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Mediation als Mittel der Streitschlichtung

Die Darstellung und Bedeutung von Angst

Hausarbeit 2012 65 Seiten

Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

2. Hauptteil
2.1 Die 5 Phasen der Mediation
a) 1. Phase:
b) 2. Phase
c) 3. Phase
d) 4. Phase
e) 5. Phase
2.2 Phase 3 – Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Mediation
2.2.1 Was verstehen wir unter „Verstehen“?
2.2.2 Was verstehen wir unter „gefühlt fühlen“?
2.2.3 Die Spiegelneuronen und deren Auswirkung auf die Phase 3 in der Mediation
2.3 Grundlagen für ein besseres Verständnis der Motive, Gefühle und Emotionen hinter den Interessen und den Bedürfnissen der Medianden
2.3.1 Die Grundformen der Angst nach Fritz Riemann
2.3.2 Die neun Grundmotive nach Adrian Schweizer
2.3.3 Die Logischen Ebenen der Veränderung nach Robert Brian Dilts
2.3.4 Die zwei Grundbedürfnisse nach Prof. Dr. Gerald Hüther
2.3.5 Transfer

3. Gefühle und Emotionen
3.1 Die Grund-Emotionen(nach Erich E. Weissmann)
3.2 Die Definition von Angst nach Strittmatter
3.3 Die Angst- bzw. Stresstheorie nach Lazarus / Konzept der Bedrohung
3.4 Theorie der Angstentstehung von Jacobs (1982) in AnlehnunganLazarus
3.5 Angst – in Anlehnung an Cecilia Essau
3.6 Modelle zur Angstreduktion in Anlehnung an Strittmatter
3.7 Was können die Mediatoren tun, um die Ängste der Medianden abzufedern, ohne therapeutisch einzugreifen?
3.7.1 Lernzonen aus neurobiologischer Sicht
3.8 Was passiert, wenn ich die Interessen und Bedürfnisse hinter den einzelnen Positionen nicht erkenne?
3.9 Zusammenfassung

4. Fazit

Anhang

- Anlage 1: Mediationscheckliste

- Anlage 2: Lernzonenmodell

- Anlage 3: AB-Die Chakren

Literaturverzeichnis

- Cecilia A. Essau (2003): Angst bei Kindern und Jugendlichen. UTB für Wissenschaft. Stuttgart

- Fritz Riemann (1999): Grundformen der Angst. Eine tiefenpsychologische Studie. Ernst Reinhardt Verlag. München

- Peter Strittmatter (1997): Schulangstreduktion. Abbau von Angst in schulischen Leistungssituationen. Hermann Luchterhand Verlag. München

- Dr. Hannes Horngacher (2012): Seminar „Neurobiologisches Wissen für MediatorInnen“ am 11. Februar 2012

- Norbert Fackler (2011): Trainingsunterlagen Mediation. IMB GmbH. München

- Erich E. Weissmann (1997): Seminarunterlagen „Eine Bewegung im Bewusstsein“. Orenda Institut und Verlag Erich E. Weissmann. Gäufelden-Nebringen

- http://dasgehirn.info/entdecken/anatomie/das-limbische-system/

- http://www.zeit.de/2004/18/M-Hirnforschung/seite-1

- http://de.wikipedia.org/wiki/Stressmodell_von_Lazarus

- http://psydok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2004/131/html/theorie.html

- http://et.fh-duesseldorf.de/home/philotec/data/kundruss-prophezeiungen-2011.pdf

- http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/db/Chakras.jpg

- http://www.methode.de/pm/ps/pmps01.htm

1 Einleitung

Der grundlegende und essenzielle Wunsch eines jeden Menschen ist es, in Liebe und Harmonie zu leben, glücklich und zufrieden sein Lebenswerk zu verrichten und gesund und vital alt zu werden.

Das irdische Leben beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod. Und dazwischen liegt das Leben, mit all seinen Facetten und dem unabdingbaren Wunsch nach Entwicklung[1].

Das Leben ist so angelegt, dass sich der Mensch, der dieses Leben lebt, entwickeln muss. In diesem „Trainingslager“ des Lebens gibt es nur Entwicklung. Und wer sich nicht verändern und weiterentwickeln will, wird vom Leben dazu gezwungen[2].

