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"Wohin gingen die Maurer?" Brechts "Fragen eines lesenden Arbeiters" und das Geschichtsbild der Arbeiterklasse

Hausarbeit (Hauptseminar) 2014 28 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Allgemeine Einführung

3. Analyse der Struktur und der verwendeten lyrischen Figuren
3.1. Strophe 1:
3.2. Strophe
3.3. Strophe
3.4. Strophe

4. Klassifizierung des Gedichts als (reflektierende) Geschichtslyrik

5. Exkurs: Der Historismus und der Historische Materialismus als Modelle in der Geschichtswissenschaft
5.1. Der Historismus als personalisierende Geschichtsauffassung
5.2. Der Historische Materialismus als Geschichtsphilosophie des Marxismus

6. Das Gedicht im Kontext seiner Publikationen
6.1. Das Wort
6.2. Die Svendborger Gedichte

7. Zusammenfassung

8. Literatur

1. Einleitung

„Wer baute das siebentorige Theben?“ fragt sich ein lesender Arbeiter in einem von Bertolt Brechts wohl bekanntesten Gedichten und selten hat eine Frage einen solchen Nachhall verursacht, sei es durch die Rezeption von Lyrikfreunden und Lyrik-geplagten Schülern, sei es von Erkenntnis suchenden Germanisten oder kommunistischen Parteifunktionären.

Die Zahl der wissenschaftlichen Arbeiten, die sich mit den Fragen eines lesenden Arbeiters beschäftigten, ist Legion. So hat bereits 1967 Klaus-Detlef Müller das Gedicht zum Anlass genommen, sich mit der Funktion der Geschichte und dem Marxismus Brechts zu beschäftigen[1], während bei Günter Dietz die Dialektik im Vordergrund stand[2]. Angesichts der politischen Intention von Brechts Werken im Allgemeinen und den Fragen im Speziellen, ihrer Rezeption im kommunistischen Teil Deutschlands und der im Zuge der deutschen Spaltung schwierige Versuch, Brecht künstlerisch gerecht zu werden, verwundert es nicht, dass – neben allgemeinen Interpretationen[3] – dabei oftmals die politische Ebene im Zentrum der Betrachtung stand[4]. Daneben gab es aber aber auch Arbeiten, die sich mit Brechts Wahrnehmung und Darstellung von Geschichte beschäftigten[5], zumal die Fragen ja die Überlieferung und Konventionalisierung historischen Wissens und die Kritik an derselben zum Thema haben.

Geschichte und Politik sind denn auch die beiden Aspekte an Brechts Gedicht, die hier im Fokus des wissenschaftlichen Interesses stehen und näher beleuchtet werden sollen. Die vorliegende Arbeit will anhand einer ausführlichen formalen und inhaltlichen Analyse zeigen, dass Brechts Gedicht der Geschichtslyrik im Allgemeinen und der reflektierenden Geschichtslyrik im Speziellen zuzuordnen ist. Darüber hinaus soll auch belegt werden, dass es sich bei dem behandelten Thema um den Ideen- und mentalitätsgeschichtlichen Umbruch von einer bürgerlichen, auf dem Historismus fußenden Ereignis- und Personengeschichte hin zu einem historisch-materialistischen Verständnis von Geschichte als Antagonismus von herrschenden und beherrschten Klassen handelt. Einer Geschichtsauffassung, deren Überlegenheit nicht philosophisch oder geschichtswissenschaftlich begründet wird, sondern dadurch, dass sie aus der Übertragung der Weltsicht der Arbeiter durch sie selbst auf die Vergangenheit notwendigerweise entsteht und daher das einzige Geschichtsbild der Arbeiterklasse sein kann.

