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Die deutsche Aufstandsbewegung und der kleine Krieg des Ferdinand von Schill

Hausarbeit (Hauptseminar) 2009 21 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Der panische Unabhängigkeitskrieg und die Erfindung der Guerilla
2.1 Der Kleine Krieg: Asymmetrische Kriegführung - Grundlage des Volkskrieges
2.2 Die Guerilla und der Mythos des Volksaufstandes

3. Erhebungsversuche in Deutschland: Der Aufruf an die deutsche Nation

4. Preußen und die Idee des Volkskrieges

5. Ferdinand von chill: Paradigma eines preußisch-deutschen Patrioten und Partisanen
5.1 Patriot oder Deserteur: Umstände und Beweggründe des chillschen Alleingangs
5.2 Das chillsche Freikorps und der treifzug des Jahres 1809: Patriotischer Freiheitskampf und waghalsiges Abenteuer
5.3 Bedeutung und politische Auswirkungen des Vorgehens von chill

6. chlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Mit dem Zusammenbruch des Heilige Römischen Reiches deutscher Nationen folgte nicht nur ein weiterer Schritt der Napoleonischen Neuordnung Europas, sondern auch eine Zeit der französischen Fremdherrschaft, unter der weite Teile des ehemaligen Reichsgebietes zu leiden hatten. Napoleon ließ die deutschen Staaten durch die Verpflichtung der Truppenbereitstellung für dessen Feldzüge und die Versorgung der französischen Besatzungstruppen regelrecht ausbluten, was die Bestrebungen zu einem Aufstand gegen die französische Unterdrückung nährte.

Gegenstand dieser Arbeit soll es sein, die deutschen Insurrektionspläne von 1809 näher zu beleuchten. Hierbei soll die Idee des Volksaufstandes bzw. des Volkskrieges im Mittelpunkt stehen. Der Ausgangspunkt jener Überlegungen ist der Kampf der Guerillos in Spanien, deren Vorgehen nach dem Muster des kleinen Krieges als Vorbild für die deutsche Aufstandsbewegung galt. Bestärkt durch die Erfolge der spanische Guerilla aber auch durch die eigenen Erfahrungen der vorangegangenen Jahre reifte der Gedanke eines allgemeinen Widerstandes gegen die Unterdrückung durch die französische Herrschaft in Europa. Angetrieben vom Befreiungskampf der spanischen Guerilla entstand auch in Österreich und Preußen der Wunsch, sich mittels einer allgemeinen Volkserhebung von Napoleon loszusagen. Sowohl in Österreich als auch in Preußen versuchten Vertreter aus Politik und Militär den jeweils eigenen Staat aber auch das gesamte deutsche Volk auf einen erneuten und entscheidenden Waffengang gegen Frankreich vorzubereiten. Mit der antinapoleonischen Befreiungsbewegung war auch ein Aufkeimen eines neuen Nationalgefühls verbunden. Österreicher wie auch Preußen fühlten sich in der Stunde der Not zusammengehörig und sahen sich als Vertreter derselben Sache.

Doch erfasste dieses Nationalgefühl nicht alle Teile der Bevölkerung. Insbesondere der preußische König wollte von einer gesamtdeutschen Erhebung zunächst nichts wissen. Daher ruhten die Planung und Durchführung des Befreiungskampfes und damit auch die Einleitung der nationalen Insurrektion auf den Schultern einiger weniger, die sich als patriotische Freiheitskämpfer für die deutsche Sache einsetzten. Ein Vertreter jener Patrioten war Ferdinand von Schill, der samt seinem Regiment auszog, um sich der deutschen Aufstandsbewegung von 1809 anzuschließen. Der Versuch Schills mit seinen Gefolgsleuten einen Krieg gegen Napoleon auf eigene Faust zu führen und einen Volksaufstand zu entfachen, wird als Paradigma des deutschen Freiheitskampfes einen weiteren Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit bilden. Abschließend soll der Versuch unternommen werden, die Bedeutung der Insurrektionspläne von 1809 und die Folgen des Schillschen Vorgehens für den nationalen Befreiungskampf zu untersuchen.

