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Ästhetische Bildung am Beispiel des Projekts "Kompetenzen im Kontex" auf der Sekundarschule II

Hausarbeit 2014 7 Seiten

Pädagogik - Schulpädagogik

Leseprobe

I Einleitung

In der vorliegenden Arbeit soll näher auf das Projekt KiK (Kompetenzen im Kontext) eingegangen werden, das an der Maturitätsschule in Romanshorn durchgeführt wird. Das Projekt läuft noch bis 2016. Bisher sind noch wenige Informationen dazu verfügbar. Es liessen sich lediglich einzelne Informationsbroschüren dazu finden. Doch obwohl das Projekt dadurch von mir nicht sehr detailliert und mit Einzelheiten geschmückt beschrieben werden kann, reichen die vorhanden Informationen völlig aus, um einen Einblick in die Grundidee und die Funktionsweise des Projektes zu gewinnen.

In einem ersten Schritt der Arbeit soll aber zuerst das Konzept der ästhetischen Erziehung nochmals kurz erläutert und behandelt werden. In einem zweiten Schritt wird das Projekt KiK versucht, bestmöglich zu beschreiben, bevor in einem dritten Schritt darauf eingegangen wird, wie das Projekt mit dem Konzept der ästhetischen Bildung in Zusammenhang gebracht werden kann.

II Ästhetische Erziehung

Der ursprüngliche Begriff „Ästhetik“ stammt aus dem Griechischen (aisthesis) und hatte früher im Gegensatz zum heutigen Verständnis eine etwas andere Bedeutung. Mit Ästhetik wurde die sinnliche Wahrnehmung verstanden. Das Konzept der ästhetischen Bildung, auf welches Friedrich Schiller 1795 in seinem Werk Über die ästhetische Erziehung des Manschens eingeht, begreift Bildung als das Resultat sinnlicher Wahrnehmung. Bildung ist somit nicht reine Wissensvermittlung, die auf dem Prozess des Denkens resultiert. Vielmehr braucht der Mensch sinnliche Erlebnisse, mit denen er sich auseinandersetzen kann und wodurch Erkenntnis und Wissen entstehen kann. Denn aus der Psychologie wissen wir, dass es für den Menschen nötig ist, sich mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen, um sich weiterzuentwickeln. Die ästhetische Bildung kann somit als Gegenpol zu einer Bildung verstanden werden, deren einziges Ziel die Wissensvermittlung ist. Ästhetisches Denken geschieht immer dann, wenn der Mensch eigenständig „Wirklichkeit“ wahrnimmt und individuell verarbeitet. Als Gegensatz dazu kann das kognitive Denken verstanden werden, welche als Aufnehmen und Weiterführen von bereits vorgedachtem Wissen definiert werden kann. Der Mensch muss so nicht auf die eigene Wahrnehmungsgeschichte zurückgreifen.

Während der Zeitspanne der Reformpädagogik wurde die praktische Umsetzung des Konzeptes der ästhetischen Bildungstark gefördert. Als klassische Beispiele hierfür können die Montessori- oder Waldorfschulen genannt werden. Neben diesen zwei bekannten Beispielen entstanden in den vergangenen Jahren immer wieder neue Projekte, die auf dem Hintergrund einer ästhetischen Erziehung entstanden sind. Während des Blockkurses setzten wir uns unteranderem mit der Helena-Lange-Schule auseinander, die unteranderem mit Projektunterricht versucht, den Schülern und Schülerinnen Gelegenheiten zu bieten, selber sinnliche Erfahrungen zu machen,um daraus Wissen und Erkenntnis zu generieren.

III Kompetenz im Kontext

Kompetenzen im Kontext (Kurz „KiK“) ist ein Projekt der Maturitätsschule Romanshorn im Kanton Thurgau. Es startete 2009 und dauert bis 2016. Es ist meines Wissens ein schweizweit einzigartiges Projekt. Es soll nachfolgend näher Beschrieben werden. Es muss allerdings bereist jetzt gesagt werden, dass es bisher noch wenige Informationen zu diesem Projekt gibt. Im Internet findet man lediglich vereinzelte Informationsblätter. Da ich die Grundidee des Projektes als interessant ansehe, versuche ich trotz den Informationslücken das Projekt möglichst umfassend zu beschreiben.

Vor dem Schulantritt müssen die SchülerInnenund ihre Eltern entscheiden, ob sie die Maturitätsschule in einer KiK-Klasse oder in einer „normalen“ Klasse besuchen wollen. Meldet sich ein Schüler oder eine Schülerin für eine KiK-Klasse an, so bleibt er in dieser Klasse bis zum Abschluss seiner Maturität. Das Ziel der KiK-Klassen unterscheidet sich grundsätzlich nicht stark von herkömmlichen Maturitätsklassen: Es geht darum, die Schüler und Schülerinnen auf ihr späteres Studium vorzubereiten. Der Unterricht in den KiK-Klassen basiert auf gleichen Lehrplänen und gesetzlichen Grundlagen, wie andere Maturitätsklassen. Auch führt der Besuch einer KiK-Klasse zum selben Diplom, wie in einer anderen Maturitätsklasse: Die eidgenössische anerkannte gymnasiale Maturität.

Die KiK-Klassen haben zum Ziel, sowohl „fachliche“ wie auch „überfachliche“ Kompetenzen zu fördern. Grundsätzlich ist das nichts Neues. Projekttage haben heutzutage ihren festen Platz im gymnasialen Schulalltag gefunden. Das Problem liegt darin, dass diese sehr selten praktiziert werden und dass der konkrete Bezug zum Fachunterricht fehlt. Der Grund hierfür kann im strengen und sturen Stundenplan gefunden werden, der nicht viel Platz für Freiheiten hergibt.

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Details

Seiten
7
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656675921
ISBN (Buch)
9783656675914
Dateigröße
475 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v274685
Institution / Hochschule
Université de Fribourg - Universität Freiburg (Schweiz)
Note
1.5
Schlagworte
ästhetische Bildung Kompetenzen Kompetenz im Kontext

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Titel: Ästhetische Bildung am Beispiel des Projekts "Kompetenzen im Kontex" auf der Sekundarschule II