Lade Inhalt...

Endogener Journalismus. Das Potenzial der Medien für die Konflikt- und Friedensforschung

Wissenschaftliche Studie 2014 104 Seiten

Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. Die Bedeutung des „endogener Journalismus“
1.1 Was ist „Endogener Journalismus“?
1.1.1 Die Ausgangssituation
1.1.2 Das Konzept
1.1.3 Das Forum
1.1.4 Die Methode
1.1.5 Projektive Lernmethodologie für praktischen endogenen Journalismus
1.1.6 Einsatzperspektive des endogenen Journalismus
1.2 Endogene Entwicklungsmaßnahmen
1.2.1 Hinführung
1.3 Begriffsbestimmungen
1.3.1 Endogenität:
1.3.2 Endogene Medienarbeit
1.3.3 Kulturelle Erkenntnis: eine rhetorische Frage?
1.3.4 Partizipative Kommunikation und Endogenität
1.4 Medien in Kamerun als Problemlösung
1.4.1 Medien und Nationalität
1.4.2 Medien und Demokratisierung
1.4.2.1 Die öffentlichen Medien
1.4.2.2 Die privaten Medien
1.4.3 Medien und Konflikt
1.4.3.1 Dem friedlichen Weg folgen
1.5 Friedensjournalismus
1.5.1 Die Unesco-Mediendeklaration
1.5.2 Kriterien für gute friedensjournalistische Arbeit
1.6 Medien für Frieden − Prozess der Friedensjournalisten-Schule
1.6.1 Johan Galtung (Friedensjournalismus)
1.6.1.1 a- Friedens- bzw. Konfliktorientierung
1.6.1.2 Wahrheitsorientierung
1.6.1.3 Menschenorientierung
1.6.1.4 Lösungsorientierung
1.6.1.5 Forderungen
1.6.2 Kempf und die Konstruktive Berichterstattung
1.6.3 Nadine Bilke und die Konfliktsensitiven Berichtserstattung
1.6.3.1 Die konfliktsensitive Qualität
1.6.3.2 Modell für Konfliktsensitivität
1.6.4 Einordnung in die Journalismus-Forschung
1.7 Gehalt der endogenen Lehre im Journalismus
1.7.1 Wünschbarkeit und Objektivität
1.7.1.1 Diagramm der medialen Gesellschaft und ihrer Konfliktagenda
1.7.1.2 Pyramide der medialen Gesellschaft und ihrer Konfliktagenda
1.7.1.3 Pyramide der Konfliktagenda
1.7.2 Endogene Prozessanalyse
1.7.3 Die endogene Methode
1.7.3.1 Politik und Geopolitik
1.7.3.1.1 Geschichte und Geografie
1.7.3.2 Gesellschaftswissen und Religion
1.7.3.3 Soziologie und Ethnologie
1.7.3.4 Regionale Entwicklung und Klimatologie
1.7.3.5 Friedensjournalismus und Deontologie
1.7.3.6 Resümee
1.7.4 Medienpraxis in endogener Kompetenz
1.7.4.1 Eine Einführung
1.7.4.2 Mediation in Gewaltsituationen
1.7.4.3 Versöhnung in der Konfliktsituationen
1.7.4.4 Humanisierung statt Propaganda
1.7.4.5 Von der Ethnisierung zum Patriotismus
1.7.4.6 Von der Partizipation zur Nationenbildung
1.7.4.7 Die Heilung des Struktur-Schadens durch Information
1.8 Vorbemerkung zur Simulationsformel und ihrer Theorie
1.8.1 Simulation
1.8.2 Resümee des fünftes Teils

Vorwort

Die Gesellschaft, ihr Konfliktpotenzial und die Mediale Gleichung für Nationenbildung und Entwicklung.

Die Erkenntnis der Leistungen der Medien zur Gesellschaftsbefriedung, ihre Relevanz für eine Nachhaltige Entwicklung, ihre Fähigkeit zu demokratisieren und die journalistischen Kriterien zur Deeskalationsberichterstattung sind die medialen Merkmale, die in der defekten Demokratie zum Prozess der Nationenbildung beigetragen sollen.

Diese Untersuchung hat zur Identifikation des Endogenen Journalismus geführt, der sich im Sinne dieser Arbeit nicht nur für Schwellenländer seine Verwendbarkeit und seinen Nutzen zeigt, sondern für alle konfliktbeladenen Gesellschaften.

Die Fundierung dieser Untersuchung liegt in der Konflikt- und Friedensforschung in der Gesellschaft, und das Medienpotenzial dient als Beitrag zu ihrer Befriedung. Die Annerkennung der Forschung im 21. Jahrhundert in Bereichen der Sozial- und Kulturwissenschaft gelingt nur durch wichtige Transformationen in seiner Prozessforschung. Dazu gehören die Transnationalisierung und die Transdisziplinarität.

Einleitung

1.1 Die Bedeutung des Endogenen Journalism

1.1.1 Die Ausgangssituation

Neben der Medienentwicklungszusammenarbeit, die die Philosophie des „Gebens und Nehmens“ verfolgt, gibt es noch den endogenen Journalismus als eine alternative Vorgehensweise. Eine Hilfe ohne Kompromisse und Zielsetzung ist eitel und gefährlich, weil die Folgen nur schwer abzuschätzen sind. Und genau diese Hilfe haben z.B.in Afrika in den letzten Jahren viele Gemeinschaftsradios ohne eine Gemeinde bekommen. Die von den Radios geschaffene Gemeinde hatte Konflikte entweder schon gestiftet oder man bereitete sich noch darauf vor. Dagegen machtlos sind selbst auch die Regierungen, die diese „Hilfe“ im Namen der Demokratisierung annehmen müssen, wenn sie länger an der Macht bleiben wollen. Was im Jahre 2010 in Afrika nicht mehr sehr Aktuell ist.1

Das Ergebnis: Anstatt die Demokratie zu stärken und eine Nation aufzubauen, haben die Radiosender, die keine Grenzen kennen, neue virtuelle Länder in Afrika geschaffen. Wenn zum Beispiel ein Gemeinschaftsradio im Norden Nigerias in der Haussa-Sprache sendet, sollte das eigentlich nichts Ungewöhnliches sein. Das ist es aber, denn in einem Land, in dem die Haussas eine Minderheit sind, schafft das Radio einen Zusammenhalt. Denn das Haussa-Reich gibt es nicht mehr, und seine Völker sind in Nigeria, Niger, Kamerun und Tschad verteilt. Doch das Radio sorgt für einen emotionalen Kontakt unter den verteilten Völkern und bietet ein Podium für den Fall, wenn ein Teil des Volkes in einem heutigen Land in Probleme gerät. Mit dem Radio werden Grenzen überschritten, um schließlich Patriotismus zu beweisen. Diesen Fall konnte man schon zwischen Tschad und Sudan in beide Richtungen beobachten, so befindet sich z. B. die Ethnie der Zakawa genau so in der Republik Tschad als auch im Sudan. Und die Angehörigen dieser Ethnie, die von der Ländergrenze geteilt wurden, machen sich keine Sorge, wenn es um Grenzenüberschreitung für die Verteidigung ihrer Interessen geht. Ihnen hatte der jetzige Präsident2 von Tschad geholfen, die Macht zu ergreifen.