2. Der Spanische Unabhängigkeitskrieg und die Erfindung der Guerilla

2.1 Der kleine Krieg: Asymmetrische Kriegführung – Grundlage des Volkskrieges

Der kleine Krieg wird durch dessen Protagonisten, den leichten und flexiblen Truppen geprägt. Ob nun als Volksaufgebot oder als Parteigänger bzw. Detachement besonderer Truppenabteilungen eines regulären Heeres, mit den ihnen zur Verfügung stehenden begrenzten Mitteln kämpfen die leichten Truppen gegen einen zu meist überlegenen oder augenscheinlich konventionell bestmöglich ausgebildeten Gegner. Die eigenen Defizite werden durch unkonventionelle aber geradezu einfallsreiche und für den Feind überraschende Methoden ausgeglichen. Ein Ziel der als asymmetrischen Kriegführung bezeichneten Kampfweise ist es, sich einen sowohl physischen als auch psychischen Vorteil gegenüber dem Gegner zu verschaffen.[1]

Doch ist der kleine Krieg als Kriegsform keine Neuerscheinung unserer Zeit. In ihren Grundzügen fanden diese Taktiken bereits in der Antike Anwendung und müssen daher als eine geradezu uralte aber wohl regelmäßig auftretende Erscheinung betrachtet werden. Selbst im Zeitalter des Absolutismus sah sich die militärische Führung trotz ihrer hoch entwickelten regulären Heere dazu veranlasst auf die leichten Truppen und die Taktik des kleinen Krieges zurückzugreifen. Spätestens seit Mitte des 18. Jahrhunderts, in der Zeit des Spanischen Erbfolgekrieges bzw. des Siebenjährigen Krieges und letztlich in den Revolutionskriegen Ende des 18. Jahrhunderts, hat sich der kleine Krieg erneut etabliert.[2] Clausewitz versteht unter dem kleinen Krieg „den Gebrauch kleiner Truppenabteilugen im Felde. Gefechte von 20, 50, 100 oder 3, 400 Mann gehören, wenn sie nicht Theil eines größeren Gefechtes sind, in den kleinen Krieg.“[3] Die sogenannten Partisanen[4] und später auch die Freikorps operierten als kleine und vor allem schnelle Truppen, die selbstständig Unternehmungen wie Überfälle, Hinterhalte, Unterbrechung der feindlichen Kommunikation und die Zerstörung von feindlichen Magazinen durchführten. Bis in das Zeitalter Napoleons folgte eine schrittweise Regulierung dieser Kriegsform, sodass nach dem anfänglichen Einsatz von Freiwilligenverbänden, Freikorps und Milizen eine Umwandlung des regulären Heeres einsetzte. In diesem wurden leichte aber militärisch gut disziplinierte Verbände, die sich der Taktiken des kleinen Krieges bedienten aufgestellt.[5] Somit müssen die asymmetrischen Taktiken rückwirkend als militärische Innovationen betrachtet werden, die nach ihrer Regulierung Einzug in die konventionelle Kriegführung erhalten haben.

Demnach waren bis zum Ende der Befreiungskriege die Methoden des kleinen Krieges nicht mehr nur den leichten Truppen vorbehalten. Neben den logistischen Regelungen, dem Eintreiben von Kontributionen mittel Requisitionssystemen und der Einführung des Sicherungsdienstes für alle Truppen waren es vor allem die Neuorganisierung der Armee in Divisionen und die Einführung der Schützentaktik, die die regulären Truppen flexibel und effektiver machten. So haben letztendlich die aus der Not heraus aufgegriffenen Taktiken des kleinen Krieges, nach einem Innovationszyklus und einer Anpassungsphase in die konventionelle Kriegführung der europäischen Armeen Einzug erhalten.[6]

