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Mediennutzung in der Schule

Neue Medien im Deutschunterricht

Hausarbeit 2011 24 Seiten

Didaktik - Germanistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition von Medien

3. Neue Medien

4. Mediendiskurs

5. Ausstattung der Medien

6. Mediennutzung

7. Neue Medien in der Schule
7.1 Computernutzung in der Schule
7.2 Internetnutzung in der Schule
7.3 Umgang mit neuen Medien bei den Lehrpersonen

8. Neue Medien im Deutschunterricht

9. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Meine Hausarbeit erörtert das Thema „Mediennutzung in der Schule“. Zunächst beschäftige ich mich mit der Fragestellung die dieser Arbeit zugrunde liegt, und zwar die Definition der so genannten „Medien und der „neuen Medien“. Darüber hinaus stelle ich die Bedeutung der „neuen Medien“ in der Schule sowie im alltäglichen Leben dar. Im nächsten Abschnitt meiner Arbeit wird die Frage geklärt wie eine Medienpädagogik in der Schule integriert werden könnte. Es werden insbesondere die Möglichkeiten der Nutzung „neuer Medien“ in der Schule und im Deutschunterricht dargestellt.

In der vorliegenden Arbeit stellt sich die Frage wie die Integration der „neuen Medien“ mit Hilfe der Literatur an die Schulen und Lehrkräfte erfolgreich gelingen könnte. Um den Unterricht ansprechender gestalten zu können die „neuen Medien“ zum einen als Medium oder Werkzeug für Lehrer und Schüler dienen. Zum anderen kann der Umgang mit „neuen Medien“ gelehrt werden, um somit die vielzitierte „Medienkompetenz“ zu erwerben. Zunächst wird auf den Einsatz der „neuen Medien“ als didaktisches Hilfsmittel bzw. Werkzeug eingegangen. Hierdurch soll geklärt werden ob „neue Medien“, im besonderen Personal Computer, bei der Vermittlung und Festigung von Wissen sinnvoll eingesetzt werden können. Des Weiteren werde ich auf verschiedene Einsatzmöglichkeiten als Unterrichtsmittel eingehen und behandele ich dann die „neuen Medien“ als Gegenstand des Unterrichts.

In den letzten Jahren haben die neuen Medien eine sehr große Bedeutung für das öffentliche und private Leben bekommen. Die Gesellschaft befindet sich hierdurch in einem rasanten Wandel zu einer Informations- und Kommunikationsgesellschaft. Durch die neuen Technologien wurden Veränderungen, vor allem in der Wissenschaft, in der Industrie und Wirtschaft, aber auch in der Bildung in Gang gesetzt. Es bildeten sich neue Formen von Wissensvermittlungsprozessen und neue Wege der Kommunikation. Die digitale Aufbereitung von Wissen hat stark an Bedeutung gewonnen. Die Neuen Medien bieten Möglichkeiten für den Erwerb und die Aufbereitung ihres Wissens und seiner Präsentation für Schülerinnen und Schüler. Die Lehrerinnen und Lehrer erlangen neue Gestaltungsmöglichkeiten für den Unterricht.

2. Definition von Medien

Der Begriff Medium stammt aus dem Lateinischen und kann übersetzt werden als Mittel, Mittelglied, Mittler oder vermittelndes Element. Es lassen sich eine Vielzahl an Vorstellungen subsumieren, welche alle (Teil-)Merkmale des Begriffes beinhalten. So wird das Fernsehgerät ebenso selbstverständlich zu den Medien gerechnet wie der Film, der Personal Computer oder das Buch. Das Fernsehgerät kann zum Beispiel wiederum nur mit Hilfe eines oder mehrerer weiterer Apparate, zum Beispiel je nach Speichermedium des Filmgerätes mit einem DVD-Player oder einem Videorecorder betrachtet werden. Die Lehrer, die Tafelkreide, das Arbeitsheft oder das Tierpräparat usw. sind zu den Medien zu zählen.[1] „Medien vermitteln einerseits Inhalte und Wirklichkeit, andererseits sind sie aber selbst Wirklichkeit, und damit Gegenstände der unmittelbaren Begegnung. Darüber hinaus lässt sich mit einem Medium, bspw. einer Videokamera, wiederum ein Medium herstellen, z.B. ein Film.“ [2]