1.1.2 Das Konzept

Endogener Journalismus ist die Durchsetzung friedensjournalistischer Mittel in der ehemaligen „ Dritten Welt.“3 Er soll für eine nachhaltige Entwicklung sorgen. Dieses Konzept ist keine Analogie zu gewöhnlichen journalistischen Orientierungen, die mehr einer Spezialisierung gleichkommen. Er kann überall dort zum Einsatz kommen, wo die Medien nachhaltige Interessen verfolgen. Neben der klassischen Medienentwicklungszusammenarbeit schlagen die Neuen Medien einen alternativen Weg vor, wodurch sie zuverlässig die örtliche Kultur, Geschichte, Menschenrechte und die politische Struktur ihres Einsatzgebietes wahrnehmen.

Die Kapazität des neuen Konzepts resultiert aus der Entwicklungsverantwortung der Journalisten. Die Friedensförderung durch den Friedensjournalismus verlangt eine angemessene Sensibilität. Es ist fraglich, ob sich eine konfliktbeladene Gesellschaft durch den endogenen Journalismus in eine positive Richtung entwickeln lässt, aber schließlich stellt der endogene Journalismus den Menschen und seine Mitwelt in den Mittelpunkt seiner Aktion. Dieser Journalismus appelliert an die Förderung von Frieden, Sicherheit, Umwelt, Wirtschaftspolitik, Nationenbildung und Entwicklung.

Um diese Ziele erreichen zu können, stehen zwei unterschiedliche Methoden zur Verfügung: die Exomethode und die Endomethode. Tatsächlich haben die beide Methoden die Fähigkeit, die angegebenen Entwicklungsziele zu erreichen; die Entwicklung, also die mediale Förderung als Friedenskraft, steht eher für die Endomethode, die die Weltstandards zwar nicht abstreitet, jedoch die einheimischen Merkmale als Entwicklungselemente nutzt.

Entwicklungsjournalismus bezeichnet die Medienentwicklungszusammenarbeit mehr als ein Importprodukt und identifiziert die Grenzen seiner Kapazitäten. Der importierte Standard ist in sich eine Normalität im Zeitalter der Globalisierung. Die Demokratie mit ihren zahllosen Facetten gilt bisher der Weltstandard aller Gesellschaftsformen − und soll in südlichen Ländern mit allen Mitteln eingeführt werden. Die Entwicklung einer Demokratie hat sich im Westen als z. T. langwieriger Prozess erwiesen - und nur so, als ein Prozess, kann sich die Demokratie überall entwickeln. Dazu benötigt man die Erkenntnis der Verschiedenheit der Demokratien und ihrer unterschiedlichen Formen. Bei der Entwicklung der Demokratie können professionelle Journalisten, die mit der Endomethode vertraut sind, eine große Rolle spielen.

1.1.3 Das Forum

Wie und wo die endogene Berichterstattung stattfinden soll, dazu gibt es viele Meinungen, die meisten davon sind kritisch. Seit der Demokratisierung Afrikas Anfang der 1990er-Jahre haben zahlreiche Studien die mediale Qualität zwischen den öffentlichen und den privaten Medien in den Vordergrund gestellt. Doch zwischen den beiden erlebt man keinen Kampf um die Demokratie, sondern einen Kampf um Propaganda auf der öffentlich-rechtlichen Seite und Sensation, Mut und Profit auf der anderen, privaten. Hinweise, dass beide Seiten bereit wären, zusammen für das Wohl des Landes zu kämpfen, gibt es noch nicht. Wie die Medien zur Entwicklung des Landes beitragen können, ist in den Hochschulen noch ein brachliegendes Thema.4 Ein Medienmonitoring und eine Regulierungsbehörde in dem Sinne gibt es bisher noch nicht. Die Kombination aus journalistischem Wissen und nachhaltiger, entwicklungsorientierter Berichtserstattung in einer nicht voll funktionsfähigen Demokratie öffnet ganz neue Spielräume. Ein Schritt in die richtige Richtung wäre eine Politik, die unter bestimmten Bedingungen die Medien als Konsolidierungsmittel innerhalb der Gesellschaft nutzen würde, um die Ethnisierung zu beseitigen und zukünftige Konflikte zu vermeiden, damit Freiheit, Menschenrechte, Nation und Entwicklung erreicht werden können.

1.1.4 Die Methode

Dieses journalistische Modell kann helfen, latente Konflikte zu lösen und neue zu verhindern; es kann helfen, menschliche Würde neu zu etablieren, aber auch einen Rechtsstaat zu begünstigen und begleiten; es kann Partizipation und Kreativität zwecks sozialen Wohlstands beleben und schließlich zur Nationenbildung beitragen. Um diese Arbeit zu erfüllen, muss sich der endogene Journalismus mit einem starken professionellen Wissen ausrüsten und im Dienste der Nachhaltigkeit wirken. Unter anderem ist wichtig:

- Das Erlernen des Einsatzgebiets durch endogenes Sachwissen (siehe Tabelle 1) gilt als Rüstzeug gegen Missverständnisse.
- Die Konfliktpunkte und die soziokulturellen Schwachpunkte, die zu sozialen Frustrationen geführt haben, müssen wahrgenommen werden.
- Faktoren, die die Gesellschaft binden können, sollen durch die Medien gefördert werden.
- Der Journalist soll Kritik ausüben, aber mit friedensjournalistischen Mitteln; die Kritik soll konstruktiv sein und sich an den Grundsätzen der Wahrhaftigkeit und an Lösungen orientieren.
- Damit der endogene Journalismus Erfolg haben kann, müssen die lokalen Multiplikatoren, die einst zur gesellschaftlichen Stagnation geführt haben, mit eingebunden werden.5
- Der endogene Journalismus soll aufklärerische Arbeit auf der lokalen Ebene leisten, die Bevölkerung über Krankheiten, Landwirtschaft, Umwelt etc. informieren und aufklären.
- Die Globalisierungssicht soll ein Gebot werden, damit die Medien kein Imperium in imperio fördern.6

1.1.5 Projektive Lernmethodologie für praktischen endogenen Journalismus

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Schematische Methodologie des endogenen Lernen

Einsatzperspektive des endogenen Journalismus7

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Darstellung der endogenen Perspektive.

1.2 Endogene Entwicklungsmaßnahmen

„Moi j’aime ceux qui vivent aujourd’hui sur la même terre que moi et c’est eux que je salue. C’est pour eux que je lutte et que je consens à mourir. Et, pour une cité lointaine dont je ne suis pas sûr…je n’irais pas ajouter à l’injustice vivante une justice morte.“ Albert Camus 8

1.2.1 Hinführung

In der neuen Medienwelt mit ihren technischen Neuerungen stellt sich die Frage des Qualitätsjournalismus neu. Konfliktlösung und Konfliktprävention gehören dabei mit zur journalistischen Begrifflichkeit. Es wird hauptsächlich in westlichen Friedensforschungsinstituten diskutiert, welche Möglichkeiten Medien im Informationszeitalter haben, um Konflikten vorzubeugen.

