Lade Inhalt...

Cybermobbing in der Schule. Über die Notwendigkeit der Sensibilisierung im Umgang mit sozialen Netzwerken

Studienarbeit 2014 25 Seiten

Psychologie - Medienpsychologie

Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung und Ausgangssituation

2. Das soziale Netzwerk und das Web 2.0
2.1 Definition von- und Umgang mit sozialen Netzwerken

3. Mobbing / Bullying als Form aggressiven Verhaltens
3.1 Die Sozialpsychologie - Definition aggressiven Verhaltens
3.2 Mobbing / Bullying - Differenzierung beider Verhaltensformen
3.3 Die Grenzen sind verwischt - Die »Cyber - Ebene«

4. Cybermobbing
4.1 Erfassungsschwierigkeiten - Wann liegt Cybermobbing vor?
4.2 Wer ist Täter, wer ist Opfer?
4.3 Weitere Gewaltformen im Netz
4.3.1 Exkurs: Happy Slapping
4.3.2 Exkurs: Shitstorms
4.3.3 Exkurs: Sexting

5. Gefahrenzone »Soziales Netzwerk« - Schockierende Schlagzeilen
5.1 Folgen für die Opfer
5.1.1 Drastische Folgen: Selbstverletzendes Verhalten, Suizidversuche, Suizide

6. Sensibilisierung im Umgang mit sozialen Netzwerken
6.1 Durch Interaktion sensibilisieren und aufklären

7. Resümee

8. Literatur

1. Einleitung und Ausgangssituation

„Stirb, jeder wäre glücklich darüber[1] “ lautet die Schlagzeile der N24 Web - Nachrichten vom 07.08.2013. Ein 14-jähriges Mädchen erhängt sich nach Hassattacken auf der Frageplattform »Ask.fm«, welche ihr gegolten hatten. Diese Headline ist nur eine von vielen Schockierenden. Wir leben in einer Zeit, die durch technische Medien, durch das Netz und soziale Netzwerke, bestimmt wird. In welcher der »Personal Computer« fast zur Nebensache modifiziert ist. Wir leben mit Laptops, MacBooks, NetBooks, Tablets, Smartphones etc. und sind fast immer online. Aus einer aktuellen Studie (nachzulesen auf de.statista.com) geht hervor, dass die Anzahl der Smartphone - Nutzer (in Deutschland) sich in den Jahren (2009 bis Februar 2014) fast versiebenfacht hat (40,4 Mio.).[2] Besonders hervorzuheben ist die Rate der Smartphone - Nutzer unter den Jugendlichen. Aus der 2013 erschienenen JIM - Studie (Jugend, Information, „Multi“ - Media), eine Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-jähriger in Deutschland, geht hervor, dass 3 von 4 Jugendlichen bereits ein Smartphone besitzen.[3] Es entsteht der Eindruck, dass wir nicht nur in der gegenwärtigen realen Welt leben, sondern ebenso in einer Art »parallelen online - Welt«. Diese Netzwelt ist bestimmt durch scheinbar unendliche Möglichkeiten der Informationsbeschaffung, von Informationsaustausch und Kommunikation, der Selbstdarstellung und Präsentation, der Darstellung des Selbst wie es sein sollte, der Präsentation von Audios, Videos (Podcast, Video Podcast) und Bildern sowie der Visitation derer- um nur Wesentliches der globalen Netzwelt anzudeuten. Eben durch diese Parallelwelt in die wir, insbesondere Jugendliche, flüchten können, scheinen, häufig aufgrund des Vorteils der Anonymität, sämtliche Hemmschwellen bzgl. der Integrität anderer und eigene Toleranz- und Moralvorstellungen überschritten zu werden. Diese Arbeit soll einen Einblick in die Gefahrenzone »Soziales Netzwerk« schaffen. Zwischen Kommunikationsaustausch und Schikane, Bewertung und Wertung, Meinungsäußerung und »Shitstorm« (Punkt, 4.3.2 Seite 13), Präsentation und Missbrauch, liegen oft nur winzige Nuancen. Innerhalb des letzten Jahrzehnts kristallisierte sich eine neue Form aggressiven Verhaltens heraus: Cybermobbing. Auf der vielfältigen Ebene technologischer Medien ist anzunehmen, dass die Hemmschwelle zum »schikanieren« drastisch sinkt. Ich möchte mit dieser Arbeit einen Einblick in diese, leider oft unterschätze, Form des Mobbings geben. Dafür soll im nächsten Abschnitt zuerst das Wesen sozialer Netzwerke (als häufigster Ausgangspunkt von Cybermobbing) kurz erläutert werden. Anschließend werde ich einen Exkurs in die Sozialpsychologie unternehmen und mich dem traditionellen Schulmobbung nähern, um darauf bauend, die Brücke zum Mobbing auf digitaler Ebene zu schlagen. Der Fokus meiner Arbeit wird ab Punkt 4. ff. gesetzt. Wo entsteht Cybermobbing, wer ist Opfer und wer ist Täter? Was sind die Ergebnisse von statistischen Erhebungen? Wie dramatisch sind die Folgen seitens der Opfer? Resultierend möchte ich erläutern, wie elementar das Umdenken, der Sensibilisierungsprozess als Grundlage für die Prävention an Schulen ist. Die Ausbildung einer hinreichenden Medienkompetenz ist an unseren Schulen nicht mehr wegzudenken. Nicht ausschließlich die Schüler müssen für soziale Netzwerke und den in Ihnen versteckten Gefahrenzonen sensibilisiert werden, sondern maßgeblich auch Lehrkräfte und Eltern, denn soziale Netzwerke charakterisieren sich eben dadurch, dass sie das Alltägliche betreffen.

