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Das Konzept des Arbeitskraftunternehmers und die Vor- und Nachteile für die erwerbstätige Mutter

Hausarbeit 2014 21 Seiten

Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation

Leseprobe

Inhalt

1 EINLEITUNG

2 DIE ARBEITSKRAFTUNTERNEHMERTHESE
2.1 DIE DREI MERKMALE DES ARBEITSKRAFTUNTERNEHMERS
2.1.1 Selbst ö konomisierung
2.1.2 Selbstrationalisierung
2.1.3 Selbstkontrolle

3 FRAUEN UND BERUF
3.1 ERWERBSBETEILIGUNG BEI MÜTTERN
3.2 VEREINBARKEIT VON FAMILIE UND BERUF
3.3 SCHWIERIGKEITEN DER VEREINBARKEIT

4 ERWERBSTÄTIGE MÜTTER ALS ARBEITSKRAFTUNTERNEHMERINNEN
4.1 ÜBEREINSTIMMUNGEN IM SINNE DES MODELLS AKU
4.2 SCHWIERIGKEITEN DER VEREINBARKEIT VON FAMILIE UND AKU

5 SCHLUSSBETRACHTUNG UND FAZIT

6 LITERATURVERZEICHNIS

1 Einleitung

Seit Ende der 1990er Jahre rückte der Begriff der „Entgrenzung“ stärker in den Fokus arbeits- und industriesoziologischer Diskussionen.

Diese Erosion von Grenzen aller Dimensionen einer Betriebsorganisation um- fasst sowohl die Pluralisierung von Beschäftigungsformen, als auch die Flexi- bilisierung von Arbeitszeit bis hin zu einer rückläufigen Bindung an betriebli- che Rahmenbedingungen. Das Phänomen der „Entgrenzung“ von Anforderun- gen an Arbeitnehmer fassten die Autoren Pongratz und Voß in ihren Untersu- chungen zum Modell des Arbeitskraftunternehmers (im Weiteren AKU ge- nannt) zusammen. Dieser Idealtypus soll, den Autoren folgend, zum Leitbild bei der Gestaltung von Arbeitsbedingungen werden können. Die theoretischen Deutungen und empirischen Forschungen zur Entwicklung von Arbeit sowie die Diskussion um den Arbeitskraftunternehmer sind männlich dominiert.

Vor dem Hintergrund, dass aber auch Frauen auf dem Arbeitsmarkt eine repräsentative Rolle einnehmen, soll in der vorliegenden Arbeit der Fokus auf dem Arbeitskraftunternehmer als weibliche Arbeitnehmerin liegen. In den Sozialwissenschaften wird die Frauenerwerbstätigkeit und deren Hemmnisse seit den 70er Jahren untersucht.

Pongratz und Voß erörterten in ihren Untersuchungen, dass der Arbeitskraftun- ternehmer weiblich sein kann, dabei wurde der Blickwinkel der erwerbstätigen Frau als Mutter jedoch eher vernachlässigt. Daher widmet sich die vorliegende Arbeit dem Modell des AKU im Kontext mit der Frauenerwerbstätigkeit insbe- sondere im Zusammenhang mit der Mutterrolle als einer weiteren Dimension. Die zentrale Frage ist, ob das Modell des AKUs für eine erwerbstätige Mutter erfüllbar ist und ob es eher positive oder negative Auswirkungen hat, also eher Fluch oder Segen für sie bedeutet.