Der afrikanische Kontinent kommt, trotz seiner unterentwickelten Kommunikationsstrukturen, auf den globalen Markt. Durch die Neuen Medien entsteht ein „global village“, und somit werden neue Impulse für die globale Entwicklung geliefert. Das bedeutet, dass dadurch der im Folgenden beschriebenen neuen Maßstab die Umsetzung der Vorstellung von Friedensjournalismus und seine Anerkennung von vielen theoretischen Prinzipen des gewaltfreien Handels gilt. Es reicht nicht mehr aus, dass Veröffentlichungen gut recherchiert sein müssen, sondern diese müssen auch konflikt-deeskalierendes Bewusstsein fördern.

Neben der Medienökonomie in den Massenmedien darf hochwertiger qualitativer Journalismus kein Auslaufmodell sein, denn nur eine konflikt-deeskalierende Arbeitsmethode bzgl. professioneller journalistischer Einsätze schafft Gewinne in der Zukunft für friedensstiftende Prozesse im Dienste der Gesellschaft. Javier Solana verwies folgendermaßen in seiner Eröffnungsrede des Bonner Medien-Forums 2009 auf den Friedensjournalismus zur Charakterisierung seiner Außen- und Sicherheitspolitik:

„Friedensjournalismus solle in die Strategien der Konfliktprävention einbezogen werden, wenn dies zu unparteiischer Qualitätsinformation beitrage. Allerdings dürfe man auch nicht die alte Diskussion um eine ‚Neue Informations- und Kommunikationsordnung’ und das Konzept des ‚development journalism’ vergessen − was in der Vergangenheit in einigen Fällen Zensur und unkritische Betrachtung von Dritte-Welt-Regierungen zugelassen habe“. 9

Kritik der Integration journalistischer Tätigkeit in die Medienentwicklungszusammenarbeit kann nach dem Berufsethos nur als „Pseudo-Peace journalism“ bezeichnet werden. Diese Maßnamen beziehen sich auf die Richtlinien der Entwicklungshilfe, also auf die Logik des Verhältnisses zwischen Geber und Nehmer. Man muss daran zweifeln, dass Friedensjournalismus ein Export-Produkt sein kann und sein darf. Friedensbeschaffungsmaßnahmen mit friedlichen Mitteln sollten sich den jeweils anzutreffenden geopolitischen Bedingungen anpassen. Folglich dürfen sie auch auf keinen Fall standardisiert konzipiert werden.

„Journalisten statt Soldaten“10 könne man als neue Maßnahme der Friedensförderung in unruhigen Regionen wie z. B. Afrika einsetzen. Die Legitimation dieses Einsatzes begründet sich in der Tatsache, dass die Vereinten Nationen nicht überall mit Soldaten präsent sein können.

„In Bezug auf Somalia oder Ruanda, genau so wie in Bosnien und Herzegowina, Ost-Timor und anderen Konfliktregionen, stufte der UN-Sicherheitsrat die Situation nur als Gefährdung ein, und setzte demzufolge keine UN-Truppen ein: In dieser Fehleinschätzung liegt einer der Gründe, weshalb der Genozid in Ruanda nicht verhindert werden konnte. Diesbezüglich wurden also militärischen Mitteln (=Aufgabe der Konfliktlösung mit friedlichen Mitteln) Vorrang vor dem Gewalt- und Interventionsverbot gegeben. Nur auf diese Weise können Genozide verhindert werden: dies geschah aber nicht in Ruanda. “ 11

Auch die Journalisten haben nicht Konflikt-deeskalierend, sondern durch ihre Art der Berichterstattung eskalierend gewirkt. Eine wesentlich bessere Konfliktlösung wäre der Einsatz von Friedensjournalisten gewesen. Diese Journalisten sind als „Prèt à porter de

Luxe“ nicht willkommen. Es werden tatsächlich Journalisten gebraucht, einheimische

oder nicht, die mit ihren Erfahrungen und Kenntnissen bereit sind, an bestimmten Orten der Welt einen „Endogenen Friedensjournalismus“ zu betreiben.

1.3 Begriffsbestimmungen

1.3.1 Endogenität:

Nach dem deutschen Online-Wörterbuch und im Vergleich mit anderen Quellen wie Langenscheidt, Pons und dem französischen Lexikon Robert, stammt der Begriff Endogenität aus dem Griechischen und bedeutet im Inneren erzeugt. Das heißt: Etwas entsteht aus inneren Ursachen oder aus dem Inneren eines Systems heraus und wirkt nach außen. Das Gegenteil ist Exogenität. Die Beeinflussung von Personen oder eines Systems geschieht hier aufgrund von äußeren Reizen, also aufgrund ihrer Umwelt, determinierenden Bezugspersonen, der Gesellschaft oder aufgrund von Sachzwängen (z. B. Gesetzen, traditionellen Vorgaben oder Normen). Die Wirkrichtung ist also von außen nach innen zu charakterisieren. Nach „Wissen.de“ wird der Begriff „Endogenität“ in verschiedenen Wissenschaften unterschiedlich angewendet, wie z .B. in den folgenden Fällen.

- In der Soziologie ist es eine Charakterisierung des sozialen Wandels als
innergesellschaftlich verursacht (Gegensatz: exogener sozialer Wandel durch Einwirken anderer Gesellschaften).
- In der Statistik bezeichnen endogene Variablen solche Faktoren, deren Ausprägung in einem Kausal- oder Strukturgleichungsmodell erklärt oder vorhergesagt werden soll.
- In den Wirtschaftswissenschaften werden Größen als „endogen“ bezeichnet, wenn sie in einem Modell eine abhängige Variable darstellen. Ihr Wert ergibt sich damit als Ergebnis aus der Modellstruktur und den exogenen Variablen des Modells .12
- In der Botanik sind „endogene“ Pflanzenteile solche Teile einer Pflanze, die nicht aus Gewebeschichten an der Oberfläche der Pflanze heraus entstehen, sondern im Innern der Pflanze. Während ihres Wachstums durchstoßen sie anschließend die äußeren (exogenen) Gewebeschichten.

In dem französischen Jahreswirtschaftsbericht von 200113 wird „Endogene Entwicklung“ folgendermaßen verstanden:

„Il doit d’abord assurer la stabilité de la "base de revenus", en particulier par le maintien des services publics, puis aider à diffuser modèle " partenarial " pour la base exportatrice, et réformer les institutions pour y aider. Sur ce point, il convient sans doute d’aller un peu plus loin que ce que préconise la commission Mauroy, et aider au glissement d’un couple d’agents locaux trop petits (municipalité/département) vers le couple agglomération-pays/région. De plus, pour qu’un vrai partenariat social s’instaure au niveau régional, il faut, au niveau national, aider au développement d’une culture de la négociation, ainsi qu’une législation en faveur du tiers-secteur pour les services communs. Enfin, dans le cas des grands équipements dits "indivisibles", il faut systématiquement les implanter ailleurs qu’en Île-de France.“ 14

In der Entwicklung Afrikas hat sich der Historiker Prof. Dr. Joseph Ki-Zerbo mit dem Thema beschäftigt. Für ihn hat Afrika keine Zukunft, wenn auf dem Kontinent keine endogene Entwicklung stattfindet. Als Historiker sieht er die Endogenität in den Wurzeln. Kurz vor seinem Tod, in seiner letzten Rede, forderte er junge Afrikaner auf, die Pyramide ihrer Generation aufzubauen:

"L’Afrique a une histoire. L’Afrique, berceau de l’humanité, a enfanté l’histoire. Malgré des obstacles géants, des épreuves majeures et des erreurs tragiques, l’Afrique a illustré notre aptitude au changement et au progrès: notre historicité. Mais celle-ci doit, par la conscience historique, gouverner les trois moments du temps: le passé, le présent et la projection vers l’avenir. L’invocation par nous du passé seul, du passé simple, ne prouve rien pour le présent et l’avenir, alors que la convocation d’un présent médiocre ou calamiteux comme témoin à charge contre nous, peut mettre en doute notre passé et mettre en cause notre avenir. C’est pourquoi chaque africaine, chaque africain doit être, ici et maintenant, une valeur ajoutée. Chaque génération a des pyramides à bâtir." 15

In einem Bericht der UNESCO stellt Amade Badini, ehemaliger Professor an der Sorbonne, im Jahr 2000 zur Problematik der endogenen Entwicklung in einer Analyse Folgendes heraus. „Es scheint also klar zu sein, wenn man bezüglich Afrika von einer Art „self-made-development“16 spricht.

