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Die Wichtigkeit von Lieferantenmanagement im Rahmen des Beschaffungsmanagements

Hausarbeit 2014 15 Seiten

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Einführung und Problembeschreibung
1.2. Ziel der Arbeit
1.3. Aufbau der Arbeit

2. Grundlagen
2.1. Definition und Ziele des Lieferantenmanagements
2.2. Einordnung in das Beschaffungsmanagement

3. Analyse der Lieferanten- und Beschaffungsgüterstruktur
3.1. Analyse der Lieferantenstruktur
3.1.1. ABC-Analyse der Lieferanten
3.1.2. Portfolioanalyse der Lieferanten
3.2. Analyse der Beschaffungsgüterstruktur
3.3. Normstrategien

4. Der Lieferantenmanagement-Prozess
4.1. Lieferantenscouting
4.2. Lieferantenbewertung
4.3. Lieferantenklassifizierung
4.4. Lieferantenentwicklung
4.5. Lieferantenauswahl
4.6. Lieferantenintegration

5. Fazit
5.1. Zusammenfassung
5.2. Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Vgl. Hofbauer/Mashhour/Fischer (2012), Lieferantenmanagement,

Abbildung 2: Vgl. Hofbauer/Mashhour/Fischer (2012), Lieferantenmanagement,

Abbildung 3: Vgl. Hartmann (2010), Lieferantenmanagement

Abbildung 4: Vgl. Appelfeller/Buchholz (2006), Supplier Relationship Management,

Abbildung 5: Vgl. Appelfeller/Buchholz (2006), Supplier Relationship Management,

Abbildung 6: Vgl. Hofbauer/Mashhour/Fischer (2012), Lieferantenmanagement,

Abbildung 7: Vgl. Hofbauer/Mashhour/Fischer (2012), Lieferantenmanagement,

Abbildung 8: Vgl. Appelfeller/Buchholz (2006), Supplier Relationship Management,

1. Einleitung

1.1. Einführung und Problembeschreibung

Das moderne Beschaffungsmanagement hat sich in den vergangenen Jahrzehnten vom operativ orientierten Bestellwesen zum strategisch orientierten Einkauf gewandelt.1 Während der Fokus des traditionellen Einkaufs auf der termingerechten Bereitstellung von Produktionsgütern zu möglichst niedrigen Preisen lag,2 liegt das Hauptaugenmerk des modernen Einkaufs auf dem Aufbau langfristiger, strategischer Partnerschaften mit den Lieferanten.3

Die Gründe für diesen Wandel sind zurückzuführen auf die veränderten Rahmenbedingungen unserer modernen Gesellschaft. Durch die zunehmende Globalisierung sehen sich Unternehmen einem immer größer werdenden Wettbewerbsdruck ausgesetzt, welcher einhergeht mit stetig steigendem Kostendruck. Steigender Kostendruck hat dazu geführt, dass sich die Unternehmen wieder verstärkt auf ihre Kernkompetenzen fokussieren und Randtätigkeiten vermehrt an externe Dienstleister auslagern. Dieses als „Outsourcing“ bezeichnet Vorgehen bedingt ein hohes Maß an Verlässlichkeit und Transparenz zwischen den kooperierenden Unternehmen. Die rasante technische Entwicklung der letzten Jahre hat dazu geführt, dass sich die Produktlebenszyklen vieler Güter entsprechend verkürzt haben. Produkte welche gestern noch „up-to-date“ waren sind heute bereits wieder „outdated“. Diese Tatsachen, sowie der Trend zum Global Sourcing, haben dazu geführt, dass sich das Produktangebot um ein vielfaches erhöht hat und sich die Märkte von Käufermärkten zu Verkäufermärkten gewandelt haben.

Abbildung 1: Herausforderungen in der Beschaffung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Um sich entgegen diesen Herausforderungen auf den globalen Märkten behaupten zu können ist es wichtig, ein ganzheitliches Beschaffungsmanagement aufzubauen, in dessen Mittelpunkt ein effizientes Lieferantenmanagementsystem steht. Die Ausrichtung der Lieferanten- Kunden-Beziehung auf ein gemeinsames Ziel ist dabei essenziell.

1.2. Ziele der Arbeit

Ziel dieser Arbeit ist es, das Lieferantenmanagement als Bestandteil des modernen Beschaffungsmanagements vorzustellen, den Lieferantenmanagement-Prozess in seinen einzelnen Phasen zu beschreiben und den Nutzen für Lieferanten und Kunden herauszustellen.

1.3. Aufbau der Arbeit

Nach der Einleitung, welche einen groben Überblick über die Entwicklungen und Herausforderungen des Beschaffungsmanagements geben soll, werden im zweiten Kapitel der Begriff Lieferantenmanagement definiert, die Ziele herausgestellt und eine Einordnung des Lieferantenmanagements in den betrieblichen Beschaffungsprozess gegeben. Im dritten Kapitel geht es um die die Analyse der Lieferanten- und Beschaffungsgüterstruktur als Ausgangsbasis eines effizienten Lieferantenmanagementsystems. Das vierte Kapitel bildet den Hauptteil des Assignments und stellt den Lieferantenmanagement-Prozess in seinen Einzelteilen vor. Zum Abschluss wird nochmals auf die eingangs erwähnte Problemstellung Bezug genommen und ein Ausblick in die Zukunft gewagt.