2. Das Soziale Netzwerk und das Web 2.0

Das soziale Netzwerk und das Web 2.0 greifen aufeinander bauend und werden begrifflich oft synonym verwendet, weshalb eine Differenzierung beider eher unvorteilhaft ist. Vielmehr kann das soziale Netzwerk (social network) als »Aufhänger« des Web 2.0 erfasst werden. Es setzt sich aus dem interaktiven, gemeinsamen Austausch innerhalb der sozialen Netzwerke zusammen. Zentral steht hierbei das »many to many« Prinzip. So stellt Burger fest, dass „beide Termini […] sich auf eine grundlegend veränderte Nutzung des Internets durch den Besitzer (User), der sich[…] nicht mehr als einen reinen Informationsempfänger definiert, sondern als jemand, der aktiv im und am Netz partizipiert“[4] modifizieren. Das Web 2.0 zeichnet sich demnach nicht durch „[…] Konsumenten […], sondern vielmehr [durch] Prosumenten“[5] aus, was den sozial interaktiven und partizipativen Ansatz betont. War ein derartiger Kommunikations- und Informationsaustausch vorher innerhalb bestimmter Foren oder Chats ebenfalls möglich, so ist im Web 2.0 eine neue Dimension dessen entstanden. Im Fokus stehen „[…] eine Reihe von neuen Technologien und Anwendungen [zum einen] und zum anderen […] Verhaltensänderungen der Internetnutzer […][6].“ Der Internetnutzer von »heute« ist ergo aufgrund medialer und technologischer Veränderungen im letzten Jahrzehnt selbst aktiv am- und im Netz beteiligt. Soziale Netzwerke ermöglichen dem User eine innovative Form von Kommunikation, Informationsaustausch, Kontaktpflege und Datenerstellung sowie Datenverbreitung[7] (»networking«), und dies geschieht personenspezifisch, also individuell auf den eigenen Nutzen abgestimmt. Diese Funktionen sozialer Netzwerke sollen im Folgenden näher erläutert werden.