„…Ki-Zerbo is well aware that people, as he stresses, must avoid locking themselves into the straight-jacket of Kant’s ‘logical egoism’ that he asserts encourages them to ‘think alone’, to turn inwards, be blind to all else and isolate themselves in solitary subjectivism - even though the author of Anthropology does recognize that ‘thinking under the iron rule of a foreign power amounts to not thinking at all’. The current historical situation rules out this kind of extreme, and so does objective thought, i.e. truth: those who do not verify their opinions and who do not come into contact with others and compare their views are unable to arrive at truth and thus to contribute to their own critical reflection and their own development or that of their country. The exercise of freedom of thought is indeed a personal matter but even so it is not a private matter. It is a public matter. The contradiction nevertheless persists, above all in cultural and psychological terms: today’s African intellectual is, deep down, a person of contradiction, lost between traditional roots that are slipping out of reach and a future that is both filled with uncertainly and slow to arrive because the present itself is a problem.“ 17

Die Entwicklung in Afrika hängt also von vielen Faktoren ab, die im Einklang ein positives Ergebnis erbringen können. Es soll sich abgesehen von diesen Faktoren immerhin um einheimische Merkmale, Strukturen, Systeme, Organisationen, Verständnisse, Geschichte, Kulturen, Konflikte, Menschen, Orientierungen handeln. Das heißt: Fremde Strukturen zum Wohle des Landes sollen entweder integriert oder angepasst werden. Globalisierung könnte zu dieser Entwicklung beitragen, also die Globalisierung18 in dem Sinne, lokale Faktoren ins Spiel zu bringen, und als Ergebnis und die Zukunft. Allein die Schlechte Lage Afrika bringt zweifeln zu unserer Vergangenheit und kann unserer Zukunftsprojektion als unrealistisch darstellen. Deshalb muss jede Afrikanerin, jeder Afrikaner ihren bzw. seinen Beitrag ‚hier und jetzt‘ leisten. Jede Generation hat ihre eigene Pyramide zu bauen." Vom Autor übersetzt gelangt man zur Theorie von Ki-zerbo: „Man entwickelt nicht, sondern man entwickelt sich. 19

1.3.2 Endogene Medienarbeit

Zum Verständnis:

Mit dem endogenen Journalismus geht man das Risiko ein, kulturellen Relativismus infrage zu stellen, um den Journalismus mit Ethnozentrismus zu färben. Es ist aber zweifelhaft, dass ein universelles Friedenskonzept seine Geltung rund um den Globus erlangen wird, in dem die Deeskalierung, Demokratisierung und Entwicklung als Bestandteile enthalten sind. Die Einführung der Endogenität in der Friedensforschung sowie in der Kommunikationswissenschaft ist auch eine aufklärerische Arbeit im Dienste der Anthropologie, der Theologie und dient letztlich auch der Endwicklung und Entwicklungszusammenarbeit. Die Ethnophilosophie bezeichnete in den 1960er-Jahren die afrikanische Philosophie, was die afrikanische Ethiklehre neben der Philosophie darstellt. wir beurteilen dieser Ansicht von dem belgischen Ethnologen Placide Tempel20 als Faible bezüglich auf Philosophie. In der Geschichte des Denkens wäre es obsolet, heutzutage Ptahotep21 oder auch Konfuzius22 als Ethnodenker zu bezeichnen, obwohl auch sie das universelle Denkvermögen geschärft haben. Es sollte keinen europäische Journalismus geben und keinen afrikanischen − Journalismus soll universelle menschliche Wissenschaft bleiben. Als Wissenschaft verstehen wir darunter: Beobachtung, Experiment, Theorien, eine relative Wahrheit, Erfahrungen und die Forschung, die die anderen Zweige des Wissens entstauben soll.

In diesem Arbeitsgebiet wird die soziokulturelle Erkenntnis als relevant dargestellt, aber ohne die Natur zu vergessen. Der Mensch muss sie zähmen mit der Fähigkeit, sein Überleben zu sichern. Die Geschichte hat die Menschen gelehrt, sich an der Zukunft zu orientieren, um die Evolution unserer Gesellschaft zu fördern. Endogenem Journalismus soll die Macht gegeben werden, überall in der Welt relevant zu sein. Seine Einsetzung soll nach einem bestimmten Index berechnet werden, mit seiner friedensjournalistischen Relevanz kann er in weniger demokratischen Ländern, in Post-Konflikt-Ländern salonfähig werden. In vielen afrikanischen Ländern kann er zur Entwicklung und Nationenbildung beitragen.

1.3.3 Kulturelle Erkenntnis: eine rhetorische Frage?

Endogener Journalismus bezieht sich mehr auf das gesellschaftliche System des Landes, aber auch und vor allem auf die Kultur. Aber wie die Kultur dargestellt wird, hängt manchmal von der Kulturwissenschaft und meist von der Ethnologie, Soziologie und anderen Geisteswissenschaften ab. Mittels einer theoretischen Studie der Kultur als Objekt kommt man zu einer Kreuzung zwischen Anthropologie, Psychoanalyse und politischer Ökonomie; jede dieser Fachrichtungen versucht, ihre Ansichten als universell zu verbreiten. Die Kommunikationswissenschaft definiert sich angesichts ihrer praktischen Theorie des endogenen Journalismus als Medium, nicht nur zwischen diesen verschiedenen Postulaten, sondern zwischen Objekt und Subjekt.