Nach Thorwald Dethlefsen und Dr. Rüdiger Dahlke, mit den Büchern „Schicksal als Chance“, „Krankheit als Weg“ oder „Das senkrechte Weltbild“, sind Entwicklungschancen unter anderem jegliche Irritationen im mentalen, emotionalen und physischen Bereich.

Bevor sich ein Symptom auf der körperlichen Ebene somatisiert, zeigen sich auf der emotionalen und mentalen Ebene Impulse, die nach Veränderungen schreien und gelöst werden wollen. Erst nach anhaltender und sturer Weigerung Veränderungen zuzulassen, somatisiert sich der Wunsch nach Entwicklung auf der körperlichen Ebene. (Siehe auch die 7 Eskalationsstufen nach Erich E. Weissmann[3]).

Da ein Mensch auf dieser Welt nicht alleine leben kann und schon von Geburt an mit „Menschen“ zu tun hat, steckt das meiste Potenzial unserer eigenen Entwicklung im Umgang mit anderen Menschen.

Je besser wir uns selbst kennen, desto besser können wir unsere Mitmenschen einschätzen. Je bewusster und gesünder unser Umgang mit uns selbst ist, desto besser ist auch der Umgang mit unseren Mitmenschen.

Wenn alles in „der Ordnung“ ist, ist auch die Beziehung zu uns selbst und zu unseren Mitmenschen in Ordnung. Erst wenn wir aus unserer „Ordnung“ herausgefallen sind, wird es immer schwieriger, eine gesunde Beziehung zu uns selbst und damit auch gesunde Beziehungen zu unseren Mitmenschen zu leben.

Es kommt immer häufiger zu Konflikten mit unseren Mitmenschen. Diese Konflikte gilt es nun situationsgerecht zu lösen, damit weitergehende „Schäden“ auf der mentalen, emotionalen, physischen, sozialen und wirtschaftlichen Ebene verhindert werden und die „Ordnung“ wieder hergestellt wird.

Wird die sogenannte „Ordnung“ nicht wiederhergestellt, kann es zu Störungen in diesen Bereichen kommen. Diese Störungen, Irritationen oder die so genannten „Probleme“ können als Chance zur Weiterentwicklung genutzt werden[4].

Wenn nun Störungen (Probleme) im zwischenmenschlichen Bereich auftreten, kann man sich einen Ratschlag bei einem guten Freund holen, wobei es sich trotz alledem um einen Schlag, nämlich um einen Rat-SCHLAG handelt und in der Regel die Entwicklung des FRAGENDEN nicht sehr fördert, da die Verantwortung auf den GEFRAGTEN übergeht .

Wenn es sich um Themen handelt, die auch ein Einzelner selbst lösen kann, oder der Konfliktpartner nicht bereit ist eine gemeinsame Lösung herbeizuführen, könnte der Fragende auch einen Coach aufsuchen und diese Themen in sogenannten Coachings lösen.

Es gibt aber sehr oft Konfliktthemen, die gemeinsam mit den Konfliktpartnern gelöst werden müssen, sollen oder wollen und hier gibt es ebenfalls verschiedene Ansatzmöglichkeiten.

Eine sehr wichtige und immer beliebtere Möglichkeit der außergerichtlichen Streitschlichtung ist die Mediation.

Seit 2012 auch im Mediationsgesetz verankert, bietet diese seit Jahrzehnten bewährte Methode, Konfliktparteien die Möglichkeit ohne Gerichtsbarkeit eine nachhaltige und tragfähige Lösung für „ihre Konfliktsituation“ zu finden.

Dieses ausgereifte und ausgeklügelte System ist in fünf Phasen gegliedert, worauf in dieser Arbeit noch genauer eingegangen werden wird. Das Herzstück dieses Systems ist die Phase 3. Hier zeigt es sich, wie wichtig das Wissen über die Funktionsweise der menschlichen Psyche ist, um nachhaltige und tragfähige Lösungen zu finden.

Da fast jeder Konflikt emotionaler Art ist oder zumindest die Ursachen auf der emotionalen Ebene liegen, sollte man auch in dieser besagten 3. Phase der Mediation die Emotionen hinter den Bedürfnissen und Interessen beachten. Die Angst ist bei uns Menschen seit je her eine enorme Triebfeder unseres Tuns. „[Die Angst] ist eine universelle Erfahrung und somit ein Teil der menschlichen Existenz“,[5] und steuert die meisten unbewussten Handlungen.

