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Jugend und Alkohol. Ein soziales Problem?

Hausarbeit 2014 17 Seiten

Sozialpädagogik / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Definitionen
Die Jugend
Allgemeines
Entwicklungsaufgaben im Jugendalter
Die Droge Alkohol
Allgemeines
Wirkungsweise
Entwicklung des Alkoholkonsums bei Jugendlichen
Soziales Problem

Jugendliche als Drogenkonsumenten
Risikofaktoren
Motive

Problemzuschreibungen
Das mediale Bild von Alkohol
Alkohol aus kultureller Sicht

Prävention
Präventionsmaßnahmen
Kritik an Prävention

Fazit

Literaturverzeichnis

Einleitung

Der Konsum von Alkohol hat eine jahrtausendalte Tradition (vgl. http://www.dhs.de/ suchtstoffe-verhalten/alkohol.html). Bereits vor dem Mittelalter wurden Arbeiter teilweise mit Alkohol entlohnt, was sich bis ins beginnende Industriezeitalter zog (ebd.).

Die Rohstoffe, die zur Alkoholproduktion benötigt wurden, wurden vor allem als Nahrungsmittel verwendet, womit die Verarbeitung zu alkoholischen Getränken nebensächlich (ebd.) Heutzutage gibt es in unserer Gesellschaft kaum noch Begrenzung, wenn es darum geht, sich Alkohol zu beschaffen. Hinderungsgründe dafür könnten indessen das Jugendschutzgesetz oder fehlende finanzielle Mittel sein.

Um diese Arbeit tiefgründig verstehen zu können, ist es nötig, Grundlagen zur Jugendphase, zum Alkohol und zu der Bedeutung von sozialen Problemen zu kennen. Aus diesem Grund beginne ich meine Ausarbeitung mit Erläuterungen dieser Begriffe. Nachdem ich die allgemeine Bedeutung der Jugend erkläre (Kapitel 2.1), komme ich zu den unterschiedlichen Entwicklungsaufgaben die Jugendliche in dieser Lebensphase bewältigen müssen (Kapitel 2.2). Anschließend werden sowohl allgemeine Informationen über das Suchtmittel Alkohol und dessen Wirkungsweise als auch die Prävalenz des Konsums bei Jugendlichen genauer beleuchtet (Kapitel 2.3). Im Folgenden werde ich den Begriff „soziales Problem“ umreißen (Kapitel 2.4). Daraufhin werden Faktoren, die Jugendliche gefährden, Drogen zu konsumieren, und die eigenen Motive der Jugendlichen für einen Verzehr erläutert (Kapitel 3). Im darauf folgenden Kapitel geht es um das öffentliche Bild, das die Gesellschaft vom Alkoholkonsum hat, wie es in den Medien dargestellt wird, und welche kulturellen Unterschiede in Bezug auf den Verzehr von diesen Suchtmitteln bestehen (Kapitel 4). Darüber hinaus werden die Leitgedanken und Ziele von Prävention aufgeführt (Kapitel 5.1), die darauf folgend kritisch beurteilt werden (Kapitel 5.2). Abschließend werde ich mich auf die Leitfrage, ob der Alkoholkonsum Jugendlicher ein soziales Problem darstellt, beziehen (Kapitel 6), nachdem ich zuvor diesen Gedanken von mehreren Seiten betrachten konnte. Zur besseren Lesbarkeit, wurde beim Schreiben der Arbeit hauptsächlich die maskuline Form verwendet (u.a. der Jugendliche, der Konsument). Diese Bezeichnungen sollen auch die femininen Mitglieder dieser Gruppe mit einschließen.

Definitionen

Die Jugend

Allgemeines

Jugend ist die Phase im Leben, die zwischen der Kindheit und dem Erwachsenenalter liegt und wird als „Zeit des Übergangs“ beschrieben (vgl. Haushahn, 1996, 66, zit. nach Oerter/Montada, 1987, 266). Der genaue Anfang und das Ende dieser Lebensphase sind schwer zu determinieren, und sind von individuell abhängig von dem einzelnen Menschen (vgl. Haushahn, 1996, 66). Im Jahre 1989 stellte Baacke fest, dass der jugendliche Lebensabschnitt durchschnittlich früher beginnt und sich das Ende dieser Phase nach hinten verlagert (vgl. Baacke, 1989, 7ff). Während sich die Vereinigten Nationen auf ein Alter zwischen 15 und 24 festlegen, in dem man von Jugendlichen sprechen kann (vgl. www.un.org/esa/socdev/documents/youth/un-ianyd.pdf), wird gesetzlich gesehen, die Jugend als die Zeit zwischen dem 12 und 18. Lebensjahr ausgelegt (vgl. Stascheit, 2013, 1284) Während dieser Zeit stehen Jugendliche unter besonderem Schutz des Jugendschutzgesetzes (ebd.). Hierunter fallen zum Beispiel der Aufenthalt in Gaststätten oder die Verwendung von als gefährlich eingestuften Medien (ebd.).

