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Die Entmannung des Peter Abaelards und sein literarischer Umgang mit der Kastration

Textkritische Analyse

Hausarbeit (Hauptseminar) 2013 29 Seiten

Klassische Philologie - Latinistik - Mittel- und Neulatein

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichte der Kastration

3. Abaelard
3.1 Vorgeschichte der Entmannung
3.2 Auseinandersetzung mit der Untat – ungewollte „Trostbriefe“
3.3 Thematisierung der Kastration im fünften Brief an Heloisa

4. Fazit

Quellenverzeichnis

Literaturverzeichnis

Internetquellen

1. Einleitung

non intrabit eunuchus adtritis vel

amputatis testiculis et absciso venetro ecclesiam Domini [1]

Wie aus diesem Zitat aus dem 5. Buch Moses deutlich wird, findet sich die Bezeichnung Eunuch schon im Alten Testament. Unter einem Eunuchen wird eine männliche Person verstanden, deren die Geschlechtsteile entfernt wurden. Im lateinischen wird dieser Vorgang mit dem Verb castrare ausgedrückt, woher sich die heutige Bezeichnung Kastration ableitet. Die Praxis der Kastration findet sich bereits weit vor der Christianisierung der Antike, unter anderem war sie im Perserreich gebräuchlich. Auch mythologisch erhielt die Entmannung Eintritt in die Literatur und Praxis. Beispielsweise berichtet Hesiod von der Entmannung des Uranos durch deinen Sohn Kronos, was einen göttlichen Dynastiewechsel einleitete[2].

In der modernen Welt hat die Kastration in ihrer drastischen, gewaltsamen Form weniger Gewicht. Hinsichtlich der Beeinträchtigung der Zeugungsfähigkeit ist ein kleiner operativer Eingriff möglich, der medizinisch als Vasektomie bezeichnet wird[3]. Diese ist zu unterscheiden von dem heute als Kastration bezeichneten schwereren operativen Eingriff, auch als Gonadektomie bezeichnet, „der ausschließlich in der Tumorchirurgie oder aber bei Straftätern mit schweren sexuellen Störungen zur Triebdämpfung zur Anwendung kommt“[4]. Die Entfernung des männlichen Gliedes hingegen wird in sehr seltenen Fällen durchgeführt, meist aus medizinischen Gründen oder auf freiwilliger Basis, beispielsweise bei einer Geschlechtsumwandlung[5]. Aus gesundheitlichen Gründen wurde eine Entmannung bereits in der Antike durchgeführt und war aus diesen Gründen ebenfalls gesetzlich erlaubt, eine unfreiwillig, gewaltsame Entmannung wurde erstmals von Kaiser Domitian verboten. Als Racheakt oder aus anderen Gründen wurde sie immer wieder eingesetzt. In der Zeit des Mittelalters findet sich eine berühmte Persönlichkeit, an der ein solches Verbrechen begangen wurde. „Petrus Abaelard steht bis heute in dem […] Rufe des populärsten Kastraten des Mittelalters.“[6] Die Besonderheit dieser Aussage liegt vor allem darin begründet, dass Abaelard ein Werk in Briefform verfasst hat, welches heute als eine Art Autobiographie bezeichnet werden kann. Mit dem heute als Historia calamitatum bezeichneten Trostbrief an einen Freund und dem daran anschließenden Briefwechsel mit seiner Geliebten Heloisa gibt der mittelalterliche Theologe einen Einblick in die Ereignisse seines Lebens und zugleich in seine Gefühlswelt. Die vorliegende Arbeit hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Historia calamitatum und den vierten bzw. fünfte Brief der Korrespondenz zwischen Abaelard und Heloisa hinsichtlich des persönlichen Umgangs mit der Kastration zu untersuchen. Wie hat Peter diesen tiefen Einschnitt an seinem Körper und damit in sein ganzes Leben erlebt und vor allem verarbeitet? Es soll versucht werden aufzuzeigen, inwiefern die Kastration einen Wendepunkt in seinem Leben darstellt. Dabei stehen seine persönlichen Aussagen, sowohl die direkten wie auch die indirekt implizierten, im Vordergrund.