In diesem Sinne bleibt die Kultur für die Menschen koextensiv, und hier versteht sich der Mensch als Kulturobjekt. Mit diesem Verständnis berücksichtigt man die Kultur in allen Gesellschaften, auch in den sogenannten wilden, archaischen Gesellschaften. Die Ethnologie untersucht verschiedene Kulturen, auch wenn die Unterschiede nicht mit bestimmten Werten gemessen werden. Die Kulturunterschiede kommen mit der geschichtlichen Evolution, verteilt auf verschiedene Perioden. Deswegen kann es zur Verwechselung von Kultur und Zivilisation kommen, was in der übertragenen journalistischen Theorie nicht immer von Vorteil ist. Ein anderes Verständnis bezogen auf Kultur ist der Humanismus. Dieses Verständnis lässt sich aus assimilierten Erfahrungen aufbauen. Die Erscheinung eines solchen Kulturverständnisses in Afrika ist in den 1960ern die reale und symbolische Erscheinung der westlichen und der lokal assimilierten Kultur. In diesem Zusammenhang ist der kultivierte Mensch nach dem Philosophen Eboussi Boulaga: „un affranchi heritier capable de dominer sur les esclaves“23, und das Mithilfe der Beherrschung einiger Symbole wie der pseudo- wissenschaftlichen, philosophischen Rhetorik. Das dritte Kultur-Verständnis besteht aus Elementen der beiden oben angeführten Verständnisse. Diese Kategorie setzt Priorität auf Menschengruppen statt auf individuelle und betont bestimmte isolierte Faktoren. Mit dieser Ansicht ist man mehr motiviert, in der westlichen Kultur mehr Wissenschaft und Technik zu sehen und in der afrikanischen Kultur mehr Magie und Religion. Diese Vereinfachung führt nicht zu einer Völkerverständigung und auch nicht zu einer positiven und friedensorientierten Kommunikation. Die Kultur hat verschiedene Standbeine, und ohne sie zu erkennen ist es schwierig, ein Volk und seine Kultur zu verstehen. Das sind: das Individuum, die Gemeinschaft, die Materie und das Spirituelle. Nach diesem Verständnis ist es evident zu verstehen, dass die spirituelle Kultur seine Umsetzung nur in der Handwerk hat, wodurch die Innovation und alle Zivilisationen der Kunst ist.

„Que serai, en effet une communauté des fins et des aspirations subjectives en l’absence de ses conditions materielles et sociale de realisation? Que serait un ordre de sociabilité qui ne s’exprimerait en un ideal de vie ?“ 24

Zwischen Kommunikationsentwicklung und Kommunikationsförderung besteht für einen theoretischen Einsatz des endogenen Journalismus immer noch die Frage nach dem ewigen Weltbild von Geber und Nehmer. Dieses Bild ist für die Entwicklung selbst eine Einschränkung und eine Abschreckung des Wollens an sich. Dieser unexplizite Konflikt entsteht nur wegen des internen Prozesses der Kulturen. Das ist immer noch eine perzeptive Spannung zwischen endogen und exogen, zwischen Natur und Kultur, zwischen dem Biologischen und dem durch Sozialisation Erlernten, zwischen den Einzelnen und dem Universum. Der kultivierte Indigen in Kamerun der 1960er-Jahre sieht so aus wie ein integrierter Kameruner in Deutschland im Jahr 2000. Wie ist es also heutzutage, einen echten Kameruner zu betrachten: durch seine konservative ethnische Kamerunität oder durch seiner Partizipation zum Aufbau einer globalen Kultur, wo er keine Chance hat gegenüber der ausländischen Repression.

Wir befinden uns hier in einer zeitgenössischen Denkfabrik. Die Welt und die lokalen Institutionen und der symbolische Prozess, indem das Leben einer Menschengruppe sich äußert, können nur gefördert oder verstanden werden, wenn die Analyse in seinem originalen Kontext bewertet werden kann.

1.3.4 Partizipative Kommunikation und Endogenität

Eine Anforderung ist in allen Disziplinen unter den allgemeinen Kulturwissenschaften und im Journalismus dringlich. Dies ist für jede wissenschaftliche Unternehmung notwendig zur Überwindung der Gesetze, die in der Naturwissenschaft und Kulturwissenschaft in besonderen Kulturkreisen bestimmt sind.

Ein Konzept, das in dem endogenen Journalismus in Kraft treten soll, ist die Erfahrung. Nicht eine Erfahrung, die jeder Mensch im Rahmen seine eigenen Inkulturation versuchen wird zu interpretieren, sondern eine ganz neue Erfahrung; eine Lehre, in der in besonderen kulturellen Situationen das Konzept des Journalismus selbst in Widerspruch mit einer seiner gegenwärtigen Natur kommen wird.25 In unserem grundlegenden Verständnis von der Endogenität, die wir in den modernen Journalismus zum Zweck des Friedens und der Entwicklung einführen, ist es wichtig, dass sie besser auf die Kulturgeografie, Geopolitik und der natürlichen Elemente, um zu vermeiden, sich in der kontroverse einzelner Schulen wie Evolutionismus, Funktionalismus und Strukturalismus einzumischen. Mit der exzessiven Anwendung dieser Kategorien in unserer Wissenschaft gehen wir die Gefahr ein, die Essenz unseres Ziels zu vergessen. Es ist nicht mehr in wichtig, einen astronomischen Blick in die verschiedenen Weltkulturen zu werfen. Wir wollen eine kritische Beurteilung über die Weltgesellschaft, die von den Theoretikern der Wissenschaft der Kulturen der 20. Jahrhundert etabliert wurden. Der Endogene Journalismus schafft neue Menschen, neue Journalisten, mit nachhaltigen Kapazitäten. Die Ergebnisse seiner Arbeit werden bewertet, zunächst durch seine Potenzialität sich zu integrieren, die Dinge wahrzunehmen und zu vermitteln. So werden die Neuen Medien neue Zuhörer, Leser oder zu Zuschauer gewinnen.26

1.4 Medien in Kamerun als Problemlösung

Für die gegenwärtige Situation in Kamerun ist die wichtigste Frage, ob die Institutionen und die Strukturen, die das Land regieren, bereit oder vorbereitet sind, das Land in einen demokratischen Staat zu wandeln. Allerdings ist nicht klar, welche Art von Demokratie in Kamerun eingesetzt werden kann. Die überwiegende Mehrheit aller Kameruner wünscht sich eine Zukunft in einem Land, wo alle Menschen als gleichberechtigte Gesellschaftsmitglieder akzeptiert werden. Allerdings ist davon auszugehen, dass allein die Einführung eines Mehrparteisystems nicht automatisch auch Demokratisierung und Entwicklung bedeutet. Ohne eine unabhängige Justiz und die Gewährung der Menschenrechte wäre es sinnlos, über ein Mehrparteiensystem zu sprechen, wenn auch dann nur die regierende Partei im Parlament das Sagen hat. Mit der Einführung der Pressefreiheit und der privaten Medien in den 1990ern hat sich die Kommunikationslandschaft Kameruns zu einem rechtlosen Staat gemacht. Propaganda und Ethnizität sind zur Normalität geworden, und alle machen mit. Die früher Stimmlosen sind die Frustrierten von heute, und nahezu jedes Medium, das auftaucht, ist mehr strategisch als informativ ausgerichtet.

„One of the main finding ist that the media have assumed a partisan, highly politicised, militant role in Afrika. They have done so by dividing citizens into the righteous and the wicked, depending on their party-political learnings, ideologies, and regional, cutural or ethnic belonging. By considering the cameroon experience, we seek to understand how scapegotism, partisanship and regional and ethnic tendencies in the Media have affected their liberal democracy responsability to act has honest, fair and neutral mediators - accessible to all. We do this by looking at polarisation in the press and at how the media have shaped and been shaped by the politics of belonging since the early 1990s.“ 27

Eigentlich ist es ein ungewöhnlicher Gedanke, dass die Einführung der Demokratie in Kamerun zur Zersplitterung und Ethnisierung des Landes geführt hat. Medien, die in den 1960ern für Nationalgefühl gesorgt hatten, haben aufgrund der immer stärker aufkommenden ethnischen Identität an Bedeutung verloren. Die vorliegende Forschung soll auch dazu dienen, dass die kulturelle Vielfalt des Landes als Chance genutzt werden kann. In diesem Arbeitsabschnitt geht es auch darum zu zeigen, wie ein Erfolgsweg seinen Untergang erlebte und wie die Rettung aussehen könnte.