Um die Unterschiede beider Geschichtstheorien besser verständlich zu machen, werden diese in einem Exkurs näher erläutert, bevor durch eine Beschäftigung mit dem Kontext der ersten – der Entstehung des Gedichts zeitlich am nächsten stehenden – Publikationen desselben gezeigt werden soll, dass es sich bei der von Brecht propagierten Form des Historischen Materialismus nicht um eine sozialistisch-sozialdemokratische Ausprägung desselben handelt, sondern um eine – im Sinne Lenins und des entstehenden Marxismus-Leninismus – kommunistische ausgelegte Variante, und daher keinesfalls von einer unabhängigen Rezeption Marx`schen Gedankenguts oder gar nur von einer allgemein gehaltenen Forderung nach sozialer Gerechtigkeit o.ä. die Rede sein kann.[6]

2. Allgemeine Einführung

Das Gedicht Fragen eines lesenden Arbeiters stammt aus dem Jahr 1935 und wurde von Bertolt Brecht in seinem Dänemarker Exil geschrieben. Seine erste Veröffentlichung erlebte es 1936 in der in Moskau erscheinenden Zeitschrift Das Wort.[7] Es ist darüber hinaus auch Teil der Gedichtesammlung Svendborger Gedichte, die 1937 zusammengestellt wurde und 1939 in Kopenhagen erschien[8], und leitet dort den dritten Teil der Sammlung, III Chroniken, ein. Es wurde danach noch zweimal in verschiedene Zusammenstellungen eingefügt, in Gedichte im Exil, 1944 in den USA veröffentlicht, und in Kalendergeschichten, 1949 in Berlin herausgegeben. Die Fassungen sind nicht ganz, aber fast identisch.

Inhaltlich befasst es sich mit einem Arbeiter, der sich historisch bilden will und die etablierte (in diesem Falle bürgerliche) Geschichtsschreibung aus seiner eigenen Sicht, der eines Angehörigen der proletarischen Klasse hinterfragt. Da der Arbeiter nur im Titel erwähnt wird, bleibt das Gedicht unpersönlich und kann als „lehrstückhaft“ charakterisiert werden.

Das in freien Versen gestaltete Gedicht unterteilt sich in vier Strophen, von denen die ersten beiden lang (13 und acht Verse) und die letzten beiden kurz (Vier und zwei Verse) gehalten sind.

Die ersten zwei Strophen stehen im Zeichen der Lektüre des Arbeiters, auch wenn hier die Geschichte der erwähnten Bauwerke (Strophe 1) und Ereignisse (Strophe 2) bereits aus Arbeitersicht hinterfragt werden. Da es sich bei den in Vers 2 erwähnten Büchern um bürgerliche Geschichtsbücher handelt, widerspricht die Intention der Fragen der in diesen Büchern vermittelten Geschichtsauffassung. Geschichtstheoretisch kann man das Gedicht als eine von den Ideen des Historischen Materialismus geprägte Auseinandersetzung mit dem Historismus ansehen, einer stark an Ereignis- und Personengeschichte (der „Geschichte großer Männer“) interessierten geschichtswissenschaftlichen Strömung, die im 19. und 20. Jahrhundert besonders populär war.[9]

3. Analyse der Struktur und der verwendeten lyrischen Figuren

Das Gedicht enthält viele lyrische Figuren, mit denen Brecht die Rezeption des Inhaltes verstärken wollte. Da das Gedicht bereits mit Fragen eines lesenden Arbeiters betitelt ist, verwundert es kaum, dass Interrogationes, Fragefiguren, zu den häufigsten lyrischen Stilmitteln gehören. Man kann sogar soweit gehen, sie als bestimmendes formales Merkmal zu betrachten.

Darüber hinaus finden sich aber auch viele andere Stilmittel Verwendung, die im folgenden Strophe für Strophe dargestellt und in ihrer Funktion analysiert werden sollen.

