auf 30 Millionen anwachsen wird.[1] Demnach ist eine digital dargestellte Zeitung auf einem Tablet keine Besonderheit mehr, sondern Alltag.

Ebenso ist das mobile Internet nicht mehr wegzudenken. Der Absatz von Smartphones in Deutschland hat sich innerhalb der letzten drei Jahre verdreifacht.[2] Prognostiziert wurden hier bereits für das Jahr 2014 die 30 Millionen Nutzer.[3] Die Handelsbranche befindet sich bereits im Umbruch und auch die Unternehmen haben die Veränderung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen erkannt.

Der steigende internationale Wettbewerbsdruck und Trends, wie die Entwicklung eines digitalen Lebensstils der Gesellschaft, treiben den Wandel der Branche voran.[4]

1.1 Hinführung zum Thema

Mit Hilfe von verschiedenen modernen Technologien werden am Verkaufsort Erlebniseinkäufe erzeugt und Kunden begeistert. Auch im Bereich Logistik und Lagermanagement werden neue Technologien zur Optimierung erfolgreich eingesetzt.

Die Nutzung neuer digitaler Innovationen bietet für den Einzelhandel ungeahnte Möglichkeiten. Der so genannte „Future-Store“ der Metro-Group AG ist in der Einführung neuer Technologien am Point of Sale der Vorreiter. Er zählt als Innovationstreiber im Handel.[5] Ziel von Warenhäusern dieser Art ist es, sich durch Innovationen von den Mitbewerbern abzugrenzen. Dies gelingt der Metro AG mittels Investitionen in verschiedene Bereiche. Zum einen werden in den „Future-Stores" Technologien vorgestellt, welche dem Kunden das Einkaufen einfacher und angenehmer gestalten. Zusätzlich sind intelligente Kassensysteme installiert, die den Zahlungsprozess im Vergleich zu einer herkömmlichen Kasse erheblich verkürzen. Auch die Prozesskette zwischen Industrie und Handel lässt sich dank moderner Technologien effizienter gestalten.[6]

1.2 Eingrenzung der neuen Technologien

Die genannten neuen Technologien beziehen sich ausschließlich auf technologische Innovationen, die in der Handelsbranche Anwendung finden. Beschrieben werden Systeme, welche sich am digitalen Lebensstil der Kunden orientieren und für die Anwendung am Point of Sale geeignet sind. Klassisch bekannte Übertragungstechnologien wie Bluetooth, Infrarot oder WIFI sind hierbei fester Bestandteil, werden allerdings nicht näher beschrieben.

Der in dieser Arbeit häufiger verwendete Begriff Point of Sale (POS) bezeichnet den Verkaufsort, welcher aus Sicht des Konsumenten den Ort darstellt, an dem er einkauft.[7]

1.3 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Thematik der Anwendungsbereiche neuer Technologien im stationären Einzelhandel. In dieser Arbeit liegt der Fokus auf den Technologien selbst und in welchen Bereichen sie zum Einsatz kommen. Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über die neu eingesetzten Technologien im Handel zu geben. Ebenso sollen die Vorzüge der Technologien sowie die Annehmlichkeiten dieser, aus Sicht der Händler und der der Kunden, klar hervorgehen.

Im ersten Teil der Arbeit werden mehrere Technologien beschrieben, welche bereits in der Praxis erfolgreich angewendet werden. In den jeweiligen Untergliederungspunkten werden die Funktionsweise und die entsprechende

Anwendungsbereiche näher betrachtet. Fortfolgend werden im zweiten Teil der Arbeit verschiedene Grenzen dieser Innovationen aufgezeigt. Abschließend werden in einer kurzen Zusammenfassung die jeweiligen Anwendungsgebiete hervorgehoben.

2. Neue Technologien am POS

Augmented Reality, RFID und Mobile Commerce stellen momentan die innovativsten Technologien am POS dar. Während der Ansatz von Augmented Reality hauptsächlich auf die Generierung von Aufmerksamkeit abzielt, ist die RFID-Technologie seit geraumer Zeit im Handel zur Optimierung verschiedener Prozesse verantwortlich. Hingegen dazu sollen die zu Mobile Commerce gehörenden Innovationen, wie die NFC- und die Beacon- Technologie den Handel revolutionieren. Die Funktionen und Anwendungsbereiche der genannten Technologien werden nachfolgend beschrieben und aus Sicht der Kunden bzw. Einzelhändler beleuchtet.