2.2 Die Guerilla und der Mythos des Volksaufstandes

Letztlich waren es aber gerade der Spanische Unabhängigkeitskrieg, der Tiroler Freiheitskampf oder die Streifzüge des Ferdinand von Schill bzw. des schwarzen Herzogs Friedrich Wilhelm von Braunschweig, die im Zeitalter Napoleons Sinnbild für den kleinen Krieg waren. Die Kampfweise der leichten Truppen im kleinen Krieg weißt vielerlei Gemeinsamkeiten mit der sogenannten Guerilla-Taktik auf, obwohl beide nicht identisch sind. Die Bezeichnung „Guerilla“, was im spanischen nicht mehr und nicht weniger als kleiner Krieg heißt, ist auf den Unabhängigkeitskrieg in Spanien von 1808 bis 1814 zurückzuführen. Kern dieser Form der Kriegführung, die sich der Mittel des kleinen Krieges mitunter bedient, ist die Idee der Volkserhebung, um die Fremdherrschaft über die Heimat abzuschütteln. Mit der Erhebung des spanischen Volkes im „Dos de Mayo“[7] änderte sich das Bild des kleinen Krieges hinsichtlich der Beweggründe einen solchen Waffengang zu führen. Zu den rein militärischen Gründen zählte nun auch eine soziale, geistige und politische Komponente, die dem kleinen Krieg den Charakter eines nationalen Befreiungskampfs verlieh. Die hierbei entstehende Befreiungsbewegung führte zur Mobilisierung aller zur Verfügung stehenden Kräfte und führte zur Einbeziehung eines ganzen Volkes. Kennzeichnend für einen Volkskrieg sind ein revolutionärer Kampfeswille und ein starkes Nationalbewusstsein, welches die Protagonisten in ihrer Sache bestärkt. Darüber hinaus findet eine intensive Verschmelzung zwischen den Kriegsparteien und der Zivilbevölkerung statt.[8] Letztere duldet nicht nur den Krieg, sondern nimmt selbst aktiv an ihm teil. Die Grenze zwischen regulären Krieg und irregulären Kampf bildet die Guerilla, die eine Verbindung zwischen dem Volkskrieg auf der einen und dem kleinen Krieg auf der anderen Seite herstellt. Gleichzeitig stellt der kleine Krieg eine Verbindung zwischen den regulären militärischen Verbänden und der Zivilbevölkerung dar.[9]

Doch ist das Beispiel Spaniens weniger ein Idealmodell der revolutionären Nationalbewegung. Die oben beschriebene Eintracht zwischen dem sogenannten Freiheitskämpfer kam nur selten vor. Darüber hinaus darf das Bild des nationalbewussten Kriegers nicht überbewertet werden. Vielerorts glänzten die Guerilleros weniger durch Patriotismus als durch Brandschatzungen und Plünderungen.[10] Einen überregional organisierten Freiheitskampf, wie er propagiert wurde, gab es nicht. In dieser Entwicklungsphase des kleinen Krieges setzte ein Säkularisierungsprozess ein, der zum einen die bereits bekannte militärisch-taktische Ebene und zum anderen eine politische-propagandistische Ebene hervorbrachte. Letztere half die Idee des Volksaustandes und der Nationalbewegung in Form der spanischen Guerilla ein Gesicht zu verleihen.[11] Mit dem Freiheitskampf in Spanien erfolgten so eine Politisierung des Krieges und eine Begriffswandlung des einfachen Partisanen zu einem volksnahen Freiheitskämpfer, obwohl dieser in der propagierten Form kaum bzw. überhaupt nicht existierte. Aber auch wenn diese glorifizierte Sichtweise mehr oder weniger der Propaganda jener Zeit zuzuschreiben ist und der hochgelobte Guerillero in erster Linie ein Deserteur und Bandit war, der für seine eigenen Interessen kämpfte[12], hatte die spanische Volksbewegung bzw. deren Propaganda dennoch große Auswirkungen auf das übrige Europa.

