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Passantenbefragung in Brandenburg an der Havel und Entwicklung von Handlungsempfehlungen

von Tobias Külper (Autor) Dennis Gravenhorst (Autor) Sylvia Kubala (Autor) Eva Pfitzner (Autor) Marius Westphal (Autor)

Projektarbeit 2014 85 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einführung in die Thematik
1.1 Übersicht über den Projektbericht
1.2 Problemstellung und Ziel
1.3 Exkurs zur Geschichte

2. Charakterisierung der Stadt
2.1 Stadt Brandenburg an der Havel
2.2 Wirtschaftliche Situation der Stadt Brandenburg an der Havel

3. Projektbeschreibung
3.1 Teammanagement
3.2 Projektmanagement

4. Datenerhebung
4.1 Auswahl der Fragen
4.2 Vor-Ort-Befragung

5. Datenanalyse und –auswertung
5.1 Charakterisierung der Befragten
5.2 Grund des Innenstadtbesuchs
5.3 Transportmöglichkeit in die Innenstadt
5.4 Häufigkeit des Innenstadtbesuchs
5.5 Parksituation
5.6 Innerörtliche Verkehrsführung
5.7 Öffentlicher Personennahverkehr
5.8 Bahnverkehr
5.9 Fußwege
5.10 Radwege
5.11 Attraktivität
5.12 Freizeitgestaltungsmöglichkeiten
5.13 Sauberkeit
5.14 Sicherheit
5.15 Einkaufsmöglichkeiten – Lebensmittel
5.16 Einkaufsmöglichkeiten – Non-Food-Artikel
5.17 Gastronomie
5.18 Erholungsmöglichkeiten
5.19 Einkauf – Angebotsgröße
5.20 Einkauf – Kompetenz des Personals
5.21 Einkauf – Freundlichkeit des Personals
5.22 Einkauf – Atmosphäre
5.23 Einkauf – Öffnungszeiten
5.24 Einkauf – Einkaufsorte
5.25 Beliebte Geschäfte
5.26 Beliebte Restaurants
5.27 Fehlende Geschäfte / Warenangebote
5.28 Sonstige Wünsche
5.29 Kinderfreundlichkeit
5.30 Beliebte Veranstaltungen
5.31 Informationsquellen - Veranstaltungen
5.32 Informationsquellen - Geschäfte
5.33 Beliebte Orte
5.34 Änderungswünsche
5.35 Brandenburg an der Havel mit einem Wort

6. Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Funktionsbezogener Projektstrukturplan

Abbildung 2: Ausschnitt aus dem Gantt-Diagramm

Abbildung 3: Befragungsorte der Passantenbefragung

Abbildung 4: Altersverteilung der Befragten

Abbildung 5: Herkunftsverteilung der Befragten

Abbildung 6: Monatliches Nettoeinkommen der Befragten

Abbildung 7: Grund des Innenstadtbesuchs

Abbildung 8: Transportmöglichkeiten in die Innenstadt

Abbildung 9: Häufigkeit des Innenstadtbesuchs

Abbildung 10: Beurteilung der Parksituation

Abbildung 11: Beurteilung der innerörtlichen Verkehrsführung

Abbildung 12: Beurteilung des öffentlichen Personennahverkehrs

Abbildung 13: Beurteilung des Bahnverkehrs

Abbildung 14: Beurteilung der Fußwege

Abbildung 15: Beurteilung der Radwege

Abbildung 16: Beurteilung der Attraktivität der Innenstadt

Abbildung 17: Beurteilung der Freizeitgestaltungsmöglichkeiten

Abbildung 18: Beurteilung der Sauberkeit

Abbildung 19: Beurteilung der Sicherheit

Abbildung 20: Beurteilung der Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel

Abbildung 21: Beurteilung der Einkaufsmöglichkeiten für Non-Food-Artikel

Abbildung 22: Beurteilung der Gastronomie

Abbildung 23: Beurteilung der Erholungsmöglichkeiten

Abbildung 24: Beurteilung der Größe des Angebots beim Einkaufen

Abbildung 25: Beurteilung der Kompetenz des Personals beim Einkaufen

Abbildung 26: Beurteilung der Freundlichkeit des Personals beim Einkaufen

Abbildung 27: Beurteilung der Atmosphäre beim Einkaufen

Abbildung 28: Beurteilung der Öffnungszeiten

Abbildung 29: Einkaufsorte nach Produktkategorien

Abbildung 30: „Lieblingsgeschäfte“

Abbildung 31: „Lieblingsrestaurants“

Abbildung 32: Fehlende Geschäfte

Abbildung 33: Sonstige Wünsche

Abbildung 34: Beurteilung der Kinderfreundlichkeit

Abbildung 35: Beliebte Veranstaltungen

Abbildung 36: Informationsquellen für Veranstaltungen

Abbildung 37: Informationsquellen für Geschäfte

Abbildung 38: Beliebte Orte in Brandenburg an der Havel

Abbildung 39: Änderungswünsche für die Innenstadt

Abbildung 40: Brandenburg an der Havel mit einem Wort

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einführung in die Thematik

1.1 Übersicht über den Projektbericht

Dieser Projektbericht befasst sich mit der Untersuchung der Einwohnerzufriedenheit der Stadt Brandenburg an der Havel. Dabei wird ein besonderer Fokus auf die aktuelle Einzelhandelssituation in der Brandenburger Innenstadt gelegt. Zur Realisierung dieses Projekts wurde, in Kooperation mit der STG Stadtmarketing- und Tourismusgesellschaft Brandenburg an der Havel mbH, eine empirische Untersuchung von Studenten der Fachhochschule Brandenburg vorgenommen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung, die Organisation des Projekts und die Entwicklung von Handlungsempfehlungen anhand dieser Studie werden in diesem Projektbericht beschrieben.

Im ersten Kapitel werden die allgemeine Problemstellung und das Ziel dieses Projekts erläutert, gefolgt von einem kurzen Abriss über die historische Entwicklung der Stadt. Daraufhin werden im zweiten Kapitel die sozialpolitischen und wirtschaftlichen Hintergründe der Stadt Brandenburg an der Havel näher beschrieben.

Das dritte Kapitel befasst sich mit der allgemeinen Organisation und Planung des Projekts und der Zusammenstellung des Projektteams. Anschließend werden im vierten Kapitel speziell die Methoden der Datenerhebung und Datenanalyse erläutert und der Fragebogen für die vorliegende empirische Untersuchung vorgestellt. Die Ergebnisse dieser empirischen Untersuchung werden daraufhin im fünften Kapitel ausgewertet. Dort werden außerdem Handlungsempfehlungen für die Stadt Brandenburg an der Havel gegeben, um die erkannten Probleme lösen zu können.

Das sechste und letzte Kapitel trägt abschließend die Ergebnisse dieser Untersuchung zusammen und gibt einen Ausblick für die zukünftige Entwicklung der Stadt Brandenburg an der Havel.

1.2 Problemstellung und Ziel

Gerade in der heutigen Zeit ist es als Stadt notwendig, neues Potential zu erkennen und dieses gewinnbringend umzusetzen. Da viele Städte mit finanziellen Problemen, sowie mit Abwanderung der jungen Bürger zu kämpfen haben, muss dafür gesorgt werden, dass sowohl die Wohnsituation für die Bürger attraktiver gestaltet wird, aber auch die regionale Wirtschaft gestärkt und verbessert wird. Nur so ist es möglich dem demographischen Wandel der heutigen Gesellschaft entgegenzuwirken. Dieser Problematik müssen sich gerade kleinere Städte stellen und Konzepte entwickeln, um die eigene Position zu stärken. Zwar versuchen die Bundes- und die Landesregierung dem entgegenzuwirken,[1] jedoch sollten Städte auch eigene Lösungen entwickeln und diese gemeinsam mit den Bürgern umsetzen. Wenn man die letzten Jahre betrachtet, fällt auf, dass gerade im Land Brandenburg die Schuldenstände der Kommunen zwar leicht zurückgegangen sind,[2] jedoch die Anzahl der Abwanderungen sehr hoch ist,[3] was mittel- bis langfristig dazu führen wird, dass die Schulden wieder ansteigen könnten. Dem muss dringend entgegengewirkt werden, um mittelfristige Stabilität zu gewährleisten und positive Resultate zu erzielen.[4] Ziel dieses Projektes ist es, eine empirische Datenerhebung durchzuführen, welche sich auf die wirtschaftliche Situation der Stadt Brandenburg an der Havel fokussiert und anhand dieser geeignete Handlungsempfehlungen zu geben, um die Wirtschaft in der Stadt zu stärken.

1.3 Exkurs zur Geschichte

Die Stadt Brandenburg an der Havel kann auf eine mehr als 1.000 jährige Geschichte der Stadtentwicklung zurückblicken. Diese reicht bis zur ersten Besiedlung durch die Slawen um das Jahr 500. Erstmals urkundlich wurde die Stadt 948 durch Otto I. erwähnt. Bis zum Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) siedelten sich bereits ca. 10.000 Anwohner in den beiden Städten Brandenburg („alte Stadt Brandenburg“ – heutige Altstadt und „neue Stadt Brandenburg“ – heutige Neustadt) an. Durch die Folgen des Krieges sank die Einwohnerzahl auf ca. 3.000 Personen. Im Jahr 1715 wurden dann die beiden Städte durch Friedrich Wilhelm I. vereinigt. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Stadt Brandenburg durch die Luftangriffe am 31. März 1945 stark zerstört. Dabei verlor sie ca. 70% der Industrie und ca. 15% der Wohnungen. Bis zum Jahr 1988 hatte sich die Einwohnerzahl auf ihren Höchststand mit fast 100.000 Einwohnern erholt.[5]

Im Jahr 1993 hat die Stadtverordnetenversammlung den heutigen Namen der Stadt „Brandenburg an der Havel“ beschlossen. Weiterhin konnte im Jahr 2009 ein weiterer Meilenstein durch die Eröffnung des Einkaufszentrums „Sankt Annen Galerie“ im Herzen Brandenburgs gelegt werden.[6]

2. Charakterisierung der Stadt

2.1 Stadt Brandenburg an der Havel

Aktuell leben in der Stadt Brandenburg an der Havel 71.534 Menschen.[7] Wie in vielen anderen ostdeutschen Städten ist auch in Brandenburg ein starker Rückgang der Bevölkerung seit dem Mauerfall zu erkennen.[8] So wandern im Durchschnitt seit 1989 jährlich etwa 950 Menschen aus Brandenburg an der Havel ab.[9] Dies ist besonders bei den jungen Menschen zu spüren. Das Durchschnittsalter der Stadt hat sich von 35,2 Jahre im Jahr 1964 bis 2011 auf 47,4 Jahre erhöht. Im Jahr 2011 beläuft sich der Anteil der unter 25-jährigen nur noch auf 19,3%, gemessen an der Gesamtbevölkerung, wohingegen die über 60-jährigen einen Anteil von 32,0% der Brandenburger Bevölkerung ausmachen.[10]