1.4.1 Medien und Nationalität

Radio als Konsolidierungsmittel der Nationalen Identität vor der Demokratisierung.

Das Radio geht in Kamerun im Jahre 1941 auf Sendung. Als einziges landesweites Medium ist seine Wichtigkeit unbestritten. Bei dem Militärputsch in Kamerun am 6. April 1984 war der Sitz des nationalen Radios das erste Ziel der Aufständischen. Tagelang wurde das Gebäude von den Militärs kontrolliert. Dort verkündete die Armee das Ende von Biyas Regime und die Abschaffung der Konstitution.

„..L’armée camerounaise - déclarent-ils sur les antennes nationales qu’ils contrôlent- vient de libérer le peuple camerounais de la bande à Biya…la constitution est suspendue, l’assemblée nationale dissoute…“ 28

Das Verhalten der Putschisten ist ein Beweis dafür, dass das Radio oder die Medien im Allgemeinen und die Journalisten und die Medientechniker im Besonderen eine wichtige Rolle in Konfliktsituationen spielen können. Robert Karl Manoff, Wissenschaftler an der New York University am Institut für Krieg, Frieden und Nachrichten Medien, hat sich mit der Frage befasst, wie sich angelsächsischer Journalismus zu klassischen Konfliktverläufen verhält. Journalisten sollen Konsens herstellen und riskieren, wenn sie einen Schritt in Richtung Konfliktlösung machen.29 Medien können friedlich deeskalierend agieren. Eine Tatsache ist, dass der Botschaft der kamerunischen Putschisten nicht landesweit gesendet wurde, da ein Journalist die gesamte Sendung auf lokalen UKW umgeschaltet hatte. Es soll hier also dargestellt werden, welche Rolle die Medien in der Politik spielen. Diese Einmischung der Journalisten in die Politik macht aus den Medien neue politische Akteure, die als republikanische Institutionen eine Thematik der der nationalen Identität entwickeln können und so zur Beibehaltung des nationalen Zusammenhalts beitragen können. In dem dargestellten Beispiel wurde klar, dass aus der Schlacht um Jaunde auch eine Schlacht um die Medien zur Kontrolle des gesamten Landes wurde.

Mit dem Beispiel des kamerunischen Militärstreichs von 198430 ist deutlich geworden, dass die Medien einem wichtigen Teil des politischen Seins darstellen. Die Festigung der Macht im Land geht also durch die Massenmedien. Um dieses Geschehen zu theoretisieren, gehört dazu, dass die politische Macht also fest mit den Medien rechnen muss. Die Politik braucht die Medien, um das Volk zu informieren, Botschaften mitzuteilen und seine Informationen zu übermitteln. Informationen sind in der heutigen Zeit ein Grundbedürfnis der Bevölkerung und wiederum eine Regierungspflicht geworden. Informieren ist zu einem Element der Sicherheit geworden, ein diesbezüglicher Mangel kann zu Instabilität, sozialen Krisen und letztlich zu Kriegen führen. Mit dieser engen Beziehung der Bevölkerung zu den Medien kommt man zu der Frage, welche Rolle die Medien schon in der Frühzeit zur Konsolidierung der nationalen Identität geleistet hatten. Wie es schon oben vorgestellt wurde, ist Kamerun nicht immer ein klassisches Land gewesen, sondern wurde in vergleichsweise sehr kurzer Zeit aufgebaut. Daraus resultiert ein Desintegrationsrisiko. Bei der Schaffung des Landes Kamerun bei der Berliner Konferenz von 1884 ging es um das koloniale Kamerun. Kamerun als Land mit Nationalität wurde die Arbeit der Theoretiker, die von den Medien übernommen wurde. Es ging damals mehr um Radio und Printmedien. In Kamerun kann das Radio als Schwellenmedium bezeichnet werden. Sein Beitrag war in den 1940er- und 1950er-Jahren noch gering, aber in den 1960ern wurde das Radio unverzichtbar und hatte viel für Ahidjos Politik der „Unite nationale“ beigetragen.

Ein Blick in die Rede des ersten kamerunischen Präsidenten zur Unabhängigkeit des Landes seit dem 1.1.1960 zeigt, dass der Begriff Einheit der zentrale Begriff der Rede war und auch dass das Radio. Alle anderen Sendeformate, die sich nicht mit diesem Punkt befassten, wurden im Radio nicht zugelassen. Am 13. November 1957, während der Hissung der ersten unabhängigen kamerunischen Flagge, verkündete Ahidjo, damals Vertreter des Premierministers, was sein oberstes Ziel sein wird: die nationale Einheit:

„Ce drapeau est le symbole de notre union, de notre unité, vivons coude à coude dans l’affirmation de nos droits pour une vraie patrie donc nous soyons fiers, nous soyons dignes“ 31

Ein Jahr lang waren diese Sprüche in aller Munde zu hören, das Motto war: “Wir sind stolz, Kameruner zu sein.“ Das Wort „echt“ war derzeit eine Bezeichnung von Vernunft und/oder Erfolg. „Ein echter Kameruner“ wurde von den Journalisten verwendet, um Personen mit besonderen Verdiensten um das Land zu bezeichnen. Die Medien hatten derzeit ein Art Kamerunität geschaffen, also ein Mensch, der korrekt ist, nicht stiehlt, aufrichtig ist, zur Schule geht, der sehr gut seiner Arbeit nachgeht, aber vor allem ein Patriot, der Kamerun über alles liebt. Im Februar 1958 wird Ahidjo Premierminister und Regierungschef, und bei seinem Amtsantritt verschärft er das, was er schon lange über die Medien verkündet hatte, mit folgenden Worten:

„Pour que le pays se sente une âme nationale donc il soit fier, il a besoin de trois choses: 1-Un idéal dans lequel il peut espérer. 2-Des institutions adaptées. 3-Un gouvernement, une équipe d’hommes capables d’appliquer un programme cohérent à des reformes qui ne peuvent plus attendre…“ 32

Im afrikanischen Kontext, mit einer Kultur, die sehr stark auf mündlicher Überlieferung beruht, konnte die Tatsache, dass das Radio täglich die gleichen Wörter und Auszüge aus der Präsidentenrede wiederholte, einen starken Einfluss auf die Mentalität des Volkes ausüben. Einige Sendungen verwendeten sogar im Abspann einige diese Auszüge. In einer Gesellschaft, wo Angst und Konflikt herrschten, wurde durch die Rolle des Radios die Präsidentenrede quasi zur Religion. Mit dieser Verehrung des Radios und seiner Botschaft als Wahrheit meinte Soumah Mory in seiner Kritik über die Medien und die politische Kommunikation im frankofonen Afrika:

„L’introduction des nouvelle techniques de communication a ébranlé le système de communication traditionnel, et parmi les instruments qui intègre le circuit éclectique, seule la radio a pu véritablement s’insérer, et est vite apparue comme un instrument politique qui prend en compte l’ensemble de la population du pays“ 33

Dieser Abschnitt soll nicht zu einer Apologie der politischen Rede werden, sondern die Rolle der Medien zur Konsolidierung der nationalen Gefühle beschreiben zu einer Zeit, wo Kameruner zu sein nur für die Politiker eine Bedeutung hatte. Das heißt: Ohne Radio hätten eigentlich die ersten Schritte dieser Einheit nicht erreicht werden können. Im letzten Kapitel wurde deutlich, dass andere Faktoren zu diesem Prozess beigetragen hatten, und zwar der unabhängige Diskurs und die nationalistische Strömung, die eine sofortige Loslösung Kameruns von Frankreich verlangten. Das Radio hat in Kamerun wie in anderen afrikanischen Staaten die Öffentlichkeit generiert. In Kamerun hat der Begriff „nationale Einigkeit“ einen festen Platz im Radio gefunden. Ahidjo, der als Schöpfer dieser Medienpolitik in turbulenten Zeiten gilt, hat dadurch einen wichtigen Weg im sozioökonomischen und auch politischen Weg Kameruns bereitet. Das Radio ist also ein Versöhnungswerkzeug geworden, man setzt sich zusammen in der Familie oder mit Freunden, um Radio zu hören.