Der erste wichtige Schritt ist es, hinter den Regelungspunkten (Phase 2) die Interessen und Bedürfnisse der Medianden herauszufiltern, um überhaupt Transparenz und Verständnis in den und für den Gesamtprozess zu bekommen.

In dieser Phase sprechen die Medianden miteinander und wenden sich wieder einander zu. Oft bleibt es dann beim „Verstehen“ und im „Verstand“ können keine emotionalen Themen gelöst werden.

Die Medianden wollen verstanden werden, aber was von noch höherer Bedeutung ist: Sie wollen „gefühlt“ werden. Wenn in einer erfolgreichen Mediation ein sogenannter „Gefühlsraum“ geöffnet wird, und die Medianden sich das erste Mal selbst oder einander fühlen bzw. spüren, dann ist wahres Verständnis vorhanden und erst dann kann eine Heilung der Beziehungen geschehen. Dieser sogenannte „Gefühlsraum“ hat etwas „transzendental-phänomenologisches“.

Um diesen „Gefühlsraum“ zu öffnen, ist es notwendig die Phase 3 der Mediation sehr genau auszuführen und hinter den Interessen und Bedürfnissen die Motive, Emotionen und Beweggründe für das Handeln, das Denken und vor allem für das Fühlen der Medianden aufzudecken und verständlich und nachfühlend in den Raum zu stellen, so dass die Medianden einen Ausblick auf die jeweiligen Motive und Emotionen (Ängste) des anderen und / oder auch von sich selbst bekommen.

Erst wenn die Medianden mitfühlen können bzw. sich von der anderen Konfliktpartei „gefühlt fühlen, dann ist auch nachhaltige Heilung der Beziehungen und eine tragfähige Lösung des Konfliktes möglich.

Doch wie schaffen es die Mediatoren sich so einzufühlen und eventuell einen solchen Gefühlsraum zu schaffen? Welche Möglichkeiten hat der Mediator einen Perspektivenwechsel bei den Medianden vorzunehmen? Und welche Möglichkeiten hat der Mediator einen „Gefühlsraum“ zu schaffen, damit die Medianden sich gefühlt fühlen und eine nachhaltige, einvernehmliche Lösung ihres Konfliktes selber finden können?

Die Methode der Mediation ist ein hervorragendes und bewährtes Instrument zur Konfliktlösung. Jedem „guten“ Mediator gelingt es automatisch durch seine Empathiefähigkeit und der Technik der Mediation diesen Gefühlsraum zu eröffnen, der Heilung der Beziehungen ermöglicht. Dieser Bereich des Gefühlsraumes wurde bisher noch nicht ausformuliert und dargestellt. Deswegen möchte ich meine Aufmerksamkeit in dieser Arbeit dem besonderen Aspekt der Phase 3 der Mediation widmen.

2. Hauptteil

2.1 Die 5 Phasen der Mediation

a) 1. Phase:

Hier stellt sich eine wesentliche Grundfrage:

“Wie genau wollen die Medianden zusammenarbeiten?“

In der ersten Phase einer jeden Mediation ist es wichtig, eine Struktur vorzugeben.

Jeder Mensch braucht Struktur, um Sicherheit zu gewinnen. Er braucht Orientierung, Halt und einen Rahmen, in dem er sich sicher bewegen kann. Sicherheit bedeutet Loslassen und Vertrauen. Loslassen von der Angst vor dem Ungewissen, vor dem Unbekannten etc. .

Deshalb geben die Mediatoren ganz bewusst und auch sehr genau einen Rahmen in der Mediation vor: Wie wird gearbeitet, welche Struktur ist erkennbar, mit welchen Bedingungen und Vorgaben wird eine erfolgreiche Mediation durchgeführt? Welcher Weg wird gemeinsam mit den Medianden eingeschlagen? Das sind wichtige Fragen, die während der ersten Phase zwingend beantwortet werden müssen.

Auch wenn es sich am Anfang um scheinbar banale Dinge handelt, wie zum Beispiel, das Handy während der Sitzungen auszuschalten oder dass der Redeanteil beider Medianden gleich groß sein soll, sind bestimmte Vorgaben für den menschlichen Verstand und dem einzelnen Unterbewusstsein wichtig, um Ängste abzubauen und Sicherheit in den Prozess der Mediation zu bekommen. Alle erarbeiteten Punkte werden auf Flipcharts dokumentiert und während der Sitzungen, für alle sichtbar, im Raum aufgehängt. Auch dies stellt eine vertrauensbildende Maßnahme dar.