3.1. Strophe 1:

Die erste Strophe gliedert sich in 13 Verse. Es handelt sich dabei um acht Fragen, die durch drei selbstständige Aussagesätze sowie ein Anakoluth ergänzt werden. Als Anakoluth (von griechisch ἀν- an „ohne“ und ἀκόλουϑον akólouthon „das Folgerichtige“, deutsch meist als Satzbruch wiedergegeben) bezeichnet man einen Bruch des Satzbaus oder – wie im vorliegenden Fall – den Abbruch eines begonnenden Satzes.[10]

Während sich in Strophe zwei und drei die Frage- mit den Aussagesätzen abwechseln, ist dieses Prinzip in der ersten Strophe nicht erkennbar. Hier überwiegen Fragen, die nur dreimal von Aussagesätzen ergänzt werden, was nach Günter Dietz durch Gründe der variatio bedingt ist.[11] Als v ariatio bezeichnet man eine rhetorische Figur, einen unerwarteten Wechsel im Satzbau oder – wie hier – des Sprachbaus. So folgen in den Versen 5, 6, 7 und 8 Fragen auf einander, die nicht durch Aussagesätze durchbrochen werden.

Es finden sich Aussagen also nur in den Versen 2, den Versen 8 und 9 und den Versen 11, 12 und 13.

Die erste Frage Wer baute das siebentorige Theben? fußt dabei noch voll auf der konventionalisierten Geschichtsschreibung. Sie wurde auch von bürgerlichen Historikern genauso gestellt und ist daher noch keine der Fragen, die sich der lesende Arbeiter zu stellen beginnt. Es verwundert daher nicht, dass auch die Antwort ganz im Sinne der überlieferten Geschichtsschreibung ausfällt:

2 In den Büchern stehen die Namen von Königen.

Hier dient der Aussagesatz aber nicht der Beantwortung der Frage, sondern nur der Darstellung der Antwort, die in Büchern zu finden ist und keineswegs der historischen Wahrheit entsprechen muss. Erst durch diesen Aussagesatz wird der „subversive“ Teil des Gedichts, die kritische Auseinandersetzung mit der konventionalisierten Geschichtsschreibung eingeleitet, da durch die Formulierung In den Büchern angedeutet wird, dass historische Überlieferung und historische Wahrheit keinesfalls deckungsgleich sein müssen und ein weiteres kritisches Hinterfragen notwendig ist. Durch die zweite Frage Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt? wird diese Notwendigkeit klar erkennbar: Der Arbeiter kann sie – auch wegen seiner Kenntnisse über die Arbeit auf modernen Baustellen – nur verneinen. Die überlieferte Geschichtsschreibung ist also bereits in Vers 3 als unzutreffend erkannt. Diese Übertragung des Wissens des Arbeiters, dass Arbeiten eben von Arbeitern und nicht von Königen oder Fabrikbesitzern ausgeführt werden, auf die Geschichtsschreibung führt fast zwingend zu einer kritischen Distanz zu den in Vers 2 erwähnten Büchern. Fast alle Interrogationes befassen sich mit Arbeitern und den von ihnen geschaffenen Bauwerken. Lediglich die auf den zweiten Aussagesatz folgende zweite Frage scheint den Fragenkatalog zu erweitern.

Aussagesatz 2:

8 Die Maurer? Das große Rom

9 Ist voll von Triumphbögen.

In diesen Versen verwendet Brecht ein Enjambement, einen Zeilen- oder Verssprung das heißt, der Satz geht über das Versende hinaus. Ein Stilmittel, das nach Dietz ebenfalls aus Gründen der variatio eingesetzt wird[12].

Auf diese Aussage folgt die Frage, wer die Triumphbögen errichtete. Danach stellt sich der Arbeiter aber bereits eine Frage, die über den Themenkomplex der ersten Strophe (historische Bauwerke und ihre überlieferten und ihre tatsächlichen Erbauer) hinaus reicht: Über wen triumphierten die Cäsaren? Einerseits über die von ihnen beherrschten Arbeiter und Sklaven, anderseits aber auch über eroberte Völker, wodurch das erste Mal der Themenkomplex Krieg eingeführt wird. Ein Komplex, der vor allem hinsichtlich seiner Folgen für den „kleinen Mann“ im Gedicht noch von Bedeutung sein wird. Interessant ist dabei, dass dieser erste inhaltliche Exkurs auch strukturell-formalen Ausdruck findet. Die Frage zieht sich über zwei Verse und ist daher ein Enjambement, das hier vor allem einen ersten Wendepunkt unterstützt: Der Arbeiter hinterfragt nicht nur die Darstellung der Leistungen der überlieferten Bauherren, sondern beginnt bereits, auch das Wirken dieser Herrscher zu hinterfragen.