Betrachtet man die Standortfaktoren nach Weber, ergibt sich für die Stadt Brandenburg an der Havel folgendes Bild:[11]

- Gute Verkehrsanbindung per Zug (Bahnregionalnetz nach Berlin, Magdeburg und Rathenow), per Auto (Autobahn A2, Bundesstraßen B1 und B102) sowie per Schiff über einen eigenen Hafen
- Nähe zur Bundeshauptstadt Berlin (50km entfernt)
- Ausgebauter öffentlicher Personennahverkehr (Straßenbahn und Bus)
- Fachhochschule mit Fachbereichen Wirtschaft, Informatik und Technik
- Viele Naturflächen zur Erholung vorhanden (510 ha Erholungsfläche, 4.104 ha Wasserfläche sowie 6.587 ha Waldfläche)[12]
- Historische Altstadt mit langjähriger Geschichte (siehe 1.2)

2.2 Wirtschaftliche Situation der Stadt Brandenburg an der Havel

In Brandenburg an der Havel gibt es momentan 37.600 erwerbstätige Personen.[13] Dies entspricht einer Quote von 52,6% der Einwohner. Davon sind 18,9% zwischen 20 und 30 Jahre alt und 26,4% zwischen 50 und 60 Jahre alt. In der Altersgruppe unter 30 sind somit gerade einmal 37,3% erwerbstätig. Der durchschnittliche Jahresbruttolohn in der Stadt Brandenburg an der Havel liegt bei 24.192€ und somit knapp über dem Durchschnitt des Landes Brandenburg mit 23.423€.[14] Aktuell gibt es in Brandenburg an der Havel 4.711 Betriebe, wovon der größte Teil auf den Einzelhandel mit 899 Betrieben entfällt.[15] Im Jahr 2011 gab es insgesamt 554 neu angemeldete Gewerbe in Brandenburg an der Havel, darunter 472 Neugründungen bzw. Umwandlungen und 399 Gewerbeabmeldungen. Auch hier entfällt der größte Teil wieder auf den Handel, wo es insgesamt 144 Gewerbeabmeldungen gab. Das Bruttoinlandsprodukt der Stadt Brandenburg an der Havel lag im Jahr 2010 bei 1.737 Mio. €.[16]

3. Projektbeschreibung

Im Rahmen eines Projekts zur Verbesserung der Brandenburger Innenstadt durch die STG Stadtmarketing- und Tourismusgesellschaft Brandenburg an der Havel mbH hat die Fachhochschule Brandenburg (Fachbereich Wirtschaft) die Aufgabe übertragen bekommen, sowohl die Bürgerinnen und Bürger wie auch Gäste der Stadt Brandenburg an der Havel zu zwei großen Themen zu befragen.

Dabei ging es zum einen um die Zufriedenheit der Befragten mit der durch die Stadt geschaffene Infrastruktur, sowie das allgemeine Bild und Angebote seitens der Stadt. Auf diese Weise sollte die Attraktivität der Stadt aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger erfasst werden. In diesem Zusammenhang sollte auch das Stadtimage beurteilt sowie Daten erhoben werden, um die Stadt Brandenburg an der Havel als Marke zu etablieren.

Andererseits richtete sich das zweite Thema der Befragung auf die Situation des Einzelhandels in der Stadt. Dabei wurde ermittelt, welche Angebote die Bürgerinnen und Bürger an welchen Orten in Anspruch nehmen, welche Warensortimente und Geschäfte in der Brandenburger Innenstadt fehlen und wie die Einkaufssituation beurteilt wird.

Durchgeführt wurde diese empirische Studie von Studierenden aus dem 4. Semester der Betriebswirtschaftslehre im Rahmen der Veranstaltung „Simultaneous Engineering“ unter der Leitung von Professor Schwill. Eine nähere Beschreibung des Projektteams folgt im Punkt 3.1.

Des Weiteren ist es auch Teil dieses Projektberichts, einen Vergleich zu einer ähnlichen Untersuchung aus dem Jahr 2006 herzustellen.

3.1 Teammanagement

Das Projektteam „Passantenbefragung in der Stadt Brandenburg und Entwicklung von Handlungsempfehlungen“ setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

- Dennis Gravenhorst Fachhochschule Brandenburg, Betriebswirtschaftslehre (4. Semester)
- Sylwia Kubala ERASMUS Studentin der Fachhochschule Brandenburg, Betriebswirtschaftslehre (4. Semester)
- Tobias Külper Fachhochschule Brandenburg, Betriebswirtschaftslehre (4. Semester)
- Eva Pfitzner Fachhochschule Brandenburg, Betriebswirtschaftslehre (8. Semester)
- Marius Westphal Fachhochschule Brandenburg, Betriebswirtschaftslehre (4. Semester)

Die Zuweisung der Aufgaben innerhalb des Projektteams erfolgte aufgrund der persönlichen und fachlichen Kompetenzen jedes Einzelnen.

Tobias Külper und Marius Westphal wurden dabei einstimmig als Projektleiter gewählt, da sie sowohl ausgeprägte Fähigkeiten hinsichtlich der Teamführung und der kommunikativen Kompetenz, sowie die fachlichen Fähigkeiten im Projektmanagement besitzen.

Ihre Hauptaufgabe ist die Steuerung des Projektablaufs, um das definierte Projektziel unter Einhaltung zeitlicher Vorgaben zu erreichen. Des Weiteren gehören die allgemeine Organisation des Projektteams, das Führen der Teammitglieder, die Dokumentation der Meetings, die Layout Gestaltung, das Verfassen des überwiegenden Teils des Projektberichts, die Koordination der einzelnen Arbeitspakete und die ständige Kommunikation zum Auftraggeber (STG Stadtmarketing- und Tourismusgesellschaft Brandenburg an der Havel mbH), sowie zum betreuenden Professor (Prof. Dr. rer. pol. Jürgen Schwill) zu ihrem Aufgabenbereich.

Eva Pfitzner hat aufgrund ihrer volkswirtschaftlichen Vertiefung, Empirische Wirtschaftsforschung/Angewandte Ökonometrie, und bisheriger Berufserfahrungen im Bereich der empirischen Datenerhebung die Leitung der Umfrageplanung und Durchführung übernommen. Außerdem war sie für das Verfassen bestimmter Bereiche im Hauptteil des Projektberichts zuständig.

Dennis Gravenhorst war für die Recherche verschiedenster Hintergrundinformationen und das Verfassen bestimmter Bereiche im Hauptteil des Projektberichts zuständig.

Sylwia Kubala wurde soweit wie möglich in das Projektteam integriert und nahm sehr aktiv an der Befragung der Passanten teil. Weiterhin war sie unterstützend bei der Vorbereitung der Umfrage tätig.

Die Durchführung der Befragung in der Brandenburger Innenstadt wurde von allen Gruppenmitgliedern gemeinsam bearbeitet, da alle Teammitglieder nötig waren, um eine ausreichend große Stichprobe für ein repräsentatives Ergebnis zu bekommen.

Die Auswertung der Daten und das anschließende Verfassen von Handlungsempfehlungen wurde in Zwei-Personengruppen bearbeitet, um Synergieeffekte zu nutzen und mögliche Fehler zu vermeiden.

3.2 Projektmanagement

Um die Projektorganisation zu veranschaulichen, gibt es verschiedene Instrumente des Projektmanagements. Eines dieser Instrumente ist der Projektstrukturplan. Dabei unterscheidet man im Allgemeinen zwischen zwei Arten von Strukturplänen, den objektbezogenen- und den funktionsbezogenen Projektstrukturplan. Die Art und der Umfang eines Projektes sind die ausschlaggebenden Faktoren, die die richtige Wahl des Projektstrukturplans beeinflussen.

Objektbezogene Projektstrukturpläne werden bei Projekten verwendet, bei denen sich die Gliederung nach einzelnen Objekten anbietet. Dies ist z.B. häufig bei Bauprojekten der Fall.

Funktionsbezogene Projektstrukturpläne werden dazu genutzt, um die einzelnen Funktionsbereiche eines Projektes besser zu visualisieren. Dabei wird das Projekt in hierarchische Projektstrukturebenen unterteilt, welche dann den entsprechenden Unterfunktionen und Arbeitspaketen zugeordnet werden.

Da sich bei dem vorliegenden Projekt nur schwer eine Unterteilung nach Objekten realisieren lässt, hat sich das Team für einen funktionsbezogenen Projektstrukturplan entschieden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Funktionsbezogener Projektstrukturplan (vergrößerte Darstellung siehe Anhang 1) Quelle: Eigene Darstellung

Der Projektstrukturplan gliedert sich in vier Hauptaufgaben. Diese sind die ständige Organisation des Projekts, die Umfrage als eine wesentliche Hauptaufgabe, der Projektbericht als andere Hauptaufgabe und die Präsentation des Projektfortschritts. Diese Hauptaufgaben wiederum untergliedern sich jeweils in weitere Teilaufgaben, woraus dann einzelne Arbeitspakete abgeleitet sind. Diese werden in Abstimmung mit der STG Stadtmarketing- und Tourismusgesellschaft Brandenburg an der Havel mbH und Professor Schwill verwirklicht.

Um die Projektplanung anhand konkreter Termine zu visualisieren wird im Projektmanagement der Projektterminplan genutzt, welcher allgemein als Gantt-Diagramm bekannt ist. In diesem werden alle Arbeitspakete aufgelistet und die entsprechende Arbeitszeit der einzelnen Termine markiert. Wichtige Ereignisse im Projekt, sogenannte Meilensteine, die meist einen festen Termin haben, werden im Gantt-Diagramm als Rauten dargestellt. Mit Hilfe eines Gantt-Diagramms ist es für das Projektcontrolling möglich, ständig den aktuellen Projektstand zu überwachen, und falls dieser von der Planung abweicht, entsprechende Handlungsschritte einzuleiten. In Abbildung 2 ist das Gantt-Diagramm für dieses Projekt dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Ausschnitt aus dem Gantt-Diagramm (vergrößerte Darstellung siehe Anhang 2) Quelle: Eigene Darstellung

4. Datenerhebung

4.1 Auswahl der Fragen

Für die Auswahl der Fragen wurde dem Projektteam, vom betreuenden Professor, komplette Freiheit gelassen. Seitens der STG Stadtmarketing- und Tourismusgesellschaft Brandenburg an der Havel mbH gab es einige Vorgaben, welche Informationen unbedingt abgefragt werden sollten. Des Weiteren war es auch nötig sich weitestgehend an den Fragebogen von der Untersuchung aus dem Jahr 2006 zu halten, um die Vergleichbarkeit zwischen beiden empirischen Datenerhebungen zu gewährleisten.