Zunächst wird in den Text der Historia calamitatum eingestiegen und die Vorgeschichte der Entmannung aus Abaealards Aussagen kurz skizziert. Im Anschluss wird die gewaltsame Tat an sich dargestellt und anhand des Originaltextes wird versucht, die Empfindungen, sowohl die direkt genannten, als auch die ungesagten, herauszufiltern. In welcher Weise hat die Entmannung seine Biografie nachhaltig beeinflusst und welche Erklärungs- und Bewältigungsstrategien sind aus seinen Aussagen erkenntlich? Dass er diese blutige Tat überlebte, ist für seine Zeit schon eine Besonderheit, doch mit welchen Gefühlen und Handlungen reagiert er darauf?

Dazu werden noch zwei weitere Quellentexte hinzugezogen, jeweils ein Brief von Fulco von Deuil und Roscelin de Compiègne. Diese unterstützen zum einen das Faktum der Entmannung an sich und gestatten ebenfalls Rückschlüsse auf Abaelards Handeln nach der Kastration zu ziehen. Ebenfalls geben diese beiden Quellenstücke Aufschluss über die Reaktionen der Umwelt von Peter. Findet sich in diesen Schreiben vor allem eine freundschaftlich, tröstende Tendenz oder zynische und verhöhnende Zeilen?

Der letzte Teil fokussiert sich auf den Briefwechsel mit Heloisa, implizit den 4. Brief von ihr an den Gelehrten und das daraus resultierende Antwortschreiben Abaelards. Auch anhand dieses Briefes mit autobiographischen Inhalten soll versucht werden, den Umgang Abaelards mit seiner Entmannung nachzuvollziehen. Insbesondere soll darauf geachtet werden, inwiefern eine Weiterentwicklung der Gedankenwelt und des Umgangs mit der Entmannung erkennbar ist. In welchem Licht sieht Abaelard mehrere Jahre nach der eigentlichen Tat, seine Kastration?

Bevor die die relevanten Aussagen Abaelards in diesen beiden Schreiben textkritisch analysiert werden, soll im Vorhinein ein kurzer theoretischer Einblick auf die Historie der Entmannung gegeben werden, mit Details die im Laufe der Textanalyse relevant werden. Was wird unter der Kastration verstanden, aus welchen Gründen wurde sie durchgeführt? Des Weiteren interessieren die Rechts- und Kirchenrechtsbestimmungen der entsprechenden Zeit. Es soll an dieser Stelle darauf verwiesen werden, dass diese theoretische Vorbetrachtung nur Überblickscharakter hat, da eine detaillierte Darstellung den Rahmen dieser Arbeit sprenge würde. Eine genaue Auseinandersetzung der Thematik findet sich im Reallexikon für Antike und Christentum[7].

2. Geschichte der Kastration

Die Kastration und das Eunuchentum gehen auf eine lange Tradition zurück. Nicht nur historisch treten Entmannungen seit der Antike auf, sondern sie sind auch in der Mythologie verankert und finden sich ebenso als Grundlage von Kulten wieder[8]. An dieser Stelle soll darauf verwiesen werden, dass allgemein drei Arten von Eunuchen unterschieden werden. Zum einen gibt es die Menschen, die ohne Geschlechtsteile geboren wurden, die die sich selbst entmannten aufgrund kultischer, religiöser oder auch medizinischer Kausalitäten und als letzte die Gruppe der von fremder Hand Entmannten[9].