Damit jeder die gleichen Informationen und auch den gleichen Erkenntnisstand hat, ist es notwendig, dass die Medianten sich die sogenannten „Kommunikationsregeln“ eigenständig erarbeiten. Wenn die „Regeln“ selbstständig erarbeitet werden, fällt es ihnen leichter, sich an diese Regeln zu halten.

In dieser Phase sehen wir deutlich, dass es wichtig ist, die bekannte Regel,

„die Vorbereitungszeit zu verdoppeln und die Durchführungszeit zu halbieren“, einzuhalten.

Ein hilfreiches Modul wäre, vor allem am Anfang der Tätigkeit als Mediator, die Anwendung einer sogenannten „Mediationscheckliste“ (siehe Anlage 1), um alle Punkte sicher und zuverlässig mit den Medianden abzuarbeiten. Auch das Instrument „Checkliste“ hilft, den Medianden aufzuzeigen, dass es sich um ein professionelles System handelt, welches nach klaren Richtlinien und Strukturen abläuft.

Wir geben den Medianden einen Rahmen. Damit zeigen wir ihnen als Mediatoren klare Grenzen auf, in denen sie sich sicher und damit angstfrei bewegen können. Wir führen Regeln ein, an die sich die Medianden halten können, und verhelfen ihnen so zu mehr Orientierung. Dadurch verlieren sie eher die Angst, auch einmal „neue Wege“ zu gehen, die eventuell erforderlich werden, um eine einvernehmliche und nachhaltige Lösung für ihren Konflikt zu bekommen.

Ebenfalls ist es unabdingbar, ein gemeinsames Mediationsziel zu erarbeiten, um die Motivation während des gesamten Prozesses aufrecht zu erhalten. Diese Vereinbarung sollte auf einem Flipchart aufgeschrieben und dann auch von den Medianden unterschrieben werden. Die Unterschriften der Medianden stellen dabei auch ein sehr wichtiges Instrument dar. Sie unterschreiben, um eine Verbindlichkeit gegenüber dem Mediationsprozess, dem Konfliktpartner, aber vor allem gegenüber sich selbst zu schaffen, getreu dem Motto: „Lebe was du sagst, dann glaube ich dir“.

Die Medianden sind außerdem angehalten, aus ihrer „Komfortzone“ herauszukommen. Das bedeutet aus einer in der ersten Phase üblichen Passivität in eine erste, gewisse Aktivität zu kommen und sich für „ihr Ziel“ zu bewegen bzw. einzusetzen, sowohl mental, emotional als auch physisch (siehe hierzu auch Anhang 3: Abbild Lernzonenmodell).

b) 2. Phase

In der 2. Phase stellen sich zwei Hauptfragen:

„Über was wollen die Medianten alles gesprochen haben, wenn diese Mediation erfolgreich durchgeführt worden ist?“

„Um was geht es genau?“

In Phase 2 verschaffen sich alle Beteiligten einen genauen Überblick über die inhaltlichen Diskussionspunkte des Konfliktes, ohne dabei ins Detail zu gehen und sich emotional voll auszulassen. Es wird zum ersten Mal eine gewisse Transparenz und eine Struktur des Konfliktdickichts sichtbar.

In der sogenannten Themensammlung werden auch Aspekte aufgezeigt, die für die Medianden in diesem Kontext eventuell noch nicht sichtbar gewesen sind. Ebenfalls sind etwaige Zusatzinformationen, die noch einzuholen wären, zu erkennen, um den Konflikt im Gesamten professioneller und nachhaltiger zu lösen.

Die Medianden haben die Möglichkeit den Konflikt kurz zu schildern und fühlen sich im mentalen Sinne, nicht aber unbedingt auf der emotionalen Ebene, gehört oder verstanden.

c) 3. Phase

In der 3. Phase geht es um die Interessensklärung und es stellt sich hier die zentrale Frage:

„Was ist den Medianden jeweils wirklich wichtig?“

Erst hier werden die tieferliegenden Interessen und Bedürfnisse sichtbar und dadurch transparent. Die grundlegenden Motive für die jeweiligen Verhaltensmuster werden erkennbar und helfen dem jeweils anderen, diese besser nachvollziehen zu können. Dadurch wird die gegenseitige Anerkennung im Sinne von Verstehen, nicht im Sinne von gut heißen gefördert, damit tragfähige, zukunftsorientierte sowie nachhaltige Lösungen und Regelungen beider Parteien getroffen und danach gemeinsam getragen und umgesetzt werden können.

d) 4. Phase

In der 4. Phase stellt sich die Frage der möglichen Lösungsvariationen. Ein Stichwort wäre hier „Brainstorming“.

