Lade Inhalt...

Strategisches Management. Lernzusammenfassung

von Frank Frei (Autor)

Prüfungsvorbereitung 2008 33 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

LV 1: Einführung – Inhalte und Aufgaben des Strategischen Management & der Managementprozess

Definition Management:

- = an der Hand führen
- Gestaltung und Lenkung eines sozialen Systems
- Unternehmensführung
- auch in engem Begriffsverständnis: Mitarbeiterführung

Definition Strategisch:

1. zielorientiert
2. auf das Wesentliche konzentriert
3. frühzeitig (proaktiv)
4. Wechsel- und Folgewirkungen einbeziehend
5. in die Zukunft gerichtet (strategisch bedeutet nicht langfristig !!!)

Definition Ziele:

- Ziel = Erwünschter zukünftiger Zustand (Wunschort)

Definition Strategien:

- Strategie = Kombination von Grundsatzentscheidungen
- Generelle Route („Korridor“) zum Ziel / Weg zum Ziel
- Strategie muss so vermittelt werden, dass sie tatsächlich umgesetzt wird

Definition Maßnahmen:

- Maßnahmen = Umsetzung im Tagesgeschäft (Operative Entscheidungen)
- Leiten sich aus der Strategie ab

Ebenen der Unternehmensführung:

- Normativer Teil der Unternehmensführung (Zielkomponente)
- Festlegung des Unternehmenszwecks (Grund für die Unternehmensexistenz)
- Festlegung der Unternehmensziele (Angestrebte Unternehmensentwicklung)
- Festlegung der Unternehmensgrundsätze (Prinzipien und Normen des Zusammenlebens)

- Strategischer Teil der Unternehmensführung

Planung, Steuerung und Koordination der Unternehmensentwicklung:

- Analysen der Umwelt- und Unternehmenssituation
- Formulierung von Strategien als Grundlage für die Umsetzung durch das Operative Management (Zeithorizont > 2 Jahre, stark branchenabhängig)
- Festlegung der Unternehmensorganisation
- Festlegung von Personaleinsatz und Führungsstil
- Festlegung von Kontrollgrößen und –zeiträumen

- Operatives Management:

- Umsetzung der Ziele und Strategien mit vorgegebenen Budgets
- Bearbeitung der Einzelprobleme in den Funktionsbereichen unter Wahrung der Liquidität
- Zeitrahmen: 1 bis max. 2 Jahre

Die Zeitschere

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Aktionistisches Handeln versus konzeptionelles Handeln

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Aufbau von Marktpositionen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Erfolgspotential

- Gefüge aller produkt- und marktspezifischen erfolgsrelevanten Voraussetzungen oder Möglichkeiten
- z.B. fertig entwickelte Produkte, funktionierende organisatorische Abläufe, Produktionskapazitäten, Marktpositionen (Marktanteile !)
- Bestehende Erfolgspotentiale sind Erfahrungen des Unternehmens mit Märkten, Technologien und sozialen Prozessen und Strukturen.
- Eine Bestandsicherung der Unternehmung erfolgt durch frühzeitigen Aufbau von neuen Erfolgspotentialen oder durch eine Neukombination bestehender Erfolgspotentiale.

LV 2: Zielbildung: Unternehmensgrundsätze, Mission, Unternehmensziele

Klassischer Management Zyklus

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zielpyramide

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Allgemeine Wertvorstellungen (Unternehmensgrundsätze oder Unternehmensphilosophie)

- Grundprinzipien (Verhaltensweisen) für den Umgang mit Mitarbeitern, Kunden, Kapitalgebern, Lieferanten, Konkurrenten, Öffentlichkeit
- Positionen zur Gesellschafts-, Wirtschafts-, und Wettbewerbsordnung sowie zu politischen Entscheidungen
- .. sind Grundlagen der Zielformulierung
- Schwerpunkte:
- Interessenberücksichtigung aller Bezugsgruppen
- Herbeiführung eines Interessenausgleichs
- Erzielung eines Gewinns für soziale Aktivitäten
- Bsp.: Henkel – Kundenorientiert, stehen für exzellente Qualität, Veränderung als Chance,…

Vision

- Antwort auf die Fragen: Wo müssen wir hin? / Wie müssen wir uns weiterentwickeln? Wie können wir Existenz und Wachstum sichern? Wovon träumen wir?
- „Wunschtraum des Unternehmers“ -> Antriebskraft zur Unternehmensgründung
- stark organisations- und mitarbeiterprägend
- Jahrzehnte nach der Gründung oftmals noch lebendig
- sollte auf dauerhaften Bedürfnis der Menschen beruhen!
- Bsp.: Die Vision von Henkel: „Henkel ist führend mit Marken und Technologien, die das Leben der Menschen leichter, besser und schöner machen.“
- Zukunftsvision: „Ich sehe etwas, was Du nicht siehst. Dieses Etwas liegt in der Zukunft und ich sehe es sozusagen voraus“
- Bedingungsvision: „Ich sehe etwas, was Du nicht siehst. Dieses Etwas könnte bereits heute eintreten, wenn wir einige Bedingungen erfüllt hätten.“