Grundsätzlich ist aus medizinischer Sicht festzustellen, dass die natürliche Folge der Kastration der Verlust der potestas generandi ist. Das bedeutet, dass die Testikel ausgeschält, die Samenstränge durchtrennt oder auf andere Weise die Fortpflanzungsmöglichkeit liquidiert wurde. Handelte es sich um eine vollständige Amputation sowohl der Testikel als auch des Phallus, wird von einem Verlust der potestas coeundi und daraus resultierend der sexuellen Libido gesprochen[10]. Das äußerliche Erscheinungsbild wird, sofern die Kastration überlebt wurde, ebenfalls Veränderungen ausgesetzt. Es ist dabei zu unterscheiden zwischen vorpubertären Entmannten und nachpubertären Verschnittenen. Erste Gruppe behält meist ein feminines Aussehen und das Ausbleiben des Haarwuchses im Bart- und Intimbereich. Ebenfalls tritt der Stimmbruch nicht ein[11]. Doch auch die im Mannesalter Entstellten weisen typische Merkmale der fehlenden Gonaden auf, allgemein wirkt das Erscheinungsbild auch hier weicher, d.h. femininer[12]. Des Weiteren sind viele Verschnittene von Fettleibigkeit, Kurzatmigkeit, frühem greisenhaften Aussehen und allgemeiner körperlicher Schwäche geplagt, so postulieren es schon die antiken Quellen, wie im Artikel des RAC detailliert aufgezeigt wird[13]. Die Gründe für Kastrationen sind vielfältiger Natur. Ein sehr wichtiger Aspekt war die Gewinnung von Eunuchensklaven, die selten waren, da die Überlebenschancen einer Entmannung eher gering waren. Diese wurden besonders als Wächter, insbesondere von Frauen genutzt[14]. Des Öfteren war die Kastration auch eine Strafmaßnahme oder Foltermethode, beispielsweise um politische Gegner abzustrafen und an der Fortpflanzung des Stammes oder Geschlechts zu hindern[15]. Ebenfalls wurden die Geschlechtsteile beschnitten bei sexuellen Delikten, wie Ehebruch oder Vergewaltigung[16]. Auch aus medizinischen Zwecken konnten die Hoden entfernt werden, wie es auch heutzutage aufgrund von Prostatakrebs geschehen kann[17].

Die freiwillige Kastration begründet sich in den meisten Fällen auf religiöse Aspekte. In der Antike waren Selbstkastraten am häufigsten dem Kybele-Kult zuzuschreiben. Doch auch im Christentum finden sich Männer, die sich aus religiösen Gründen selbst beschnitten. Ausschlaggebend war dafür zumeist die Auslegung von mehrdeutigen Bibelstellen, inwiefern diese eventuell falsch ausgelegt wurden, soll an dieser Stelle nicht betrachtet werden. Der bekannteste christliche Selbstkastrat, der auch bei Peter Abaelard Erwähnung findet, ist der Kirchenvater Origenes. Über diesen wird von Eusebius von Caesareia in dessen Ἐκκλησιαστικὴ ἱστορία berichtet, dass dieser sich gemäß Matthäus 19,12[18] selbst beschnitten habe, um als Lehrer von Frauen keiner Verleumdungsrede ausgesetzt zu sein[19]. Die Tatsache des Verschnittenseins hat Origenes in seiner kirchlichen Karriere aber offensichtlich nicht weiter geschadet.

Als letzter Punkt soll kurz skizziert werde, inwiefern Kastration im Kirchenrecht verankert war. Die Notwendigkeit von Konzils und Synodalbeschlüsse bezüglich der Kastration begründete sich in den Bestrebungen den Selbstkastrationen entgegenzuwirken. Diese hatten sich anscheinend immer weiter vermehrt, womit die entsprechenden Männer bezweckten die christliche Askese einzuhalten[20]. Seit dem Konzil von Nicäa 325 wurden Kastraten vom Klerikerstand ausgeschlossen und wurden nicht mehr in diesen aufgenommen[21]. Allerdings galt diese Vorschrift einzig für die Selbstkastraten. Männer, die aus medizinischen Beweggründen oder von fremder Hand unfreiwillig entmannen wurden, waren von dieser Regelung ausgeschlossen und es war ihnen demnach weiterhin möglich die klerikale Ämterlaufbahn anzutreten bzw. weiterzuführen. In den Apostolischen Canones um 400 tritt ebenfalls diese Differenzierung auf, wobei die Selbstkastraten gleichsam als homicida, als Mörder bezeichnet werden und damit gegen die göttliche Bestimmung handeln[22]. Auf der Synode von Limoges wurden diese Beschlüsse 1031 bestätigt und galten für das gesamte Mittelalter. Am deutlichsten fasst ein Zitat aus diesem Synodalbeschluss die Konsequenzen für Selbstkastraten bezüglich der klerikalen Karriere zusammen: Si quis abscidit semetipsum, id est, si quis amputavit sibi virilia, non fiat clericus, quia suus [sui ipsius] homicida est, et Die conditionis inimicus[23].

Zusammenfassend kann bezüglich des Kirchenrechts gesagt werden, dass Männer, die sich nicht freiwillig entmannten, sondern entweder aus medizinischen Beweggründe diesen Schritt gingen oder gewaltsam ihrer Männlichkeit beraubt wurden, keine Befürchtungen haben mussten aus dem Klerikerstand entlassen zu werden. Diejenigen konnten damit auch als Verschnittene die Tätigkeiten eines Mönches und Priesters ausführen.