9 Ist voll von Triumphbögen. Wer errichtete sie? Über wen

19 Triumphierten die Cäsaren? Hatte das vielbesungene Byzanz

Auch die dritte Aussage wird durch ein Enjambement geprägt, das sich sogar über drei Verse erstreckt.

Aussagesatz 3:

11 Nur Paläste für seine Bewohner? Selbst in dem sagenhaften Atlantis

12 Brüllten in der Nacht, wo das Meer es verschlang,

13 Die Ersaufenden nach ihren Sklaven.

Die Enjambements dienen ebenso wie das Anakoluth in Vers 4 (Und das mehrmals zerstörte Babylon -) einer Durchbrechung des ansonsten das Gedicht prägenden Rhythmus. Dieser ist eher betont einfach gehalten, ja durch einen „Mangel im Ausdruck und Rhythmus“[13] geprägt, da die Fragen durch einen literarisch ungebildeten Arbeiter gestellt werden, gar in „Sklavensprache“[14] verfasst sind. Dieser Bruch dient der Belehrung des Arbeiters, im Falle des Enjambements sogar der Agitation, da hier die bürgerliche Geschichtsschreibung nicht nur in Frage gestellt, sondern ihre Thesen in reißerischer Form als unmöglich gekennzeichnet werden. Die Angehörigen der herrschenden Klasse werden hier als unfähig beschrieben, eigenständig, also ohne die Hilfe ihrer Sklaven, auf die Flut zu reagieren. Damit werden die ohnehin durch Interrogationes in Zweifel gezogenen historischen Leistungen der Feldherren und Herrscher ad absurdum geführt.

Die Aussagen in Strophe 1 behandeln Bauwerke und Städte, die Fragen des Arbeiters zeigen den Widerspruch zwischen der – als bürgerlich angesehenen – personalisierten Geschichtsschreibung und der historischen Wahrheit, die sich nur mittels einer neuen, marxistischen Geschichtsauffassung erkennen lässt. Diese Auffassung muss der Arbeiter aber nicht erlernen. Er gelangt, quasi unweigerlich, zu ihr, wenn er seine eigene Lage im Kapitalismus mit ihrer Beschreibung in der herrschenden bürgerlichen Ideologie vergleicht.[15] Ihn interessieren also auch an historischen „Themen“ vor allem die Lebensbedingungen von seinesgleichen. Sie allein bilden für ihn den „Maßstab für die Wertung des Historischen“[16].

3.2. Strophe 2

14 Der junge Alexander eroberte Indien.

15 Er allein?

16 Cäsar schlug die Gallier.

17 Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich?

18 Phillip von Spanien weinte, als seine Flotte

19 Untergegangen war. Weinte sonst niemand?

20 Friedrich der Zweite siegte im siebenjährigen Krieg. Wer

21 Siegte außer ihm?

In der zweiten Strophe werden in acht Versen historische Ereignisse anhand von Feldherrn und ihren Siegen thematisiert. Es ist auffällig, dass es sich den Themen dieser personalisierenden Ereignisgeschichte[17] nicht um „zivile“, sondern um militärische Ereignisse handelt. Man liegt, vor allem angesichts des Kontextes, in dem das Gedicht in den 1930er Jahren publiziert wurde, nicht falsch, darin sogar eine Anklage des Geschichtsverlaufes zu sehen, der – solange er nicht durch die Herrschaft der Arbeiterklasse bestimmt wird – nur in Krieg und Zerstörung münden kann.[18]

Auch hier wirken die lyrischen Stilmittel unterstützend. Historische Aussagen wechseln sich mit Fragen ab, die sie hinterfragen und die historische „Wahrheit“ relativieren. Auf die Aussagen folgen, anders als in Strophe 1, immer Fragen. Diese sollen die Unwahrheit der historischen Überlieferung enthüllen. Es ist klar, dass Alexander die antike Welt keineswegs allein eroberte, wie auch Cäsar den Gallienfeldzug nicht ohne Hilfe vollbrachte. Die Postulierung der Unsinningkeit dieser Annahme wird durch die Ironie in der Frage Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich? klar deutlich.

