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Die Makedonischen Kriege

von Jennifer-Ann Cockburn (Autor)

Essay 2014 5 Seiten

Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe

1. Fachsemster

Stimmt es, dass ohne des T. Quinctius Flamininus Engagement zahlreiche griechische Poleis nach dem Frieden mit Philipp V. in römischer Hand verblieben wären?

Nach dem Zweiten Makedonisch-Römischen Krieg 200-197 v.Chr., in welchem zwischen König Philipp V. von Makedonien und dem Römischen Reich Auseinandersetzungen stattfanden, kam es 197 v.Chr. zu einem Friedensvertrag.

In der Schlacht von Kynoskephalai, welche die entscheidende Schlacht im Zweiten Makedonischen Krieg gewesen ist, trafen die Truppen Philipps V. (* 238 v.Chr. – 179 v.Chr.) und die des römischen Feldherrn Titus Quinctius Flamininus ( * um 230 v.Chr. – 174 v.Chr. ) aufeinander. Auf Seiten des Flamininus bildeten sowohl das römische Heer als auch griechische Kontingente die ca. 32.000 Mann starke Truppe. Durch die diplomatische Arbeit des Flamininus gelang es ihm zu Gunsten Roms, die Archaier, die die wichtigsten Verbündeten Philipps V. waren, zu einer Koalition mit Rom zu bewegen. Auch die Böoter konnten zu einer Koalition gegen Makedonien und dem Anschluss an Rom bewegt werden, da der pergamenische Herrscher Atallos I. sich in der Bundesversammlung des Böotischen Bundes für die Römer einsetze, indem er diese als freiheitsliebend und den Griechen zugetan anpries.

Somit stand der größte Teil der Griechen im Krieg gegen die Makedonischen Truppen auf Roms Seite. Diese gewannen den Krieg gegen die makedonische Phalanx und zwangen Philipp V. somit zu einem Friedensschluss. Die makedonische Hegemonie in Griechenland fand hier ihr Ende.

Der Sieg war für Titus Quinctius Flamininus nicht nur eine Befriedigung, sondern auch eine diplomatische Offensive, den Ätoler Bund auf die Seite Roms zu ziehen. Philipp V. jedoch hatte keine Verbündeten mehr und da die Ätoler die treibende militärische Stärke besaßen, kapitulierte Philipp V..

Nach Beendigung des Krieges kam es zu Friedensverhandlungen, welche zunächst am Tempe-Tal stattfanden. In diesen Verhandlungen sollten schnelle Ergebnisse erzielt werden, da die Beteiligten sich nicht im Klaren darüber waren, was Antiochos III., welcher Kriege gegen Kleinasien während des Zweiten Makedonisch-Römischen Krieges geführt hatte, sich als Ziel gesetzt hat und ob dieser nicht eine Bedrohung darstellen könnte.

Da sich die Beteiligten nicht einig darüber werden wollten, wie sie mit den abgetretenen Städten Philipps V. verfahren sollten und Rom keine Forderungen an Titus Quinctius Flamininus stellten, entschied der Senat.

Bei den Isthmischen Spielen, welche von Titus Quinctius Flamininus veranstaltet wurden, erklärte dieser die Griechen durch die Freiheitsproklamation für unabhängig und frei.

Zehn Männer der Senatsdelegation brachten den Friedensvertrag nach Griechenland. Dieser sorgte für einen Konflikt zwischen Flamininus und den zehn Männern um die Städte, die in römischen Besitz übergehen sollten, z.B. Oreos und Korinth und auch die Ätoler waren unzufrieden, da sie behaupteten, dass die Römer es mit der Freiheit und Unabhängigkeit in Bezug auf Griechenland nicht ernst zu meinen schienen und sich lediglich der Herrscher von Philipp V. zu den Römern ändern würde.

Flamininus konnte die zehn Männer der Senatsdelegation jedoch überzeugen und galt letzlich als Durchsetzter, da er den Griechen die Freiheit zurückgegeben hatte. Dies führte zu großem Ruhm und Ansehen des Flamininus und der Römer in der griechischen Staatswelt, der sich u.a. durch den Bau von Statuen und Inschriften zeigte. Die Dankbarkeit der Griechen äußerte sich außerdem, indem sie ihn als „Sóter“ ( „Eretter“) und „Prómachos“ ( „Vorkämpfer“) bezeichneten.

Unter der Leitung des Lucis, Flamininus Bruder, zog 194 v.Chr. die letzte römische Legion aus Griechenland ab.

Die Frage, ob ohne T. Quinctius Flamininus‘ Engagement zahlreiche griechische Poleis nach dem Frieden mit Philipp V. in römischer Hand verblieben wären, kann man somit mit „Ja“ beantworten.

[...]

Details

Seiten
5
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656720744
ISBN (Buch)
9783656721956
Dateigröße
422 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v279417
Institution / Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
Schlagworte
Geschichte Antike Makedonischen Kriege Titus Flamininus Quinctius Philipp V. griechische Poleis Rom

Autor

  • Jennifer-Ann Cockburn (Autor)

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Titel: Die Makedonischen Kriege