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Was ist Coaching? Definition, Anlass und Ziele

Hausarbeit 2013 15 Seiten

Pädagogik - Erwachsenenbildung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist „Coaching“?
2. 1 Entwicklung der Coachingpraxis
2. 2 Der Begriff des „Coachings“ nach Astrid Schreyögg

3. Anlässe für Coaching nach Astrid Schreyögg

4. Ziele von Coaching

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Wir leben in einem Zeitalter einer Leistungsgesellschaft, in dem immer mehr von einem Arbeitnehmer gefordert wird. Obgleich der Kassierer im Supermarkt oder der Manager in einer Top Firma - jeder soll mehr Leistung liefern - und das am Besten in kürzester Zeit. Viele Menschen fragen sich, wie sie das schaffen sollen. Vor allem Führungskräfte müssen ihre Leistungen optimieren, sich sowohl an Veränderungen in beruflicher als auch in privater Hinsicht anpassen und über ihre eigene Leistungen und Tätigkeiten reflektieren. Daher suchen sie nach etwas, das ihnen dabei hilft und nehmen vermehrt Coaching in Anspruch.

Denn der Begriff des Coachings ist derzeit in aller Munde und ruft einen regelrech- ten Boom hervor. Coaching lässt sich nicht nur in großen Unternehmen des wirt- schaftlichen Bereiches, sondern auch im Anlagenbau, in der Automobilbranche, im Journalismus, in der Kulturszene, in Bundes- und Landesbehörden und auch in Schulen, Kliniken, größeren Arztpraxen und in anderen Systemen finden.1 Dieser Boom führte sogar dazu, dass sich die Coaching-Industrie in fast allen westlichen Ökonomien zu einem Zwei-Billionen-Dollar-Markt entwickelte.2 Allerdings wird Coaching häufig derart angepriesen, als könne es alle Probleme bewältigen und Jeden und Alles heilen. Es gibt diverse Definitionen des Begriffs „Coaching“ und ebenso ist „Coaching“ zu einem populären Sammelbegriff gewor- den, unter dem teilweise ganz verschiedene Dinge verstanden werden, je nach Kontext oder Perspektive desjenigen, der von Coaching spricht: „Die Spannbreite reicht vom Coaching im Sport über kosmetische Beratung, die als ´Typ-Coaching` firmiert bis zum `Ernährungscoaching`“.3 Heutzutage wird der Begriff „Coaching“ sogar gelegentlich einfach nur für die früher im gleichen Zusammenhang verwen- deten Begriffe wie Teamentwicklung, Führung, Personalgespräch, Konfliktmodera- tion oder Supervision ausgetauscht.4

Da bei der Begrifflichkeit und dem Verständnis von Coaching derartige Uneinheit- lichkeit und Unwissenheit besteht, stellt man sich die Frage, was Coaching denn nun wirklich ist, warum Menschen Coaching in Anspruch nehmen und auf welche Ziele sie dabei hoffen. Um diese Fragen ausführlich zu beantworten, müsste eine umfangreichere Arbeit angefertigt werden, in der auch die Funktionen und Varian- ten, die Rolle des Coachs und der Klienten beschrieben u.v.m. behandelt werden. Da der Rahmen der vorliegenden Arbeit etwas knapper ist, wird hier ein kurzer Überblick darüber gegeben, was Coaching ist, welche Anlässe Menschen dazu führen Coaching in Anspruch zu nehmen und welche Ziele es verfolgt. Dazu werde ich im ersten Teil auf die Definition mit all ihrer Schwierigkeit einge- hen, die Entstehung der Coachingpraxis beschreiben und Astrid Schreyöggs spe- zielle Definition von Coaching schildern. Nachdem diese Grundlage geschaffen wurde, wird verdeutlicht, warum Menschen Coaching in Anspruch nehmen und da- raufhin auf die Anlässe von Coaching nach Astrid Schreyögg eingegangen. Um die Arbeit abzurunden, werden im letzten Kapitel kurz die Ziele von Coaching er- läutert und letztlich ein Fazit über die gesamte Arbeit gezogen.

2. Was ist „Coaching“?

Der aus dem Englischen und hier vor allem aus dem sportlichen Kontext stammende Begriff „to coach“ bedeutet auf Deutsch so viel wie einpauken, trainieren, Tipps und Anweisungen geben.5 Dabei geht es um die Beratung und Betreuung von Sportlern während Wettkämpfen und Training.6 Durch seine assoziative Nähe zum Sport, kann Coaching als eine Formel für individuelle Beratung, die den Leistungsanspruch des Klienten ausdrückt, verstanden werden. „Coaching ist modern und der Klient ein leistungsbereiter Mitspieler, der sich auf den Wettkampf freut.“7

Ähnlich wie bei Sportlern, ist es ebenfalls für Führungskräfte in der Wirtschaft und in der Politik schwierig, Höchstleistungen zu entwickeln und diese konstant zu halten, weshalb sie einen Coach benötigen, der sie dabei unterstützt.8

Seghers et al. (2011) stellten in einer umfassenden internationalen Bestandsauf- nahme fest, dass Coaching nicht nur der Bewältigung von Krisen bei Menschen mit Managementfunktionen dient, sondern viel mehr dazu, sich individuelle Skills wie z.B. die Kommunikation im beruflichen Alltag anzueignen. Noch zahlreichreicher lässt sich Coaching als „Performance Coaching“ finden, um dadurch die allgemeine Leistungsfähigkeit der Menschen in Führungspositionen zu steigern. Außerdem kann Coaching im Bereich „Lifecoaching“ die personale Förderung ankurbeln. Am aller häufigsten tritt es heutzutage allerdings im Bereich der strategischen Personalent- wicklung auf und wird dabei für die konstruktive Weiterentwicklung von Führungs- kräften eingesetzt.

1991 beschrieb Looss den Begriff „Coaching“ als „personenbezogene Einzelbera- tung von Menschen in der Arbeitswelt.“9 Babak Kaweh definierte Coaching zehn Jahre später als „anlassbezogenes Lernen“.10 Jedoch beschränkte er sich dabei nicht nur auf die Einzelberatung, wie Looss es tat. Wie bereits erwähnt, ist Coaching heutzutage in aller Munde und Coaching-Klienten sind Menschen aus diversen Be- rufsgruppen und Hierarchieebenen.

[...]


1 vgl. Schreyögg (2012), S. 14

2 vgl. ebd., S. 13

3 vgl. Böning/Fritschle (2005), S. 30

4 vgl. Schmid (2004), S. 154

5 vgl. Looss (1991), S. 13

6 vgl. Kaweh (2011), S. 20

7 Jüster/Hildenbrand/Petzold in: Rauen (2005), S. 93

8 vgl. Gross (2012), S. 49

9 Looss (1991), S. 13

10 Kaweh (2011), S. 20

Details

Seiten
15
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656717652
ISBN (Buch)
9783656717645
Dateigröße
419 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v278505
Institution / Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main – Erziehungswissenschaften
Note
1,0
Schlagworte
Coaching Astrid Schreyögg

Autor

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