Das Medium ist beim Vorgang der Information und der Kommunikation das, was zwischen Sender und Empfänger bzw. zwischen den Dialogpartnern liegt. Es macht die Information bzw. Kommunikation möglich, trägt sie, vermittelt, und überträgt. Bei der Nachrichtenübertragungstechnik ist das Medium im wesentlichen Kabel und Funkwelle. Beim Sprechen ist das Medium die Luft, welches die Schallwellen vermittelt. Beim schriftlichen Verkehr ist das Medium der Brief mit der zugehörigen Infrastruktur für die Beförderung, und zwar dem Postwesen und dem Wagenetz. Das Telefonnetz ist neben den Telefonapparaten das Medium beim Telefonieren.[3]

3. Neue Medien

Kinder und Jugendliche wachsen heute in einer sich rapide wandelnden Gesellschaft auf. Die Veränderungen entstehen mit dem der Globalisierung oder dem Wandel von der Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft zur Informations- und Wissensgesellschaft. Den Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft bewirken vorwiegend neue Medien. Neue Informationstechnologien werden derzeit in allen Lebensbereichen eingesetzt. Dementsprechend ist der kompetente Umgang mit den neuen Medien eine wichtige Schlüsselqualifikation für die Zukunft.[4]

Heutzutage versteht man unter „neuen Medien“ nahezu das Synonym für „neue Möglichkeiten“. Durch den Einsatz moderner Informationstechnik kann man sich am einfachsten in Bildungskonzepten mit dem Prädikat ‚innovativ’ beschreiben. Neue Medien sind mittlerweile ein fester Bestandteil sozialer, wirtschaftlicher und politischer Realität. Ihr Einsatz ist in Lernprozessen jedoch eine Herausforderung für Pädagogen. Im wirtschaftlichen Bereich, teilweise mit rasanter Mediatisierung sind Bildungspraktiker und -theoretiker mit einem Anforderungskatalog überhäuft, der neben dem Alltagsgeschehen oft zu wenig Zeit für eine fundierte Reflexion lässt. Aufgrund dieser Not gehen die Ansichten oft extrem auseinander. Zum einen wird den Medien eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung neuer Lernmethoden und -strategien zugesprochen. Aufgrund der u. a. nicht zu bewältigenden Informationsfluten wird zum anderen vor den neuen Medien gewarnt.[5] „Zwischen angestrengter Euphorie und starrer Ablehnung finden sich immer noch zu wenige Pioniere, die das Terrain neuer Medien mit Neugier und angemessener Gründlichkeit sondieren, gleichzeitig aber ihre vorsichtigen Gehversuche mit kritischer Distanz bewerten.“ [6] Nach Aufenanger sind neuen Medien „alle Formen der Wissenaufarbeitung oder der Informationsvermittlung, die in digitalisierter Form über Computer oder Internet erreichbar sind.[7]

In der Fachliteratur lässt sich ein einheitliches Verständnis des Begriffs „neue Medien“ nicht feststellen. Während einige Autoren von weiterentwickelten „alten“ Medien sprechen, grenzen andere wiederum sie als vollkommen neuartig ab. Aufenanger beispielsweise spricht davon, dass viele der „so genannten Neuen Medien nur eine graduelle, aufgrund bestimmter technischer Entwicklungen machbare Veränderungen schon bestehender elektronischer Medien sind.“ [8] Der Vernetzung von Medien und der dadurch vereinfachten Kommunikation von Mensch zu Mensch, Mensch zu Maschine und Maschine zu Maschine schreibt Aufenanger eine besondere Bedeutung zu. Der Begriff „neue Medien“ wird häufig nur für Internet und Computer verwendet.[9]

Demgegenüber ist die Aufhebung dieser Beschränkung das wichtigste Merkmal der neuen Medien: Die neuen „Informations- und Kommunikationstechnologien“ ermöglichen es jedem, nicht nur passiver Empfänger von Botschaften zu sein, die andere verbreiten, „sondern

– sich einerseits Informationen aktiv anzueignen, im unerhörten Fundus des weltweiten Wissens zu stöbern
– und andererseits selbst als Sender aufzutreten, die eigene Sicht der Dinge hemmungslos und kaum gehindert nicht nur in der Speakers Corner im Hyde Park sondern in einem weltweit zugänglichen Medium zu verbreiten.“ [10]

In allen Definitionsversuchen scheinen trotz der Unterschiedlichkeit der Sichtweisen der „neuen Medien“ einige gemeinsame Aspekte enthalten zu sein. Die Autoren erwähnen meist digitale Medien sowie digitale Kommunikation, diese sind hauptsächlich Personal Computer, ihre Programme und um die verschiedenen Informationsnetze wie z. B. das Internet oder das Intranet. Für Schule und Unterricht beinhaltet das Internet sowie der Personal Computer schnelle Kommunikationsmöglichkeiten. Durch weltweite Verknüpfung mit anderen Computern ermöglicht es einen einfachen Austausch mit großen Potentialen und auch großen Notwendigkeiten.