Einziger formaler Bruch ist das Enjambement in Vers 18 und Vers 19, da hier die Aussage nicht einzeilig, sondern zweizeilig ist. Vers 18 erzählt vom spanischen König und seiner Flotte, die durch den Verssprung explizit als seine Flotte beschrieben wird. Deren Untergang wird erst in Vers 19 erwähnt und ist somit nicht mehr mit dem König, sondern mit den Namenlosen verbunden, ohne die Flotte nie hätte funktionieren können und die mit ihr versanken. Dem König, der vermutlich keines der Schiffe je betreten hat und dennoch ihren Untergang beweint, werden – ungenannt – Matrosen, Soldaten, etc. gegenübergestellt, deren Schicksal weniger gnädig verlief. Sie ertranken und wurden von ihren Familien beweint, wobei dieses Schicksal nicht erwähnt, sondern durch die Frage Weinte sonst niemand? lediglich, aber dennoch unmissverständlich, angedeutet wird.

[...]


[1] Müller, Klaus-Detlef: Die Funktion der Geschichte im Werk Bertolt Brechts. Studien zum Verhältnis von Marxismus und Ästhetik, Tübingen 1967.

[2] Dietz, Günter: Bertolt Brechts dialektische Lyrik (Fragen eines lesenden Arbeiters, Der Schneider von Ulm, 1940 VI). In: Der Deutschunterricht 18 (1966), H. 2, S. 66-77.

[3] Ueding, Gert: Fragen eines lesenden Arbeiters. In: Ausgewählte Gedichte Brechts mit Interpretationen. Hrsg. von Walter Hinck, Frankfurt a.M. 1978, S. 68-71.; Knopf, Jan (Hrsg.): Gedichte von Bertolt Brecht. Interpretationen. Stuttgart 1995.

[4] Z.b. Pfeiffer, Johannes: Zwischen dichterischer Wahrheit und politischer Ideologie. Über die Lyrik von Bertolt Brecht. In: ders.: Dichten, Denken, Glauben. Ausgewählte Essays 1936 bis 1966, München u.a. 1967, S. 140-155.; Lerg-Kill, Ulla C.: Dichterwort und Parteiparole. Propagandistische Gedichte und Lieder Bertolt Brechts, Bad Homburg v. d. Höhe u.a. 1968.; Maassen, J. P. J.: Worte, die die Welt verwandeln. Zu Fragen eines lesenden Arbeiters von Bertolt Brecht. In: Festgabe des Deutschen Institus der Universität Nijmegen. Paul B. Wessels zum 65. Geburtstag, Nijmegen 1974, S. 131-135.; Völker, Ludwig: Wahrheitsglaube und Widerstandsdenken in Bertolt Brechts Svendborger Gedichte. In: Sagen mit Sinne. Festschrift für Marie-Luise Dittrich zum 65. Geburtstag. Hrsg. von Helmut Rücker und Kurt Otto Seidel, Göppingen 1976, S. 367-381.; Buck, Theo: „Wer“ und „wie“. Fragen der revolutionären Emanzipation in Gedichten Brechts und Volker Brauns. In: Recherches Germaniques 7 (1977), S. 151-172.; Haug, Wolfgang Fritz: Brecht Beitrag zum Marxismus. In: Aktualisierung Brechts. Hrsg. von Wolfgang Fritz Haug, Klaus Pierwoß und Karen Ruoff. Berlin (West) 1980, S. 7-18.; Fetscher, Irving: Bertolt Brecht, der skeptische Dialektiker. In: ders.: Die Wirksamkeit der Träume. Literarische Skizzen eines Sozialwissenschaftlers. Frankfurt a.M. 1987, S. 77-95.; Kuhn, Tom: „Visit to a banished poet“: Brecht`s Svendborg Poems and the voices of exile. In: Brecht`s Poetry of Political Exile. Hrsg. von Ronald Spiers, Cambridge 2000, S. 47-65.; Hodgson, Katharine: Exile in „Danish Siberia“: The Soviet Union in the Svendborg Poems. In: Brecht`s Poetry of Political Exile. Hrsg. von Ronald Spiers, Cambridge 2000, S. 66-85.; Sauerland, Karol: Lenin zu Ehren! In: Wege der Lyrik in der Moderne. Beiträge eines deutsch-polnischen Symposiums. Hrsg. von Gunter Martens, Würzburg 2003, S. 153-160.; Holz, Hans Heinz: Der Pflaumenbaum und der Kommunismus. Über die Parteilichkeit von Brechts Lyrik. In: Marxistische Blätter 45 (2007), S. 66-72.

