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E-Business. Entwicklung und zukünftige Herausforderungen

Seminararbeit 2013 28 Seiten

BWL - Handel und Distribution

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Relevanz des Themas
1.2. Aufbau der Arbeit

2. Entstehungsgeschichte des Internets bis hin zum E-Business
2.1. Grundlagen und Historie des E-Business
2.2. Triebkräfte des E-Business

3. Begrifflichkeiten, Rahmenfaktoren und Strategien im E-Business
3.1. Einordnung des E-Business
3.2. Definitionen: E-Business und E-Commerce
3.3. Geschäftsprozesse und -beziehungen im E-Business

4. Anwendungsfelder im E-Business
4.1. Buy-Side
4.1.1. E-Procurement
4.1.2. Supply Chain Management
4.2. Sell-Side
4.2.1. E-CRM als kundenorientierte Strategie
4.2.2. Multi Channel Management
4.3. Inside

5. Herausforderungen im E-Business
5.1. Wissensmanagement
5.2. Ganzheitlicher Internetauftritt
5.3. Kunden-Anforderungen

6. Ausblick
6.1. Social Commerce
6.2. Semantic Web
6.3. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Aufbau der Studienarbeit

Abb. 2: Triebkräfte des E-Business

Abb. 3: Übersicht E-Business

Abb. 4: Elektronische Geschäftsprozesse

Abb. 5: Elektronische Geschäftsbeziehungen

Abb. 6: Traditionelle Beschaffung vs. Elektronische Beschaffung

Abb. 7: Anteil der Online-Käufer in Deutschland von 2000 bis 2012

Abb. 8: Anteil des Online-Handels am Gesamtumsatz europäischer Unternehmen

Abb. 9: Online-Umsatz mit Waren in Deutschland von 2000 bis 2012

Abb. 10: Informationsbedarf von spezifischen E-Business-Themen

Abb. 11: Übersicht über zukünftige Herausforderungen im E-Business

Abb. 12: Auf welcher Stufe im E-Business befinden sich Unternehmen 2008

Abb. 13: Kundengruppen des Online-Handels

Abb. 14: Gründe für den Abbruch einer Bestellung im Internet

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Weltweite Internetnutzung 2012

Tabelle 2: Entwicklung der Onlinenutzung in Deutschland von 1997 bis 2012

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Diese Arbeit soll einen ausführlichen Einblick in das Thema Electronic Business (E- Business), eine Übersicht über die Historie sowie aktuelle bzw. zukünftige Herausforderungen geben.

Die rasante Entwicklung des Internets bilden die Anfänge einer neuen Form der Geschäftsabwicklung. Das E-Business entsteht, welches heutzutage ein wichtiger Bestandteil nahezu aller Bereiche in der Industrie und Gesellschaft ist. Unternehmen strukturieren ihr Geschäft mit Hilfe der neuen Technologien, basierend auf dem Internet, dem World Wide Web (WWW)1 sowie drahtloser Kommunikation um. Somit bleiben Firmen durch die Einführung eines elektronischen- und internetgestützten Betriebs wettbewerbsfähig. Die kontinuierliche Einführung von neuen Technologien, neuen Geschäftsmodellen und neuen Kommunikationsmöglichkeiten führen zu jährlichen, monatlichen, ja sogar täglichen neuen Möglichkeiten, Chancen und Herausforderungen für Innovationen im E-Business. Der Prozess der Informationsbeschaffung, der Verkauf als auch die Distribution eines Gutes wird in Unternehmen durch den neuen Kanal Internet erweitert und jede einzelne Aktivität in der gesamten Wertschöpfungskette auf den elektronischen Markt ausgerichtet. Die wesentlichen Ziele von E-Business sind es, auf der einen Seite die Geschäftsprozesse schneller, effektiver und billiger zu gestalten und auf der anderen Seite für den Kunden einen Mehrwert zu generieren, neue Kundengruppen und neue Marktsegmente zu erschließen.

