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Der Lautenbach-Plan und die Frage der aktiven Konjunkturpolitik im Herbst 1931

von Nathan Samuel (Autor)

Seminararbeit 2011 7 Seiten

Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Innenpolitische Zwänge
a. Bankenkrise von 1931
b. Inflationsfurcht

III. Außenpolitische Zwänge
a. Young-Plan und Hoover-Moratorium
b. Bankenkrise in England
c. Psychologische Aspekte

IV. Fazit

V. Quellen- und Literaturverzeichnis

I. Einleitung

Auf den folgenden Seiten werde ich versuchen, die politischen sowie wirtschaftlichen Zwänge und Einschränkungen des wirtschaftspolitischen Handlungsspielraums, denen sich die Reichsregierung im Herbst 1931 gegenüber sah, darzulegen um anschließend die Durchführbarkeit des von Dr. Wilhelm Lautenbach bei der Geheimkonferenz der Friedrich List-Gesellschaft im September 1931 eingegebenen Plans zu diskutieren.

Hierzu habe ich zunächst die zu behandelnden Aspekte in innen- sowie außenpolitische Zwänge unterteilt. Dies ist natürlich nicht nahtlos möglich und so ergeben sich auch in der Darstellung Überschneidungen, da die Ereignisse, speziell zu dieser Zeit, von einander abhingen und ausgingen. Die Kategorisierung bietet den Vorteil, zunächst auf die Durchführbarkeit des Plans innerhalb Deutschlands einzugehen um erst anschließend globale Aspekte in die Diskussion einzubeziehen.

Auf der Diskussionsebene werde ich anfangs die Einschränkungen beschreiben, dann die wirtschaftpolitischen Folgen erörtern und abschließend den Bezug zu Teilbereichen des Lautenbach-Plans herstellen.

Im Fazit werde ich bezugnehmend auf die zuvor erläuterten Zwänge die Durchführbarkeit des Lautenbach-Plans zusammenfassen.

Zuvor ist es jedoch unerlässlich, zumindest eine knappe Zusammenfassung des von Dr. Wilhelm Lautenbach, zum Zeitpunkt der Eingabe Oberregierungsrat, aufgestellten Plans zu geben.

Ausgehend von einem drastischen Produktionsüberschuss schlägt Lautenbach vor, „der Staat sollte, auch wenn er nicht über hinreichende laufende Einnahmen verfügt, eine größere Nachfrage entfalten und diese im Wege der zusätzlichen Verschuldung finanzieren.“[1] Er geht also von einer „Initialzündung“[2] aus, welche die Wirtschaft wieder ankurble. Die benötigte Nachfrage für Produkte soll durch öffentliche Arbeiten gedeckt werden.

[...]


[1] Knut Borchardt: Wachstum, Krisen, Handlungsspielräume der Wirtschaftspolitik. Studien zur Wirtschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft 50), Göttingen 1982, S. 169. (i.F.z.a: Borchardt, Krisen).

[2] Knut Borchardt; Hans Otto Schötz (Hg.): Wirtschaftspolitik in der Krise. Die (Geheim-)Konferenz der Friedrich List-Gesellschaft im September 1931 über Möglichkeiten und Folgen einer Kreditausweitung, Baden-Baden 1991, S. 307.

Details

Seiten
7
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656683919
ISBN (Buch)
9783656696902
Dateigröße
429 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v275107
Institution / Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
1,7
Schlagworte
Lautenbach Lautenbach Plan Brüning Deflation Deflationspolitik Reichsbank Dresdner Bank Bankenkrise 1931

Autor

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    Nathan Samuel (Autor)

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