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Die Befreiung vom digitalen Dogma durch Coaching mit DreamGuidance

Sinnstiftende Karriere-Entwicklung und kreatives PR-Management jenseits des Marketing-Mainstreams

Essay 2014 51 Seiten

Medien / Kommunikation - Interpersonale Kommunikation

Leseprobe

Inhalt

Einleitende Worte

I. Essays
1. Mediale Meganova:
Befreiung aus einer Eskalation der Möglichkeiten
2. Mission Marketing ist wie ein Baum
Digitale Botanik & PR-Evolution
3. Trickster:
Medien, Mobbing und Möglichkeiten einer beispielhaften Transformation

II. Coaching-Berichte
1. Die Metamorphose:
Vom Manager zum Bestsellerautor
2. Befreiung vom digitalen Dogma:
Virtuell unsichtbare Marketing-Managerin reüssiert als Start-up
3. Senkrechtstart nach dem Zusammenbruch:
Agenturleiter erfindet sich neu nach Burn-out

III. Eine Art Utopie
Trendcoaching DreamGuidance international prämiert
Eine traumhafte Vision

Literaturverzeichnis

Pressespiegel

Profil der Autorin

Einleitende Worte

Konzentration lautet das Gebot der Stunde, um zu den Möglichkeiten einer kreativen Antwort auf die allgegenwärtige Informationsüberfor­derung durchzudringen. Wo wir nicht bei uns sind, laufen wir Gefahr, dauerhaft den Bezug zu uns selbst zu verlieren. Das ist nicht nur traurig, es ist auch teuer, weil wir so den Zugang zur Quelle unserer schöpferischen Kraft einbüßen.

Seit 20 Jahren führe ich Leader und Kreative im Coaching zurück zu sich selbst, wo sie außer sich geraten sind. Es ist eine Art „Re-ligio“*, also ein Akt der Rückverbindung, auf die meine ganzheitliche Coa­chingmethode „DreamGuidance“ im Kern zielt. Erst diese Wiederver­bindung mit sich selbst schafft die Grundlage für wegweisende Inno­vation, die sich traut, frei von Konvention zu handeln.

Eine Art moderner Konvention sehe ich inzwischen im digitalen Dogma. Die zunehmende Virtualisierung aller Arbeits- und Lebens­welten hat dazu geführt, dass wir unser Denken diesem Dogma unterordnen. Und jegliches Dogma provoziert eine gesunde Skepsis in mir: Welche Möglichkeiten gibt es für Business und Karriere gera­de jetzt jenseits des digitalen Mainstreams?

Dieser Band versammelt einige meiner Beiträge, die dazu anregen möchten, sich selbst (wieder mehr) dazu zu ermächtigen, auf die ei­gene Stimme zu hören, um so womöglich vollkommen neue Trends in und außerhalb der (Neuen) Medien zu initiieren. Solche, die alle vollkommen überraschen, weil kein Mensch je damit gerechnet hätte. Die geniale Lösung ist immer einfach.

*von lat. religare zurück verbinden

I. Essays

1. Mediale Meganova –

Befreiung aus einer Eskalation der Möglichkeiten

Wer sieben verschiedene Zahnpasten zu Hause stehen hat, sollte sich vielleicht fragen, ob es möglicherweise ein Problem gibt. Wer bereits sieben unterschiedliche Kommunikationsoptionen unterhält, fragt sich meist, welche weiteren noch zu ergänzen wären. Oder wird danach gefragt. Zumindest in Medienkreisen.

Mein Credo der Stunde im Umgang mit Social Media lautet: Möglich­keiten prüfen, Auswahl begrenzen, Konzentration üben. Das empfeh­le ich meinen Coachees. Und auch für mich gilt inzwischen: Um weder mich selbst noch Coaching-Interessierte zu überfordern, bin ich dazu übergegangen, mich dem Sog der medialen Meganova durch Meditation zu entziehen, die mich verstärkt darin fordert, Gren­zen zu setzen, um gesund zu bleiben und bei Trost.

Meine Medien-Genese: Mehr machen!