3. Erhebungsversuche in Deutschland: Der Aufruf an die deutsche Nation

Die Nachrichten aus Spanien über den Volksaufstand gegen die französische Fremdherrschaft lösten eine breite Begeisterung für den Befreiungskampf in Deutschland und in weiten Teilen Europas, aber vor allem bei den deutschen Patrioten in Österreich und Preußen aus. Bestärkt durch die Erfolge des spanischen Volkes, aber nicht zuletzt auch durch die Bindung der französischen Kerntruppen auf der iberischen Halbinsel, entschloss sich Österreich erneut seine Kräfte zu mobilisieren und gegen Frankreich und Napoleon in den Krieg zu ziehen.[13]

Die Kriegsvorbereitungen im Frühjahr 1809 wurden von einer breiten Propaganda begleitet, deren Ursprung in den antinapoleonischen Proklamationen der spanischen Junta lag. Diese richtete sich vorrangig an die Deutschen, an Österreich und Preußen, aber auch an ganz Europa, das sich gegen Napoleon auflehnen und zum Kampf animiert werden sollte: „Und du Europa, duldest diese Niederträchtigkeit? Erlaubst Du es, mächtiges Österreich? Und Du, Preußen, das Du die Größe deines Rufes jahrelang so wunderbar erhört hast? Entweder habt ihr keinen Mut, oder euch beherrscht eine mißtrauische Schwerfälligkeit, denn ihr folgt nicht Spanien, das tapfer das Joch so verräterischer Leute von sich stößt. […] Ich rufe Euch auf, tapfere Mächte, […] schließt vielmehr ein Bündnis, und zwar rasch, wenn ihr wünscht, die arglistigen Machenschaften eines Mörders mit Mut zu vereiteln. Erklärt ihm den Krieg, wie es angebracht wäre.“[14] Die Strahlkraft jener Schriften war nicht zu unterschätzen und hatte trotz der jeweiligen Zensur großen Einfluss auf die nationale Medienlandschaft. Insbesondere die Wiener Zeitung berichtete ausführlich über die Geschehnisse in Spanien und ermöglichte den Österreichern und damit zumindest einem Teil der deutschen Bevölkerung einen Einblick in den in Spanien tobenden Befreiungskampf.[15] Das Bild, das sich hierbei den Lesern eröffnete, verfehlte seine Wirkung nicht.