„Welche Lösungsansätze sind denn möglich bzw. denkbar?“

In dieser Phase 4 entscheidet oft das Loslassen der Bindung an ein gutes Ergebnis und die Ruhe der Mediatoren zur Erreichung des Ergebnisses.

Das Vertrauen in den Mediationsprozess und die Fähigkeit verschiedene Kreativitätstechniken anzuwenden und durchzuführen helfen, um zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass, wenn die Mediatoren sich auf den gebenden Rahmen beschränken, was auch die Methode der Mediation explizit vorgibt, die Medianden energetisch viel mehr Raum haben, um ihre eigenen Lösungen zu finden.

Wertfreie Betrachtung aller eventueller Lösungsmöglichkeiten hilft den Medianten, auf nicht gewohnte Gedankenstrukturen Rücksicht zu nehmen und diese einmal an- bzw. durchzudenken.

e) 5. Phase

Bewertung und Auswahl von Optionen, Vereinbarung und Umsetzung der sogenannten besten Lösung (tragfähigste Lösung) und Erfolgskontrolle.

Die Fragen die sich hier stellen:

„Was ist für die Medianden alles machbar?“

„Was konkret wird gemacht?“

„Wie wird eine erfolgreiche Umsetzung des Ergebnisses eventuell kontrolliert?“

In dieser Phase 5 wird entschieden, wie tragbar verschiedene Lösungsansätze wirklich sind. Es wird auf Haltbarkeit und eventuelle Folgewirkungen in verschiedenen Richtungen geprüft. Am Ende der Mediation wird dann eine tragfähige, nachhaltige und gemeinsame Vereinbarung schriftlich fixiert. Auch hier ist die Unterschrift von hoher Bedeutung, um eine Verbindlichkeit herzustellen und um die Motivation, auch nach der Mediation, aufrecht zu erhalten.

Der Grad der Verbindlichkeit und der Wichtigkeit entscheidet letztendlich über die Tragfähigkeit der gemeinsam getroffenen Vereinbarung.

Um den Beteiligten eine Erfolgskontrolle an die Hand zu geben, wird gefragt, wodurch eine erfolgreiche Umsetzung der Vereinbarung erkennbar sei und es wird dann gemeinsam, in messbarer Form, eine Erfolgskontrolle vereinbart.

2.2 Phase 3 – Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Mediation

In der Phase 3 der Mediation sprechen wir von dem Herzstück einer erfolgreichen Mediation. Es ist nicht, wie in Phase 2, das Verstehen wichtig, sondern das Fühlen. Hier wollen wir wissen, was hinter den Regelungspunkten aus Phase 2 steckt – nämlich die wahren Bedürfnisse und die Interessen des jeweiligen Medianden und dahinter –die versteckten Emotionen und Grundmotive, wie es sich im weiteren Verlauf der Arbeit zeigen wird.

[...]


[1]Vgl. Schicksal als Chance: Das Urwissen zur Vollkommenheit des Menschen Band 16115 von Goldmanns Taschenbücher. Thorwald Dethlefsen. Goldmann, 1998

[2]Vgl. Erich E. Weissmann (1997): Seminarunterlagen „Eine Bewegung im Bewusstsein“. Orenda Institut und Verlag Erich E. Weissmann. Gäufelden-Nebringen

[3]Ebenda

[4]Vgl. Schicksal als Chance: Das Urwissen zur Vollkommenheit des Menschen Band 16115 von Goldmanns Taschenbücher. Thorwald Dethlefsen. Goldmann, 1998

[5]Cecilia A. Essau (2003): Angst bei Kindern und Jugendlichen. UTB für Wissenschaft. Stuttgart. S. 1

Details

Seiten
65
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656715849
ISBN (Buch)
9783656715825
Dateigröße
2.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v276600
Note
Schlagworte
Emotionalsteuerung Wirtschaftsmediation Kommunikation Mentatraining Erfolgstraining

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Titel: Mediation als Mittel der Streitschlichtung