Dazu wird zunächst die These des Arbeitskraftunternehmers dargestellt und auf die von den Autoren Pongratz und Voß entwickelten Ausprägungsebenen eingegangen. Als nächstes wird der derzeitige Ist-Zustand von Frauenerwerbstätigkeit umschrieben. Darauf aufbauend soll der Fokus auf der Erwerbsbeteiligung bei Müttern liegen. Es wird anhand sekundärstatistischer Analysen und unter Rückgriff auf Sekundärliteratur und Studien erörtert, dass die Erwerbsorientierung der Frauen von bestimmten Ressourcen abhängt, um dann darauf aufbauend im folgenden Unterkapitel auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einzugehen. Hier werden die strukturellen Bedingungen thematisiert, die eine Vereinbarkeit ermöglichen. In Kapitel 3.3 werden dem logischen Aufbau folgend die Schwierigkeiten einer Vereinbarkeit erläutert. Hierzu wird die gesellschaftliche Betreuungsinfrastrukur ebenso in den Blick genommen, wie der Faktor Zeit an sich. Anschließend wird ein kurzer Exkurs in die Rollentheorie unternommen. Schließlich wird in Kapitel 4 überprüft, inwieweit es Übereinstimmungen zwischen der erwerbstätigen Mutter und dem Modell des AKUs gibt, um dem folgend die Schwierigkeiten der Vereinbarkeit von Sorge- und Hausarbeit und Arbeitskraftunternehmerin darzustellen. Abschließen soll die Arbeit mit einer kurzen Bilanz der Analysearbeit und einem Ausblick auf mögliche Perspektiven der Erwerbsarbeit von Müttern.

2 Die Arbeitskraftunternehmerthese

Die auf der Mikroebene angesiedelte These des Arbeitskraftunternehmers von Voß und Pongratz blickt auf Wandlungsprozesse, die sich seit „Mitte der 80er Jahre“ vollziehen (vgl. Voß 2001: 2 ff.). Dabei wird der Fokus auf die Wand- lung der Strukturen und Tendenzen in Bezug auf den Umgang mit der Ware Arbeitskraft gelegt. Historisch betrachtet waren die Grundformen von Arbeits- kraft durch verschiedene Nutzungslogiken geprägt. Dem proletarisierten Lohn- arbeiter der Frühindustrialisierung, dessen Arbeitskraft der „Rohstoff“ war, folgte der verberuflichte Arbeitnehmer des Fordismus mit standardisierten Fachqualifikationen und Arbeitsplatzbeschreibungen, die detailliert auszufüh- rende Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten festlegen (vgl. Sichler 2006: 59- 72).

In dem wissensintensiven modernen Informationszeitalter haben die Informati- ons- und Kommunikationstechniken für die Gesellschaft einen überaus wichti- gen Stellenwert erlangt, und die Mehrzahl der Arbeitnehmer ist beschäftigt mit Herstellung und Verarbeitung von Informationen. Hierzu führt Martin Heiden- reich aus:

Es entwickeln sich diversifiziertere, pluralere Arbeits- und Beschäfti- gungsformen, neue, stärker verbetrieblichte und stärker schulisch bzw. akademisch geprägte Formen von Beruflichkeit und tarifvertragliche Re- gulierungsformen, die stärker auf die jeweiligen Unternehmen, Betriebe, Berufe, Personen und Anforderungen zugeschnitten sind (Heidenreich 2002: 10).

Als Idealtyp von Erwerbsarbeit im Postfordismus entwickelten Voß und Pongratz das Modell des Arbeitskraftunternehmers (vgl. Matys 2006: 68-72), der, so prognostizieren die Autoren „ den Typus des verberuflichten Arbeitnehmers als Leittypus der gesellschaftlichen Formung von Arbeitskraft abl ö sen wird “ (Pongratz/Voß 2003: 10).

Der Arbeitskraftunternehmer steht, trotz vieler ähnlicher Eigenschaften, in Abgrenzung zum selbstständigen Unternehmer (auch freie Berufe). Des Weiteren stellen die Autoren fest, dass „ [...]dieser Typus inzwischen in jenen Erwerbsfeldern in deutlichen Auspr ä gungen anzutreffen ist, die in besonderer Weise eigenverantwortliches Arbeiten erm ö glichen und erfordern[...]

(Pongratz/Voß 2003: 9). Darüber hinaus legen Pongratz und Voß in einer Studie dar, dass die Beschäftigung meist in Projektarbeit erfolgt und es sich zudem um meist fachlich „ [...]hochqualifizierte und prestigetr ä chtige Arbeitst ä tigkeiten handelt[ … ] “ (ebd.: 29) und die von ihnen konstatierten Ergebnisse weniger markant sind in Bezug auf Arbeitnehmerinnen mit niedriger Qualifikation und Entlohnung (ebd.: 29).

