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Stichpunktsammlung zur Vorlesung "Kirchengeschichte I - Geschichte des Christentums in der Antike"

Vorlesungsmitschrift 2011 17 Seiten

Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte

Leseprobe

Die Alte Kirche

- Literaturhinweis: Adolf Martin Ritter, Alte Kirche
- Carl Andresen, Geschichte des Christentums I
- Unterschied Fruhchristentum/Alte Kirche

Die Alte Kirche bei Luther

- Vorgeschichte: Humanismus
- Laienbewegung
- Weltliche Themen: Stadtgeschichte, Kunstlerbiografien
- kritischer Blick auf die Geschichte (Laurentius Valla)
- Hinwendung zu den Quellen („ad fontes")
- emanzipatorische Bedeutung
- Erasmus von Rotterdam (gest. 1536)
- Edition der Kirchenvater
- Neuausgabe des gr. NT
- Unterscheidung zw. Welt- und Kirchengeschichte
- Geschichte als eigenstandige Disziplin (Main 1504)

Martin Luthers Geschichtssicht

- keine eigene Geschichtsdarstellung
- Interesse an Geschichte in Auseinandersetzung mit Rom
- Geschichtsdeutung im Dienst derTheologie
- Christus als kritischer MaRstab („solus Christus")

Quellentext: E. von Caesarea - Uber die Kirchengeschichte

- Abs. 1:

- AuRerung des Entschlusses zur schriftlichen Fixierung der Kirchengeschichte mit allen Hohenund Tiefen

- Abs. 2

- Eingestehen nicht fehlerfreien Arbeitens
- Feststellung der erstmaligen Abfassung einer Kirchengeschichte
- Verlassen auf Gottes Fuhrung in der kirchenhistorischen Forschung
- Kompilation serioser Quellen mit kirchengeschichtlicher Relevanz
- Entschluss der historischen Aufarbeitung von der apostolischen Sukzession
- vor allem anhand schriftlicher Quellen
- Objektivitat wahrend
- fur nachfolgende Generationen tauglich
- Hoffnung von der Nutzlichkeit der schriftlich fixierten Kirchengeschichte fur spatere Generationen

- Abs. 3

- Wirken Jesu Christi als Anfangspunkt
- Lehren Christi als Basis aller kirchlichen Dogmen
- Zeitgenossen Christi mit der Unfahigkeit zur Erkenntnis seiner Lehren
- Zeitgenossen Christi als verstockt und uneinsichtig dargestellt
- Erkenntnis seiner Lehren erst durch spateren Generation infolge der auRerisraelitischen Verbreitung
- Worte Gottes und Lehren Christi von da an fur die gesamte Menschheit zuganglich
- unentbehrliche Basis des Guten in der Welt und fur das Heil bzw. den Frieden unter allen Menschen
- Verdienste, Lehren, Wirken und Leben Christi als vorherbestimmter Weg zum Wohle der Menschen
- Legitimation vom Ursprung her
- im engeren Sinne: die Lehrmeinung
- Beginn der Kirchengeschichte: mit den Pfingstereignissen
- Kirche als Schopfung Gottes und somit ewig existierend

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Mittelalterliche Kirchengeschichtsschreibung

- keine historische Entfaltung
- sondern „mythische Gesamtschau" der Weltgeschichte:
- Vorstellung der sieben Weltzeitalter (Gen 1; Ps 90,4)
- Vorstellung der vier Weltreiche (Daniel 2)
- NeueThemen: Heilige,Kloster,Bistumer, Volker

Der Neuansatz von Joachims von Fiore

- Leben:

- geb. in Celico/Kalabrien 1135
- Bekehrung („conversio") zum monastischen Leben
- Pilgerfahrt nach Jerusalem 1166/67
- Abt des Benediktinerklosters Corazzo
- Neugrundung von San Giovanni in Fiore 1189
- gest. 1202

- Werk:
- „Liber de cocordia Novi ac Veteris Testamenti" (1191)
- „Expositio in Apocalypsim" (1196)

- Trinitarische Gliederung der Geschichte:
- Zeitalter des Vaters (Gesetz)
- Zeitalter des Sohnes (Gnade)
- Zeitalter des Geistes(Liebe)

- KirchenkritischerGedanke:
- im Monchstum sich ankundigende Geistkirche die Priesterkirche ablosend
- Joachim das Zeitalter des Geistes fur 1260 erwartend

Eusebius von Caesarea

- „Vater der Kirchengeschichtsschreibung"

Leben

- geb. in Palastina 263/265
- theologische Ausbildung in Schule von Caesarea
- wahrend kaiserlicher Verfolgung nach Agypten 303
- Ruckkehr nach Palastina 313
- Wahl zum Bischof von Caesarea
- Berufung zum kaiserlichen Berater („Vita Constanini")
- gest. 339/340

Werk

- apologetische, exegetisch und dogmatische Schriften
-
- historische Schriften:
- Chronik (303)
- Uber die Marthyrer von Palastina (303-311)
- Kirchengeschichte (311-324)

Geschichtsprogramm

- Sicherung der Apostelnachfolge („successio apostolica")
- Haresie Einheit der Kirche bedrohend
- Bischofe als Garanten der sichtbaren Kontinuitat
- Geschichte Israels Erwahlung der Kirche belegend
- Verfolgung der Christen Standhaftigkeit der Kirche zeigend

Christliche Gemeindebildung

- Jakobus als Leiter der Urgemeinde mit alternativem Modell
- innerhalb in den Grenzen des Romischen Reiches
- judische Gemeinden dazugehorend
- judische Diaspora
- judische Mission in Kleinasien stattfindend
- Ausbreitung bis in den Mittelmeerraum
- Christliche Mission im Mittelmeerraum
- Nutzung romischer Verkehrswege
- Missionierung vor allem im urbanen Raum
- bes. an paulinischen Briefen erkennbar

Rahmenbedingungen der Mission

- Adolf v. Harnack: „Ein Imperium, eine Weltsprache, ein Verkehrsnetz, eine gemeinsame Entwicklung zum Monotheismus und eine gemeinsame Sehnsucht nach Heilanden." (Die Mission und Ausbreitung des Christentums, Bd. 1, S.27)
- Romisches Reich als christlicher Handlungsraum: Bewusstsein der Uberlegenheit, Verbreitung judischer Gemeinden; stadtische Zentren
- Fruhe Christenheit als stadtische Religion
- (Koine-)Griechisch als gemeinsame Sprache; keine Sprachbarrieren; Beschrankung auf Stadte
- Volkssprachen auf dem Land
- Tertullian als erster lateinischer Theologe
- Fruhchristliche theologische Werke auf Altgriechisch
- Infrastruktur: einheitliches Verkehrsnetz (StraRen, Schiffswege) im Mittelmeerraum fur Handel, Militar, Verwaltung

[...]

Details

Seiten
17
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656721178
ISBN (Buch)
9783656723189
Dateigröße
904 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v278367
Institution / Hochschule
Universität Rostock – Theologische Fakultät der Universität Rostock
Note
Schlagworte
Kirchengeschichte Antikes Christentum Römisches Reich Theologie Antike Altertum Historik

Autor

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