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Aufwachsen im öffentlichen Mediendiskurs als „dramatische Inszenierung“? Das Beispiel „Die Super Nanny“

Kurze Zusammenfassung in Stichpunkten

Prüfungsvorbereitung 2008 2 Seiten

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen

Leseprobe

Aufwachsen im öffentlichen Mediendiskurs als „dramatische Inszenierung“? - Das Beispiel „Die Super Nanny“

1) Das Format „ Die Super Nanny “

a) Umstrittene Unterhaltungssendung im Charakter des Reality-TV, durchschnittlich 2-5 Mio. Zuschauer; Adaption des brit. Originals; weitere Ableger in Österreich, USA, Polen, Australien, Brasilien, Frankreich, Spanien & Niederlanden
b) Serie begleitet Diplompädagogin Katharina Saalfrank bei einwöchigen Besuchen in Familien, die Sorgen mit dem Nachwuchs haben agiert im Muster der Familienhilfe
c) RTL-Pressemappe über Saalfrank: „Ihre Erziehungsmaxime lautet: Streng aber gerecht. Sie sagt: ‚Kinder brauchen strikte Tagesabläufe und Regeln. Eine konsequente Erziehung mit festen Strukturen hilft Kindern und Eltern, macht aus kleinen Quälgeistern liebenswerte Sonnenscheine und verhilft gestressten Eltern zu einem harmonischen Familienleben.‘“
d) Diskurs wird außerhalb der Sendung weitergeführt: Internet, Merchandising, Erziehungsratgeber in Buchform zur Sendung, ähnliche Formate in Senderfamilie

2) Die mediale Inszenierung der (Familien-)Erziehung bei der „ Super Nanny “

- Das zentrale Problem, unter dem die Erziehenden in der Sendung leiden, ist Überforderung. Dem tritt die Super Nanny gegenüber mit Regeln und deren konsequenter Einhaltung.
- Inszenierung einer nachhaltigen Veränderung; besonders Bilder und Off- Kommentar inszenieren/vermitteln Besserung, RTL.de dabei sogar sehr plakativ, Saalfrank hingegen eher auffällig zurückhaltend

a) Weitere Merkmale/Auffälligkeiten der medialen Umsetzung:

i) Schwarz-Weiß-Dramaturgie, besonders im Trailer und Teaser
ii) Genre des Affektfernsehens/ungezügelte Emotionalität
iii) zumeist kurze Sequenzen und schnelle Schnitte, Zusammenhänge werden erst durch Sprecher verständlich Manipulation?/verzerrter Eindruck?
iv) Stimmungen werden mit Mitteln des Bildschnitts, der Lichtregie, Musikuntermalung etc. gezielt „in Szene gesetzt“ mediale Dramatisierung

b) Problematik der isolierten Familiendarstellung

i) Sendung bedient/nährt Hoffnung auf Sicherheit und überschaubaren Erfolg durch

Konzentration auf eigenen, begrenzten Raum (Bild des „Einzelkämpfers“) Privatisierung sowie Ausblendung der sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhänge

c) Frage nach Einfluss bzw. Beeinflussung durch Produzenten der Sendung auf die Arbeit des Erziehungshelfers

3) Ein Blick in das Buch zur Sendung: „ Die Super Nanny - Glückliche Kinder

brauchen starke Eltern “

a) Form der Ansprache: kurze, leicht verständliche Sätze; Autorin als einfühlsamer Mentor; überwiegende Verwendung des Imperativs; rhetorische Fragen; reich bebildert und buntes, dynamisches Layout auch das klassische Buch zur Sendung setzt auf sehr viele visuelle Reize
b) Auffällig: Im Gegensatz zum TV-Format verhält sich das Buch eher „bescheiden“ (geringe Verbindlichkeit); außerdem werden der eigenen Kindheitsreflexion der Eltern und externen Beratungsangeboten großen Stellenwert eingeräumt.
c) Gemeinsamkeit: Wissen nicht disziplinär geordnet, sondern vor allem am Erfolg orientiert

[...]

Details

Seiten
2
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783656714408
Dateigröße
407 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v278724
Institution / Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Note
1,0
Schlagworte
aufwachsen mediendiskurs inszenierung beispiel super nanny kurze zusammenfassung stichpunkten

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