1.4.2 Medien und Demokratisierung

Die 1990er-Jahre gehen in die Geschichte Kameruns als die Rebellenjahre ein, als die Jahre der Demokratisierung in ganz Afrika. Das Volk verlangte die Liberalisierung der Wirtschaft, die Pressefreiheit und das Ende der Einparteienherrschaft. Diese Bedingungen sind eigentlich erfüllt worden, aber Kamerun war per saldo im Jahr 2000 ärmer als im Jahr 1980. Viele fragen sich noch heute, was die Demokratie eigentlich genau ist und ob es nicht eher ein Luxus für reiche Länder wäre. Wenn man sich auf Mien Zok bezieht:

„Autant le multipartisme n’est pas synonyme de démocratie, autant la démocratie elle même ne suffit pas pour transformer de piètres politiciens en véritable et bon politiques“ 34

Man kann sagen, dass die Demokratie keine Mehrparteiherrschaft braucht, genau so wie ein gutes politisches System keine Demokratie braucht. Hinzu kommt, dass die Demokratie nicht nur eine einfache Definition ist, die sehr gebräuchlich und für alle gleich verständlich ist, sondern eine Kombination aus vielen unterschiedlichen Faktoren.

„Die Einführung neuer Informations- und Kommunikationstechniken hat die traditionellen Kommunikationssysteme zerstört. Und von all diesen elektronischen Instrumenten, wurde das Radio salonfähig und erscheint wie ein politisches Instrument, das für alle Völker des Landes gedacht ist.“ Vom Auto übersetzt.

[...]


1 In vielen Afrikanischen Ländern haben die Völker in Länder wie Tunesien, Ägypten…die Macht selbst zu ergreifen.

2 Der Jetzige Präsident der Republik Tchad, Idriss deby ist ein Zakawa, und mehr Mals wurde er praktisch von der Zakawa aus dem Sudan öffentlich unterstützt.

3 Der Begriff Dritte-Welt hat nach der Fall der berliner Mauer an Bedeutung verloren. Es wird mehr über Arme Länder und Schwellen Länder gesprochen.

4 Der Verfasser wurde an der kamerunischen Universität von Yaounde 1 gebeten, ein Statement zu diesem Thema nachzureichen, damit Studenten sich damit befassen können. Yaounde und Dakar haben die größte Schule für Journalisten im frankofonen Afrika, die auch von Frankreich seit Jahrzehnten betreut werden.

5 Journalisten, die Teil des alten Systems sind, können durch ihr Hintergrundwissen nützlich sein. Ein Beispiel dafür ist Radio Okapi (Kongo).

6 Diese erste Tabelle entwirft die journalistischen Grundkenntnisse, die für Endogenen Journalismus gefördert werden müssen. Diese Kenntnisse sind noch erweitern, da die religiöse Wendung in den islamischen Ländern noch zu berücksichtigen ist.

7 Zur Interpretation dieser Darstellung: Die Pfeilrichtung entspricht dem Ergebnis. Um zu diesem Ergebnis zu gelangen, steht die rote Markierung in der Vertikalen als Gesellschaftslage und die blaue Markierung in der Horizontale als Mediendienstleistung. Z. B., sollen die Medien bei Gewalt eine Mediation leisten, um eine „Winwin-Situation“ zu bewirken.

8 Albert Camus (1913-1960) war ein französischer Schriftsteller. 1957 erhielt er für sein erzählerisches, dramaturgisches, philosophisches und publizistisches Gesamtwerk den Nobelpreis für Literatur. „Ich liebe diejenigen, die heutzutage in dem gleichen Land wie ich leben, sie sind diejenigen, die ich respektiere. Es ist für sie, dass ich kämpfe und bereit bin zu sterben bin. Aber bezüglich eines fremden (entfernten) Landes, in dem ich nicht sicher bin… werde ich nie zu einer toten Ungerechtigkeit, eine lebendige hinzuzufügen.“ Vom Autor übersetzt

9 Javier Solana: Europäischer Kommissar für Außenpolitik bei der Eröffnungsrede des Bonner Medien-Forums 2009. Auf: http://pecojon.de/2009/06/21/pecojon-beim-global-media-forum-2009, ( letzter Abruf 22.06.09)

10 Etienne Fopa: UNO in Afrika - Die Bedeutung der UNO und die “Foundation Hirondelle“ für eine Friedensförderung durch Medien. Bochum 2008, S. 51.

11 Etienne Fopa: ebenda. S. 51.

12 In der Wirtschaft wurden schon in den 1970ern Theorien entwickelt. Aber mehr oder weniger werden heute diese theoretischen Ansätze nur als Dezentralisierungsprojekte bewertet. siehe auch Endogenität und Endogenitätstest, endogene Variablen.

13 Rapport au conseil d’analyse économique aménagement du territoire et développement endogène.

14 Siehe: Rapport au Conseil d’Analyse Économique, 18 Janvier 2001, Conseil d’analyse économique n°31. La documentation française - Aménagement du territoire et développement endogène. Paris 2001, Art. 356. „Zunächst muss die Stabilität auf der Grundlage von Einkommen, insbesondere durch die Aufrechterhaltung der öffentlichen Dienstleistungen und der Verbreitung des Modells Partnerschaft, für die Datenbank der Ausfuhrpartei und die Institutionen reformiert werden, um dort zu helfen. In diesem Punkt ist ohne Zweifel einen Schritt weiter zu gehen als das, was der Ausschuss Mauroy empfiehlt. …Besser für eine Sozialpartnerschaft ist es, wenn sie auf regionaler Ebene einsetzt und sich bis auf die nationale Ebene durch die Entwicklung einer Kultur der Verhandlungen und einer Gesetzgebung zugunsten des Dritten Sektors der gemeinsamen Dienstleistungen erstreckt. Schließlich ist bei großen Anlagen systematisch die Ansiedlung außerhalb Île-de- France.“ vom Autor übersetzt.