Selbstzeugnisse von entmannten Männern, sofern sie eine Kastration überhaupt überlebten, aus Antike und Mittelalter sind als selten bis nicht existent zu bezeichnen. Eine große Ausnahme und damit einen einzigartigen Stellenwert nimmt Peter Abaelard ein, der mit seiner Historia calamitatum und in seinem Briefwechsel mit Heloisa seine subjektiven Empfindungen bezüglich seines eigenen Eunuchentums darstellt und dem Leser vor Augen führt. Im folgenden Kapitel soll sich diesem Aspekt des persönlichen Umgangs mit der Entmannung gewidmet werden, wobei eine Klärung, warum er entmannt wurde, vorangestellt wird.

[...]


[1] Liber Deuteronomii 23, 1, zit. n. Biblia sacra. Iuxta vulgatam versionem, ed. R. Weber, R. Gryson, Stuttgart 20075, S. 266.

[2] Hesiod, Theogonie V.176-182: ἦλθε δὲ νύκτ᾽ ἐπάγων μέγας Οὐρανός, ἀμφὶ δὲ Γαίῃ / ἱμείρων φιλότητος / ἐπέσχετο καί ῥ᾽ ἐτανύσθη / πάντη: ὃ δ᾽ ἐκ λοχέοιο πάις ὠρέξατο χειρὶ / σκαιῇ, δεξιτερῇ δὲ πελώριον ἔλλαβεν ἅρπην / μακρὴν καρχαρόδοντα, φίλου δ᾽ ἀπὸ μήδεα πατρὸς / ἐσσυμένως ἤμησε, πάλιν δ᾽ ἔρριψε φέρεσθαι ἐξοπίσω: zit. N. SUCHEN

[3] Bei der Vasektomie werden die Samenstränge durchtrennt um den Transport der Spermien zu verhindern, die Hoden werden nicht weiter angetastet und der Geschlechtsakt ist uneingeschränkt möglich. Vgl. M. Bohne, Die Pille für den Mann und die Vasektomie in der Medizin, Frankfurt a.M. 1997, S.28f.

[4] Ebd. S.29.

[5] In Deutschland ist eine solche freiwillige Kastration ab 25 Jahren möglich, dazu müssen allerdings verschiedene Auflagen, vor allem die Erstellung eines psychologischen Gutachtens, erfüllt werden. Das Gesetz über freiwillige Kastration und andere Behandlungsmethoden (KastrG) findet sich online unter: http://www.gesetze-im-internet.de/kastrg/index.html.

[6] S. Tuchel, Kastration im Mittelalter, Düsseldorf 1998, S.187.

[7] Vgl. R. Muth, Art. Kastration, in: G. Schöllgen, H. Brakmann u.a. (Hrsg.), Reallexikon für Antike und Christentum. Sachwörterbuch zur Auseinandersetzung des Christentums mit der antiken Welt, Stuttgart 2004, Bd. XX, Sp. 285-342.

[8] So findet sich bei Hesiod die Entmannung des Uranos durch Kronos (Hesiod, Theogenie V.176-181), doch auch im ägyptischen Raum findet sich die Beraubung der männlichen Geschlechtsteile in der Mythologie. Vgl. R. Muth, Art. Kastration, in: RAC, Bd. XX, Sp. 292f. Es gab auch Kulte, die aufgrund des religiösen Aspekts ihre Geschlechtsteile abschnitten, beispielsweise die Priester des Attis-Kybele-Kults. Vgl. S. Tuchel, Kastration, S.14f.

[9] Vgl. P. Guyot, Eunuchen als Sklaven und Freigelassene in der griechisch-römischen Antike, Stuttgart 1980, S.15.

[10] Vgl. R. Muth, Kastration, in: RAC, Bd. XX, Sp.286f.

[11] Vgl. ebd. Sp. 290. Der nicht vollzogene Stimmwechsel war auch ein Grund für die Knabenkastration v.a. im Barock, damit diese ihre Knabenstimme behielten und somit für Gesänge und Chöre besser und langfristiger geeignet waren. Weiterführend dazu: H. Ortkemper, Engel wider Willen. Die Welt der Kastraten. Eine andere Operngeschichte, Berlin 1993.

[12] P. Guyot, Eunuchen, S.16f.