[5] Kohlenschmidt, Werner: Bemerkungen zum Geschichtsbewußtsein der Lyrik B. Brechts und G. Benns. In: ders.: Konturen und Übergänge. Zwölf Essays zur Literatur unseres Jahrhunderts, Bern u.a. 1977, S. 166-172., Pietzcker, Carl: „Geschichte von Klassenkämpfen“ und „Steingeröll der Weltgeschichte“: Bilder von der Geschichte bei Brecht und Benn. In: Gottfried Benn – Bertolt Brecht. Das Janusgesicht der Moderne. Hrsg. von Achim Aurnhammer, Werner Frick und Günter Saße. Würzburg 2009, S. 189-211.

[6] Wie dies etwa in der Präambel des Programms der deutschen Partei Die Linke und dem ihrer Parteijugend zu lesen ist. Präambel des Programms von Die Linke [http://www.die-linke.de/partei/dokumente/programm-der-partei-die-linke/bertolt-brecht-fragen-eines-lesenden-arbeiters/] (22.Juni 2014); Präambel des Programms der Linksjugend Solid Rheinland-Pfalz [www.linksjugend-solid-rlp.de/verband/wer-wir-sind/120-grundsatzprogramm-der-linksjugend-solid-rheinland-pfalz] (22. Juni 2014).

[7] Zur Zeitschrift Das Wort siehe Kapitel 6.1.

[8] Zur Sammlung Svendborger Gedichte siehe Kapitel 6.2.

[9] Zum Historischen Materialismus und zum Historismus siehe Kapitel 5.

[10] Vgl. Hoffmann, Ludger: Anakoluth und sprachliches Wissen, In: Deutsche Sprache. Zeitschrift für Theorie, Praxis, Dokumentation 19 (1991), S. 97-119.

[11] Dietz, Günter: Brechts dialektische Lyrik, S. 69.

[12] Ebd., a.a.O.

[13] Brecht, Bertolt: Über Lyrik, Edition Suhrkamp Bd. 70, Berlin 1964, S. 115. Zitiert nach: Dietz, Günter: Brechts dialektische Lyrik, S. 69.

[14] Ebd., a.a.O. Vgl. dazu die These Wolfgang Fritz Haugs über die „einfache Sprache“ Brechts in: Haug, Wolfgang Fritz: Brecht Beitrag, S. 12. Laut Haug setzt Brechts einfache Sprache direkt bei der „Sprache der Einfachen“, der Unterdrückten, an, um sie bei ihren Bemühungen zu unterstützen, die Erkenntnis über die eigene Situation besser ausdrücken und dadurch ihren Zusammenhalt besser organisieren zu können.

[15] Bezüglich der Ideologien herrschender Klassen im Marxismus siehe Kapitel 5.2.

[16] Müller, Klaus-Detlef: Funktion der Geschichte, S. 102.

[17] Zur Erklärung siehe Kapitel 5.

[18] Vgl. Lenin, W. I.: Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus. Gemeinverständlicher Abriß. 6. Aufl. Berlin 1962, S. 114f.

Details

Seiten
28
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656725930
ISBN (Buch)
9783656725800
Dateigröße
517 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v277648
Institution / Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg – Germanistisches Seminar
Note
1,0
Schlagworte
Bertolt Brecht Geschichtslyrik Fragen eines lesenden Arbeiters Historischer Materialismus Geschichtsphilosophie

Autor

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