15 Joseph Ki-Zerbo: À la jeunesse Africaine (An die afrikanische Jugend). Auf: http://www.ceda.bf/article.php3?id_article=90, (letzter Abruf 22.06.2009). "Afrika hat eine Geschichte. Afrika, Wiege der Menschheit, ist in der Geschichte geboren worden − trotz der riesigen Hindernisse, der Prüfungen und der großen tragischen Fehler. Afrika veranschaulicht unsere Fähigkeit zum Wandel und Fortschritt: unsere Geschichtlichkeit. Aber dieser muss durch historisches Bewusstsein geschehen, gespeist aus den drei Dimensionen der Zeit: Vergangenheit, Gegenwart und die Projektion in die Zukunft. Unsere Berufung in der Vergangenheit und die Vergangenheit allein beweist nichts für die Gegenwart

16 Vgl. Ebenda. ‘Le dévelopement clés en tête’ (‘self-made development’, literally ‘the keys to development are in our head’) is the title given by Professor Ki-Zerbo to the paper submitted to the symposium organized by the Centre for Research on Endogenous Development (CRDE) in Bamako in 1989 and published in Other People’s mats (Ki-Zerbo, 1992, p. 3-67).

17 Amide Badin: The quarterly review of comparative education. Vol. XXIX. N° 4. Paris 1999, S. 615 (UNESCO: International Bureau of Education).

18 Globalisierung entstammt der Medien-Umgangssprache. Eine Mischung aus Lokalisierung und Globalisierung. Das Konzept akzeptiert Import-Produkte, aber nur mit lokaler Färbung.

19 Joseph Ki Zerbo: Über die Endogenen Entwicklung. Auf: http://www.ceda.bf/article.php3?id_article=90, (letzter Abruf 22.06.2009)

20 Vgl. Placinde Tempels: La philosophie bantoue. Elizabethville 1945. Auf: //www.gaph.org/rezensionen2.html. (letzter Abruf 6.11.2009). Tempel liegt gegenüber der Philosophie eine bestimmte Bantou-Philosophie, die er als Afrikanisch bezeichnet. So hat er es formuliert:
- Es existiert eine kollektive Bantu-Philosophie, die "ein für allemal der ewigen unwandelbaren Seele des Afrikaners" inhärent ist.
- (Lebens-)Kraft und Sein sind ein und dasselbe.
- Die dynamische (Realität der) Bantu-Philosophie steht der statischen (Realität der) europäischen Philosophie gegenüber.
- Die Interaktion zwischen Gott und Mensch erfolgt nach unwandelbaren Gesetzen.
- Die Hierarchie des Seins ist eine Hierarchie der herrschenden Kräfte: Gott - Schöpfer des Clans - Urahnen - Ahnen der Stämme (als Vermittler der Kräfte der Gründungsväter) - Tiere - Pflanzen - Minerale

21 Vgl. http://www.hieroglyphen.net/andere/Ptahhotep/ptahhotep.htm. (letzter Abruf 6.11.2009) Ptahotep, pre- nubische Afrikanische Philosoph. Die Lehren des Wesirs Ptahhotep gehören zu den intellektuellen Meisterleistungen des Alten Ägypten. Selbst nach nunmehr 4000 Jahren haben sie nicht ihre Gültigkeit verloren, auch wenn für die eine oder andere Maxime eine neuzeitlichere Analogie gefunden werden muß.

22 Vgl. http://encyclopedia2.thefreedictionary.com/Kungfuzi, (letzter Abruf 6.11.2009). Konfuzius war ein chinesischer Philosoph zur Zeit der Östlichen Zhou-Dynastie. Er lebte vermutlich von 551 v. Chr. bis 479 v. Chr. und wurde unter dem Namen Kong Qiu (K’ung Ch’iu) in der Stadt Qufu im chinesischen Staat Lu (der heutigen Provinz Shandong) geboren, wo er auch starb.

23 Fabien Eboussi Boulaga: La crise du Muntu - Authenticité africaine et philosophie. Paris 1997, S. 91. „ein freigelassener Nachfolger, in der Lage, die Sklaven zu beherrschen“ Vom Autor übersetzt

24 Pierre Kaufmann: L’inconscient du Politique - Psychanalyse et theorie de la culture. Paris 1974, S.150-151. „Was wären in einer Gemeinschaft Zweck und subjektiven Erwartungen in Abwesenheit ihrer materiellen und sozialen Fähigkeit zur Realisierung? Was wäre eine soziale Ordnung, die sich in den Idealen des Lebens nicht ausdrückt. “? Vom Autor übersetzt

25 Vgl. Frank Wittmann: Medienkultur und Ethnographie - ein Interdisziplinärer Ansatz, mit einer falls Studie zu Senegal. Bielefeld 2007, S. 331.

26 Vgl. Frank Wittmann: ebenda.

27 Francis B. Nyamnjoh: Africa’s Media - Democratiy and politics of Belonging. London/ New York/ Pretoria/ 2005, S. 231.

28 Cameroun Tribune: (öffentliche Tages zeitung). N° 2946 vom 9. April 1984. „Die Kamerunische Armee … teilte über das Radio Nationale mit, dass sie das Land kontrolliert … Sie haben gerade die Kameruner von Biya und seiner Gefolgschaft befreit … Die Grundgesetze sind vorübergehen nichtig und das Parlament ist aufgelöst worden…“ Vom Autor übersetzt.

29 Vgl. Martin Zint: Medien im Konflikt - Mittäter oder Mediatoren? International conference. (Friedrich-Ebert- Stiftung), Berlin 11. Mai 2000, S. 26.

30 Misslungener Putsch in Kamerun .auf: http://lijaf.wordpress.com/2007/10/25/coup-d%E2%80%99etat- manque-du-6-avril-1984-le-role-trouble-de-la-france/, (letzter Abruf 02.07.2008)

31 Antropopolgie des discours 1957-1979: Les nouvelles èditions Africaines.Tome 1. Dakar 1980, S. 1. „Diese Fahne ist das Symbol unserer Einheit, unserer Einigkeit, lasst uns Seite an Seite leben, in der Bestätigung der Rechte für eine echte Heimat, die wir mit Stolz verdienen haben“ Vom Autor übersetzt.

32 Ahmadou Ahidjo: Ebenda, S. 5. « Pour que le pays se sente une âme nationale donc il soit fier, il a besoin de trois choses: Damit das Land sich einen nationalen Geist schafft und daraus stolz zu sein, braucht er drei Sachen: Ein Ideal, der Die Hoffnung trägt 2- passende Institutionen, 3- Eine Regierung, eine Mannschaft von Menschen mit der Fähigkeit ein Programm einzusetzen in Kohärenz mit den Reformen, die drängen.“ Vom Autor übersetzt

33 Soumah Mory Saidou: Media et politique de communication en Afrique francophone - These de doctorat de science politique. Lille II 1988, S. 10.

34 Christophe Mien Zok: Edi’Action- November 1999. In: Zacharie Ngnieman: les chemins de la Démocratie- un pari perpétuel. Yaounde 2003, S. 6. „So ein Mehrparteiensystem ist nicht gleichbedeutend mit Demokratie, vor allem, wenn die Demokratie selbst nicht ausreicht, um schlechte Politiker zu wahren und guten zu machen.“ Vom Autor übersetzt

Details

Seiten
104
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656742531
ISBN (Buch)
9783656753636
Dateigröße
1.6 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v280114
Institution / Hochschule
Technische Universität Dortmund
Note
1,0
Schlagworte
endogener journalismus potenzial medien konflikt- friedensforschung

Autor

Zurück

Titel: Endogener Journalismus. Das Potenzial der Medien für die Konflikt- und Friedensforschung