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Mobbing in der Schule. Soziologische Elemente von Bildung und Erziehung

Studienarbeit 2014 8 Seiten

Soziologie - Kinder und Jugend

Leseprobe

Inhalt

Einleitung

1. Beschreibung der Situation im Praktikum 301

2. Theoretischer Bezugsrahmen zum Thema Mobbing
2.1. Erscheinungsformen
2.2. Merkmale der Mobbingepisoden
2.2.1. Erniedrigung
2.2.2. Schweigen
2.2.3. Hilflosigkeit seitens der Opfer
2.2.4. Isolation der Opfer
2.2.5. Die Passivität der anderen Kinder
2.2.6. Mitwirkende
2.3. Wie erkennt man Mobbing?
2.4. Folgen für die Mobbingopfer

3. Analyse der Situation

4. Schlussfolgerungen und kritische Distanz
4.1. Präventionsmassnahmen
4.2. Signale im Schulalltag wahrnehmen und sich mit Lehrpersonen austauschen
4.3. Zielorientierte Gespräche führen
4.4. Die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten informieren
4.5. Schulinterne und schulexterne Netzwerke aktivieren

5. Reflexion

6. Literaturverzeichnis

7. Verzeichnis der Darstellungen

Einleitung

Im Rahmen der Lernveranstaltung 1.3 bekamen wir den Auftrag eine schriftliche Semesterarbeit zu einem der behandelten Themen zu verfassen. Ich habe mich für das Thema „Mobbing“ entschieden. Meine Arbeit beinhaltet eine Erfahrung welche ich im Praktikum 301 gemacht habe, eine Analyse zum Thema Mobbing unter Berücksichtigung gelesener soziologischer und wissenschaftlicher Fachliteratur. Daraus resultieren dann die Wertungen und Schlussfolgerungen für die zukünftige Praxis. Zum Schluss folgt noch eine Reflexion

1. Beschreibung der Situation im Praktikum 301

Mein Praktikum 301 absolvierte ich in Termen in einer 5./6. Klasse. Die Klasse bestand aus 18 SchülerInnen, davon waren 10 Knaben und 8 Mädchen. Somit war das Verhältnis zwischen Mädchen und Knaben ausgeglichen. 8 SchülerInnen besuchten in meiner Pilotenklasse die 5. Klasse, 10 SchülerInnen die 6. Klasse. Mit der Zeit ist mir aufgefallen, dass ein Mädchen gemobbt wird. Dieses Mädchen werde ich von nun an „Kristina“ in meiner Arbeit nennen, um ihre Anonymität zu bewahren. Kristina zeigte fächerübergreifend Schwierigkeiten mit dem Schulstoff. Deswegen besuchte sie auch in den Fächern Deutsch und Mathe die PSH. Ansonsten empfand ich Kristina als sehr nettes, interessiertes und offenes Mädchen. Leider wurde sie von der Klasse täglich gemobbt. Bei Partnerarbeit, wollte niemand mit ihr arbeiten, in Gruppenarbeiten wurde sie um ihre Meinung nicht gefragt, und wenn sie sich äusserte lachten die anderen sie aus und beschimpften sie. Mehrmals haben die anderen SchülerInnen sie als „dumm“ und „blöd“ bezeichnet. Kristina rollte dann immer die Augen und ging nicht auf sie ein. Einige Male habe ich sogar beobachtet, wie die anderen SchülerInnen sie auslachten, als sie in den PSH-Unterricht ging. Sie hat nie geweint oder sich gar zu uns gewendet, damit wir ihr helfen konnten. Wenn ich solch eine Mobbingsituation mitbekommen habe, habe ich probiert das Gesprächsthema zu wechseln. Ich habe meinen Plp darauf angesprochen, und er sagte mir, dass dies schon über eine längere Zeitphase sich abspielt. Er habe mit beiden Parteien geredet und probiert die Situation zu ändern, leider vergebens.

2. Theoretischer Bezugsrahmen zum Thema Mobbing

2.1. Erscheinungsformen

Mobbing kann unterteilt werden in die direkte und indirekte Form. Wobei bei der direkten Form wiederum zwischen physischen und verbalen Angriffen unterschieden werden kann. Die nonverbalen Angriffe sind der indirekten Form unterzuordnen.

In der folgenden Abbildung werden die Mobbingformen aufgezeigt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 Erscheinungsformen von Mobbing

Die direkte Form zeigt auf, dass es Handlungen, beziehungsweise Angriffe gibt, bei denen es Konfrontationen zwischen Opfer und Täter gibt. Bei der indirekten Form jedoch, findet keine Konfrontation zwischen den beiden Parteien statt. Körperliche Berührungen, welche vom Opfer nicht erwünscht sind, gehören zu den physischen Angriffen. Dazu gehört auch, wenn ein Opfer gegen seinen Willen festgehalten wird oder gezwungen wird, etwas zu tun, das man nicht machen will. Zu den verbalen Angriffen gehört das Blossstellen, Drohen, Erpressen, Auslachen, Anschreien oder Nachrufen von groben Namen (Alsaker, 2004, S. 22).

2.2. Merkmale der Mobbingepisoden

2.2.1. Erniedrigung

Erniedrigungen können verschiedenartig ausfallen. So kann eine Person als dumm bezeichnet werden. Sie kann aber auch mit Tieren verglichen werden, durch Geruch, Aussehen oder einem bestimmten Verhalten des Tieres. Dadurch entwickelt das Opfer Schamgefühle. Die Erniedrigung kann durch Auslachen, Weitererzählen von privaten Angelegenheiten oder Hinweisen von Schwächen geschehen. Es gibt aber auch physische Erniedrigungen, so kann das Opfer auf den Boden gedrückt werden oder gezwungen werden Dinge gegen seinen Willen zu tun (vgl. ebd., S. 25).

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Details

Seiten
8
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656675334
ISBN (Buch)
9783656675327
Dateigröße
448 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v274966
Note
2,0
Schlagworte
mobbing schule soziologische elemente bildung erziehung

Autor

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Titel: Mobbing in der Schule. Soziologische Elemente von Bildung und Erziehung