Ziel bei der Gestaltung des Fragebogens war es, möglichst viele der relevanten Informationen von den Passanten zu erfragen. Dabei musste jedoch gewährleistet werden, dass dieser auch statistisch auszuwerten ist. Außerdem war auch die Dauer der Befragung ein wichtiger Aspekt, da ein zu langer Fragebogen eine Abschreckung der Passanten zur Folge gehabt hätte.

Die Zusammenstellung der Fragen erfolgte in regelmäßigen Teammeetings unter Zuhilfenahme des alten Fragebogens von 2006 sowie die Anwendung diverser Kreativitätstechniken.

Während eines Review-Termins mit Professor Schwill wurde der Fragebogen noch einmal endgültig besprochen und nach kleinen Anpassungen der STG Stadtmarketing- und Tourismusgesellschaft Brandenburg an der Havel mbH zur Endkontrolle vorgelegt und von dieser genehmigt.

Der Hintergrund der Auswahl der einzelnen Fragen wird bei jeder Frage unter Punkt 5 beschrieben. Die endgültige Fassung des Fragebogens ist in Anhang 3 zu finden.

4.2 Vor-Ort-Befragung

Um direkt das Feedback durch die Bürger der Stadt Brandenburg an der Havel zu bekommen und ein Gefühl dafür zu entwickeln, was die Einwohner bei den einzelnen Punkten wirklich wollen, entschied sich das Projektteam für die Methode der Direktbefragung. Dazu führte jedes Teammitglied im Zeitraum vom 06.05.2014 bis 10.05.2014 Befragungen in der Brandenburger Innenstadt durch. Die einzelnen Orte der Befragung sind in Abbildung 3 dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Befragungsorte der Passantenbefragung Quelle: Eigene Darstellung, Google Maps

Die Standorte für die Interviews am Neustädtischen Markt, in der Steinstraße und in der Hauptstraße wurden ausgewählt, um die dortigen Passanten beim Einkaufen in der Innenstadt zu befragen. Der Befragungspunkt am Hauptbahnhof Brandenburg wurde gewählt, um Daten von Pendlern, sowie Besuchern der Stadt Brandenburg an der Havel zu erhalten. Um alle relevanten Personengruppen abzudecken, erfolgte die Befragung in der Woche und am Samstag jeweils vormittags sowie am Abend.

Das Ziel der Vor-Ort-Befragung war es, mindestens 200 Leute zu befragen. Dabei war auf eine ausgewogene Verteilung der Altersgruppen, der Einkommensverhältnisse und des Geschlechtes zu achten, um ein repräsentatives Ergebnis zu erhalten. Dieses Ziel konnte mit insgesamt 211 ausgewerteten Fragebögen, mit einer ausgewogenen Verteilung, welche unter Punkt 5 dargestellt ist, erreicht werden. Die Befragung einer einzelnen Person dauerte im Durchschnitt ca. 10 Minuten.

5. Datenanalyse und –auswertung

5.1 Charakterisierung der Befragten

Für die Analyse und Auswertung der Fragen wurden die Programme „Google Docs“, sowie „Microsoft Excel“ verwendet. Dazu wurden die Ergebnisse der persönlichen Befragung von jedem Teammitglied in ein von der Projektleitung erstelltes „Google Docs“ Formular eingegeben, woraus dann eine entsprechende „Excel-Tabelle“ generiert wurde.

Diese Daten wurden anschließend entsprechend per Hand aufbereitet, um eine Vergleichbarkeit bei den offenen Fragen herzustellen und mit Hilfe von Pivot-Tabellen ausgewertet und in Diagrammen grafisch dargestellt.

Insgesamt wurden bei der Befragung 211 Personen befragt. Dabei ergab sich eine Geschlechterverteilung von 106 weiblichen und 105 männlichen Befragten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: Altersverteilung der Befragten (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Wie in Abbildung 4 zu sehen, konnten aus jeder relevanten Altersgruppe Personen befragt werden. Den größten Anteil der Befragten Personen machten dabei die 18 bis 29-jährigen aus, dicht gefolgt von den 30 bis 49-jährigen, mit nur 3 Befragten weniger. Durchschnittlich lebten im Haushalt der Befragten 2,45 Personen, wovon durchschnittlich 0,45 unter 18 Jahre alt waren.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 5: Herkunftsverteilung der Befragten (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Bei der Verteilung der Befragten nach dem Wohnort fällt auf, dass das Projektteam 74% direkte Anwohner der Stadt Brandenburg an der Havel befragen konnte. Die restlichen Befragten kommen zum Großteil aus der unmittelbaren Umgebung von Brandenburg an der Havel, bzw. aus Potsdam und Berlin.

Der größte Teil der vom Projektteam befragten Passanten befand sich in einem Angestelltenverhältnis (38%). Anschließend folgten Schüler, Auszubildende und Studenten mit einem Anteil von 32%. Der Anteil der Rentner lag bei 14% der Befragten und die nicht Erwerbstätigen machten einen Anteil von 4% aus.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Abb. 6: Monatliches Nettoeinkommen der Befragten (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Bei der Frage nach dem monatlichen Nettoeinkommen der befragten Personen machten 23% der Befragten keine Angabe. Den größten Anteil macht ein monatliches Nettoeinkommen zwischen 1.000€ und 1.500€ aus, was von 20% der Befragten angegeben wurde. Ein monatliches Nettoeinkommen unter 500€ hatten 13% der Befragten. Immerhin 4% der Befragten hatten ein monatliches Nettoeinkommen über 3.000€, jedoch hatten diese als Wohnort nicht Brandenburg an der Havel.

In den folgenden Unterpunkten werden die einzelnen Fragen ausgewertet. Dabei wird sowohl der Grund der Auswahl der Frage erläutert, soweit wie möglich ein Vergleich zu dem Ergebnis von 2006 hergestellt und entsprechende Handlungsempfehlungen gegeben, um die aufgedeckten Probleme zu verbessern. Um eine bessere Auswertung der Daten zu gewährleisten, wurden ähnliche Antworten zu Schwerpunkten zusammengefasst.

5.2 Grund des Innenstadtbesuchs

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenAbbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 7: Grund des Innenstadtbesuchs (Daten von 2014 und 2006) (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, aus welchem Anlass die Brandenburger Innenstadt hauptsächlich besucht wird. So ist es möglich, die Innenstadt gezielter an die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger anzupassen.

Die Umfrage ergab, dass der Hauptgrund für den Besuch der Brandenburger Innenstadt das gezielte Einkaufen ist. Dies wurde insgesamt von 31% der Befragten angegeben. Vergleicht man dieses Ergebnis mit den Werten von 2006 lässt sich eine Steigerung um 7% feststellen. Als nächstes konnte festgestellt werden, dass sich 23% der Befragten aufgrund ihres Arbeitsplatzes oder ihrer Bildungseinrichtung in der Innenstadt aufhielten. Dies stellt im Vergleich zu 2006 einen Anstieg um 9% dar. 20% gaben an, ihre Freizeit in der Innenstadt zu verbringen. 2006 gaben dies 22% an. Weitere Gründe für den Besuch waren, die Lage der Wohnung in der Innenstadt, was von 18% (2006: 12%) genannt wurde und die Nutzung einer Dienstleistung, was 7% (2006: 18%) in Anspruch nahmen. Der deutlichste Unterschied war in der Nutzung der Gastronomie zu spüren. Besuchten 2006 noch 12% der Befragten die Innenstadt, um dort zu Essen, ging dies auf gerademal 1% zurück.

Als Handlungsempfehlung sollte sich speziell auf die Gastronomie in der Innenstadt konzentriert werden, um diesen Wirtschaftszweig wieder anzukurbeln und die Anwohner vermehrt zum Essen in die Innenstadt zu locken. Wie dies genau geschehen kann, wird unter Punkt 5.17 detaillierter beschrieben.

5.3 Transportmöglichkeit in die Innenstadt

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenAbbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 8: Transportmöglichkeiten in die Innenstadt (Daten von 2014 und 2006) (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, wie die Passanten in die Brandenburger Innenstadt kommen. So ist es möglich, die Infrastruktur in den hauptsächlich genutzten Bereichen gezielt auszubauen.

Die Umfrage ergab, dass der größte Teil der Befragten (34%) den öffentlichen Personennahverkehr nutzt. Dies stellt eine deutliche Steigerung zu den Ergebnissen von 2006 dar, wo dies gerade einmal 18% angaben. Dies könnte auf eine besser ausgebaute Infrastruktur in diesem Bereich zurückzuführen sein. Dieser Zuwachs ist aufgrund eines Rückgangs in den anderen Fortbewegungsarten (PKW: -1%, zu Fuß: -12% und Fahrrad: -3%) zu erklären.

Als Handlungsempfehlung sollte das zukünftige Ziel sein, diesen Trend beizubehalten und das Verkehrsaufkommen in der Innenstadt noch weiter zu reduzieren. Außerdem kann dadurch die Umweltbelastung verringert und die Sicherheit für Familien mit Kindern erhöht werden.

Insbesondere der PKW-Verkehr sollte weiter reduziert werden, was nicht nur durch ein verbessertes ÖPNV-Angebot, sondern auch durch den Ausbau von Fuß- und Radwegen erfolgen kann. Wie dies genau geschehen soll wird unter Punkt 5.9 und 5.10 beschrieben.

5.4 Häufigkeit des Innenstadtbesuchs

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenAbbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 9: Häufigkeit des Innenstadtbesuchs (Daten von 2014 und 2006) (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, wie häufig die Passanten die Brandenburger Innenstadt besuchen. So ist es möglich, zu erfahren, ob es nötig ist, das Angebot der Innenstadt so auszubauen, dass weitere Gründe für einen häufigen Besuch geschaffen werden.

Die Umfrage ergab, dass die Mehrheit der Befragten (76%) die Brandenburger Innenstadt mindestens einmal die Woche besucht. Im Vergleich zu 2006 gab es nur geringfügige Veränderungen.

Als Handlungsempfehlung sollte es ein Anliegen der Stadt sein, mehr Angebote zu schaffen, die für einen häufigeren Besuch sorgen. Dies könnten zum einen Cafés sein, die den Leuten ermöglichen, dort zu arbeiten und länger zu verweilen, indem entsprechende Sitzmöglichkeiten mit einem ausreichenden Platzangebot und freiem WLAN Zugang geschaffen werden. Zum anderen könnten Kunden mit unterschiedlichen Tagesangeboten gelockt werden, sodass die Neugier immer wieder geweckt wird. Außerdem ist es auch über Bonusprogramme möglich, einen häufigeren Besuch zu gewährleisten.

5.5 Parksituation

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenAbbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bewertung von 1-4, wobei 1 „sehr zufrieden“ und 4 „unzureichend“ bedeutet

Abb. 10: Beurteilung der Parksituation (Daten von 2014 und 2006) (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, wie zufrieden die Passanten mit der Parksituation in der Innenstadt sind. So ist es möglich, zu erfahren, ob es nötig ist, das Parkplatzangebot zu vergrößern oder zu verkleinern.