Ich hab es irgendwie kommen sehen, als ich bereits 1982 in den USA zu den Perspektiven der Satellite Communications geforscht habe. Damals lag für mich spürbar ein medialer Quantensprung in der Luft, den ich während meines Studiums „Mass Communications“ begeistert aufgegriffen habe.

Meine Hausarbeiten schrieb ich da bereits am Computer, nachdem ich mich in Deutschland praktisch gerade erst an die elektrische Schreibmaschine gewöhnt hatte. Am College of Communications in Boston jedoch wurde ich als Stipendiatin schon zu Beginn der 80er auf etwas vorbereitet, das noch nicht zu fassen war, also unfassbar.

Zwar galten Satelliten seinerzeit als Domäne militärischer Kommuni­kation, doch das Potenzial für eine Kommunikationsrevolution gab es damit. Was noch fehlte, war die Form, mit der Satellitennetze global auch für private User nutzbar gemacht werden konnten. Nur wenige Jahre später, 1989, eröffnete das World Wide Web bis dahin unge­ahnte Möglichkeiten globaler Vernetzung.

Als ich 1995 mein Coaching-Business startete, entwickelte ich dazu meine erste Website. Eine Art virtuell lokalisierbarer Kaufladen, noch dem meines Großvaters verwandt, was die Dekoration eines festste­henden Ortes betrifft.

Genau zehn Jahre später, 2005, folgte der Blogstart (Coaching-Blog­ger. mit aktuell rd. 90.000 PI mtl.). Anfangs schrieb ich einmal die Woche einen Beitrag zu meiner Beratungsarbeit oder/und For­schung. Inzwischen sind es zwei Veröffentlichungen, für die ich mir mitunter Unterstützung hole, um die redaktionelle Qualität der Beiträ­ge zu sichern.

Fünf Jahre später, also 2010, begann ich leidenschaftlich zu twittern. Ich mag es, mich kurzzufassen. Es mutet mich an wie eine geistige Übung. Wie die Formulierung eines Koans oder Haikus. Und inzwi­schen interessiert das, was ich da als Inspirationen, Reflexionen und Informationen verbreite, mehr 3.000 Follower. Auch hier lasse ich mich unterstützen, um regelmäßigen Traffic zu garantieren. Der Con­tent der Beiträge jedoch, auf die verlinkt wird, stammt fast aus­schließlich von mir. Spontan ergänze ich Fotos und Statements von unterwegs.

Weitere drei Jahre später, 2013, könnte ich nun auf die Möglichkeiten einer wirklichen medialen Meganova zugreifen: Spotify, About me, SlideShare, Badoo, Tumblr, Pinterest, Foursquare … und vielen, vie­len Optionen mehr.

Bei Facebook, obgleich extrem populär, bin ich weiterhin relativ leidenschaftslos. Die Plattform behandle ich stiefväterlich. Ich könnte Freunde zukaufen, um Eindruck zu machen, habe mich aber dage­gen entschieden. Auch auf dieser Plattform gilt für mich: Traffic wird mit Bordmitteln generiert. Selbst für einen Bluff reicht meine Motiva­tion einfach nicht aus. Zumindest im Rahmen professioneller Ver­netzung fühle ich mich von Facebook nicht inspiriert. In Teilen gilt das auch für meine professionelle google+-Präsenz.

Meine Medien-Zukunft: Mehr wirken!

Zurzeit berate ich mich mit einem verständigen Partner zu Fragen der Auswahl aus dem riesigen Pool neuer Social Media. Ich lese Analysen, Trendberichte und verfolge wie immer punktuell die Fach­presse. Als Coach mit eigener ganzheitlicher Methode „DreamGui­dance“ nutze ich über die Kognition hinaus auch die intuitive Intelli­genz, die ich zielführend ebenso auf meine eigenen kommunika­tionsstrategischen Fragen anwende.

Ein radikaler Konzentrationskurs kündigt sich an, den ich voraus­sichtlich mit dem Relaunch meiner Homepage verbinden werde, die in diesem Sommer online geht. Diese Begrenzung begleitet die Aus­sicht, mich in einzelnen Bereichen in ganz neuer Weise zu weiten.