Aber auch über Österreich hinaus ertönten die Stimmen des Wiederstandes. Allen voran Heinrich von Kleist und Ernst Moritz Arndt.[16] Letzterer war davon überzeugt, dass jede weitere Einmischung Frankreichs in die Belange der deutschen Staaten maßgeblich an der Wiedererweckung des deutschen Nationalbewusstseins beteiligt sein würde: „Wann nun dieses Brüderliche, Gemeinsame und Deutsche wieder in dir atmet und glühet, deutsches Volk, dann muß auch Zorn und Rache in Dir atmen und glühen, dann mußt du auch den heiligen und von Gott und der Natur gebotenen Haß gegen deine Unterdrücker walten lassen; der Name Franzos muß ein Abscheu werden in deinen Grenzen und ein Fluch, der von Kind auf Kindeskind erbt.“[17] Heinrich von Kleist war ähnlich wie Arndt der Auffassung, dass das deutsche Nationalbewusstsein kurz vor seiner Wiedergeburt stand. Er selbst sah in Österreich das Zentrum der deutschen Erhebung, von dem eine alle Deutschen umfassende Freiheitsbewegung ausgehen sollte. In dem von ihm verfassten „Katechismus der Deutschen“ spricht er von dem von Napoleon herbeigeführten Untergang des Deutschen Reiches und dem Verlust der deutschen Identität, die seiner Auffassung nach nur der österreichische Kaiser, Franz I. bzw. Franz II., „der alte Kaiser der Deutschen“, wieder herzustellen in der Lage gewesen sei.[18] Dies glaubten offensichtlich auch einige Vertreter der Habsburger Führungselite, wie der damalige österreichische Außenminister Johann Philipp Karl Joseph Graf von Stadion. Dieser bediente sich einer gezielten Propaganda, mit dem Ziel Österreich aber auch das übrige Deutschland in Kriegsstimmung zu versetzen.[19] Gleiches dürfte wohl Erzherzog Karl im Sinn gehabt haben, der im Frühjahr 1809 an alle Deutsche appellierte, den Freiheitskampf gegen Frankreich aufzunehmen, was dessen Aufruf zu den Waffen verdeutlicht: „Seine Majestät der Kaiser von Österreich ergreifen gezwungen die Waffen; […] Wir überschreiten die Grenzen nicht als Eroberer, nicht als Feinde Deutschlands; Wir kämpfen, um die Selbstständigkeit der österreichischen Monarchie zu behaupten – um Deutschland die Unabhängigkeit und die Nationallehre wieder zu verschaffen, die ihm gebühren. […] Unsere Sache ist die Sache Deutschlands. […] Deutsche! Würdigt Eurer Lage! Nehmt die Hilfe an, die wir Euch bieten; wirkt mit zu Eurer Rettung! […] Die österreichische Armee will Euch nicht berauben, […] sie achtet Euch als Brüder, die berufen sind, für die selbe Sache, die die Eure wie die unsrige ist, mit uns vereint zu kämpfen. Seid unserer Achtung wert! Nur der Deutsche, der sich selbst vergißt, ist unser Feind.“ In einem zweiten Aufruf des Erzherzog heißt es weiter: „Die Freiheit Europas hat sich unter Eure Fahnen geflüchtet, Eure Siege werden Eure Fesseln lösen, und Eure deutschen Brüder, jetzt noch in feindlichen Reihen, harren auf ihre Erlösung!“[20] Obwohl Kaiser Franz I. die Verlautbarungen seines Bruders mit seinem Aufruf „An die Völker Österreichs!“ relativierte, hatte der national angehauchte Apelle an die Deutschen, wenn auch begrenzt, Wirkung gezeigt. Damit hatte die österreichische Führung, wenn auch nicht mit großer Effektivität, zur damaligen Propagandamaschinerie beigetragen. Ziel war es, den eigenen Feldzug durch eine allgemeine nationale Erhebung nach spanischem Vorbild zu flankieren. Durch den Kriegseintritt Preußens und einem britischen Engagement Großbritanniens in Norddeutschland erhoffte sich Österreich eine Initialzündung in den Rheinbundstaaten. Nach dem Prinzip des kleinen Krieges sollte insbesondere im Königreich Westphalen[21] ein Volksaufstand, unterstützt durch reguläre Truppen, entfesselt werden.[22] Die gleiche Verfahrensweise war auch für Tirol vorgesehen. Ähnlich wie im Norden sollte es auch hier das Ziel sein, mittels einer Volksbewaffnung den österreichischen Waffengang zu unterstützten.

[...]


[1] Vgl. Hahlweg, Werner: Preußische Reformzeit und revolutionärer Krieg, Berlin u. a 1962, S. 9-11.

[2] Vgl. Rink, Martin: Der Kleine Krieg. Entwicklungen und Trends asymmetrischer Gewalt 1740 bis 1815, in: Militärgeschichtliche Zeitschrift, 2/2006, S. 359-362.

[3] Vgl. Clausewitz, Carl von: Meine Vorlesung über den kleinen Krieg, gehalten auf der Kriegs-Schule 1810 und 1811. Artillerie, Geschütze, in: Hahlweg, Werner (Hg.): Clausewitz: Schriften – Aufsätze – Studien – Briefe. Dokumente aus dem Clausewitz-, Scharnhorst- und Gneisenau- Nachlaß sowie aus öffentlichen und privaten Sammlungen, Göttingen 1966, S. 231.

[4] „Partisan (ital. Partigiano, Parteigänger). Der dem Heer nicht eingegliederte irreguläre Kämpfer; er sieht seine Aufgabe darin, in den vom Feinde besetzten Gebieten insbes. Den Etappendienst zu stören.“ Fuchs, Konrad/ Raab, Heribert: Wörterbuch der Geschichte, 13. Auflage, München 2002, S. 595.

[5] Vgl. Rink, Martin, (wie Anm. 2), S. 366-367.

[6] Vgl. Rink, Martin, (wie Anm. 2), S. 377-381.

