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Aufbau und Überprüfung eines Nivelliergerätes (Unterweisung Straßenbauerhandwerk)

Unterweisung / Unterweisungsentwurf 2014 12 Seiten

AdA Handwerk / Produktion / Gewerbe - Maurer, Straßenbauer, Steinmetze

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung
1.1 Einordnung des Unterweisungsthemas
1.2 Bedeutung des Unterweisungsthemas für den Beruf
1.3 Unterweisungsort
1.4 Dauer und Zeitpunkt der Unterweisung
1.5 Beschreibung des Auszubildenden

2. Beschreibung der Ausbildungssituation
2.1 Grund der Unterweisung
2.2 Lernstand des Auszubildenden
2.3 Ziele der Unterweisung (Richtlernziel; Groblernziel; Feinlernziel)
2.4 Wahl der Unterweisungsmethode mit Begründung (Didaktisch)
2.5 Durchführung der Unterweisung (Arbeitszergliederung)

3. Zusammenfassung

Erfolgsaussichten; Was hat er Gelernt; Wie wollen wir das Gelernte verfestigen

4. Anlagen (nicht enthalten)

Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan Bedienungsanleitung Nivelliergerät Beispiel Nivellement

1. Einführung

1.1 Einordnung des Unterweisungsthemas

Das Unterweisungsthema ist zu finden im Ausbildungsrahmenplan für Berufsausbildung zum Tiefbaufacharbeiter / Tiefbaufacharbeiterin

Lfd. Nr. 5 Durchführen von Messungen (§ 17 Nr. 9)

a) Höhenmessungen durchführen, insbesondre mit Nivelliergerät und Laser

Thema: Aufbau und Überprüfung eines Nivelliergerätes

1.2 Bedeutung des Unterweisungsthemas für den Beruf

Der Aufbau und die Überprüfung eines Nivelliergerätes ist die Grundlage um das Messen / Übertragen von Höhen durchzuführen, was ein wesentlicher Bestandteil zur Ausführung der darauf folgenden Arbeiten darstellt. Es wird benötigt um vorh. Gelände zwecks Abrechnung vor Beginn und zum Ende der Arbeiten aufzunehmen. Baustellen selbstständig auszuführen indem Höhen für Auskofferungstiefen, Unterbau und Oberbau festgelegt und kontrolliert werden können. Grundlage hierfür ist die Gewährleistung, dass das Nivelliergerät einwandfrei funktioniert. Somit ist eine Überprüfung des Gerätes sehr wichtig um dieses zu erfüllen.

1.3 Unterweisungsort

Die Unterweisung führe ich auf dem Betriebsgelände der Firma durch. Ich habe mich dazu entschieden, da ich dort die Unterweisung mit dem Auszubildenden in aller Ruhe ohne Ablenkung durchführen kann. Zudem ist er hier auch nicht den Gefahren des Straßenverkehrs ausgesetzt. Darüber hinaus ist auf Grund der zuvor beschriebenen Situation mit einer angenehmen Lernatmosphäre zu rechnen. Durch Umbaumaßnahmen müssen in einem Bereich des Betriebsgeländes Höhen erstellt werden um dort später Pflasterarbeiten auszuführen. Ein guter Praxisbezug wird dadurch hergestellt.

1.4 Dauer und Zeitpunkt der Unterweisung

Für die Unterweisung habe ich mich für einen Dienstagvormittag entschieden, da man dann schon gut in die Woche gestartet ist und noch voller Energie vom Wochenende ist. Die Unterweisung soll um 09:15 Uhr nach der Frühstückspause starten, da um diese Uhrzeit erstens die Leistungsfähigkeit meines Auszubildenden stark ausgeprägt ist und zweitens sichergestellt ist das er durch keine anderen Mitarbeitern gestört wird, da sich diese bis dahin alle auf der Baustelle befinden. Somit ist ein optimaler und störungsfreier Ablauf gewährleistet. Die Unterweisung wird 40 Minuten in Anspruch nehmen. An diesem Tag habe ich für mich keine weiteren Termine angenommen um ganz für Frank da zu sein.

1.5 Beschreibung des Auszubildenden

Der Auszubildende Paul Frank ist 20 Jahre alt und befindet sich derzeit im 2. Ausbildungsjahr in unserem Betrieb. Er hatte nach dem Erlangen der Fachoberschulreife (Realschulabschluss) den Wunsch, eine Ausbildung zum Straßenbauer zu beginnen. Paul ist ein ruhiger, geduldiger junger Mann, der teilweise zögernd an die an ihn übertragenen Aufgaben heran geht. Ihm macht es Spaß praxisbezogen zu arbeiten. Paul kann sich vorab erklärte theoretische Erläuterungen gut merken und dann in die Praxis umsetzen. Körperlich ist er gut belastbar. Paul hat sich sehr schnell in den Betrieb eingearbeitet. Es war für ihn sehr hilfreich, dass er in seiner Schulzeit, ein berufsbezogenes Praktikum in unserer Firma absolviert hatte. Er ist ein selbstbewusster junger Mann, der seinem Chef und den Arbeitskollegen sehr viel Respekt entgegen bringt.

2. Beschreibung der Ausbildungssituation

2.1 Grund der Unterweisung

Paul hat das Prinzip des Nivellierens und das auswerten eines Nivellements bereits in der Berufsschule behandelt und verfügt so bereits etwas über theoretische Grundlagen. Zum Vertiefen und festigen dieses Wissens und um den Praxisbezug herzustellen habe ich mich entschieden diese Unterweisung zum jetzigen Zeitpunkt durchzuführen.