1.1. Relevanz des Themas

Die Relevanz dieses Themas liegt in der Zunahme des Vertriebs von Waren und Dienstleistungen via Internet als Informations- und Distributionskanals. Heutzutage ist ein ganzheitlich integriertes E-Business eine wichtige Disziplin für jedes Unternehmen. Das Internet verzeichnet ein ununterbrochenes Nutzerwachstum. Die Zahl der weltweiten Nutzer erhöhte sich von 361 Millionen im Jahr 2000 auf 2,4 Milliarden Nutzer im Jahr 2012. Dies macht ca. 34% der weltweiten Bevölkerung aus (vgl. Internetworldstats 2012, Tabelle 1).

Tabelle 1: Weltweite Internetnutzung 2012 Quelle: Internetworldstats 2012

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Auch in Deutschland nehmen die Internetnutzer von Jahr zu Jahr zu. Die Menschen nutzen das Internet immer häufiger, um sich über Produkte zu informieren und das Angebot zu vergleichen. Dadurch steigt auch die Bereitschaft der Nutzer Käufe über das Internet vorzunehmen. Anhand der folgenden ARD/ZDF-Studie (vgl. Tabelle 2) ist der Trend der Online Nutzung in Deutschland deutlich zu erkennen. Während im Jahr 1997 gerade mal 4,1 Mio. das Internet nutzen ist diese Zahl bis 2012 bereits um ein 13-faches auf 53,4 Millionen gestiegen und entspricht somit ca. 76% der deutschen Bevölkerung.

Tabelle 2: Entwicklung der Onlinenutzung in Deutschland von 1997 bis 20122 Quelle: ARD/ZDF Onlinestudie, 2012

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.2. Aufbau der Arbeit

Nachfolgend eine kurze Übersicht über den inhaltlichen Aufbau dieser Studienarbeit:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Aufbau der Studienarbeit Quelle: Eigene Darstellung

2. Entstehungsgeschichte des Internets bis hin zum E-Business

2.1. Grundlagen und Historie des E-Business

Internet bedeutet Äinterconnected network“ und ist eine Sammlung miteinander verbundener und unabhängiger Computernetze (vgl. Paschelke & Roselieb 2002, S. 83). Diese Verbindung zeichnet sich durch die Verwendung der Protokollfamilie TCP/IP3 aus. TCP/IP regelt die Art und Weise der Kommunikation zwischen den Computern (vgl. Comer 2011, S. 34). Im Jahr 1969 wurde das Advanced Research Projects Agency Network (Arpanet), der Vorläufer der Internets, entwickelt. Die Idee dahinter war die Schaffung eines robusten und wenig anfälligen Netzes für den Empfang, die Verarbeitung und das Versenden von Datenpaketen. Das Netz sollte weder eine zentrale Steuerung noch eine zentrale Autorität haben (vgl. Beck 2006, S. 8). Die Geburtsstunde des Dienstes WWW war im Jahr 1989. Tim Berner-Lee erfand das WWW mit dem Ziel des einfachen Austausches von wissenschaftlichen Arbeiten (vgl. ebenda, S. 10). Von da an ging es stetig bergauf, die WWW-Software wurde außerhalb des CERN4 und der Universitäten eingesetzt. Bill Clinton und Al Gore erklärten das Internet zum Schlüsselelement der US-Technologiepolitik und zur Basistechnologie für alle Lebensbereiche. Persönliche Websites5 entstehen und der Beginn der New Economy ist unaufhaltsam. Diese New Economy kennzeichnet vermeintlich neue Rahmenbedingungen für ganze Volkswirtschaften (vgl. Weiber 2000, S. 3). Heutzutage gibt es zahlreiche Websites. Einige der Größten und Bekanntesten bildeten die Anfänge in den 90-er Jahre, wie bspw. Amazon oder eBay im Jahr 1995. Google folgte im Jahr 1998, Skype im Jahr 2003 und Facebook 2004 (vgl. Chaffey 2009, S. 5). Die Verbreitung des Internets führte in Wissenschaft und Praxis zu neuen Wertschöpfungen (vgl. Kelley 1999). Trotz des Platzens der Internetblase (ÄDotcom-Blase“) im Jahr 2000 entwickelte sich das Internet in einem rasanten Tempo weiter. Social Networks, wie bspw. Facebook (hauptsächlich private Nutzung) oder Xing (hauptsächlich geschäftliche Nutzung) entstanden und entwickelten im Laufe der Jahre eine erstaunliche weltweite Zahl an Mitgliedern. ÄDas Internet verändert in fundamentaler Weise unsere Lern- und Arbeitsprozesse sowie die Informations-, Güter- und Geldprozesse zwischen Firmen, Institutionen und Personen in allen Branchen“ (Lehmann 2006, S. 1105).