2.1 Definition von- und Umgang mit sozialen Netzwerken

Um in sozialen Netzwerken aktiv werden zu können, muss eine Registrierung mit Einrichtung eines Benutzerkontos (Account mit Festlegung eines Benutzernamens und Passworts) erfolgen. Ab diesem Zeitpunkt beginnt das »networking«. Der Facebook - User z.B. legt ein individuelles Profil mit Angaben zur Person und Profilbild an, wobei selbst entschieden werden kann, wie viele Daten (Herkunftsort, Arbeit, Schule, Telefonnummer etc.) preisgegeben werden bzw. sichtbar (für Fremde und eigene Freunde) gemacht werden. Auf dem eigenen Profil können beliebig viele Fotos, Statusmeldungen oder sonstige Informationen (wenn gewollt für jedermann sichtbar) gepostet werden. Als Teil der sozialen Gemeinschaft kann der Internetnutzer nun Freundschaftsverknüpfungen (eine »Freundschaftsanfrage« muss durch die zur Freundschaft eingeladene Person bestätigt werden) erstellen. Der Benutzer fängt an sich auf nationaler und internationaler Ebene an, sich zu vernetzen. Dies geschieht durch die Angabe von Orten, an denen man sich befindet oder durch sogenannte »gefällt mir - Angaben«. Letztere sind öffentliche Seiten in Form von Shoppingportalen (z.B. amazon.de, zalando.de, otto.de.), Firmenseiten (z.B. aok.de, commerzbank.de, vodafone.de), Sportvereine oder Seiten prominenter Personen, sogenannte »Fanseiten[8] «. Über diese öffentlichen Seiten, welche man abbonieren kann (Neuigkeiten und Informationen diese Seite mit ihrem Thema betreffend werden auf der profileigenen Startseite gepostet), ist es auch möglich mit Menschen außerhalb der »Freundesliste« kommunizieren. Das bereits erwähnte Prinzip von Interaktion und Partizipation (Punkt 2.) ist demzufolge erfüllt. Während Facebook „[…] einer großen Allgemeinheit zum meist privaten Austausch von Informationen [dient], so liegt der Schwerpunkt bei [einem] geschäftlichen Netzwerk (Businessnetwork) […] eher auf der Pflege von Geschäftskontakten.[9] “ Die Registrierung in sozialen Netzwerken ist demzufolge abhängig von der individuellen Intention des Internetnutzers. Für die Pflege geschäftlicher Kontakte existieren Netzwerke wie XING oder LinkedIn. Das Prinzip der Registrierung mit eigener Mailadresse, der Profilanlegung und der Verknüpfung ist jedoch innerhalb aller möglichen Netzwerkformen identisch. Weitere, für Schüler relevante Formen sind Netzwerke wie die »VZ-Netzwerke« (schülerVZ, studiVZ, meinVZ), welche, aufgrund rasant fallender Mitgliederzahlen (von 2010 17 Mio. Nutzer auf 2012 2,8 Mio. Nutzer[10] ) hier nur am Rande erwähnt seien. Zusammenfassend: Das social network ist ergo eine „[…] Internetgemeinschaft, die sich in der Regel nur online begegnet; Nutzer können mittels vom [jeweiligen] Anbieter bereitgestellter Webanwendungen unter anderem persönliche Profile erstellen und gestalten, Freundeskreise aufbauen sowie interessenspezifischen Gruppen beitreten […].