Die Umfrage ergab, dass nur 8% mit der gegenwärtigen Parkplatzsituation sehr zufrieden sind. Dies ergibt einen Rückgang um 6% zu den Werten von 2006. Jedoch ist zu beachten, dass es bei der aktuellen Umfrage möglich war, seine Meinung differenzierter darzustellen, da es 4 statt vorher nur 3 Antwortmöglichkeiten gab. 27% gaben an, dass sie die Parkplatzsituation gut finden und 38% finden die aktuelle Situation befriedigend. 18% jedoch sind mit der Parkplatzsituation unzufrieden, was 11% weniger als 2006 sind.

Als Handlungsempfehlung sollten in den nächsten Jahren mehr Parkmöglichkeiten geschaffen werden. Viele der Befragten gaben an, dass Ihnen gerade Langzeitparkplätze fehlen, weshalb auf diese auch besonders geachtet werden sollte.

5.6 Innerörtliche Verkehrsführung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bewertung von 1-4, wobei 1 „sehr zufrieden“ und 4 „unzureichend“ bedeutet

Abb. 11: Beurteilung der innerörtlichen Verkehrsführung (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, wie zufrieden die Passanten mit der innerörtlichen Verkehrsführung sind. So ist es möglich, die Infrastruktur der Stadt, gezielt an die Bedürfnisse der Bürger anzupassen.

Die Umfrage ergab, dass 63% der Befragten die aktuelle Verkehrssituation als gut oder sehr gut bewerten. Jedoch sind 24% mit der aktuellen Verkehrssituation unzufrieden und 7% sogar sehr unzufrieden.

Als Handlungsempfehlung sollte die Ampelschaltung in der Stadt überarbeitet werden, da dies der Hauptgrund für die Unzufriedenheit ist. Des Weiteren könnten auch weitere Umgehungsstraßen gebaut werden, um das hohe Verkehrsaufkommen gerade zu Stoßzeiten besser zu verteilen. Außerdem wurde der desolate Zustand der Straßen bemängelt, was durch entsprechende Investitionen der Stadt verbessert werden kann. Weiterhin können auch die unter Punkt 5.3 genannten Handlungsempfehlungen für eine Verbesserung der Verkehrssituation herangezogen werden.

5.7 Öffentlicher Personennahverkehr

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenAbbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bewertung von 1-4, wobei 1 „sehr zufrieden“ und 4 „unzureichend“ bedeutet

Abb. 12: Beurteilung des öffentlichen Personennahverkehrs (Daten von 2014 und 2006) (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, wie zufrieden die Passanten mit dem ÖPNV-Angebot sind. So ist es möglich, dieses gezielt anhand der Wünsche der Bürgerinnen und Bürger besser auszubauen.

Die Umfrage ergab, dass 41% der Befragten mit dem ÖPNV-Angebot zufrieden und 28% sogar sehr zufrieden sind. 18% vergaben die Note befriedigend und 5% sind von dem ÖPNV-Angebot nicht überzeugt. Im Vergleich zum Jahr 2006 hat sich die Nahverkehrssituation insgesamt verbessert. So hielten damals 22% das Angebot für unzureichend, was sich jetzt auf 5% reduzierte.

Als Handlungsempfehlung sollte insbesondere das Angebot am Abend und an den Wochenenden verbessert werden, da dies die größte Unzufriedenheit auslöste. Dafür sollten die Abfahrtszeiten verbessert und mehr Fahrzeuge zu den Stoßzeiten eingesetzt werden. Dabei sollte insbesondere darauf geachtet werden, sich mit den Fahrplänen des Bahnregionalverkehrs abzustimmen. Langfristig sollte das Straßenbahnnetz auch weiter ausgebaut werden.

5.8 Bahnverkehr

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bewertung von 1-4, wobei 1 „sehr zufrieden“ und 4 „unzureichend“ bedeutet

Abb. 13: Beurteilung des Bahnverkehrs (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, wie zufrieden die Passanten mit dem Bahnverkehr von und nach Brandenburg an der Havel sind. So ist es möglich, diesen gezielt an die Bedürfnisse der Bürger anzupassen.

Die Umfrage ergab, dass 44% den Bahnverkehr gut und 37% diesen sogar sehr gut finden. Nur 8% finden den Bahnverkehr befriedigend und nur 4% unzureichend.

Als Handlungsempfehlung sollten, trotz der überwiegend positiven Beurteilung, mehr Züge zu den Stoßzeiten eingesetzt werden, um dem dortigen extrem hohen Personenaufkommen gerecht zu werden. Außerdem sollte wie bereits unter Punkt 5.7 erwähnt eine bessere Abstimmung der Fahrpläne mit dem ÖPNV erfolgen.

5.9 Fußwege

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bewertung von 1-4, wobei 1 „sehr zufrieden“ und 4 „unzureichend“ bedeutet

Abb. 14: Beurteilung der Fußwege (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, wie zufrieden die Passanten mit den Fußwegen in der Brandenburger Innenstadt sind. So ist es möglich, anhand der genannten Gründe, die Situation gezielt zu verbessern.

Die Umfrage ergab, dass 29% die Fußgängerwege gut fanden und 19% sehr gut. Jedoch sind 51% mit der Situation unzufrieden, wovon 15% die Fußwegsituation als unzureichend empfinden.

Als Handlungsempfehlung sollten die Fußwege dringend behinderten- bzw. kinderwagengerecht gestaltet werden, was durch Ersetzen des Kopfsteinpflasters möglich ist. Dies wurde von einem Großteil der Befragten bemängelt. Auch hier, wurde wie bei den Straßen der desolate Zustand bemängelt, dem aber auch durch Beseitigung des Kopfsteinpflasters entgegengewirkt werden kann. Häufig wurde auch die Breite der Gehwege bemängelt, was durch eine Platzbeschränkung für Reklametafeln und Bestuhlung auf den zu engen Gehwegen gelöst werden könnte.

5.10 Radwege

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bewertung von 1-4, wobei 1 „sehr zufrieden“ und 4 „unzureichend“ bedeutet

Abb. 15: Beurteilung der Radwege (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, wie zufrieden die Passanten mit den Radwegen in der Brandenburger Innenstadt sind. So ist es möglich, anhand der genannten Gründe, die Situation gezielt zu verbessern.

Die Umfrage ergab, dass die Radwege nur gut bis mittelmäßig bei der Bevölkerung ankommen. So haben 29% der Befragten die Note 2 vergeben und 14% sind mit den Radwegen sehr zufrieden. Allerdings empfinden 33% die Situation befriedigend und sogar ganze 19% finden die Radwege unzureichend.

Als Handlungsempfehlung sollte die Stadt dringend mehr Radwege bauen, da der Hauptgrund für die Unzufriedenheit das Nichtvorhandensein von Radwegen ist. Dort wo für separate Radwege kein Platz ist, sollte das Kopfsteinpflaster auf den Straßen ersetzt werden, da dies Radfahren nahezu unmöglich macht. Weiterhin sollte auch für Abstellmöglichkeiten für Räder gesorgt werden, um die Innenstadt fahrradfreundlicher zu gestalten.

5.11 Attraktivität

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bewertung von 1-4, wobei 1 „sehr zufrieden“ und 4 „unzureichend“ bedeutet

Abb. 16: Beurteilung der Attraktivität der Innenstadt (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, wie attraktiv die Stadt Brandenburg an der Havel wirkt. So ist es möglich, das Stadtbild und das Image der Stadt gezielt zu verbessern.

Die Umfrage ergab, dass 37% der Befragten die Attraktivität der Stadt als gut und 13% als sehr gut empfinden. Ein sehr hoher Anteil von 41% empfindet die Stadt nur als mäßig attraktiv und 9% sogar noch schlechter.

Als Handlungsempfehlung sollten dringend mehr Angebote für junge Leute geschaffen werden, da dies als Hauptgrund für die Unattraktivität angegeben wurde. Welche das konkret sein könnten, ist unter Punkt 5.12 näher beschrieben.

Besonders unattraktiv sind viele baufällige und leer stehende Gebäude bzw. Geschäfte in der Innenstadt. Leerstände sind eine negative Visitenkarte und Imagefaktor für eine Stadt. Hier sollte man Sanierungsmaßnahmen und Reaktivierungen durchführen, um so dem durchaus beeindruckenden, historischen Stadtkern von Brandenburg an der Havel wieder zu seiner ursprünglichen Attraktivität zu verhelfen. Ein so genanntes Leerstandsmanagement sollte ein Handlungsprogramm erstellen, damit dafür gesorgt wird, dass Räume in der Innenstadt schneller wieder vermietet werden. Durch ein Online Portal könnten Interessenten und Vermieter leer stehender Geschäftslokale und Wohnungen schneller zusammenfinden. Es sollten dafür vom Land Fördergelder eingeworben werden. Mieten und Grundstückpreise müssten jedoch bezahlbar sein.

Auch der Dreck zerstört das Bild von einer schönen Innenstadt. Überall liegen Zigarettenkippen auf der Straße und die Mülleimer sind überfüllt. Hier ist die Stadtreinigung gefragt und es ist zu empfehlen, die Papier- und Abfallkörbe regelmäßig zu leeren. In Sachen Hundekot sollte auch das Ordnungsamt ein wachsames Auge auf die Hundebesitzer werfen. Zudem fehlen Pflanzen oder Blumenkübel für eine dekorative Verschönerung.

5.12 Freizeitgestaltungsmöglichkeiten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bewertung von 1-4, wobei 1 „sehr zufrieden“ und 4 „unzureichend“ bedeutet

Abb. 17: Beurteilung der Freizeitgestaltungsmöglichkeiten (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, wie das Freizeitangebot der Stadt beurteilt wird. So ist es möglich, dieses gezielt anhand der von den Befragten genannten Gründe, zu verbessern.

Die Umfrage ergab, dass 34% das Angebot gut und 10% das Angebot sehr gut finden. Die Mehrheit ist mit dem Angebot jedoch unzufrieden, wobei 41% das Freizeitangebot als befriedigend empfinden und 12% als unzureichend.

Als Handlungsempfehlung sollte ein wesentlich größeres Freizeitangebot für alle Altersklassen geschaffen werden. Hauptsächlich wurde das Fehlen von Angeboten für junge Leute und Kinder bemängelt. So könnten für die Kinder mehr Spielplätze und Spielzentren geschaffen werden. Für junge Leute könnten Sportangebote, altersgerechte Kulturangebote und gemütliche Bars geschaffen werden.

Vorhandene Kulturangebote, wie das Theater Brandenburg, sollten studentenfreundliche Preise schaffen, um auch diese Zielgruppe anzusprechen und nicht zu verlieren.