[7] Am 2. Mai 1808 begann mit dem Aufstand des Volkes in Madrid der Spanische Unabhängigkeitskrieg. Die Ereignisse jener Tage sind als „Dos de Mayo“ (spanisch 2. Mai) in die Geschichte eingegangen. Vgl. Rink, Martin: Die Erfindung des Guerillakrieges. Der „Dos de Mayo“ 1808 – Auftakt zum Spanischen Unabhängigkeitskrieg, in: Militärgeschichte. Zeitschrift für historische Bildung 1/2008, S. 4-9.

[8] Vgl. Hahlweg, Werner, (wie Anm. 1) S. 10-12.

[9] Vgl. Rink, Martin, (wie Anm. 2), S. 364.

[10] Vgl. Rink, Martin, (wie Anm. 7), S. 4-9.

[11] Vgl. Rink, Martin, (wie Anm. 2), S. 372-375, 382-383.

[12] Vgl. Rink, Martin, (wie Anm. 7), S. 4-9.

[13] Vgl. Rothenburg, Gunther: Die Napoleonischen Kriege, Berlin 2000, S. 112-121.

[14] Vgl. Koch, Hannsjoachim W.: Die Befreiungskriege 1807-1815: Napoleon gegen Deutschland und Europa, Berg am Starnberger See 1998, S. 194-195.

[15] Vgl. ebd., S. 196-197.

[16] Bereits in den Werken von Friedrich Gottlieb Klopstock lassen sich Hinweise auf die Wiedergeburt eines geeinten deutschen Volkes finden. Auch Friedrich Carl von Moser beschreibt in seinen Schriften einen deutschen Nationalgeist, dem eine Einigung aller Deutschen folgt. Vgl. Koch, Hannsjoachim W ., S. 198-200. Auf diese schon vor 1809 entstandenen Beiträge zur deutschen Nationalbewegung und patriotischen Dichtung bauen die oben erwähnten Vertreter auf.

[17] Vgl. Koch, Hannsjoachim W., S. 204.

[18] Vgl. Kittsteiner, Heinz Dieter: Kleists "Katechismus der Deutschen", in: Ensberg, Peter/ Marquardt, Hans-Jochen (Hg.): Recht und Gerechtigkeit bei Heinrich von Kleist, Stuttgart 2002, S. 59-68.

[19] Vgl. Schulze, Hagen: Staat und Nation in der europäischen Geschichte, München 2004, S. 190-196.

[20] Der Aufruf „An die deutsche Nation“ des Erzherzogs wurde von August Wilhelm Schlegel, Friedrich von Gentz und Johann Philipp Karl Joseph Graf von Stadion bearbeitet und in seine endgültige Form umgeschrieben. Vgl. Koch, Hannsjoachim W., S. 231-232.

[21] Das Königreich Westphalen war ein von Napoleon nach dem Frieden von Tilsit von 1807 künstlich geschaffener Musterstaat, der sich aus den Territorien des Kurfürstentum Hessen, dem Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel, den Kur-braunschweig-lüneburgischen Gebieten, den preußischen Gebieten westlich der Elbe und den obersächsischen Gebieten zusammensetzte. Die Hauptstadt des neuen Königreiches wurde Kassel, in dem Napoleons Bruder Jérôme als westphälischer König regierte. Vgl. Franz, Eckhart G.: Hessen von den Anfängen bis ins 20. Jahrhundert, in: Künzel, Werner/ Rellecke Werner (Hg.): Geschichte der deutschen Länder, Münster 2005, S. 1197-198.; Engelbrecht, Jörg: Nordrhein-Westfalen in historischer Perspektive, in: (Hg.): Geschichte der deutschen Länder, Münster 2005, S. 262-265.

[22] Vgl. Koch, Hannsjoachim W., S. 223-224.

Details

Seiten
21
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783656721567
ISBN (Buch)
9783656722823
Dateigröße
425 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v279042
Institution / Hochschule
Universität Potsdam
Note
1,7
Schlagworte
aufstandsbewegung krieg ferdinand schill

Autor

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