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Geoökosystem Savanne. Differenzierung, Potenziale und Grenzen der Nutzung

Hausarbeit 2014 18 Seiten

Geowissenschaften / Geographie - Geologie, Mineralogie, Bodenkunde

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

TABELLENVERZEICHNIS

1 Verbreitung und Differenzierung

2 Naturraumausstattung
2.1 Klima
2.2 Flora
2.3 Fauna
2.3.1 Nahrungsbeziehungen in der Tierwelt
2.3.2 Auswirkungen der Tierwelt auf die Vegetation der Savanne

3 Naturraumpotenzial und Grenzen der Nutzung

4 Umwelt- und Erhaltungsprobleme

Literaturverzeichnis

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

Abbildung 1: Verbreitung der Savannenzonen

Abbildung 2: Sub-ökozonale Differenzierung der Sommerfeuchten Tropen

Abbildung 3: Klima- und Temperaturdiagramm von Ouagadougou

Abbildung 4: Hochgrassavanne und Kurzgrassavanne im Vergleich

Abbildung 5: Affenbrotbaum

Abbildung 6: Nahrungspyramide am Beispiel Gras und Akazie, Impala und Leopard.

Abbildung 7: Eine typische Nahrungskette in der afrikanischen Savanne

Abbildung 8: Durch Elefant abgebrochener Baum

TABELLENVERZEICHNIS

Tabelle 1: Gegenüberstellung der physiognomischen Charakteristika der Wuchsformen Gräser und Holzpflanzen 9

1 Verbreitung und Differenzierung

Savannen sind das zweitgrößte Ökosystem der Erde und bedecken dabei etwa 33 Millionen Quadratkilometer oder fast 20% des Festlandes. Sie sind in Afrika, Asien, Südamerika, und Australien weit verbreitet und bedecken über die Hälfte der südlichen Kontinente (Sankaran 2012, S.58).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Verbreitung der Savannenzonen

Quelle: Hornetz & Jätzold 2003, S.29

Die Savannen findet man hauptsächlich im Bereich der Sommerfeuchten Tropen, zwischen den Regenwäldern am Äquator und den Trockengebieten an den Wendekreisen (Hornetz & Jätzold 2003, S.28). Daher wird für diese Ökozone auch der Begriff „Savannenzone“ als Synonym verwendet (Schultz 2008, S. 291). Im Zuge der Abgrenzung verschiedener Savannensysteme griffen die Autoren häufig auf unterschiedliche Klassifikationen und Definitionen zurück. Eine Unterteilung der Savannenzone erfolgt üblicherweise durch die durchschnittliche Dauer und Ergiebigkeit der Regenperioden in Feuchtsavannen, Trockensavannen und Dorn(strauch)savannen. Aufgrund dieser Unterteilung unterscheiden sich die verschiedenen Savannentypen auch hinsichtlich Vegetation, Böden und Landnutzung (Schultz 2008, S. 292).

Wird die Abgrenzung der Sommerfeuchten Tropen alleine nach hygrischen Kriterien vorgenommen und alle Räume polwärts ausgeschlossen, in denen ganzjährig ein Wassermangel herrscht, also auch während der sommerlichen Regenzeit, dann muss nach Schultz (2008, S. 291) diese Grenze bei Jahresniederschlägen von < 500 mm liegen. Die sogenannten Dornsavannen sind dieser Definition zufolge nicht Teil der Sommerfeuchten Tropen, sondern Teil der Tropischen Trockengebiete (siehe Abbildung 2).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Sub-ökozonale Differenzierung der Sommerfeuchten Tropen

Quelle: Schultz 2008, S.292

Da aber auch die Existenz der Dornsavannen mit etwa 300 bis 500mm Niederschlag pro Jahr und ihrem spärlichen Grasunterwuchs von den sommerlichen Niederschlägen abhängt, können sie in die Zone der von tropischen Sommerregen abhängigen Savannen gestellt werden. Hornetz & Jätzold (2003, S.28) fassen Dorn- und Trockensavanne sogar zusammen. Sie begründen diese von den meisten Ansätzen abweichende Zusammenfassung unter Anderem mit den physiologischen und physiognomischen Gemeinsamkeiten der Flora hinsichtlich Anpassungsmechanismen an die Trockenheit und mit der ähnlichen Landnutzung beider Savannentypen.

2 Naturraumausstattung

Im Folgenden wird immer wieder zwischen Feucht- Trocken- und Dornsavannen differenziert.

2.1 Klima

Besonders charakteristisch für die Savannen ist die strenge Saisonalität des Feuchteregimes, in den meisten Fällen eine sommerliche Regenzeit und eine winterliche Trockenzeit (Grabherr 1997, S.89). Grabherr weist auch darauf hin, dass man sich von den Begriffen „Sommer“ und „Winter“ nicht irreleiten lassen darf, denn die Winter in der Savannenzone sind sehr trocken und haben meist noch 10°C im mittleren Minima des kältesten Monats und sind somit nicht mit den Frösten und dem Schnee der mittleren Breiten vergleichbar. Im Sommer hingegen ist es sehr warm und niederschlagsreich, die Temperaturmaxima liegen sogar weit über denen der dauerfeuchten Regenwälder.

In der Feuchtsavanne haben wir etwa 7 bis 9 humide Monate mit 1.000 bis 1.500 mm Jahresniederschlag. In der Trockensavanne sind es nur noch ca. 4 bis 7 humide Monate und 500 bis 1.000 mm Jahresniederschlag und die Dornbuschsavannen enden, sobald die Zahl der humiden Monate unter 2 und die Jahresniederschläge unter 300 mm sinken (Schultz 2008, S. 292). Die Jahreswasserbilanz ist dort semiarid bis arid (Hornetz & Jätzold 2003, S.31). Nach Grabherr (1997, S.89) kann eine kürzere Regenzeit aber auch durch höhere Niederschlagsmengen kompensiert werden.

Der jahreszeitliche Temperaturgang ist allgemein betrachtet ziemlich ausgeglichen. Die jahreszeitlichen Abweichungen der Monatsmittel sind oftmals geringer als die tageszeitlichen Abweichungen (Schultz 2008, S.293).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenAbbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Klima- und Temperaturdiagramm von Ouagadougou

Quelle: www.climate-data.org

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Details

Seiten
18
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656684800
ISBN (Buch)
9783656684794
Dateigröße
1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v275554
Institution / Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen – Geographisches Institut
Note
1,5
Schlagworte
geoökosystem savanne differenzierung potenziale grenzen nutzung

Autor

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