4. Mediendiskurs

Es ist schwierig den Medienbegriff kurz und knapp zu definieren. Medien sind nicht auf Darstellungsformen wie Theater und Film, nicht auf Techniken wie Buchdruck oder Fernmeldewesen, nicht auf Symboliken wie Schrift, Bild oder Zahl reduzierbar. „ Es gibt Medien, weil es Alterität gibt. Alterität meint ein „Anderes“, das sich dem Zugriff zunächst verweigert, das eines Dritten bedarf, um seine Vermittlung, seine Symbolisierung, Aufbewahrung, Übertragung oder Kommunizierung zu garantieren.“[11] Die Liste was als Medien bezeichnet worden ist, fällt entsprechend vieldeutig aus. Es sind klassische Kommunikationsmittel wie Körper, Stimme und Schrift, Technologien wie Buchdruck, Holzschnitt, Fotografie oder Schalplatte, ferner Massenkommunikationsmittel wie Radio, Film und Fernsehen oder überhaupt Instrumente, Werkzeuge, Proben, Präparate und Apparate. Für andere z. B. Marschall McLuhan sind es Artefakte wie Waffen, Kleidung, Uhren, Brille, Häuser oder Belüftungssysteme, für Jean Baudrillard sind es Konsum-Güter, die Straße, für Paul Virilio sind es Fahrzeuge z. B. Kutschen und Autos. Fritz Heider benennt Grundstoffe wie Licht, Luft und Wasser. Harold Innis spricht von materiellen Kommunikationsträgern und Niklas Luhmann benennt eigentliche Massenmedien und auch soziale Träger wie Liebe und Kunst. Nahezu ausschließlich beschränkt sich Friedrich A. Kittler auf technische Apparaturen und deren Operatoren wie Relais, Transistor, oder Hardwaresysteme verschiedener Computergenerationen.[12]

Häufig orientiert sich die Geschichte der Medien am Leitfaden technischer Erfindungen. Anstelle der technischen Erfindungen ist es wichtiger die Diskurse zu untersuchen. Im Diskurs lösen Medien einander ab, in der Technik nicht. In der Arbeit von Albert Kümmel et al. mit dem Titel „Einführung in die Mediengeschichte“ werden zehn historische Fallbeispiele erläutert, in denen ein etabliertes Medium für veraltet und durch ein neues Medium überholt erklärt wird. Von den Diskussionen zum Buchdruck werden Diskurse zu Zeitung, Lithographie, Fotographie, Telegraphie und Telefon, Film, Radio, Fernsehen, Video sowie Hypertext und Internet untersucht. „Mediengeschichte ist insofern ein Ergebnis von Mediendiskursen, die technische Innovationen anhand von wiederkehrenden Mustern als kulturell folgen- und erfolgreiche Ereignisse etablieren.“ [13]

[...]


[1] Vgl. Metzger, 2001, S. 12

[2] Metzger, 2001, S. 12

[3] Vgl. Dumitriu, 1985, S. 70

[4] Vgl. Busse, 2002, S. 7

[5] Vgl. Wolf & Peuke, 2003, S. 13

[6] Wolf & Peuke, 2003, S. 13

[7] Vgl. Busse, 2002, S. 15

[8] Aufenanger, 1992, S. 100

[9] Vgl. Aufenanger, 1992, S. 100

[10] Wolf & Peuke, 2003, S. 13

[11] Mersch, 2006, S. 9

[12] Vgl. Mersch, 2006, S. 9

[13] Kümmel, 2004, S. 7

Details

Seiten
24
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656730033
ISBN (Buch)
9783656730026
Dateigröße
615 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v279521
Institution / Hochschule
Universität zu Köln – Deutsch
Note
1,7
Schlagworte
mediennutzung schule neue medien deutschunterricht

Autor

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Titel: Mediennutzung in der Schule