2.2 Lernstand des Auszubildenden

Der Auszubildende hat schon früh gelernt, dass das Übertragen von Höhen sehr wichtig ist. Was ein Nivelliergerät ist, ist Paul durch die Berufsschule und von Baustellen bereits bekannt. Die Praktische Handhabung kennt er aber noch nicht. Zudem werde ich ihn auf die UVV hinweisen.

2.3 Ziele der Unterweisung (Richtlernziel; Groblernziel; Feinlernziel)

-Richtlernziel:

Der Auszubildende Paul Frank soll nach Beendigung seiner Ausbildung selbstständig als Straßenbauer arbeiten können. Als Teil der zu vermittelnden Fertigkeiten für Straßenbauer ist im 2. Lehrjahr das Durchführen von Messungen (Ausbildungsrahmenplan Lfd. Nr. 5 § 17 Nr. 9) aufgeführt.

- Groblernziel:

Paul soll unterschiedliche Methoden zum Übertragen von Höhen und durchführen von Messungen insbesondere mit dem Nivelliergerät und dem Laser kennen und ausführen können.

- Feinlernziel:

Paul soll die für das Nivellieren notwendigen Werkzeuge kennen, das Nivelliergerät fachgerecht aufstellen und überprüfen können. Daraufhin kann er fachgerecht und exakt Höhen mit dem Nivelliergerät messen.

Kognitiver Lernzielbereich

Paul kann beschreiben wie ein Nivelliergerät aufzubauen und zu kontrollieren ist. Anschließend ist er in der Lage zu erklären wie Höhen mittels Nivelliergerät abzulesen sind. Er weiß das für das Durchführen von Messungen neben dem Nivelliergerät auch noch ein Stativ; eine Messlatte; ein Lattenrichter; ein Frosch; ein Vordruck zu Aufnahme/Auswertung der Messungen und ein Messgehilfe benötigt werden. Ihm ist bekannt, dass während der gesamten Durchführung der Arbeiten Zwecks Einhaltung der UVV neben der eigentlichen PSA ach noch eine Warnweste getragen werden muss wenn man sich im Öffentlichem Verkehrsraum bewegt.

Affektiver Lernzielbereich

Der Vorsichtige Umgang mit dem Nivelliergerät ist für den Auszubildenden Paul Frank selbstverständlich. Er ist bereit genau und gewissenhaft die Höhen abzulesen um somit das Gerät zu überprüfen. Er wird bemüht sein Gefahren durch den öffentlichen Verkehrsraum zu vermeiden. Des Weiteren liegt Ihm die Sauberkeit des Arbeitsplatzes am Herzen.

Psychomotorischer Lernzielbereich

Der Auszubildende Paul Frank kann ein Nivelliergerät fachgerecht aufbauen. Er ist in der Lage eine Messlatte mit Lattenrichter Lotgerecht zu halten um Werte mit dem Nivelliergerät von der Messlatte abzulesen. Außerdem kann er Werte in ein Nivellement eintragen und dieses Auswerten. Er kann Messwerte ordnungsgemäß in den Vordruck eintragen.

2.4 Wahl der Unterweisungsmethode mit Begründung (Didaktisch)

Als Ausbildungsmethode habe ich die Erarbeitende Methode gewählt. Die Wahl dieser Methode bezieht sich auf den Ausbildungsstand und das Lehrjahr des Auszubildenden. Im zweiten Lehrjahr hat der Auszubildende meist schon genug Erfahrungen, um sich mit der Erarbeitenden Methode auseinanderzusetzen. Weiter ist dies die effektivste Methode, um etwas zu lernen, da man Lerninhalte schneller und besser verinnerlicht, wenn man etwas selbst erarbeitet und ausführt. Paul besitzt ein sehr ausgeprägtes Auffassungsvermögen. Er bemüht sich auf der Baustelle nicht nur sein handwerkliches Geschick, sondern auch sein theoretisches Wissen mit in die Arbeitsplanung einfließen zu lassen. Selbstständiges Arbeiten und Mitdenken ist für Paul selbstverständlich. Er hat bereits in der Berufsschule erste theoretische Kenntnisse über Nivelliergeräte und das Prinzip des Nivellierens gesammelt. Bei der Erarbeitenden Methode setzt sich Paul direkt mit dem Aufbau und Kontrolle des Nivelliergerätes auseinander und beachtet dabei zusätzlich die Unfallverhütungsvorschriften.

Die vier Stufen Methode wäre hier nicht angebracht, da Paul die Grundkenntnisse des Nivellierens schon beherrscht. Weiterhin soll der Auszubildende lernen, flexibel zu denken, d.h. er soll das Gelernte auch auf andere Tätigkeiten anwenden können (z.B. Aufnehmen alter Höhen und Festlegen von neuen Höhen). Würde er nur das Erläuterte und Gezeigte in gleicher Situation nachmachen, könnte er die Abläufe eventuell nicht auf eine andere Situation übertragen.

Vor Beginn des Arbeitsprozesses muss mir Paul mir seine Tätigkeiten, in einzelnen Schritten genau erklären können, da dies zusätzlich eine gute Vorbereitung im Hinblick auf die kommende Zwischenprüfung und die spätere Gesellenprüfung ist. Dort muss er eventuell genau die hier erlernten Fähigkeiten anwenden und erklären können.

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Details

Seiten
12
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656690597
ISBN (Buch)
9783656690627
Dateigröße
477 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v276188
Note
Schlagworte
aufbau überprüfung nivelliergerätes unterweisung straßenbauerhandwerk

Autor

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