2.1 Die drei Merkmale des Arbeitskraftunternehmers

Gemäß der Theorie über den AKU handelt es sich um einen selbstkontrollier- ten, selbstorganisierten Arbeitnehmer, der kontinuierlich seine Arbeitsleistung, sowohl innerhalb des Betriebes als auch auf dem Arbeitsmarkt, vermarktet. Dazu formen die Autoren drei Ebenen der Ausprägung, welche nachfolgend umrissen werden.

2.1.1 Selbstökonomisierung

Der Taylorismus stellte lediglich zu Beginn eines Arbeitsverhältnisses oder bei einem Wechsel eine punktuelle Vermarktung der Arbeitskraft dar. Im Modell des AKUs muss die Arbeitskraft innerbetrieblich wie aus dem externen Markt stetig vermarktet und entwickelt werden (vgl. Pongratz/Voß 2001: 42-52). Selbstökonomisierung fokussiert die „Employability“ (Beschäftigungsfähig- keit), die nicht nur die fachliche Weiterbildung umfasst, sondern umschreibt, dass wichtiger als der erlernte Beruf die sozialen Schlüsselkompetenzen sind, die, kombiniert mit einer quasi unternehmerischen Einstellung zum Arbeitsmarkt, zur Dynamisierung und Flexibilisierung desselben führen (vgl. Blancke/Roth/Schmid 2000).

Erwerbsbezogenes Handeln wird nach Effizienz in seiner Gesamtheit beurteilt. „Soft Skills“ im Sinne sozialer Kompetenzen, deren Einsatz die persönlichen Handlungsziele mit den Werten und Einstellungen einer Gruppe verknüpfen, erbringen ein individuelles Qualifikationsprofil, dass zielgerichtet hergestellt und immer wieder vermarktet werden muss. Die Effizienzsteigerung am Ar- beitsplatz muss vom Angestellten selber durch bestimmte Handlungen gesteu- ert werden, seien es vermehrte Routinen, der Einsatz von Technik oder auch das Delegieren an Dritte.

2.1.2 Selbstrationalisierung

Die Selbstrationalisierung fokussiert den gesamten „Lebenszusammenhang“ (vgl. Voß 2001a: 297) in dem die Grenzen zwischen Arbeit und Privat- bzw. Freizeitleben verschoben werden, um so der Arbeitstätigkeit mehr Raum zu schaffen oder aber eine bessere Vereinbarkeit zu gewährleisten. Hierdurch kommt es zu einer Entgrenzung der Arbeit, „ - als Folge, aber eben auch als Voraussetzung - die 'Person als Ganzes' mit ihrer Subjektivit ä t und ihrem 'Le- ben' ins (betriebliche) Spiel und damit die - aus betrieblicher Sicht - 'terra in- cognita' des 'inner self' und der Reproduktionssph ä re “ (Kratzer 2003: 41).

In Bezug auf Zeit beinhaltet Selbstrationalisierung, dass die Beschäftigten die- se:

[…] möglichst gezielt und rational zum Einsatz bringen, sei es in Form der Intensivierung, der Flexibilisierung oder der Extensivierung. Und sie können ihre Zeit […] so einsetzen, dass wenn es gut geht, die Anforde- rungen aus der Arbeit und der Lebenswelt vereinbar sind […] (ebd.:199).

Die erweiterte Nutzung der zeitlichen Verfügbarkeit des Angestellten dehnt sich bis in die außerbetriebliche Lebenswelt aus („Arbeiten ohne Ende“ oder „Arbeiten nach Feierabend/am Wochenende zu Hause“) und erfordert nicht nur eine besondere Identifikation mit der Arbeit bzw. dem Betrieb, sondern impliziert zudem spezifische Belastungen (vgl. Heimann 2012).