Nur der Arme hört den Gesang der Vögel mit dem Herzen, hat uns der heilige Franziskus vorgelebt. Meist übertönt der Reichtum unse­rer medialen Möglichkeiten diese wunderbaren Stimmen. Nicht zu­letzt durch die Kraft der Konzentration, die bei ihm in selbst gewähl­ter Armut seinen Ausdruck fand, gelang es dem berühmten Italiener, nachhaltig zu wirken.

Erhebt das Schwert!

Ich träume von einer neuen Freiheit, möglich geworden durch einen beherzten Cut. Mir scheint, die Inflation medialer Kommunikations­möglichkeiten provoziert die grenzziehende Gegenbewegung geradezu, den mutigen Befreiungsakt.

Was es dazu braucht:

1. Die Kenntnis der eigenen Mission,
2. die Definition eines überzeugenden Angebotes,
3. die Analyse des Marktes medialer Möglichkeiten mit Blick
auf die Zielgruppe(n) und
4. die Abstimmung der Ziele auf das Maß der eigenen Ressourcen.

Mutig mäßigen

Doch nur konzentriertes Vorgehen wird aus dem Viel-zu-viel das Not­wendige herausfiltern können. Was dann als Aufgabe bleibt, kann heißen, zwar mehr zu machen als zuvor, jedoch weniger, als die Dynamik der medialen Meganova von uns fordert, tun zu müssen.

Es will beherzt entschieden sein.

Lesetipp: Interview mit Birgitt Morrien zu einem webbasierten Medienvorhaben "Coaching-Omnibus – Gute Lösungen für alle: Birgitt Morrien unterwegs mit eigener Coaching-Show für neue Perspektiven", in: CoachingBlogger 18.04.2014

2. Mission-Marketing ist wie ein Baum

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

MISSION

Am Anfang ganz unten: Die erfolgreiche Mission entspricht den Wurzeln eines gesunden Baumes, die tief reichen und sich weit ver­zweigen. Dass dies nur unter Aufwand aller Kräfte im Laufe vieler Jahre gelingt, weiß ein jedes Kind. Sich Zeit zu nehmen, zumal für Dinge, die im Dunklen geschehen und die drum niemand sieht, er­scheint uns ja auch geradezu kindisch. Zumal angesichts des gelten­den Zeitgeistes, der alles schnell erledigt – sei es um jeden Preis.

Wachstum braucht Zeit. Dieses alte Gesetz ist zwar aus der Mode gekommen, was jedoch nichts daran ändert, dass es nach wie vor Gültigkeit besitzt. Ein Baum, der hoch hinaus will, wird sich tief ver­wurzeln, um später auch starken Stürmen standzuhalten, koste es, was es wolle.

Im vergangenen Jahr besonders durfte ich noch einmal daran denken, wie ich wurde, die ich heute bin. In meinem Essay „3 Tage ohne Mutter“ 1 beschreibe ich die Konditionen einer Kindheit 2, die es brauchte, um aus mir zugleich eine kreative Kauffrau und leiden­schaftliche Visionärin zu machen, Verfechterin einer Intelligenz, die gleichermaßen analytisch geschult wie intuitiv begabt ist, oft (tag-)träumend.

MARKE(N)

Was als Botschaft in die Welt will, braucht einen Namen: „DreamGui­dance“ 3 habe ich 1995 meine Coaching-Methode genannt, die das Intuitive besonders fokussiert, weil es mir um zusätzlichen Erkennt­nisgewinn geht, der die Ergebnisse kognitiver Analyse sinnhaft er­gänzt. Eine ganzheitliche Methode, von mir in Büchern beschrieben und ein wesentliches Element meiner Management- und Konzept­beratung.

Mit „DreamGuidance“ trage ich zunächst Sorge dafür, dass meine Klientinnen und Klienten in der Fülle ihrer Gaben das Thema ihrer Aufgabe erkennen. Diese als Angebot zu fassen und ihr einen stim­migen Namen zu geben, folgt im zweiten Schritt der Beratung. Das Branding als dritter Schritt erscheint als ritueller Akt, eine Art Initia­tion, die sich traut, das Beste, was wir in uns haben, ans Licht zu bringen, wenn die Zeit dafür reif geworden ist. Gleichsam einer Baumkrone, die sich nur dort in ihrer ganzen Pracht nachhaltig ent­falten kann, wo Stamm und Wurzelwerk Standfestigkeit garantieren.