Entwicklungsaufgaben im Jugendalter

Das Jugendalter wird von unterschiedlichen Entwicklungsaufgaben geprägt. Anfangs steht die Akzeptanz der körperliche Entwicklung im Vordergrund (vgl. Haushahn, 1996, 67). Der jugendliche Körper verändert sich maßgeblich: Die Körpergröße und das Gewicht nehmen zu, der Hormonhaushalt ist Veränderungen ausgesetzt, Geschlechtsmerkmale reifen (vgl. Haushahn, 1996, 67f). Außerdem kommt es zu geschlechtsspezifischen Veränderungen, wie der Menstruation bei Mädchen und dem Stimmbruch bei Jungen (ebd.). Dieser körperliche Wandel zieht das Entdecken der eigenen Sexualität nach sich (ebd.). Des Weiteren baut sich der Jugendliche sein eigenes Norm- und Wertesymstem auf, in dem er seinen eigenen Standpunkt sucht (ebd.).

Er erwirbt reifere Beziehungen zu seinen Altersgenossen, der Peer-Group (vgl. Haushahn 1996, 75). Außerdem entwickelt sich im Laufe des Jugendalters eine emotionale Ablösung von den Eltern (ebd.). Später folgt mit dem Eintritt in das Berufsleben auch eine materielle Unabhängigkeit (vgl. Haushahn, 1996, 71). Eine weitere Entwicklungsaufgabe des Jugendalters ist die Vorbereitung auf das Familienleben, wobei der Jugendliche Fähigkeiten entwickelt, die für ein Aufrechterhalten von Partnerschaft und Familie essenziell sind (vgl. Haushahn, 1996, 75). Durch die Auseinandersetzung mit seiner umgebenden Kultur bildet sich während der Jugend ein eigenes Norm- und Wertesystem (ebd.).

Die Droge Alkohol

Allgemeines

Drogen wurden ursprünglich als Arzneimittel verwendet und werden aus pflanzlichen oder tierischen Stoffen gewonnen (vgl. Lingen, 1974, 421). Die Welt- gesundheitsorganisation bezeichnet Drogen als Substanzen, die Auswirkungen auf den lebenden Organismus haben, und dessen Funktionen verändern können (vgl. Schenk, 1975, 80). Sie wirken auf das Zentralnervensystem des Konsumenten ein, und verursachen Gefühls-, Wahrnehmungs- und Stimmungsveränderungen (vgl Bellutti, 2006, 67). Grundsätzlich wird zwischen legalen und illegalen Drogen unterschieden. Neben Alkohol gehören Nikotin und Medikamente zu den legalen Suchtmitteln, während beispielsweise der Konsum von Heroin, Kokain und Cannabis in Deutschland verboten ist (vgl. Haushahn, 1996, 21).

Der Begriff Alkohol findet seinen Ursprung im arabischen Raum. Das Wort „al-kuhl“ bedeutet übersetzt "das Feinste, feines Pulver" und beschrieb feine Bestandteile in Weinen (vgl. www.dhs.de/suchtstoffe-verhalten/alkohol.html). Ethanol, die chemische Bezeichnung für Alkohol, entsteht durch die Vergärung von Zucker (ebd.). In der Regel dienen Getreide-, Obst- und Gemüsesorten als Rohstoffe (ebd.). Der Alkoholgehalt der einzelnen Getränke variiert sehr stark und ist vor allem davon abhängig, ob eine Destillation durchgeführt wird, oder nicht. Destillierte Getränke wie Weinbrände haben einen weitaus höheren Alkoholgehalt als Bier oder Wein, die nicht mit einem Destillationsverfahren erhitzt werden (ebd.).

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Details

Seiten
17
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656962755
ISBN (Buch)
9783656962762
Dateigröße
543 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v279283
Institution / Hochschule
Universität Siegen – Fakultät II: Bildung · Architektur · Künste, Department: Erziehungswissenschaft · Psychologie
Note
2,0
Schlagworte
soziale Arbeit Sozialarbeit Jugend Sucht Alkohol Risiko soziales Problem Problem

Autor

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Titel: Jugend und Alkohol.  Ein soziales Problem?