[13] Vgl. R. Muth, Kastration, in: RAC, Bd. XX, Sp. 289f.

[14] Vgl. R. Muth, Kastration, in: RAC, Bd.XX, Sp. 302. Handelte es sich allerdings um einen Verschnittenen mit noch funktionierendem Glied, bei dem einzig die Zeugungsfähigkeit fehlte, wurde dieser auch gerne als Liebhaber der zu bewachenden Frauen genutzt, da der sexuelle Kontakt garantiert kinderlos verlief. So schreibt beispielsweise Martial in einem Epigramm, Lib.VI. 2, V.5: at prius – o mores! – et spado moechus erat, zit. n. M. Val. Martialis, Epigrammata. Ed. W.M. Lindsay, Oxford 19292.

[15] Aus staatlicher Sicht wurde die Kastration verboten, eine erste Regelung, die auch mit einem gewissen Strafmaß verbunden war, wurde von Kaiser Domitian erlassen. Vgl. M. Valerius Martialis, Lib.VI. 2 bezüglich der Ehe- und Kastrationsgesetze Domitians. Auch unter den christlichen Kaisern wurde die Kastration unter Strafe gestellt, beispielsweise verordnete Konstantin die Todesstrafe und Einzug des Vermögens damit einhergehend. Vgl. R. Muth, Kastration, in: RAC, Bd. XX, Sp. 332.

[16] Vgl. P. Guyot, Eunuchen, S.27.

[17] Vgl. http://www.prostata.de/lx_orchiektomie.html. Zuletzt angesehen: 09.12.2013, 17:20Uhr.

[18] Mt. 19,12: sunt enim eunuchi qui de matris utero sic nati sunt/ et sunt eunuchi qui facti sunt ab hominibus/ et sunt eunuchi qui se ipsos castraverunt propter regum caelorum qui potest capere capiat. zit. n. Biblia sacra. (wie Anm.1), S. 1555.

[19] Eus. H.e. 6,8, 1f.: Ἐν τούτῳ δὲ τῆς κατηχήσεως ἐπὶ τῆς Ἀλεξανδρείας τοὔργον ἐπιτελοῦντι τῷ Ὠριγένει πρᾶγμά τι πέπρακται φρενὸς μὲν ἀτελοῦς καὶ νεανικῆς, πίστεώς γε μὴν ὁμοῦ καὶ σωφροσύνης [19] μέγιστον δεῖγμα περιέχον. [2] τὸ γὰρ ‘εἰσὶν εὐνοῦχοι οἵτινες εὐνούχισαν ἑαυτοὺς διὰ τὴν βασιλείαν τῶν οὐρανῶν’ ἁπλούστερον καὶ νεανικώτερον ἐκλαβών, ὁμοῦ μὲν σωτήριον φωνὴν ἀποπληροῦν οἰόμενος, ὁμοῦ δὲ καὶ διὰ τὸ νέον τὴν ἡλικίαν ὄντα μὴ ἀνδράσι μόνον, καὶ γυναιξὶ δὲ τὰ θεῖα προσομιλεῖν, ὡς ἂν πᾶσαν τὴν παρὰ τοῖς ἀπίστοις αἰσχρᾶς διαβολῆς ὑπόνοιαν ἀποκλείσειεν, τὴν σωτήριον φωνὴν ἔργοις ἐπιτελέσαι ὡρμήθη, τοὺς πολλοὺς τῶν ἀμφ̓ αὐτὸν γνωρίμων διαλαθεῖν φροντίσας. Zit. n. Eusebius Werke. Die Kirchengeschichte, ed. E Schwartz, Bd.2, Teil 2, Leipzig1908, S.534.

[20] Vgl. S. Tuchel, Kastration, S.127.

[21] Vgl. R. Muth, Kastration, in: RAC, Bd. XX, Sp. 325.

[22] S. Tuchel, Kastration, S.128.

[23] Acta concilii Lemovicesis II sub Jordano habiti, in: J-P. Migne, Patrologia Latina 142 Paris 1853, Sp.1397B.

Details

Seiten
29
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656822875
ISBN (Buch)
9783656822868
Dateigröße
733 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v283053
Institution / Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena – Institut für Altertumswissenschaften
Note
1,0
Schlagworte
Abaelard Heloisa Entmannung Kastration Liebesbriefe Textkritische Analyse Mittelalter

Autor

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