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Frühe Vorgehensmodelle

Wasserfallmodell und Spiralmodell

Hausarbeit 2013 15 Seiten

Informatik - Software

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtliche Einordnung

3. Wasserfallmodell nach Royce
3.1. Grundidee des Wasserfallmodells
3.2. Erweiternde Schritte für das Wasserfallmodell
3.2.1. „Program Design“ an den Anfang
3.2.2. Dokumentation des Designs
3.2.3. Durchlaufe den Zyklus zwei Mal
3.2.4. Mehrmaliges Testen des Codes
3.2.5. Einbindung des Kunden

4. Spiralmodell

5. Vor- und Nachteile

6. Schlussbetrachtung

7. Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Zeitachse „Vorgehensmodelle“

Abbildung 2: Essentielle Schritte

Abbildung 3: Wasserfallmodell (sequentiell)

Abbildung 4: Wasserfallmodell (mehrere iterative Sprünge)

Abbildung 5: Wasserfallmodell (zwei iterative Sprünge)

Abbildung 6: Spiralmodell

1. Einleitung

„The first 90% of the code accounts for the first 90% of the development time. The remaining 10% of the code accounts for the other 90% of the development time”.[1] Mit diesem Satz zeigt Tom Cargill die Schwierigkeit von Software-Projekten auf. Oftmals übersteigen die Zeit- und der Programmier-Aufwände bei diesen Projekten die Vorgaben um ein Mehrfaches. Dieser Satz, der auch als „Nintey-ninety rule“ Bekanntheit errang, zeigt sehr, dass es schwer ist, die Anforderungen im Vorfeld genau zu bestimmen.

Dieses Problem erkannten in den 70er Jahren die beiden Softwareentwickler Dr. Winston W. Royce und Barry W. Boehm. Beide machten sich Gedanken darüber, wie große Softwareprojekte richtig geplant und umgesetzt werden können, ohne dass der Aufwand von Zeit und Programmiercode ins Unermessliche steigt. Dabei kamen zwei wegweisende Vorgehensmodelle für die Software-Entwicklung heraus, die noch bis heute im Einsatz sind und die als Vorbilder für die heutige „agile Softwareentwicklung“ gelten. Es handelt sich um das Wasserfallmodell und das Spiralmodell.

In dieser Hausarbeit sollen beide Modelle näher betrachtet werden. Dabei wird zuerst auf die zeitliche Einordnung eingegangen. Danach werden beide Vorgehensmodelle detailliert erklärt. Gegen Ende wird auf die Vor- beziehungsweise Nachteile dieser beiden Modelle eingegangen.

2. Geschichtliche Einordnung

Die Vorgehensmodelle gingen aus der Softwarekrise der 60er, 70er und 80er Jahre hervor. In dieser Zeit gab es viele Probleme bei der Entwicklung von Software-Projekten hinsichtlich von Zeit und Kosten. Oftmals konnte der Rahmen der Vorgaben nicht eingehalten werden und die Projekte wurden abgebrochen.[2]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Zeitachse „Vorgehensmodelle“[3]

Im Jahr 1969 setzten sich aus diesem Grund das Nato Science Komitee in Garmisch zusammen und überlegte, wie sich dieses Problem lösen lässt. Es kam zu dem Entschluss, dass die Entwicklung von Programmen mehr als reines Programmieren ist und erzeugte den Begriff „Software-Engineering“. Mit dem Wort „Engineering“ sollte ausgedrückt werden, dass die Entwicklung so aufwendig ist, wie die Arbeit normaler Ingenieure, wie zum Beispiel beim Brückenbau. Es bedarf einer genauen Planung, einem Entwurf, einer Umsetzung, einem Test und der Abnahme.[4]

Dr. Winston W. Royce nahm sich als einer der ersten dieser Problematik an und integrierte diese Schritte in das Wasserfallmodell. Dieses geschah im Zeichen des „Institute of Electrical and Electronics Engineers“ (IEEE) im Jahr 1970.[5] In einem elfseitigen Paper erklärte er dort genau die Schritte, die notwendig sind, damit ein Projekt erfolgreich gestaltet werden kann. In den folgenden Jahren kamen weitere Modelle auf dem Markt, die sich mit der Thematik beschäftigten. So auch das V-Modell von Barry W. Boehm. Es war eine Weiterentwicklung des Wasserfallmodells, welches in Form eines V dargestellt wurde. Daher auch der Name. Ein größerer Schritt war jedoch sein Spiralmodell im Jahr 1986.

Erst im Jahr 2001 wurde zum ersten Mal der Begriff „agile Vorgehensmodelle“ initiiert. Dies geschah durch ein Manifest auf einer Konferenz von Software-Entwicklern in Utah.[6]

[...]


[1] Bently, Jon, Cargill, Tom, „Programming pearls“

[2] Vgl. o. V., „History of software engineering“, http://en.wikipedia.org/wiki/History_of_software_engineering, Abruf am 20.03.2013

[3] Eigene Darstellung

[4] Vgl., Randell, Brian, „The 1968/69 NATO Software Engineering Reports“, http://homepages.cs.ncl.ac.uk/brian.randell/NATO/NATOReports/index.html, Abruf am 20.03.2013

[5] Vgl., Hoffmann, Dirk W., „Software-Qualität“, S. 493

[6] Vgl. Beck, Kent, “Manifesto for Algile Software Development”, http://agilemanifesto.org/, Abruf am 20.03.2013

Details

Seiten
15
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656675648
ISBN (Buch)
9783656675655
Dateigröße
780 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v274614
Institution / Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Frankfurt früher Fachhochschule
Note
2,0
Schlagworte
frühe vorgehensmodelle wasserfallmodell spiralmodell

Autor

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Titel: Frühe Vorgehensmodelle