[11] “ Eine etwas andere Form der sozialen Vernetzung bietet der »Twitter-Kanal«. Kanal insofern, dass hier Sender - Empfänger - Modell vorliegt, welches in Echtzeit verwirklicht wird. Der Benutzer des Kanals kann Kurznachrichten an alle Twitter - Nutzer und »Follower« (Nutzer, die dem Sender und dessen Nachrichten folgen) verschicken. Diese Nachrichten können durch private Nutzer verschickt werden, durch Unternehmen, aber auch durch Organisationen und Medienanstalten.[12] Demnach kann Twitter auch als Echtzeitquelle für Nachrichten jeglicher Art verwendet werden. Das globale Tagesgeschehen (z.B. Meldungen über Naturkatastrophen) oder Nachrichten tagespolitischer Art u.v.m. erscheinen über Twitter in Echtzeit, also schneller als die Nachrichten veröffentlichen können. Eben aus diesem Grund (die neue Form der Öffentlichkeitsarbeit) sind die meisten Unternehmen und Medienanstalten (neben Facebook & CO.) bereits User des Twitter - Kanals. Das »networking« funktioniert auf allen Ebenen, überall auf der Welt und ist nicht mehr wegzudenken- besonders nicht für die sogenannte »Generation-Y« (digital natives; engl.: digitale Ureinwohner)[13]. Damit ist jene Generation gemeint, die zeitlebens mit digitalen Technologien vertraut sind, bereits mit Internet und allem zugehörigen aufwachsen- und aktiv daran beteiligt sind. Aus der aktuellen JIM - Studie geht hervor, dass von den 1200 telefonisch befragten Jugendlichen (vom 27.05.2013 bis 07.07.2013) 77% täglich bzw. mehrmals pro Woche im sozialen Netzwerk (hervorgehoben seien Facebook und Skype) aktiv sind.[14] Soziale Netzwerke bergen offensichtlich ein hohes Reizpotential für Jugendliche (und Erwachsene) in sich. Nirgends gelingt es besser sich selbst zu inszenieren, unauffällig der eigenen Neugier zu verfallen, eine Parallelwelt und somit einen Zufluchtsort zu schaffen und partizipatorisch sowie interaktiv Teil eines vermeintlich Ganzen zu sein. Doch genau hier, am Punkt der schier unendlichen Entfaltungsmöglichkeiten, setzt auch die Gefahr ein. Nicht alles ist möglich, nicht alles erlaubt. Insbesondere Heranwachsende sind schnell zu einem naiven Umgang mit sozialer Netzwerkkultur hingerissen. Fehlt die zwingend nötige Selbstreflexion, können rasant Grenzen überschritten, welche dramatische Folgen mit sich ziehen können. Können Diskrepanzen, Missverständnisse und Streitigkeiten zwischen Jugendlichen nicht gelöst werden, lädt gerade das Internet zu »Racheakten« ein- der Weg zum »Cyberbullying« wird bereitet.

