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Makroökonomie in der Volkswirtschaftslehre

Ein Überblick

Vorlesungsmitschrift 2014 32 Seiten

VWL - Makroökonomie, allgemein

Leseprobe

Makroökonomie

A. Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung

1. Gesamtwirtschaftliche Kreisläufe

1.1 Grundlegende Begriffe

Die Makroökonomische Theorie beschäftigt sich mit Verhalten und den Bestimmungsgründen von wirtschaftlichen Aggregaten. Ein solches Aggregat kann zum Beispiel das Gesamteinkommen aller Wirtschaftssubjekte in einer Volkswirtschaft sein. Neben dem Volkseinkommen sind aber auch Beschäftigung, Produktion, Zinsniveau, Inflation, Konsum und die Wirkung der Geld- und Fiskalpolitik auf diese Größen Gegenstand der Makroökonomie.

Wirtschaftssubjekte:

a) Unternehmen:

- Produzieren Güter oder Dienstleistungen
- Verkauf gegen Entgelt
- Gewinnerzielungsabsicht

b) Haushalte:

- Konsumieren
- Verkauf von Faktorleistungen
- Einkommenserzeilungsabsicht

c) Staatssektor:

- Bereitstellung von Dienstleistungen ohne direkte Gegenleistung

d) Ausland

- Wohn- oder Firmensitz nicht innerhalb der Staatsgrenzen

Transaktionen:

- Jeder Transfer zwischen Wirtschaftssubjekten
- Reale und monetäre Transfers
- In der Regel über Märkte
- Faktorleistungen, materielle/immaterielle Güter, Forderungen…

Arten wirtschaftlicher Aktivität:

Zweiseitiger Tausch:

- Tausch von Faktorleistungen gegen Produkt
- Kauf/ Verkauf von z.B. Forderungen gegen Produkt
- Realtausch

Einseitiger Tausch:

- Transfer von Leistungen
- Schenkung, Übertragung

Markttransaktionen (zentrale Basis der VWL Gesamtrechnung):

- zweiseitig über Märkte
- Bewertung der Güter zu Marktpreisen

Fiktive Transaktion:

- Hilfsmittel der VWLG bei unnormalen Transaktionen (Unternehmen baut Anlage selber) Leistungstransaktion:

- die Höhe von Forderungen bzw. Verbindlichkeiten von Wirtschaftssubjekten werden verändert Æ Veränderung der Nettoposition/des Geldvermögens z.B. Gut auf Kredit verkauft

Finanztransaktion:

- Nettoposition wird nicht verändert, nur eine Umschichtung des Kapitals, also Struktur des Geldvermögens verändert sich z.B. mit Bargeld Aktien kaufen

1.2 Kreislauf der offenen Volkswirtschaft mit Staat und Außenhandel

Erfasst werden nur monetäre Ströme, da die Realströme genau entgegengesetzt fließen.

Flussdiagramm:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Weitere Darstellungsformen:

- Kontensystem
- Gleichungssystem
- Matrix

2. Gesamtwirtschaftliche Konten

2.1 Begriffe

- Produktionswert: Summe der zu Herstellungspreisen bewerteten Produktionsergebnisse der Periode
- Herstellungspreis: Verkaufspreis ohne die vom Käufer zu zahlende Steuer
- Vorleistungen: Werteverzehr an Sachgütern und Dienstleistungen für die Produktion der Periode
- Abschreibung: Werteverzehr an Investitionsgütern in der Periode

2.2 Produktionskonto

2.2.1 Anmerkungen zum Unternehmens-Produktionskonto

Auf der Habenseite wird der bewertete Output ausgewiesen. Er ist der Wert aller Güter, die im Rechnungszeitraum produziert wurden. Auf der Sollseite werden die Vorleistungen verbucht, sowie die Bruttowertschöpfung.

2.2.2 Anmerkungen zum Haushalts-Produktionskonto

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2.3 Gesamtwirtschaftliches Produktionskonto

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.3 Einkommenskonto

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.4 Vermögensänderungskonto

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Auf der Habenseite des Vermögensveränderungskontos wird die Vermögensbildung nach Herkunftsarten, auf der Sollseite die Vermögenslage nachgewiesen.

2.5 Finanzierungskonto

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3. Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung in Deutschland

Erfassung:

- Dezentral in den statistischen Landesämtern
- Daten gehen an das statistische Bundesamt in Wiesbaden
- Aufstellung der VWGR nach Richtlinien der EU und der UNO

- Die Sektoren werden weiter aufgegliedert

Unternehmen:

- Land- und Forstwirtschaft, Fischerei
- Warenproduzierendes Gewerbe
- Handel und Verkehr
- Dienstleistungen

Haushalte:

- Haushalte
- Organisationen ohne Erwerbscharakter

3.1 Entstehungsrechnung

Aufgabe der Entstehungsrechnung ist es, die Beiträge der einzelnen Wirtschaftsbereiche zur gesamten Bruttowertschöpfung zu erfassen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Inlandskonzept (BIP):

Das Inlandskonzept betrachtet eine Volkswirtschaft als Gesamtheit der innerhalb der Grenzen des Landes ansässigen produzierenden Wirtschaftseinheiten.

Das Inlandsprodukt enthält alle und nur alle im betrachteten Gebiet aus der Produktion entstandenen Einkommen.

Bruttoinlandsprodukt:

Man versteht darunter den Wert aller Endprodukte, die innerhalb der Grenzen eines Landes von Personen in einer bestimmten Periode erzeugt wurden. Das BIP basiert auf dem Inlandskonzept.

Inländerkonzept (BNE):

Nach dem Inländerkonzept wird die Volkswirtschaft aufgefasst als eine Gesamtheit von Inländern.

Das Inländerprodukt enthält den Saldo der Primäreinkommen zwischen Inländern und der übrigen Welt.

Bruttonationaleinkommen:

Darunter versteht man den Wert aller Endprodukte, die in einer Volkswirtschaft von den Inländern in einer bestimmten Periode erzeugt wurden. Das BNE beruht auf dem Inländerkonzept.

3.2 Verwendungsrechnung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bruttoinlandsprodukt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bruttonationaleinkommen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Nettonationaleinkommen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Volkseinkommen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bruttoinvestitionen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Privater Verbrauch:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das BNE wird häufig zur Charakterisierung der Wohlfahrt der betreffenden Gesellschaft verwendet. Die Verwendungsrechnung zeigt den Verbrauch auf.

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Details

Seiten
32
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656767046
ISBN (Buch)
9783656767039
Dateigröße
840 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v281891
Institution / Hochschule
Technische Universität Ilmenau
Note
Schlagworte
makroökonomie
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Titel: Makroökonomie in der Volkswirtschaftslehre