Mission

- Sinngebende Antwort auf die Fragen:
- Warum existieren wir?
- Wofür stehen wir?
- Woran glauben wir?
- Bsp. Mission von IKEA: „Unsere Aufgabe ist es, vielen Menschen einen besseren Alltag zu bieten. Wir tun dies, indem wir ein breites Angebot an form- und funktionsgerechten

Einrichtungsgegenständen anbieten; zu Preisen, die sich möglichst viele leisten können.“

Unternehmensziele für das Gesamtunternehmen

- ...sind angestrebte zukünftige Zustände der Realität („Wunschorte“)
- Beschreibungsdimensionen:
- Zielinhalt: sachliche Festlegung, was angestrebt wird
- Zielausmaß: Anspruchsniveau des Zielinhalts (Optimal- oder Mindestwerte)
- Zeitbezug: Zeitpunkt der Zielerreichung
- wichtig: Mitwirkung definieren (wer ist verantwortlich und wer unterstützt?)
- Weg zur Zielerreichung ( vorgegeben ?, durch wen ?)

Zieldefinition:

- Definition der Vorteile der bisherigen Lösung (Mindestanspruchsniveau!)
- Zentralproblem mit Folgewirkungen auf andere Bereiche finden, lösen und dann weitermachen
- Vermeidungsziele möglichst in Positivziele umformulieren
- Ziele nach Wichtigkeit (ABC) und Dringlichkeit (123) ordnen
- Bei unklarem Endziel Zwischenziele so definieren, dass möglichst viele Alternativen bleiben

- Aufbau eines konkreten Zielsystems (Was von wem bis wann ?)

Bereichsziele

- Geschäftsbereiche u.A. Anlagenbau, Medizintechnik
- Funktionsbereiche u.A. Forschung und Entwicklung, Marketing (Bsp. Umsatzsteigerung), Produktion (Bsp. Kostensenkung) , Beschaffung (Bsp. Einkaufspreissenkung)

Aktionsfeldziele

- Aktionsfelder: Teilbereiche eines Funktionsbereichs (Abteilungen)
- Bsp: Marketing: Angebotspolitik (Aufbau Spezialistenkompetenz) , Distributionspolitik (Beschränkung auf Direktvertrieb), Kommunikationspolitik (Aufbau eines spezifisch. U´Image)

Instrumentalfeldziele

- Umsetzungsziele, abgestimmt mit Marketingstrategie
- Beziehen sich auf jeweils ein Aktionsfeld und sind eine Konkretisierung der übergeordneten Stufe
- Beispiel: Kommunikationspolitik als Aktionsfeldzielübergeordnetes Ziel: Imageverbesserung
- Instrumentalziel: z.B. Printkampagne

Zusammenhang zwischen Visionen/ Missionen/ Zielen und Strategien

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

LV 3: Ansätze der Zielbildung und Unternehmenskultur: Stakeholder- und Shareholder Ansatz; Unternehmenskultur

ROI-Kennzahlensystem (Dupont-System)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Gesamtkapitalrendite = [Gewinn + Fremdkapitalszins] : Gesamtkapital

Ziele von Industrieunternehmen im Zeitablauf

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Shareholder Value

- Shareholder Value = Unternehmenswert - Fremdkapital

- Einzahlungen:

- Umsatzwachstum
- Operative Marge (EBITDA)
- Dauer der Wettbewerbsvorteile (Nachhaltigkeit)

- Auszahlungen

- Investitionen in das Anlagevermögen
- Investitionen in das Umlaufvermögen (Working Capital)
- Steuerzahlungen

Unternehmenswert = Zukünftige Cash Flows : Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten (WACC)

Management- und Führungsorientierungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

- Interessen können sich gegenseitig negativ beeinflussen

Interessen von Anspruchsgruppen (Stakeholdern)

eine Person oder Gruppierung bezeichnet, die ihre berechtigten Interessen wahrnimmt.

Unternehmensinterne Anspruchsgruppen:

1) Eigentümer (Shareholder):

- Kapitaleigentümer -> Erhaltung, Verzinsung und Wertsteigerung des investierten Kapitals
- Eigentümer – Unternehmer -> Einkommen, Gewinn, Selbständigkeit, Entscheidungsautonomie

2) Management:

- Macht, Einfluss, Prestige
- Entfaltung eigener Ideen (Arbeit = Lebensinhalt)

3) Mitarbeiter:

- Einkommen, Arbeitsplatz, zwischenmenschliche Beziehungen

[...]

Autor

  • Frank Frei (Autor)

Teilen

Zurück

Titel: Strategisches Management. Lernzusammenfassung