5.13 Sauberkeit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bewertung von 1-4, wobei 1 „sehr zufrieden“ und 4 „unzureichend“ bedeutet

Abb. 18: Beurteilung der Sauberkeit (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, wie zufrieden die Befragten mit der Sauberkeit in der Stadt sind. So ist es möglich, dieses Grundbedürfnis bei den Menschen in der Stadt gezielt zu verbessern.

Die Umfrage ergab, dass nur 5% die Stadt als wirklich sauber empfinden. 44% sind mit der Sauberkeit zufrieden und 39% empfinden diese noch als befriedigend. 12% jedoch empfinden die Stadt als unsauber.

Als Handlungsempfehlung sollte dringend der herumliegende Müll und die Zigarettenkippen beseitigt werden. Dies ist zum einen durch das Aufstellen von mehr Mülleimern (mit Kottütenspendern), wie auch durch effizientere Arbeit der Stadtreinigung möglich. Vermehrte Kontrollen durch das Ordnungsamt könnten zudem dafür sorgen, dass weniger Kot in der Stadt herumliegt, was auch von vielen Befragten bemängelt wurde. Außerdem wurden Graffitis an den Gebäuden kritisiert, was durch eine Sanierung des Stadtbildes mit frischen und modernen Farben beseitigt werden kann.

5.14 Sicherheit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bewertung von 1-4, wobei 1 „sehr zufrieden“ und 4 „unzureichend“ bedeutet

Abb. 19: Beurteilung der Sicherheit (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, wie sicher sich die Einwohner der Stadt fühlen. So ist es möglich, das Sicherheitsbedürfnis bei den bemängelten Gründen gezielt zu verbessern.

Die Umfrage ergab, dass mehr als die Hälfte der Befragten (51%) sich sicher fühlen und 19% sogar sehr sicher. Jedoch empfinden 25% ihr Sicherheitsbedürfnis nur ausreichend befriedigt und 3% fühlen sich sogar unsicher.

Als Handlungsempfehlung sollte die Polizei stärker präsent sein, was von einem Großteil der Befragten gefordert wurde. Des Weiteren wurde der starke Verkehr in der Innenstadt als unsicher empfunden. Dies könnte durch die unter den Punkten 5.6 bis 5.10 gegebenen Handlungsempfehlungen bewerkstelligt werden.

5.15 Einkaufsmöglichkeiten – Lebensmittel

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bewertung von 1-4, wobei 1 „sehr zufrieden“ und 4 „unzureichend“ bedeutet

Abb. 20: Beurteilung der Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, wie das Einkaufsangebot im Lebensmittelbereich beurteilt wird. So ist es möglich, das Angebot für die Waren des täglichen Bedarfs gezielt anzupassen.

Die Umfrage ergab, dass die Befragten mit dem Lebensmittelangebot zum Großteil zufrieden (41%) oder sogar sehr zufrieden (41%) sind. Nur 15% gaben an, dass sie dieses als befriedigend und 3% als unzureichend empfinden.

Als Handlungsempfehlung sollte, trotz der guten Umfrageergebnisse, ein besseres Angebot bei frischen und regionalen Lebensmitteln geschaffen werden. So wünschten sich viele Befragte kleine Läden mit einer frischen Auslage und gesunden Auswahl an regionalen und veganen Produkten.

5.16 Einkaufsmöglichkeiten – Non-Food-Artikel

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bewertung von 1-4, wobei 1 „sehr zufrieden“ und 4 „unzureichend“ bedeutet

Abb. 21: Beurteilung der Einkaufsmöglichkeiten für Non-Food-Artikel (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, wie das Einkaufsangebot im Non-Food-Bereich beurteilt wird. So ist es möglich, das Angebot gezielt zu verbessern.

Die Umfrage ergab, dass 46% der Befragten mit dem Angebot zufrieden und 28% sogar sehr zufrieden sind. Jedoch empfinden 22% das Angebot nur als befriedigend und 2% sogar als unzureichend.

Als Handlungsempfehlung sollte beim Angebot vermehrt auf Angebote von Qualitätswaren eingegangen werden. Jedoch wurde im Gegenzug auch die Ansiedlung von Läden für Personen mit einem geringen Einkommen gefordert.

Welche Geschäfte sich die Befragten genau wünschten, wird unter Punkt 5.27 detaillierter erläutert.

5.17 Gastronomie

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bewertung von 1-4, wobei 1 „sehr zufrieden“ und 4 „unzureichend“ bedeutet

Abb. 22: Beurteilung der Gastronomie (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, wie die Befragten die Gastronomie in der Brandenburger Innenstadt beurteilen. So ist es möglich, diese gezielt zu verbessern, um die geringe Nachfrage (siehe Punkt 5.2) zu erhöhen.

Die Umfrage ergab, dass 41% der Befragten mit dem Angebot zufrieden und 22% sogar sehr zufrieden sind. Jedoch empfinden 31% das Gastronomieangebot nur als befriedigend und 6% sogar als unzureichend. Trotz des überwiegend positiven Anteils an Antworten gilt es herauszufinden, warum die Nachfrage nach Gastronomie so gering ausfällt.

Als Handlungsempfehlung sollte hauptsächlich die Vielfalt und Auswahl der Gastronomie besonders in Hinblick auf internationale Vielfalt ausgebaut werden, da dies von einem Großteil der Befragten bemängelt wurde. Gerade durch eine Ernährungsumstellung der Bevölkerung in den letzten Jahren, wurde auch in der Stadt Brandenburg an der Havel verstärkt ein gesünderes und vegetarisches bzw. veganes Angebot gefordert, da dieses noch gar nicht vorhanden ist.

Des Weiteren kann die Nachfrage auch durch spezielle Preisangebote für Schüler, Auszubildende und Studenten erhöht werden, da diese sich aufgrund ihres nicht vorhandenen bzw. sehr geringen Einkommens nur selten Restaurantbesuche leisten können.

Auch durch spezielle „Food-Events“, wie z.B. Show-Kochen kann eine erhöhte Nachfrage erzeugt werden. Bestimmte Themenwochen, wo unbekannte Gerichte aus bestimmten Regionen angeboten werden, könnten auch die Neugierde beim Kunden wecken und so für eine höhere Nachfrage sorgen.

5.18 Erholungsmöglichkeiten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bewertung von 1-4, wobei 1 „sehr zufrieden“ und 4 „unzureichend“ bedeutet

Abb. 23: Beurteilung der Erholungsmöglichkeiten (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, wie die Befragten die Erholungsmöglichkeiten in der Brandenburger Innenstadt beurteilen. So ist es möglich, gezielt neue Erholungsmöglichkeiten zu schaffen, die von einer Vielzahl der Bürger genutzt werden.

Die Umfrage ergab, dass ganze 42% mit der aktuellen Erholungssituation zufrieden und 29% sogar sehr zufrieden sind. Jedoch empfinden 21% diese nur als befriedigend und 6% sogar als ungenügend.

Als Handlungsempfehlung sollten, trotz der überwiegend positiven Resonanz, die vorhandenen Potentiale mehr genutzt werden. Von einem Großteil der Befragten wurde bemängelt, dass die vorhandenen Naturflächen am Wasser kaum genutzt werden. Diese könnten, wie z.B. am Spreeufer in Berlin, im Sommer mit Liegestühlen von der Stadt ausgestattet werden, um einen entspannten Platz direkt am Wasser zu bieten. Gerade in der Innenstadt sollten auch mehr Ruheplätze geschaffen werden, wo sich die Leute vom Alltagsstress zurückziehen können.

5.19 Einkauf – Angebotsgröße

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bewertung von 1-4, wobei 1 „sehr zufrieden“ und 4 „unzureichend“ bedeutet

Abb. 24: Beurteilung der Größe des Angebots beim Einkaufen (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, wie die Befragten die Größe des Warenangebots beim Einkaufen beurteilen. So ist es möglich, dieses gezielt an die aktuelle Nachfrage anzupassen und im Einzelhandel den Umsatz zu steigern.

Die Umfrage ergab, dass der überwiegende Teil mit dem aktuellen Angebot zufrieden (44%) oder sogar sehr zufrieden (25%) ist. 27% empfinden das aktuelle Warenangebot nur als befriedigend und 3% sind mit diesem unzufrieden.

Als Handlungsempfehlung sollten die Geschäfte, gerade im Bekleidungsbereich, auf qualitativ hochwertige Kleidung in Fachgeschäften wertlegen, da dies von einem Großteil der Befragten gefordert wurde. Weiterhin werden auch aktuelle Modetrends in den vorhandenen Geschäften vermisst.

5.20 Einkauf – Kompetenz des Personals

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bewertung von 1-4, wobei 1 „sehr zufrieden“ und 4 „unzureichend“ bedeutet

Abb. 25: Beurteilung der Kompetenz des Personals beim Einkaufen (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, wie die Befragten die Kompetenz des Personals in den Geschäften beurteilen. So ist es möglich, Mitarbeiter gezielt zu schulen, um die Beratung am Kunden zu verbessern.

Die Umfrage ergab, dass 44% der Befragten die Mitarbeiter als kompetent und 25% sogar als sehr kompetent betrachten. Jedoch empfanden 27% die fachliche Beratung nur als befriedigend und 3% waren mit dieser sogar unzufrieden.

Als Handlungsempfehlung sollte gerade in größeren Ketten darauf geachtet werden, die Mitarbeiter besser zu schulen, um die fachlichen Fragen der Kunden besser beantworten zu können. In dieser Hinsicht sollten auch Aushilfskräfte in den einzelnen Läden nicht vernachlässigt werden, da diese auch oft direkten Kontakt zum Kunden haben und eine entsprechende Beratung bieten müssen.

5.21 Einkauf – Freundlichkeit des Personals

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Bewertung von 1-4, wobei 1 „sehr zufrieden“ und 4 „unzureichend“ bedeutet

Abb. 26: Beurteilung der Freundlichkeit des Personals beim Einkaufen (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, wie die Befragten die Freundlichkeit des Personals in den Geschäften beurteilen. So ist es möglich, Mitarbeiter dahingehend zu fördern, dass diese ihre eigene Zufriedenheit auf den Kunden übertragen und so das Einkaufserlebnis weiter verbessern.

Die Umfrage ergab, dass 54% der Befragten die Mitarbeiter als freundlich wahrnehmen und 22% sogar als sehr freundlich. Jedoch bemängeln 19% der Befragten die Freundlichkeit der Mitarbeiter und 4% sind sogar sehr unzufrieden.

Als Handlungsempfehlung sollten die Läden darauf achten, dass an erster Stelle ihre Mitarbeiter zufrieden sind, denn nur zufriedene Mitarbeiter können auch dem Kunden gegenüber freundlich sein. Dies kann zum einen durch gezielte Schulungen in diesen Bereichen passieren, allerdings müssen auch die Arbeitsbedingungen so geschaffen sein, dass sich die Mitarbeiter nicht überfordert fühlen. Es sollte auf ausreichend Pausen geachtet werden und durch Kleinigkeiten, wie z.B. Gratisgetränke, das Wertschätzungsgefühl der Mitarbeiter gesteigert werden.