3. Mobbing / Bullying als Form aggressiven Verhaltens

Um aufzuzeigen, dass es sich bei Mobbing / Bullying um ein Verhalten aggressiven Ursprungs handelt, soll im Folgenden ein kurzer Exkurs in die Sozialpsychologie erfolgen. Ziel ist es, sowohl aggressives Verhalten an sich als auch die Verhaltensformen Mobbing und Bullying bezüglich der auftretenden Lebensbereiche und den gegebenen Auslösern des Verhaltens zu erläutern, um sich schließlich dem Mobbing im Netz als Gefahrenquelle mit niedrigster Hemmschwelle zu nähern (Punkt 4).

3.1 Die Sozialpsychologie - Definition aggressiven Verhaltens

In der Sozialpsychologie wird »Aggression« bezeichnet als „Jede Form von Verhalten, das darauf abzielt, einem anderen Lebewesen zu schaden oder es zu verletzen, wobei dieses Lebewesen motiviert ist, eine solche Behandlung zu vermeiden.[15] “ Das bedeutet, dass dem aggressiven Verhalten eine Absicht zugrunde liegen muss, bei welcher nicht die Konsequenz der Handlung im Mittelpunkt steht, sondern die der Handlung zugrunde liegende Motivation- jemandem (wissentlich) Schaden zuzufügen. Es treten aggressive Verhaltensweisen in allen nur möglichen Lebensbereichen und Institutionen auf: im Privatleben (auf familiärer Ebene oder im Freundeskreis); in der Schule oder am Arbeitsplatz (hier setzen u.a. die Begriffe »Mobbing« und »Bullying« an); innerhalb bestimmter Gruppenkonstellationen (Mobbing durch eine Gruppe von Klassenkameraden, aber auch explizite Bandengewalt oder aggressives Verhalten rassistischen Ursprungs) und bei ethnischen oder politischen Gruppen (Krieg zwischen Nationen). Aggressives Verhalten kann differenziert betrachtet werden, in dem man zwischen »instrumenteller« und »feindseliger« Aggression unterscheidet, wobei Erstere darauf abzielt, ein bestimmtes Ziel zu erreichen (eine Geiselnahme zielt darauf ab Lösegeld zu bekommen), Letztere hingegen dem Täter als Ventil dazu dient, seinen Ärger und den damit verbundenen Gefühlen (feindseliger Art) auszudrücken. Auch können Subformen aggressiven Verhaltens gebildet werden. Diese sind vor allem abhängig von der Äußerungsform und werden wie folgt differenziert: körperliche und verbale Aggression; spontane und reaktive Aggression; individuelle Aggression sowie das aggressive Verhalten zwischen Gruppen.[16] Aufgrund der oben gegebenen Definition aggressiven Verhaltens einschließlich seiner Äußerungs- und Subformen, werden Mobbing und Bullying als eindeutig aggressive Verhaltensformen eingestuft. Im folgenden Abschnitt werden beide Begriffe näher erläutert.

3.2 Mobbing / Bullying - Differenzierung beider Verhaltensformen

Mobbing und Bullying differenzieren sich nur geringfügig. Die Verhaltensformen- und Äußerungen inklusive ihrer zugrundeliegenden Absicht sind identisch, doch ist der Kontext (die Rahmenbedingungen) der Handlungen ein anderer. Bullying beschreibt aggressives Verhalten gegenüber schwächeren Schülern (engl. »bullies«), welche nicht in der Lage sind, sich wirksam zu verteidigen. Es liegt ein sogenanntes „[…]Machtgefälle [vor].[17] “ Der Kontext ist in diesem Fall demnach die Institution Schule. Dasselbe Verhalten, im Kontext Berufsfeld (Arbeitsplatz) setzt Mobbing voraus, wobei beide Begriffe bezogen auf den schulischen Kontext, auch synonym verwendet werden können sowie Bullying (engl.) auf mit »Mobbing« übersetzt werden kann. Das Erscheinungsbild von Mobbing / Bullying ist geprägt durch »körperliche Aggression«, »verbale Aggression« und »relationale Aggression«. Letztere zielt darauf ab, die Beziehungen zu Mitschülern bzw. Arbeitskollegen zu schikanieren.[18] Bis auf die Form des relationalen Aggressionsverhaltens (der/die TäterIn hat die Möglichkeit sich bedeckt zu halten) sind Täter/Opfer in ihrer Rolle sowie die Rahmenbedingungen klar verifiziert. Ausschlaggebende Gründe für das Machtgefälle beim Mobbing können „[…] äußerlich empfundene Makel (Pickel, Übergewicht […]), fehlende Statussymbole (keine Markenbekleidung[…]) oder […] besondere Beliebtheit bei den Lehrern und generelle Unbeliebtheit in der Klasse [sein].[19] “ Die Opfer werden durch die anhaltende Drangsalierung (des Täters/der Täter, inklusive der „[…] Bystander [und] Zuschauer oder Dulder[20] “) mehr und mehr in einen Zustand der Isolation gedrängt. Was passiert, wenn die Möglichkeit besteht anonym zu mobben? Wenn »face-to-face« Situationen umgangen werden können. Wenn mehr »Mitmacher« involviert werden können. Wenn die Opfer einem größeren Publikum »vorgeführt« werden können. Wenn es so einfach und aufgrund der Anonymität scheinbar sanktionslos ist, online zu mobben, dann ist eine andere Ebene erreicht- eine Ebene, die innerhalb aller Sozialisations- und staatlichen Institutionen (Eltern, Lehrer, Peergroups, Präventionsvereine, Politik und Bildungspolitik, Jugendgesetzgebung) ein Höchstmaß an Sensibilisierung für den Umgang im Netz (insbesondere den sozialen Netzwerken) abverlangt.

