Lade Inhalt...

Modelle des Lernens

Zusammenfassung

Vorlesungsmitschrift 2013 7 Seiten

Psychologie - Lernpsychologie, Intelligenzforschung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Was ist Lernen?

Erlernen von Emotionen

Modelllernen

Biologie und Lernen

Wahrnehmen und Denken

Gedächtnistypen

Was ist Lernen?

Was ist Lernen?:

- Lernen ist das Aneignen neuer Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten
– Lernen ist ein Prozess, der zu relativ stabilen Veränderungen im Verhalten und im Verhaltenspotenzial führt
- Lernen basiert auf Erfahrungen
– Lernen wird aus dem Verhalten erschlossen

Unterscheidungen:

- Lernen / Gelernten → was man weiß
– Leistung / Performance → was zum Ausdruck kommt

Grundfragen:

- Was ändert sich im Verhalten durch Erfahrung?
– Wie kann man Veränderungen bewirken?

John Watson:

- es gibt kaum wissenschaftlichen Zugang zur Denkweise des Menschen
- Zugang ist nur über das Verhalten des Menschen möglich

Boris-Frederik Skinner:

- Die Experimente überwiegen auf Tiere beschränkt
- Frage, wie sich Reize auf das Verhalten auswirken
- Vogel-Beispiel: Das Futter als Reiz bewirkt das Aufpicken als Verhalten

E.L. Thorndike:

- hatte ein leicht ausgefalleneres Konzept als Skinner
- Reize lösen ein Verhalten aus, das eine Konsequenz zur Folge hat.
- Reize (S) → Verhalten (R) → Konsequenzen (C)

Behavorismus (Skinner):

- Verhalten kann durch Reize und Reiz-Konstellationen der Umwelt erklärt werden.
- Menschliches Verhalten und Änderung des Verhaltens erklärt sich durch die Verknüpfung von Reaktionen auf Erfahrungen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Klassische Konditionierung (Pawlow):

- Jeder Reiz, der eine reflexhafte Reaktion auslöst, ist ein unkonditionierter Reiz (UCS)
- Die Reaktion auf den unkonditionierten Reiz ist die unkonditionierte Reaktion (UCR)
- Das Prinzip der klassischen Konditionierung ist das alltägliche Beobachten
- Untersuchungen fanden fast ausschließlich im Labor statt

Kontiguität:

- Vorwärtskonditionierung

- CS1 (Glocke) vor UCS (Futter)
➔ Ein Tier wird irgendwann merken, dass immer, wenn die Glocke ertönt, Futter bereitsteht.
- Rückwärtskonditionierung
- UCS (Futter) vor CS (Glocke)
➔ Die seltener vorkommende Methode. Ein Tier wird merken, dass immer nach dem Essen eine Glocke ertönt. Jedoch ist dieser Effekt weniger nutzbar für das Tier.

Löschen:

- Entkopplung von CS und UCS
- CR2 wird schwächer

Spontane Erholung:

- nach Ruhepause erneutes Anbieten von CS
- CR tritt erneut auf (nach dem Prinzip „Aus den Augen aber nicht aus dem Sinn“)

Ersparnisse:
- erneutes Anbieten von CS und UCS
- CR ist stärker als früher (positiver Effekt des Wiedererlernens)

Erlernen von Emotionen

Hinweisfunktion eines Reizes (S-S-Lernen):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ertönt die Sirene als Hinweis, weiß der Mensch bereits nach wenigen Malen, dass auf den Warnton wahrscheinlich ein Luftangriff folgt. Hierdurch kann er sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, verbindet mit einer Sirene aber immer etwas Negatives, da er dieses Signal mit einem Luftangriff in Verbindung bringt.

Auslösefunktion eines Reizes (S-R-Lernen):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Sirene ertönt. Dies ist eigentlich ein neutrales Zeichen, das keine Reaktion zur Folge hat. Kurz nach der Sirene sieht die Person aufgrund eines Luftangriffs (der durch die Sirene ausgelöst wird) Verletzte und Tote auf der Straße liegen, was für Angst sorgt. Bedingt durch die Verbindung der Sirene und der Kriegsopfer löst in der Zukunft bereits die Sirene ein Angstgefühl aus.

Bekräftigung durch wiederholtes Zusammenkommen (Kontiguität der Reize):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Nacktheit löst mit Interesse und Lust ein positives Gefühl aus. Doch im wiederholten Falle folgt auf die Nacktheit zusammenhanglos Geschimpfe, was Unlust, Angst und ein schlechtes Gewissen auslöst. Obwohl die Nacktheit und das Schimpfen in keinem Zusammenhang stehen, verbindet der Mensch irgendwann mit der Nacktheit ein Gefühl der Unlust, der Angst und des schlechten Gewissens.

Emotionale Konnotation von Begriffen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In einem Gespräch wird wertneutral das Land „Niederlande“ erwähnt. Kurz darauf fallen - ohne einen Zusammenhang mit dem Staat „Niederlande“ - schöne Begriffe. Dies löst ein wohliges Gefühl bei dem Gedanken an die Niederlande aus, obwohl die schönen Begriffe nichts mit dem Land gemeinsam haben müssen.

Modelllernen

- Das Konzept des Moldelllernens stammt vom 1925 geborenen Albert Bandura
- Sozialverhalten wird vorwiegend durch Beobachtung und Nachahmung erlernt - prosoziales Verhalten
- aggressives Verhalten
- Spiegelneuronen
- Stirnlappenneuronen, die reagieren wenn Tätigkeiten ausgeführt werden oder jemand bei der Ausführung beobachtet wird
➔ Carpenter-Effekt; biochemische Veränderung im Zentralnervensystem (ZNS)
- Prozess des Spiegelns trägt zur Nachahmung insbesondere von Sprache und Empathie bei

Wirkfunktionen:

- man sieht, dass das Modell verstärkt wird
- das Modell ist beliebt und respektiert
- Attraktivität und Macht des Modells
- Der Beobachter stellt zwischen sich und dem Modell Ähnlichkeiten fest - Identifikation
- die Aufmerksamkeit des Beobachters wird belohnt
- Modellverhalten ist klar und sichtbar – Kompetenz zum Nachahmen reicht aus

[...]


1 Konditionierter Reiz

2 Konditionierte Reaktion

Details

Seiten
7
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656736523
ISBN (Buch)
9783656736530
Dateigröße
465 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v280119
Institution / Hochschule
Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen; Duisburg
Schlagworte
Psychologie Modelle des Lernens Lernen Rollenlernen Konditionierung Skinner Pawlow

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Modelle des Lernens