2. Grundlagen

2.1. Definition und Ziele des Lieferantenmanagements

Lieferantenmanagement (engl. Supplier Relationship Management) ist definiert als die strategische Gestaltung und Steuerung der Beziehungen zwischen einem Abnehmer und seinen Lieferanten.4

Strategisch bedeutet in diesem Zusammenhang nachhaltig und langfristig. Nachhaltige Lieferanten-Abnehmer-Beziehungen können nur bestehen, wenn sich für beide Seiten Vorteile ergeben. Hierzu ist es notwendig die Ziele der Lieferanten und Abnehmer zu definieren und aufeinander abzustimmen.

Ziel des Lieferantenmanagements ist es, die Qualität der eigenen Produkte zu steigern, Risiken zu reduzieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.5 Hierzu muss das Unternehmen die Beschaffung als strategische Aufgabe begreifen6 und seine Lieferanten aktiv in den betrieblichen Wertschöpfungsprozess einbinden.

2.2. Einordnung in das Beschaffungsmanagement

Das Lieferantenmanagement bildet, das Herzstück des modernen Beschaffungsmanagement. Die Auswahl, Einbindung und Entwicklung leistungsfähiger Lieferanten sind für den Unternehmenserfolg von entscheidender Bedeutung. Entsprechend der großen Bedeutung, erstreckt sich das Lieferantenmanagement über weite Teile des Beschaffungsprozesses.

Abbildung 2: Einordnung des Lieferantenmanagements

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Anders als in Abbildung 2 könnte der Lieferantenmanagement-Prozess auch bis in die Produktion hinein dargestellt werden, da moderne Beschaffungssysteme wie das Just-In-Time-Verfahren oder Lean Production eng mit der Produktion verzahnt sind.

3. Analyse der Lieferanten- und Beschaffungsgüterstruktur

Die Analyse der Lieferanten- und Beschaffungsgüterstruktur bildetet die Grundlage eines modernen Lieferantenmanagementsystems. Da die gleichzeitige Bearbeitung aller Lieferanten und Beschaffungsgüter nicht wirtschaftlich möglich ist, ist es notwendig zu wissen, auf welche Lieferanten und Güter sich ein Unternehmen konzentrieren sollte.7 Aufbauend auf eine strukturierte Einteilung lassen sich später Normstrategien für eine effiziente Bearbeitung der Lieferanten- und Gütersegmente ableiten.8

3.1. Analyse der Lieferantenstruktur

Für die Analyse der Lieferantenstruktur stehen zwei Verfahren zur Auswahl:

- ABC-Analyse der Lieferanten
- Portfolio-Analyse der Lieferanten

Die ABC-Analyse ist ein Instrument zur Untersuchung von Mengen-Wert- Verhältnissen.9 Angewandt als Instrument zur Analyse der Lieferantenstruktur stellt sie den wertmäßigen Anteil des Einkaufsvolumens in Abhängigkeit von der Anzahl der Lieferanten dar.

Abbildung 3: ABC-Verteilung der Lieferanten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In Anlehnung an das Pareto-Prinzip lassen sich so drei Kategorien von Lieferanten anhand ihres wertmäßigen Anteils am Einkaufsvolumen identifizieren:

A-Lieferanten: Auf die sogenannten A-Lieferanten entfällt ca. 80% des Einkaufsvolumens. Der Anteil der A-Lieferanten am Gesamtlieferantenpool beträgt dabei gerade einmal 5%.
B-Lieferanten: Auf B-Lieferanten entfällt nur noch ca. 15% des Einkaufsvolumens, wobei dieses Volumen durch 15% der Lieferanten erzeugt wird.
C-Lieferanten: C-Lieferanten tragen nur noch einen Anteil von ca. 5% zum Einkaufsvolumen bei. Dieser geringe Volumenanteil wird dabei von ca. 80% der Lieferanten getragen.

Aufgrund ihrer Wichtigkeit für den Beschaffungsprozess, sollte der Fokus bei der Gestaltung der Lieferantenbeziehungen auf die A-Lieferanten gelegt werden.10 Eine effiziente Bearbeitung dieser Lieferantengruppe birgt für das Unternehmen die höchsten Erfolgspotenziale.

C-Lieferanten sind hingegen nur nachrangig und unter dem Prinzip der Aufwandsreduzierung zu bearbeiten.11

[...]


1 Vgl. Hartmann (2010), Lieferantenmanagement, S. 13

2 Vgl. Hartmann (2010), Lieferantenmanagement, S. 13

3 Vgl. Hofbauer/Bauer (2004) (zit. nach Hofbauer/Mashhour/Fischer (2012), S. 1)

4 Vgl. Hirchsteiner (2006), Einkaufs- und Beschaffungsmanagement, S. 493

5 Vgl. Hofbauer/Mashhour/Fischer (2012), Lieferantenmanagement, S. 21

6 Vgl. Hofbauer/Mashhour/Fischer (2012), Lieferantenmanagement, S. 21

7 Vgl. Hartmann (2010), Lieferantenmanagement, S. 26

8 Vgl. Hofbauer/Mashhour/Fischer (2012), Lieferantenmanagement, S. 25 3.1.1. ABC-Analyse der Lieferanten

9 Hirchsteiner (2006), Einkaufs- und Beschaffungsmanagement, S. 422

10 Vgl. http://www.economics.phil.uni-erlangen.de/lehre/bwl- archiv/lehrbuch/kap2/liefmgt/liefmgt.pdf, S. 11

11 Vgl. Hartmann (2010), Lieferantenmanagement, S. 28

Details

Seiten
15
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656833154
ISBN (Buch)
9783656831211
Dateigröße
2.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v283658
Institution / Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
2,3
Schlagworte
Lieferantenmanagement Suplier-Relationship-Management SRM Beschaffungsmanagement

Autor

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