2.2. Triebkräfte des E-Business

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Triebkräfte des E-Business Quelle: Eigene Darstellung

Die Rechnerleistung, die Digitalisierung und die Vernetzung sind drei wesentliche Entwicklungen, die bis in die 60er-Jahre des letzten Jahrhunderts zurückreichen. Die Leistungsverbesserungen in der Technik der Telekommunikation und des Computers sind enorm. Moore’s Law6 sagt aus, dass sich alle 18-24 Monate die Rechnerleistung verdoppelt (vgl. Wirtschaftslexikon.net). Die Schnelligkeit der Prozessoren und Speichermedien steigt rapide und ermöglicht die Integration von informations-, kommunikations- und unterhaltungstechnischen Elementen, wie bspw. ein navigationsfähiges Handy mit Foto- und Videokamera. Die Digitalisierung bezeichnet den Vorgang der Umwandlung einer analogen physikalischen Einheit in eine digitale Form (vgl. gbt.ch Lexikon). Dies ermöglicht sowohl die Speicherung, als auch die Weitergabe von Informationen und hat einen erstaunlichen wirtschaftlichen Aspekt zur Folge. Es lassen sich enorme Kosten sparen, denkt man beispielsweise nur an MP3, E-Books oder Online-Kataloge. Die zunehmende Digitalisierung von Informationen und Inhalten ermöglicht ihre Übertragbarkeit via Personal Computers (PCs) von einem Ort zum anderen. Die globale Vernetzung der Computer- und Kommunikationssysteme hat technische und soziale Gesichtspunkte. Technische Aspekte der Nutzung sind die ständige Verfügbarkeit (Äalways online“), die hohe Geschwindigkeit, die für Komfort und Gestaltungsvielfalt sorgt und die durch Internet-Flatrates gering gehaltenen Kosten. Aus sozialer Sicht steht fest, dass Internet und Mobilfunk die zentralen Informations-, Kommunikations- und Unterhaltungsmedien sind.

3. Begrifflichkeiten, Rahmenfaktoren und Strategien im E-Business

3.1. Einordnung des E-Business

In folgender Übersicht, wie in der gesamten Studienarbeit, wird das Thema E-Business aus der Sicht des Unternehmens dargestellt. Das Unternehmen steht somit im Zentrum. Die Abbildung 3 versucht den Begriff E-Business mit seinen wesentlichen Teilbereichen abzubilden. Mit Hilfe von E-Business werden im Unternehmen alle Prozesse durch elektronische Medien unterstützt, sowohl die unterstützenden wie bspw. strategische Planung, Controlling etc. als auch die Geschäftsprozesse mit den Geschäftspartnern und Kunden. Der Fokus der nachfolgenden Kapitel liegt auf der Buy-Side, Sell-Side und Inside (siehe Abb. 3)7.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Übersicht E-Business

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an: Schubert 2000, S. 3 und Meier & Stormer 2012, S. 1

3.2. Definitionen: E-Business und E-Commerce

Zunächst müssen die zentralen Begrifflichkeiten für ein einheitliches Verständnis des Themas definiert werden. Im Deutschen werden fälschlicherweise häufig die beiden Begriffe E-Business und E-Commerce simultan verwendet. Anhand verschiedener Definitionen wird im Folgenden der Unterschied zwischen den beiden Begriffen deutlich gemacht. Für den Begriff E-Business gibt es zahlreiche Definitionen, welche alle ihren Beitrag zum Gesamtverständnis des Begriffes leisten. Nachfolgend werden zwei Definitionen vorgestellt:

Thome (2002, S. 151) definiert E-Business als Ädie integrierte Ausführung aller digitalisierbaren Bestandteile ökonomischer Prozesse.“ Unter der integrierten Ausführung versteht Thome dabei Ädie medienbruchfreie, rechnerbasierte und automatisierte Verarbeitung von Informationen in ökonomischen Prozessen“.

E-Business ist die Nutzung der Informationstechnologien für die Vorbereitung (Informationsphase), Verhandlung (Kommunikationsphase) und Durchführung (Transaktionsphase) von Geschäftsprozessen zwischen ökonomischen Partnern über innovative Kommunikationsnetzwerke (E-Business im weiten Sinn) bzw. über das Internet (E-Business im engen Sinn) (angelehnt an Kollmann 2009, S. 37). Im weiten Sinn ist die prozessorientierte Sicht nicht explizit auf das Internet beschränkt, sondern beachtet bspw. auch Mobilfunk (M-Business), Wireless Lan (WLAN), etc. E-Business berücksichtigt Produktkäufe, Erwerb von Dienstleistungen, Serviceangeboten und Informationen sowie den Informationsaustausch.

Unter E-Commerce wird Ädie Verwendung von elektronischen Medien bei Transaktionen von Gütern, Informationen oder Dienstleistungen zwischen Geschäftspartnern und Kunden verstanden“ (Staehler 2001, S. 52).

E-Business beschränkt sich nicht nur im Sinne von E-Commerce auf die Abwicklung von Vertriebs- und Verkaufsprozesse, sondern schließt insbesondere alle vor- und nachgelagerten Transaktionen ein (vgl. Lehmann 2006, S. 1109). Demzufolge umfasst E- Business alle Formen von elektronischen Geschäftsprozessen (Kommunikation, Datenaustausch, Information, Rekrutierung, etc.), während der E-Commerce nur ein Teilbereich des E-Business abbildet. E-Commerce fokussiert außerdem den Handel von Waren und Dienstleistungen über elektronische Medien (vgl. Holler 1999, S. 243).

[...]


1 World Wide Web (Abk.: WWW) = Hypertext System, das über das Internet abgerufen werden kann.

2 Weitere Informationen zur Studie: Basis: Bis 2009: Deutsche ab 14 Jahren in Deutschland (2009: n=1 806, 2008: n=1 802, 2007: n=1 822, 2006: n=1 820, 2003: n=1 955, 2000: n=3 514, 1997: n=15 431). Ab 2010: Deutschsprachige Bevölkerung ab 14 Jahren (2012: n=1 800, 2011: n=1 800, 2010: n=1 804).

3 TCP/IP = Transmission Control Protocol / Internet Protocol

4 CERN = europäische Organisation für Kernforschung

5 Website: Kompletter Internetauftritt mit allen Unterseiten Webseite: Einzelne Seite innerhalb eines Internetauftrittes

6 Deutsch: Moore’sches Gesetz, benannt nach seinem Entwickler Gordon E. Moore

7 Auf den Bereich der Wertschöpfungskette wird nicht näher eingegangen, da dies Thema einer anderen Studienarbeit ist. Allerdings ist es wichtig für die graphische Einordung des E-Business zu erkennen, dass sich E-Business entlang der gesamten Wertschöpfungskette eines Unternehmens abspielt

Details

Seiten
28
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656701378
ISBN (Buch)
9783656703822
Dateigröße
1.4 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v277476
Institution / Hochschule
Hochschule für angewandtes Management GmbH
Note
1,3
Schlagworte
E-Business E-Commerce Geschäftsprozess E-Business;

Autor

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Titel: E-Business. Entwicklung und zukünftige Herausforderungen