2.1.3 Selbstkontrolle

Der Arbeitgeber hat nach Abschließen des Arbeitsvertrages hohe Kosten zur Lösung des Transformationsproblems zu tragen. Das Problem besteht darin si- cherzustellen, dass die durch den Vertrag erkaufte Arbeitskraft auch tatsächlich in Leistung transformiert wird. Hier greift der Arbeitgeber durch betriebliche Steuerung und Kontrolle (direkt, personell oder indirekt strukturell) ein. In den Betrieben gibt es einen zu beobachtenden Trend weg von der engen Kontrolle, welche nun vom Unternehmen auf den Arbeitnehmer externalisiert wird. Da- durch, dass die Kontrolle an den Arbeitnehmer delegiert wird, wird das Ziel vorgegeben, während der Weg dorthin dem Arbeitnehmer überlassen bleibt. Dazu muss der Arbeitnehmer seine Tätigkeiten selbstständig planen, steuern und überwachen, wodurch einerseits die Arbeitsmotivation durchaus gesteigert wird, andererseits die Kosten der Kontrolle für die Unternehmen sinken und sich somit eine gezielte Profitmaximierung einstellt.

3 Frauen und Beruf

Erst seit 1977 gibt es in der Bundesrepublik eine Gleichstellung innerhalb von Familien, die im §1356 II BGB ihre Grundlage findet. Die in Deutschland herrschenden Regelungen in Bezug auf Steuerrecht und Sozialpolitik fördern eine Zuweisung traditioneller Erwerbsmuster und Geschlechterrollen, welche sich in gesellschaftliche Normen eingliedern. Gemäß dem von Myrdal und Klein (vgl. Myrdal/Klein 1971) entwickelten Drei-Phasen- Modell folgt der Berufsausbildung die Berufstätigkeit, erst dann kommt es zur Familiengründung. In der nun anschließenden Familienphase beschränken sich die Mütter auf die Erziehung des/der Kindes/Kinder, um dann zu einem Zeitpunkt, an dem diese keine volle Betreuung mehr benötigen, in das Erwerbsleben zurückzukehren. Die Autoren merken hierzu jedoch auch an, dass für dieses Model eine Flexibilität sowohl auf Seiten der Unternehmen als auch der jeweiligen Familien Voraussetzung ist. Kritisch an diesem Modell ist zu sehen, dass es nicht gelten kann für Frauen, die zum Beispiel aus wirtschaftlichen Gründen durchgehend berufstätig sein mussten. Die normative Bedeutung des in den 1940er und 50er Jahren entwickelten Modells ging verloren, weil in der Nachfolgezeit durch die veränderte Wirtschaftslage Frauen notwendigerweise Zuverdienerrollen übernehmen mussten und auch im Zuge der Emanzipation sich grundsätzlich nicht mehr als „Nur-Hausfrauen“ sehen wollten. (vgl. Blossfeld 2011: 34; Elsinghorst 2007: 62). Von den Frauen in der Altersklasse zwischen 15 und 64 Jahren waren laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2011 68% erwerbstätig. Die Teilzeitquote betrug 45%. Als Hauptgrund für die Teilzeitbeschäftigung wurden in 55% der Fälle familiäre Pflichten angegeben (vgl. Statistisches Bundesamt 2012). Hierbei wird deutlich, dass die Frauenerwerbsquote im Gesamten zwar gestiegen ist, der Anteil der Teilzeitquote allerdings ebenso und sie somit im Lebenskonzept der erwerbstätigen Mütter eine prioritäre Rolle spielt. (vgl. Bäcker/Stolz-Willig 1994: 16; Hinz 2008: 76).

Auf die einzelnen Aspekte der atypischen Beschäftigungen, der beruflichen Entwicklungen von erwerbstätigen Müttern oder des Themas Einkommen, kann an dieser Stelle nicht eingegangen werden. Die vorliegende Arbeit hat demzufolge den Fokus auf die Kombination der Erwerbstätigkeit an sich und die These des Arbeitskraftunternehmers gelegt, ohne dabei darauf einzugehen, ob die Tätigkeit in Voll- oder in Teilzeit ausgeübt wird.