5.22 Einkauf – Atmosphäre

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Bewertung von 1-4, wobei 1 „sehr zufrieden“ und 4 „unzureichend“ bedeutet

Abb. 27: Beurteilung der Atmosphäre beim Einkaufen (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, wie die Befragten die Atmosphäre in den Geschäften beurteilen. So ist es möglich, ein Ambiente zu schaffen, in dem sich der Kunde wohlfühlt und gern regelmäßig einkauft.

Die Umfrage ergab, dass 50% der Befragten mit der aktuellen Atmosphäre zufrieden und 26% sogar sehr zufrieden sind. Jedoch empfinden 22% diese nur als befriedigend und 1% empfindet diese als ungenügend.

Als Handlungsempfehlung sollte auf die Sauberkeit und Ordnung in den Läden geachtet werden, da diese Punkte von einem Großteil der Befragten bemängelt wurden. Weiterhin sollte darauf geachtet werden, dass auch die Schaufenster ansprechend und modern gestaltet sind und zum restlichen Laden-Ambiente passen. Das Personal sollte dahingehend geschult werden, nicht zu aufdringlich zu sein und so das Einkaufserlebnis zu zerstören. Stattdessen muss Beratung dann vorhanden sein, wenn diese erwünscht ist und der Kunde sollte sich auch durch Kleinigkeiten, wie z.B. Gratisgetränke, wertgeschätzt und willkommen fühlen.

5.23 Einkauf – Öffnungszeiten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bewertung von 1-4, wobei 1 „sehr zufrieden“ und 4 „unzureichend“ bedeutet

Abb. 28: Beurteilung der Öffnungszeiten (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, wie die Befragten die Öffnungszeiten der Geschäfte beurteilen. So ist es möglich, diese gezielt der Nachfrage anzupassen und unnötige Personalkosten zu vermeiden.

Die Umfrage ergab, dass 39% der Befragten die Öffnungszeiten als gut und 27% sogar als sehr gut empfinden. Jedoch wurden diese auch von 33% bemängelt, wovon sogar 12% sehr unzufrieden mit den aktuellen Öffnungszeiten sind.

Als Handlungsempfehlung sollte dringend darauf geachtet werden, dass sich die Geschäfte mit ihren Öffnungszeiten besser abstimmen und diese gerade am Wochenende in den kleinen Läden verlängert werden, da dies von der Mehrheit der Befragten kritisiert wurde. Unter der Woche wären laut einem Großteil der Befragten Öffnungszeiten bis 20 Uhr völlig ausreichend, jedoch sollten im Gegenzug, wie bereits erwähnt, die Öffnungszeiten am Wochenende (auch verkaufsoffene Sonntage) ausgeweitet werden.

5.24 Einkauf – Einkaufsorte

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Abb. 29: Einkaufsorte nach Produktkategorien (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, wo die Befragten bestimmte Produkte kaufen. So ist es möglich, das Angebot der Innenstadt so zu entwickeln, dass dieses speziell auf die Anforderungen der Bürger zugeschnitten wird.

Die Umfrage ergab, dass die Befragten die Innenstadt hauptsächlich besuchen, um Schreibwaren (70%) und Drogerieartikel (67%) zu erwerben. Weiterhin machen Optik (61%), Bücher (60%), Elektroartikel (60%) und Bekleidung (54%) das Kerngeschäft der Innenstadt aus. Selten werden in der Innenstadt Spielwaren (36%), Lebensmittel (28%) und Gartenbedarf (18%) gekauft.

Als Handlungsempfehlung sollte sich die Stadt bei der Ansiedlung neuer Geschäfte darauf konzentrieren, das Kerngeschäft auszuweiten und gerade in den meistnachgefragten Kategorien auch durch guten Service und hoher Qualität, dem wachsenden Onlinemarkt entgegenzuwirken. Die Produktgruppen, welche in der Innenstadt kaum nachgefragt werden, sollten nicht Fokus des Ausbaus sein, da man gerade für Lebensmittel nicht weite Wege außerhalb des Wohngebietes auf sich nimmt und Geschäfte für Gartenbedarf sich aufgrund des hohen Platzbedarfs nicht in einer Innenstadt ansiedeln lassen.

Des Weiteren sollte die Nachfrage bei den Produkten, welche leicht online zu erwerben sind, wie Bücher oder Elektroartikel, dadurch gesteigert werden, dass bestimmte Dienstleistungen angeboten werden, welche online nicht zu realisieren sind.

Dies könnten bei Büchern Vorlesungen oder Buchsignierungen von den Autoren sein, was Kunden in die Geschäfte locken würde und diese zum Kauf vor Ort animiert.

Die Kunden würden einen Kauf von Elektroartikeln vor Ort vorziehen, wenn sie diese zum einen testen können, die fachliche Beratung hervorragend ist, aber auch hier könnten Events, wie sie z.B. in den Apple-Stores in Berlin, angeboten werden, die Kunden in die Geschäfte locken.

5.25 Beliebte Geschäfte

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Abb. 30: „Lieblingsgeschäfte“ (Daten von 2006 und 2014) (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, welche Geschäfte die Befragten bevorzugen. So ist es möglich, sich an diesen zu orientieren und andere Geschäfte dahingehend zu verbessern.

Die Umfrage ergab, dass 25% der Befragten am liebsten bei „Media Markt“ einkaufen. Auf Platz 2 folgt „H&M“ mit 21% vor „Thalia“ mit 10%, „dm“ mit 9% und „Rossmann“ mit 8%.

Im Vergleich zu 2006 ist zu sehen, dass sich „H&M“ auf Platz 2 halten konnte, jedoch die damaligen Lieblingsläden durch neue Geschäfte in der Sankt Annen Galerie ersetzt wurden. Diese machen aktuell 44% der Lieblingsgeschäfte bei den Befragten aus. Verlierer durch den Bau der Sankt Annen Galerie ist „Rossmann“, welcher vorher eine Monopolstellung im Drogeriebereich in der Innenstadt hatte, aber durch neue Geschäfte wie „dm“, „Douglas“ oder „Yves Rocher“ zurückgedrängt wurde. Des Weiteren hat „Thalia“ im Bücher-Bereich die Marktanteile der Geschäfte „Buchhaus Melcher“ und „Weltbild“ weitestgehend übernehmen können und landet so auf Platz 4 der aktuellen Befragung.

Als Gründe für die Auswahl der „Lieblingsgeschäfte“ wurden zum Großteil das gute Angebot und der gute Service in den Läden genannt. Weiterhin wurden aber auch Punkte wie günstige Preise, eine gute Atmosphäre und die gute Lage der Geschäfte positiv von den Befragten wahrgenommen.

Als Handlungsempfehlung sollten sich andere Geschäfte an den genannten Geschäften orientieren, um ihr persönliches Ranking zu verbessern. Dabei sollte insbesondere auf guten Service und ein tolles Ambiente in den Läden geachtet werden. Wie dies genau realisiert werden kann, ist unter den Punkten 5.20 bis 5.22 detailliert beschrieben.

5.26 Beliebte Restaurants

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Abb. 31: „Lieblingsrestaurants“ (Daten von 2006 und 2014) (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, welche Restaurants die Befragten bevorzugen. So ist es möglich, sich an diesen zu orientieren und andere Restaurants dahingehend zu verbessern.

Die Umfrage ergab, dass 14% der Befragten am liebsten im Restaurant „Kartoffelkäfer“ essen. Auf Platz 2 folgt der Italiener „Al-Dente“ (13%), gefolgt von der Bar „Fonte“ (10%), dem Italiener „Piazza San Marco“ (9%) und dem Inder „Malabar“ (7%).

Im Vergleich zu 2006 ist zu sehen, dass sich der Italiener „Al-Dente“ auf Platz 2 halten konnte, jedoch seine Beliebtheit um 5% sank. Auch die Bar „Fonte“ konnte sich auf dem 3. Platz halten, musste jedoch 2% der Beliebtheit einbüßen. Gewinner der aktuellen Befragung ist das Restaurant „Kartoffelkäfer“, welches sich von Platz 5 auf Platz 1 verbessern konnte und dabei seine Beliebtheit um 4% steigern konnte. Der damalige Gewinner „Eiscafé Venezia“ ist nun komplett aus den Top-5 verschwunden und wurde neben der Bar „Herzschlag“ durch den Italiener „Piazza San Marco“ und dem Inder „Malabar“ ersetzt.

Als Gründe für die Auswahl der „Lieblingsrestaurants“ wurden neben dem guten Essen auch eine tolle Atmosphäre und guter Service von den Befragten gelobt. Auch die gute Lage der Restaurants und das exklusive Angebot wurden häufig von den Befragten positiv hervorgehoben.

Als Handlungsempfehlung sollte, wie bereits unter Punkt 5.17 erwähnt, verstärkt auf eine internationale Vielfalt bei den Restaurants geachtet werden und in Zukunft auch gesundes und vegetarisches bzw. veganes Essen angeboten werden. So wird es möglich sein, die Leute verstärkt zum Essen in die Innenstadt zu locken und den Umsatz in diesem Bereich wieder zu steigern.

5.27 Fehlende Geschäfte / Warenangebote

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Abb. 32: Fehlende Geschäfte (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, welche Geschäfte bzw. Warengruppen den Befragten in Brandenburg an der Havel fehlen. So ist es möglich, gezielt Geschäfte anzusiedeln, die von den Bürgern gewünscht werden und die Beliebtheit der Stadt und die Einnahmen zu steigern.

Die Umfrage ergab, dass sich 25 Personen mehr Qualitätsbekleidung in der Stadt wünschen. Weiterhin wünschen sich 23 Personen gesunde und vegetarische bzw. vegane Ernährung. Auch ein größeres Angebot an junger Mode (21 Personen) und Bekleidung (20 Personen) wird gezielt nachgefragt. Außerdem wurden von den Befragten auch konkrete Wünsche geäußert, welche Geschäfte angesiedelt werden sollten. So wurden z.B. Karstadt (7 Personen), Zara (6 Personen), Peek & Cloppenburg (6 Personen) genannt.

Als Handlungsempfehlung sollte auf die Kundenwünsche reagiert werden und gerade im Bereich der Qualitätsbekleidung und beim gesunden und vegetarischen bzw. veganen Essen mehr Geschäfte angesiedelt werden.

5.28 Sonstige Wünsche

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Abb. 33: Sonstige Wünsche (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, was den Befragten in Brandenburg an der Havel konkret fehlt. So ist es möglich, diese Wünsche umzusetzen und anhand der Maßnahmen, die Stadt gezielt zu verbessern.