Wenn wir den Markt betreten, braucht es Schutz und Hilfe. Mit mei­nem COP, einem Akronym, umreiße ich meinen Beratungsrahmen „Coaching, Organisation & PR“. Es ist zugleich der Name meiner Beratungspraxis, die ich seit fast 20 Jahren leite. Wo „DreamGui­dance“ eher für das Innen steht, für intuitive Intelligenz und Inkubati­on, wendet sich der COP dem Außen zu, der konkreten Aufgabe und Aktivität. Der gute COP – durchaus wehrhaft – umsorgt, beschützt und protegiert die ebenso kostbare wie verletzliche Botschaft, die mit DreamGuidance zutage tritt.

MEDIEN

Auf welchen Kanälen sich die Mission als Marke mitteilt, will gut überlegt sein. Wie immer im Leben wimmelt es auch hier von zahl­losen Möglichkeiten. Die Medien-Moderne präsentiert diese verstärkt als Social Media, was gerade so klingt, als seien klassische Medien asozial gewesen.

Im Kaffeehaus sitzend mit einem guten Buch, darin ganz selbst­versunken, habe ich meine Ruhe. Ein Luxus für Vielbeschäftigte, dieser Rückzug, dennoch lebenswichtig. Nur in solchen temporären Auszeiten regeneriert sich ja, was verbraucht wurde, und erlaubt so ein vitales Weitermachen.

Als Coach bin ich ja immerzu mit dem Machen befasst. Bin beständig damit beauftragt, meiner Klientel zu helfen, dass sie es noch besser macht. Um dies nachhaltig zu gewährleisten, ermuntere ich meine Klientinnen und Klienten verstärkt zu radikaler Konzentration bei der Wahl ihrer Kommunikationskanäle.

Hier gilt es, die Kernkompetenz (die Aufgabe, die den Gaben folgt) im Auge zu behalten. Im Prozess eines strukturierten Innehaltens leite ich im Coaching mit DreamGuidance dazu an, der „Mediale(n) Meganova“ 4 beherzt dort Einhalt zu gebieten, wo ihr Sog zu Selbst­verlust führen kann, der süchtig macht.

MARKETING

Wer sich mit der eigenen Mission auf den Markt begibt, um diese dort als Marke feilzubieten, braucht Mut. Einerseits den Mut zum Unterschied, denn wer will schon im Zuviel von allem untergehen. Andererseits die Bereitschaft, auch einmal zu scheitern, denn nicht alles, was anders ist und neu, ist auch gewollt, oft selbst dann nicht, wenn es gebraucht wird.

„Die Traumdeutung“ von Sigmund Freud reichte in der ersten Auflage von 500 Exemplaren für zehn Jahre. Zum Bestseller wurde das Buch erst viel später. Freud war frustriert, aber seine Wurzeln reichten tief. Er hatte früh die Kraft zur Ausdauer entwickelt, um den vielfachen Widerständen seiner Zeit langfristig zu trotzen.

„Traumhaft gelöst zu Bestleistungen“ 5, so der Titel eines Vortrages von mir, der die Prinzipien des Erfolges am Markt von Grund auf erklärt. Wesentlich zu wissen ist dabei, dass jede Bewegung am Markt mitunter unkalkulierbaren Dynamiken ausgesetzt ist. Das sind die Stürme, von denen ich eingangs sprach; Gefahrenzonen, denen es mit Vorsicht zu begegnen und die es klug zu bewältigen gilt.

[...]

Details

Seiten
51
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656681854
ISBN (Buch)
9783656681960
Dateigröße
1.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v275292
Note
Schlagworte
Glaubwürdigkeit Chancen Internetzeitalter Coaching DreamGuidance Bedeutung Sozial Media Management Kommunikation Befreiung digitales Dogma Karriere-Entwicklung PR-Management Marketing-Mainstream Morrien

Autor

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