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Die Kulturgeschichte des Tabaks in der Hansestadt Bremen

Hausarbeit 2011 8 Seiten

Kulturwissenschaften - Europa

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Anfänge in Bremen

3. Händler und Fabrikanten

4. Wirtschaft und Steuern
4.1. Die wirtschaftliche Relevanz
4.2. Die Steuererhebungen

5. Kontroversen mit dem Umland Bremens

6. Tabaksorten und -briefe

7. Tabakkonsum

8. Schluss

9. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In dieser Hausarbeit werde ich anhand des Textes „Tabak in Bremen - die Anfänge“ von Johannes Herwig-Lempp die Kulturgeschichte Bremens darstellen und zwar in Bezug auf den Tabak, der nach der Zeit der Reformation den Alkohol substituierte.
Die Kapitel sind thematisch gegliedert, einleitend mit der ersten historischen Erwähnung des Tabaks in Bremen, über die Produzenten und die wirtschaftlichen sowie politischen Hintergründe bis hin zu den Verbrauchern.

2. Die Anfänge in Bremen

Das Buch mit dem Titel „Tabacologia“, geschrieben und im Jahr 1622 veröffentlicht von Johannes Neander, ist die erste Quelle Bremens, die sich auf den Tabak bezieht. Der Bremer Johannes Neander kam in dem Jahr 1623, nach seinem Studium in Holland, nach Bremen zurück. Das von ihm geschriebene Buch enthält Anleitungen und Rezepte zum Gebrauch, zur Zubereitung oder zur medizinischen Wirkung des Tabaks. Auf dem Titelblatt schreibt Neander: „Tabacologia, das ist eine medizinische, chirurgische und pharmazeutische Beschreibung des Tabaks [...]“ (zit. nach Herwig-Lempp, 1994, S. 106).

Da Bremen keinen Zugang zu den Erzeugungsländern hat, wurde der Tabak, wie auch die anderen Kolonialgüter, am Anfang des 17. Jahrhunderts über die Kolonialmächte Spanien und Portugal gehandelt (vgl. Herwig-Lempp, 1994, S. 108)

Einige Jahre später begann Holland, ebenfalls mit Kolonialwaren zu handeln, da es über eigene Kolonien verfügte und so die wirtschaftliche Macht und Bedeutung zunahm. Holland ist nicht weit von Bremen entfernt, die westgermanische Sprache haben sie gemeinsam und sie teilten die Lehre des Calvinismus. So kam es, dass sich der Bremer Handel nach Holland orientierte (ebd.).

3. Händler und Fabrikanten

Der erste bekannte Tabakhändler in Bremen war der Engländer Thomas Payne, der aus Holland in die Hansestadt kam. Die Kaufleute handelten vorerst mit verschiedenen Waren, bis sie feststellten, dass das Endprodukt leicht zu produzieren war und mehr Gewinn einbrachte, sodass sich viele Händler zu Fabrikanten entwickelten (vgl. Herwig-Lempp, 1994, S. 108).

1644 wurde Payne zum Tabakkrämer in Bremen ernannt. So war es ihm möglich, auch kleine Tabakmengen direkt an den Verbraucher zu verkaufen. 20 Jahre später baute er mit seinem Partner Hinrich Schröder die erste Fabrikationsstätte und beschäftigte circa 100 Mitarbeiter. Doch auch andere Händler fabrizierten Tabak und durch diese Konkurrenz verringerte sich Paynes Mitarbeiterzahl erheblich. Dies war der Grund, weshalb Payne und Schröder in Bremen ein Monopol beantragten, welches allerdings abgelehnt wurde, da Bremen als Hansestadt die Grundsätze hatte, viele Händler und Fabrikanten zu beschäftigen sowie den Wachstum der Tabakverarbeitung voranzubringen (vgl. Herwig-Lempp, 1994, S. 108 – 109).

4. Wirtschaft und Steuern

Die Bedeutung des Tabaks wurde wirtschaftlich immer wichtiger, sodass in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts auch der Staat durch den wachsenden Tabakkonsum profitieren wollte (vgl. Herwig-Lempp, 1994, S. 118 – 120).

4.1. Die wirtschaftliche Relevanz

Durch eine bessere Infrastruktur und durch eine erhöhte Nachfrage nahmen der Handel und Konsum des Tabaks in Bremen zu Beginn des 18. Jahrhunderts zu. Durch seine Handelserfahrung spielte Bremen und auch Hamburg eine „zentrale Rolle“ (Herwig-Lempp, 1994, S. 112) im Handel mit Tabak.

Durch die vermehrte Fabrikation gab es in der Mitte des 18. Jahrhunderts bereits circa 120 Fabrikanten. „Als seit etwa 1700 der Handel, Vertrieb und die Verarbeitung des Tabaks in bremischen Kaufmannshäusern zunehmend Boden faßten, da war das Innere dieser Häuser bereits bis zur Überfüllung mit
Stuben, Kammern, Kojen und Galerien zugebaut […]“ (Grohne, 1937; zit. nach Herwig-Lempp, 1994, S. 113).

Dieses Zitat lässt ersichtlich werden, wie eng es in den bremischen Häuser gewesen ist und jeder freie Platz dazu genutzt wurde, Tabak herzustellen.

4.2. Die Steuererhebungen

Am Anfang des 17. Jahrhunderts wurden alle Kolonialwaren gleichermaßen besteuert. Es gab das Convoygeld, welches für Waren erhoben wurde, die auf der Weser transportiert wurden und die Importsteuer für die eingeführten Produkte. Im Jahr 1625 wurde die Verbrauchssteuer eingeführt (vgl. Herwig-Lempp, 1994, S. 120).

[...]

Details

Seiten
8
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656679622
ISBN (Buch)
9783656679684
Dateigröße
349 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v275182
Institution / Hochschule
Universität Bremen
Note
1,3
Schlagworte
kulturgeschichte tabaks hansestadt bremen

Autor

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Titel: Die Kulturgeschichte des Tabaks in der Hansestadt Bremen