Die Umfrage ergab, dass sich 29 Personen mehr Angebote für junge Leute wünschen. Auch das Grundbedürfnis nach Sauberkeit scheint nicht ausreichend erfüllt zu sein, da sich 24 Personen mehr Sauberkeit in der Stadt wünschen. Weiterhin wurden auch mehr Kultur (17 Personen), vielfältige Restaurants (14 Personen) und ein besseres ÖPNV-Angebot (10 Personen) gefordert. Nicht zu vernachlässigen sind auch der Wunsch nach einem attraktiveren Stadtbild (10 Personen), mehr Bars (9 Personen), einem freien WLAN-Zugang (7 Personen), mehr Veranstaltungen (6 Personen) und mehr Radwegen (5 Personen).

Als Handlungsempfehlung sollten dringend Maßnahmen ergriffen werden, um die Sauberkeit der Stadt zu verbessern und mehr Angebote für junge Leute zu schaffen. Aber auch die anderen Wünsche sollten mittelfristig umgesetzt werden.

5.29 Kinderfreundlichkeit

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Abb. 34: Beurteilung der Kinderfreundlichkeit (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, ob die Brandenburger Innenstadt als kindergerecht empfunden wird. So ist es möglich, das Stadtbild ggf. an die jüngsten Bewohner anzupassen.

Die Umfrage ergab, dass bei dem Teil der Befragten, die die Situation beurteilen konnten (49%), 63% der Meinung waren, dass die Innenstadt nicht kindergerecht ist. Nur 37% gaben an, diese als kindergerecht zu empfinden.

Als Handlungsempfehlung sollte dringend stärker auf Familien mit Kindern eingegangen werden. Dazu sollten in der Innenstadt mehr Spielmöglichkeiten geschaffen werden, wo aber auch Ruhebereiche für die Eltern vorhanden sind. Dies wünschte sich auch der größte Teil der Befragten. Weiterhin sollten die Straßen und Wege besser gestaltet werden, wie bereits unter Punkt 5.6, 5.8 und 5.9 genannt. Außerdem sollte auch in den Geschäften und Restaurants darauf geachtet werden, diese barrierefrei zu gestalten und Angebote für Kinder zu schaffen.

5.30 Beliebte Veranstaltungen

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Abb. 35: Beliebte Veranstaltungen (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, welche Veranstaltungen Menschen nach Brandenburg an der Havel locken. So ist es möglich, beliebte Veranstaltungen stärker zu bewerben und neue Veranstaltungen zu schaffen, um für mehr Publikumsverkehr zu sorgen.

Die Umfrage ergab, dass die beliebteste Veranstaltung das „Havelfest“ ist, was 26% der Befragten angaben. Weiterhin zählen das Brandenburger Theater (15%), das Stadtfest (14%) und der Weihnachtsmarkt (10%) zu beliebten Veranstaltungen. Auch der „Töpfermarkt“ im „Paulikloster“ zieht 9% der Befragten in die Stadt.

Als Handlungsempfehlung sollte darauf geachtet werden, die beliebten Veranstaltungen stärker zu bewerben. Über welche Kanäle die Befragten am besten zu erreichen sind, wird unter Punkt 5.31 näher beschrieben. Weiterhin sollten auch neue Veranstaltungen geschaffen werden, die sich an den beliebten Veranstaltungen orientieren und so mehr Leute aus dem Umland in die Stadt locken.

5.31 Informationsquellen - Veranstaltungen

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Abb. 36: Informationsquellen für Veranstaltungen (Mehrfachnennung möglich) (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, auf welchen Kanälen die Befragten von den Veranstaltungen der Stadt erfahren. So ist es möglich, die Werbung zielgerichtet auf den relevanten Kanälen auszubauen und so mehr Interessenten zu erreichen.

Die Umfrage ergab, dass 55% der Befragten ihre Informationen direkt von Bekannten empfohlen bekommen. 53% beziehen ihre Informationen aus Zeitungen, wo die „Brawo“, die „MAZ“ und der „Meetingpoint“ am stärksten vertreten sind. Weiterhin beziehen 46% der Befragten ihre Informationen aus dem Internet, wo am stärksten das soziale Netzwerk „Facebook“, die Suchmaschine „Google“ und die Website „Brandenburg.de“ vertreten sind. 34% bekommen ihre Informationen von Plakaten, wobei diese in der Innenstadt, direkt an den Geschäften und am „Haus der Offiziere“ am erfolgreichsten wirken. Die 14%, die ihre Informationen über das Radio bekommen, erhielten diese auf den Sendern „BB-Radio“ und „Kulturradio“. Nur 1 Befragter gab an, seine Informationen aus dem Bürgerbüro der Stadt zu erhalten.

Als Handlungsempfehlung sollte die Stadt verstärkt Werbung für Veranstaltungen in den genannten Zeitungen platzieren, da diese die meisten Interessenten erreichen. Ferner sollte auch das Internet gezielt genutzt werden, um für Veranstaltungen zu werben, dort sollten gerade soziale Netzwerke nicht außer Acht gelassen werden, da dort die Werbung meistens als Empfehlung von Freunden erscheint.

In die Radiowerbung und die Werbung im Bürgerbüro sollte nicht mehr so stark investiert werden, da über diese Kanäle kaum Interessenten erreicht werden und diese nur unnötige Kosten verursachen.

5.32 Informationsquellen - Geschäfte

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Abb. 37: Informationsquellen für Geschäfte (Mehrfachnennung möglich) (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, auf welchen Kanälen die Informationen über Geschäfte erhalten. So ist es möglich, die Werbung zielgerichtet auf den relevanten Kanälen auszubauen und so mehr Interessenten zu erreichen.

Die Umfrage ergab, dass 53% der Befragten ihre Informationen aus Zeitungen beziehen, wobei die Werbebeilagen in der „Brawo“, in der „MAZ“ und im „Preußenspiegel“ am stärksten vertreten sind. Als zweitstärkste Informationsquelle wurde die Verbreitung der Informationen direkt zwischen den Personen genannt, was 39% der Befragten angaben. Weiterhin beziehen 25% der Befragten ihre Informationen aus dem Internet, wo am stärksten die Anzeigen bei der Suchmaschine „Google“ wirken. 15% bekommen ihre Informationen von Plakaten, wobei diese meist direkt an den Geschäften genutzt werden. Die 4%, die ihre Informationen über das Radio bekommen, erhielten diese hauptsächlich bei dem Sender „BB-Radio“.

Als Handlungsempfehlung sollten die Geschäfte verstärkt Werbung in den Zeitungen schalten, da diese von den meisten Befragten konsumiert werden. Dies kann nicht nur über Werbebeilagen geschehen, sondern die Befragten könnten auch direkt durch Gutscheine in den Briefkästen angesprochen werden. Es könnte auch eine gezielte Zeitung herausgebracht werden, die von allen Geschäften in der Innenstadt gemeinsam finanziert wird, wo alle gemeinsam ihre Produkte bewerben und so auch Kunden von anderen Geschäften erreichen können.

Einen weiteren wichtigen Kanal stellt auch die Online-Werbung dar, da auf diesem Weg gerade junge Leute erreicht werden können. So könnte beispielsweise eine App von den Geschäften entwickelt werden, evtl. begleitend zur eben angesprochenen Zeitung, wo die Nutzer die neuesten Angebote direkt auf ihr Smartphone bekommen. Über die Ortungsfunktion der Smartphones können auch gezielt Kunden angesprochen werden, die sich in der Nähe der Geschäfte befinden. Dies ließe sich auch mit Gutscheinen und Bonusprogrammen für die genannten Geschäfte verbinden, um die Kunden zu halten.

In die Radiowerbung und die Werbung auf Plakaten sollten Geschäfte nicht so stark investieren, da diese nur von wenigen Menschen gezielt genutzt werden, um sich über die Geschäfte zu informieren.

5.33 Beliebte Orte

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Abb. 38: Beliebte Orte in Brandenburg an der Havel (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, was bei den Befragten in Brandenburg an der Havel besonders beliebt ist. So ist es möglich, die beliebtesten Orte in Brandenburg weiter auszubauen und neue Orte nach deren Vorbild zu schaffen.

Die Umfrage ergab, dass den Befragten mit 16% am meisten das Wasser in und um der Stadt gefällt. Außerdem gaben 12% an, dass sie die Sankt Annen Galerie in Brandenburg an der Havel besonders mögen, gefolgt von der Altstadt mit 7%, der Natur mit 6% und dem „Neustädtischen Markt“ mit 5%.

Als Handlungsempfehlung sollte die Stadt versuchen, sich stärker an ihrem Alleinstellungsmerkmal, dem Wasser und der Natur, zu orientieren und diese Punkte gezielt auszubauen. Auch die historische Altstadt sollte gezielt in den Fokus zur Verbesserung des Stadtimages rücken. Weiterhin sollte der Kurs beibehalten werden, der mit der Sankt Annen Galerie und der Sanierung des „Neustädtischen Marktes“ begonnen wurde, da dies gut bei den Bürgern ankommt.

5.34 Änderungswünsche

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 39: Änderungswünsche für die Innenstadt (Untergliederung nach Themenschwerpunkten) (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, zu ermitteln, was die Befragten an der Stadt Brandenburg an der Havel stört. Dazu wurden die Befragten aufgefordert sich in die Rolle des Bürgermeisters / der Bürgermeisterin zu versetzen, um deren Kreativität anzuregen und so Maßnahmen zu erhalten, welche Änderungen gezielt gewünscht sind.

Die Umfrage ergab, dass sich die meisten Menschen (38% der Befragten) Veränderungen bei der Infrastruktur wünschen. Dabei sollten insbesondere die Fuß- und Radwege, die Parkplätze und der Verkehr verbessert werden. Wie dies genau geschehen kann, ist unter den Punkten 5.5 bis 5.10 näher erläutert.

Als zweitgrößter Änderungswunsch wurden Maßnahmen im Freizeitbereich (31%) genannt. Dabei fiel besonders auf, dass sich mehr Freizeitmöglichkeiten für junge Leute gewünscht wurden. Diese Thematik ist unter Punkt 5.12 detaillierter dargestellt.

Weiterhin wünschten sich die Befragten Verbesserungen im Stadtbild (19%). Dabei wurden insbesondere eine Veränderung bei der Sauberkeit und die Sanierung von Gebäuden gefordert. Konkrete Maßnahmen dazu sind unter Punkt 5.11 bzw. 5.13 zu finden.

Bei den Geschäften wünschen sich 9% der Befragten eine Veränderung. Dabei sollte insbesondere auf mehr Auswahl an Geschäften und auf das Angebot von höherer Qualität geachtet werden. Dies ist unter Punkt 5.27 mit detaillierten Daten dargestellt.

5% der Befragten wünschten sich auch Verbesserungen im Tourismusbereich, allerdings ohne konkrete Punkte anzusprechen. Maßnahmen wie dies geschehen könnte sind unter Punkt 5.18 bzw. 5.30 dargestellt.