2.1 Augmented Reality - Begriffserklärung und Definition

Der englische Fachbegriff Augmented Reality (AR) bedeutet übersetzt erweiterte bzw. vermehrte[8] Realität.[9] In der Fachliteratur findet man stark voneinander abweichende Begriffserklärungen. Die Unterschiede beruhen auf der unterschiedlichen Auffassung der Autoren, inwieweit die Definition konkretisiert werden muss. Sehr eng wurde der Begriff von Azuma definiert. Nach seiner Sicht handelt es sich bei AR um eine in Echtzeit stattfindende Darstellung der realen Umwelt, welche um virtuelle dreidimensionale Objekte erweitert wird.[10] Zusätzlich wird dem Nutzer seine Wahrnehmung der realen Welt bereichert, sowie dessen Interaktion mit seiner Umgebung.[11]

Definitionen im weiteren Sinne sind vergleichsweise die von Alem und Huang. Beide Autoren beschreiben AR als eine direkte oder indirekte Sicht auf die reale Umwelt, welche mit digitalen Informationen überlagert wird.[12] Mit der direkten Sicht auf die reale Umwelt ist hier gemeint, dass dem Nutzer seine Umwelt digital abgebildet wird, indem er z.B. mit einer Webcam gefilmt wird. Die indirekte Sicht bedeutet, dass dem Nutzer eine reale Umgebung präsentiert wird die ihn allerdings nicht umgibt. Damit sind z.B. Live-Sportübertragungen im Fernseher gemeint.

Für die nachfolgenden Abschnitte wird folgende Definition zu Grunde gelegt: Augmented Reality ist charakterisiert durch eine in Echtzeit stattfindende Visualisierung einer realen Umwelt.[13] Interaktionsmöglichkeiten in Echtzeit und die dreidimensionale Wahrnehmung der Inhalte sind weitere Eigenschaften der Kerncharakteristika.[14]

2.1.1 Funktionsweise und Einsatz von Augmented Reality

Sensorinput, Software, Positionserkennung und Darstellungshardware sind die notwendigen Komponenten für die Darstellung der erweiterten Realität.[15] Das Abbild der Realität muss zunächst mit Sensoren digital erfasst werden. Dies geschieht z.B. mit Hilfe einer Webcam oder einem Smartdevice.[16] Die anschließende Verarbeitung und virtuelle Erweiterung des Sensorinputs erfolgt über spezielle, für Augmented Reality entwickelte, Software.[17] Wesentlich für die oben erwähnte Software ist das sogenannte Tracking.[18] Hiermit werden die genaue Position des zu erweiternden Objektes und der Standort des Anwenders ermittelt.[19] Letztlich wird die Realität mit der virtuellen Erweiterung, über die Darstellungshardware, dem Benutzer angezeigt.[20] Als Darstellungshardware kommen neben Bildschirme und Beamer auch Smartphones, Tablets und LED­Wände zum Einsatz.

Die Einsatzmöglichkeiten von AR im Handel sind vielfältig und bieten für den Kunden ein echtes Einkaufserlebnis. Der derzeit bekannteste Einsatz von AR ist im Bereich der Produktverpackung. Ein Beispiel hierfür ist das Unternehmen LEGO.

Der Spielwarenhersteller hat bereits zahlreiche seiner Verkaufsstandorte mit speziellen Terminals ausgestattet, die es ermöglichen in Verbindung mit der

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1 : Um Augmented Reality erweiterte Verpackungen von Lego

Quelle: o.V. (o.J.); copyright metaio GmbH - www.metaio.com

Verpackung ein dreidimensionales Bild des zusammengebauten Artikels darzustellen (siehe Abbildung 1). Die für das Unternehmen LEGO entwickelte sogenannte „Digital Box" nutzt eine moderne Trackingtechnologie um die verschiedenen LEGO Schachteln zu erkennen und mit 3D Animationen zu überlagern. [21] Diese Art der Augmented Reality Anwendung bietet dem Konsumenten die Möglichkeit, ein verpacktes, in Einzelteilteile zerlegtes Produkt real erlebbar zu machen. Das Modell lässt sich am Terminal drehen und wenden, sodass sich der Kunde einen umfassenden Eindruck von dem Produkt verschaffen kann. [22]

[...]


[1] vgl. o.V. (2013): http://de.statista.com

[2] vgl. ebenda.

[3] vgl. ebd.

[4] vgl. o.V. (2013): http://www.future-store.org

[5] vgl. ebd.

[6] vgl. o.V. (2011): http://www.metrogroup.de

[7] vgl. Diller, H. (2001), S.1273.

[8] vgl. Messinger, H. (2001), S.80.

[9] vgl. ebd., S.927.

[10] vgl. Azuma, R. (1997): http://www.ronaldazuma.com, S.1.

[11] vgl. ebd., S.2.

[12] vgl. Alem, L., Huang, W. (2011), S.V.

[13] vgl. Azuma, R. (1997): http://www.ronaldazuma.com, S.1.

[14] vgl. Brendel, N. (2011): http://www.marketing-boerse.de

[15] vgl. o.V. (2011): http://www.re-flekt.com/de

[16] vgl. ebd.

[17] vgl. ebd.

[18] vgl. ebd.

[19] vgl. ebd.

[20] vgl. ebd.

[21] vgl. o.V. (o.J.): http://www.metaio.de/

[22] vgl. Von Rauchhaupt, J. (2010): http://www.adzine.de

Details

Seiten
21
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656846130
ISBN (Buch)
9783656846147
Dateigröße
848 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v284324
Institution / Hochschule
Hochschule Heilbronn Technik Wirtschaft Informatik
Note
2,0
Schlagworte
augmented reality mobile commerce anwendungsbereiche technologien

Autor

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