[...]


[1] N24 Nachrichten. Panorama vom 07.08.2013 ǀ 11:30 Uhr. In: http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Panorama/d/3304942/askfm-cybermobbing-hannah-smith-selbstmord.html

[2] Statistik der Smartphone - Nutzer in Deutschland. Auf: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/198959/umfrage/anzahl-der-smartphonenutzer-in-deutschland-seit-2010/

[3] Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (2013): JIM - Studie 2013. Jugend, Information, (Multi-) Media. Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-jähriger in Deutschland. Stuttgart 2013: S. 51

[4] Burger, Thorsten: Social Media und Schule. Klasse 5 -13. Wege zum konstruktiven Umgang mit Facebook & Co. AOL-Verlag , Hamburg. 1.Auflage: 2013 S. 10

[5] Ebd.

[6] Folger, Mona: Entstehung und Entwicklung von Shitstorms: Motivation und Intention der Beteiligten am Beispiel von Facebook & Co. Hrsg. Bundesverband Deutscher Pressesprecher e.V. Helios Media GmbH, Berlin. 1. Auflage: Januar 2014 S. 19

[7] Ebd. S. 18-20

[8] Folger, Mona: Entstehung und Entwicklung von Shitstorms: Motivation und Intention der Beteiligten am Beispiel von Facebook & Co. Hrsg. Bundesverband Deutscher Pressesprecher e.V. Helios Media GmbH, Berlin. 1. Auflage: Januar 2014 S. 23

[9] Burger, Thorsten: Social Media und Schule. Klasse 5 -13. Wege zum konstruktiven Umgang mit Facebook & Co. AOL-Verlag , Hamburg. 1.Auflage: 2013 S.12

[10] Welt der Wunder vom 25.04.2014. Sonderheft zur 100. Ausgabe. Internet: Die 100 gefährlichsten (legalen) Seiten. Isabel Moss, Nuno Ramos: Wann stirbt Facebook? S. 15

[11] Burger, Thorsten: Social Media und Schule. Klasse 5 -13. Wege zum konstruktiven Umgang mit Facebook & Co. AOL-Verlag , Hamburg. 1.Auflage: 2013 S. 118

[12] Ebd. S. 18

[13] Ebd. S. 117

[14] Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (2013): JIM - Studie 2013. Jugend, Information, (Multi-) Media. Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-jähriger in Deutschland. Stuttgart 2013: S. 37

[15] Stroebe, Jonas. Hewstone (Hrsg.): Sozialpsychologie. Eine Einführung. Springer Medizin Verlag. Heidelberg. 5. Auflage: 2007 S. 267

[16] Ebd. S. 266-268

[17] Ebd. S. 289

[18] Ebd.

[19] Katzer, Catarina: Cybermobbing - Wenn das Internet zur W@ffe wird. Springer-Verlag Berlin Heidelberg: 2014 S. 58

[20] Ebd.

Details

Seiten
25
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656743033
ISBN (Buch)
9783656743019
Dateigröße
554 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v280137
Institution / Hochschule
Universität Potsdam – Lebensgestaltung - Ethik - Religionskunde
Note
1,7
Schlagworte
Cybermobbing Gefahren Sozialer Netzwerke Sensibilisierung Social Media Gewaltformen im Netz Suizid Jugendlicher

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Cybermobbing in der Schule. Über die Notwendigkeit der Sensibilisierung im Umgang mit sozialen Netzwerken