5.35 Brandenburg an der Havel mit einem Wort

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 40: Brandenburg an der Havel mit einem Wort (Werte gerundet) Quelle: Eigene Darstellung

Der Grund für die Auswahl dieser Frage war es, das Wort zu ermitteln, welches die meisten Befragten mit Brandenburg an der Havel verbinden. So ist es möglich, bei der Etablierung einer Stadtmarke sich gezielt darauf auszurichten.

Die Umfrage ergab, dass 12% der Befragten die Stadt Brandenburg an der Havel mit dem Wort „Wasser“ identifizieren. Weiterhin assoziieren die Befragten die Wörter „Heimat“ (7%), „Alt“ (5%), „Schön“ (4%) und „Klein“ (4%) mit Brandenburg an der Havel.

Als Handlungsempfehlung sollte die gewünschte Stadtmarke sich auf das Wasser in Brandenburg an der Havel fokussieren. Zur Etablierung dieser Marke ist es notwendig, das Angebot im Freizeit- und Erholungsbereich gezielt auf diese Thematik zu richten. Dazu könnte das Wassersportangebot der Stadt erweitert werden und wie bereits in Punkt 5.18 die Erholungsmöglichkeiten der Stadt auch auf dieses Thema fokussiert werden.

6. Fazit

Die vorliegende empirische Untersuchung zeigt, dass sich die Innenstadt, in Brandenburg an der Havel, im Vergleich zu 2006 verbessert hat. Das lässt sich hauptsächlich auf die Eröffnung der Sankt Annen Galerie im August 2009 zurückführen. Dies ist deutlich daran zu erkennen, dass die Innenstadt nun gezielter zum Einkaufen genutzt wird. Zum Großteil liegt das an den neuen Geschäften in der Sankt Annen Galerie. Somit konnte sich das neu geschaffene Einkaufszentrum im Herzen Brandenburgs zum zweitbeliebtesten Ort der Bürger entwickeln. Dennoch gibt es weiterhin viele Herausforderungen, denen sich die Stadt Brandenburg an der Havel stellen muss.

Das Hauptproblem, welches dringend beseitigt werden muss, ist die geringe Attraktivität der Brandenburger Innenstadt. So wurde von vielen die zu geringe Sauberkeit und ein ungepflegtes Stadtbild, welches sich hauptsächlich auf leerstehende und zerfallene Gebäude zurückführen lässt, bemängelt.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die geringen Freizeitgestaltungsmöglichkeiten der Stadt. Dies ist besonders bei den jüngeren Menschen zu spüren, was sich stark in den geäußerten Wünschen widerspiegelt. Es sollten also dringend Orte geschaffen werden, an denen sich sowohl Jugendliche, wie auch Kinder beschäftigen können. Langfristig würde dies auch zu einer Steigerung der Attraktivität der Stadt führen und die stark kritisierte Kinderunfreundlichkeit der Stadt beseitigen.

Die Kinderunfreundlichkeit wurde auch stark bei der Infrastruktur der Stadt bemängelt. So sind die vorhandenen Fuß- und Radwege, aber auch die Straßen durch das abgenutzte Kopfsteinpflaster nicht für Kinderwagen geeignet. Dies stellt aber nicht nur für junge Familien ein Problem dar. Auch immer mehr ältere Bürger können sich auf den kaputten Wegen kaum auf den Beinen halten.

Ein weiteres Thema, was auch die Infrastruktur betrifft, sind die Parkplätze der Stadt. So werden nicht nur Wünsche nach mehr Parkplätzen in der Innenstadt laut, sondern auch am Brandenburger Hauptbahnhof müssen weitere Parkmöglichkeiten geschaffen werden, da der neu geschaffene Parkplatz viel zu klein ist.

Obwohl durch die Sankt Annen Galerie viele neue Geschäfte in der Innenstadt geschaffen wurden, vermissen die Befragten dennoch bestimmte Angebote. Die Nachfrage nach Bekleidung mit gehobener Qualität, aber auch junge und moderne Mode kann durch die ortsansässigen Läden noch nicht gestillt werden.

Es mangelt allerdings nicht nur an Geschäften in der Innenstadt, auch die Gastronomie kann mit ihren vorhandenen Angeboten nicht überzeugen. Dies lässt sich sehr gut daran ausmachen, dass nur noch 1% der Befragten die Innenstadt zum Essen aufsucht. Die Brandenburger Gastronomen scheinen den Ernährungswandel der letzten Jahre verpasst zu haben, da ausdrücklich der Wunsch nach gesunder und vegetarischer bzw. veganer Ernährung geäußert wurde, die bisher von keinem einzigen Restaurant in der Innenstadt bedient wird. Des Weiteren wird auch immer deutlicher, dass, gerade bei der heutigen Globalisierung, eine vielfältige und moderne internationale Küche in Brandenburg an der Havel noch Mangelware ist.

Wenn die Stadt Brandenburg an der Havel also in den nächsten Jahren eine Stadtmarke etablieren möchte, ist es wichtig, die angesprochenen Problemfelder zu beseitigen. Als Themengebiet für diese Stadtmarke sollte sich auf das Wasser in und um der Stadt spezialisiert werden, da dies die meisten Menschen mit Brandenburg an der Havel verbinden. Dazu müssen vorhandene Potenziale gerade im Erholungsbereich besser genutzt werden, aber auch neue Freizeitmöglichkeiten und ein besseres Stadtbild müssen dafür geschaffen werden. Werden all diese Punkte in den nächsten Jahren umgesetzt, ist es mittelfristig möglich, dass Brandenburg an der Havel sich auch für jüngere Leute wieder zu einem beliebten Vorort von Berlin entwickelt.

Literaturverzeichnis

Bundesministerium für Bildung und Forschung (o. J.): Demografischer Wandel - den Wandel aktiv gestalten.o. O.:o. J., http://www.bmbf.de/de/20112.php (Zugriff am 27.05.2014)

Burth, Andreas, GNÄDINGER, Marc (2013): Verschuldung in Brandenburg: Kommunalverschuldung.o.O.:2013, http://www.haushaltssteuerung.de/verschuldung-kommunen-brandenburg.html (Zugriff am 27.05.2014)

Martens, Bernd (2010): Zug nach Westen – Anhaltende Abwanderung.o. O.:2010, http://www.bpb.de/geschichte/deutsche-einheit/lange-wege-der-deutschen-einheit/47253/zug-nach-westen?p=all (Zugriff am 27.05.2014)

Schulte, Karl-Werner; Immobilienökonomie: Band I: Betriebswirtschaftliche Grundlagen. 3.Aufl. München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2008.

SGK Brandenburg (2013): Brandenburger Kommunen reduzierten ihre Schulden.o. O.:2013, http://bit.ly/1kb7XZu (Zugriff am 27.05.2014).

Stadt Brandenburg (o.J.): Die Chronik der "Wiege der Mark Brandenburg".Brandenburg an der Havel:o.J., http://www.stadt-brandenburg.de/stadt/geschichte/ (Zugriff am 27.05.2014).

Stadt Brandenburg an der Havel – Die Oberbürgermeisterin – Fachgruppe Statistik und Wahlen (Hrsg.), 2012: Statistischer Jahresbericht 2012.

Anhang

Anhang 1 – Funktionsbezogener Projektstrukturplan XI

Anhang 2 – Gantt-Diagramm XII

Anhang 3 – Fragebogen XVI

Anhang 1 – Funktionsbezogener Projektstrukturplan

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Anhang 2 – Gantt-Diagramm

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Anhang 3 – Fragebogen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] vgl. Bundesministerium für Bildung und Forschung (o. J.): Demografischer Wandel - den Wandel aktiv gestalten.o. O.:o. J., http://www.bmbf.de/de/20112.php (Zugriff am 27.05.2014)

[2] vgl. Burth, Andreas, GNÄDINGER, Marc (2013): Verschuldung in Brandenburg: Kommunalverschuldung.o.O.:2013, http://www.haushaltssteuerung.de/verschuldung-kommunen-brandenburg.html (Zugriff am 27.05.2014)

[3] vgl. Martens, Bernd (2010): Zug nach Westen – Anhaltende Abwanderung.o. O.:2010, http://www.bpb.de/geschichte/deutsche-einheit/lange-wege-der-deutschen-einheit/47253/zug-nach-westen?p=all (Zugriff am 27.05.2014)

[4] vgl. SGK Brandenburg (2013): Brandenburger Kommunen reduzierten ihre Schulden.o. O.:2013, http://bit.ly/1kb7XZu (Zugriff am 27.05.2014).

[5] vgl. Stadt Brandenburg (o.J.): Die Chronik der "Wiege der Mark Brandenburg".Brandenburg an der Havel:o.J., http://www.stadt-brandenburg.de/stadt/geschichte/ (Zugriff am 27.05.2014).

[6] vgl. ebenda

[7] vgl. Stadt Brandenburg an der Havel – Die Oberbürgermeisterin – Fachgruppe Statistik und Wahlen (Hrsg.), 2012: Statistischer Jahresbericht 2012, S. 27.

[8] vgl. Martens, Bernd (2010): Zug nach Westen – Anhaltende Abwanderung.o. O.:2010, http://www.bpb.de/geschichte/deutsche-einheit/lange-wege-der-deutschen-einheit/47253/zug-nach-westen?p=all (Zugriff am 27.05.2014)

[9] vgl. Stadt Brandenburg an der Havel – Die Oberbürgermeisterin – Fachgruppe Statistik und Wahlen (Hrsg.), 2012: Statistischer Jahresbericht 2012, S. 27.

[10] vgl. ebenda, S. 31.

[11] vgl. Schulte, Karl-Werner, 2008: Immobilienökonomie: Band I: Betriebswirtschaftliche Grundlagen. München, S. 400.

[12] vgl. Stadt Brandenburg an der Havel – Die Oberbürgermeisterin – Fachgruppe Statistik und Wahlen (Hrsg.), 2012: Statistischer Jahresbericht 2012, S. 14.

[13] vgl. ebenda, S. 75.

[14] vgl. ebenda, S. 96.

[15] vgl. ebenda, S. 117.

[16] vgl. ebenda, S. 134.

Details

Seiten
85
Jahr
2014
ISBN (Buch)
9783656845607
Dateigröße
3.4 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v284160
Institution / Hochschule
Fachhochschule Brandenburg
Note
1,3
Schlagworte
Passanten Brandenburg an der Havel Befragung Empirische Untersuchung Region Havel Brandenburg Stadtmarketing

Autoren

  • Tobias Külper (Autor)

    1 Titel veröffentlicht

  • Dennis Gravenhorst (Autor)

  • Sylvia Kubala (Autor)

  • Eva Pfitzner (Autor)

  • Marius Westphal (Autor)

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Titel: Passantenbefragung in Brandenburg an der Havel und Entwicklung von Handlungsempfehlungen