3.1 Erwerbsbeteiligung bei Müttern

In einer Untersuchung des Delta-Instituts und Sinus Sociovision für das Bun- desministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend konstatiert Wipper- mann:

Der Zeitpunkt des beruflichen Wiedereinstiegs der Frau hängt statistisch signifikant von Zahl und Alter ihrer Kinder ab. Mit der Geburt des ersten Kindes unterbrechen in Deutschland immer noch die meisten Frauen ihre (Vollzeit-)Erwerbstätigkeit, um sich um Kind und Haushalt zu kümmern, tun dies aber mit der festen Perspektive des beruflichen Wiedereinstiegs (Wippermann 2011: 7).

Ausschlaggebend für eine Erwerbsbeteiligung und auch deren zeitlichen Umfang sind demzufolge Anzahl und Alter der Kinder, dazu stellte Peuckert fest: „ mehr als zwei Drittel der Frauen mit Kleinkindern bleiben zu Hause - als Nichterwerbspersonen oder im Erziehungsurlaub/in Elternzeit “ (Peuckert 2008: 237).

Das statistische Bundesamt ermittelte hierzu, dass 28% der 15- bis 64-jährigen Frauen zu der Gruppe der Nichterwerbspersonen gehören, davon blieben 1,9 Millionen (entsprechen 26%) im Jahr 2011 familienbedingt dem Arbeitsmarkt ganz fern (vgl. Statistisches Bundesamt 2012). Hierbei hängt die Erwerbsorientierung maßgeblich von Ressourcen und Strukturen ab, die den Frauen ermöglichen, nach der Geburt wieder in den Berufsalltag einzusteigen. In einer Studie, welche im Rahmen eines von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Forschungsprojektes angefertigt wurde, kommen Ludwig et al. zu dem Fazit, dass:

erwerbstätige Mütter eine Vielzahl von Strategien verfolgen, um ihren Alltag zu organisieren. Erst durch die Inanspruchnahme von Betreuungs- einrichtungen wie Kindertagesstätten und Horten, die Nutzung sozialer Netze, die Flexibilisierung der Erwerbsarbeit, die Delegation von Haus- arbeit an externe Kräfte und die verstärkte Einbeziehung der Partner in Haus- und Familienarbeit ist es den Frauen möglich, Erwerbsarbeit und Familie miteinander zu kombinieren (Ludwig et al. 2002: 103).

So sehen Jurzcyk/Rerrich (1993: 292) Frauen im Alltag als „ Spezialistinnen f ü r die Vereinbarkeitsarbeit “. Von ihnen wird das Alltägliche zu einem mehr oder weniger stimmigen Ganzen zusammengefügt. Es fänden sich: „ Parallelen zwi- schen der Hausarbeit und der T ä tigkeit als F ü hrungskraft “ , wie Judith Ziegler (2002: 63) ebenfalls ausführt. Die Erwerbstätigkeit an sich bildet für die er- werbstätige Mutter weitere Komponenten in Form von Erweiterung der Fähig- keiten und der sozialen Kontakte neben der ökonomischen Selbstständigkeit (vgl. Elsinghorst 2007: 57).

3.2 Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Im Jahr 2008 beschloss die Bundesregierung das Kinderförderungsgesetz, dazu äußerte sich die damalige Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen:

Das Kinderförderungsgesetz macht den Weg frei für den Ausbau der Kinderbetreuung in Deutschland. Dieses Gesetz wird unser Land spürbar für Familien verändern. Eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Chancengleichheit für Kinder von Anfang an sind nun nicht mehr nur Wunsch, sondern werden nach und nach Wirklichkeit (Von der Leyen 2008).

[...]

Details

Seiten
21
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656849094
ISBN (Buch)
9783656849100
Dateigröße
424 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v284204
Institution / Hochschule
FernUniversität Hagen – Lehrgebiet Soziologie II / Soziologische Gegenwartsdiagnosen
Note
2,0
Schlagworte
Arbeitskraftunternehmer Erwerbsbeteiligung Frauen Frauenerwerbstätigkeit Entgrenzung Familie und Beruf Arbeitskraft Beruf Vereinbarkeit Teilzeit Vollzeit Familiensoziologie Gender Drei-Phasen-Modell

Autor

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