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Interkulturelle und geschlechterspezifische Unterschiede in der nonverbalen Kommunikation

Akademische Arbeit 2001 15 Seiten

Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

1. Einleitung

2. Nonverbale Kommunikation unter interkulturellen Aspekten
2.1 Interkulturelle Gemeinsamkeiten
2.2 Interkulturelle Unterschiede

3. Geschlechterspezifische Unterschiede

4. Nonverbale Kommunikation in der Lehre

5. Schlussbetrachtung

6. Literaturverzeichnis (inklusive weiterführender Literatur)

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abbildung 1: Ausländer in Japan tun sich schwer, die Nudeln vorschriftsmäßig geräuschvoll einzuschlürfen (Quelle: Ernst, 1984)

Abbildung 2: Die verschiedenen Bedeutungen des „eyebrow flash“ (Quelle: Eibl-Eibesfeldt, 1972)

Abbildung 3: Zählen bis Fünf in Europa und den USA (Quelle: Birkenbihl, 1992)

Abbildung 4: Die Ringgest (Quelle: Birkenbihl, 1992)

Abbildung 5: Ohne Worte (Quelle: Watterson, 1999)

1. Einleitung

In dieser Arbeit möchte ich mich mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden auf dem Gebiet der nonverbalen Kommunikation. Das klingt zunächst etwas seltsam, denn es erscheint uns im ersten Moment ganz natürlich, dass jeder Mensch auf seine eigene Art körpersprachlich kommuniziert und in gleichem Maße die nonverbalen Ausdrucksformen seiner Mitmenschen individuell interpretiert. Dies ist selbstverständlich richtig, aber sobald man seine Sichtweise etwas vom Individuum löst und sich mehr auf die Makro-Ebene (es macht dabei keinen Unterschied ob damit eine einzelne Gesellschaft oder die gesamte Welt gemeint ist) begibt, werden sofort nonverbale Verhaltensmuster innerhalb sozialer Gruppen erkennbar, die nahezu identisch sind oder sich zumindest sehr ähneln. Dabei wird jedoch auch ebenso deutlich, dass es zwischen den verschiedenen Gruppen (auch dies gilt wieder sowohl für Kulturen oder ganze Kulturkreise als auch für soziale Gruppierungen wie zum Beispiel Mitglieder einer Jugendgruppe o.ä.) Unterschiede in Gestik, Mimik oder Verhalten gibt, die mitunter bis in Gegenteilige reichen können und somit natürlich immer wieder für Missverständnisse sorgen.

2. Nonverbale Kommunikation unter interkulturellen Aspekten

Dass wir innerhalb unserer eigenen Kultur in geregelter und ritualisierter Weise handeln, wird uns erst bewusst, wenn wir in anderen Kulturen oder Kulturkreisen mit Verhaltensmustern konfrontiert werden, die uns befremdlich oder unnatürlich vorkommen. Oder wenn unser eigenes Verhalten zu Missbilligung, unbeabsichtigter Erheiterung oder Missverständnissen führt. Denn dass im interkulturellen Kontext Unterschiede bestehen, daran besteht keinerlei Zweifel (vgl. Abbildung 4).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Ausländer in Japan tun sich schwer, die Nudeln vorschriftsmäßig geräuschvoll einzuschlürfen (Quelle: Ernst, 1984)

Die Hauptfrage, die die nonverbale Kommunikationsforschung in diesem Zusammenhang beschäftigt, scheint vielmehr zu sein, wo die Wurzeln für die heute existierenden diversen Ausprägungen von Körpersprache liegen bzw. wie diese aussehen. Oder anders formuliert:

Sind die interkulturellen Unterschiede nur Varianten ein und desselben kulturunabhängigen, universalen Grundgerüsts nonverbaler Kommunikation oder hat sich der körpersprachliche Ausdruck von Emotionen kulturspezifisch entwickelt? Ist nonverbale Kommunikation demnach angeboren oder wird sie erlernt? Die erste dieser beiden gegensätzlichen Forschungstheorien geht auf Darwin zurück, der in seinem Werk „Über den Ausdruck der Gemütsbewegungen bei dem Menschen und den Tieren“ bereits 1872 auf die gemeinsame genetische Grundlage aller menschlichen Gesellschaften als Voraussetzung für nonverbale Kommunikation hingewiesen hat[1]. Demgegenüber versucht Dreitzel nachzuweisen, dass „der Ausdruck der Gefühle beim Menschen (...) kulturspezifisch verschieden und in jedem Fall erlernt[2]“ sei. Eine Bewertung bezüglich der wissenschaftlichen Richtigkeit beider Theorien wollen wir uns nicht anmaßen, es sei lediglich der Hinweis erlaubt, dass der zweite Ansatz plausibler erscheint, auch wenn er in gewissem Maße (nämlich was die absoluten Grundlagen körpersprachlicher Signale angeht) auf dem ersten aufbauen muss. Denn dass man einem Menschen, den man für sympathisch hält, seine Zuneigung zeigt (in welcher Form auch immer) oder einem vermeintlichen Aggressor ablehnend gegenübertritt (auch hier ist die Art und Weise gleichgültig), würden auch Verfechter der zweiten Forschungsrichtung nicht abstreiten.

[...]


[1] Schaller (1999), S. 5

[2] Dreitzel (1983), S. 192

Details

Seiten
15
Jahr
2001
ISBN (eBook)
9783656674481
ISBN (Buch)
9783656675693
Dateigröße
511 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v275223
Note
1,0
Schlagworte
interkulturelle unterschiede kommunikation

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Titel: Interkulturelle und geschlechterspezifische Unterschiede in der nonverbalen Kommunikation