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Die Fachsprache des Fußballs

Wissenschaftlicher Aufsatz 2014 9 Seiten

Germanistik - Sonstiges

Leseprobe

Inhalt

Zur Geschichte der Fußballsprache

Zum Begriff Fachsprache

Funktion und Merkmale der Fachsprachen.

Zum Wortschatz der Fußballsprache

Anglizismen in der Fußballsprache

Metapher in der deutschen Fußballsprache

Literatur…...

Zur Geschichte der Fußballsprache

Im 2000 v. Chr. gab es laut Burkhardt, A.[1] (2010, 2f.) ein Spiel namens Ts´uh-chüh. Dieses Spiel war für Soldaten gedacht, um ihre Fähigkeiten zu trainieren. Dabei wird ein Ball mit den Füßen gespielt. Ähnliche Spiele gab es auch im alten Griechenland. Der moderne Fußball entstand in England im 1863 mit der Gründung der Football Association in London. Hier wurden Regeln zum Fußball festgelegt.

Fußball kam in Deutschland als Schulsport. In diesem Sinne spielte der Gymnasiallehrer Konrad Koch eine entscheidende Rolle zur Entstehung des Fußballs in Deutschland und somit zur Entstehung der Sprache des Fußballs. So Burkhardt, A. (2010, 2f.)

Zum Begriff Fachsprache

Voranstellend sei hierbei darauf verwiesen, dass es keine einheitliche Definition und Verwendung für den Begriff Fachsprache gibt. Grund hierfür ist das komplizierte Verhältnis der Fachsprachen zur Gemeinsprache und dies sei der Gegenstand vieler Studien in der Fachsprachenforschung[2]. Vor diesem Hintergrund wird versucht und angestrebt, verschiedene Sichtweisen für das Begriffsverständnis durchzugehen. Im Rahmen der Fachsprachenforschung haben viele Forscher wie Hoffmann, Lothar zahlreiche theoretische und empirische Untersuchungen angestellt. Diese Untersuchungen waren notwendig angesichts der großen Anforderungen, die der Fremdsprachenunterricht stellt.

Bei Hoffmann, Lothar (1984, 53) findet sich die folgende Definition von der Fachsprache:

„Fachsprache – das ist die Gesamtheit aller sprachlichen Mittel, die in einem fachlich begrenzbaren Kommunikationsbereich verwendet werden, um die Verständigung zwischen den in diesem Bereich tätigen Menschen zu gewährleisten.“[3]

In diesem Sinne wird festgestellt, dass die Fachsprache ein Teil der Gesamtsprache sei. Außerdem gehört zur Fachsprache nicht nur Termini und Terminologien, sondern auch phonetische und morphologische Mittel, lexikalische Elemente (Fachwörter), syntaktische und stilistische Konstruktionen usw., worauf auch Hoffmann, Lothar hinweist[4].

In diesem Zusammenhang führt Hoffmann weiterhin aus:

„Eine Fachsprache ist in sich nicht homogen, sondern weist innerhalb ihrer verschiedenen Textsorten einen unterschiedlichen Sprachbestand auf.“[5]

Darüber hinaus hat Bußmann, Hadumod (2002, S. 211) die Fachsprache wie folgt definiert:

„Sprachliche Varietät mit der Funktion einer präzisen, effektiven Kommunikation über meist berufsspezifische Sachbereiche und Tätigkeitsfelder.“[6]

Bei Beier, R (1980, 13) findet sich die folgende Definition über die Fachsprache:

„Einen komplexen Bereich (einen Ausschnitt, eine Varietät) der Sprachverwendung, der –bedingt durch Spezifika verschiedener fachlicher Situationen-eine Binnendifferenzierung aufweist. “[7]

Des Weiteren findet sich bei Beier[8] folgende Überlegungen über die Fachsprache:

„Fachsprache wird von fachlich kompetenten Schreibern bzw. Sprechern gebraucht, um sich mit anderen (auch angehenden) Fachleuten derselben, mit Vertretern anderer Disziplinen oder Laien mit bestimmten Zielen über fachliche Sachverhalte zu verständigen. Sie umfaßt die Gesamtheit der dabei verwendeten sprachlichen Mittel und weist Charakteristika auf allen bisher von der Linguistik aus methodischen Gründen unterschiedenen innersprachlichen Ebenen auf, von denen die lexikalische, morphologische und syntaktische am besten erforscht ist.“

In diesem Zusammenhang wird die Fachsprache laut Schmidt[9] als:

„Mittel einer optimalen Verständigung über ein Fachgebiet unter Fachleuten. Sie ist gekennzeichnet durch einen spezifischen Fachwortschatz und spezielle Normen für die Auswahl, Verwendung und Frequenz gemeinsprachlicher, lexikalischer und grammatischer Mittel; sie existiert nicht als selbständige Erscheinungsform der Sprache, sondern wird in Fachtexten aktualisiert, die auβer der fachsprachlichen Schicht immer gemeinsprachliche Elemente enthalten.“

[...]


[1] Burkhardt, Armin (2010): Abseits, Kipper, Tiqui-Taca. Zur Geschichte der Fußballsprache in Deutschland. [in:] Der Deutschunterricht. Jg. 2010. Heft. 3. S. 2-16

[2] Hoffmann, L.(1984) Kommunikationsmittel Fachsprache. Eine Einführung. Akademie-Verlag. Berlin S. 48

[3] Hoffmann, L.: (1976, S. 170) In: Buhlmann, Rosemarie und Fearns, Anneliese. (2000, 11) Handbuch des Fachsprachenunterrichts. Tübingen, Gunter Narr Verlag

[4] Ebd.

[5] Hoffmann, L.: (1976, S. 176ff.) In: Buhlmann, Rosemarie und Fearns, Anneliese. (2000, 11) Handbuch des Fachsprachenunterrichts. Tübingen, Gunter Narr Verlag

[6] Bußmann, H. (2002) Lexikon der Sprachwissenschaft. Stuttgart: Kroner, S. 211

[7] Beier, R. (1980) Englische Fachsprache, Stuttgart

[8] zitiert nach Beier, Rudolf (1980). Englische Fachsprache. Kohlhammer W. Stuttgart S. 13

[9] zitiert nach Schmidt, Wilhelm. Charakter und gesellschaftliche Bedeutung der Fachsprache. In: Sprachpflege 18, 1969. S. 17

Details

Seiten
9
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656691921
ISBN (Buch)
9783656691914
Dateigröße
499 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v276299
Institution / Hochschule
University of Oran
Schlagworte
fachsprache fußballs

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Titel: Die Fachsprache des Fußballs